Innerste Sphäre

von Sarah Fine 
4,0 Sterne bei32 Bewertungen
Innerste Sphäre
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Positiv (24):
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Ein diesjähriges Fantasy-Highlight!!!!

Kritisch (2):
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ABGEBROCHEN - war nicht so meins.

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Inhaltsangabe zu "Innerste Sphäre"

Vor einer Woche hat sich Lela Santos’ beste Freundin Nadia das Leben genommen. Heute steht Lela nach einem missglückten Abschiedsritual im Paradies und blickt zu einer gigantischen ummauerten Stadt in der Ferne auf – der Hölle. Niemand durchschreitet freiwillig das Selbstmordtor, um an einen Ort zu gelangen, der in Dunkelheit erstickt und von verkommenen Geschöpfen heimgesucht wird. Aber Lela lässt sich nicht so leicht abschrecken – sie ist entschlossen, die Seele ihrer besten Freundin zu retten, auch wenn sie dafür ihr ewiges Leben opfern müsste. Bei ihrer Suche nach Nadia wird Lela von den Wächtern gefangen genommen – ungeheuren, unmenschlichen Aufsehern, die in den endlosen Straßen der dunklen Stadt patrouillieren. Ihr menschlicher Anführer Malachi hat nur eins mit ihnen gemeinsam: seine tödliche Effizienz. Als er die mutige Lela kennenlernt, fasst Malachi einen Plan: Er will sie aus der Stadt schaffen, selbst wenn das bedeuten sollte, dass sie Nadia zurücklassen muss. Denn Malachi weiß etwas, das Lela nicht ahnt – die dunkle Stadt ist nicht der schlimmste Ort, an dem Lela enden könnte, und er schreckt vor nichts zurück, um sie vor diesem Schicksal zu bewahren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781611099225
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:324 Seiten
Verlag:AmazonCrossing
Erscheinungsdatum:26.02.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.06.2014 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Nmayes avatar
    Nmayevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein diesjähriges Fantasy-Highlight!!!!
    Neulich am Selbstmordtor

    Zum Inhalt:

    Lelas Freundin hat sich umgebracht... und sie ist an keinem gringerem Ort als der Stadt der Selbstmörder wiedererwacht...
    Die Stadt, in der Lela auch bereits war, wenn auch nur kurz...

    Als Lela selber stirbt, sieht sie aus der Ferne (vom Land aus) die ummauerte Stadt, die eigens für die Selbstmörder angelegt wurde... die Hölle...

    Lela nimmt sich vor ihre Freundin Natalie zu retten  und begegnet dabei nicht nur den in sich gefangenen Selbstmördern, sondern auch Malachi, dem Wächter.
    Zusammen begeben sie sich auf die Suche nach Natalie...


    Meine Meinung:


    Ich bin nur durch Zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden, dennoch hat es sich schnell zu einem absoluten Highlight für mich entwickelt...

    Am Anfang beschreibt Lela ihr bisheriges und ihr gegenwärtiges Leben, was nicht besonders spannend ist, aber dennoch zu ihrer Geschichte gehört.

    Als sie in die Stadt der Selbstmörder gelangt, die Hölle, wird das Buch schnell spannend, und alle Protagonisten (und sei es nur die kleinste, unbedeutenste Person) ist charakterlich gut abgebildet und lässt einen gut erahnen, um was für eine Person es sich handelt!

    Doch besonders die beiden Hauptprotagonisten Lela und Malachi nehmen den Großteil der Geschichte und das komplette Herz des Lesers ein...

    So ausweglos die Geschichte erscheinen mag und so verkappt Lelas Leben bisher war, umso stärker und faszinierender entwickelt sich die Liebesgeschichte des Buches!

    Die Geschichte rund um die Suche nach Lelas Freundin kommt am Anfang und im Mittelteil größtenteils ohne schnelle, actionreiche Handlungen aus, da die  Geschichten der einzelnen Protagonisten und auch die Gemeinsame total fesseln.

    Nun hoffe ich inständig, das AmazonCrossings sich ein Herz fässt und Band 2&3 auch verlegt!

    Mein Fazit ist: Eine ganz klare Empfehlung!

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    msmedlocks avatar
    msmedlockvor 7 Monaten
    Stimmung

    Dass ich dieses Buch gelesen habe, liegt schon einige Zeit zurück. Ich habe die Rezension immer wieder aufgeschoben, weil ich mir nicht sicher war, ob ich das Buch nicht vielleicht noch einmal lesen würde, um mir manche Details noch einmal ins Gedächtnis zu holen oder weil ich einfach nicht ganz sicher war, was ich denn eigentlich von diesem Buch halten sollte.
    Ich habe das Buch ursprünglich als Hörbuch erstanden. Leider sagte mir die Geschichte damals in Hörfassung überhaupt nicht zu und ich konnte mich nicht recht darauf konzentrieren. Aber eigentlich fand ich die Idee interessant und sie hat mich neugierig genug gemacht, dass ich mich dann doch dazu entschlossen habe, das Buch als Taschenbuch zu kaufen.

