Tolles Cover, toller Titel, toller Inhalt - Eine Entdeckungsreise zu den Existenzialisten des 20. Jahrhunderts. Camus, Sartre, Beauvoir und viele mehr. Hat mich gepackt, es ist sehr interessant trotz sachlichem und vermeintlich "trockenem" Thema.
Sarah Bakewell
Lebenslauf
Alle Bücher von Sarah Bakewell
Das Café der Existenzialisten
Wie soll ich leben?
Wie man Mensch wird
Montaigne
At The Existentialist Café: Freedom, Being, and Apricot Cocktails
Humanly Possible: Seven Hundred Years of Humanist Freethinking, Enquiry and Hope
How to Live
Humanly Possible: The great humanist experiment in living (English Edition)
Neue Rezensionen zu Sarah Bakewell
Ich habe schon einige Bücher der Autorin Sarah Bakewell gelesen und mit dem Buch "Das Cafe der Existenzialisten" hatte sie mich völlig begeistern können. Ich habe mich sehr über ihr neuestes Buch gefreut, um mehr über den Humanismus zu erfahren.
Die Autorin Bakewell nimmt den Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Siebenhundert Jahre Humanismus werden in diesem Buch vorgestellt, mit all seinen wichtigsten Vertretern und charakteristischen Zeitepochen.
Ich fand das Buch insgesamt der interessant und spannend. Ausgehend vom 14. Jahrhundert bis in die Neuzeit werden eine Vielzahl an bekannten und weniger bekannten Humanisten präsentiert. Dabei spielen natürlich auch die unterschiedlichen Zeitepochen eine Rolle. Die hier entstandenen Denkanstöße und Ansätze haben viele Ideen und Überzeugung geprägt, denn zu den einflussreichsten Humanisten gehörten z.B. Erasmus von Rotterdam wie auch Jean-Paul Sartre.
Im Gegensatz zu "Das Cafe der Existenzialisten" liest sich Bakewells neuestes Buch leider nicht ganz so rund wie erhofft. Es ähnelt vom Schreibstil mehr einem reinen Sachbuch und ich habe an einigen Stellen Bakewells mitreißenden Elan vermisst. Ich fand es sehr spannend mehr über den Humanismus und vor allem seine Geschichte zu erfahren. Die Autorin hat sich wieder einmal sehr viel Mühe gegeben und sehr viel recherchiert, um dieses sehr lesenswerte Werk zu Papier zu bringen. Ein spannender Abriss, den ich nur weiterempfehlen kann.
In “Das Café der Existenzialisten: Freiheit, Sein und Aprikosencocktails” von Sarah Bakewell wird die faszinierende Geschichte des Existenzialismus und der Phenomenologie auf lebendige Weise erzählt. Die wichtigen Aspekte dieser philosophischen Bewegung werden gut verständlich dargestellt, ohne zu sehr in die Tiefe zu gehen. Aber das eigentliche Highlight des Buches ist die Darstellung des Lebens und Denkens der Existenzialistinnen und Existenzialisten.
Es fällt auf, dass das Buch Jean-Paul Sartre in dieser Gruppenbiografie ein wenig zu sehr in den Mittelpunkt rückt und er scheinbar über jede Kritik erhaben ist. Dieser Fokus auf Sartre kann für einige Leserinnen und Leser möglicherweise etwas überwältigend sein. Es hätte spannend sein können, mehr über andere bedeutende Existenzialisten wie Albert Camus unabhängig von Sartre zu erfahren. Simone de Beauvoir, die eine bedeutende Rolle spielte, wird zwar erwähnt und ihr Werk “Das andere Geschlecht” wird erklärt, aber oft in Beziehung zu Sartre. Hier hätte ich mir eine eigenständigere Betrachtung gewünscht.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mir die Lektüre viel Spaß gemacht und ich habe tatsächlich Neues über den Existenzialismus gelernt. Sarah Bakewell hat es geschafft, die Existenzialistinnen und Existenzialisten zum Leben zu erwecken und ihre Gedanken verständlich zu vermitteln. Am Ende des Buches stelle ich mir die Frage, wie Intellektuelle wie Sartre Sympathien für den Kommunismus hegen konnten, während sie die Gräueltaten von Stalin, Mao Tse Tung und Pol Pot ignorierten oder tolerierten. Dies regt zum Nachdenken an und zeigt, dass selbst Genies wie Sartre nicht frei von Fehlern und Blindstellen waren.
Gespräche aus der Community
Zusätzliche Informationen
Sarah Bakewell im Netz:
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
75 Bibliotheken
33 Merkzettel
6 Leser*innen



















