Wasser für die Elefanten

von Sara Gruen 
4,3 Sterne bei891 Bewertungen
Wasser für die Elefanten
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libreevets avatar

Ein schöner Roman über das Zirkusleben von damals.. :)

Sarah__s avatar

Rührende Liebesgeschichte! Schon 2x gelesen und werde es vermutlich noch oft tun

Alle 891 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wasser für die Elefanten"

Chicago in den 1930er Jahre: Der junge Tierarzt Jacob Jankowski steht nach dem Unfalltod seiner Eltern vor dem Nichts. Als ihm bei 'Benzinis spektakulärster Show der Welt', einem drittklassigen Wanderzirkus, ein Job angeboten wird, findet er unter den Artisten, den menschlichen Kuriositäten und den überall hinter den Kulissen schuftenden Helfern rasch Freunde. Und die wunderbaren Tiere der Menagerie werden zu seiner neuen Familie. Bald verliert er auch sein Herz: an die zauberhafte Dressurreiterin Marlena – und fast gleichermaßen an Rosie, eine reizende, verfressene Elefantendame, die hartnäckig jedes Kunststück verweigert. Leider ist Rosies Sturheit in den Hungerzeiten der Großen Depression ein echtes Problem – wenn auch kein so großes wie Marlenas gefährlich eifersüchtiger Ehemann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832164027
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:21.03.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.04.2011 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    konfetti-wolkes avatar
    konfetti-wolkevor 3 Monaten
    Berührend, fesselnd und voll Abenteuer

    Inhalt:
    Der polnisch stämmige Veterinärstudent Jacob Jankowsi befindet sich in mitten seines Examen an einer amerikanischen Elite Uni, als seine Eltern einen tödlichen Verkehrsunfall erleiden. Für Jacob bricht eine Welt zusammen, denn ohne Rücklagen oder jeglichem Geld, kann er sich seine Uni Gebühren kaum leisten. Er steht also mit Nichts da, als er ziellos davon läuft und waghalsig auf einen vorbeifahrenden Zug springt.
    Dabei handelt es sich nicht bloß um irgendeinen Zug. Es handelt sich nämlich um den spektakulären Zirkus Zug der Benzini Bothers, welcher über keinen Tierarzt verfügt. Jacob nutzt diese Gelegenheit, sich als Tierarzt dort Arbeit zu verschaffen, obwohl er ja noch nicht einmal ein Examen besitzt. Kurze Zeit später verguckt er sich in die schöne dressurreitende Hauptattraktion Marlena. Nur ist Marlena die Ehefrau von August, dem stolzen und gefährlichen Chef des Unternehmens. August ist gierig und böse, und somit das komplette Gegenteil vom netten und sanften Jacob. Die Arbeit beim Zirkus ist hart und das Geld ist knapp, denn die Finanzkrise ist ausgebrochen.
    .
    Meine Meinung:
    "Wasser für die Elefanten" ist ein historischer Roman, der aber weder zäh noch langweilig ist. Diese Geschichte verkörpert alles:
    Liebe, Spannung & Trauer.
    Der Schreibstil lässt einen sehr einfach in das Geschehene eintauchen und packt den Leser unheimlich schnell. Das Wesentliche ist die Vergangenheit, die hier erzählt wird. 
    Dennoch gibt es immer wieder Einblendungen vom gegenwärtigen und tristen Leben des Jacob Jankowski.
    .
    Fazit:
    Mit diesem Roman hat Sara Gruen ein wundervolles, berührendes Werk geschaffen, welches den Leser definitiv nicht mehr so schnell loslässt.
    Übrigens wurde das Buch mittlerweile verfilmt. 
    Den Film habe ich natürlich schon gesehen. :)

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    itwt69s avatar
    itwt69vor 8 Monaten
    bezaubernde Rosie

    Die herzzerreißende Geschichte eines amerikanischen Wanderzirkusses während der Weltwirtschaftskrise in den 1930-ern hat mich sehr berührt. Das Schicksal der Elefantendame Rosie ging mir näher, als die zahllosen menschlichen Tragödien dieser Zeit. Wahrscheinlich haben sich die Zustände beim Zirkus mittlerweile deutlich gebessert, für mich ist das aber immer noch unsägliche Tierquälerei, weshalb ich diese Form der Unterhaltung ablehne und meide.

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    W
    Waschbaerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die große Depression in den USA machte nicht nur den Menschen das Leben schwer sondern auch den Tieren im Zirkus.
    Mit dem Zirkus durchs Land

    Die Autorin Sara Gruen führt uns mit diesem Roman "Wasser für die Elefanten" in die Zeit der großen Depression in die USA. Viele Menschen waren mittellos und standen am Rande des finanziellen Abgrunds. Sara Gruen gelingt es, dem Leser diese schwierigen Lebensbedingungen bildlich vor Augen zu führen.