    Im Grunde kann ich sehr viele positive Dinge über dieses Buch sagen. Die generelle Idee hinter dem Buch, die Stimmung, die Figuren, die Beschreibungen – all das ist ziemlich großartig.
    Die Idee, dass Selbstmörder nicht in den Himmel gelassen werden, ist ja nicht neu. Das „wissen“ wir seit Jahrhunderten. Sarah Fine hat die ganze Sache allerdings ausgebaut, ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und uns eine ausgeklügelte Welt vorgesetzt, die mir sehr gefallen hat. Alles machte einen Sinn und kam mir gut und richtig vor.

    Über allem hängt eine graue, düstere, trostlose Stimmung wie eine dunkle Wolke. Sogar auf den ersten paar Seiten, als noch nicht alles den Bach runtergegangen ist, scheint etwas zu lauern. Das ist sehr passend. Alles ist grau und düster in der Stadt und die Selbstmörder sind alle so mit sich selbst beschäftigt, dass sich so oder so niemand für irgendetwas anderes interessiert. Ich fand es interessant mit anzusehen, wie Lela als „normaler“ Mensch die Stadt empfindet. Die Trostlosigkeit und die Angst, das Wissen, dass sie schon einmal dort gewesen ist und die grausamen Mazikeen, die sie rekrutieren wollen.

    Das Buch ist spannend, düster und schnelllebig. Dauernd passiert irgendetwas, überall lauert etwas, ständig muss man auf der Hut sein. Das hat mir gefallen.

    Lela ist ein interessanter Charakter. Sie passt gut in das Setting, hat eine Menge Probleme, lässt schnell man die Fäuste sprechen und ist doch aufgrund ihrer Vergangenheit sehr zerbrechlich. Sie hat Tiefe, was genau das ist, was mich so ärgert, denn genau diese Tiefe und Charakterstärke geht in den letzten Kapiteln flöten. Ich kann zwar verstehen, dass Lela ihre Schilde langsam runterfährt und zum ersten Mal beginnt jemandem zu vertrauen. Dass der Ort ihr langsam an die Nieren geht und sie Angst hat. Verstehe ich alles. Aber ich finde es schade, dass sie sich so sehr ändert, dass es gar nicht mehr natürlich wirkt. Sie wird anhänglich und weinerlich und das macht alles kaputt, was man über diesen Charakter erfahren hat.
    Die anderen Figuren sind zwar unterschiedlich und werden vereinzelt auch mal tiefer beleuchtet, aber zu keiner konnte ich eine besondere Bindung aufbauen. Da sich allerdings die meiste Zeit alles um Lela dreht, kam mir das allerdings nicht so gravierend vor.

    Alles in allem ist es sicherlich ein gutes Buch. Der Anfang war sehr stark, nur leider hat das Buch mit der Zeit an Qualität abgenommen. Es war fast so, als wollte die Autorin noch unbedingt die gängigen YA-Muster mit einbringen, was das Buch dann leider eher versaut hat. Ich hätte auch problemlos ohne die Liebesgeschichte leben können. Das Buch ist Teil einer Reihe, die aber leider nicht weiter übersetzt wurde. Für mich ist das nicht schlimm. Das Ende hat mich eigentlich recht zufrieden zurückgelassen und ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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    Enarias avatar
    Enariavor 2 Jahren
    Innerste Sphäre

    Von diesem Buch hatte ich mir eine spannende und düstere Fantasygeschichte versprochen. Die Grundidee birgt auch wahnsinnig viel Potential: Zwei Mädchen, die eine bringt sich um und die andere möchte sie retten. So folgt Lela ihrer besten Freundin Nadia in die ‚Hölle‘, in die Stadt, in der alle Selbstmörder nach ihrem Tod landen. Dort sorgt zudem eine rebellische Dämonenart für Unruhe und die Stadtwächter versuchen ihnen Einhalt zu gebieten. Mitten in diesen Krieg stolpert Lela, um Nadia zu finden.

    Der Anfang dieser Geschichte hat mich sofort gefesselt, allerdings fällt die Handlung dann schnell ab. Schwache Action, kaum Spannung und eine dominierende Liebesgeschichte. Die düsteren Elemente wirken unterentwickelt, die gesamte Beschreibung dieser Welt eher unausgereift. Schade.

    Trotzdem ist Lela als Charakter interessant, denn sie ist willensstark, loyal und selbstlos. Ich mochte die tiefe Verbindung zu ihrer besten Freundin. Sie verliert aber einige Sympathiepunkte, nachdem sie beginnt Gefühle für Malachi, den Captain der Wächter, zu entwickeln. Dann kommt mir einfach zu viel Twilight-Stimmung auf. Daneben war Malachi, Lelas Love-Interest, trotz seines Holocaust-Hintergrunds irgendwie nur flach. Er ist perfekt, ohne Ecken und Kanten. Obwohl er Lela nur kurz kennt, dreht sich plötzlich seine gesamte Welt nur noch um sie und er ist bereit alles für sie zu opfern. Das war für mich schwierig nachzuvollziehen.

    Insgesamt betrachtet war ‚Innerste Sphäre‘ ein Buch, das absolut ok ist – gefesselt hat es mich aber nicht, daher werde ich auch Teil 2 nicht beginnen. Knappe 3 Sterne.

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    Kerstin-Scheuers avatar
    Kerstin-Scheuervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannender und actionreicher Urban Fantasy-Roman mit zarter Teenager-Romanze und tollen Charakteren
    spannender und actionreicher Urban Fantasy-Roman mit zarter Teenager-Romanze und tollen Charakteren

    Warum habe ich es gelesen?

    Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil es vor kurzem als “Kindle Deal der Woche” im Preis gesenkt war. Der Titel und die Kurzbeschreibung bei Amazon klangen nach spannender Urban Fantasy-Unterhaltung. Daher habe ich zugeschlagen.

    Wie war mein erster Eindruck?

    Nach der Lektüre des Prologs war ich erstaunt. Ich hatte mit einer leichten, wenn auch actionreichen und spannenden Fantasy-Story gerechnet. Was ich vorfand, versprach jedoch weniger trivial zu werden: Die Protagonist Lela Santos ist eine “Problemjugendliche”, die zur Gewalt neigt, bereits wegen Körperverletzung im Jugendgefängnis saß und einen Selbstmordversuch überlebte. Zudem scheint sie psychisch noch immer an den Misshandlungen durch einen Pflegevater zu knabbern. Schon der Prolog, der wie der gesamte Roman aus der Sicht von Lela als Ich-Erzählerin geschrieben ist, ist sehr gewalttätig und thematisiert den Drogenmissbrauch unter Jugendlichen. Insgesamt herrscht eine eher düstere Atmosphäre. Die Welt wird als bedrohlicher und gefährlicher Ort dargestellt.

    Wie fand ich …

    … den Anfang?

    Der Prolog ist wirklich ein gelungener Einstieg in den Roman, da er die Protagonistin Lela und ihre Beziehung zu Nadia gut vorstellt. Sarah Fine lässt sich im weiteren Verlauf etwas Zeit, um die Geschichte richtig aufzubauen. Der Leser erhält einen guten Einblick in die Gefühlswelt von Lela. Erst in Kapitel 5 kommt Lela schließlich ebenfalls im Jenseits an. Nur dass es letztlich purer Zufall war, der Lela dorthin führte, fand ich etwas schade. Hier hätte ich mir auf Grund der vorangegangenen Kapitel etwas anderes gewünscht.

    Bewertung: ♥♥♥♥

    … den Handlungsverlauf?

    Der Roman ist wirklich spannend – und das gleich aus mehreren Gründen:

    Dadurch dass er aus Lelas Perspektive geschrieben ist, weiß der Leser nicht mehr als sie. Man ist daher genauso orientierungslos wie Lela, wenn sie im Jenseits ankommt, und muss sich auf die Suche nach Antworten machen. Diese werden nur “häppchenweise” serviert, was ich durchaus reizvoll fand. Auch die Suche nach Nadia ist sehr spannend, weil sich Lela zum Einen dabei mit unheimlichen Wesen, die auf mich etwas vampirhaft wirkten, auseinandersetzen muss. (Es gibt einige sehr spannende, actionreiche und dramatische Kampfszenen.) Zum Anderen läuft Lela aber auch die Zeit davon. Weil sie die Stadt unbefugt betrat, muss sie diese auch innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wieder verlassen, wenn sie nicht an einen noch schlimmeren Ort gelangen möchte. Schließlich wurde mir schnell klar (Kapitel 8), dass zwischen Lela und Malachi mehr entstehen könnte. Es war daher auch spannend, die Entwicklung ihrer Beziehung unter diesen schweren Bedingungen zu beobachten.

    Leider lässt das Timing der Autorin manchmal etwas zu wünschen übrig. Es gab zwei Stellen, an denen mir etwas die Entwicklung fehlte und die Geschichte leicht ins Stocken geriet. Glücklicherweise dauerte es, nachdem ich diesen Eindruck gewann, nur einige Seiten, bis die Handlung weitergeführt wurde. Dennoch hatte ich zu Beginn des 2. Buchdrittels den Eindruck, dass Lelas eigentliches Vorhaben, nämlich die Rettung ihrer Freundin Nadia, durch die anderen Handlungsstränge in den Hintergrund gedrängt wird. Die Autorin tat sich etwas schwer damit, alle Fäden über die Gesamtlänge des Buches gleichmäßig zu entwickeln.

    Bewertung: ♥♥♥♥

    … die Charaktere?

    Lela hat mir als Charakter gut gefallen. Sie ist eine sehr stark junge Frau, die sich nichts gefallen lässt und (etwas zu) impulsiv reagiert. Sie ist vorwitzig und frech und keineswegs perfekt, was wirklich angenehm ist. Leider ist sie auch etwas begriffsstutzig in Bezug auf Malachi, was mich bisweilen zwar echt zur Verzweiflung brachte, andererseits aber durchaus Unterhaltswert besaß.

    Auch Malachi, bei dessen persönlichem Hintergrund die Autorin wirklich viel Fantasie bewies, fand ich gut. Er ist ein sehr strukturierter, starker, junger Mann, der jedoch auch Gefühle zulässt und sich von diesen leiten lässt, obwohl er sich damit in Gefahr bringt.

    Bewertung: ♥♥♥♥♥

    … das Ende?

    Das Ende fiel anders aus, als ich es erwartet hatte, was grundsätzlich schon einmal immer gut finde. Auch ist ein Cliff Hanger eingebaut, der mich sofort nach dem zweiten Band suchen ließ. (Dieser ist gegenwärtig nur im englischen Original erschienen.)

    Mir war es dann aber doch etwas zu perfekt. Es war so etwas wie ein “Happy End mit Einschränkungen”, was zur düsteren Atmosphäre des Romans nicht so recht passte.

    Bewertung: ♥♥♥♥

    … den Buchsatz?

    Der E-Book-Satz ließ sich gut lesen. Die einzelnen Kapitel waren in der “Gehe zu”-Funktion auswählbar. Auch Absätze und Abschnitte war stets richtig gesetzt. An einigen wenigen Stellen fehlte ein Komma oder ein Verb war falsch dekliniert. Dies kam jedoch so selten vor, dass es nicht weiter störte.

    Bewertung: ♥♥♥♥♥

    … das Buch insgesamt? 

    “Innerste Sphäre: Wächter des Schattenlands (Band I)” ist ein spannender und actionreicher Urban Fantasy-Roman mit zarter Teenager-Romanze und tollen Charakteren. Ein paar kleine Wermutstropfen sind allerdings der zu konstruierte Anfang, das verbesserungswürdige Timing der Autorin und das “Happy End mit Einschränkungen”.

    Bewertung: ♥♥♥♥

    Was ich besonders gut fand:

    Sarah Fine kann Landschaften, Orte und Gefühle wirklich sehr gut und bildhaft beschreiben, ohne dabei ausschweifend zu werden. Hierdurch entsteht ein atmosphärisch dichter Roman. Beispiel aus Kapitel 5:

    Altmodische Gaslaternen säumten die kopfsteingepflasterten Straßen und verströmten ein kränkliches, blasses Licht. Keine der Lampen erhellte mehr als einen Kreis von ein paar Metern und es blieben breite, dunkle Streifen unbeleuchtet. Anders als die Straßen selbst, die sich alle glichen, waren die Gebäude eine seltsame Mischung. Das zu meiner Linken war eine Art moderner Bürobau, alles im rechten Winkel, reflektierendes, graues Glas und Metall. Rechts am Rand des Platzes kauerte behäbig ein allmählich zerbröckelndes Lehmziegelhaus.

    Lela hat eine erfrischend ironische Art, die etwas Humor in diese düstere Geschichte bringt, z.B. in Kapitel 10:

    Typisch, zum ersten Mal sagt mir ein Typ, ich wäre schön, und dann bin ich in der Hölle, und er im Delirium.

    oder Kapitel 14:

    Erst flechten wir uns die Haare, dann gehen wir mit allerlei Waffen aufeinander los. Na ja, vielleicht war es gar nicht so anders als der übliche Schulmädchentreff.

    Was ich besonders schlecht fand:

    In der Mitte des Buchs müssen Lela und Malachi auf der Suche nach Nadia durch einen dunklen Turm gehen. Dieser nimmt den Menschen, die ihn betreten, jede Hoffnung, so dass viele keinen Weg mehr hinaus finden. Diese an sich gute Idee war zwar spannend zu lesen; da sich die beiden aber ohnehin bereits in der Hölle aufhielten, um sie herum nur erfolgreiche Selbstmörder existierten und eigentlich alle ohne Hoffnung waren, machte das für mich aber leider nicht so viel Sinn. Es trug auch sonst nichts zur weiteren Handlung bei.

    Auch habe ich bis zuletzt nicht so genau verstanden, was diese düstere Stadt nun eigentlich war – die Hölle oder nur eine Vorstufe davon; immerhin konnte man durch eine Art “gute Führung” gewissermaßen “entlassen” werden?

    Was ich sonst noch dazu zu sagen habe:

    Die Autorin Sarah Fine arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin auch als Kinderpsychologin. Die Erfahrungen hierbei scheint sie in diesen Roman eingebracht zu haben:

    Die Geschichte spielt in einer Stadt, in der ausschließlich Selbstmörder ihr Leben nach dem Tod fristen. Deren geistige Verfassung erinnerte mich schnell stark an die depressiver Personen. Tatsächlich spricht Malachi dann gegen Ende des Romans (Kapitel 29) selbst von Depressiven, wenn er die Stadtbewohner meint. Um die Hölle verlassen zu können, müssen sie erkennen, was sie brauchen und nicht was sie wollen. Dies erscheint mir grundsätzlich ein guter Ratschlag zu sein, um wieder  auf den richtigen Weg zu finden. Genau das soll in einer Psycho-Therapie auch passieren. Auch das Verhalten des Gerichts ganz am Ende der Geschichte erinnerte mich stark an eine Psychotherapie.
    (Blog: Kerstin-Scheuer.de)

