Sara Metz Savior Agency

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Inhaltsangabe zu „Savior Agency“ von Sara Metz

The Saviors - So nennen sich die Agenten der beliebten Savior Agency, die das Leiden der einfachen Leute lindern sollen. Durch Zeitreisen verhindern sie Tragödien wie Unfälle, Anschläge und gezielte Morde, die das Leben eines geliebten Menschen frühzeitig beendet hätten. Joshua Dagger ist einer von ihnen und er bekommt einen Auftrag, der sich für ihn nach nichts Besonderem anhört: Er soll den Selbstmord des erfolglosen Künstlers Hektor Frattini verhindern. Doch schon bald stellt er fest: Das ist leichter gesagt als getan. Es beginnt ein Wettlauf, nicht gegen die Zeit - die hat Joshua in seiner Hand -, aber gegen die Geduld und die Dämonen, die den Menschen innewohnen. Und irgendwann droht sein Ehrgeiz, Hektor zu retten, Raum und Zeit komplett zu zerstören.

Ein fesselndes Buch über die Abgründe einer Gesellschaft - über einen Protagonisten, der sein eigener Antagonist ist.

— ILKrauss
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Zeitreisen mal anders. Es ist einfach genial!!

— CaraRo
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    Savior Agency
    ILKrauss

    ILKrauss

    07. February 2017 um 09:36

    Enthält Spoiler!!!! Ich habe dieses Buch gekauft in der Überzeugung, ein spannendes Buch über Zeitreisen zu bekommen. Spannend ist es auch, aber die Zeitreisen darin sind nur ein winziges Element. Viel interessanter ist das Bild der Hauptfigur Joshua Dagger, das dort gezeichnet wird. Joshua ist einer der Savior Agents. Diese Zeitreisenden arbeiten für eine Agentur, die Menschen beauftragen, einen Angehörigen vor dem Tod zu bewahren. Dazu reisen die Agenten einige Wochen in der Zeit zurück und reißen den Betroffenen von einem nahenden Zug weg, halten ihren Mörder auf oder was auch immer. Joshua ist einer der erfolgreichsten Saviors, und zugleich ist er dermaßen unsympathisch, dass ich anfangs dachte, das darf nicht wahr sein, so kann ich nicht weiterlesen. Relativ schnell bekommt er jedoch seinen neuen Auftrag, der im Zusammenhang mit einer Beförderung steht: Er soll den jungen Künstler Hektor Frattini retten. Dessen Tante bittet Josh, Hektors Freund zu werden, damit dieser sich nicht umbringt. Josh glaubt, den Auftrag mit Leichtigkeit meistern zu können und reist zurück, um Hektor kennen zu lernen. Ein Irrtum, wie sich herausstellen soll. Hektor ist ein unglaublich liebevoll gezeichneter Charakter. Ich liebe ihn total und würde ihn am liebsten sofort adoptieren. Er hat sich eine gewisse kindliche Naivität bewahrt, leidet aber an starken Depressionen. Und nun kommen wir zum zentralen Thema des Buchs. Der Roman spielt in einer fiktiven Zeit, in der die Gesellschaft sich zu einem Konglomerat unausstehlicher Egoisten entwickelt hat. Joshua mit seinem Selbsthass und Hass auf alle anderen ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie diese Menschen ticken. Freilich spielt eine Rolle dabei, dass er durch ein tragisches Verbrechen Frau und Kind verloren hat, aber nach allem, was man über ihn lernt, war er schon immer ein Menschenverachter, nur seine Frau ließ er an sich heran. Hektor fällt völlig aus dem Rahmen. Obwohl auch er ein schweres Schicksal hinter sich hat, ist er warmherzig, zwar ebenso eigenbrötlerisch, aber dabei liebenswert skurril. Er ist menschlich – genau das, was der Gesellschaft abgegangen ist. Achtung, Spoiler: Josh scheitert mit seinem Auftrag. Völlig eigennützig kümmert er sich nur um sich selbst und seine eigenen Belange und lässt Hektor im Stich, während dieser in eine schwere Depression stürzt. Hektor bringt sich um, und zwar viel früher, als das eigentlich hätte passieren dürfen. Josh ist bestürzt und schockiert. Zurück im Headquarter der Savior Agency bittet er seinen Chef darum, erneut zurückreisen zu dürfen. Dieser willigt erst nach einigem Zögern ein, da die Zeit bei mehrfachem Zurückreisen überstrapaziert werden könnte. Ist es anfangs nur sein Ehrgeiz, der ihn antreibt, es noch einmal zu versuchen, stellt Josh bald fest, dass er eine Freundschaft zu Hektor entwickelt hat. Wie es weiter geht und ob er ihn retten kann, lasse ich jetzt natürlich offen. Tatsache ist nur, dass ich wahnsinnig mitgefiebert habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Buch hat seine Schwächen. Noch einmal gründlich lektorieren würde nicht schaden, auch sind einige Redewendungen dabei, die ich abgeschmackt, übertrieben oder nervig finde. Letztlich gehören sie aber zu Joshs Ausdrucksweise. Josh selbst ist nämlich psychisch genauso gestört wie Hektor, nur dass seine Depressionen weniger schwer wiegen und in einer komplizierteren Persönlichkeitsstörung verpackt sind, die narzisstische wie auch selbstzerstörerische Züge aufweist. Josh ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft und Hektor sein Gegenbild, sozusagen das Opfer dieser Gesellschaft. Josh ist nicht nur der Protagonist, er ist sein eigener Antagonist, und das macht die Geschichte so spannend. Sie ist es unbedingt wert, mehr Beachtung zu finden, denn in überspitzter Form zeigt sie auf, wohin sich unsere modernen Gesellschaften hin entwickeln könnten, wenn wir aufhören, dagegen zu steuern. Ich habe lange geschwankt zwischen vier und fünf Sternen, weil ich Josh am Anfang dermaßen unsympathisch und ätzend fand, dass ich das Buch fast wieder genervt weggelegt hätte. Diverse Lektoratsfehler lasse ich jetzt völlig außer Acht, auch die Sprache, die mir manchmal zu sehr ins saloppe abrutscht, beides fällt aber wenig ins Gewicht für das, was die Charaktere stellvertretend darstellen. Am Ende bewerte ich nur, welchen Spaß ich beim Lesen hatte, und der blieb mit ganz kleinen Einschränkungen immer bestehen. Also 4,5 Sterne, aufgerundet zu 5. Die Entwicklung Joshuas ist faszinierend, das Abrutschen immer wieder in alte Muster verhängnisvoll. Ich fand die Geschichte großartig, sie ist unbedingt lesenswert.

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  • Genial!! Ich liebe es!

