Sarah Crossan , Oliver Jeffers Die Sprache des Wassers

(27)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(13)
(8)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Sprache des Wassers“ von Sarah Crossan

Nur mit einem Koffer und einem alten Wäschesack im Gepäck, brechen Kasienka und ihre Mutter nach England auf. Das Leben dort ist einsam für das Mädchen. Zuhause sitzt ihre Mutter mit gebrochenem Herzen; in der Schule findet sie keine Freunde. Aber als sie sich zum ersten Mal verliebt, fasst sie neuen Mut, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.

Ein anspruchsvolles und besonderes Jugendbuch, das ihr lesen solltet. Es wird euch berühren.

— jaylinn
jaylinn

interessant, aber sehr lebensfern

— Sandrine1503
Sandrine1503

Schön und traurig zugleich. Schade nur, dass ich es während einer Zugfahrt gelesen hatte. Ich wuenschte, die geschichte geht weiter :(

— MaikeDii
MaikeDii

Interessanter Stil, gute Ansätze, überzeugt aber nicht komplett und der Roman ist zu kurz, um die Figuren richtig aufzubauen

— LaLecture
LaLecture

Ausgezeichnet mit dem LUCHS des Monats Februar 2014!

— Mixtvision_Verlag
Mixtvision_Verlag

EInfach brillant.Traurig und schön! Ein etwas anderes Jugendbuch(;

— Sophiiie
Sophiiie

Stöbern in Jugendbücher

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

In jeder Hinsicht absolut fantastisch und mit Abstand das Beste Buch 2017! ♥ Und Rhys ist mein neuer Lieblings-Book-Boyfriend :D

zazzles

Chosen - Das Erwachen

4,5 Sterne, da es mich doch teilweise richtig überrascht hat!

MsChili

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Ein großarßtiges Fantasyepos - das i-Tüpfelchen fehlte dennoch!

IvyBooknerd

Kings & Fools

Puh. Das war spannend! K&F ist eine wirklich tolle Reihe, die hier einen guten Abschluss gefunden, der trotzdem fortgeführt werden kann 4.5☆

Ywikiwi

Spiegel des Bösen

Gute Ansätze, viel Potential, leider aber fehlte es an Tiefe.

IvyBooknerd

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen, die Geschichte an sich hat aber großes Potenzial.

TanjaWinchester

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Berührend

    Die Sprache des Wassers
    jaylinn

    jaylinn

    08. July 2017 um 11:10

    Vielleicht hat der ein oder andere von euch bereits auf Zeilenliebes_Bilderzeilen gesehen, dass ich Die Sprache des Wassers lesen möchte. Heute könnt ihr meine Rezension zu diesem ganz besonderen Büchlein lesen! Allgemeines: Im Mai 2017 ist ein kleines Taschenbuch namens Die Sprache des Wassers bei dtv junior erschienen. Ursprünglich wurde es gebundenes Buch bei Mixtvision aufgelegt, dtv hat die Taschenbuchlizenz erworben. Beide Ausgaben wirken aufmerksamkeitserregend und tragen den gleichen Inhalt in sich: 224 Seiten, geschrieben in einem ganz anderen Stil, den Sarah Crossan sich zu eigen gemacht hat. Inhalt: „Hochaktuell: das Schicksal eines aus ihrer Heimat geflohenen Mädchens und ihre Versuche, sich in ihrem neuen Leben einzurichten“ (Quelle: dtv) „Nur mit einem Koffer und einem alten Wäschesack im Gepäck, brechen Kasienka und ihre Mutter nach England auf. Das Leben dort ist einsam für das Mädchen. Zuhause sitzt ihre Mutter mit gebrochenem Herzen; in der Schule findet sie keine Freunde. Aber als sie sich zum ersten Mal verliebt, fasst sie neuen Mut, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.“ (Quelle: Bücher.de) Meine Meinung: Die Sprache des Wassers ist ein besonderes Buch, das sich oberflächlich betrachtet in die Reihe der momentan vielfach erscheinenden Bücher über Flucht und Migration einreiht. Ein besonderes Buch, das durch seinen Schreibstil auf sich aufmerksam macht, und gelesen werden möchte. Sarah Crossan schreibt des Öfteren in Versform, sie hat sich diesen Stil beinahe zu eigen gemacht. Ihre Verse reimen sich dabei jedoch nicht. Ich war daher nicht überrascht, auch Die Sprache des Wassers in dieser ihr so typischen Form vorzufinden. Durch die gewählte Form könnte so mancher Leser das Empfinden entwickeln, zu wenig Text im Büchlein vorzufinden. Das muss natürlich jeder aus seiner eigenen Perspektive heraus beurteilen – für mich war die Länge und Art und Weise der Gestaltung eine angenehme Abwechslung und hat positive Assoziationen hervorgerufen. Crossan verwendet kein Wort zu viel und sagt gleichzeitig alles, was zu sagen ist. Ihre kurzen Kapitel drücken so viel mehr aus, als so mancher Roman mit 500 Seiten zu sagen vermag. Große Gefühle werden eingefangen – Kasienka erobert das Herz des Lesers mit so wenig und doch so vielem. Kasienkas Geschichte ist berührend. Obwohl sie als Protagonistin auf poetisch naive Art und Weise eine ganz andere Geschichte von Flucht erzählt. Von einer Flucht, die nicht unbedingt notwendig war. Die aus Herzensgründen geschehen ist, und nicht, weil ein Überleben im Heimatland unmöglich war. Zum einen unterscheidet das Die Sprache des Wassers von anderen Büchern, die in der letzen Zeit erschienen sind, und sich mit der Thematik Flucht auseinandersetzen. Zum anderen erlebt die 12-jährige Kasienka jedoch auch vieles, das anderen geflüchteten Kindern im Alltag begegnen könnte. Da Die Sprache des Wassers bei dtv junior erschienen ist, und somit für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist, könnte man davon ausgehen, dass es sich um ein reines Jugendbuch handelt. Dieser Eindruck trügt jedoch. Meiner Meinung nach ist der Roman möglicherweise inhaltlich zu anspruchsvoll für zu junge Leser und eher für junge Erwachsene und Erwachsene geeignet. Kasienka ist mit ihren 12 Jahren unglaublich erwachsen und eine gute Beobachterin. Sie wirkt hochintelligent und kann allein durch die Barriere der Sprache nicht zeigen, was in ihr steckt. Ein begleiteter Einsatz dieses Buches im Deutschunterricht in der Mittelstufe wäre mit Sicherheit spannend. Fazit: Ein anspruchsvolles und besonderes Jugendbuch, das ihr lesen solltet. Es wird euch berühren.