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    Lalapeyavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman der alles zu bieten hat. Von Romantik über Action bis hin zum wanenden Beispiel. Ein Muss für alle Leseratten.
    Überrascht

    Ich bekam das E-Book als Gratisgeschenk von Amazon-Kindle und dachte mir "Was wird das wohl für ein Schmarrn sein. Na was solls, schau mal rein."
    Was war ich überrascht als das Buch schon so gut anfing- und sich dann auch noch weiter steigerte. Ich las es in einem Zug durch, an keiner Stelle gelangweilt. So viel zum Thema: Jedes Buch hat mal eine Stelle über die man rüber muss- nicht bei Lela, Nadia und Malachi. Flüssig, ergreifend und alles in allem Rund bietet dieses Buch auch warnende Beispiele. Selbst kleinste Details wurden spannend eingebunden und machen es jedem möglich sich in die Geschichte rein zu empfinden.
    Ich lese es gern noch ein 2. und sicher auch ein 3. mal und hoffe sehnsüchtigst auf eine Fortsetzung (Auch wenn diese Band 1 vermutlich niemals toppen könnte, so wäre sie doch sicher wieder ein großer Lesegenuß).

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    Lalapeyavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman der alles zu bieten hat. Von Romantik über Action bis hin zum wanenden Beispiel. Ein Muss für alle Leseratten.
    Überrascht

    Ich bekam das E-Book als Gratisgeschenk von Amazon-Kindle und dachte mir "Was wird das wohl für ein Schmarrn sein. Na was solls, schau mal rein."
    Was war ich überrascht als das Buch schon so gut anfing- und sich dann auch noch weiter steigerte. Ich las es in einem Zug durch, an keiner Stelle gelangweilt. So viel zum Thema: Jedes Buch hat mal eine Stelle über die man rüber muss- nicht bei Lela, Nadia und Malachi. Flüssig, ergreifend und alles in allem Rund bietet dieses Buch auch warnende Beispiele. Selbst kleinste Details wurden spannend eingebunden und machen es jedem möglich sich in die Geschichte rein zu empfinden.
    Ich lese es gern noch ein 2. und sicher auch ein 3. mal und hoffe sehnsüchtigst auf eine Fortsetzung (Auch wenn diese Band 1 vermutlich niemals toppen könnte, so wäre sie doch sicher wieder ein großer Lesegenuß).

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    Letannas avatar
    Letannavor 4 Jahren
    was für ein düsteres Szenario

    Lela Sontas hat ihr ganzes Leben bei Pflegeeltern verbracht, ihre Kindheit war alles andere als rosig. Misshandlungen und Vergewaltigungen standen an der Tagesordnung. Jetzt lebt sie bei Diana und endlich geht es aufwärts. Sie lernt Nadia kennen und die beiden werden beste Freundinnen. Nadia kommt aus reichen Verhältnissen und führt allem Anschein ein behütetes Leben, das denkt zumindest Lela zumindest bis Nadia sich eines Tages umbringt. Für Lela bricht eine Welt zusammen, war Nadia doch ihr Halt in ihrem Leben. Dann hat Lela seltsame Visionen, in denen sie im Körper von Nadia in einer düsteren und deprimierenden Welt lebt. Lela kennt diesen Ort, war sie selbst schon einmal hier, als sie selbst einen Selbstmordversuch durchgeführt hat, aber überlebt hat. Als Lela bei einem Unfall kurze Zeit später selbst stirbt, macht sie sich auf die Suche nach diesem düsteren Ort, um Nadia zu helfen. Sie wird von den Wächtern der Stadt aufgegriffen und bekommt unerwartet Unterstützung von Malachi, dem Captain der Wächter. Denn in der Stadt birgt ganz andere Gefahren, von denen Lela überhaupt keine Ahnung hat.

    Ich bin doch sehr überrascht was dieses Hörbuch betrifft. Das Szenario ist wirklich düster und brutal. Das fängt schon mit Lelas Kindheit an und endet dann in dieser "Hölle" für Selbstmörder. Es fließt hier jede Menge Blut und auch sonst geht die Autorin nicht zimperlich mit ihren Charakteren um. Lela ist ein sehr starker Charakter, trotz all der Dinge, die ihr passiert sind, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie will um jeden Preis Nadia aus dieser Stadt befreien. Sie und der Wächter Malachi kommen sich trotz der Umstände näher. Die Liebesgeschichte sorgt da für einen gewissen Ausgleich. Ich würde sie fast schon als etwas kitschig bezeichnen, was aber durchaus in den Rahmen der Handlung passt. Die Autorin lässt sich hier einiges einfallen, und präsentiert uns hier wirklich eine sehr ungewöhnliche Welt.
    Bei dem Buch handelt es sich um den 1. Teil einer Reihe. Zum Glück ist das Ende relativ abgeschlossen, denn bisher wurde der 2. Teil noch nicht übersetzt. Würde aber trotzdem gerne wissen wie es mit Lela und Malachi weiter geht und hoffe, dass da noch was kommt.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 5 Jahren
    Innterste Sphäre

