Sarah Dunant Der Palast der Borgia

(72)

Lovelybooks Bewertung

  • 72 Bibliotheken
  • 13 Follower
  • 2 Leser
  • 48 Rezensionen
(15)
(33)
(21)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Palast der Borgia“ von Sarah Dunant

»Je mehr Skandale, desto besser. Man soll uns fürchten.« Rom, im August 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Som- mers. Der Lärm in der engen Gasse lässt Lucrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit? Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lucrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf: Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden. Denn ihr ehr- geiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italie- nischen Ländereien zusammen, und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester mehr liebt als erlaubt ...

Fand es ganz in Ordnung, leider zog sich die Geschichte zum Ende hin etwas zu lange.

— Petite_biche
Petite_biche

Renaissance, Rom und die Borgia hautnah erleben - großartig!

— kornmuhme
kornmuhme

Tolle Story, aber die Schreibweise hat mir gar nicht gefallen

— lady-chichi
lady-chichi

beeindruckende Geschichte um Macht und Intrigen

— BlueOcean8519
BlueOcean8519

Stöbern in Historische Romane

Die schöne Insel

Schön erzählte exotische Geschichte.

Svensonsen

Marlenes Geheimnis

Ein bewegender Familienroman, der ein wichtiges Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte aufgreift.

ConnyKathsBooks

Möge die Stunde kommen

Neues von den Familien Clifton und Barrington

Langeweile

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

Nachtblau

historisch angehauchter Roman um die Entstehungsgeschichte des bekannten Delfter Porzellans

TeleTabi1

Der Jasmingarten

der Fokus liegt hier leider zu sehr auf geschichtliche und politische Ereignisse, als auf der eigentlichen Handlung

Engel1974

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Fesselnd und opulent!

    Der Palast der Borgia
    kornmuhme

    kornmuhme

    08. February 2017 um 12:19

    Inhalt: Rom im Jahre 1492: Während Christoph Kolumbus Amerika entdeckt, kümmert man sich in der Weltstadt Rom um ganz andere Dinge. Der Katalane und Ausländer Rodrigo Borgia wird zum neuen Papst gewählt und macht sich nun daran, den Kirchenstaat nach seinen persönlichen Interessen neu zu ordnen und seine Macht weiter auszubauen. Ihm zur Seite stehen seine vier leiblichen Kinder, vor allem Cesare, der älteste Sohn, und Lucrezia, die einzige Tochter, spielen eine wichtige Rolle und besetzen brisante Positionen im politischen Schachspiel. Skandale, Pracht und Pomp, Intrigen, Eheschließungen, Morde und Kriege pflastern den Weg der Borgias, was auch das komplizierte Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie nicht unangetastet lässt ... Meinung: Was für ein opulenter Roman! Man taucht vollkommen ein in eine Welt voller Pracht, Prunk, Pomp, Feiern und Festen, Kunst und überbordenden Reichtum auf der einen und perfide Intrigen, Korruption, Drohungen, Lügen, Gewalt und Mord auf der anderen Seite. Dabei versteht es die Autorin gekonnt, viele Details des historischen Hintergrundes in ihre Geschichte der Bogias einfließen zu lassen, ohne dass dabei die einzelnen Figuren zu kurz kommen. Diese Verflechtung von Geschichte, Politik und Familiengeschichte hat mich sehr angesprochen, weil es sehr ausgeglichen ist. Zwar ist der Schreibstil bisweilen etwas distanziert (in verschiedenen Rezensionen wird u.a. gerade dieser Punkt kritisiert), doch mir persönlich hat nichts gefehlt, ich konnte mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Überhaupt ist eine besondere Stärke des Romans die psychologische Ausgefeiltheit der Charaktere. Besonders Rodrigo, Cesare und Lucrezia sind fein und genau gezeichnet - zwar nicht unbedingt sympathisch, aber beim Lesen wird mehr und mehr deutlich, warum die Familie Borgia dermaßen die Geschicke ihrer Zeit beeinflussen konnten! Es waren allesamt starke, hochintelligante und politisch klug handelnde Personen, die aber nicht frei von Fehlern und Sünden waren. Den historischenn Zusammenhängen wird viel Raum gegeben: Zugegeben, man kann m.E. das Buch nicht einfach so "weglesen", weil oftmals die ganze Aufmerksamkeit gefordert ist, um die verschiedenen Parteien und Bündnisse sowie deren Aufkündigungen differenzieren zu können. Orientierung erhält man aber durch einen Stammbaum, eine Karte und ein sehr informatives Vorwort der Autorin auf den ersten Seiten des Romans. Fazit: Wer Lust auf einen intelligenten, opulenten, spannenden Familienroman aus der Zeit der Renaissance hat, ist bei dem "Palast der Borgia" an der richtigen Adresse! Psychologisch ausgefeilte Figuren, historische Hintergründe, viele Intrigen und politisches Kalkül bieten eine höchste unterhaltsame und lehrreiche Mischung. Klare Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen

    Mehr
    • 5
  • Die Idee der Story war toll, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

    Der Palast der Borgia
    lady-chichi

    lady-chichi

    12. January 2016 um 10:23

    Rom im August, es ist das Jahr 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Sommers. Der Lärm in der engen Gasse unter ihrem Fenster lässt Lucrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit? Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lucrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf: Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden. Denn ihr ehrgeiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italienischen Ländereien zusammen, und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester etwas zu sehr liebt … Erstmal vorab, ich liebe historische Romane. Die Familie Borgia ist, wie es in der Renaissance weitgehend üblich, geprägt von Macht, Gier und Intrigen. Eigentlich eine tolle Geschichte. Aber das Buch hat mich leider nicht begeistert. Mit dem Schreibstil hatte ich echt zu kämpfen. Die viel zu langen, in sich verschachtelten Sätze waren anstrengend zu lesen. Es wird in der dritten Person geschrieben. Eigentlich kein Problem, wenn man den bei dem Protagonisten bleibt. Denn innerhalb eines Satzes kann es gut sein das der Charakter wechselt ohne da man es merkt. Und das stört den Lesefluss gravierend. Das Buch ist gut recherchiert. Allerdings fehlen hier und da Zeitangaben. Gepackt hat das Buch mich erst ab ca. S. 300. Daher gibt es von mir für "Der Palast der Borgia" leider nur 2 Sterne Es war mein erstes Buch von Sarah Dunant. Ob ich weitere von ihr lesen werde weiss ich nicht. Definitiv werde ich aber was anderes über die Familie Borgia lesen.

    Mehr
  • Intrigen im Vatikan

    Der Palast der Borgia
    flieder

    flieder

    30. November 2015 um 20:55

    Im Jahre 1492 wird in Rom ein neuer Papst gewählt. Mit viel Geschick, Korruption und Intrigen erhebt sich der Spanier Rodrigo Borgia auf den heiß ersehnten Vatikanstuhl. Sein Name wird von nun an Alexander VI sein. Sein Ruf ist sehr umstritten, da er Ausländer ist und gleich 4 Kinder hat. Alexander liebt seine illegitimen Kinder und seine Geliebte Giulia sehr, aber noch mehr liebt er die Macht. Mit seinem Sohn Cesare, den er zuerst als Kardinal, später dann als Feldherr in die Manege schickt, baut er ein fast einmaliges Imperium auf. Auch seine Tochter Lucrezia muss gute Miene zum bösen Spiel machen. Wenn es für die Macht Vorteile bringt wird sie verheiratet, aber genauso schnell verschwindet der Ehemann auch wieder von der Bildfläche oder wird gar ermordet um der nächsten guten Partie Platz zu machen. In der nach außen hin liebevollen Familie steht Eifersucht und Hass auf der Tagesordnung, die die Familie fast entzweit. Der Palast der Borgia ist ein sehr gut recherchierter Roman, der durch seine flüssige Schreibweise die politischen Intrigen des Papstes sehr gut lesbar machen. Auch wenn es manchmal zu Längen kommt schmälert das den Lesegenuss keineswegs. Die Familie der Borgia ist ja dem Liebhaber des historischen Genres durchaus bekannt und auch mit Der Palast der Borgia konnte Sarah Dunant durchaus wieder punkten. Hier kann man durchaus eine Leseempfehlung aussprechen

    Mehr
  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

    Mehr
    • 261
  • Macht und Intrige

    Der Palast der Borgia
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    14. June 2015 um 17:05

    Man kann es einfach nicht glauben, wie hier die Intrigen des Mittelalters insbesondere der Kirche geschildert werden. Das Buch (leider habe ich die ZDF-Verfilmung vorher gesehen) hat mich stark beeindruckt. Es gelingt der Autorin den Leser mit in diese Zeitreise zu nehmen. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich manchmal die etwas arg verschachtelten Sätze. Auf der anderen Seite hat dies aber dazu geführt, dass ich recht langsam beim Lesen voran kam, aber gleichzeitig gedacht habe, dass ich damit den Rhythmus der damaligen Zeit nachempfinden kann. Es ist in der heutigen Zeit einfach unbegreiflich, wie der damalige Machtausweitungs-Anspruch einem Menschenhandel gleich kam. Insbesondere die Frauen hatten hier nur bedingt Mitspracherecht. Die Schilderung der Machtgier der Familie Borgia ist hervorragend gelungen, wobei mir Cesare manchmal recht leid tat, da er meiner Meinung nach der falschen Rolle zugeordnet wurde. Ein sehr lesenswertes Buch.

    Mehr
  • Eher etwas für echte Borgia-Fans

    Der Palast der Borgia
    GaranceLovesBags

    GaranceLovesBags

    11. June 2015 um 16:58

    Sarah Dunant erzählt in "Der Palast der Borgia" über das Leben jener Familie der Renaissance, deren Oberhaupt Rodrigo Borgia im Jahre 1492 Papst Alexander VI. wird. Man ist mit dabei, wenn Intrigen geschmiedet oder tiefe Sehnsucht empfunden wird. Ich bin sehr interessiert an der Familie Borgia und lese gerne Romane, in denen sie eine Rolle spielen. In "Der Palast der Borgia" nimmt man keine feste Person an, sondern horcht in jedes Familienmitglied hinein. Zunächst erlebt man die Jahre viel durch Papst Alexander VI., dann folgen seine Kinder Lucrezia und Cesare. Laut meines Wissens ist "Der Palast der Borgia" größtenteils historisch korrekt. Die Autorin hat jedoch genau so viel Fantasie einfließen lassen, dass die Geschichte interessant, aber nicht unrealistisch wirkt. Der Schreibstil ist weder zu einfach, noch zu schwer zu lesen. Der Roman ist gewiss nichts für zwischendurch, hat mich beim Lesen aber auch nicht zu sehr angestrengt. Die Kapitel haben eine sehr angenehme Länge, sodass ich das Buch immer wieder weglegen konnte, und beim Weiterlesen trotzdem noch wusste, was gerade geschah. Das erste ¾ des Buches empfand ich leider als sehr trocken. Dafür wurde danach verhältnismäßig viel Spannung aufgebaut. Leider konnten die Charaktere mir zunächst wegen mangelnder Tiefe nicht ans Herz wachsen. Ihre Gefühle zum Beispiel wurden zunächst nie direkt beschrieben und konnten sich nur erahnen lassen. Dies bessert sich jedoch auch nach besagtem Punkt. Leider gab es in "Der Palast der Borgia" kein großes Finale, das für den im Nachwort angekündigten zweiten Band einen großen Kaufanreiz darstellen würde. Mir würde sogar spontan ein Ereignis im Zeitstrahl der Borgias einfallen, das ich eher als Ende genommen hätte, um einen interessanten Cliffhanger zu schaffen. Man sollte sich also auch bewusst sein, dass die Geschichte der Familie in diesem 641 Seiten starken Roman noch nicht zu Ende erzählt ist. Fazit: Empfehlenswert nur für echte Borgia-Fans. Ich denke für jene, die bisher kein Wissen über die Familie haben, könnte es zu viel Input sein, und doch gleichzeitig zu langweilig sein. Für Borgia-Fans ein Roman, der das Leben der Familie größtenteils darstellt wie es wirklich war, und keine innigen Liebesgeschichten, "magische" Tragödien oder Ähnliches dazudichtet, wie es in manchen anderen Romanen der Fall ist.

    Mehr
  • Macht und Intrige

    Der Palast der Borgia
    Rebecca1120

    Rebecca1120

    22. May 2015 um 19:55

    Man kann es einfach nicht glauben, wie hier die Intrigen des Mittelalters insbesondere der Kirche geschildert werden. Das Buch (leider habe ich die ZDF-Verfilmung vorher gesehen) hat mich stark beeindruckt. Es gelingt der Autorin den Leser mit in diese Zeitreise zu nehmen. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich manchmal die etwas arg verschachtelten Sätze. Auf der anderen Seite hat dies aber dazu geführt, dass ich recht langsam beim Lesen voran kam, aber gleichzeitig gedacht habe, dass ich damit den Rhythmus der damaligen Zeit nachempfinden kann. Es ist in der heutigen Zeit einfach unbegreiflich, wie der damalige Machtausweitungsanspruch einem Menschenhandel gleich kam. Insbesondere die Frauen hatten hier nur bedingt Mitspracherecht. Die Schilderung der Machtgier der Familie Borgia ist hervorragend gelungen, wobei mir Cesare manchmal recht leid tat, da er meiner Meinung nach der falschen Rolle zugeordnet wurde. Ein sehr lesenswertes Buch.

    Mehr
  • Der Palast der Borgia

    Der Palast der Borgia
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    20. May 2015 um 18:07

    1492, Rodrigo Borgia wird Papst Alexander. Seine Familie betrifft das natürlich mit – aber anders, als man denken mag, denn Rodrigo ist sehr weltlich. Weiß er doch, dass seine Tochter nun das Wertvollste überhaupt ist. Nicht nur, wie eine Tochter einem Vater wertvoll ist, sondern tatsächlich als „Ware“. Dazu kommen noch viele andere Intrigen und Spielchen der Familie Rodrigo und füllen mehr als 600 Seiten Buch. Sarah Dunant hat sehr akribisch recherchiert und das gefundene Wissen mit ein wenig Autorenfreiheit vermischt und einen historischen Roman mit geschichtlichem Hintergrund geschaffen. Solche Bücher lesen sich nicht ganz so leicht und flott, wie reine Erfindungen, aber sie vermitteln eben auch Wissen. Leider ist dies in diesem Fall ein Wissen, das mich wenig interessiert, deshalb zog sich das Buch deutlich in die Länge. Aber ich bin mir sicher, echte Fans historischer Romane werden in die Welt der Borgias eintauchen, den Palast erkunden und mit Lucrezia die fast zehn Jahre, die dieses Buch beleuchtet, erleben. Es gibt zur besseren Orientierung auch einen Stammbaum der Familie Borgia, der auch die Zusammenhänge mit den Städten Rom, Mailand, Neapel und Ferrara bildlich darstellt. Dazu noch eine Landkarte. Am Ende findet sich auch noch ein Literaturverzeichnis. Durch den distanzierten Erzählstil blieben mir allerdings alle Protagonisten etwas fremd und fern, niemanden konnte ich so wirklich in mein Herz lassen. Für Geschichte ist das mitunter nicht schlecht, für meinen Lesefluss. Aber das ist mein persönliches Empfinden. Die vielen Personen verwirren auch ein wenig und strengen etwas an. Allerdings fördert das auch das Gedächtnis. Im Geschichtsunterricht in der Schule musste man sich auch sehr viele Daten und Namen merken! Die Zeit des 15./16. Jahrhunderst ist für die meisten eine Zeit, über die man vom Allgemeinwissen her kaum etwas weiß. Das sollte man beim Lesen nicht vergessen. Für die Arbeit der Autorin zolle ich Respekt. Sie kann ja nichts dafür, dass mich das Thema recht perifer interessierte. Deshalb drei Sterne für das Buch, das in zehn Teile und neunundfünfzig Kapitel unterteilt ist.

    Mehr
  • Wenn der Ehrgeiz Leben und Menschen zerstört...

    Der Palast der Borgia
    Lesemaus85

    Lesemaus85

    03. April 2015 um 16:04

    Als Rodrigo Borgia zum Papst gewählt wird, ist das nicht das Ende seiner Ziele. Nein, er hat große Pläne für seine Familie und ganz Italien. Seine Kinder Cesare, Juoan und Lucrecia spielen dabei eine große Rolle. Doch auch die Kinder haben ihren eigenen Kopf und Cesare, der seine Schwester etwas zu sehr liebt, ist ebenso getrieben vor Machthunger wie sein Vater. Die stürmische Zeit der Borgia bricht an. Sie bringen Ehre und Ruhm, aber auch Verderben und Tod über den Vatican, Rom und Italien... *************************************************************************** Ein äußerst spannender Roman über die Borgia, Rom und die Geschehnisse um 1500. Ich wusste vorher nicht viel über die Borgia und weiß auch, dass die Autorin vieles frei intepretiert hat, aber dennoch konnte ich die Geschichte nicht schnell genug lesen und erfahren, was mit all diesen schillernden Charakteren geschieht. Vor allem Cesare ist undurchsichtig und geheimnisvoll. Er ist grausam, eiskalt, mordet ohne mit der Wimper zu zucken. Und doch liebt er seine Schwester über die Maßen... Er ist mein erklärter Liebling. Auch die Wandlung, die Lucrezia durchmacht, ist fantastisch und interessant. Spannend und verständlich beschreibt die Autorin die Wirrungen der Familiengeschichten zu dieser Zeit, verdeutlicht anschaulich das Leben in Rom. Ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt, der hoffentlich bald erscheint.

    Mehr
  • Familie Borgia

    Der Palast der Borgia
    Engelsgesicht77

    Engelsgesicht77

    25. March 2015 um 14:27

    Klapptext: Rom im August, es ist das Jahr 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Sommers. Der Lärm in der engen Gasse unter ihrem Fenster lässt Lukrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit? Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lukrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf: Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden. Denn ihr ehrgeiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italienischen Ländereien zusammen, und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester etwas zu sehr liebt … Mit Meisterhand öffnet Sarah Dunant die kupferbeschlagenen Türen des Palastes der Borgia, schlägt die schweren Brokatvorhänge beiseite und zeichnet den Aufstieg einer Familie in einer schillernd-verhängnisvollen Welt der Intrigen, Lust und Habgier. Meine Meinung: Hatte damals bei dem Leseeindruck bei Vorablesen geschrieben, dass die Autorin es versteht den Leser zu fesseln, leider muss ich das korrigieren. Der Schreibstil an sich in Ordnung, aber manchmal habe ich mich gefragt, wo hier der rote Faden ist. Die Familie Borgia? Ja sicherlich, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, die Geschichten und Machtspiele wiederholen sich. Als ich auf der letzten Seite war habe ich mich gefragt und das wars?! Aus dem Nachwort von der Autorin entnehme ich, dass es wohl einen zweiten Teil geben wird und ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich es nicht lesen werde. Schade eigentlich, dabei war die Leseprobe viel versprechend. Denn ich mag Historische Romane. Irgendwie habe ich mehr erwartet, mehr Skandale. Das Cover finde ich schön gestaltet, das widerspiegelt die Sehnsucht, die Lukrezia hat. Auch die einzelnen Charaktere waren gut dargestellt. Den Papst mochte ich, weil er so natürlich war, auch wenn er machtbesessen war. Cesare, Lukrezias Bruder, mochte ich gar nicht und ich verstehe auch nicht, wie er damals mit seinen Machenschaften durchkommen konnte….. Na ja, für mich ist das kein Buch was ich weiterempfehlen werde und ich werde dennoch mal versuchen, die Geschichte der Borgias im TV anzusehen. Da das Internet mein Interesse an dieser Familie geweckt hat. Vielleicht lese ich auch ein anderes Buch über diese sagenumworbene Familie. Habe gerade feststellen müssen, dass viele Leser begeistert waren, aber für mich war es nicht. Mir fehlte die Spannung. Die Intrigen sind schon heftig und man erfährt mehr über die Familie Borgia, aber ich glaube es gibt bestimmt bessere Bücher….

    Mehr
  • Hat mich fasziniert und verzaubert - der Palast der Borgia ♥

    Der Palast der Borgia
    Wildpony

    Wildpony

    11. January 2015 um 17:59

    Der Palast der Borgia - Sarah Dunant Kurzbeschreibung Amazon: Rom im August, es ist das Jahr 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Sommers.  Der Lärm in der engen Gasse unter ihrem Fenster lässt Lukrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit?  Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lukrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf:  Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden.  Denn ihr ehrgeiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italienischen Ländereien zusammen,  und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester etwas zu sehr liebt …  Mein Leseeindruck: Faszinierend und historisch super geschrieben. Das Buch hat mich absolut nicht enttäuscht und hat mich als Leser in das alte Rom und in die Herschaftszeit der Familie Borgia zurück katapultiert. Mit großer Spannung habe ich das Buch verschlungen und fühlte mich fast selbst wie Lukrezia. Der Scheibstil machte es mir auch leicht ganz  in die Geschichte abzutauchen und mein geliebtes Rom mit ihren Augen zu sehen. Da ich die Geschichte der Borgia schon aus anderen Büchern kannte und auch die Verfilmung gesehen habe kann ich nur sagen, das mich dieses Buch absolut begeistert hat.  Fazit: Eine 5 Sterne Bewertung und Empfehlung für jeden Leser, der Interesse an der Familie Borgia hat und sich gern in die Vergangenheit zurück  begibt. Das Cover des Buches ist wunderschön und ich war sofort in Cover sowie in die Story verliebt. Das ist Geschichte zum anfassen und miterleben und ein wirklicher Lesetipp von mir - auch für meine Bundeswehrbücherei!

    Mehr
  • Spannender, gut recherchierter, dichter historischer Roman

    Der Palast der Borgia
    Elwe

    Elwe

    08. January 2015 um 14:48

    'Der Palast der Borgia' von Sarah Dunant kommt in einer für einen historischen Roman zunächst ungewöhnlichen Form daher, er ist nämlich im Präsens erzählt. Doch daran gewöhnt man sich ebenso rasch, wie man in den Sog der Ereignisse gezogen wird. Der Roman beschreibt die Geschichte der berühmt-berüchtigen Borgia-Familie vom Zeitpunkt, zu der Rodrigo Borgia, der Vater, zum Papst gewählt über einen Verlauf von ein paar stürmischen Jahren, während derer seine Tochter Lukrezia aus taktischen Gründen mit zwei Ehemännern verheiratet wird, die beide eines unnatürlichen Todes sterben, und kurz vor der Hochzeit mit dem dritten steht, der die Macht der Borgia abermals festigen soll. Währenddessen ist Juan, der mittlere Sohn, von unbekannter Hand zu Tode gekommen, Cesare, der Älteste, hat sich von einem viel bewunderten und umschwärmten jungen Kardinal zum erfolgreichen Heerführer und allseits gefürchteten Potentaten verwandelt. Und ganz Rom zerreißt sich über die Vetternwirtschaft des Borgia-Papstes (wieder einmal) die Mäuler. Das Italien der Renaissance wird vom Machtgezerre einiger alter Familien gebeutelt. Sarah Dunant zeichnet ein sanfteres und differenzierteres Bild der Familie, als gemeinhin durch die Historie geistert. Sie stellt die Charaktere in den Mittelpunkt der Geschichte - Rodrigo Borgias, seine Mätresse Giulia und seine unbändige Liebe zu seinen Kindern, die das Fundament seiner Machtpolitik darstellt. Lukrezia, eine gottgläubige und gehorsame junge Frau, die nach dem Verlust ihres zweiten Ehemanns, den sie geliebt hat, die Kraft findet, sich zumindest innerlich aufzulehnen. Cesare, klug, verschlossen und schwer durchschaubar, stolz auf seine Fähigkeiten und sein gutes Aussehen, der seine Schwester mehr liebt, als gut für ihn ist und der lieber Soldat als Kirchenmann sein will. Juan, der eitle Pfau, der sich mit Juwelen behängt, um die Aufmerksamkeit des Vaters auf sich zu lenken und dem die übermäßige väterliche Liebe nicht gut tut. Der kleine Jofré, der - wie alle aus politischen Gründen - mit der älteren und lebenslustigen Sancia aus Neapel verheiratet wird, der er hoffnungslos unterlegen ist. 'Der Palast der Borgia' ist Historiengemälde und faszinierendes Familienbild zugleich. Die Autorin erzählt in nüchtern-sachlichem Stil, manchmal szenisch, manchmal wie eine Geschichtsschreiberin, doch man spürt die Nachsicht und das Verständnis für die Figuren. Diese Geschichte selbst ist so aufregend und faszinierend, dass sie aber auch keine Ausschmückung braucht. Man klebt auch so an den Seiten. Der Roman ist jedem, der sich für die Epoche oder die Borgia-Dynastie interessiert, wärmstens zu empfehlen - unterhaltsam und spannend, dabei ein Lehrstück in Geschichte, intelligent geschrieben. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

