Sarah Fischer Die Mutterglück-Lüge

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Inhaltsangabe zu „Die Mutterglück-Lüge“ von Sarah Fischer

Sarah Fischer liebt ihre zweijährige Tochter – doch sie bereut es, Mutter geworden zu sein. Denn noch immer ist das Leben als Mutter mit vielen beruflichen und persönlichen Einschränkungen verbunden. Väter haben es da leichter. Frauen aber werden in die Mutterrolle gezwängt und zu einer Art aufopfernder Dienstleisterin, deren eigene Bedürfnisse bedeutungslos sind. Und als wäre das noch nicht genug, sollen sie darüber auch noch glücklich sein, denn Mutter zu sein ist erfüllend – wer anders empfindet, gilt als selbstsüchtig oder als Rabenmutter. Sarah Fischer ist eine der wenigen Frauen, die öffentlich zugeben, ihre Mutterschaft zu bereuen. Gnadenlos ehrlich und bisweilen schockierend erzählt sie, wie ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben seit der Geburt ihrer Tochter mehr und mehr verloren ging und warum wir dringend ein neues Mutterbild brauchen, das sich an den Bedürfnissen und Kräften der Frauen orientiert. Der Erfahrungsbericht zur Debatte um „regretting motherhood“.

Ein Werk dass einem zum Nachdenken bewegt. Aber leider, so muss man beim Lesen des Buches feststellen, nicht zum Positiven.

— MatthiasBreimann
MatthiasBreimann

Wir brauchen eine neue Mutterrolle!

— JustineWynneGacy
JustineWynneGacy

Hatte mir einen offenen Dialog gewünscht & stattdessen den Bericht einer Frau, die die meisten Frauen/Mütter so gar nicht repräsentiert

— Suse*MUC
Suse*MUC

Endlich mal ein Buch über das Mutter-sein, dass nicht nur alles mit rosaroter Brille beschreibt.

— himmelspirat
himmelspirat

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  • Wenn es eine Last ist Mutter zu sein!

    Die Mutterglück-Lüge
    MatthiasBreimann

    MatthiasBreimann

    21. April 2017 um 09:14

    Ein Werk dass einem zum Nachdenken bewegt. Aber leider, so muss man beim Lesen des Buches feststellen, nicht zum Positiven.Denn man stellt sich die Frage, warum werden manche Frauen freiwillig Mütter, im besonderen die Frauen, die ihre Karriere einem Kind vorziehen.Dieses Buch gibt einen kurzen Einblick in das Leben der Autorin, seit ihrer Schwangerschaft. Trotz des Versuches ein wenig Humor in das Werk zu bringen, was selten gelingt, ist es zu 99%, pessimistisch Verfasst.Auch viele Statistiken und Untersuchungen, werden vorgestellt um fast schon explizit darauf hinzuweisen, dass alles an der Mutterschaft schlecht ist. Es wirkt fast schon so, als sei das Werk eine Warnung, an Frauen die Mütter werden wollen.Zudem gibt es einen großen Teil an sozialkritischem Inhalt. Der in manchen Fällen der Wahrheit entspricht, größtenteils aber aus der rein subjektiven Perspektive der Autorin entspringt.Alles in allem kann man sagen, dass dieses Buch nur für Frauen geeignet ist, die ohnehin keine Kinder wollen.

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  • Großartig und Wichtig!

    Die Mutterglück-Lüge
    JustineWynneGacy

    JustineWynneGacy

    24. May 2016 um 13:33

    Statt vieler Frauen darf man in diesem Buch nur einer Frau in ihren Gedanken folgen: Sarah selbst. Obwohl sie eigentlich dachte das alles "gut wird", sie den ganzen Druck "schon meistert" und das "Happy End" einfach kommen muss, ist das genaue Gegenteil der Fall. Sie empfindet keine Befriedigung darin Sandkuchen zu backen, sie möchte sich nicht von ihrem Mann abhänig machen und in der Krabbelgruppe fühlt sie sich wie Satan in der Kirche. Alles Dinge die ich vollkommen nachvollziehen konnte - trotz ihres einstigen "Kinderwunsches". 

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  • Beim provokanten Titel zuckt man vielleicht erst zusammen, aber es sind wahre Worte!

