Sarah Bailey

 2.9 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Sarah Bailey

Krimis vom anderen Ende der Welt: Für die Australierin Sarah Bailey waren Sprache und Schreiben in jeder Form von Anfang an ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Geboren und aufgewachsen in Melbourne, studierte sie zunächst Journalismus und begann anschließend eine Karriere in der Werbe- und Kommunikationsbranche. Inzwischen leitet sie eine eigene Werbeagentur. Trotz der Arbeit, der Familie – sie ist verheiratet und hat zwei Söhne – und einer Katze findet sie genügend Zeit, sich der Schriftstellerei zu widmen. Ihr Debütroman „Dark Lake“ erschien 2017 in Australien, den USA und Kanada, wo er zu einem Bestseller wurde. 2018 folgte die Veröffentlichung der deutschen Version unter demselben Titel. Der Krimi um Detective Gemma Woodstock spielt in einer australischen Kleinstadt und verbindet die Suche nach einem Mörder geschickt mit der Bloßlegung der emotionalen Abgründe der Figuren. In Australien wurde „Dark Lake“ für mehrere Literaturpreise nominiert, darunter die Australian Indie Book Awards und die Australian Book Industrie Awards. Im Jahr 2018 erschien die Originalversion des Nachfolgeromans „Into the Night“, in dem es ein Wiedersehen mit der Protagonistin und einigen Schauplätzen des ersten Krimis gibt. Für Buch Nummer drei in der Gemma-Woodstock-Reihe ist die Veröffentlichung für 2019 angesetzt.

Alle Bücher von Sarah Bailey

Dark Lake

Dark Lake

 (14)
Erschienen am 27.08.2018
Dark Lake

Dark Lake

 (0)
Erschienen am 24.08.2018

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Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey

Dark Lake
angeltearzvor 2 Tagen

Ich war so extrem gespannt auf dieses Buch. Der Klappentext klingt so genial und genau nach dem, was ich an Thriller mag.
Leider muss ich sagen, dass mich der Thriller enttäuscht hat. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich in vielerlei Hinsicht bei Thriller schon abgestumpft bin und es schwer mich mit einem Thriller zu begeistern. Dass es noch funktioniert, haben schon viele Autoren bewiesen. Dieser Thriller hat mir viel zu wenig Spannung. Jedenfalls bis zum letzten Drittel, denn da nahm es endlich Tempo auf und wurde wirklich sehr spannend. Bis dahin war das Buch aber eher ein seichter Krimi, wo ermittelt wurde. Das ist so schade! Denn ich hatte zwischendurch schon überlegt abzubrechen. Ich wollte aber dennoch wissen, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag, was dort passiert ist.
Ja, ich lag richtig. Ganz genau so, wie ich es mir dachte, ist es dann auch eingetreten. Die Autorin hat versucht andere Charaktere ins Rampenlicht zu rücken, aber das habe ich ihr überhaupt nicht abgekauft. Es fehlte einfach das gewisse Etwas, dass den Charakter zum Verdächtigen gemacht hätte.

Schwer war für mich auch der Schreibstil der Autorin. Er las sich gedrungen und zwanghaft auf jugendlich gemacht. Ich habe absolut nichts dagegen, wenn der Schreibstil jugendlich ist. Wenn etwas als “krass” bezeichnet wird, zum Beispiel. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin nicht loslassen kann. Dass sie verkrampft schreibt.

Das Setting in Australien ist mega. Das habe ich so selten bisher gelesen, dass ein Thriller in Australien spielt. Obwohl es in einer kleinen Stadt an einem großen See spielt, habe ich irgendwie eher ein See im Wald hier in Deutschland im Kopf. Mir fehlt absolut dieses typische Kopfkino, dass ich in Australien stehe. Einem besonderen Land, was so selten in Büchern vorkommt. Die Autorin kommt selbst aus Australien, was vielleicht zu selbstverständlich ist. Sie hat die Bilder im Kopf bzw. vor Augen. Sie schafft es aber leider nicht diese Bilder mir als Leser zu übermitteln.

