Sarah Bailey

 3.7 Sterne bei 27 Bewertungen

Alle Bücher von Sarah Bailey

Cover des Buches Die Namen der Toten (ISBN:9783328101741)

Die Namen der Toten

 (27)
Erschienen am 09.01.2018

Neue Rezensionen zu Sarah Bailey

Neu

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Glaubwürdig und spannend ...
Thomas_Lawallvor 6 Monaten

Richard traut seinen Augen nicht. Noch gut zwei Stunden vor Dienstbeginn hechtet er, nur mühsam seligem Schlaf entronnen, die Treppe hinunter. Nicht nur der Morgen dämmert, sondern auch ihm, dass womöglich seiner schrägen Mitbewohnerin "Cherry" etwas zugestoßen ist. Es klingelt ohne Unterlass und schon glaubt er, durch das trübe Glas der Haustür eine Polizeiuniform erkennen zu können, was ihn fast in Panik versetzt.

Ein Kollege. Tatsächlich. Detective Constable Kahn, der in einem knalligen Jogging-Outfit und mit besonderem Anliegen jenen Morgen gründlich durcheinander bringt. Kurzerhand erklärt er sich zu seinem neuen "Personal Trainer" und nötigt ihn zu einer ausgiebigen Laufrunde. Die Untergebenen von heute sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren ...

Die angedeutete Szene hat so gut wie nichts mit der Haupthandlung zu tun, denn heutzutage beginnt man sich zunehmend über "Spoiler" zu beschweren. Nicht wenige lehnen es sogar ab, Klappentexte zu lesen, was jedoch im krassen Gegensatz zu denjenigen steht, die vor dem Kauf eines Buches doch so in etwa wissen möchten, um was es sich handelt und/oder wie das Buch evtl. bewertet wurde. Letztere dürfen jetzt gerne weiterlesen ... dennoch aber keine wesentlichen Handlungsdetails erfahren.

Jedenfalls wird es ernst. Sehr ernst. Und genau deshalb kommt die hin und wieder eingestreute Situationskomik gerade recht, um die beklemmende Stimmung etwas aufzulockern. Dies gelingt beispielsweise auch durch Dialoge, die sich im Rahmen einer bestimmten Situation auf den Anblick einer "Kraterlandschaft auf dem Gesäß" eines Vorgesetzten bezieht. Insgesamt gestaltet Sarah Bailey den Kontakt der Kollegen untereinander breit durchwachsen. Mal grundsätzlich ablehnend und respektlos oder mal voller unausgesprochener Bewunderung.

Es darf auch einmal "knistern" zwischen maßgeblichen Parteien, was die Autorin in zunächst sehr feinen und beiläufigen Andeutungen versteckt. Ähnlich wie den das Drama unterstreichenden "Soundtrack" von Nick Cave, Madeleine Peyroux und Florence and the Machine. Detective Sergeant Richard Vega hat es weder im Privaten noch beruflich leicht. Komplikationen lauern an jeder Ecke. Der aktuelle Mordfall erinnert an einen vergangenen und lässt alte Wunden wieder aufplatzen. Richards Liebesleben gestaltet sich ähnlich chaotisch, was zusätzlich die Spannung anheizt.

Dem ehemaligen Priester bleibt also nichts erspart. Leserinnen und Lesern ebenfalls nicht. In ihrer Danksagung am Ende des Buches bezeichnet Sarah Bailey das Schreiben als einen "isolierenden Prozess". Der Rezensent ist der Meinung, dass sich diese Mühe absolut gelohnt hat. Glaubwürdige Charaktere, eine ebensolche Handlung, angereichert mit Humor und einem Hauch Sozialkritik, lassen einen Kriminalroman wie "Die Namen der Toten" nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Ereignisse wiederholen ließ - Schuld oder Unschuld?
Wortverzaubertevor 10 Monaten

Inhalt

Detective Richard Vega traut seinen Augen kaum, als er in der Nacht zu einem Tatort in der Nähe der Kleinstadt Tunbridge Wells gerufen wird. Dort stand er schon einmal: Genau vor sechs Jahren war er ebenfalls gebeugt über einer Teenagerleiche. Das Makabere daran: Der 15-Jährige, den man jetzt gefunden hatte, war auf die gleiche Weise ermordet worden, wie der Teenager vor sechs Jahren. Nun stellt sich Vega die Frage: Hat er damals den richtigen Täter eingesperrt? Hat er wieder Schuld auf sich geladen? Vegas Spürsinn ist gefragt...
 
Mein Eindruck
Ich fand den Krimi wirklich schockierend, im positiven Sinne. Er war spannend und fesselnd zugleich. Ein echt guter Krimi. Auch hat mir der Blick auf das Innen- und Privatleben des Ermittlers gefallen. So blieb er nicht nur eine Randfigur in der Geschichte, sondern nahm für den Leser Gestalt an. Aber was mir absolut gefallen hat an der Geschichte war, dass auf erzählerische Weise eine Verbindung zwischen den beiden Fällen hergestellt worden ist und man sich in die Gegebenheiten des ersten Falles ebenfalls mitreindenken konnte.
 
Fazit
Sarah Bailey ist ein richtig guter Krimi gelungen. Sie hat es geschafft, die beiden verschiedenen Handlungsstränge - die sich aus den beiden Mordfällen ergaben - in Einklang zu bringen und ohne gekünstelte Konstruktionen miteinander zu verknüpfen. Durch ihre bildliche Erzählweise hat sie den Leser in die emotionale Welt der Protagonisten mitziehen und so Empathie für bestimmte Personen beim Leser erwecken können. Ein toller Auftakt für eine Reihe. Ich hoffe, da kommt noch mehr. Ein echtes Herzstück im heutigen Krimi-Genre.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Die Namen der Toten" von Sarah Bailey

Schade! Diese Story hätte man besser umsetzen können.....
Kat_Von_Ivor einem Jahr

Detective Vega wird zu einem Fall gerufen der ihn an einen Fall von vor 6 Jahren erinnert. 2 männliche Teenager auf die gleiche Weise ermordet. Die Zusammenhänge sind schleierhaft.... Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen oder vom Hocker hauen. Total schade, aus dieser Story hätte man so viel viel mehr machen können denn die Idee ist echt gut. Zum einen zu viele Namen die darin vorkommen, mal wird der Vorname benutzt mal der Nachname, dann taucht ein weiterer neuer Name auf weil der alte geändert wurde usw. Dadurch war alles sehr verwirrend. Auch der Schreibstil war nicht besonders, es wirkte wie eine runtergeratterte Geschichte. Oft waren manche Passagen auch zu langatmig und Teilweise kamen mir manche Passagen total unrealistisch vor. Ein Beispiel: Die 2 Detectives haben in einer dunklen Gasse in einer zwielichtigen Gegend Sex 🙄 Dieses Szenario ist schon so was von ausgelutscht und naja schon ein bisschen fernab der Realität. Ganz nett war die sehr Detailreiche Beschreibung von Orten & Szenarien. Die Taten im Buch waren sehr brutal und auch so beschreiben, bis ins kleinste Detail. Mir war das manchmal echt zu viel des Guten 😒 Ebenfalls waren die Dialoge sehr brutal und die Wortwahl passte echt gut zu diesen Kriminellen Menschen. Im grossen und ganzen war mir alles zu verwirrend, auch die verschiedenen Kapitel aus der Sicht von den unterschiedlichen Protagonisten. Schade denn es bleiben auch so viele offene Fragen...... Mein Fazit: Es war ihr 1. Buch. Es sei ihr verziehen aber hier muss noch viel geübt werden 😉😄 Kann man lesen, muss man aber nicht.....

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 38 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks