Sarah-Jane Stratford

 3,9 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor*in von Radio Girls und Radio Girls.

Lebenslauf von Sarah-Jane Stratford

Sarah-Jane Stratford ist Autorin und Essayistin und schreibt unter anderem für den Guardian, den Boston Globe, die Los Angeles Review of Books, Slate, Salon und Guernica. Sie ist darüber hinaus Mitglied von WAM! - Women, Action and the Media.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sarah-Jane Stratford

Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)

Radio Girls

 (20)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9780749020736)

Radio Girls

 (0)
Erschienen am 01.07.2016

Neue Rezensionen zu Sarah-Jane Stratford

Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)
FranzysBuchsalons avatar

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Eine gute Geschichte, die mich aber leider nicht wirklich fesseln konnte
FranzysBuchsalonvor einem Jahr

Buchinfo

Eine unvergessliche Reise in Londons Roaring Twenties

                

London, 1926, der Krieg ist vorbei, die aufregende Energie der Veränderung flirrt durch die Luft. Die junge Amerikanerin Maisie hat einen Job bei dem gerade erst gegründeten Rundfunksender BBC ergattert. Sie ist elektrisiert vom hektischen Tempo, den jungen klugen Mitarbeitern und einschüchternden Chefs. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio und trifft auf die außergewöhnliche Hilda Matheson, die Gründerin des beliebten Talk-Programms, die ihr zur Mentorin wird. Als die beiden jedoch eine schockierende Verschwörung aufdecken, müssen sie sich entscheiden: Wie weit gehen zwei engagierte Journalistinnen für die Wahrheit? (Quelle: Verlag)


Anfang

Im Laufschritt schlängelte sie sich zwischen den verdutzten Fußgängern hindurch, doch ihr Verfolger war ihr immer noch dicht auf den Fersen.

All ihre sorgfältige Planung, all die Arbeit, um das Netz zu spinnen und die Fliege zu fangen, hatten diese Wendung nicht einkalkuliert, die Möglichkeit, dass die Papiere in ihrer Tasche so wertvoll waren, dass sie sie jagen würde, um die Unterlagen zurückzubekommen.


Meine Meinung

Wir schreiben das Jahr 1926 und befinden uns in London. So langsam keimt das Radio auf und möchte den Printmedien das Leben schwer machen. Allerdings steckt die BBC noch in den Kinderschuhen.

Maisie hat es geschafft! Trotz mangelnder Referenzen bekommt sie einen der begehrten Jobs beim Sender und darf unter anderem für Hilda Matheson arbeiten, die erste Vortragsdirektorin der BBC. Und während sie sich für das Radio erwärmt, kommt sie einer Verschwörung auf die Spur.

Ich habe mich wirklich gefreut ein Buch über eine gewisse Form des Feminismus und der Emanzipation zu lesen - Ladies in einer "Männerdomäne", das kann ja nur gut werden. Leider hat die Autorin es mir nicht so leicht gemacht.

Ich bin keine Freundin von ewig langen Kapiteln - 30 bis 45 Seiten sind mit persönlich einfach zu viel und frustieren mich schon fast - und die Geschichte muss wirklich richtig toll sein, damit ich darüber hinwegsehen kann. Das war hier leider nicht der Fall.

Wenn ihr mal genau schaut, besteht der Teil, den ihr hier unter "Anfang" findet, aus lediglich zwei Sätzen. Der zweite Satz ist dermaßen verschachtelt und verkompliziert, dass man beim Lesen fast ins Stolpern kommt. Leider nimmt mir auch das den Lesespaß. Ich komme nicht flüssig und zügig weiter, wenn ich zwischendurch immer wieder vorne ansetzen muss, weil ich am Ende nicht mehr weiß, wie dieser Satz eigentlich begann. Ich muss dazu sagen, dass ich mir die Leseprobe vorher nicht durchgelesen habe - hier liegt der Fehler also bei mir. Vermutlich hätte ich das Buch nicht angefragt, wenn ich das vorher gewusst hätte.

Als dritten Minuspunkt muss ich leider die (stellenweise) fehlende Spannung und dadurch auftretende Langatmigkeit erwähnen. An manchen Stellen habe ich quergelesen und Passagen übersprungen, da ich das Buch sonst sicherlich abgebrochen und nicht beendet hätte.

Bei aller Kritik will ich aber auch am Lob nicht sparen. Insgesamt war es eine gute Geschichte, in der Fiktion und Historie gut miteinander verknüpft wurden. Geschichtliche Ereignisse und echte Personen wurden gut in die Handlung eingearbeitet, ohne, dass die Geschichte an sich ausgebremst wurde oder die Geschehenisse erzwungen untergebracht werden mussten.

Die historischen Ereignisse wurden interessant dargestellt, ohne zu sehr auf (emotionale) Effekte abzuzielen.

Die Entwicklung der Maisie Musgrave mitzerleben hat mir sehr gut gefallen. War sie zu Beginn doch eher ein graues Mäuschen avancierte sie im Laufe des Buches zu einer selbstbewussten und politisch engagierten Frau. Die Beschreibungen dieses Weges wirkten auf mich realistisch und nachvollziehbar.


Fazit

Eine Mischung aus fiktiver Geschichte und wahrer Begebenheit über die Anfänge der BBC, Feminismus und Emanzipation.

Mich persönlich konnte die Autorin leider nicht restlos begeistern und auch nicht an die Geschichte fesseln. Wer diese Art von Geschichten mag, sollte sich davon aber nicht entmutigen lassen und sich ein eigenes Urteil bilden. Allerdings empfehle ich einen Blick in die Leseprobe, da der Schreibstil doch sehr speziell ist.

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Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Als der Rundfunk laufen lernte ...
engineerwifevor 2 Jahren

Noch längst ist nicht wieder alles beim Alten im London des Jahres 1926 doch der schreckliche große Krieg ist Geschichte und es scheint aufwärtszugehen. So zumindest für die junge Maisie, die das unverschämte Glück hat, einen Job beim frisch gegründeten Radiosender BBC zu ergattern. Vor Aufregung aber vor allem Nervosität fast umkommend, wagt sie diesen großen Schritt und wird schließlich zweite Sekretärin des obersten Chefs aber gleichzeitig auch Assistentin der fortschrittlichen und emanzipierten Hilda Matheson. Hilda nimmt sie unter ihre Fittiche und bindet sie ein in das neu aus dem Boden gestampfte Talk Programm, zu dem die interessantesten Personen eingeladen werden. Maisie, die erst nur im Hintergrund agiert, stößt im Laufe der Monate schließlich auf einen Skandal, der weite internationale Kreise zieht und sie schließlich sogar in Lebensgefahr bringt …

Wie so oft bei historischen Romanen mit realem Hintergrund ertappte ich mich auch diesmal oft dabei, nicht die Finger von der Tastatur lassen zu können und im Internet nach weiteren Informationen zu recherchieren. Es muss schon unglaublich gewesen sein damals, als der neue Rundfunk den Printmedien Konkurrenz machte. Es waren spannende, aber auch schwierige Zeiten, da längst nicht alles gesendet durfte. Hilda und schließlich auch Maisie stießen oft auf Widerstände. Eine Frau in einer Führungsposition war durchaus noch ungewöhnlich und brachte schnell den einen oder anderen vor allem männlichen Neider hervor. 

Gut gefallen im Roman hat mir die Entwicklung der jungen Maisie, die sich von einer kleinen grauen Maus zu einer selbstbewussten, sogar politisch engagierten Frau aufblühte. Die Autorin hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet, denn für mich wirkte diese Entwicklung an keiner Stelle überzogen oder unrealistisch. Zugegeben, man muss sich in den Roman einlesen, bis er einem ans Herz wächst und über gewisse Längen hinwegsehen. Mich hat er dennoch gefesselt und verdient in meinen Augen vier von fünf soliden Sternen. Ein absolut interessanter Einblick in die Anfänge der großen BBC! 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)
Christina_Unraus avatar

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Eine eindrucksvolle Geschichte!
Christina_Unrauvor 2 Jahren

1926, London: Die junge Kanadierin Maisie bekommt einen Job bei dem Rundfunksender BBC - das hektische Treiben und die interessanten Menschen dort beeindrucken sie zutiefst. Sie arbeitet unter anderem für Hilda Matheson, die erste Vortragsdirektorin der BBC, und entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio. Aber dann kommt Maisie einer Verschwörung auf die Spur.

Sarah-Jane Stratford hat eine wunderbare Atmosphäre der 20er Jahre geschaffen, die einen mitreißt und fesselt. Sowohl politische Themen, wie das Frauenwahlrecht in Großbritannien und der Faschismus, als auch die Arbeitsstrukturen sowie das (Arbeits)Verhältnis von Frauen und Männern werden authentisch dargestellt. Die Anfänge der BBC werden zudem sehr interessant beschrieben - viele Persönlichkeiten, wie Hilda Matheson und John Reith, existierten wirklich. Ebenso Gäste der Vortragsabteilung, wie beispielsweise H.G. Wells und Virginia Woolf, waren in den 20er Jahren tatsächlich bei der BBC. Darüber hinaus spielt auch der investigative Journalismus eine Rolle. Die Frauen in diesem Roman sind sehr inspirierend und die Protagonistin macht eine wirklich tolle Entwicklung durch. Es darf jedoch nicht zu viel Spannung erwartet werden - in der Mitte des Romans ist die Geschichte langwierig und hätte gekürzt werden können. Den besonderen Reiz des Buches macht die Verbindung von Fiktion und Historie aus. Es wäre allerdings ein Nachwort der Autorin bezüglich der Hintergründe wünschenswert gewesen - bei einigen Geschehnissen stellt sich die Frage, ob sie sich wirklich ereigneten. Insgesamt handelt es sich um einen durchaus interessanten Roman mit faszinierenden Persönlichkeiten.

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