Sara Gmuer

 4 Sterne bei 276 Bewertungen
Autor*in von Achtzehnter Stock, Achtzehnter Stock und weiteren Büchern.

Lebenslauf

SARA GMUER wurde 1980 in Locarno geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in der italienischen Schweiz, ihre Jugend in Luzern. Nach ihrem Abschluss an der Filmschauspielschule Zürich zog sie nach Deutschland. Sie stand für Dominik Graf und Die Ärzte vor der Kamera und als Rapperin auf der Bühne. Sie schrieb Songs, textete für Agenturen und fand dabei ihre ganz eigene Stimme. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sara Gmuer

Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)

Achtzehnter Stock

(243)
Erschienen am 18.02.2025
Cover des Buches Karizma (ISBN: 9783446283039)

Karizma

(6)
Erschienen am 16.09.2025
Cover des Buches KARIZMA (ISBN: 9783936086775)

KARIZMA

(6)
Erschienen am 13.12.2013
Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: B0DT7BJ4TD)

Achtzehnter Stock

(21)
Erschienen am 18.02.2025

Neue Rezensionen zu Sara Gmuer

Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)
Anndlichs avatar

Rezension zu "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer

Anndlich
Hoch hinaus

Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt, nun lebt sie jedoch mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock eines Berliner Plattenbaus. Dabei war ihr Traum immer die große Welt, Filmdrehs und Premieren. Plötzlich bekommt Wanda eine einmalige Chance und taucht in eine Welt ein, in der Geld keine Rolle spielt. Doch die Platte bleibt. 

Achtzehnter Stock von Sara Gmuer erzählt von einem Leben, das den eigenen Träumen hinterherrennt. Der Schreibstil der Autorin hat mir durchaus gefallen, jedoch wurde ich mit Wanda zu keinem Zeitpunkt warm. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie aufgrund der Situation absolut nicht glücklich ist, aber Wanda wirkt arrogant und ignorant. Vielleicht auch, weil sie sich dadurch von ihrer Realität abkapseln möchte und trotzdem macht sie das zu einer durchgehend unsympathischen Protagonistin, der ich gedanklich nicht gerne gefolgt bin.

Und auch die gesellschaftskritischen Aspekte waren mir leider viel zu klischeehaft dargestellt.
Am Schreibstil lag es definitiv nicht, aber inhaltlich konnte mich Achtzehnter Stock nicht abholen.

Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)
milasuns avatar

Rezension zu "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer

milasun
Hoch hinaus oder tiefer Fall?

Wanda, alleinerziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter und angehende Schauspielerin wohnt im achtzehnten Stock eines Plattenbaus in Berlin. Groß sind ihre Träume, noch größer der Stapel der ungeöffneten Rechnungen auf ihrem Küchentisch. "Ich habe mir mein Leben anders vorgstellt. Ganz anders. Ich wollte nie so werden wie die anderen hier. Ich wollte nie eine von ihnen sein, mit platt gedrückten Haaren vom vielen Fernsehen." Als sich eine einmalige Gelegenheit auftut, bei einer Produktion mitzuspielen, ergreift sie ihre Chance und ist überwältigt von den Türen, die sich ihr öffnen, von den teuren Lokalen, dem Melonenkaviar auf gefalteten Salatblättern und von Adam Ezra. Doch wer hoch hinaus möchte, kann auch tief fallen, während die Platte im Wind schwankt aber stets verlässlich in den Himmel ragt. "Egal wie weit wir weg gehen, wir werden es nicht los. Man sieht es uns an. Wir riechen danach."


Sara Gmuer überzeugt mit ihrem rauen, direkten Schreibstil, der sowohl die Tristesse des Plattenbaus und eines entbehrungsreichen Lebens als auch den Glanz und Glamour der Filmbranche gut einfängt. Wanda als Protagonistin hat mir gut gefallen, ihre Liebe zu Karlie, die Sorgen und Vorwürfe, die sie sich als alleinerziehende Mutter macht, sind sehr authentisch. Wanda strauchelt durchs Leben, ist überfordert, versucht aber für ihr Kind das Beste draus zu machen und hat große Träume. Ein wenig enttäuscht war ich von der Liebesgeschichte zwischen Wanda und Adam, die ich nicht richtig fühlen konnte und dem etwas rosaroten Ende. Dennoch ein toller, sozialkritischer Roman mit einem eigenen Sound und absolut lesenwert! 

