Sarah Bakewell

 4,5 Sterne bei 44 Bewertungen
Autorin von Das Café der Existenzialisten, Wie soll ich leben? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sarah Bakewell

Weltenbummlerin und die Schwierigkeiten des Schreibens: Sarah Bakewell wird in den sechziger Jahren in Bournemouth, an der Südküste Englands geboren. Dort bleibt sie nicht lange, denn ihre Eltern nehmen sie sofort mit auf Reisen. Die Familie wohnt eine Zeit in Sydney, bevor sie nach Europa zurückkehrt, nur um gleich darauf eine Backpacking-Tour über die pazifischen Inseln und durch Südostasien zu machen. In Essex studiert Bakewell schließlich Philosophie, bricht das Studium jedoch ab und zieht nach London, wo sie in einer Teebeutelfabrik arbeitet. Sie arbeitet mehrere Jahre in verschiedenen Buchhandlungen, bis sie schließlich einen Job in der Wellcome Bibliothek für Medizingeschichte anfängt und dort für zehn Jahre bleibt. Dort kommt sie in Berührung mit alten Textfragmenten, was sie zum Schreiben bringt und zu ihrem ersten Buch „The Smart“ führt. Seit 2002 ist sie hauptberuflich Autorin, arbeitet aber nebenbei noch als Dozentin für Kreatives Schreiben am Kellogg College in Oxford. Sarah Bakewell lebt in London und genießt das Leben als Schriftstellerin, das sie so beschreibt: Ein Komma setzen, es wieder wegnehmen, es wieder einfügen, nur um schließlich den ganzen Satz zu löschen.

Alle Bücher von Sarah Bakewell

Cover des Buches Das Café der Existenzialisten (ISBN: 9783406724794)

Das Café der Existenzialisten

 (32)
Erschienen am 07.10.2021
Cover des Buches Wie soll ich leben? (ISBN: 9783406697807)

Wie soll ich leben?

 (10)
Erschienen am 11.09.2019
Cover des Buches Montaigne (ISBN: 9783406777585)

Montaigne

 (1)
Erschienen am 17.03.2022
Cover des Buches How to Live (ISBN: 9781590514832)

How to Live

 (0)
Erschienen am 20.09.2011

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Sarah Bakewell

Cover des Buches Montaigne (ISBN: 9783406777585)
sternenstaubhhs avatar

Rezension zu "Montaigne" von Sarah Bakewell

Eine philosophische Hommage an das Lesen
sternenstaubhhvor 10 Monaten

Dieses bezaubernde Buch ist ein Auszug aus dem gleichnamigen Buch "Montaigne" der Autorin Sarah Bakewell, der vor allem Buchliebhaber anspricht. 

Die biografischen Texte entführen den Leser nicht nur in das Leben und Wirken Montaignes, sondern sind auch eine Hommage an das Lesen an sich. Die kurzen Abschnitte lassen sich sehr gut lesen und geben nicht nur einen spannenden Einblick in das Leben Montaignes, sondern auch Montaignes philosophische Sicht auf das Leben wieder. Am Ende eines jeden Abschnitts gibt es noch ein passendes Zitat Montaignes. 

Mir gefällt der Schreibstil Sarah Bakewells sehr gut. Ich lese ihre Bücher immer wieder gern, da sie meiner Meinung nach gekonnt biografische und philosophische Textinhalte ineinander einbindet. Montaigne, Philosoph und Schriftsteller, lebte zu einer unruhigen Zeit und so wundert es nicht das seine Reflexionen oft das Leben und den Tod zum Thema haben. Über das Glück mit Büchern zu leben widmet sich Montaigne auf seine Art und Weise. So bildet seine Bibliothek auch einen unschätzbaren Rückzugsort. Ich denke das Buchliebhaber sich sicherlich wiedererkennen werden. Seine Essays sind auch heute noch unzweifelhaft lesenswert und inspirierend. 

Aufgrund seines Formats ist das Buch sowohl als Geschenk als auch als kleine Lektüre bestens geeignet. Vor allem Buchliebhaber und begeisterte Leser philosophischer und biografischer Texte werden sich freuen dieses lesenswerte Buch in ihrem Bücherregal vorzufinden. Auch wer sich vor der Lektüre dieses Buches noch nicht mit Montaigne beschäftigt hat, wird hier viele wissenswerte und inspirierende Fakten und Gedankengänge vorfinden. 

Für mich ist dieses Buch ein ganz besonderes kleines Schmuckstück. 

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Das Café der Existenzialisten (ISBN: 9783406724794)
sternenstaubhhs avatar

Rezension zu "Das Café der Existenzialisten" von Sarah Bakewell

Unterhaltsam wie wissenswert - eine lesenswerte Lektüre
sternenstaubhhvor einem Jahr

"Das Cafe der Existenzialisten" ist ein Buch das mir aufgrund seines Titels und seines Covers sofort ins Auge gesprungen ist. Ich lese immer wieder sehr gerne Bücher mit einem philosophischen Schwerpunkt und hier wurde einfach meine Neugier geweckt.

Einzelne Texte des französischen Schriftstellers und Philosophen Albert Camus habe ich schon in der Schule mit großer Begeisterung gelesen und ich habe gehofft in diesem Buch mehr über den Existenzialismus, Albert Camus und andere Philosophen zu erfahren. Tatsächlich wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Dieses Buch hat mich einfach restlos begeistert. 

Bücher mit einem philosophischen Hintergrund liefern mir oft neue Anregungen und regen mich zum Nachdenken und Reflektieren an. Bei diesem Buch hat die Autorin eine, wie ich finde, besondere Begabung an den Tag gelegt. Sie verknüpft gekonnt die Genre historischer Roman, Biografie und Sachbuch miteinander und nimmt den Leser mit auf eine ganz außergewöhnliche Reise. 

Hier konnte ich mit Jean-Paul Satre und Simone de Beauvoir im Cafe die Anfänge des Existenzialismus, dieser damals so neuen Weltanschauung, miterleben. Zusammen mit ihren Hauptvertretern werden hier nicht nur die Grundgedanken des Existenzialismus näher beleuchtet und vorgestellt, sondern auch die Philosophen der damaligen Zeit. 

Ich fand es sehr interessant das damalige Zeitgeschehen so nah erleben und nachlesen zu können. Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite perfekt unterhalten und mir zahlreiche wissenswerte Fakten geliefert. 

Nicht nur Leser philosophischer Texte werden an diesem Buch ihre Freude haben. Auch Paris-, Sachbuch- und Biografie-Liebhaber können sich mit großer Begeisterung auf eine lesenswerte Reise begeben, die ihnen mit Sicherheit viele wissenswerte Informationen offenbaren wird.

Ein wunderschönes Buch, das nicht nur gut unterhält, sondern dem Leser auch viele anregende Lesestunden bereitet.

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Das Café der Existenzialisten (ISBN: 9783406697647)
YukBooks avatar

Rezension zu "Das Café der Existenzialisten" von Sarah Bakewell

Philosophieunterricht – spannend und lebensnah
YukBookvor 6 Jahren

Wenn ich Existentialismus höre, denke ich an Sartre, Camus und vor allem an meinen früheren Französischlehrer, der ihre Werke mit Inbrunst mit uns durchexerzierte. Für ihre Ideen war ich aber auch sehr zu begeistern: Authentisch leben und Verantwortung für die eigene Existenz übernehmen – das hörte sich toll an, damit konnte ich mich identifizieren. Der britischen Schriftstellerin Sarah Bakewell ging es wohl ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass sie sich entschied, Philosophie zu studieren. In ihrem aktuellen Buch erweckt sie die bedeutsame philosophische Strömung des 20. Jahrhunderts zum Leben und lotet ihr Potenzial für die heutige Zeit aus.

Das Buch beginnt mit einer Szene im Café Bec de Gaz in der Pariser Rue Montparnasse, wo der 27-jährige Sartre einen Aprikosencocktail trinkt, erstmals von der Phänomenologie hört und 1933 nach Berlin reist, um sich mit Heideggers Leben und Werk zu beschäftigen. Bakewell holt weit aus, um die Ursprünge, Entwicklung und Nachwirkungen der existenzialistischen Bewegung begreiflich zu machen. Maßgebliche Denker wie Edmund Husserl, Karl Jaspers, Albert Camus oder Maurice Merleau-Ponty sind nach der Lektüre keine abstrakten Figuren mehr, sondern greifbare Menschen, die sich anfreundeten, gemeinsame Skiausflüge unternahmen, sich prügelten und zerstritten. Die Autorin hat viele Anekdoten auf Lager und erzählt so authentisch und leidenschaftlich, dass man sich lebhaft vorstellen kann, wie sich Philosophen, Dichter, Journalisten und Maler in Pariser Cafés trafen, Pfeife rauchten und ihre Debatten führten. Die Hauptfiguren in dem Ensemble sind Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir.

Es ist faszinierend, wie Bücher das Leben radikal verändern konnten. Es gab Frauen, die ihre Ehemänner oder ihre langweiligen Jobs verließen, nachdem sie Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ gelesen hatten. Der Existenzialismus stellte nicht nur die Weichen für den Feminismus, sondern auch für die Rechte der Homosexuellen, das Niederreißen von Klassenbarrieren und den Anti-Rassismus.

Sartre und Beauvoir verpackten ihre Überzeugungen in Romane und Theaterstücke, lösten die Grenzen zwischen Philosophie, Literatur und Leben auf und machten sie so den Menschen zugänglich. Ähnliches gelingt auch Bakewell mit ihrem kenntnisreichen Gedankenpanorama, das zeigt, wie unterhaltend und lebensnah Philosophieunterricht sein kann.

Kommentare: 2
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Sarah Bakewell im Netz:

Community-Statistik

in 115 Bibliotheken

von 30 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks