Sara More

 4.5 Sterne bei 40 Bewertungen
Autorin von Irrtum 5,8 und Zona Rossa.

Alle Bücher von Sara More

Irrtum 5,8

Irrtum 5,8

 (30)
Erschienen am 06.04.2014
Zona Rossa

Zona Rossa

 (10)
Erschienen am 19.10.2017

Neue Rezensionen zu Sara More

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Rezension zu "Zona Rossa" von Sara More

Schleppender Aufbau
Postbotevor einem Jahr

Zona Rossa ist die Fortsetzung des Fact Fiction Romans "Irrtum 5,8- von L'Aquila.  Die Stadt die wegen eines Erdbebens in Trümmern liegt. Die Tote, traurige Schicksale und imenze Schäden hinterlässt. Sara More hat nach 4 jähriger Recherche einen neuen Schicksalsreport geschrieben. Auch im zweiten Teil, genauso errschütternd, reel und fictiv, wie im ersten Teil.
Die Stadt schreit nach: "Helft uns das wir nicht vergessen werden."
Am 6. April 2009 um 03.32. kam ein heftiger Erdstoß in und rund um L'Aquilla. Die Bewohner hatten eigentlich Entwarnung bekommen, doch es kam anderst.

Viola ist eine Überlebende Bewohnerin der Stadt. Sie hatte zwei Kinder und ihren Mann Riccardo. Nach den Beben hat sie Tochter und Mann tötlich verloren, Sohn Manuele liegt in Koma auf der Intensivstation.
Viola kämpft um das überleben Ihres Sohnes, oft bis zur erschöpfung.
Riccardo hat auf einer Behörde gearbeitet, die sich unter anderen mit den Bausubstanzen der Gebäude beschäftigt hatten. Riccardo hat sich deswegen viele Details in einem Notizbuch gemacht. Er durfte oft nicht über seine Arbeit zu Hause reden.Doch Riccardo hatte mal erwähnt, wie man bestechlich werden kann vor der Mafia. Hier wurden Baupläne manipulliert, vor allem in der Qualität der Baumaterialien.
Riccardo wollte bei diesem miesen Spiel nicht mitmachen. Kollegen wurde die Kündigung angedroht, sollten sie nicht mit dabei sein.
Die Gegend rund um die Abruzzen ist ein stark belastendes Erdbebengebiet.
Kein Wunder das alles in Trümmer lag und es so viele Opfer gab. Es gibt mittlerweile große Vorwürfe den Behörden gegenüber. Es gab Mitwisser und solche die sich bestechen ließen um an Baumaterialien einzusparen. Diese Gewinne wurden üppig an die Skrupelosen Macher ausgezahlt. Vor allem ergötzt man sich, was an einem Wiederaufbau zu verdienen sei.
Viola weis wo sie das besagte Notizbuch finden könnte. Denn mit diesem könnte sie die richtigen Schuldigen, mit Hilfe einer Anwältin, an den Pranger bringen. Viola sucht nach Gerechtigkeit und Verantwortung. Doch nicht nur Viola will dieses Notizbuch finden. Die Mafia, längst darüber informiert, ist genauso hinterher, und diese gehen über Leichen.  So gerät Viola selbst in Gefahr.  Mittlerweile wissend, das sie noch ein Kind von Riccardo erwartet.
Sara More hat hier eine spannende Fortsetzung geschaffen.
Beim lesen lebt man fast selbst schon in der feuchten und ungemütlichen Zeltstädten. Man leidet mit den Alten und Schwachen die dort schändlicher Weise auch noch zum Opfer werden. Auch nach so langer Zeit tut sich der Aufbau der Stadt, die Suche nach Gerechtigkeit immer noch schwer. Eine Perspektive gibts lange nicht mehr.
Dies ist alles echt beschrieben.
 Fictiv ist die Geschichte rund um Violas Familie und den mitwirkenden Protagonisten, aber so hätte es sein können.
Besuche vom Papst, Besuche von Politikern und Einflussreichen Leuten bringt den gewissen Aufmerksamkeits und Showeffekt, für die Stadt.  Doch der wirkliche Aufbau tut sich schleppend. Neue Trabantenstädte werden gebaut, genauso schlecht wie vorher. Wohnen im Hotel oder gar ne schöne Kreuzfahrt sollen Abwechslung bringen, in diese Depressive Stimmung.
Man kann es fast nicht glauben, beim lesen, ist man nur geschockt.
Nur kleine Aufträge werden erfüllt.
Ein ausdruckstarker Schreibstil, Treffsicher in den Aussagen, keine Irritation der Tatsachen, sachliche  Aufklärung vieler realen Szenen.
Eine gelungene Fortsetzung. Solch gelingen kann man der Stadt nur wünschen im Wiederaufbau.
5 Punkte.
 