    Savior Agency
    CaraRo

    CaraRo

    12. November 2016 um 13:24

    Cover Dieses wundervolle Cover stammt von der Buchankleide. Im Mittelpunkt sieht man eine Uhr, um die der Titel des Bucher herum läuft. Einige Tintenkleckse zieren zudem das komplette Cover. Ich finde es passt super, da es perfekt zum Buch und dessen Inhalt passt. Zeitreisen und Kunst. Ich finde, besser hätte man es nicht treffen können. Meine Meinung **Einfach herzzerstörend und trotzdem wahnsinnig toll. Aber haltet die Taschentücher für Kapitel 30 bereit.** Schon bevor ich das Buch gelesen hab, hab ich so viele Schnipselchen gelesen und Reaktionen von Klaudi mitbekommen, dass ich es kaum noch erwarten konnte, Savior Agency endlich zu lesen. Und dann kam schließlich das lang ersehnte Vorabexemplar von Sara. Danke nochmal dafür (auch wenn du mich mit diesem Buch zerstört hast). Obwohl ich normalerweise eher Bücher mit weiblichen Protagonisten lese, hat mich Joshs Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Er ist auf seine ganz eigene Art ein bisschen seltsam. Genau wie Hektor, nur ist der anders seltsam. Ein Künstler, der nichts so sehr liebt wie Farben, Blumen und seine Ratte, ein klein wenig aufgedreht mit einem kleinen Hang zu niedlichem Sprechdurchfall. Mal ehrlich, Hek sorgt für mehr als nur einen Aww-Moment. Man muss ihn einfach lieb haben. Das merkt sogar Josh, der (abgesehen von einer sehr traurigen Ausnahme) so gar nicht für zwischenmenschliche Beziehungen wie Freundschaft geschaffen zu sein scheint. Und obwohl (oder gerade weil) Josh und Hek so verschieden sind, verbindet sie diese eine ganz besondere Freundschaft, die sich doch jeder irgendwie wünscht. Freundschaft, die sogar Erinnerungen und die Zeit überdauert. Ein paar Buchfiguren haben es auch auf die Hassliste geschafft, und das obwohl sie eigentlich nur ganz kurz auftauchen. Oder mehrmals ganz kurz neu. Oder immer wieder in ähnlichen Situationen. Oder... Lassen wir das besser. Zeitreisen sind kompliziert. Joshs Versuche, Hektors Leben zu retten, ließen mich als Leser Achterbahn fahren. Ernsthaft, kaum ein Buch hat das bisher geschafft. Nicht in diesem Ausmaß.Ganz besonders bei Kapitel 30 hat Sara dann endgültig mein Herz zerstört und die Tränen sind in Strömen geflossen. Taschentücher bereithalten, bitte, ihr werdet sie brauchen! Ich wusste ja so ansatzweise,was auf mich zukomt und auch schon Szenen vorher konnte ich mir denken, worauf das hinauslaufen wird, aber die Art, wie es schlussendlch geschrieben war, war einfach herzzerreißend. So gefühlvoll und ... Himmel, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Es hat mich so mit sich gerissen in den Abgrund. Dank einer lieben Vorwarnung hab ich das Kapitel auch erst am nächsten Morgen gelesen, sonst hätte ich mir trotz Müdigkeit vermutlich die ganze Nacht die Augen aus dem Kopf geheult. Dieses Buch ist einfach wahnsinnig toll. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich noch nie was vergleichbares gelesen hab. Ich bewege mich zwar auch eher selten im Zeitreise-Genre (warum auch immer), aber dieses Buch hat mich einfach gepackt. Was mir am besten gefallen hat, war auf jeden Fall auch der Mangel an Klischees. Es ist definitiv keine typische Geschichte á la Typ rettet Mädchen. Erstens gibt es hier gar kein Mädchen, da gerettet werden muss, sondern nur Hek. Und zweitens... Aller guten Dinge sind drei (Versuche) - oder auch nicht. Da die Protagonisten sich nicht im Teenageralter befinden, sondern ein paar Jährchen älter sind (also Ende 20/Anfang 30), eignet sich das Buch auch super für die, die die Nase voll von Teenager-Storys haben. Ich sag euch, dieses Buch ist alles andere als normal und überrascht auf jeder Ebene. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass die Autorin erst 16 ist, gehört es definitiv zu meinen Jahresfavoriten und ist mein #Monatshighlight im November. Dabei hab ich erst zwei Bücher gelesen und das andere war auch so richtig gut. Das Alter der Autorin sollte allerdings an dieser Stelle niemanden abschrecken (gibt ja viele, die meinen, dass man in dem Alter noch keine Bücher schreiben sollte, weil man zu wenig Lebenserfahrung hat (nicht meine Meinung)). Aber wenn man es nicht weiß, merkt man dem Schreibstil und dem Inhalt die 16 Jahre der Autorin auf keiner Seite an. Es ist fabelhaft geschrieben und hat mich sogar ein wenig zum Nachdenken angeregt, was Freundschaft und Empathie angeht. Und obwohl ich mich nicht so sehr für Kunst interessiere, waren sogar die ausschweifenderen Passagen, in denen Hektor von seinen Bildern und dem Malen erzählt super. Das hat im wahrsten Sinne des Wortes Bilder in meinem Kopf gemalt. Ich konnte mir Hektors Gemälde (besonders das eine, das immer wieder auftaucht) richtig gut bildlich vorstellen. Ich setze meiner Schwärmerei an dieser Stelle mal ein Ende (auch wenn die Rezension bereits eskaliert ist). Mein abschließendes Fazit: Dieses Buch, frei von Klischees und Vorurteilen, ist nicht nur wahnsinnig toll und flüssig geschrieben, sondern regt ebenso zum Nachdenken an wie es die Gefühle über eine Achterbahn jagt. Ich kann es nur jedem empfehlen! Lest es, es ist toll!

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  • Die rettenden Arme der Freundschaft im Lauf der Zeit...

    Savior Agency
    klaudia96

    klaudia96

    12. November 2016 um 13:04

    InhaltAls Agent der Savior Agency hat Joshua Dagger schon ziemlich komplizierte Fälle gesehen. Fälle, in denen er Morde verhindern oder kleine Kinder vor heranrollenden Zügen retten musste – kein Problem, wenn man als Savior durch die Zeit reisen und alle Katastrophen gerade biegen kann. Als er jedoch dazu angeheuert wird, den Selbstmord des erfolglosen Künstlers Hektor Frattini zu verhindern, gerät Josh an seine Grenzen. Um Hektor in seiner Welt der Farben einen Lichtblick zu verleihen, muss er sich nicht nur auf die erste, richtige Freundschaft seit Jahren einlassen, sondern auch die Zeit bis aufs Äußerste strapazieren. Werden seine Bemühungen ausreichen oder versinkt Hektor im tiefen Tal der Hoffnungslosigkeit?Meine BewertungIch. Bin. Immer. Noch. Platt.Ich kann nicht mehr genau sagen, wie lange ich „Savior Agency – The Knight of Time“ schon kenne. Das Buch habe ich inzwischen schon dreimal gelesen, anfangs noch in der rohesten Rohfassung. Ich habe diesem Baby beim Wachsen zugesehen und bin begeistert, wie groß es geworden ist. Das Buch jetzt nochmal in der finalen Fassung gelesen zu haben hat mich unheimlich emotional und glücklich gemacht – ich konnte wie am ersten Tag mit den Charakteren und ihren komplizierten, verworrenen Wegen durchs Leben mitfiebern.Zeitreise-Thematiken gibt es häufig. „Savior Agency“ ist jedoch kein reiner Zeitreise-Roman. Dieses Buch ist so viel mehr und geht so viel tiefer auf die Abgründe der menschlichen Psyche ein. Mit viel Charme in ihrem Schreibstil zeichnet Sara Metz mit ihrer Geschichte ein Bild von Depressionen und Hoffnungslosigkeit, von der Bedeutung von Freundschaft und den Wert, den diese in einem so kleinen Menschenleben einnehmen kann.Freundschaft ist das, was der erfolglose Künstler Hektor Frattini benötigt. Doch Joshua hatte so gut wie nie Freunde. Er ist einer der erfolgreichsten Agenten in der Savior Agency, wird mit Auszeichnungen überhäuft und  ist sich sicher, dass ihn nichts aus der Bahn werfen kann. Doch dann trifft er auf Hektor. Und Hektor ist nicht einfach nur ein Fall – Hektor ist der wohl komplizierteste Fall in Joshs Geschichte. Um ihn zu retten, reicht es nicht aus, einen Mörder k.o. zu schlagen oder eine Bombe zu entschärfen. Der Mörder ist seine Angst, die Bombe sein Herz, das in der Dunkelheit schlägt, die sein Leben umhüllt. Nach außen hin gibt sich Hektor glücklich und plappert den ganzen Tag munter vor sich hin, in vielerlei Hinsicht gleicht er manchmal einem kleinen Kind, das Josh in den Wahnsinn treiben kann. Doch nachts kommen die Dämonen zum Vorschein, die ihn auffressen wollen. Hektors Charakter ist somit einer der vielschichtigsten, von denen ich jemals gelesen habe, seine Depressionen so real gestaltet, dass ich ihn in den Arm nehmen und ihm eine dicke Kuscheldecke überlegen wollte. Man muss ihn nicht verstehen können, um mit ihm mitzufühlen, und doch schafft Sara Metz es, ihren Lesern eindrücklich vor Augen zu führen, wie sich Depressionen auf das Leben eines Menschen auswirken können, bis sie ihn in den seelischen Ruin treiben.Unser Protagonist Josh ist im Gegensatz zu Hektor sehr erwachsen und zynisch, doch auch er trägt eine ungeheure Last mit sich rum. Bei ihm ist es Trauer, die ihn zu Boden zieht, und auch den Unterschied zwischen Depressionen und diesem Gefühl macht die Autorin ganz deutlich. Trotzdem ist Joshua manchmal auch ziemlich schusselig und ziemlich liebenswert in seinem Versuch, wieder eine emotionale Bindung zu einem Menschen aufzubauen. Die Entwicklung der Freundschaft zwischen ihm und Hektor ist einzigartig und rundum gelungen, der Leser wird in den chaotischen Haushalt der Beiden hineingesogen und fiebert bis zur letzten Sekunde mit.Auch die Nebencharaktere sind überaus gut ausgearbeitet. Allen voran Green, der Savior-Punk mit der großen Klappe kann die Stimmung auflockern und sorgt auch immer wieder mit seinen wüsten Beschimpfungen und seiner sarkastischen Art für lustige Momente. Der Humor, der in diesem Buch steckt, ist für den ein oder anderen Leser zunächst sicher erstmal gewöhnungsbedürftig, doch gerade die Situationskomik und die schrägen Angewohnheiten der Charaktere, sowie ihre liebevollen Schlagabtäusche machen den Reiz des Buches noch größer.Die Zeitreise-Thematik kommt bei all den ernsten Momenten natürlich auch nicht zu kurz. Die Autorin konstruiert hier eine Welt, in der auch Fanatismus eine wichtige Rolle spielt, in der nicht jeder die Savior Agency als den heiligen Gral und Retter ansieht, der alles schaffen kann. Auch die Nachteile von Zeitreisen werden abgebildet, ebenso wie ihre Grenzen, und das System, mit dem sich die Saviors durch die Zeit bewegen, ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Trotzdem wird man als Leser nicht mit Informationen überhäuft, sondern bekommt vieles erst durch Joshs Sichtweise mit, in der er einige Aspekte auch erst später am eigenen Leib erfährt.Ich bin verliebt in dieses Buch, das gebe ich ehrlich zu. Und das nicht nur, weil ich es so lange kenne. Hätte ich nur die finale Fassung gelesen, wäre es mir auch so ergangen – ich liebe die Charaktere, die so unglaublich vielschichtig und kompliziert sind, die ihre eigenen Probleme haben, die sie nur lösen können, wenn sie zusammenhalten. Ich liebe es, dass das Buch so realistisch ist, trotz der fantastischen Aspekte. Depressionen sind real, sie haben ernste Konsequenzen, und sie sind nicht gesund – Punkt. Sie können Menschenleben zerstören. Doch so, wie sie eine arme Seele zerreißen können, sind sie auch in der Lage, von Grund auf verschiedene Menschen zusammenzuschweißen, wenn diese um das Licht am Horizont kämpfen. „Savior Agency – The Knight of Time“ ist anders, aber auf eine unglaubliche, fantastische, wunderschöne Art. Es nimmt den Leser an der Hand, führt ihn hinein in eine Welt, deren gesamtes Farbspektrum man erst nach und nach erkennt, und doch wirkt es nicht belehrend, wenn es ernste Themen aufgreift. Joshuas und Hektors Geschichte hat mich so tief berührt, dass sie wohl auf ewig zu meinen Highlights im Bücherregal zählen wird. Ich will meine geliebten Charaktere nicht mehr missen und freue mich schon darauf, wenn auch ihr in den Genuss der Fortsetzung kommen werdet, die ich ebenso ins Herz geschlossen habe.