    Mehr
  • Faszinierendes Historienspektakel

    Der Palast der Borgia
    kubine

    kubine

    17. December 2014 um 19:38

    Rom, 1492: Durch geschicktes Taktieren hat Rodrigo Borgia es geschafft - er wird als Papst Alexander VI. in die Geschichte eingehen. Kaum ist der Ruf "Habemus Papam" verklungen, beginnt Rodrigo mit dem Ausbau seiner Macht. Dabei immer an seiner Seite: seine Kinder Caesare, Juan, Lucrezia und Jofre. Er liebt sie sehr, aber um den Namen Borgia unsterblich zu machen und seine (weltliche) Macht auszubauen und zu festigen, schreckt er nicht davor zurück, sie wie Schachfiguren hin und her zu schieben. Doch kann das gutgehen? Die Medicis und die Borgia sind die Namen, die einen als erstes einfallen, denkt man an Italiens bewegte Geschichte. Unzählige Bücher sind darüber geschrieben worden, aber selten hat mich ein Buch so gefesselt wie das der Autorin Sarah Dunant. Die Geschichte der Borgia hat schon immer die Leute fasziniert und viele Mythen ranken sich um diese Familie. Sarah Dunant hat sich bei ihrer Arbeit an diesem Buch von Erkenntnissen moderner Wissenschaftler leiten lassen, die ein differenzierteres Bild der Familie zeichnen. Wenn sie auch nicht ganz auf Gerüchte, die sich um diese Familie ranken, verzichtet hat, zeichnet die Autorin ein (wenn auch fiktionales) glaubhafteres Bild einer Epoche, die die Borgia doch entscheidend mitgeprägt haben. Die politischen Verhältnisse Italiens im 16. Jahrhundert waren nicht ganz einfach. Es gab kleine Königreiche, zahlreiche Herzogtümer und diverse Republiken. Sie alle waren immer mal wieder heiß umkämpft - von Spanien, Frankreich und von inländischen Machthabern. Es fällt schwer, da den Überblick zu behalten. Sarah Dunant versteht es aber hervorragend, diese Fakten anschaulich in den Roman einzuweben, so dass man als Leser davon nicht erschlagen wird. Dies gelingt auch durch die Charakterisierung der Familie Borgia. Ist es am Anfang der Papst selbst, der, auch aufgrund seiner Position, alle Hebel, diplomatisch wie militärisch, in Bewegung setzt, um seine Machtposition auszubauen, nimmt später Caesare diese Stellung ein. Er, der eigentlich zu einem kirchlichen Leben bestimmt ist, wird nach dem Tod von Juan zum Kriegsherren. Beiden gemein ist die Skrupellosigkeit, mit der sie ihre Pläne vorantreiben und buchstäblich vor nichts zurückschrecken. Die Leidtragende in diesem Spiel ist vorallen Lucrezia. Sie wird wie eine Marionette überall da eingesetzt, wo es gerade gebraucht wird. Ihr persönliches Glück muss hintenan stehen. Die Entwicklung, die sie dadurch mitmacht, wird von der Autorin genauso aufgezeigt, wie Caesares Wandlung. Dabei wird auch klar, dass die Geschichte nicht nur schwarz und weiß enthält, sondern auch alle Schattierungen dazwischen. Die Spannung, die so aufgebaut wird, hält sich das ganze Buch über. Auch wenn man sich ein bisschen mit den Borgia auskennt, wird es nie langweilig. Die Autorin schafft es, die Geschichte anschaulich und lebendig zu machen. Da kommt keine Fernsehserie mit.Ein flüssig zu lesender Schreibstil trägt das übrige dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Abgerundet wird das ganze noch durch eine politische Landkarte der damaligen Zeit und einem Familienstammbaum. Gerade letzterer ist überaus nützlich, bei den agierenden Personen und deren Verbindungen untereinander nicht den Überblick zu verlieren. Diese faszinierende Historienspektakel ist daher das perfekte Geschenk für Liebhaber gut recherchierter historischer Romane. Die Autorin stellt noch einen zweiten Band in Aussicht, den ich mir nicht entgehen lassen werde.

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Palast der Borgia" von Sarah Dunant

    Der Palast der Borgia
    DieSchwarzeKathatze

    DieSchwarzeKathatze

    Macht, Inzest und Intrigen Mit Meisterhand haucht Sarah Dunant in ihrem Roman "Der Palast der Borgia" der Zeit der italienischen Renaissance Leben ein! Schillernd und packend zeichnet sie den Aufstieg einer Familie in einer Welt aus Intrigen, Lust und Habgier, wie bereits die TV-Serien "Die Borgias" und "Borgia". Ihr hungert nach einer spannenden Geschichte um Macht und Begehren? Dann bewerbt euch jetzt für die Leserunde! Mehr zum Buch: Rom im August, es ist das Jahr 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Sommers. Der Lärm in der engen Gasse unter ihrem Fenster lässt Lucrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit? Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lucrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf: Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden. Denn ihr ehrgeiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italienischen Ländereien zusammen, und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester etwas zu sehr liebt… Hier geht's zur Leseprobe! Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier schon einmal den Buchtrailer: Wie weit ist Rodrigo Borgia bereit zu gehen, um seine Machtansprüche durchzusetzen? Was kommt nun alles auf Lucrezia und ihren Bruder Cesare zu? Ist Blut tatsächlich dicker als Wasser? Findet es heraus und bewerbt euch jetzt bis zum 18. September für die Leserunde!* Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir 25 Exemplare von Sarah Dunants "Der Palast der Borgia"! Um mitzumachen, beantwortet uns einfach folgende Frage: Glaubt ihr, man sollte für seine Familie alles tun oder gibt es Grenzen? Mehr zur Autorin: Sarah Dunant, 1950 in London geboren, ist Journalistin, Radiomoderatorin und Kolumnistin. Sie lebt in London und Florenz und veröffentlichte bereits mehrere internationale Bestseller im Rahmen der Renaissance-Trilogie ("Das Zeichen der Venus", "Venezianische Geheimnisse" und "Das Lied der Novizin"). "Dunant ist eine meisterliche Geschichtenerzählerin." Eva Stachniak, Autorin von "Der Winterpalast" und "Die Zarin der Nacht" *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

