Sarah Archer

 3,4 Sterne bei 74 Bewertungen

Lebenslauf

Sarah Archer ist Mitglied der »Black List«-Drehbuchautoren und hat Kurzgeschichten und Gedichte in zahlreichen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Nach ihrem Aufenthalt in Los Angeles, wo sie an Projekten wie »House«, »Concussion«, »Roots« und »Girls Trip« arbeitete, lebt sie derzeit in Brooklyn. Ihr Roman »The Plus One« ist ihr Debütroman, wurde für Comedy Central produziert und in vielen amerikanischen Literaturmagazinen veröffentlicht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sarah Archer

Neue Rezensionen zu Sarah Archer

Charmante Sci‑Fi‑RomCom mit Schwächen in der Figurenentwicklung

In The Plus One erzählt Sarah Archer die Geschichte der Ende zwanzig-jährigen Ingenieurin Kelly, die beruflich sehr erfolgreich ist und an einem eigenen, anspruchsvollen Projekt arbeitet: der Entwicklung eines Pflegeroboters. In ihrem Job tritt Kelly kompetent und strukturiert auf, privat hingegen wirkt sie oft unsicher – besonders im Umgang mit ihrer Familie. Vor allem gegenüber ihrer Mutter fällt es ihr schwer, ihre eigene Meinung zu vertreten oder für sich einzustehen. Kelly braucht klare Abläufe und feste Pläne, und sobald Situationen anders verlaufen als erwartet, gerät sie schnell aus der Fassung. Diese Überforderung prägt ihr Verhalten stark und zieht sich durch weite Teile der Handlung.

Da die Verkupplungsversuche ihrer Mutter regelmäßig scheitern und Kelly unbedingt einen Partner für die Hochzeit ihrer Schwester braucht, trifft sie eine ebenso ungewöhnliche wie kreative Entscheidung: Sie baut sich kurzerhand selbst einen Freund. Persönlich konnte ich mir die technische Umsetzung nicht wirklich vorstellen – ein Roboter, der nicht nur täuschend echt aussieht und sich menschlich verhält, sondern auch essen kann, ohne dass seine Technik Schaden nimmt, und sogar zu Intimität fähig ist. Für mich ist das sehr science-fiction-lastig und wenig greifbar, dennoch fand ich die Geschichte überraschend niedlich, wenn man sich darauf einlässt. Gerade weil Kelly ihren Roboter perfekt auf ihre eigenen Bedürfnisse programmiert hat, ist es nachvollziehbar, dass sie sich schließlich in ihn verliebt.

Was mich allerdings zunehmend gestört hat, war Kellys fehlende Entwicklung im Umgang mit ihrer Mutter. Mit der Zeit empfand ich sie dadurch als ziemlich nervig, weil sie trotz aller Erlebnisse kaum lernt, für sich einzustehen oder ihr Verhalten zu reflektieren. Mir ist bewusst, dass es solche toxischen Familiendynamiken auch im echten Leben gibt, dennoch hätte ich mir an dieser Stelle mehr persönliches Wachstum gewünscht. Trotz dieser Kritik lässt sich das Buch gut lesen und baut Spannung auf, da lange offen bleibt, wie lange Kellys Roboter-Freund-Geschichte funktionieren kann.


Wirklich außergewöhnlich!

Dieses Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. Ich mochte, wie die Autorin geschrieben hat. Sie hat einem Kelly und ihre Familie innerhalb kürzester Zeit näher gebracht und ich habe mich sehr wohl in den Szenen gefühlt, obwohl gerade Kellys Familie wirklich nicht perfekt war.

Sarah archer wusste immer genau, wie lange sie in einer Situation bleiben muss und so hatte das Buch eigentlich keine Längen.

Die Geschichte ist einfach mal was anderes. Schon das Setting im Silicon Valley ist etwas besonderes und hat wirklich Spaß gemacht. Die Autorin schafft es gut, den Arbeitsplatz als Roboterwissenschaftlerin gut rüberzubringen und den Job zu beschreiben, wobei es durchaus noch detaillierter gegangen wäre.

Kelly war eine tolle Protagonistin, der ich gerne gefolgt bin. Sie ist sympathisch, manchmal leidet man mit ihr  mit, wenn sie sich mal wieder nicht gegen ihre Familie behaupten kann und sich allein gelassen fühlt und selbst, wenn sie selbst Fehler macht, kann man mit ihr mitfühlen.

Die Liebesgeschichte zu Roboter Ethan spielt zwar eine zentrale Rolle, ist aber weniger präsent, als ich gedacht hätte. Generell ging die Geschichte in eine ganz andere Richtung, als ich gedacht hätte, aber das war erfrischend anders.

Zugegeben, einige Komponenten in der Geschichte waren nicht ganz sinnig. So sind die Wissenschaftler stets überarbeitet, haben aber nebenbei Zeit, Roboterteile zu katalogisieren und dubiose Machenschaften zu verfolgen.

Auch konnte ich mir nicht vorstellen, dass Ethan absolut menschlich aussehen soll und so gaaaar nicht als Roboter zu erkennen sein soll – aber diesen kleinen Fantasyaspekt brauchte man wohl, damit die Geschichte funktioniert.

Was hier ebsonders gut dargestellt wurde, war die Freundschaft zu Kellys Freundin. Lügen, Verzeihen, Gegensätzlichkeiten, das hat Spaß gemacht.

Insgesamt wurde ich mit der Geschichte einfach sehr gut unterhalten, wenn auch es hier und da noch ein paar winzige Verbesserungen gebraucht hätte, um ganz rund zu sein. Das Ende hätte ich mir persönlich auch anders gewünscht, aber ich war zufrieden. Eine Autorin, von der ich auf jeden Fall auch weitere Bücher lesen würde. 

Irgendwie fragwürdig.

Rezensionsexemplar!


Ich weiß nicht wie oft ich versucht habe, dieses Buch ganz durchzulesen…Aber es ging einfach nicht. Dieses Buch ist irgendwie total fragwürdig. 

Meine Erwartung war, dass Kelly durch das Bauen von Ethan einen richtigen Mann kennenlernt. Doch dem war nicht so…

Die Familie von Kelly ist wirklich nervig, dass Kelly langsam keinen Ausweg mehr sieht ist da verständlich. Wie kann man als Mutter folgenden Satz zur eigenen Tochter sagen: „Eines Tages wirst du im Büro mit Eierstöcken wie Rosinen aufwachen und erkennen, dass du alleine sterben wirst.“. Das Frauenbild und auch das Beziehungsbild der Familie ist wirklich nur zum Ausrasten…

Kelly ist für mich überhaupt nicht authentisch. Sie arbeitet den ganzen Tag mit KI, aber hat sonst kein wirkliches technisches Grundverständnis? Irgendwie komisch!

Wie schafft sie es bitte einen lebensechten männlichen Roboter zu bauen, aber der Pflegeroboter ist nicht möglich? Wie eigenartig!

Auch Ethan kann so nicht funktionieren! Wie soll ein Roboter essen können und normal die Toilette benutzen.

Mal ehrlich, wie soll Kelly mit dem Roboter bitte schlafen und dann auch noch sooo toll, wie die Autorin das beschreibt??? Wenn man das mal weiterspinnt, was soll da raus werden? Nach der Hochzeit mit dem Roboter dann das gemeinsame Kind, oder wie soll man das verstehen?

Die ganze Idee ist moralisch einfach fragwürdig.



Gespräche aus der Community

Als Dauersingle Kelly schon wieder eine Hochzeit ohne Begleitung bevorsteht, nimmt sie ihr Glück einfach selbst in die Hand und baut sich kurz entschlossen ihren Traummann. Der Roboter Ethan ist smart, gut aussehend und versteht Kelly auf Anhieb. Doch kann man sich in einen Roboter auch verlieben?

Seid gespannt auf unser neues LovelyLounge Highlight und diese                         ungewöhnliche Liebesgeschichte.

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