    Die Mutterglück-Lüge
    LilStar

    LilStar

    19. May 2016 um 14:38

    Sarah Fischer erzählt in Die Mutterglück-Lüge ihre ganz persönliche Geschichte, die aber sicherlich viele Mütter ähnlich empfinden werden. Sarah Fischer liebt ihr Kind, aber das Muttersein hasst sie, denn es lässt sich nicht mit ihren Bedürfnissen und ihren Wünschen von einem erfüllten Leben vereinbaren. Und genau das ist auch das Thema des Buches. Die Rolle der Mutter in unserer Gesellschaft ist teils wirklich widersprüchlich. Einerseits wird von Müttern verlangt, dass sie voll und ganz für ihre Kinder da sind und ihr Leben und ihre Bedürfnisse quasi ruhen lassen, ansonsten sind sie als Rabenmütter verschrien, gleichermaßen wird ihnen aber nicht die zustehende Anerkennung entgegengebracht für die Arbeit, die sie dadurch haben. Für Mütter ist es vollkommen normal, dass in ihrem Lebenslauf eine Loch klafft. Klar, es ist schön, dass es hier in Deutschland den Mutterschutz, Elternzeit etc. gibt, aber dennoch spiegelt sich das später bei der Rente wieder, denn viele Mütter sind nicht in der Lage auch nach der Elternzeit wieder voll arbeiten zu gehen. Stichwort: Vereinbarung. Die meisten Kinderbetreuungszeiten haben nicht viel mit den tatsächlichen Arbeitszeiten zu tun. Ich persönlich kenne keine Mutter, die nach der Geburt wieder ganz normal in Vollzeit in ihrem alten Beruf arbeiten konnte. Es gab immer Abstriche und wenn nicht gleich der ganze Job gewechselt werden musste, dann wurden die Arbeitszeiten reduziert. Natürlich kann man sagen, dass so etwas doch klar sei, dass Kinder nun einmal Arbeit machen. Aber: in anderen Ländern geht es doch auch! Da sind Mütter teils noch mehr arbeiten und dabei nicht so gestresst, denn dort ist die Kinderbetreuung einfach anders geregelt und bezahlbar. Hier in Deutschland kann man es noch so sehr wollen, aber wenn man hinter sich nicht die halbe Familie stehen hat, die immer einspringen können, wenn es sein muss, dann ist es für eine Mutter kaum möglich sich selbst und ihre Rolle als Mutter gleichermaßen auszufüllen. Das ist sehr schade, denn wie Sarah Fischer in ihrem Buch beschreibt, geht das bei den Vätern durchaus. Das liegt nicht nur an den möglichen Gegebenheiten in Deutschland, sondern auch ganz viel an der gesellschaftlichen Akzeptanz. Überhaupt liegt heute viel an der Gesellschaft. Status ist wichtig, nicht nur im Berufsleben, sondern mittlerweile auch im Sandkasten. Mütter werden unter Druck gesetzt immer mehr und mehr Leistung zu bringen, die allerdings teils einfach total irrsinnig ist und auch kaum Spaß macht oder etwas mit Realität zu tun hat. Aber der Schein muss ja gewahrt werden. Wer da nicht mitmacht, ist raus. Sarah Fischer ist eine Frau, die ihren Job liebt und auf ihre finanzielle Unabhängigkeit nicht verzichten will. Aber egal wie sehr sie jongliert und versucht, sie schafft es einfach mit ihrem Kind nicht ein Leben zu führen, dass es ihr ermöglicht sowohl ihren Job auszufüllen, als auch ihre Rolle als Mutter. Ihre Tochter liebt sie, aber die Rolle, die ihr von unserer Gesellschaft aufgedrückt wird, die hasst sie. Fazit Sarah Fischer hat mit Die Mutterglück-Lüge ihre ganz persönliche Geschichte über ihre Mutterschaft erzählt und ihre Empfindungen dazu. Immer dabei schwingt eine gute Portion Gesellschafts- und auch Sozialkritik, ohne jedoch belehrend zu wirken. Es sind ihre Ansichten, in denen sich aber sicherlich viele Mütter auch wieder finden werden, auch wenn man bei der Aussage, man bereue es Mutter zu sein, erst einmal zusammen zuckt. Mit dem Kind und der Liebe zu eben jenen hat dies jedoch nicht viel zu tun, sondern eher mit der Rolle der Mutter in unserer Gesellschaft allgemein.

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  • Universalempfehlung

    Die Mutterglück-Lüge
    Drea_lohnt

    Drea_lohnt

    08. May 2016 um 19:49

    Sarah Fischer schreibt hier von den Hindernissen in unserer Gesellschaft, die dem Mutterglück entgegenstehen. Von der fehlenden Anerkennung, der Bevormundung, und der undenkbaren Aufgabe, Mutterschaft und Arbeit zu vereinen. Ich empfehle es allen Frauen: Denen, die die Entscheidung in punkto Kind noch zu treffen haben, den glücklichen und Unglücklichen Müttern, für die es geschrieben ist.Eine Rezension die ein bisschen mehr ins Detail geht, findet ihr auf meinem Blog: http://lohntdaslesen.de/die-mutterglueckluege :)

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  • Mutter sein - nur nicht hier

    Die Mutterglück-Lüge
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    23. April 2016 um 21:27

    Sarah ist eigentlich ganz zufrieden. Sie ist erfolgreich im Beruf, hat einen tollen Freund und dann verkündet der Schwangerschaftstest, dass es Zuwachs gibt. „Nur kein Trara“, denkt sie sich und glaubt, Mutterschaft sei auch kein großes Ding. Dann wird sie mit Floskeln und gesellschaftlichen Tabus konfrontiert, mit KiTa-Platzmangel und Geldnot, mit beruflichen Rückschritten und Spielplatzmüttern. Und Sarah wird unglücklich, denkt sich, dass es vielleicht ein Fehler war, ein Kind zu bekommen. Sarah Fischer ist geübt im Schreiben. Sie ist Vortragsreferentin über das Thema Mongolei, hat Reiseführer geschrieben und fürs Fernsehen gearbeitet. Mit einer Co-Autorin (Shirley Michaela Seul) an ihrer Seite hat sie nun von ihrer Mutterschaft erzählt und warum sie damit unglücklich ist. Groß belegt und belehrt sie dabei immer wieder: Sie liebt ihre Tochter, sie würde alles für sie tun, tut es im Grunde ja auch, und dieses Buch schreibt sie auch dafür, dass ihre Tochter sich später nicht mehr rechtfertigen muss. Im Grunde ist das Buch nur das: Ein Aufbegehren dagegen, alles für das Kind tun zu müssen mit der Begründung, es für das Kind zu tun. Klingt paradox. Vielleicht habe ich ihr deswegen nicht wirklich glauben können. Gerade weil die Autorin hier die Rolle der Erzählerin einnehmen will und ihre Erlebnisse in Bezug zur #regrettingmotherhood-Debatte setzt, glaube ich nicht, dass Sarah Fischer ihre Mutterschaft per se bereut. Sie gibt selbst zu, dass sie glücklich war und manchmal noch ist. Dass sie die Schwangerschaft genossen hat, die ersten Tage mit ihrer Tochter, die Glückseligkeit des Frischmutterseins. Hier springt der Untertitel Warum ich lieber Vater geworden wäre ins Auge, denn Sarah Fischer leidet unter der gesellschaftlichen Vorstellung von Mutter, die sie gar nicht erfüllen will. Sie lässt sich unter Druck setzen und drückt gleich selbst noch einmal mehr dazu. Sie will alles leisten, 200%, voll arbeiten gehen, voll Mutter sein – und macht dann doch bei beiden Bereichen Abstriche, die sie nicht machen will. Sie ist nicht in die Mutterfalle geraten, sondern in die Vereinbarkeitsfalle. Tatsächlich geht es wenig um das Muttersein an sich. Es geht nicht um Müdigkeit und Kinderkrankheiten, Elternabende oder Trotzattacken. Nicht einmal darum, dass der Mann sich nicht ums Kind kümmert, denn Sarah Fischer hat einen Mann, der nach dem Heimkommen sofort zum Kind rennt und mitspielt. Es geht vielmehr um die Trägheit, die das Muttersein mit sich bringt. Das Gefühl immer dasselbe zu tun, ohne dass sich etwas ändert, der persönliche Stillstand, während um sie herum alles weitergeht. Die tiefe Tristesse beim fünfzigsten Schaukeln des Kindes noch „hui“ zu rufen. Und den permanenten Blick von außen, der mehr will, kritisiert und nie zufrieden gestellt werden kann. Vielleicht hätte Frau Fischer in einem anderen Land eine sehr glückliche Mutter werden können. Eine, die sich nicht zwischen „Ich will beweisen, dass ich alles kann“ und „Ich muss mich dem Druck beugen“ zerreißt. Insofern ist dieses Buch weniger persönliches Schicksal einer mit der Mutterschaft an sich unglücklichen Frau, die die Zeit zurückdrehen will, sondern vielmehr das Aufzeigen eines gesellschaftlichen Ungleichgewichts, eines nicht zu erfüllenden Ideals. Unter dem Deckmantel „Ich tue das für meine Tochter“ wird dann aber auch diese Aussage heruntergefahren. Dabei sollte die Autorin wenigstens den Mut haben zu sagen: Ich will, dass sich etwas für mich ändert, ich schreibe das für mich.

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