    Mehr
  • Kein Wort zuviel

    Die Sprache des Wassers
    SillyT

    SillyT

    07. June 2017 um 17:45

    Als die fast dreizehnjährige Kasienka mit ihrer Mutter nach England einreist, haben sie nicht mehr als ihre Koffer dabei. Das Leben fern von der Heimat entpuppt sich als viel schwerer als erwartet, in einer kleinen ein-Zimmer-Wohnung, bei der sie sich sogar das Bad mit dem Nachbarn teilen müssen, leben sie nun. Aber nicht nur das macht Kasienka zu schaffen, auch die neue Schule ist eine Herausforderung, denn die Mitschüler sind ihr gegenüber nur wenig aufgeschlossen. Nur ihr größtes Hobby, das Schwimmen, lässt sie hoffen. Als sie dann noch William kennenlernt, scheint sich doch noch das Blatt zu wenden.Meine Meinung:Dieses Buch hat mich im ersten Moment sehr überrascht, denn es ist in einer Art Gedichtform geschrieben und das ließ mich erst einmal ein wenig zögern. Doch schon nach dem ersten Absatz war ich gefangen von Kasienka und ihrer Geschichte. Die Sprache ist klar, verständlich, aber dabei auch sehr mitreißend und doch verlangt es allein wegen der Form eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen. Es bietet dem erwachsenen Leser interessante, aber auch einfühlsame und tiefgründige Lesestunden, dem jüngeren Leser eher etwas anspruchsvolleres. Ich würde sogar sagen, dass es sich hier durchaus auch um geeignete Lektüre für die Schule, speziell für die Mittelstufe, handelt.Diese Geschichte bedarf gar keiner großen Ausschweifungen oder viel Action, sondern besticht gerade durch die Knappheit der Worte und dieser dadurch entstandenen Eindringlichkeit. Dieses Buch ist in kürzester Zeit gelesen, aber dafür hinterlässt es durchaus Eindruck, denn mit wenigen Worten verleiht Sarah Crossan ihrer Geschichte viel Ausdruck. Die junge Polin Kasienka erzählt hier in der Ich-Form und damit fühlt man sich gleich in ihre Situation versetzt. Sie kämpft nicht nur mit der ihr fremden Sprache und den fremden Gewohnheiten, sondern begegnet auch Menschen, die es nicht immer gut mit ihr meinen. Dadurch, dass die Protagonistin davon erzählt, fühlt man mit ihr mit und kann sich gut in sie hineinversetzen. Man lernt sie kennen und das besser als in einem ausführlichen Roman. Man beobachtet mit ihr gemeinsam die Menschen in ihrer Umgebung und kann nur feststellen, dass sie eine sehr einfühlsame Person ist.Mein Fazit:Ein sehr poetisch geschriebenes Jugendbuch mit Anspruch, aber auch mit viel Gefühl. Auch wenn es wirklich völlig untypisch ist, kann es doch fesseln und vor allem berühren. Es geht um das Gefühl der Fremdheit, des Alleinseins, der ersten zarten Gefühle für einen anderen, um das Ansehen bei anderen, um Mobbing und noch viel mehr. All das vermittelt die Autorin in nur wenigen Worten und man hat den Eindruck, hier ist kein Wort zu viel, aber auch keins zu wenig gesagt. Sehr eindringlich und erstaunlich.

    Mehr
  • Die Sprache des Wassers | Rezension

    Die Sprache des Wassers
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 15:37

    In diesem kleinen Buch steckt so viel, eine wunderbare, berührende Geschichte, welche in aussergewöhnlicher Form erzählt wurde. Die Autorin Sarah Crossan begeisterte mich schon mit 'One', welches chronologisch später erschien als dieses Werk, mit ihrem 'Free Verse'. Wir lesen kleine Gedichte, die nicht nur thematisch etwas gemeinsam haben, sondern einen roten Faden, die gleichen Protagonistinnen und Protagonisten und uns so eine Geschichte erzählen. Diese einzelnen Seite bekommen durch die Versen unglaublich viel Tiefgang, es ist einfacher, so zwischen den Zeilen zu lesen als bei Prosa, was das Buch einerseits zwar einfach macht, aber ich würde es dennoch anspruchsvoll einstufen.Denn gerade auch die Story, die Kasienka so speziell erzählt, ist keine leichte, im Gegenteil. Dafür legt Sarah Crossan ihrer/unserer Protagonistin behutsam eine solch unglaublich sensible Sprache in den Mund, welche manchmal gewollt poetisch ist, dann wieder so verzweifelt naiv, dass sich ebenfalls eine 'poetische' Ehrlichkeit und eine tiefe Wahrheit darin verbergen. Sie versteht, dass der Schmerz oft von Unverständnis und der daraus resultierenden Unsicherheit überdeckt wird, aber gerade bei der Selbstreflexion einen ungeheuer grossen Raum einnimmt. Die Balance von beidem zu finden, einmal das grosse Fragezeichen, gefolgt von einer kläffenden Leere, dann aber auch der blinde, stechende Schmerz, ist wahrlich eine Meisterleistung und hier wunderschön ausgewogen zu finden.Ich habe beim Lesen ihrer Bücher immer das Gefühl, alle Bücher müssten in Free Verse geschrieben sein, dass dies der einzige Weg sei, um Gedanken wirklich freien, unbeeinflussten Raum zu geben - es wirkt so natürlich und echt auf mich als Leserin, und so anders, intensiv und inspirierend auf mich als Schreiberin.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/12/die-sprache-des-wassers-buchbesprechung.html

    Mehr
  • Rezension zu "Die Sprache des Wassers"

