Sarah Harian

 3,2 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Eight Will Fall.

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Cover des Buches Eight Will Fall (ISBN: 9781250196644)

Eight Will Fall

 (6)
Erschienen am 26.11.2019

Neue Rezensionen zu Sarah Harian

Cover des Buches Eight Will Fall (ISBN: 9781250196644)lunalulu34s avatar

Rezension zu "Eight Will Fall" von Sarah Harian

Schöner und atmosphärischer Fantasyroman mit teils recht grausamen Szenen
lunalulu34vor einem Jahr

Larkin gehört zu den Empathen und kann Emotionen von Anderen erkennen und daraus Energie ziehen, um Magie zu wirken. Da damit oft zerstörerische Magie ausgeübt wird ist es Empathen in Demura verboten ihre Kräfte einzusetzen. Da Larkin sich aber eines Tages nicht beherrschen kann wird sie verhaftet, doch anstatt in den Kerker geworfen zu werden wird sie mit 7 anderen Emphaten, die auch verhaftet wurden zur Königin gebracht. Sie alle bekommen den Auftrag in eine tiefe unterirdische Höhle zu gehen, herauszufinden warum im ganzen Königreich große Löcher im Boden auftauchen und Menschen verschwinden und wenn sie die Ursache gefunden habe diese zu vernichten. Es stellt sich schnell heraus, dass das eine schwierige und tödliche Mission ist, auf die sie von der Königin geschickt werden. 

Das Buch hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Es hat mir besser gefallen als erwartet. Die Idee der Emphaten und ihrer Kräfte war sehr interessant. Die Charakter, allen voran Larkin waren schön beschrieben. Manchmal haben sie einfach nicht lange genug gelebt, um eine Bindung zu den Figuren aufzubauen. Die Höhle, in der der Großteil der Handlung sich abspielt war sehr beeindruckend. Alles war sehr genau und detailreich beschrieben. Die dunkle und gruselige Atmosphäre kam sehr gut raus. Einige Beschreibungen von Monstern oder deren Opfern ließen mich schaudern. Die Grausamkeit die teilweise dargelegt wurde hat es in sich. 

Fazit: Schöner und atmosphärischer Fantasyroman mit teils recht grausamen Szenen

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Cover des Buches Eight Will Fall (ISBN: 9781250196644)SandraKaths avatar

Rezension zu "Eight Will Fall" von Sarah Harian

Da wäre mehr drin gewesen
SandraKathvor einem Jahr

Die siebzehnjährige Larkin ist ein Empath - sie hat die Fähigkeit, aus den Emotionen anderer Magie zu ziehen. Je nach Art der Emotion kann sie daraus Dinge beschwören oder zerstören. Doch Magie ist in Demura verboten und Larkin wird verhaftet, als sie sie anwendet. Gemeinsam mit sieben anderen Kriminellen wird sie auf eine Mission in die Untergrundwelt "The Reach" geschickt, um ein uraltes Böses zu finden und zu besiegen. Und nicht alle Acht werden diese Mission überleben.


Insgesamt bin ich zwiegespalten, was die Bewertung angeht. Und wenn ich zwiegespalten bin, hab ich anscheinend viel, was ich loswerden muss...

 

Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall das Magiesystem und das World-Building. Die Idee, Magie aus Emotionen zu ziehen und je nach Art der Emotion Dinge zu beschwören oder zu zerstören, war für mich neu und wirklich originell. Die Figuren haben in der Theorie dadurch große Macht, jedoch ist ihre Magie beschränkt: sie können nicht ihre eigenen Emotionen nutzen und sind deswegen genauso machtlos, wie ein normaler Mensch, wenn sie alleine sind.