Absolut genervt war ich aber von der Protagonistin. Das ganze Buch dreht sich hauptsächlich um die privaten Probleme der Protagonistin. Der Fall wird dadurch zur Nebensache, was ich unglaublich schade finde. Die Protagonistin Gemma macht sich das Leben unnötig schwer. Außerdem trinkt sie in jeder freien Minute Wein. Es ist verrückt, wie viele Liter Wein in diesem Buch getrunken werden. Soll das die Probleme vom Gemma unterstreichen? Am Anfang des Buches hat Gemma ein Erlebnis, das für jede Frau absolut traumatisch wäre. Aber nicht für Gemma. Sie tut es ab, als wäre es nichts. Dafür macht sie aus anderen Kleinigkeiten eine große Sache. Dann der plötzliche Wandel von ihr, als der Fall gelöst war.
Ich finde den ganzen Charakter unglaubwürdig. Es mag vielleicht hart klingen, dennoch passt es einfach nicht zusammen.

Den Titel des Buches kann ich leider auch nicht wirklich nachvollziehen. Der See hat mit der Geschichte recht wenig zu tun, außer dass dieser eben an der Kleinstadt liegt.

Es soll der erste Band einer Reihe sein. Ob ich weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht ja, weil ich wissen möchte, wie Gemma nach ihrem Wandel ist. Und ob die Autorin aus den “Fehlern” ihres Debüts lernt. Ich hoffe sehr, dass sie sich nicht entmutigen lässt. Aus Gemma kann man, meiner Meinung nach, viel machen.
Eine Leseempfehlung möchte ich aber nicht aussprechen.

Das Cover: Das Cover ist aber auch schon ganz schick. Auch wenn es nicht wirklich zum Inhalt passt.

Fazit: Das Buch ist für mich leider unrund. Es fehlt die Spannung und die Geschichte war, für mich, vorhersehbar.

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Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey

Nervige Ermittlerin
Thomas_Lawallvor 16 Tagen

Australien. Hier läuft einiges anders. Es sind noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten. Das Klima macht allen zu schaffen. Es ist unerträglich heiß ...

... was zunächst, auf die Lektüre bezogen, eher weniger passt. Ein Jogger findet eine Leiche und irgendwie geht alles den gewohnten Weg. Die üblichen Ermittlungen laufen an, wobei sich selbige natürlich in alle Richtungen bewegen. Die üblichen Protagonisten werden nebenbei vorgestellt - ausgiebig und seitenfüllend. 

Hauptperson Detective Sergeant Gemma Woodstock kannte die ermordete Lehrerin, was zu ersten Komplikationen führt. Nicht ohne Probleme geht es auch in ihrem Privatleben zu, was sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart betrifft. Die aktuelle Problematik läuft dem sich schleppend entwickelnden Fall fast den Rang ab. Spannend ist, wie sie sich wohl aus dem Dilemma herausbugsieren will. Entscheidungen sind angesagt, wenn das Familienleben "vermintes Gebiet" ist.

Spannender macht dies die Haupthandlung weniger. Einige Nebendarsteller dann schon. Die Gerichtsmedizinerin Anna zum Beispiel. Diese fällt nicht etwa durch ebenso schaurige wie schräg gestaltete Autopsien auf, sondern durch ihr Privatleben. Während Sarah Bailey Annas berufliche Pflichten eher für zart Besaitete gestaltet, so wie fast das komplette Buch ebenso, legt sie beim "Eingemachten" einen Gang zu. Mit ihren Partnern klappt es nämlich gar nicht. Sie lebt "von einem Date zum anderen" und sucht im Internet weiter "nach Versagern".

Wobei wir in der Abteilung Humor angekommen wären. Hier hat die Autorin einiges zu bieten, wovon sie leider nur recht sporadisch Gebrauch macht. Witzig sind ein "Kater", der sie "von innen abzumurksen" droht, eine Abhandlung über die Unterschiede zwischen jungen Polizisten und alten Detectives, sowie "keckernde" Kookaburras, die sich über "den komischsten Witz der Welt" zu amüsieren scheinen. Mehr davon bitte.

Ebenfalls von jenen Passagen, mit welchen Sarah Bailey über sich selbst hinauswächst. Neben kurzweiligen Metaphern hat sie durchaus mehr zu bieten, wenn es gilt, sich langsam aber unaufhaltsam in menschliche Abgründe zu wagen. Es können schlicht und einfach Enten sein, "die Köpfe schön gezeichnet, wie Theatermasken", Ansichten ihrer männlichen Kollegen, jenem "Soundtrack aus anzüglichem Grinsen und dummen Kleinmach-Sprüchen" oder die abgründigen Selbstmordphantasien von Gemmas Jugendfreund Jacob: "Die Versuchung, fort zu sein ..."