    Die Sprache des Wassers
    littleowl

    littleowl

    23. January 2015 um 11:42

    Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, muss Kasienka mit ihrer Mutter von Polen nach England auswandern. Ihr Geld reicht nur für ein heruntergekommenes Zimmer, sogar ein Bett müssen sie sich teilen. In der neuen Schule hat Kasienka es nicht leicht: Weil sie nicht auf Englisch lesen kann, muss sie in die fünfte Klasse gehen, obwohl sie dort völlig unterfordert ist und sich im Unterricht langweilt. Außerdem grenzen ihre Mitschüler Kasienka aus und sie kämpft mit Mobbing. Währenddessen sucht ihre Mutter wie besessen nach dem verschwundenen Vater und zwingt ihre Tochter, Abend für Abend mit ihr von Tür zu Tür zu gehen. Erst, als Kasienka den netten William kennenlernt und ihr Talent als Schwimmerin entdeckt, fangen die Dinge langsam an, sich zum Guten zu wenden. Das Besondere an diesem Roman ist, dass er komplett in Versform verfasst ist. Der Text hat aber sonst nicht viel mit klassischen Gedichten gemein, es gibt zum Beispiel keinen Reim. Zu Anfang fand ich das etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach konnte ich mich für den ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin begeistern. Die Geschichte wird mit der schlichten, schnörkellosen Sprache eines Kindes erzählt. Crossan schafft es, mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken. Durch die Versform werden einzelne Wörter oder Satzteile betont, das macht den ganzen Text noch ausdrucksstärker. Die Geschichte hätte mir wahrscheinlich bei weitem nicht so gut gefallen, wenn nicht so eine starke Protagonistin im Mittelpunkt stehen würde. Kasienka ist zwar erst 13 Jahre alt, wirkt aber schon sehr erwachsen. Sie ist eine gute Beobachterin und deckt schonungslos die Schwächen der Erwachsenen um sie herum auf. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl, dass sie mit dem Verlust des Vaters um einiges besser umgehen kann als ihre Mutter. Ich fand es wirklich tragisch, dass dieses hochintelligente Mädchen in England so unterschätzt und zu viel jüngeren Schülern gesteckt wird. Das erschwert es ihr natürlich zusätzlich, in der neuen Schule Anschluss zu finden. Schnell wird klar, dass ihre Mitschüler Kasienka nicht akzeptieren und ausgrenzen. Sie leidet zunächst sehr unter dem Mobbing, setzt sich dann aber entschlossen zur Wehr und lässt sich nicht unterkriegen. In dieser schwierigen Zeit ist William genau der Anker, den Kasienka braucht. Die Kinderliebe wird süß, aber realistisch und völlig unsentimental dargestellt. William ist auch derjenige, der sie später dazu überredet, dem Schwimmteam ihrer Schule beizutreten. Das ist die tolle, Mut machende Botschaft dieser Geschichte: Dass man alle Hürden überwinden kann, indem man das Beste aus den eigenen Talenten macht.

    Mehr
  • Jetzt schon mein Buch des Jahres!

    Die Sprache des Wassers
    fraeuleinbuecherwald

    fraeuleinbuecherwald

    14. September 2014 um 19:52

    „Die Sprache des Wassers“ von Sarah Crossan, in Deutschland erschienen im mixtvision Verlag, ist ein echter Geheimtipp unter den Erscheinungen des letzten Jahres! Dabei fällt es mir schwer, die Geschichte auf eine Alters- oder Lesergruppe einzugrenzen. Für Erwachsene ist es auf jeden Fall eine tolle Lektüre für zwischendurch, für Jugendliche aber schon recht anspruchsvoll. Das besondere an „Die Sprache des Wassers“? Es ist durchgehend in gebundener Sprache geschrieben, erinnert also an Lyrik, aber es ist nicht gereimt und auch ansonsten ist es ein Prosatext, der in diese gebundene Sprache „umgeschrieben“ wurde. Dadurch entsteht eine ganz neue, noch nie bei einem Buch empfundene Intensität. Durch die Art der Sprachgestaltung sind sprachliche Wendungen und Verdichtungen möglich, die in einem normalen Prosatext umständlich vieler Worte bedurft hätten. Hier allerdings schafft Sarah Crossan es, in ganz wenigen Kapiteln mit ganz wenigen Worten ganz viel zu sagen und das Gefühlsleben ihrer Protagonistin in aller Tiefe zu schildern. Diese heißt Kasienka, ist 12 Jahre alt und gebürtige Polin. Sie muss mit ihrer Mutter nach England auswandern, wo diese den Vater sucht, der die Familie verlassen hat. Und in England findet Kasienka dann auch ihren Vater. Aber auch eine neue Liebe. Und ihre Leidenschaft, das Schwimmen. Und auch ein Stück Heimat. Aber sie muss sich gegen viele Hindernisse durchsetzen: Ihre depressive Mutter, die jeden Halt im Leben verloren hat und die Mädchen in der Schule, deren Mobbing sie schutzlos ausgeliefert ist. Obwohl die Geschichte sich (jugendbuchtypisch) am Ende doch relativ in Wohlgefallen auflöst, driftet sie aber niemals ins Kitschige ab.  In gewisser Weise bricht das Buch damit mit allen Erwartungen, die man daran haben kann, sprachlich und inhaltlich. Das Motiv der Liebe ist hier so klug eingesetzt, um Kasienka und den Leser etwas über das Leben lernen zu lassen und schließlich ihre Heimat zu finden, sodass es einen auch selbst mit einem wohligen Gefühl zurücklässt. Ein wirklicher Geheimtipp, eine tolle Aufmachung übrigens auch (Format und Cover, nichts ist an diesem Buch „normal“), „Die Sprache des Wassers“ bekommt einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal!

    Mehr
  • Leipziger Lesekompass und Nominierungen zum Deutschen Jugendliteraturpreis

    Mixtvision_Verlag

    Mixtvision_Verlag

    14. March 2014 um 11:00

    Wow, was für ein Auftakt auf der Leipziger Buchmesse: Die App zu unserem Bilderbuch Die große Wörterfabrik (http://www.diewoerterfabrik.de) wurde mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet und gleich zwei unserer Titel stehen auf der Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis!  In der Sparte Jugendbuch hat die Kritikerjury Die Sprache des Wassers (http://bit.ly/1fUZkVl) nominiert. Das Bilderbuch Die Ton-Angeber (http://bit.ly/1c0ge5l) hat es in der Sparte Sachbuch auf die Nominierungsliste geschafft.  Wir freuen uns riesig mit unseren nominierten Künstlern!