 

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Rezension zu "Zona Rossa" von Sara More

Ohne die Fakten einfach unglaubelich
Smbergevor einem Jahr

Inhalt: 


Viola ist ein Opfer des schweren Erdbebens in den Abruzzen 2009. Sie verliert ihren Mann und ihre Tochter, ihr Sohn wurde schwer verletzt und liegt im Koma. Viola kämpft um das Leben ihres Sohnes und um die Rückkehr in ein normales Leben, insofern dies noch nach den furchtbaren Ereignissen möglich ist.  
In dieser Situation erreicht sie ein Anruf von Tommaso, ein Freund ihres Mannes, der sie bittet, über die Arbeit ihres Mannes zu schweigen. Viola kann den Anruf nicht zuordnen, denn ihr Mann hat nie über seine Arbeit gesprochen. 
Karina, eine Freundin Violas und Reporterin aus Deutschland, nimmt Recherchen zum Thema Mafia und Wiederaufbau nach dem Erdbeben auf. Langsam kommen die dunklen Machenschaften ans Licht. 


Meine Meinung:


Dieses Buch ist erschreckend und keine leichte Kost. Denn was hier an Korruption, Pfusch an Bau, Bereicherung an den Folgen des Erdbebens und nicht zuletzt den Schicksalen der Menschen beschrieben wird, ist absolut erschreckend. Wäre die beschriebenen Ereignisse nicht mit Zitaten aus Zeitungsberichten belegt, könnte man dazu neigen, den Beschreibungen nicht glauben zu wollen.
Diese Zitaten machen die Besonderheit dieses Buches aus, das sich ja auch Fact & Fiction nennt. Der Handlung besteht einerseits aus den Ereignissen rund um Viola und Karina. Die Beschreibung wird aber immer wieder mit Zitaten aus Zeitungen unterbrochen, die sich aber angenehm in die Handlung einfügen. Diese Einschübe sind absolut nicht störend sondern verleihen der beschriebenen Handlung mehr Glaubwürdigkeit. 
Ein absolut gelungenes Buch, das Ereignisse beschreibt, die man als Leser nicht für möglich hält und die einen leicht dazu bringt, sie als unmöglich einzuordnen. Dann kommen jedoch die auch vom Schriftbild her abgesetzten Fakten hinzu und man kommt nicht darum herum, die Fakten zu glauben. 
Ein Buch für Leser, die eine spannende Handlung gerne mit Tatsachenwissen verbinden. 



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Rezension zu "Zona Rossa" von Sara More

Aufrüttelndes Buch
Euridikevor einem Jahr


Nach dem Erdbeben in den Abruzzen kämpft Viola um das Leben ihres Sohnes und den Neustart ihrer Heimat. Ein mysteriöser Anruf eröffnet ihr, dass ihr Mann Riccardo ein Geheimnis mit ins Grab genommen hat. Viola setzt alles daran, dieses Geheimnis zu lüften und gerät dabei selbst in große Gefahr.
Im zweiten Band um die vom Erdbeben zerstörte Stadt L'Aquila geht es erst richtig zur Sache.  Es ist eine gekonnte Mischung aus Fact und Fiction.Das Besondere ist, dass beim Lesen die Grenzen der beiden Bereiche verschwinden und dass diese Geschichte absolut glaubwürdig rüberkommt und tatsächlich so passiert sein könnte. Eine neue Art einen Tatsachenbericht spannend zu gestalten.Wenn ich ehrlich bin, habe ich schon lange beim Lesen nicht mehr so viel Wut auf alles und jeden empfunden.Das Schlimmste ist eigentlich die Ohnmacht, dass man nichts gegen diese Korruption unternehmen kann und dass sich seit Jahren nichts geändert hat.
Beim Schluss fand ich den Fiction-Anteil etwas to much und nicht so ganz passend.Aber im großen und ganzen ein Buch, dass jeder lesen sollte, der sich für soziale Themen interessiert.

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Gespräche aus der Community

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Herzliche Einladung zur Leserunde zu meinem
Fact-Fiction-Roman "Zona Rossa - Gefahr für L'Aquila" einladen. Zehn Print-Exemplare sind zu gewinnen!

Mehr zum Buch (Klappentext)
Nach dem Erdbeben in den Abruzzen kämpft Viola um das Leben ihres Sohnes und den Neustart ihrer Heimat.
Ein mysteriöser Anruf eröffnet ihr, dass ihr Mann Riccardo ein Geheimnis mit ins Grab genommen hat. Viola setzt alles daran, dieses Geheimnis zu lüften und gerät dabei selbst in große Gefahr.

Hintergrund:

Am 6. April 2009 hinterließ ein Erdbeben in L'Aquila im Herzen Italiens eine Spur der Verwüstung. Fast eine ganze Stadt war über Nacht obdachlos, Freiwillige aus ganz Italien reisten in die Erdbebenstadt und leisteten großartige Hilfe. Nach der Katastrophe holte Berlusconi den G-8-Gipfel in die Trümmerregion. Was wurde aus den großen Versprechen und Hilfsangeboten?

Nach ihrem Fact-Fiction-Roman Irrtum 5,8 - Trümmer von L'Aquila blickt die Autorin Sara More nun in der Fortsetzung
Zona Rossa - Gefahr für L'Aquila erneut hinter die Kulissen.
Aus einer mehrjährigen Recherche entstand wiederum ein tiefgreifender Roman auf 528 Seiten, der die Leser die "Nachbeben" hautnah miterleben, mitfühlen, mithoffen lässt.

Fact-Fiction-Roman: Mehr als Fakten. Mehr als Fiktion.
Im Genre Fact-Fiction-Roman sind die Tatsachen - die Facts - in eine fiktive Story eingewoben aber dennoch als Facts erkennbar sind. So erfährt der Leser auf einen Blick, was von der Story nun wirklich wahr ist - zumal manche Facts schier unglaublich klingen und man sich wünschen würde, dass diese doch lieber nur Fiktion seinen.


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Was stellst du Dir unter der "Zona Rossa" vor?



Letzter Beitrag von  Postbotevor 10 Monaten
Danke, das freut mich. LG
Zur Leserunde
Hintergrund:
Am 6. April 2009 sorgte L'Aquila weltweit für Schlagzeilen: Ein schweres Erdbeben erschütterte die Stadt in Mittelitalien, machte Zehntausende über Nacht obdachlos und forderte 309 Todesopfer. Eine Welle der Hilfsbereitschaft, auch aus Deutschland, erreichte die Region.

Die Autorin Sara More macht die Katastrophe zum Ausgangspunkt ihres Fact-Fiction-Romans Irrtum 5,8 - Trümmer von L'Aquila und beleuchtet die Hintergründe.

Ein einzigartiger Roman auf 552 Seiten, der den Leser mitreißt und die Katastrophe aus zwei Perspektiven hautnah miterleben, mitfühlen, mithoffen lässt.


Fact-Fiction-Roman:
Mehr als Fakten. Mehr als Fiktion.

Wer hat sich nicht schon über den Satz "beruht auf einer wahren Begebenheit" geärgert? So vielversprechend es klingt, so wenig weiß man als Leser am Ende des Buches was nun wahr war.

Aus diesem Grund hat Sara More das Genre Fact-Fiction-Roman eingeführt, in dem Facts in eine fiktive Story eingewoben aber dennoch als Facts erkennbar sind. Der Leser habe schließlich das Recht zu erfahren, was von der Story nun wirklich wahr ist - zumal manche Facts schier unglaublich klingen und man sich wünschen würde, dass diese doch lieber nur Fiktion seinen.


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Klappentext:
Tödliche Entwarnung

Nach monatelangen Erdbeben und ständiger Angst um ihre Familie atmet Viola auf: Italiens führende Experten geben Entwarnung. Wenige Nächte später bricht um 3:32 Uhr die Katastrophe über L'Aquila herein.
In der völlig zerstörten Stadt stößt die deutsche Journalistin Karina auf Unfassbares. War es doch eine angekündigte Katastrophe?

EIN FACT-FICTION-ROMAN ÜBER MASSENCAMPS OHNE URLAUBER, EINE STADT OHNE BEWOHNER UND MÄCHTIGE OHNE SKRUPEL.


Leserunde:
Zur Leserunde stellt Sara More zwanzig kostenlose, gedruckte Exemplare (Umfang 552 Seiten) zur Verfügung. Bewerben könnt ihr euch hierfür bis einschließlich 11. Mai, indem Ihr uns schreibt, warum Italien für euch das Land der Träume - oder das Land der Albträume ist.

Wir sind auf eure Meinungen und Erfahrungen sehr gespannt.

P.S.: Die Autorin Sara More wird auch an der Leserunde teilnehmen, sodass ihr eure Fragen zu den teilweise unglaublichen Facts loswerden könnt.
P.S.: Irrtum 5,8 ist offizielles Buch der Debütautorenaktion.
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