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  • Zeitreisen - mal anders!

    Savior Agency
    Anni-chan

    Anni-chan

    12. November 2016 um 13:03

    Kurzbeschreibung   The Saviors – So nennen sich die Agenten der beliebten Savior Agency, die das Leiden der einfachen Leute lindern sollen. Durch Zeitreisen verhindern sie Tragödien wie Unfälle, Anschläge und gezielte Morde, die das Leben eines geliebten Menschen frühzeitig beendet hätten. Joshua Dagger ist einer von ihnen und er bekommt einen Auftrag, der sich für ihn nach nichts Besonderem anhört: Er soll den Selbstmord des erfolglosen Künstlers Hektor Frattini verhindern. Doch schon bald stellt er fest: Das ist leichter gesagt als getan. Es beginnt ein Wettlauf, nicht gegen die Zeit – die hat Joshua in seiner Hand –, aber gegen die Geduld und die Dämonen, die den Menschen innewohnen. Und irgendwann droht sein Ehrgeiz, Hektor zu retten, Raum und Zeit komplett zu zerstören. (Quelle und Bildcopyright liegen bei der Autorin)   Äußere Erscheinung   Auf dem weißen Hintergrund des Covers sind viele blaue Farbklekser zu sehen und natürlich eine Uhr, in dem der Titel des Buches zu finden ist, somit vereint das Cover genau das, was dieses Buch ausmacht. Kunst und Zeitreisen, eine wilde Mischung, aber in der folgenden Rezension werdet ihr erfahren, wie gut beides miteinander harmoniert, wenn man es nur richtig macht.   Meine Meinung   Kurz vorweg: Wusstet ihr, dass die Autorin Sara Metz gerade einmal 16 Jahre alte ist? Nein? Gut, dann wisst ihr es jetzt und habt es beim Lesen von »Savior Agency – The Knight of Time« im Kopf. Glaubt mir, das macht das Ganze noch viel unglaublicher. Ich habe Bücher von gestandenen Autoren gelesen, die mich nicht so sehr begeistern konnten wie dieser neue Reihenauftakt.   Sara hat einen ganz eigenen Schreibstil. Er ist sehr einfach gehalten und doch so emotional, dass einem die Tränen kommen. Immer wieder flicht sie solche zum Teil schon urkomischen Gags ein, dass die Tränen wieder versiegen lassen bis man mit einem Lachkampf am Boden liegt. Das ganze Buch ist ein Hin- und her aus Lachen und Weinen und »Was zum Teufel schreibt sie da«-Momenten, die sie mit ihrem Schreibstil wirklich perfekt zur Geltung bringt.   Im Folgenden werde ich versuchen, die Handlung kurz zusammenzufassen, aber seid bitte daruf gefasst, dass es nicht möglich ist, die Gefühle und Gedanken, die einem während des Lesens begleiten, in diese Rezi einzubringen, aber die machen den Großteil der 500 Seiten aus:   Joshua Dagger ist ein Savior. Er hat sein altes Leben aufgegeben, um der Savior Agency beizutreten und von da an riskiert er regelmäßig sein Leben, indem er in die Vergangenheit reist, um Menschen, die eigentlich sterben sollten, zu retten. Josh ist der beste in seinem Job (Obwohl er wirklich ein Trottel ist!) und wird nach einer Beförderung mit ein Spezialfällen betreut. Spezialfällen wie Hektor Frattini, einem erfolglosen Künstler, der mit seiner sehr »besonderen« Art bei den meisten Menschen aneckt und sich schließlich einen anderen Ausweg gesucht hat. Josh reist zurück in die Vergangenheit, um ihn von seinem Selbstmord abzubringen. Was zunächst nur ein weiterer Auftrag war, entwickelt sich nach und nach zu einer engen Freundschaft, für die Josh alles riskieren würde.   