Sara Lövestam

 3.7 Sterne bei 53 Bewertungen
Autorin von Herz aus Jazz, Wie ein Himmel voller Seehunde und weiteren Büchern.
Sara Lövestam

Lebenslauf von Sara Lövestam

Die schwedische Autorin Sara Lövestam wurde 1980 geboren und arbeitet als freie Journalistin. Außerdem unterrichtet sie Schwedisch für Ausländer. In Schweden zählt sie zu den vielversprechendsten Nachwuchsautorinnen und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Mit ihrem Debütroman "So wie du bist" landete sie gleich einen großen Erfolg. Auch ihr Roman "Hjärta av jazz" wurde erstmals ins Deutsche übersetzt ("Herz aus Jazz").

Alle Bücher von Sara Lövestam

Sara LövestamHerz aus Jazz
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Herz aus Jazz
Herz aus Jazz
 (40)
Erschienen am 27.03.2015
Sara LövestamWie ein Himmel voller Seehunde
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Wie ein Himmel voller Seehunde
Wie ein Himmel voller Seehunde
 (8)
Erschienen am 23.06.2017
Sara LövestamDie Wahrheit hinter der Lüge
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Die Wahrheit hinter der Lüge
Die Wahrheit hinter der Lüge
 (6)
Erschienen am 24.06.2016
Sara LövestamSo wie du bist
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So wie du bist
So wie du bist
 (0)
Erschienen am 05.05.2014

Neue Rezensionen zu Sara Lövestam

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JuliaAndMyselfs avatar

Rezension zu "Wie ein Himmel voller Seehunde" von Sara Lövestam

Supersüß und man fiebert regelrecht mit
JuliaAndMyselfvor 10 Monaten

Wie ein Himmel voller Seehunde ist ein wunderschönes Buch über das Erwachsenwerden und die Entedckung der eigenen sexuellen Orientierung. Auf feinfühlige Art und Weise beschreibt die Autorin die Liebe zwischen zwei Mädchen, deren Lebensumstände sich drastisch unterscheiden. Das Buch hätte durchaus das Potential gehabt sich tiefgründiger mit dem Thema Homosexualität und Akzeptanz der Gesellschaft/Familie zu beschäftigen. Da dies nicht geschehen ist handelt es sich eher um eine Liebesgeschichte. Man sollte bezüglich der Handlung keine überzogenen Erwartungen haben, da sich die gesamte Handlung innerhalb kürzester Zeit stattfindet. Das Buch ist angenehm zu lesen und die Charaktere sind sehr gut entwickelt und beschrieben. Ich kann dieses Buch daher nur empfehlen.

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Korikos avatar

Rezension zu "Wie ein Himmel voller Seehunde" von Sara Lövestam

wundervolles, sehr intensives lesbisches Jugendbuch
Korikovor einem Jahr

Story:
Als Tochter aus gutem Hause hat die ruhige, introvertierte Lollo nichts mit der armen, spindeldürren Anna gemeinsam, die mit ihrem arbeitslosen Vater mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Dennoch freunden sich die beiden ungleichen Mädchen während der Sommerferien auf einer der Inseln des Schärengartens an und entdecken, dass sie mehr gemein haben, als gedacht – gemeinsam werfen sie Netze aus, erkunden mit einem Boot entlegene Inseln und erklimmen Berge. Doch während Lollo mit ihren Eltern in einem luxuriösen Strandhaus lebt, verbringt Anna die Zeit in einer besseren Bretterbude und hat gelernt sich selbst zu versorgen. Schon bald scheinen die gesellschaftlichen Unterschiede unüberwindbar – gerade für Lollo, die sich mit den Avancen des gleichaltrigen Eriks herumschlagen muss und Angst vor den Reaktionen ihrer Familie und Freunde hat, wenn sie sich ausgerechnet zu der ärmlichen, stillen Anna bekennt, die so gar nicht in Lollos schillerndes Leben passt …

Eigene Meinung:
Mit dem ruhigen Roman „Wie ein Himmel voller Seehunde“ über die erste Liebe zweier Mädchen legt die schwedische Autorin Sara Lövestam ihr erstes Jugendbuch vor. Für ihren ersten Kriminalroman „Die Wahrheit hinter der Lüge“ erhielt sie den Schwedischen Krimipreis für das beste Spannungsdebüt und gilt als vielversprechende Nachwuchsautorin.