    Mehr
    • 382
  • Der Palast der Borgia

    Der Palast der Borgia
    Mine_B

    Mine_B

    12. December 2014 um 16:56

    „Der Palast der Borgia“ von Sarah Dunant ist ein historischer Roman, welcher von den Familiengeschichten der Borgias und auch dessen Intrigen berichtet.   Inhaltsangabe (Quelle: Inhaltsbeschreibung Buchinnenseite): Rom im August, es ist das Jahr 1492. Schon am frühen Morgen ächzt die Stadt unter der Gluthitze des Sommers. Der Lärm in der engen Gasse unter ihrem Fenster lässt Lukrezia aus dem Schlaf fahren. Kann es wahr sein, was der Bote schreit? Ihr Vater, Rodrigo Borgia, der neue Papst? Die Nachricht stellt Lukrezias Leben und das ihrer drei Brüder auf den Kopf: Plötzlich sind sie die mächtigste Familie der Stadt, und das zwölfjährige Mädchen muss in Windeseile erwachsen werden. Denn ihr ehrgeiziger Vater weiß nur zu genau, dass die Hand seiner Tochter mehr wert ist als alle italienischen Ländereien zusammen, und dann ist da noch ihr Bruder Cesare, der seine schöne Schwester etwas zu sehr liebt …   Mit „Der Palast der Borgia“ hat Sarah Dunant ein fulminantes und auch umfangreiches Werk über die Familie Borgia und auch dessen Machenschaften geschaffen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase an den Schreibstil, der mir persönlich ziemlich gut gefallen hat, wird man mitten in die Familiengeschichte der Borgias hinein katapultiert. Zu Beginn muss man sich an die familiären Gegebenheiten und auch die einzelnen Personen gewöhnen, wenn man diese Hürde aber gemeistert hat, steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege. Bei diesem historischen Roman wird sehr viel Wert auf die historischen Gegebenheiten, Fakten und auch die Details gelegt. Wer denkt, dass er mit „Der Palast der Borgias“ einen einfachen, vielleicht auch seichten Roman lesen wird, der hat sich leider gründlich geirrt. Denn dieses Buch ist recht anspruchsvoll und erfordert höchste Konzentration, damit man auch die ganzen Zusammenhänge oder auch die Entwicklung der Geschichte allgemein vollständig verstehen kann. Mir persönlich hat dies ganz gut gefallen, auch wenn man sich manchmal etwas von den Fakten erschlagen fühlt. Aber dadurch habe ich ein richtig gutes Bild über die damalige Zeit bekommen und auch über das Leben im Vatikan. Auch die jeweiligen Charaktere wirken durchaus real und vielseitig, sie machen eine Entwicklung innerhalb der Geschichte durch. Die einzelnen Personen wirken auf den Leser am Ende ganz anders als noch zu Beginn der Erzählung. Auch dadurch hat man das Gefühl, dass man eher ein historisches Werk als einen Roman liest. Auf die Gefühle der einzelnen Charaktere wird nicht detailliert Bezug genommen, diese kann man sich jedoch aus dem Kontext heraus erkennen. Der Schreibstil ist eher nüchtern und legt seinen Schwerpunkt nicht auf die Gefühlswelt. Die Geschichte ist durchweg spannend geschrieben. Durch die einzelnen Intrige und auch die Machtspiele kommen immer neue, unerwartete Wendungen vor, sodass das Buch an keiner Stelle langweilig ist. Man fiebert mit den einzelnen Personen mit und fragt sich, wie ihr jeweiliges Schicksal wohl aussehen wird – welche Position sie in dem ganzen Machtspiel einnehmen werden, auf wessen Seite sie stehen und welche gefährlichen Gegner sie wohl haben oder haben werden. Manche Passagen waren mir persönlich etwas zu politisch und auch strategisch.   Mir hat dieses historische Epos gut gefallen, man sollte aber keine leichte Lektüre erwarten. Auch ist der Schreibstil nicht jedermanns Geschmack. Ich habe noch viel über die Familie Borgia lernen können und vergebe für dieses detailreiche Werk wohlverdiente 4,5 Sterne.

    Mehr
  • weitere