    Mehr
  • Anders, interessant, aber nicht ganz mein Fall

    Die Sprache des Wassers
    LaLecture

    LaLecture

    28. February 2014 um 20:09

    Inhalt Kasienka und ihre Mutter sind von Polen nach England gekommen, um Kasienkas Vater zu suchen, der vor zwei Jahren dorthin verschwunden ist. Während ihre Mutter sie mit einem Job als Putzkraft über die Runden bringt und nachts verzweifelt die Straßen auf der Suche nach ihrem Mann durchkämmt, fällt es Kasienka schwer, in der Schule Anschluss zu finden. Meinung Mir wurde dieses Buch empfohlen, sonst hätte ich es vermutlich niemals zur Hand genommen (oder wäre überhaupt darauf aufmerksam geworden), aber meiner Meinung nach muss man es auch nicht gelesen haben. Als allererstes fällt die experimentelle Aufmachung des Buches auf. Nicht nur, dass es in einem für einen Jugendroman ungewöhnlichen Din-A-6-Format ist, auch der Stil ist auffällig, denn das Buch ist in Gedichtform geschrieben - zumindest sieht es auf den ersten Blick so aus. Hier wäre es interessant, einmal das Original zu lesen, denn meinem Empfinden nach ist die Schreibweise in Versform bei "Die Sprache des Wassers" absolut unnötig. Dass sich keine einzige Zeile reimt kann an der Übersetzung liegen oder ist eventuell auch beabsichtigt, doch auch sonst weist der Text die meiste Zeit keine Merkmale eines Gedichts auf. Es gibt keine Parallelen in den Zeilen, oftmals wirkt der Text einfach wie ein ganz normaler Text, bei dem jemand ab und an auf die "Enter"-Taste gedrückt hat. Würde man das Buch vorgelesen bekommen, würde man vermutlich glauben, es sei wie ein gewöhnlicher Roman geschrieben. Einmal abgesehen von der Darstellung ist der Stil jedoch ziemlich interessant, ja, sogar schön. Die einzelnen "Gedichte" bilden nicht wirklich einen zusammenhängenden Text, sondern beschreiben eher Ausschnitte aus Kasienkas Leben, meist Empfindungen und Sinneseindrücke, die sie gerade hat, manchmal umspannen sie jedoch auch mehrere Tage und fassen so für den Leser ein paar Ereignisse zusammen. Der Autorin gelingt es dabei oft wunderbar, Kasienkas Gefühle wie Einsamkeit, Hoffnung, Liebe und Zerrissenheit in klaren Worten darzustellen, mit denen sich der Leser wunderbar identifizieren kann. So hatte ich besonders bei den Szenen, in denen Kasienka die Verbissenheit und das Desinteresse ihrer Mutter beschreibt, Mitleid mit dem Mädchen, konnte mir aber auch die Gefühle der Mutter sehr gut vorstellen. Mein Problem mit dem Buch ist, dass es insgesamt sehr kurz ist und daher scheinbar nicht genug Zeit blieb, die Charaktere wirklich auszubauen. Am ehesten erfährt man noch etwas über Kasienka, doch auch sie wurde mir nur teilweise sympathisch und ist meiner Meinung nach zu flach. Über ihre Mutter erfährt man, abgesehen von dem verständlichen Wunsch, den Vater wiederzusehen, ebenso wenig. Auch die Handlung lässt meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Den Konflikt mit dem Vater und die Frage, warum er die Familie verlassen hat (die nie beantwortet wird), finde ich ziemlich interessant, Kasienkas Erlebnisse in der Schule, vor allem den mit der zickigen Mitschülerin, die sich für etwas besseres hält und Kasienka daher mobbt, dafür umso klischeehafter. Überhaupt nicht gefallen hat mir auch die kleine Liebesgeschichte, da ich den Jungen (den Namen habe ich vergesse) nicht sehr sympathisch fand. Meiner Meinung nach hätte man diesen Teil des Buches obenhin weglassen und stattdessen die Hauptstory besser ausbauen können. Fazit "Die Sprache des Wassers" ist ein Jugendroman mit guten Ansätzen in Richtung Familienroman und Mutter-Tochter-Beziehung und in einem durchaus interessanten Stil geschrieben, die Charaktere bleiben jedoch zu flach, die Schreibweise in Versform erscheint sinnlos und lenkt ab und die Handlung ist nicht immer befriedigend und teilweise klischeehaft. Ich vergebe 3 Sterne.

    Mehr
  • Ein stiller und bezaubernder Roman in Versform

    Die Sprache des Wassers
    Fannie

    Fannie

      Die zwölfjährige Kasienka und ihre Mutter kehren ihrer Heimat Polen den Rücken und lassen sich im englischen Coventry nieder. Sie setzen alles daran, um Kasienkas verschwundenen Vater zu finden. Sie suchen nach ihm, hängen „Vermisst“-Plakate auf, fragen sich durch… Eines Tages trifft Kasienka ihren „Tata“, wie sie ihren Papa nennt. Doch auf einen Schlag ist plötzlich alles anders… Sarah Crossan hat mit ihrem Buch „Die Sprache des Wassers“ einen stillen und bezaubernden Roman vorgelegt, der höchst ungewöhnlich verfasst ist. Die einzelnen kurzen Kapitel, oft nicht länger als eine Seite, sind in Versform aufgeschrieben. Sie reimen sich nicht, aber dieser außergewöhnliche Stil verleiht der Geschichte eine Zerbrechlichkeit, etwas sehr Zartes. Aus der Sicht von Kasienka schildert die Autorin nüchtern und intelligent die Probleme, die dem Mädchen Tag für Tag in der Schule begegnen: Sie ist eine Außenseiterin, sie ist anders, sie ist nicht „in“, sie besitzt weder Handy noch iPod. Zeitgleich entspinnt sich eine sanfte Liebesgeschichte zu William, den Kasienka beim Schwimmen kennenlernt. Zum ersten Mal ist sie verliebt – während es für sie in ihrem kargen Zuhause mit ihrer verzweifelten Mutter immer unerträglicher wird. Nur im Wasser ist die begeisterte Schwimmerin Kasienka frei. Die Autorin beherrscht es hervorragend, in kurzen Kapiteln große Gefühle einzufangen: Liebe, Verrat, Angst, Verzweiflung… Man leidet mit Kasienka, man kämpft an der Seite dieses klugen und tapferen Mädchens, das das Herz des Lesers im Sturm erobert. „Die Sprache des Wassers“ erzählt ohne jede Effekthascherei eindringlich und doch einfach eine große Geschichte, die trotz bedrückender Themen wie Abschied und Einsamkeit Mut macht.