Das Jugendbuch erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und aus zwei vollkommen verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen: Lollo ist reich, verwöhnt, hat hippe Freunde und geht nach den Ferien auf ein entsprechend gutes Gymnasium; Anna lebt bei ihrem Vater, der nach einem Bandscheibenvorfall nicht mehr arbeiten kann. Geld ist immer knapp, Annas Zuhause liegt in einer weniger guten Gegend und auch ihre Freunde sind kaum mit denen von Lollo zu vergleichen. Auf den Schäreninseln lernen sich die beiden kennen und nach einer Weile auch lieben, wenngleich dies nur sehr dezent angedeutet und eher mit Taten, als mit Liebesschwüren dargestellt wird. Das ist gut so – etwas anderes hätte nicht zur stillen, unaufgeregten Geschichte gepasst, in der alles ohne Hektik und Action erzählt wird. Im Grunde wird die Sache zwischen Lollo und Anna auf das Wesentliche heruntergebrochen – nur sie beide zählen, keine Familie und Freunde, die die zart aufkeimenden Gefühle mit Worten und Kommentaren hätten zerstören können. So wird auch kein verkrampftes Coming-Out gezeigt, das die Leichtigkeit hätte zerstören können, sondern nur die Liebesgeschichte zwischen Lollo und Anna. Für die Handlung war es daher unerlässlich, dass die beiden Mädchen auf den Schären Urlaub machen, denn nur dort konnten sie sich auf einer Ebene begegnen und wirklich kennenlernen.

Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam – Sara Lövestam gibt ihren beiden Figuren genügend Zeit, um sich näherzukommen. Man lernt die Gefühlswelten von beiden sehr gut kennen, ebenso erfährt man durch die wechselnden Perspektiven, wie Lollo und Anna die jeweils andere sehen und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Insgesamt erhält man einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten und kann sich mit beiden Mädchen gut identifizieren. Man versteht Lollos Sorgen und Bedenken, ebenso Anna und ihre Probleme. Auch die übrigen Charaktere kann man gut nachvollziehen – sowohl Lollos Eltern, die krampfhaft versuchen mit ihren Kindern einen normalen Urlaub zu machen und über all den Luxus das Wesentliche vergessen, als auch Annas Vater, der mit seinem Leben hadert und vieles im Alkohol zu ertränken versucht. Auch die Freunde der beiden Mädchen lernt man kennen, wenngleich Lollos einen größeren Raum einnehmen, weil sie beständig mit ihnen in Kontakt steht.

Stilistisch legt Sara Lövestam ein wunderschön poetisches, sehr angenehmes Jugendbuch vor. Sie hat einen Hang zu kurzen, aber präzisen Sätzen, die viel Möglichkeit zur Interpretation lassen und ihre eigene Dynamik entwickeln. Dazu scheint sie die Handlung auf das Wesentliche herunterzubrechen, ohne sich in ausufernden Beschreibungen und Dialogen zu verlieren. Zudem wechselt sie kapitelweise zwischen Lollo und Anna, gibt beiden Mädchen genügend Raum, um sich zu präsentieren. Ein wenig befremdlich ist dennoch die Distanz, die sie durch einen weiteren Erzähler aufbaut, denn oftmals befindet man sich als Leser außerhalb der Sichtweise der Mädchen. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und sorgt manchmal für eine Entfremdung und Ferne, die nicht hätte sein müssen.