Auch die Untergrundwelt des Reach war sehr atmosphärisch. Sie hat mich fasziniert, mit ihren klaustrophobischen Gängen, der Dunkelheit, den lumineszenten Kristallen, den Monstern (Until-Dawn-Vibes) und den schaurigen Mutationen. Die Horror-Elemente sind der Autorin gut gelungen und hätten ruhig noch etwas mehr ausgearbeitet werden können. Die rasante Spannungszunahme durch den ersten Charaktertod hat mich richtig gepackt und mein Interesse geweckt. Obwohl es zum Ende hin etwas abstumpft, kamen zwischendrin immer wieder Momente auf, wo ich schockiert die Hand vor den Mund geschlagen habe.

Hintergrundinformationen zur Welt wurden relativ geschickt eingeflochten, indem zwei der Figuren immer wieder alte Geschichten erzählen, sich gegenseitig korrigieren und die Fragen der anderen beantworten.

 

Bei den Charakteren bin ich ebenfalls ein bisschen gespalten. Einerseits fand ich es sehr cool, acht verschiedene Protagonisten zu sehen – wer überlebt? Wer verbirgt ein Geheimnis? Wem kann man trauern? Wo gibt es Konfliktpotenzial?

Andererseits blieb wenig von dem Potenzial genutzt – abgesehen vom Schockfaktor bei einigen Toden. Manche davon haben mich auch ehrlich getroffen, (die kann ich der Autorin nur schwer verzeihen,) andere wiederum gar nicht, hier kam keine Bindung zu den Figuren auf. Der Leser weiß durch die Inhaltsangabe und durch den Aufbau der Story bereits vor Beginn der Quest, dass nicht alle Figuren überleben werden. Leider ist relativ absehbar, wer leben darf und wer nicht.

Gut fand ich dabei, dass acht Protagonisten nicht auch acht Perspektiven bedeutet haben. Mir hat eine Perspektive vollkommen gereicht. Besonders, da so Zweifel über die Absichten und Gedanken der anderen Figuren gelassen werden.

Ein zusätzlicher Spannungsfaktor wird nämlich eingebaut, als die Königin den Figuren zu Beginn ihrer Reise erklärt, es sei ein Verräter unter ihnen, der heimlich für sie spioniert. Das ist doch mal interessant! Die Gruppe muss sich aufeinander verlassen, um die Gefahren im Reach irgendwie zu überleben, aber einer im Team könnte ein Saboteur sein? Leider wurde auch diese Möglichkeit viel zu wenig ausgearbeitet und am Ende – als ich es ehrlich gesagt schon wieder vergessen hatte – in einem Nebensatz noch aufgeklärt und abgetan.

 

Bei der Kritik zum Ende / der Auflösung begeben wir uns in Spoiler-Gebiet, deswegen eine Warnung hier:

 

Dafür, dass die ganze Mission im Grunde ein Himmelfahrtskommando war, war der große Konflikt am Ende überraschend leicht geklärt. Der Schurke will getötet werden? Dann versteh ich ehrlich gesagt nicht, für was die Charaktertode zuvor notwendig waren. Die unnötigen Charaktertode ziehen sich aber auch noch weiter, als die Überlebenden den Untergrund verlassen. Garrans Tod war plötzlich und plump, irgendwie sehr stumpf, es kam wenig bis keine Emotion auf – auch dadurch, dass Larkin selbst keine Emotion aufkommen lässt, als sie die Leiche ihres Bruders findet.

 

Insgesamt war das Ende eher antiklimaktisch. Man kommt zum großen Showdown, das Buch hat aber noch ein paar mehr Seiten und man fragt sich: „Was soll da noch kommen, sind wir noch nicht am Ende?“. Aber statt Spannung erwartet den Leser hier eher Verwirrung. Der große Konflikt, auf den die Geschichte hinarbeitet, wird viel zu leicht und schnell deeskaliert und verzögert, indem man kurzerhand einen neuen Bösewicht findet. Es hat gewirkt, als ob man versucht hätte, immer noch einen drauf zu setzen und die Erwartungen des Lesers nochmal zu übertrumpfen, solange, bis man es irgendwann übertreibt, die ganze Sache unrealistisch wird und der Leser nicht mehr wirklich dabeibleibt oder überrascht ist.

 

Der Showdown mit Ilona, Hela, Amias, Larkin und Vania war verwirrend. Kurz soll wohl der Schock hervorgerufen werden, dass Hela doch eine Verräterin war. Aber das wirkt nicht, weil dafür nicht genug Erwartungshaltung aufgebaut wurde, und auch nicht genug Zeit gelassen wird, den Schock aufzunehmen, bevor schon wieder Entwarnung gegeben wird. Stattdessen fragt man sich nur, was eigentlich gerade passiert ist.

Ilona bzw. Melay ist eigentlich zu keiner Sekunde im Buch wirklich als Bedrohung wahrzunehmen, besonders zum Ende hin nicht mehr, da sie allen anderen Hauptfiguren im Buch meilenweit unterlegen ist. Ihr einziger Trumpf sind ihre Geisel, wobei unverständlich bleibt, wie sie überhaupt in ihre Gewalt geraten konnten, wenn Melay doch so wenig praktische Macht hat. Wie konnte sie Kyran überhaupt besiegen? Auch bleibt unlogisch, wie sie Rahele (und evtl. auch andere Empaths) dazu bringen konnte, ihr zu dienen.

Zudem hat Melay keine tiefere Motivation außer Machtgier. Wenn wir schon dabei sind, was genau war Kyrans Motivation? Rache? Und was ist mit den anderen Disciples? Schade, dass man von ihnen nicht mehr gesehen hat.

 

Dass Larkin am Ende Kyrans Nachfahrin war, war nicht unbedingt überraschend, auch wenn mehrmals versucht wurde, den Leser hier auf eine falsche Fährte zu locken.

Es war eine coole Idee, dass die sieben Jugendlichen die Nachfahren der Original-Sieben waren – allerdings waren sie vom Alter her – bis auf Brielle – noch etwas sehr nah aneinander. Auf jeden Fall erklärt das, warum gerade Jugendliche für die Mission ausgewählt wurden.

 

Die Überraschung, dass die Original-Verbannten alle auch nach tausend Jahren noch leben, ist vielleicht beim ersten Mal geglückt. Bei Bianca, der Heilerin, ist auch noch nachvollziehbar, wie sie sich mit ihren magischen Fähigkeiten so lange am Leben erhalten konnte. Bei den anderen ist es weder logisch noch überraschend, dass sie noch leben – und spätestens als herauskommt, dass Melay in Wahrheit Ilona ist, konnte doch wirklich niemand mehr schockiert sein, oder?

Auch verstehe ich nicht, warum so breit erklärt wird, dass jeder der Disciples ein besonderes Talent spezialisiert hat, wenn das am Ende nicht zuzutreffen scheint? Larkin hat eine höhere Luminite-Resistenz als Amias, der darin eigentlich Spezialist sein sollte. Sie kann Amias heilen, obwohl darin eigentlich nur Elf besonders talentiert sein sollte. Auch die Disciples selbst scheinen alle Biancas Heilkünste zu besitzen, wenn sie nach tausend Jahren noch leben? Schade, hier hätte man die Stärken und Schwächen der Figuren besser ausspielen können.

 

Kritische Themen wie emotionaler Missbrauch, Verlust und Trauer, Gewalt, Unterdrückung und Rebellion bis hin zum Genozid werden angedeutet, bleiben aber meistens noch recht oberflächlich. Hierfür fehlte bei dem Buch einfach der Platz, um die Thematiken tiefer zu erarbeiten.

 

Ich fand’s auf der einen Seite erfrischend, mal wieder ein Standalone zu lesen, weil in YA viele Bücher und Serien unnötig in die Länge gezogen werden, auf der anderen Seite finde ich, dass diesem Buch ein zweiter Teil sehr gut hätte tun können.

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