    Mehr
    • 2
    Girl56

    Girl56

    17. September 2013 um 14:43
  • Rezension "Die Sprache des Wassers" von Sarah Crossan

    Die Sprache des Wassers
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    16. September 2013 um 09:52

    Zum Buch: Das Cover besteht komplett aus einer Art Leinen, auf welches die Grafik gedruckt wurde. Es fühlt sich sehr angenehm, wie Stoff, an. Der rote Koffer, die Tropfen und dazu der Titel haben mich als erstes an Tränen und viele Emotionen denken lassen. Erster Satz: „Die Rollen unseres Koffers sind schon hinüber, noch bevor wir den Danziger Hauptbahnhof hinter uns gelassen haben.“ Meine Meinung: Die Autorin Sarah Crossan war mir vorab bereits durch ihre Jugendbuchreihe „Breathe“, bekannt, doch der Schreibstil dieser Geschichte weicht von dem des Jugendbuches enorm ab. Kasienka ein junges polnisches Mädchen macht sich mit ihrer Mutter auf den Weg von Danzig nach Stansted/England. Ihr Vater Tata hat sich aus dem Staub gemacht und ihre Mutter ist am Boden zerstört. Sie will Tata suchen und nach Hause zurückholen. Doch der Start in der neuen Umgebung verläuft alles andere als schön. Kasienka muss sich ein heruntergekommenes Zimmer mit ihrer Mutter teilen. Das Geld ist knapp. Kasienka besucht zudem dort auch die Schule, in der sie so gar nicht wirklich ankommt. Sie wird von ihren Mitschülern gemobbt. Doch dann lernt sie William kennen und die Suche nach ihrem Dad beginnt. Am Anfang hatte ich einige Probleme in den Schreibstil und die Art der Prosa hineinzufinden. Doch mit der Zeit las sich dieses Buch recht zügig. Der Lesestoff ließ mich oftmals schlucken, denn die Mobbingattacken auf Kasienka waren nicht ohne. Oftmals habe ich mich fragen müssen, warum Kinder nur so grausam sind! Oder wie kann ein Familienvater einfach seine Familie verlassen, ohne etwas zu sagen? Kasienka ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der negativen Erlebnisse immer weiter kämpft um daraus das Beste zu machen. Dennoch hat sie einen weichen Kern, der immer mal wieder aus ihr herauszubrechen scheint. Ihre Mutter ist dagegen eine gebrochene Frau, die wieder ins Leben zurück finden muss. Dieser Schreibstil war für mich sehr ungewohnt, hat mir aber eine Menge gegeben, was mich nachdenklich stimmte. Diese Geschichte war ein kurzweiliges Leseerlebnis, dennoch mit einer bleibenden Erinnerung. Fazit: Eine traurige Geschichte über eine starke Protagonistin, die ihren Weg beschreitet, egal wie schwer dieser scheint. Es geht um eine Suche nach Antworten und einem neuen Leben, durchzogen von negativen Erlebnissen, wie dem Mobbing und dem Verlassen werden, aber auch von der ersten Liebe. Ein sehr poetisches Buch, welches zum Nachdenken anregt zudem emotional auf den Leser wirkt. Meine Wertung: 3,5 von 5 Vögel

    Mehr