Fazit:
Sara Lövestams „Wie ein Himmel voller Seehunde“ ist ein wundervolles, sehr intensives lesbisches Jugendbuch, das durch schöne, authentische Charaktere und eine sehr stille Geschichte besticht, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Die Autorin weiß mit Worten umzugehen und schafft ein einzigartiges Werk, das perfekt zu den abgelegenen Schäreninseln passt und einen ganz eigenen Zauber entfaltet. Wer lesbische Jugendbücher sucht, wird an „Wie ein Himmel voller Seehunde“ nicht vorbeikommen – zu empfehlen.

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RikeRandoms avatar

Rezension zu "Wie ein Himmel voller Seehunde" von Sara Lövestam

Alles in allem: Lesen! 😉
RikeRandomvor einem Jahr

Diese und andere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog Anima Libri - Buchseele

Anna und Lollo sind fünfzehn und verbringen den Sommer auf einer Insel in den schwedischen Schären. Aber nicht gemeinsam, ganz im Gegenteil. Zwar sind beide Mädchen mit ihren Familien dort, haben ein Grundstück auf der Insel und ein Boot, aber unterschiedlicher könnten sie trotzdem kaum sein.

Anna freut sich wie jedes Jahr auf diesen Sommerurlaub, darauf mit ihrem Vater in dem kleinen Boot, das sie haben, rauszufahren und zu fischen. An der kleinen Hütte und dem ‚Paradies‘, in dem diese steht, herumzuwerkeln. Dass sie ihre Freunde für ein paar Wochen nicht sieht, ist zwar schade, aber der Urlaub hat schließlich Tradition, er gehört einfach dazu – auch wenn ihre Mutter verstorben ist und ihr älterer Bruder nicht mehr mitkommt und sie auf die lächerlichen, reichen Schnösel auf der Insel gut verzichten könnte.

Lollo, die mit vollem Namen Loppan heißt, hingegen ist überhaupt nicht angetan von diesem Urlaub. Da ändern weder das luxuriöse Ferienhaus, noch Papas Yacht etwas dran. Sie wäre viel lieber mit ihrer besten Freundin in Oslo, als mit der nervigen Familie mitten im Nirgendwo fest zu sitzen. Gerade mit ihrer Mutter möchte die 15jährige eigentlich keine Minute mehr verbringen als zwingend nötig ist.

Mit Anna und Lollo hat Sara Lövestam zwei Protagonistinnen geschaffen, die ebenso viel verbindet, wie sie auf den ersten Blick trennt. Und das beschreibt die Autorin ganz wundervoll. Auf der einen Seite Lollo, für die ihr elitärer Lebensstil so selbstverständlich ist und auf der anderen Seite Anna, die Leute wie Lollo und ihre Familie generell für unmöglich hält. Während sich zwischen den Mädchen erst Freundschaft und dann mehr entwickelt, entdecken sie nicht nur neue Seiten an der jeweils anderen, sondern lernen auch sich selbst besser kennen.

Ganz ruhig erzählt die Autorin diese Geschichte der ersten großen Liebe, deren größte Hindernisse oft in Anna und Lollo selbst liegen. Mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen werden die Gefühle beschrieben, die die zwei durchmachen, das Knistern, das sich zwischen ihnen entwickelt, ist dabei ebenso überzeugend, wie ihre (Selbst)Zweifel und es ist ein Leichtes, sich beim Lesen in die Mädchen hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, was in ihnen vorgeht, denn das porträtiert die Autorin hier ausgesprochen realistisch.

Überhaupt bestechen nicht nur die beiden Protagonistinnen in diesem Roman durch die vielschichtige, realistische Art, auf die sie dargestellt werden, sondern die ganze Geschichte, die Nebencharaktere und die Szenerie wirken so lebendig, dass man sie beim Lesen regelrecht vor Augen hat. Und das, obwohl der Schreibstil manchmal geradezu kühl-distanziert wirkt. Die emotionale Verbindung zu den Geschehnissen und Figuren des Romans ist trotzdem auf jeder Seite vorhanden und das ist das, was mich an diesem Buch so begeistert hat.

„Wie ein Himmel voller Seehunde“ von Sara Lövestam ist nicht einfach irgendein fluffiger Sommerroman über zwei Mädchen, die gemeinsam die erste große Liebe erleben. Es ist einer dieser Romane, die einfach tiefer gehen, als man im ersten Moment erwarten würde. Es geht natürlich um die Liebe, aber auch um Freundschaften und Familie, um Privilegien und die, die sie nicht haben und darum, wie man manche Dinge manchmal einfach nicht wahrnimmt.

Von mir gibt es für diesen Roman eine dicke Empfehlung, denn er hat mir ausgesprochen gut gefallen – kurzweilig und trotzdem nicht seicht, wundervoll sommerlich (ich möchte jetzt so gerne mit einem Koffer voller Bücher nach Schweden und es mir auf einer Schäreninsel bequem machen), ohne dabei so ein Buch zu sein, das zu anderen Jahreszeiten nicht funktionieren würde. Alles in allem: Lesen! 

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Gespräche aus der Community

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Cara_Eleas avatar
Über das Erwachsenwerden, die Liebe zur Musik und eine wunderbare Freundschaft.

Mit ihrem zweiten auf deutsch übersetzten Roman entführt uns die schwedische Autorin Sara Lövestam in die Welt der Musik: „Herz aus Jazz“ ist eine ermutigende Geschichte über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der fünfzehnjährigen Steffi und dem Rentner Alvar. Ein Roman übers Erwachsenwerden und über die Liebe zur Musik der 40er Jahre: einfühlsam, ermutigend und herzerwärmend!

Zum Inhalt
An ihrer Schule in der schwedischen Provinz wird Steffi gemobbt. Dem Alltag entflieht die talentierte Fünfzehnjährige, indem sie Musik macht und hört. Am liebsten Swing und Jazz. Als ihr i-Pod eines Tages den Geist aufgibt, reißt die Musik nicht ab. Sie dringt aus dem Fenster eines Altenheims. Und der alte Mann, der dort wohnt, lädt Steffi zu sich ein.
Schnell stellt sich heraus, dass Alvar Steffis musikalische Helden persönlich kannte. Denn er war selbst ein erfolgreicher Bassist im Stockholm der Swinging Fourties. Während sie gemeinsam seinen alten Platten auf dem Grammophon lauschen, entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Steffi erzählt dem alten Herrn von ihren Problemen, Alvar ihr im Gegenzug die Geschichte seiner großen Liebe. Für beide ist es eine Auseinandersetzung mit tiefsten Gefühlen und Verletzungen. Und eine Chance auf die Zukunft.


Hier geht es zur Leseprobe!

Habt ihr Lust darauf, in die faszinierende Welt der Musik abzutauchen und eine echte Feel-Good Story zu lesen?
Dann bewerbt euch gleich für eines von 25 Exemplaren, die wir gemeinsam mit dem Rowohlt Verlag für eine Leserunde vergeben! Beantwortet uns folgende Frage und nehmt somit automatisch an der Verlosung teil:

Welche Rolle spielt Musik in eurem Leben? Hört ihr sie nur nebenbei oder ist sie ein wichtiger Teil eures Lebens? Oder spielt ihr sogar selbst ein Instrument?

Ich freue mich auf eure Antworten & wünsche euch viel Glück!


* Bitte beachtet: Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur aktiven und zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen (!) Leseabschnitten dieser Leserunde sowie zum Verfassen einer ausführlichen Rezension zum Buch auf LovelyBooks. Wenn ihr euch als Testleser bewerbt, solltet ihr bestenfalls schon mindestens eine Rezension veröffentlicht haben.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Sara Lövestam wurde am 13. August 1980 in Schweden geboren.

Sara Lövestam im Netz:

Community-Statistik

in 89 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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