Sarah Bailey

 3,6 Sterne bei 29 Bewertungen

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Cover des Buches Die Namen der Toten (ISBN: 9783328101741)

Die Namen der Toten

 (29)
Erschienen am 09.01.2018

Neue Rezensionen zu Sarah Bailey

Cover des Buches Die Namen der Toten (ISBN: 9783328101741)mrs-brs avatar

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Spannend, doch nicht so überraschend
mrs-brvor 17 Tagen

3,5 Sterne.
Die Charaktere haben mir super gefallen! Der Fall war teilweise sehr verworren und man hat schon sehr mitgefiebert. Immer wieder kam dieser aber ins Stocken und die Auflösung am Ende kam einfach innerhalb von einer Seite. Es hat sich dadurch, dass man die “Böse” Seite ebenfalls als Perspektive hatte, nicht wirklich Stück für Stück aufgebaut. Ich denke ohne diese, wäre es deutlich spannender gewesen.

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Ab hier Spoiler!!!
Die Auflösung hat mir echt nicht gefallen. Da fährt Vega zu der Farm, wird überfallen, dabei läuft er in etwas Entfernung am Straßenrand und merkt nicht, dass der Kidd von hinten kommt? Und dann glaubt Reese ihm sofort alles und bringt seinen “Partner” um? Und innerhalb von 2 Sätzen wird klar es war der Jason und alle fahren zu den Eltern von ihm und da ist alles so schlecht versteckt?
Und dann dieser Simon von Daria. Der ist Therapeut und ist einfach durchgehend super aggressiv gegenüber Vega und hat sich selbst nicht unter Kontrolle.
Ich hatte mir natürlich ein Happy End für Vega und Daria gewünscht, besonders, weil sie sich ja doch lieben. Und nur bei Simon zu bleiben, weil er ihr alles immer verzeiht? Irgendwie unlogisch.

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Cover des Buches Die Namen der Toten (ISBN: 9783328101741)Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Glaubwürdig und spannend ...
Thomas_Lawallvor 3 Jahren

Richard traut seinen Augen nicht. Noch gut zwei Stunden vor Dienstbeginn hechtet er, nur mühsam seligem Schlaf entronnen, die Treppe hinunter. Nicht nur der Morgen dämmert, sondern auch ihm, dass womöglich seiner schrägen Mitbewohnerin "Cherry" etwas zugestoßen ist. Es klingelt ohne Unterlass und schon glaubt er, durch das trübe Glas der Haustür eine Polizeiuniform erkennen zu können, was ihn fast in Panik versetzt.

Ein Kollege. Tatsächlich. Detective Constable Kahn, der in einem knalligen Jogging-Outfit und mit besonderem Anliegen jenen Morgen gründlich durcheinander bringt. Kurzerhand erklärt er sich zu seinem neuen "Personal Trainer" und nötigt ihn zu einer ausgiebigen Laufrunde. Die Untergebenen von heute sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren ...

Die angedeutete Szene hat so gut wie nichts mit der Haupthandlung zu tun, denn heutzutage beginnt man sich zunehmend über "Spoiler" zu beschweren. Nicht wenige lehnen es sogar ab, Klappentexte zu lesen, was jedoch im krassen Gegensatz zu denjenigen steht, die vor dem Kauf eines Buches doch so in etwa wissen möchten, um was es sich handelt und/oder wie das Buch evtl. bewertet wurde. Letztere dürfen jetzt gerne weiterlesen ... dennoch aber keine wesentlichen Handlungsdetails erfahren.

Jedenfalls wird es ernst. Sehr ernst. Und genau deshalb kommt die hin und wieder eingestreute Situationskomik gerade recht, um die beklemmende Stimmung etwas aufzulockern. Dies gelingt beispielsweise auch durch Dialoge, die sich im Rahmen einer bestimmten Situation auf den Anblick einer "Kraterlandschaft auf dem Gesäß" eines Vorgesetzten bezieht. Insgesamt gestaltet Sarah Bailey den Kontakt der Kollegen untereinander breit durchwachsen. Mal grundsätzlich ablehnend und respektlos oder mal voller unausgesprochener Bewunderung.

Es darf auch einmal "knistern" zwischen maßgeblichen Parteien, was die Autorin in zunächst sehr feinen und beiläufigen Andeutungen versteckt. Ähnlich wie den das Drama unterstreichenden "Soundtrack" von Nick Cave, Madeleine Peyroux und Florence and the Machine. Detective Sergeant Richard Vega hat es weder im Privaten noch beruflich leicht. Komplikationen lauern an jeder Ecke. Der aktuelle Mordfall erinnert an einen vergangenen und lässt alte Wunden wieder aufplatzen. Richards Liebesleben gestaltet sich ähnlich chaotisch, was zusätzlich die Spannung anheizt.

Dem ehemaligen Priester bleibt also nichts erspart. Leserinnen und Lesern ebenfalls nicht. In ihrer Danksagung am Ende des Buches bezeichnet Sarah Bailey das Schreiben als einen "isolierenden Prozess". Der Rezensent ist der Meinung, dass sich diese Mühe absolut gelohnt hat. Glaubwürdige Charaktere, eine ebensolche Handlung, angereichert mit Humor und einem Hauch Sozialkritik, lassen einen Kriminalroman wie "Die Namen der Toten" nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

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Cover des Buches Die Namen der Toten (ISBN: 9783641218935)Wortverzaubertes avatar

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Ereignisse wiederholen ließ - Schuld oder Unschuld?
Wortverzaubertevor 3 Jahren

Inhalt

Detective Richard Vega traut seinen Augen kaum, als er in der Nacht zu einem Tatort in der Nähe der Kleinstadt Tunbridge Wells gerufen wird. Dort stand er schon einmal: Genau vor sechs Jahren war er ebenfalls gebeugt über einer Teenagerleiche. Das Makabere daran: Der 15-Jährige, den man jetzt gefunden hatte, war auf die gleiche Weise ermordet worden, wie der Teenager vor sechs Jahren. Nun stellt sich Vega die Frage: Hat er damals den richtigen Täter eingesperrt? Hat er wieder Schuld auf sich geladen? Vegas Spürsinn ist gefragt...
 
Mein Eindruck
Ich fand den Krimi wirklich schockierend, im positiven Sinne. Er war spannend und fesselnd zugleich. Ein echt guter Krimi. Auch hat mir der Blick auf das Innen- und Privatleben des Ermittlers gefallen. So blieb er nicht nur eine Randfigur in der Geschichte, sondern nahm für den Leser Gestalt an. Aber was mir absolut gefallen hat an der Geschichte war, dass auf erzählerische Weise eine Verbindung zwischen den beiden Fällen hergestellt worden ist und man sich in die Gegebenheiten des ersten Falles ebenfalls mitreindenken konnte.
 
Fazit
Sarah Bailey ist ein richtig guter Krimi gelungen. Sie hat es geschafft, die beiden verschiedenen Handlungsstränge - die sich aus den beiden Mordfällen ergaben - in Einklang zu bringen und ohne gekünstelte Konstruktionen miteinander zu verknüpfen. Durch ihre bildliche Erzählweise hat sie den Leser in die emotionale Welt der Protagonisten mitziehen und so Empathie für bestimmte Personen beim Leser erwecken können. Ein toller Auftakt für eine Reihe. Ich hoffe, da kommt noch mehr. Ein echtes Herzstück im heutigen Krimi-Genre.

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