Das Buch "in einem Atemzug" zu lesen, wie es der Klappentext verspricht, oder "bis tief in die Nacht" wachgehalten zu werden, erscheint weit übertrieben. Man lässt sich eher Zeit für den tatsächlich immer komplizierter werdenden Fall, sowie das ebensolche und ausführlich geschilderte Privatleben Gemma Woodstocks. Selbiges kann in seiner Weitschweifigkeit mitunter die Nerven von Leserinnen und Lesern strapazieren.

Man möchte fast ihre privaten Wirren und Befindlichkeiten, insbesondere das ständige Hinterfragen ihres Handelns, überspringen, um sich endlich dem Kern der Sache und natürlich der Auflösung zu nähern. Jene kann dann endlich punkten, so dass am Ende tatsächlich so etwas wie Spannung entsteht. Da sich hier Überraschungen sogar in mehrfacher Art ergeben, muss man die Lektüre dieser leichten Krimiunterhaltung letztlich dann doch nicht bereuen.

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Rezension zu "Dark Lake" von Sarah Bailey

Ziemlicher Fehlgriff, leider.
BettinaR87vor 3 Monaten

Gemma ist eine Polizistin, die sich in einer männergeprägten Arbeitswelt ein respektables Standing erarbeitet hat. Der fortwährende Kampf hat sie hart gemacht, doch nun hat sie scheinbar alles erreicht: Guter Job, einen guten Mann an ihrer Seite, einen zauberhaften Sohn - ach und die Affäre mit ihrem Arbeitskollegen Felix MacKinnon und die ermordete Schul-"Freundin" Rosalind aus ihrer Jugend. Die kehrte erst kürzlich an die lokale Highschool zurück und unterrichtete dort voller Leidenschaft für Literatur. Jeder schien sie zu mögen, ihre Schönheit sorgte für viele Verehrer. Und doch liegt sie nun mit Rosen bedeckt am Ufer des sogenannten Sonny Lakes, ermordet. Ein Rätsel ohne jede Spur, so zumindest scheint es zunächst ...

Die Kritik

Das Buch wird die Gemüter in zwei Lager spalten. Die einen, die sich in das Rätsel vertiefen können und die anderen, die mit der Hauptperson nicht warm werden können. Sie ist zugegeben auch sehr ungewöhnlich - verliert gerade ein Baby in den ersten Schwangerschaftswochen, knallt sich eine Binde rein und geht einfach zurück an den Job. Dazu die seltsame Affäre mit ihrem Kollegen, die mal emotional geladen sein soll und dann von dem ständig wiederholten " ich will ihn in mir spüren" zerrüttet wird. So einen Hauptcharakter kann man mögen, muss man aber nicht - und wer damit seine Schwierigkeiten hat, wird das Buch eher befremdet zur Seite legen.

Der mangelnde Spannungsbogen ist der nächste Aspekt, der stark zum Tragen kommt. Selbst nach knapp 200 Seiten gibt es gerade mal einen bis zwei seltsame Hinweise, der die Ermittlerin aber nicht bis gar nicht nachgeht. Stattdessen erfährt man in Rückblenden, wie ihr der Karrieredurchbruch gelungen ist. Wenn man durchgehend die Relevanz solcher Rückblicke hinterfragt, stört das das Lesevergnügen bisweilen enorm, da sie den leser doch aus dem roten Faden reißen und ins Outback schicken. Es dauert zu lange, bis sich der Sinn dieser Rückblenden deutlich herausstellt. Zudem ist das große Rätsel am Anfang vielleicht einen Tick zu sehr wie ein gordischer Knoten präsentiert, denn es gibt kaum Ansatzpunkte für Emittlungen. Da diese der spannende Weg zu einem packenden Ende sein sollen, ist es entsprechend ungünstig, diese von Anfang an etwas zu vergraben und stattdessen das Eigenleben der Protagonistin zur Schau zu stellen.

Positiv hervorzuheben ist die Schreibtechnik. Losgelöst vom Inhalt betrachtet ist der Schreibstil absolut einwandfrei, intelligent aufgesetzt und zum mitreißen gedacht. Schade, dass er nicht auf eine stärkere Geschichte "gestoßen" ist.

Alas - die beiden ersten Kritikpunkte werden dafür entscheidend sein, ob man das Buch (übrigens ein Serienauftakt) mag oder eher ablehnen wird.

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