Dadurch, dass ich im Voraus schon eine Menge über dieses Buch gehört hatte, dachte ich eigentlich, ich wäre vorbereitet auf diese 500 Seiten, aber nein: Dieses Buch ist emotionale Folter. Es zerstört Herzen, bringt zum Weinen und ist gleichzeitig so fesselnd, dass es fast unmöglich ist, es aus der Hand zu legen.   Der Grundtenor von »Savior Agency« handelt von Freundschaft und auch Depressionen, die die Jungautorin mit beinahe unbegreiflicher Tiefe beschreibt und verinnerlicht. Man merkt, wie wichtig ist das Thema ist und wie gefühlvoll sie es in diese zugegebenerweise etwas anderen Zeitreise-Geschichte einbringt. Zeitreise-Romane gibt es viele, aber nie habe ich erlebt, wie so sehr mit dem Gefüge der Raumzeit gespielt wurde, um einen Menschen zu retten, den man nicht liebt, sondern durch den man »nur« in Freundschaft verbunden ist. Eine Romanze wird man hier eher nicht finden (wobei ich mir habe sagen lassen, dass sich das ab Band 2 ändern wird), aber das macht nichts, denn dieses Buch ist rundum perfekt, so wie es ist!   Selbst die Charaktere sind nicht gerade Mainstream. Okay, Josh vielleicht schon ein wenig. Der Savior kam nach einem schweren Schicksalsschlag zur Agency und hat seither versucht, Menschen zu retten, um sich von der Schuld freizumachen, die er nach besagter Tragödie verspürt. Er ist aufopfernd – sonst wäre er wohl kein Savior geworden – mutig und ja, manchmal (okay, fast immer!) ein wenig trottelig.   Hektor, sein Schützling, wenn man so will, ist ein sehr besonderer junger Mann. Obwohl er 28 Jahre alt ist, benimmt er sich gerne, als wäre er acht Als man mir das erste Mal von ihm erzählt hat, dachte ich genau das! Dass er acht Jahre alt ist, aber nein, er ist tatsächlich 28. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass Hektor Farben liebt und den ganzen lieben langen Tag lang Blumen zeichen könnte. Er hat ein Herz für alle Lebenwesen, auch Spinnen, obwohl er sich vor diesen fürchtet. Außerdem redet er und redet er und redet er, wenn man ihn nur lässt. Auf den ersten Blick wirkt er fröhlich, ausgelassen, aber wenn man genauer hinschaut, bemerkt man, wie ihn Selbstzweifel und tiefe Depressionen plagen. Er ist dieser eine Charakter, den man am liebsten in eine Kuscheldecke einpacken und mit einer heißen Tasse Tee ganz weit weg von der Autorin schaffen möchte, damit sie ihm ja nicht noch mehr wehtun kann.   Außerdem wäre da noch Green, ein Punk mit grünem Iro, der immer mal wieder auftaucht, aber im ersten Band noch so gut wie nichts von sich preisgibt. Auch ihn empfinde ich als sehr interessant, eben weil man noch so gut wie nichts von ihm und über ihn weiß, aber ich habe mir sagen lassen, dass seine Rolle noch größer wird und wir gespannt auf Band 2 warten können.   Das müssen wir sowieso, denn wenn man Band 1 gelesen hat, gibt es kein Zurück mehr. Das ungewöhnliche futuristische Setting, die liebenswerten, zum Teil etwas idiotischen Charaktere lassen einen nach dem Lesen auch nicht mehr in Frieden. Ich hoffe nur, dass Band 2 nicht allzu lange auf sich warten lässt.   In diesem Sinne: Lest es! Es ist perfekt und wunderbar! Ihr werdet es lieben!   Fazit   Was gibt es da noch groß zu sagen? Dieses Buch ist Perfektion in Vollendung, sicherlich kein Klischee und kein Mainstream. Es ist anders, als alles, was ihr jemals gelesen habt und ihr dürft es euch nicht entgehen lassen.   Bewertung   Lieblingsbuch

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