Sara Sierra Jaramillo Narben auf meiner Haut

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Narben auf meiner Haut“ von Sara Sierra Jaramillo

Auf den Straßen der südamerikanischen Millionenstädte sind viele Kinder und Jugendliche beständiger Todesgefahr, brutaler Gewalt und Entbehrung ausgesetzt. Wie sie dort überleben können, ist Außenstehenden unbegreiflich. Im Jahr 2002 baten die Autoren die Jugendlichen und Kinder, sich gegenseitig mit Einwegkameras zu fotografieren. Entstanden ist ein einzigartiges Selbstporträt der Kinder und Jugendlichen. Diese Straßenkinder dokumentieren eine Normalität, die sie mit einem enorm hohen Aufwand herzustellen und notdürftig aufrecht zu erhalten versuchen. Das durchgängige Thema ist der Triumph des bloßen Überlebens. Die Begleittexte berichten über den Alltag der Straßenkinder und Jugendlichen in Medellín sowie über das internationale Straßenkinderprojekt Patio 13. (Quelle:'Flexibler Einband/01.04.2004')

Stöbern in Biografie

100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche

ein etwas anderer Reisebericht- sehr Lesenswert!

Diana182

Kreide fressen

Eine Biografie, die sehr berührt, aber dadurch vor allem von psychisch erkrankten Lesern mit äußerster Vorsicht zu genießen ist.

Tialda

Slawa und seine Frauen

Unterhaltsam geschrieben :-)

Ivonne_Gerhard

Der Serienkiller, der keiner war

Spannend, wie ein guter Thriller

Buchgeschnipsel

Hallervorden

Einfühlsam und fesselnd. Hallervorden wie man ihn nicht aus den Medien kennt. Tim Pröse weckt Emotionen beim Leser

Bine1970

Für immer beste Freunde

Eine zufällige Begegnung bringt zwei Menschen eine unvorstellbare Horizonterweiterung.

Buchperlentaucher

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Narben auf meiner Haut" von Hartwig Weber

    Narben auf meiner Haut

    aichlinn

    27. June 2008 um 14:57

    „Man darf nur auf der Straße wandeln und Augen haben, man sieht die unnachahmlichsten Bilder.“ Goethe gewann diese Erkenntnis auf seiner Italienreise. Der Heidelberger Professor Hartwig Weber und die Direktorin Sor Sara Sierra Jaramillo wandelten auf den Straßen Medellins (Kolumbien), um Kinder zu finden, die bereit sind, mit einem Fotoapparat ausgestattet das Leben auf der Straße - ihre Narben - zu dokumentieren. Erstaunlich, dass die Kinder nicht mit der Kamera davonliefen, um sie an der nächsten Ecke zu verkaufen. Brot, Zigaretten, Marihuana sind teuer und das Geld liegt eben nicht auf der Straße. Die Kinder schienen aber begeistert von dem Gedanken, Fotos von sich und ihrem Alltag machen zu können und sie später sogar in den eigenen Händen zu halten. Im Mittelpunkt der Fotos stehen meist die Kinder selbst. Sie wollen kein Mitleid erwecken, vielmehr sollen die Bilder eine scheinbare Normalität darstellen, die für uns freilich schwer nachzuvollziehen ist, lesen wir doch, das der Alltag von Kleinkriminalität und Kinderprostitution geprägt ist. Besonders gefürchtet sind die „Todesschwadronen“, die mit ihrer „sozialen Säuberung“ vor Niemandem Halt machen. Guerillas und Paramilitärs wachen überall. Wer ihnen im Weg ist, wird umgebracht. Straßenkinder gelten als Abschaum, den man nicht dulden will. Messerstechereien stehen auf der Tagesordnung. Die Narben existieren also nicht nur psychisch, sondern „zieren“ die Körper der meisten Straßenkinder. Juan Carlos (13) zum Beispiel droht zu erblinden. Die Folge eines Schusses, der seine Nase durchbohrte und den Sehnerv verletzte. Jorge (10) hat Narben am Hals und an den Armen. Seine Mutter schlug ihn, weil er sein verdientes Geld nicht mit nach Hause brachte, sondern für Drogen ausgab. Die Narben verhindern das Vergessen. Aber man sieht nicht, wie tief sie sind. Die eindrucksvollen Fotos, ergänzt durch bedrückende Berichte, wurden in Buchform veröffenlicht. „Narben auf meiner Haut - Straßenkinder fotografieren sich selbst“ ist 2003 bei der Büchergilde Gutenberg und in diesem Jahr auch als Taschenbuch im Don Bosco Verlag erschienen. Dem Ganzen liegt das Projekt „patio 13 - Schule für Straßenkinder“ zu Grunde, das die Lebenssituationen der Straßen- und Flüchtlingskinder untersuchen und eine Integration ins Schulsystem vorantreiben soll. Auch die Lehrer brauchen Hilfe. Oft sind sie ratlos, wenn auf einmal Straßenkinder vor der Klassentür stehen. Brücken zu bauen ist wichtig. Keine Brücken, unter denen die Kinder schlafen, sondern die sie überqueren sollen. Auf der anderen Seite wartet vielleicht eine bessere oder überhaupt erst eine Zukunft. Auch wenn die Kinder im Heute leben, so träumen sie doch von Schulabschluss, Job und Familie. Jeder kann an diesen Brücken mitbauen. Wie? Durch Hinsehen und Hinhören, das ist das Fundament. Medellin ist nicht so weit weg, wie die meisten glauben. Wer wegsieht oder gar seine Augen schließt, trägt dazu bei, dass die Fotos unzähliger anderer betroffener Kinder niemals entwickelt werden können.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks