Sarah Endsee

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Sarah EndseeDer Tag dazwischen
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Der Tag dazwischen
Der Tag dazwischen
 (1)
Erschienen am 16.07.2016

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Rezension zu "Der Tag dazwischen" von Sarah Endsee

Sehr spannend!
Steve_Kaminskivor 2 Jahren

Nach »Lena Halberg – New York '01«, dem zweiten Roman aus der vielgelobten Trilogie von Ernest Nybørg, bringt die Edition AV in dieser Saison ein weiteres hochspannendes Buch im Programmbereich »Krimis« heraus: »Der Tag dazwischen« von Sarah Endsee. Das Buch, im Untertitel als Kriminalroman ausgewiesen, hat durchaus Züge eines Politthrillers.

Leonie Langer, die für einen Frankfurter Immoblilienmakler arbeitet, besucht in Varinica, einer mittelalterlichen Adriastadt – hier hat in vielem Dubrovnik Pate gestanden –, ein Seminar über Wirtschaftsethik. Vor einigen Jahren, damals waren die Spuren des Krieges noch überall zu sehen, war sie schon einmal hier. Außer der Anregung durch das Seminar hofft sie nun auch, Steve Rastow wiederzusehen, den sie damals kennengelernt hat.

Nach wenigen Tagen wird eine der Gastdozentinnen ermordet, eine bekannte Cambridge-Professorin. Da Leonie Langer diese noch kurz vor deren Tod gesehen hat, wird sie in die polizeilichen Ermittlungen hineingezogen.

Der die Ermittlungen leitende Kommissar ist Nikolai Baric; da die Ermordete Britin ist, kooperieren die Kroaten mit England, und Baric wird Charles Tomberg von Scotland Yard zur Seite gestellt, der eigentlich selbst einen Todesfall zu untersuchen hat. So viel kann man vorwegnehmen, ohne zu viel zu verraten.

Man wird rasch in die Handlung des Romans hineingezogen. Verdachtsmomente werden ausgestreut, und die Phantasie der Leserinnen und Leser arbeitet daran, zu ergründen, ob es wirklich so gewesen sein kann. Privates und Politisches sind verschränkt, die »richtige« und die »falsche« Seite gehen teils ineinander über; die Personen sind so geschildert, dass sie sich dem Gedächtnis der Leser einprägen – niemand ist nur zu verurteilen, jeder hat etwas Menschliches.

Die gut 350 Seiten des Romans sind in 49 Kapitel unterteilt; in ihnen wird die Geschichte des Buchs immer wieder aus der Perspektive verschiedener Personen erzählt: aus der Sicht Leonies, des ermittelnden Charles Tomberg, einiger weiterer Personen, die hier noch nicht genannt sein sollen. Der Leser, die Leserin muss dann immer mal wieder warten, bis der Handlungsfaden aus der Sicht einer Person fortgeführt wird – auch das ein Mittel, Spannung zu erzeugen.

»Südosteuropäische Geschichte, Politik und die Schicksale von Menschen werden von Sarah Endsee in einer Weise erzählerisch verbunden, die von Anfang bis Ende fesselt«, schreibt der Verlag auf dem Rückseitentext – dem kann ich nur zustimmen.

 

PS 1: Das Cover eines Buchs sagt nichts darüber aus, ob das Buch gelungen oder weniger gut ist, und ist deshalb eigentlich nicht Gegenstand einer Rezension. Das Cover von »Der Tag dazwischen« ist von der Grafikerin so sorgfältig gearbeitet, dass dies erwähnt werden soll. Die symbolische Bedeutung der Abbildungen der Vorder-, der Rückseite und des Buchrückens erschließt sich zum Ende der Lektüre.

PS 2: Es ist schwierig, in einer Rezension, in der man nicht viel von der Handlung verraten darf, die Spannung zu vermitteln, die sich für Leserin und Leser aufbaut. Deshalb mein Rat: selber lesen!

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