    Der junge und mittellose Tierarzt Jacob Jankowski heuert bei einem Zirkus an und zieht mit den Artisten durchs Land. Doch die nächtlichen Bahnfahrten von einem Auftrittsort zum nächsten bergen große Gefahren, da unliebsame "Kollegen" von den Leuten des Zirkus kurzerhand aus dem Zug geworfen werden.

    Doch Jacob hat Glück. Kollegen die ihn mögen helfen ihm und langsam erobert er sich seinen Platz innerhalb dieser Zirkuswelt, lernt die Menschen immer besser kennen und  verstehen. Jeder hat seine eigenen Nöte hinter der schönen Fassade. 

    Es kommt, wie es kommen muss. Jacob verliebt sich in die Zirkusreiterin Marlena, die Ehefrau des Zirkusdirektors. Da dieser nicht sehr zimperlich mit Menschen und Tieren umgeht, sind die Schwierigkeiten vorprogrammiert. Mehr möchte ich von dieser Dreiecksbeziehung eigentlich nicht erzählen. Man muss es lesen, denn dabei kann  man so richtig mitfiebern.

    Besonders erwähnenswert ist die Elefantendame Rosie, nicht dressierbar, aber ein Vorzeigetier der Gutmütigkeit, wenn da nicht gerade jemand wäre, der sie piesackt.

    Der Roman ist einerseits heiter und voller liebenswerter Figuren, hat aber auf der anderen Seite auch sehr viele ernste und tragische Momente. Eben wie das wahre Leben auch.

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    KathieAs avatar
    KathieAvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne Geschichte - außergewöhnlich und ergreifend!
    Eines meiner Lieblingsbücher..

    Ich bin durch den gleichnamigen Kinofilm erst auf das Buch aufmerksam geworden. Bevor ich also den Film gesehen habe, habe  ich das Buch gelesen - und das Buch hat mich ganz besonders gefesselt.
    Es ist ein Buch dass Geschichte, Schicksal, Liebe zu Mensch & Tier, Spannung und Humor verbindet.
    Beim Zuklappen der letzten Seite war ich einerseits traurig, dass die Geschichte vorbei ist, andererseits fühlte ich mich auch wohl und war glücklich, dass ich dieses Buch gelesen habe ♥
    Mit großer Sicherheit kann ich sagen, dass ich es noch einmal lesen werde - es ist eines meiner liebsten Bücher im Regal!
    Ganz klare Leseempfehlung!

    Und der Film ist - wie zu erwarten - nicht so gut wie das Buch, aber dennoch wirklich schön umgesetzt (den tollen Schauspielern sei Dank).

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wundervoll erzählt mit einer unglaublich schönen Atmosphäre! Sehr zu empfehlen!
    Wundervoll!

    Ich bin auf dieses Buch durch den Film aufmerksam geworden, den ich recht gelungen fand. Doch wie immer bietet das Buch mehr Tiefgang.

    Ich liebe die Atmosphäre in diesem Buch! Ein Zirkus in den 30er Jahren, ein junger Tierarzt und eine verheiratete Artistin. Ein jähzorniger Ehemann. Eine typische Dreiecks-Konstellation, die jedoch gepaart mit dem Setting einfach wundervoll beschrieben ist. Normalerweise bin ich kein Fan von Liebesgeschichten, meistens sind sie mir zu kitschig. Doch hier wurde komplett auf Kitsch verzichtet. Sehr schön! Auch Marlena - die Artistin - hat mir sehr gut gefallen. Endlich mal kein naiven, hilfloses Dummchen! Marlena ist eine Kämpferin! Sie schlägt sich durchs Leben, macht Fehler, steht aber immer wieder auf.

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    msmedlocks avatar
    msmedlockvor 2 Jahren
    Und Limonade. Und Whiskey.

    Ich weiß gar nicht mehr, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Vielleicht nur, weil es auf vielen Listen der Gegenwartsliteratur angeführt wird. Vielleicht auch, weil mich die Idee des Buches und die Aussicht, einen Blick hinter die Kulissen des Zirkus zu werfen, fasziniert hat.

