Sara Zarr Nichts bleibt

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Inhaltsangabe zu „Nichts bleibt“ von Sara Zarr

Sam ist die Tochter des beliebten Pastors im Ort – ein Übervater, der alles richtig macht. Dabei ist in der Familie nichts wirklich in Ordnung: Sams Mutter landet in der Entzugsklinik. Neben dem stets vorbildlichen, charismatischen Ehegatten zu bestehen ist schwer – nicht nur für die Mutter, auch für Sam. Und gerade, als Sam am Tiefpunkt ihres bisherigen Lebens angelangt ist, passiert etwas, das ihre Aufmerksamkeit erfordert: Die Schwester ihres Schwarms Nick verschwindet. Nach und nach geraten alle, selbst Nick und Sams Vater, unter Verdacht. Auf der Suche nach Antworten findet Sam viele Wahrheiten über das Leben.

Ist ein echt cooles Buch, welches einen sofort Fesselt. Es hat definitiev auch Höhen und Tiefen. Nur zu empfeheln! ;)

— AliSa
AliSa

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  • Sara Zarr: "Nichts bleibt"

    Nichts bleibt
    Moena

    Moena

    15. April 2013 um 20:38

    Es sind zwei Wochen im Sommer, die alles verändern. Für die fünfzehnjährige Samara, kurz Sam, ist auf einmal nichts mehr wie es war. Zuerst begibt sich ihre Mutter wegen ihrer Alkoholsucht in die Entzugsklinik und lässt Sam allein zu Hause zurück - mit ihrem Vater, der zwar ein angesehener Pastor, aber als Vater völlig unbrauchbar ist. Und mit den Geldsorgen, die ihre Familie plagen und die dafür sorgen, dass Sam vielleicht bald eine andere Schule besuchen muss. Aber gerade jetzt, wo Sam den Beistand ihres Vaters am meisten bräuchte, scheint der sich lieber um die junge Leiterin der Jugendgruppe zu kümmern. Mit ihren Problemen bleibt Sam da lieber für sich und stößt damit ihre besten Freunde vor den Kopf, von denen sie sich immer weiter entfernt und die gar nicht verstehen können, warum. Und dann verschwindet plötzlich die dreizehnjährige Jody, die kleine Schwester von Nick, in den Sam heimlich verliebt ist. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, um nach ihr zu suchen, doch erfolglos. Scheinbar kann nur noch ein Wunder helfen, Jody zu finden. Der Roman wird aus der Sicht von Sam erzählt. Sie schildert jeden Tag der zwei langen Wochen im Sommer, in denen so viel passiert, das ihr Leben verändert. Eigentlich hätte Sam mit sich selbst genug zu tun. Sie vermisst ihre Mutter, weil der Rest der Familie - Sam und ihr Vater - zu Hause nichts auf die Reihe bekommt. Jeder Einkauf wird zum nervenaufreibenden Hin und Her zwischen dem knappen Budget und den begrenzten Fähigkeiten der beiden, was das Zubereiten von bekömmlichen Mahlzeiten angeht. Außerdem sieht es so aus, als müsste Sam demnächst eine andere Schule besuchen, da sich die Familie die teure Privatschule nicht mehr leisten kann. Als Tochter des Gemeindepastors ist Sam natürlich mit dem Glauben an Gott aufgewachsen, was sehr oft Thema in ihren Gedanken ist. Regelmäßig besucht sie die kirchliche Jugendgruppe und ist bei den Predigten ihres Vaters anwesend. Doch besonders als Jody verschwindet, beginnt Sam, mit Gott und der Welt zu hadern und kämpft auch mit dem Verlust ihres Glaubens. Die Scheinheiligkeit, mit der alle in der Gemeinde versuchen, Jodys Familie beizustehen, ist Sam zuwider. Alle lächeln und beteuern, wie sehr sie auf Jodys Rückkehr hoffen, doch im Grunde sind sie ebenso wie die Medien lediglich an der Sensation interessiert. Vielleicht ist es gerade das, was Sam und Jodys Bruder Nick verbindet und dazu führt, dass die beiden immer mehr Zeit miteinander verbringen. Sie geben sich gegenseitig Halt und als selbst Nick verdächtigt wird, etwas mit Jodys Verschwinden zu tun zu haben, scheint Sam die Einzige zu sein, die an seine Unschuld glaubt. In "Nichts bleibt" geht es aber nicht nur um den Verlust von Glaube und Zuversicht, sondern auch um das Verlieren und Finden der eigenen Identität, des eigenen Platzes, das mit viel Mut verbunden sein kann. Auch Liebe und Zusammenhalt, sowohl unter Freunden als auch in der Familie, und der Umgang mit schwierigen Situationen werden thematisiert. Der einfache, eindringliche Schreibstil sorgt dafür, dass sich das Buch außerdem schnell und flüssig liest. Das Ende des Romans wirkte auf mich allerdings etwas zu perfekt. Plötzlich scheinen sich alle Probleme von alleine aufzulösen und alles ist innerhalb von ein paar Seiten wieder gut. Fazit "Nichts bleibt" ist ein Roman, der zeigt, dass jedes Problem eine Zeit hat, um gelöst zu werden, und dass es sich lohnt, die Hoffnung niemals aufzugeben.

