Sarah-Jane Stratford

 3,9 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Radio Girls und Radio Girls.

Lebenslauf von Sarah-Jane Stratford

Sarah-Jane Stratford ist Autorin und Essayistin und schreibt unter anderem für den Guardian, den Boston Globe, die Los Angeles Review of Books, Slate, Salon und Guernica. Sie ist darüber hinaus Mitglied von WAM! - Women, Action and the Media.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sarah-Jane Stratford

Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)

Radio Girls

 (19)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9780749020736)

Radio Girls

 (0)
Erschienen am 01.07.2016

Neue Rezensionen zu Sarah-Jane Stratford

Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)engineerwifes avatar

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Als der Rundfunk laufen lernte ...
engineerwifevor 4 Monaten

Noch längst ist nicht wieder alles beim Alten im London des Jahres 1926 doch der schreckliche große Krieg ist Geschichte und es scheint aufwärtszugehen. So zumindest für die junge Maisie, die das unverschämte Glück hat, einen Job beim frisch gegründeten Radiosender BBC zu ergattern. Vor Aufregung aber vor allem Nervosität fast umkommend, wagt sie diesen großen Schritt und wird schließlich zweite Sekretärin des obersten Chefs aber gleichzeitig auch Assistentin der fortschrittlichen und emanzipierten Hilda Matheson. Hilda nimmt sie unter ihre Fittiche und bindet sie ein in das neu aus dem Boden gestampfte Talk Programm, zu dem die interessantesten Personen eingeladen werden. Maisie, die erst nur im Hintergrund agiert, stößt im Laufe der Monate schließlich auf einen Skandal, der weite internationale Kreise zieht und sie schließlich sogar in Lebensgefahr bringt …

Wie so oft bei historischen Romanen mit realem Hintergrund ertappte ich mich auch diesmal oft dabei, nicht die Finger von der Tastatur lassen zu können und im Internet nach weiteren Informationen zu recherchieren. Es muss schon unglaublich gewesen sein damals, als der neue Rundfunk den Printmedien Konkurrenz machte. Es waren spannende, aber auch schwierige Zeiten, da längst nicht alles gesendet durfte. Hilda und schließlich auch Maisie stießen oft auf Widerstände. Eine Frau in einer Führungsposition war durchaus noch ungewöhnlich und brachte schnell den einen oder anderen vor allem männlichen Neider hervor. 

Gut gefallen im Roman hat mir die Entwicklung der jungen Maisie, die sich von einer kleinen grauen Maus zu einer selbstbewussten, sogar politisch engagierten Frau aufblühte. Die Autorin hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet, denn für mich wirkte diese Entwicklung an keiner Stelle überzogen oder unrealistisch. Zugegeben, man muss sich in den Roman einlesen, bis er einem ans Herz wächst und über gewisse Längen hinwegsehen. Mich hat er dennoch gefesselt und verdient in meinen Augen vier von fünf soliden Sternen. Ein absolut interessanter Einblick in die Anfänge der großen BBC! 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)Christina_Unraus avatar

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Eine eindrucksvolle Geschichte!
Christina_Unrauvor einem Jahr

1926, London: Die junge Kanadierin Maisie bekommt einen Job bei dem Rundfunksender BBC - das hektische Treiben und die interessanten Menschen dort beeindrucken sie zutiefst. Sie arbeitet unter anderem für Hilda Matheson, die erste Vortragsdirektorin der BBC, und entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio. Aber dann kommt Maisie einer Verschwörung auf die Spur.

Sarah-Jane Stratford hat eine wunderbare Atmosphäre der 20er Jahre geschaffen, die einen mitreißt und fesselt. Sowohl politische Themen, wie das Frauenwahlrecht in Großbritannien und der Faschismus, als auch die Arbeitsstrukturen sowie das (Arbeits)Verhältnis von Frauen und Männern werden authentisch dargestellt. Die Anfänge der BBC werden zudem sehr interessant beschrieben - viele Persönlichkeiten, wie Hilda Matheson und John Reith, existierten wirklich. Ebenso Gäste der Vortragsabteilung, wie beispielsweise H.G. Wells und Virginia Woolf, waren in den 20er Jahren tatsächlich bei der BBC. Darüber hinaus spielt auch der investigative Journalismus eine Rolle. Die Frauen in diesem Roman sind sehr inspirierend und die Protagonistin macht eine wirklich tolle Entwicklung durch. Es darf jedoch nicht zu viel Spannung erwartet werden - in der Mitte des Romans ist die Geschichte langwierig und hätte gekürzt werden können. Den besonderen Reiz des Buches macht die Verbindung von Fiktion und Historie aus. Es wäre allerdings ein Nachwort der Autorin bezüglich der Hintergründe wünschenswert gewesen - bei einigen Geschehnissen stellt sich die Frage, ob sie sich wirklich ereigneten. Insgesamt handelt es sich um einen durchaus interessanten Roman mit faszinierenden Persönlichkeiten.

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Cover des Buches Radio Girls (ISBN: 9783442716449)

Rezension zu "Radio Girls" von Sarah-Jane Stratford

Leider nichts für mich
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Das Buch Radio Girls habe ich mir als Rezensionsexemplar beim Bloggerportal ausgesucht, da mich das Cover und der Klappentext sehr angesprochen hat. Eine kleine Internetrecherche hat mich dann letztendlich überzeugt, da das Buch wirklich positive Bewertungen bekommen hat.

Ich mag die Storyidee sehr. Man taucht ein in die Zeit der 1920er und erfährt mit welchen Vorurteilen Frauen vor allem in Männerdomänen zu kämpfen haben. Eine Frau in der Chefetage? Undenkbar und so sehen das nicht nur die Männer der Zeit, sondern auch einige Frauen. Der Werdegang der BBC, als aufstrebendes Unternehmen, dass sich das Gebäude mit einem großen Konzern teilen muss und nur den Nebeneingang abbekommen hat. Keine guten Voraussetzungen, um groß rauszukommen. Die Einblicke in das Gebäude selbst waren ebenfalls ziemlich interessant, die Protagonistin Maisie hat sich das ein oder andere Mal doch verlaufen.

Kommen wir aber nun zu den Gründen, weswegen ich das Buch zunächst abbrechen musste. Ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich mir überlegt habe, es zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zu versuchen, doch erstmal musste ich das Buch beiseite legen, da ich mich nur noch zwingen musste, es zu lesen.

Der Schreibstil ist sehr anstrengend. Dabei sind es nicht nur die unglaublich langen Kapitel, die mich nicht überzeugen konnten – zwischen 30 und 45 Seiten sind einfach zu viel – auch die teilweise verschachtelten Sätze und die schnellen Dialoge haben es mir schwer gemacht der Story zu folgen. Ich musste bei manchen Gesprächen nochmal bis zu drei Sätze zurück um nachzuvollziehen wer nun gerade spricht.

Das Buch war also für mich nicht gemacht, aber man kann eben nicht jeden Menschen mit seinen Werken begeistern, das ist völlig normal. Lies also bitte auch noch weitere Rezensionen und mache dir gegebenenfalls selbst ein Bild und tauche ein in die famose Zeit der 1920er. Übrigens hätte ich dort gerne mal ein paar Monate verbracht – ich stehe total auf die Mode der Zeit.

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