    „Wasser für die Elefanten“ wird in zwei Linien erzählt. Zum einen ist da Jacob, der 93-jährige Altenheimbewohner, dem sein Alter zu schaffen macht und der darauf wartet, dass eines seiner Kinder ihn zu einem Besuch im Zirkus abholt. Die andere sind Jacobs Erinnerungen an seine Zeit beim Zirkus. Ich kann nicht sagen, welche mich mehr berührt hat. Während ich die Rückblicke und Geschehnisse mit Spannung verfolgt habe, habe ich mich doch jedes Mal über den Blick in die Gegenwart und auf den alten Jacob gefreut.

    Tja, was soll ich sagen? Ich hätte nicht gedacht, dass mich zwischen den Seiten eine Welt erwarten würde, die mich derartig faszinieren und anziehen als auch abstoßen und wütend und traurig machen würde.  Dass in diesem Buch nichts beschönigt wird, war mir von Anfang an klar. Ein Buch, das hauptsächlich während der Großen Depression spielt, kann nicht nur Einhörner und Regenbögen sein.
    Trotzdem war ich an manchen Punkten schockiert von den grausamen und ekelerregenden Praktiken, die Sara Gruen beschreibt.

    Die Hauptcharaktere fand ich gut ausgearbeitet. Jacob, Marlena und August – sie hatten Tiefe und ich verstand (meistens) ihre Beweggründe. Bei diesen drei hörte es sich dann aber auch schon auf. Vor allen Dingen unter den Arbeitern und Artisten und Tieren tauchten so viele Namen und Gesichter auf, die ich mir unmöglich alle merken konnten. Sie wurden zu einem leisen Hintergrundgeräusch, aus dem hin und wieder erkennbare Töne auftauchten und dann wieder verschwanden.

    Alles in allem war es ein gutes Buch, mit viel Schweiß und Dreck und einer Fülle an Emotionen und Charakteren. Obwohl ich natürlich keine eigenen Erfahrungen zur Großen Depression oder dem Geschehen hinter den Kulissen eines Zirkus mitbringen kann, kamen mir die Geschehnisse doch authentisch vor.Weiterempfehlen würde ich „Wasser für die Elefanten“ auf jeden Fall.

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    Lesesockevor 2 Jahren
    Manege frei...

    ...für dieses tolle Buch! Wasser für die Elefanten ist wirklich sehr schön geschrieben. Es erzählt von Jacob der durch Zufall (oder war es eher Schicksal?) zu einem Zirkus kommt  und für diesen dann auch arbeitet. In diesem Zirkus gehen einige schlimme Dinge vor sich, doch bevor Jacob aus dem Zirkus aussteigen kann geschieht ein großes Unglück.
    Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Jacob - dabei gibt es Zeitsprünge (die absolut nicht stören und die Geschichte sogar noch besser machen) zwischen damals (1931 Zeit beim Zirkus) und heute.

    Kommentare: 1
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    ErleseneBuechers avatar
    ErleseneBuechervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wanderzirkus, 30er Jahre, Liebe, Gewalt, Drama, Freundschaft, Tiere - grandios! Nur die Protagonisten schwächeln.
    Chapiteau, Pferdewagen & Benzinis spektakulärste Show der Welt

    Ich liebe Bücher, in die man richtig eintauchen kann. Man befindet sich plötzlich einer faszinierenden, fremden Welt, die man unbedingt kennen lernen will. Genauso ist es mir bei diesem Buch passiert. Es handelt von einem Wanderzirkus und spielt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Eigentlich ein Garant für eine gute Geschichte.

    Dazu kommt dann noch eine zarte Liebesgeschichte, etwas Gewalt und Drama, Freundschaften, Tiere und eine Rahmengeschichte aus der heutigen Zeit. Das alles verknüpft lässt deutlich werden, warum das Buch ein Bestseller ist. Ich war auch sehr hingerissen beim Lesen und freute mich über jede Seite.

    Sehr erschreckend, aber eigentlich nicht überraschend, war die Darstellung der Behandlung der Tiere zur damaligen Zeit im Zirkus. Allerdings ging es den Arbeitern wohl meist nicht besser.

    Gestört hat mich die Eindimensionalität der Protagonisten, vor allem von Jacob, der etwas dünn und nüchtern (nicht im wahrsten Sinne des Wortes) rüber kommt. Schlimmer war es noch bei Marlena, die ja immer nur keusch und erschrocken Oh-sagend mit den Wimpern klimpert. Den Film habe ich noch nicht gesehen, allerdings weiß ich, dass Robert Pattinson Jacob spielt. Leider passt der so gar nicht in mein Bild von Jacob, so dass ich wohl auch deshalb bei der Figur irritiert war.

    Bewertung: 4 von 5 Punkten

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    mondys avatar
    mondyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin begeistert, hier hat einfach alles gestimmt: die Geschichte, die Atmosphäre, die Charaktere und der Spannungsbogen.
    Jahreshighlight!

    Mit "Wasser für die Elefanten" hatte ich endlich mal wieder ein Buch in der Hand, dass ich von vorne bis hinten verschlungen habe. Ich bin begeistert, hier hat einfach alles gestimmt: die Geschichte, die Atmosphäre, die Charaktere und der Spannungsbogen. 

    Die Geschichte an sich ist kann man wohl als Liebesgeschichte bezeichnen, denn letztendlich geht es um den Kampf zweier Männer um eine Frau. Eingebettet ist die Handlung in das Thema Zirkus, das für mich seit "Der Nachtzirkus" sowieso schon eine gewisse Faszination ausübt. Und obwohl diese beiden Bücher kaum zu vergleichen sind, hat es mich wieder gepackt. Sara Gruen erschafft hier eine unglaubliche Atmosphäre ... fast konnte ich die Ausdünstungen der Tiere riechen, die Elefantenhaut spüren und die Zuckerwatte auf der Zunge schmecken. 

    Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, war, dass von der Zirkusromantik nicht viel zu spüren war. Der Zirkus kämpft während der Großen Depression ums Überleben, da bleibt kaum Zeit für Menschlichkeit oder Nächstenliebe. Von Anfang an hängt ein dunkler Schatten über der Szenerie, immer wieder werden Andeutungen gemacht, über die man zuerst nur ungläubig den Kopf schüttelt. Doch schon bald stellt man fest, dass diese Andeutungen durchaus ernst gemeint sind und man bekommt einen immer tieferen Einblick in die Welt hinter den Kulissen. Und diese Welt ist nicht unbedingt schön.

    Auch die Charaktere haben mich überzeugt. Neben allerlei skurrilen Nebencharakteren stehen natürlich der Tierarzt Jacob, die Dressurreiterin Marlena und der Dompteur August im Mittelpunkt. Während man Jacob und Marlena relativ schnell in die Sympathieträger-Schublade stecken kann, hat man bei August gleich ein eher ungutes Gefühl. Ich persönlich fand diese Figur am interessantesten, einfach weil es unberechenbar war und man nie so wirklich sagen konnte, was als nächstes passiert. 

    Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall ein Jahreshighlight und es wird in meinem Schrank einen Ehrenplatz bekommen!

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    Lola1008s avatar
    Lola1008vor 3 Jahren
    Spannende Liebesgeschichte in der Welt des Zirkus der 30er Jahre

    Spannende Liebesgeschichte in der Welt des Zirkus der 30er Jahre

    1931: Die Eltern des Studenten Jacob Jankowski kommen bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben. Seitdem empfindet dieser keine Freude mehr. Er bricht sein Veterinärmedizinstudium ab und gerät zufälligerweise an einen Zirkus als er an Bahngleisen entlangspaziert. Dieser benötigt dringend einen Tierarzt, denn das Pferd der Kunstreiterin Marlena lahmt schwer. Besonders in August Rosenbluth, Marlenas Mann, findet er einen großen Unterstützer. Doch August ist nicht der Mann, der er vorgibt zu sein. Als die Elefantendame Rosie Teil des Zirkusprogramms werden soll offenbart August seine gewalttätige Seite. Nur Jacob kennt Rosies Geheimnis und vertraut sich Marlena an. Diese verzaubert ihn und er will sie ganz für sich. Doch da ist auch noch August und er ist gefährlicher als es bisher den Anschein hatte...

    Meine Meinung
    Den Trailer zum Film habe ich schon vor mehreren Jahren gesehen (wo der Twilight-Hype noch im Gange war und Robert Pattinson ziemlich heiß gehandelt wurde), dennoch kam ich nie dazu, den Film zu schauen. Seit ungefähr genauso vielen Jahren steht "Wasser für die Elefanten" jetzt bei mir im Bücherregal und jetzt MUSSTE ich es endlich lesen.
    Mittlerweile habe ich es schon bereut, dass ich das nicht früher getan habe, denn die Sprache des Romans ist unglaublich fesselnd. Dadurch fällt es dem Leser leicht, durch das Buch zu kommen da man es einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Immer wieder taucht ein neuer Konflikt auf, den der Leser gelöst wissen möchte. Dass die gesamte Geschichte aus Jacobs Sicht und damit aus der Ich-Perspektive geschrieben ist hilft dem Leser zudem, sich in die Szenerie hineinzuversetzen. Obwohl die Sprache, die in dem Roman verwendet wird, nicht besonders poetisch ist, weckt sie durch die Nähe zum Erzähler und der Nähe zur Handlung an sich das Interesse des Lesers. Was die Geschichte auch interessant hält, ist der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Denn der etwa 90-jährige Jacob erzählt von den Ereignissen von damals. Zwar spielt der Großteil der Geschichte in der Vergangenheit, aber immer wieder sind Sequenzen aus der Gegenwart eingebaut worden. Leider wurde in diesen nicht das Potenzial ausgeschöpft, dass sie besaßen. Für mich wurde der Leser dadurch nur gequält, da er unbedingt wissen will, wie Jacobs Leben im Zirkus weitergeht. Die Gegenwartsbezüge fand ich in diesem Sinne eher etwas störend. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach auch gut ohne die Sprünge in die heutige Zeit funktioniert. Insgesamt waren die Kapitel in einem Rutsch gut schaffbar, da sie nicht allzu lang war. Die Cliff-Hanger am Ende der Kapitel halten die Geschichte besonders spannend, da der Leser unbedingt wissen möchte wie es weitergeht.
    Auch die Charaktere haben mir ausnehmlich gut gefallen, allen voran Jacob, schließlich ist er der Protagonist des Romans. Diesen lernt man auch von allen Charakteren am besten kennen, besonders durch die verwendete Ich-Perspektive. Damit erlebt der Leser die Geschichte aus Jacobs Sicht und wird mit seinen Gefühlen und Gedanken vertraut. Auch die Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, denn nicht nur August und Marlena, sondern auch die restlichen Zirkusleute, die die Autorin auftreten lässt, können vom Leser bewertet werden durch die Beziehung in der Jacob zu ihnen steht. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich sehr gut mit der Zeit und damit auch mit dem Zirkus der 30er Jahre auseinandergesetzt hat. Ich konnte mich gut in die Handlung hineinversetzen und mir auch die aufgezeigten Szenerien sehr gut vor Augen führen. Doch nicht nur das. Auch die Charaktere waren für die Zeit sehr realistisch und liebevoll gestaltet worden und greifen die schauspielerische Atmosphäre und die Welt der Kunst, die durch den Zirkus präsentiert wird, perfekt auf. Dadurch wirken alle Personen des Buches echt und nicht nur auf Papier gebannt.
    Der Handlungsverlauf bleibt durchgehend spannend und es fällt dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Sicht auf die Zirkuswelt, die Sara Gruen dem Leser hier präsentiert. So wird diese nicht nur als fulminant sondern auch als gestellt charakterisiert. Der Blick hinter die Kulissen, der dadurch erfolgt, interessiert den Leser, so dass er unbedingt mehr über die Zirkuswelt der 30er Jahre erfahren will. Doch nicht nur das lässt den Leser nicht mehr los, sondern auch die Konflikte und Spannungsmomente zwischen Jacob und August oder Jacob und Onkel Al, dem Zirkusdirektor. Da diese besonders spannungsgeladen sind, hat man als Leser das Gefühl, die Situation würde gleich eskallieren, jedoch möchte man alles genau mitverfolgen damit man nicht eine Sekunde davon verpasst. Der Leser ist einfach an der Weiterentwicklung von Jacobs Beziehungen mit den Zirkusmitarbeitern interessiert. Allgemein gesehen kann man also sagen, dass es sehr viele Aspekte gibt, die die Spannung im Roman aufrechterhalten und den Leser trotzdem immer wieder fesseln können.
    Das Ende des Romans findet jedoch wieder in der Gegenwart statt. Damit fällt das Ende von Jacobs Zirkusgeschichte leider ein wenig unter den Tisch, denn zum Schluss erzählt er nur in weniger als einer Seite von seiner Zukunft. Dadurch wirkt das Ende ein wenig gezwungen und auch abgefertigt als hätte die Autorin das Buch unbedingt beenden wollen. Trotzdem empfand ich das Ende des Romans als einen runden Abschluss zur restlichen Geschichte.

    Fazit
    Mit "Wasser für die Elefanten" präsentiert Sara Gruen den Lesern einen schönen Roman, der sie in die Welt des Zirkus der 30er Jahre entführt. Intrigen, Liebe und Gewalt halten die Spannung durchgehend aufrecht und durch die Ich-Perspektive ist es einfach, sich in die Handlung und Jacob hineinzuversetze. Ich hatte das Gefühl, dass alle Charaktere gut durchdacht waren und sowohl die Haupt- als auch die Nebenpersonen sehr detailliert dargestellt worden sind. Somit machte es sehr viel Spaß von der Autorin durch das Buch und seine Geschichte geführt zu werden. "Wasser für die Elefanten" bekommt daher 5 von 5 möglichen Sternen.

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