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  • Rezension zu "Nichts bleibt" von Sara Zarr

    Nichts bleibt
    Fia

    Fia

    05. September 2012 um 14:36

    Erster Eindruck: Das Cover hat mich eigentlich erst auf das Buch aufmerksam gemacht. Und da der Klappentext auch spannend klang, habe ich das Buch dann einfach mitgenommen... Meine Meinung: Das Buch hat mich überrascht. Es geht viel mehr um Religion und den Glauben an Gott als ich dachte. Das ist ja nun nicht unbedingt schlecht, ich habe es nur nicht erwartet und so fand ich es zu Beginn nicht so toll. Mit der Zeit passt es dann aber einfach zum Buch und mir gefallen besonders die Glaubensfragen, die sich Sam stellt. Wie kann sie überhaupt an Gott glauben, wenn er so etwas zulässt? Was nützt es zu beten, wenn dadurch sowieso nichts besser wird? Abgesehen davon, dass Sam an ihrem Glauben zweifelt, hat sie auch noch andere Probleme. Sie weiß nicht, wie es ihrer Mutter geht, da diese in der Entzugsklinik ist und sich nicht meldet. Und ihr Vater, der sonst für alles eine Antwort weiß, versteht sie einfach nicht und geht nicht auf sie ein. Sam hat es wirklich nicht leicht und so hofft man für sie, dass sich endlich etwas ändert. Die Geschichte rund um Nicks Schwester ist ziemlich undurchsichtig. Man kann sich keinen Reim darauf machen, was geschehen ist und so ist man gespannt, was langsam ans Licht kommt. Nur leider erfährt man hier eben wirklich wenig. Die Ermittlungsarbeiten gehen kein Stück vorwärts, es gibt lediglich ein paar Verdächtige, denen man aber nichts nachweisen kann. Am Ende wird dann alles ziemlich schnell aufgelöst, was enttäuschend ist. Statt um die Lösung, was mit Nicks Schwester passiert ist, geht es viel mehr darum, was die Menschen aus ihrer Umgebung in dieser Situation tun. Dies ist zwar ein interessanter Aspekt, allerdings irgendwann nicht mehr sonderlich spannend. Auch die Annäherung zwischen Nick und Sam macht das ganze nicht besser. Im Gegenteil wirkt es etwas unglaubwürdig. Der Schreibstil von Sara Zarr ist gut, aber nicht herausragend. Richtig in die Geschichte eintauchen kann man leider nicht. Die Charaktere gefallen mir dagegen gut. Sam ist definitiv nicht perfekt, versucht aber stark zu bleiben, auch wenn ihr das nicht so gut gelingt. Ihre Freunde versuchen sie zu unterstützen wo es geht, verlieren aber manchmal auch die Geduld, was verständlich ist. Besonders sind auch Sams Eltern. Ihr Vater hat zwar gegenüber den Gemeindemitgliedern immer die richtigen Worte und weiß, wie er sich verhalten muss, bei seiner Familie hat er aber einige Probleme. Das macht ihn sehr glaubwürdig, allerdings nicht sehr sympatisch, da er sich besonders vor Sam immer wieder vor Gesprächen drückt. Sams Mutter hat es als Frau des Pastors nicht leicht. Sie steht unter dem Druck, perfekt sein zu müssen. Man merkt aber, das sie ihre Tochter unglaublich liebt. Mein Fazit: Ein Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits gefallen mir die Charaktere und die Glaubensfragen sehr gut, andererseits ist die Handlung nicht sehr spannend.

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