    Meine Meinung (mit Spoiler):
    Selten hab ich so eine tolle Story gelesen, das Buch hat einfach alles: Spannung, Romantik, ein bisschen Horror, Action,... Ich bin echt sauer auf mich, weil ich das Buch so lange auf meinem SuB hatte und es nicht gelesen hab, ich hab echt 1 Jahr lang ne super Stroy verpasst, die mich teilweiße sogar fast zum weinen gebracht hätte, weil ich so feste dabei war in der Geschichte ^^

    Die Story an sich: Lela hat seit Jahren Albträume -  von eine Stadt in der es immer dunkel ist, wo alles hoffnungslos scheint. Als ihre beste Freundin Selbstmord begeht muss sie genau dort hin gehen und das tut sie freiwillig, denn sie will Nadja retten. Eine Reise in die Stadt der Selbstmörder steht ihr bevor, sie wird ein Abenteuer erleben in dem viel Tod herrscht, aber auch immer wieder hoffnung aufkeimt. Sie lernt wunderbare Menschen kennen und böse Menschen und immer ist sie auf der Suche nach Nadja...

    Die Hauptfigur: Lela ist ein Mädchen das mehr oder weniger auf die Schiefe Bahn geraten ist. Sie ist bei Pflegeeltern aufgewachsen bei denen sie Misshandelt und Vegewaltigt wurde, sie ist im Jugendknast gelandet und war immer das "böse Mädchen" Doch seitdem sie Nadja kennen gelernt hat, hat sie an eine Zukunft für sich geglaubt, sie hat sich geliebt gefühlt und war regelmäßig in der Schule. Als ihre beste Freundin stirbt bricht für sie eine Welt zusammen, dann lernt man eine Lela kennen die Stark ist, die alles tun wird für ihre beste Freundin und die sicher ist es auch zu schaffen

    Nebenfiguren: Malachi - ein Wächter der Selbstmordstadt eine meiner Lieblingsfiguren in der Geschichte, ich konnte ihn mir richtig gut vorstellen und für mich als hoffnungslose Romantikerin habe ich das ganze Buch lang gehofft das da etwas zwischen lela und ihm sein wird ♥
    Nadja - Lelas beste Freundin Sie ist abhängig von Tabletten, spielt immer die glückliche aber in wirklichkeit ist sie tieftraurig. Sie denkt es bemerkt keiner, aber Lela kennt die richtige Nadja und sie liebt sie trotzdem
    Ana - eine Wächterin der Selbstmordstadt eine Starke Frau die weiß was sie will. Ich moche sie sehr auch wenn sie oft unsympatisch rüberkam. Ich hätte fast geweint als sie gestorben ist

     Der Schreibstil: Der Schreibstil ist wunderbar geschrieben, man wird richtig in die Geschichte reingesaugt und sie schafft es super die Spannung soweit zu heben das man das Buch nicht mehr weg legen will. Ich werde mir auf jeden Fall das zweite Buch holen wenn es rauskommt

    Mein Fazit: Muss man gelesen haben! Es ist wirklich eins der besten Fantasy-Geschichten die ich gelesen habe, ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil in den Händen zu haben :D

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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 5 Jahren
    Rezension zu "Innerste Sphäre" von Sarah Fine

    Was Sarah Fine hier mit "Innerste Sphäre" geschaffen hat, ist ein wirklich gelungener Auftakt für eine vielversprechende Fantasy-Reihe.
    Zunächst kaufte ich mir den Roman lediglich aufgrund des ansprechenden, wirklich toll gestalteten, geheimnisvollen Covers und weil der Klappentext mich neugierig machte. Außerdem war ich auf der Suche nach neuem Lesestoff und griff ganz nach dem Motto "Wenn es auf die Schnelle eben nichts Besseres zu finden gibt..." zu. Tatsächlich erwartete ich ein typisches Jugendbuch mit der immer gleichen Lovestory und womit ich schon gar nicht gerechnet hatte war, dass "Innerste Sphäre" mich zeitweise wirklich schaudern machte und komplett in seinen Bann zog!

    Sarah Fine hat hier eine schaurige, düstere und gruselige Version der Hölle geschaffen, in die Selbstmörder nach ihrem Tod in unserer Welt gelangen. Es ist ihr gelungen dem Ganzen eine solche Lebendigkeit einzuhauchen (die ewige Finsternis, verfallene Hochhäuser, lebendige, monströse Gebäude, die Art und Weise wie Menschen, die dorthin kommen, sich verhalten), dass man die Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung dieses Ortes als Leser geradezu greifen kann. Lelas Eindrücke (das Buch ist aus der Ich-Perspektive Lelas geschrieben) werden so detailliert (und dennoch nie zu dick aufgetragen!) wiedergegeben, dass eine so dichte Atmosphäre entsteht, der man sich einfach nicht entziehen kann. Dazu hat wohl die direkte und z.T. schonungslose Wortwahl der Autorin beigetragen, die manchmal sogar dazu führt, dass man selbst eine Gänsehaut bekommt, wenn etwas besonders Ekliges/Gruseliges beschrieben wird.
    Das düstere Setting wirkt zu keiner Zeit lächerlich oder gewollt und nicht gekonnt, etwas was mir als Liebhaber von eher erwachsener Fantasy sehr gut gefallen hat.

