3,5 ★
Mit When in Rome erzählt Sarah Adams eine warme, humorvolle und zugleich leise emotionale Romance, die sich anfühlt wie eine Umarmung. Der Roman verbindet Kleinstadt-Charme mit einer sanften Liebesgeschichte über Erschöpfung, Neubeginn und das Ankommen bei sich selbst.
Im Mittelpunkt steht Amelia, ein gefeierter Popstar, der nach außen alles hat – Ruhm, Erfolg, Bewunderung. Doch innerlich ist sie ausgebrannt und einsam. Ihr spontaner Roadtrip nach Rome ist weniger Flucht als ein stiller Hilferuf nach Ruhe. Amelia wirkt von Anfang an sympathisch: warmherzig, reflektiert und verletzlich, ohne jemals schwach zu erscheinen. Gerade diese Mischung macht sie zu einer glaubwürdigen und nahbaren Protagonistin.
In Rome trifft sie auf Noah Walker, den mürrischen, zurückhaltenden Bäcker der Kleinstadt. Noah ist der Inbegriff des Grumpy-Heroes: wortkarg, reserviert und emotional vorsichtig. Doch hinter seiner rauen Schale verbirgt sich ein zutiefst loyaler und fürsorglicher Mensch, der seine Zuneigung nicht in großen Gesten, sondern in stillen Handlungen zeigt. Die Dynamik zwischen Amelia und Noah lebt von diesen Gegensätzen und entwickelt sich langsam, natürlich und sehr authentisch.
Das Kleinstadt-Setting ist ein zentrales Element der Geschichte. Rome ist mehr als nur ein Ort – es ist ein sicherer Hafen. Die herzliche Walker-Familie, das ruhige Leben und die alltäglichen Rituale bilden den perfekten Gegenpol zu Amelias hektischem Leben im Rampenlicht. Besonders schön ist, wie sich Amelia Stück für Stück in diese Welt einfügt, ohne dass es gekünstelt wirkt.
Sarah Adams setzt auf leise Töne. Die Liebesgeschichte entsteht nicht durch großes Drama, sondern durch Nähe, Gespräche und gemeinsame Momente – beim Backen, beim Spazierengehen, beim einfachen Zusammensein. Auch die Thematik rund um Amelias Identität und ihr verborgenes Celebrity-Dasein sorgt für Spannung, ohne überladen zu sein.
Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und sehr cozy. Es gibt viele kleine, charmante Szenen, die zum Schmunzeln einladen, gleichzeitig aber auch emotionale Tiefe transportieren. Die Balance zwischen Humor und Gefühl ist besonders gelungen.
Das Ende fügt sich stimmig in den ruhigen Ton der Geschichte ein: romantisch, hoffnungsvoll und genau richtig. Kein überzogenes Finale, sondern ein Abschluss, der Wärme hinterlässt.
Fazit:
When in Rome ist eine Wohlfühl-Romance mit Herz, Humor und viel Charme. Eine Geschichte über das Innehalten, über Heilung und darüber, wie Liebe manchmal genau dann entsteht, wenn man aufhört, nach ihr zu suchen. Perfekt für alle, die Cozy Romance, Grumpy x Sunshine und Kleinstadt-Settings lieben.






























