Neuer Beitrag

Fanny2011

vor 1 Jahr

(6)

Ursprünglich hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, schon alleine, weil das Cover so super aussieht und so viele davon geschwärmt haben. Dann habe ich allerdings mal die ersten 30 Seiten gelesen und es hat mich überhaupt nicht gepackt, woraufhin ich das Buch erstmal für mehrere Monate beiseite gelegt habe. Ich habe nur wieder angefangen, weil es schon seit über einem Jahr auf meinem SuB lag und ich es einfach mal davon befreien wollte. 
Leider muss ich sagen, dass dieses Gefühl der ersten 30 Seiten sich für mich größtenteils durch das ganze Buch gezogen hat. Ich wurde einfach nicht gepackt und war froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. 
Das Buch ist High Fantasy. Es gibt 8 Königreiche, 4 davon sind Jahreszeiten und 4 sind Rhythmen. Meira, die Protagonistin, stammt aus Winter, das vor 16 Jahren von Frühling angegriffen und zerstört wurde. Sie ist eine der letzten acht überlebenden Winterianer, die nicht in Arbeitslagern gefangen sind. Gemeinsam mit ihrer Gruppe versucht sie natürlich, ihr Königreich irgendwie zurück zu erobern. 
Ich konnte Meiras Charakter nicht so ganz nachvollziehen. Sie hat zwar immer gesagt, dass sie auch kämpfen will, aber irgendwie habe ich ihr das nicht so ganz abgekauft. Ich weiß auch nicht, wieso. Dann war da noch ihre Beziehung zu Mather, der sozusagen der Thronfolger von Winter ist. Meira ist angeblich schon ewig in ihn verliebt, aber auch das war mir zu undeutlich. Ihre Gefühle für ihn kamen einfach nicht so richtig rüber. 
Auch die Geschichte an sich hatte für mich gerade in den ersten zwei Dritteln keinen richtigen roten Faden. Im Laufe der Story gibt es drei ganz verschiedene Settings und die Verbindung dazwischen war mir irgendwie zu unwillkürlich. Gerade als Meira und ihre Gruppe in einem der Rhythmus-Königreiche Unterschlupf finden, passieren einige Dinge, die für meinen Geschmack nicht so wirklich gepasst haben. 
Mein Hauptproblem mit dem Buch war allerdings, dass für mich einfach keine Spannung aufkam. Selbst als es zu einer großen Schlacht kommt, war ich einfach nur gelangweilt und habe die Seiten quergelesen. 
Gegen Ende kommt dann wenigstens noch ein bisschen Fahrt in die Story. Meira erfährt einige Dinge, die man so nicht erwartet hätte und es gibt einen Plottwist, der mich schon ziemlich überrascht hat und der mir auch ganz gut gefallen hat. 


Insgesamt konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen. Auch wenn es gegen Ende dann noch ein bisschen besser wurde, hat einfach überwogen, dass ich mich größtenteils durch das Buch quälen musste. Und dennoch interessiert mich der zweite Band, denn das Ende hat einige Dinge enthüllt, die mich hoffen lassen, dass es in Buch zwei einfach besser wird. Dieser erste Band hat mir jedenfalls nicht so gut gefallen. 

Autor: Sara Raasch
Buch: Snow Like Ashes
Neuer Beitrag