    Auch Kämpfe und Actionszenen, von denen es eine ganze Menge gibt, werden sehr detailliert wiedergegeben und wirken daher ziemlich professionell geschildert und realitätsnah. Teilweise geht es hier schon etwas brutaler zu, als es in den meisten Jugendbüchern der Fall ist, was jedoch keinesfalls geschadet hat. Da ich es wirklichkeitsgetreu mag (auch wenn Blut fließt), war das für mich kein Problem. Auch habe ich nichts gegen Kämpfe einzuwenden, diese ziehe ich sogar öfters einer ausufernden Liebesgeschichte vor. Allerdings muss ich sagen, dass in "Innerste Sphäre" für meinen Geschmack ein bisschen zu oft gekämpft wurde. Eine Actionszene jagt die nächste und es bleibt kaum Zeit für den Leser mal zur Ruhe zu kommen. Natürlich ist dies dem Setting (Hölle) geschuldet, Gefahren (die Mazikin) lauern überall, jedoch war der Roman dadurch wenig abwechslungsreich, was ich etwas schade finde.

    Zudem kam manchmal die Beziehung zwischen Lela und Malachi zugunsten der Action ein bisschen zu kurz. Das heißt jedoch nicht, dass die beiden nicht überzeugend gewesen wären. Im Gegenteil hat Sarah Fine auch mit ihren beiden Protagonisten sämtliche meiner Erwartungen übertroffen. Lela als taffe, selbstbewusste Heldin, die dennoch sehr verletzlich ist, und Malachi als ebenfalls starker Held, doch nicht ohne Schwächen, sind mir schnell ans Herz gewachsen (besonders ihre Vergangenheit war sehr berührend). Bis zum Ende (gerade gegen Ende) hat man um ihr Schicksal gebangt und mit ihnen mitgefiebert. Hervorzuheben ist hier auch, dass das Verhältnis zwischen den beiden ein alles andere als typisches ist, nicht die ewig gleichen, sondern mal vollkommen neue Komplikationen, die frischen Wind ins Genre bringen!

    Abschließend lässt sich sagen, dass "Innerste Sphäre" Fantasy der etwas anderen Art ist, die jedem, der offen für Neues ist, gefallen dürfte. Kurzum: Ein packender erster Band der "Wächter des Schattenlands"-Reihe, der Lust auf mehr macht!

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    his_and_her_bookss avatar
    his_and_her_booksvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die Welt, die Sarah Fine erschaffen hat, ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe.
    eine ungewöhnliche Protagonistin in einem unglaublich fantastischen Setting


    Zitat:
    „Aber alles, was ich sah, war das Selbstmordtor, das sich für mich auftat, mich heimrief. Das tat mir mehr weh als er. Weil ich jetzt wusste, dass der Tod kein Ausweg war.“
    (S. 21)

    „Das einzige Geräusch, das mit Kraft widerhallte, war das Kreischen und Scheppern des Tors, wenn es weit aufschwang und die Selbstmörder willkommen hieß.“
    (S.53)

    Inhalt:
    Lela hat so ziemlich alles mitgemacht, was man sich vorstellen kann, im negativen Sinn. Von einer Pflegefamilie zur anderen weitergereicht wurde sie misshandelt, missbraucht und war sogar im Jugendgefängnis.
    An der neuen Schule sollte es anders werden. Als die Schulschönheit Nadia Hilfe braucht, steht sie ihr zur Seite – und es entwickelt sich eine Freundschaft, die über den Tod hinaus erhalten bleibt. Nadia hat Lela zu einem besseren Menschen gemacht, ihr eine Zukunft geschenkt und sie vor einer weiteren Flucht bewahrt. Lelas Selbstmordversuch vor zwei Jahren hat schreckliche Folgen. Im Beinahe-Tod hat sie die Tore jener dunklen Stadt gesehen, in der die Selbstmörder wohnen. Lela sieht die Stadt jede Nacht in ihren Träumen. 
    Nach Nadias Rückfall in ihren Tabletten-Konsum kommt es zu einem Streit zwischen den beiden.
    Am nächsten Tag ist Nadia Tod. Sie ist in der dunklen Stadt, Lela konnte im Traum durch Nadias Augen sehen. Was dort aber vor sich geht ist düsterer als geahnt.
    Lela will Nadia helfen. Dabei kommt es zu einem Unfall und sie stirbt ebenfalls. Als Unfalltote kommt sie aufs Land, quasi in den Himmel. Dennoch denkt sie an Nadia und hält an ihren Plänen, sie zu retten, fest. Nur mit welchen Konsequenzen?