Cover des Buches Achtzehnter Stock (ISBN: 9783446282780)
Ydanis avatar

Rezension zu "Achtzehnter Stock" von Sara Gmuer

Ydani
Achtzehnter Stock

Das Buch überzeugt vor allem durch seinen atmosphärisch dichten und stilistisch ansprechenden Schreibstil. Die Autorin schafft es, bestimmte Schauplätze – insbesondere die Szenen rund um das Filmset und den Krankenhausaufenthalt – eindringlich und lebendig zu schildern. Gerade letzterer gehört zu den stärksten Momenten des Buches und bleibt nachhaltig im Gedächtnis.


Gleichzeitig fällt es jedoch schwer, eine Verbindung zur Protagonistin aufzubauen. Über die gesamte Lektüre hinweg wirkt sie distanziert, häufig überheblich und in vielen Situationen wenig empathisch. Besonders irritierend ist ihr Umgang mit den Menschen in ihrem Umfeld: Freundinnen und Bekannte, die sie unterstützen und ihr den Rücken freihalten, begegnet sie oft mit einer gewissen Arroganz und Oberflächlichkeit. Dass sie sich beispielsweise nicht einmal den Namen der Mutter der besten Freundin ihrer Tochter merken kann, obwohl diese eine wichtige Rolle im Alltag des Kindes spielt, unterstreicht diesen Eindruck deutlich.


Auch ihre Reaktionen auf zwischenmenschliche Entwicklungen erscheinen schwer nachvollziehbar. So wirkt es widersprüchlich, dass sie ablehnend auf die Partnerschaft einer nahestehenden Person reagiert, weil diese ihren eigenen, offenbar sehr hohen Ansprüchen nicht genügt. Diese Haltung verstärkt das Bild einer Figur, deren Werte und Prioritäten nur bedingt greifbar sind.


Der Handlungsstrang rund um ihre Filmkarriere folgt einem klassischen Aufstiegsmotiv – vom Existenzkampf hin zu ersten Erfolgen. Zwar sind die Einblicke in die Filmwelt atmosphärisch gelungen, doch erscheinen einige Entwicklungen wenig glaubwürdig oder zumindest zu sprunghaft. Entscheidungen wie ein längerer Hotelaufenthalt direkt nach der ersten Gage oder die anschließende Rückkehr in das alte Wohnumfeld wirken konstruiert und emotional nicht vollständig durchdrungen.


Auch in ihrer Rolle als Mutter bleibt die Protagonistin ambivalent. Ihr Verhalten gegenüber ihrer Tochter wirft Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf emotionale Aufmerksamkeit und Fürsorge. Dass zentrale Veränderungen im Zustand des Kindes scheinbar lange unbemerkt bleiben, erschwert zusätzlich das Verständnis für ihre Figur.


Insgesamt hinterlässt 18. Stock einen gemischten Eindruck. Die atmosphärische Stärke und einzelne eindrucksvolle Szenen stehen einer Protagonistin gegenüber, die über weite Strecken schwer zugänglich bleibt. Hinzu kommen Längen in der Erzählstruktur, die das Lesetempo stellenweise ausbremsen.


Fazit: Stilistisch überzeugend und punktuell sehr eindringlich, insgesamt jedoch durch eine wenig nahbare Hauptfigur und einige erzählerische Schwächen getrübt – ein Buch, das eher zwiespältig in Erinnerung bleibt.


Gespräche aus der Community

Cover des Buches Achtzehnter Stock
Hanser_Verlags avatar
Hanser_Verlag

»Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.« 

Wanda lebt mit ihrer Tochter im 18. Stock einer Berliner Platte, ohne funktionierenden Lift und mit Funkloch im Treppenhaus. Bis eine unerwartete Chance sie in eine Welt voller Möglichkeiten entführt.

Ein mitreißender Roman über Zusammenhalt, Selbstverwirklichung und unerwartetes Glück.


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