    Meinung:
    Manche Bücher machen einfach neugierig. So ging es mir mit „Innerste Sphäre“. Die Geschichte klingt so anders und besonders, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

    „Anders und besonders“ trifft es im Übrigen sehr gut. Eine Geschichte, die im Jenseits spielt, kann eigentlich nicht gut beginnen, oder? So war klar, dass mich die Charaktere sehr bald mit dem Tod konfrontieren. 
    Aber auch die Protagonistin selbst ist alles andere als langweiliger Durchschnitt.

    Lela musste in ihrer Vergangenheit sehr viel leiden. So viel, dass sie als einzigen Ausweg die Flucht in den Freitod sah. Dass dieser KEIN Ausweg ist, hat sie sofort bemerkt, als die dunkle Stadt nach ihr rief. Seitdem versucht Lela stets die Kontrolle und einen klaren Kopf zu behalten, weil sonst die Stadt erneut versucht, nach ihr zu greifen. 
    Aufgrund ihrer Vergangenheit hängt sie an dem ersten Menschen, der an sie glaubt: Ihrer Freundin Nadia. Sie macht sich die größten Vorwürfe, dass sie Nadias Veränderung nicht mitbekommen hat und versucht sie daher zu retten.
    Ihre Vergangenheit und insbesondere ihr letzter Pflegevater Rick haben dafür gesorgt, dass Lela Nähe fürchtet, Angst vor Berührungen hat. Doch bei dem menschlichen Wächter Malachi hat sie gegenteilige Wünsche. Sie sehnt sich nach Berührung, nach Nähe und stielt sich sogar einen Kuss.
    Lela ist eine sehr charakterstarke Protagonistin, die eine große Entwicklung durchläuft und vor allem Selbsterkenntnis gewinnt. Sie raucht, ist in richtigem Maße sarkastisch und eine echte Kämpferin. Sie muss sich ihren größten Ängsten stellen und zerbricht nicht daran.
    Lela neigt ab und an zu seltsamen Handlungen, die etwas übertrieben erscheinen könnten. Das hat mich aber kaum gestört, sollte nur kurz Erwähnung finden.

    Malachi ist der Captain der Wächter. Diesen Job haben Menschen inne. Menschen, die eine spezielle Aufgabe haben. Malachi ist eine todbringende Waffe. Er hat sein Ziel und hält konsequent darauf zu… Bis Lela in sein Leben tritt und alles durcheinander bringt, seine Prioritäten neu setzt. Das interessanteste an Malachi ist seine Vergangenheit und der Aha-Effekt, als man endlich mehr über die Wächter-Sache erfährt. Ihr dürft euch freuen.

    Nadia hat natürlich eine nicht ganz unwichtige Rolle in „Innerste Sphäre“, aber im Prinzip taucht sie während der Haupthandlung kaum auf. 

    Viel wichtiger ist die dunkle Stadt. Und das Land davor. Frau Fine hat dem Jenseits ihren eigenen Stempel aufgedrückt, ihre Welt ist so detailliert und gut durchdacht, dass man es sich sicherlich verkneifen wird, an Selbstmord auch nur zu denken.
    Zahlreiche Details wie die Heraufbeschwörung von Wünschen, dem Versinken in Selbstmitleid, der Suche nach dem, was man braucht und dem Unterschied zu dem, was man will. Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten. 
    Die Autorin legt sehr viel Wert auf die psychologische Seite. Auf die Gefühle und Gedanken und beschreibt diese auf großartige Weise.

    Ihr kurzer und prägnanter Schreibstil prägt ein klares Bild der dunklen Stadt und schafft eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. Die depressive Art der Bewohner ist stets präsent, wie auch die der „Gegenseite“. Für die Prise Humor, die die Geschichte würzt und niemals deplatziert ist, sorgt Lelas Sarkasmus.

    Den Spannungsfaden webt Frau Fine gekonnt in ihre Geschichte ein, lässt ihn niemals abreißen, gibt ihm mal mehr, mal weniger Material. Actionreiche Szenen lösen teils emotionale Momente ab, die Spannung ballt sich in Richtung Showdown und bis kurz vor Ende konnte ich nicht abschätzen, wohin mich die Geschichte führen wird.
    Auch wenn das Buch als Band 1 betitelt ist, besitzt es einen sehr runden und zufriedenstellenden Abschluss und kann daher auch als Einzelband gelesen werden.

    Urteil:
    „Innerste Sphäre“ hat mich nicht nur mit seiner durchweg ungewöhnlichen Protagonistin überrascht. Die Welt, die Sarah Fine erschaffen hat, ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn das „gewisse Etwas“, der „Funke“, einfach nicht ganz überspringen wollte. Deshalb gibt es sehr sehr gute 4 Bücher für die Selbstmordstadt.

    Ein Muss für alle Fantasy-Fans, die Neuem und ungewöhnlichen Geschichten offen stehen und es nicht scheuen, in eine düstere, depressive Atmosphäre einzutauchen.

    Die Serie:
    Innerste Sphäre
    engl. Titel: Fractured
    (voraussichtliches Erscheinungsdatum: Oktober 2013)

    ©his-and-her-books.blogspot.de

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