Sarah Haywood

 4 Sterne bei 22 Bewertungen

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Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte

Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte

 (21)
Erschienen am 19.03.2018
Der Kaktus

Der Kaktus

 (1)
Erschienen am 01.08.2019

Neue Rezensionen zu Sarah Haywood

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Rezension zu "Der Kaktus" von Sarah Haywood

Titel etwas irrführend, Buch lesenswert
Normal-ist-langweiligvor 15 Tagen

Meine Meinung:

Zu allererst: Ich empfinde den Titel tatsächlich irreführend. Ich dachte, dass Kakteen und Küsse eine deutlich wichtigere Rolle spielen würden als sie letztendlich tun. Wer eine bezaubernde Liebesgeschichte erwartet mit einem etwas schrulligen, skurrilen Charakter ist eher falsch.

Die Geschichte hat eher was von einer Selbstfindung und von der Aufarbeitung von Familienschwierigkeiten und Problemen aus der Vergangenheit. Susan war mir lange Zeit recht unsympathisch. Ihre Verhaltensweisen lassen sie egoistisch und überheblich wirken und es wird während der ganzen 400 Seiten nicht klar, ob Susan jetzt einfach so ist, weil sie so sein will oder ob bei ihr eine Autismus Spektrum Störung vorliegt. Das habe ich nämlich die ganze Zeit gedacht und denke es auch jetzt noch, da sie sich selbst an den Verhaltensweisen anderer Menschen orientiert und diese nachahmt. Sie überlegt sich, was andere wohl von ihr erwarten würden und handelt dann so. Zudem hatte ich gelesen, dass es Lesern von „Das Rosie-Projekt“ empfohlen wird und hier hat der Protagonist das Asperger Syndrom.

Ich habe vor allem das erste Drittel sehr gerne gelesen. Susan kennenzulernen, ihre Gedanken, Probleme, ihre Familiengeschichte, ihre Arbeit, das alles fand ich interessant und auch spannend. Leider zieht sich die Geschichte danach an einigen Stellen doch sehr und zusätzlich habe ich an zwei Wendungen doch „ewig geknabbert“! Die zweite Wendung kam für mich sehr überraschend, da ich eigentlich dachte, dass derjenige, um den es sich dreht, gar nicht an diesem Geschlecht interessiert ist. Hier habe ich den Text anscheinend missverstanden bzw. falsch gedeutet. Bei der ersten Wendung konnte ich kein einziges Mal ein Gefühl beim Lesen spüren, auch wenn Susan mir das versucht zu vermitteln.

Ich konnte leider insgesamt keine wirklich Beziehung zu Susan aufbauen, auch wenn ich immer wieder über manch eine ungewollte Situationskomik schmunzeln musste. Ungewollt deshalb, weil Susan ihre Äußerungen eigentlich ernst meint, diese aber von anderen Menschen anders bzw. gegensätzlich verstanden werden. Auch Susans Bruder konnte mich leider aufgrund seines Verhaltens nicht überzeugen. Er konnte leider an nur wenigen Stellen punkten und das erst am Ende!

Lesen lässt sich die Geschichte sehr leicht. Ich mochte Susans Sturheit und ihre Verbissenheit. Wenn sie sich etwas vorgenommen hatte, arbeitete sie auf ihr Ziel hin, koste es, was es wolle. Das hat mir gefallen. Auch ihre Entwicklung am Ende konnte mich überzeugen und ließ mich tatsächlich mit einem Lächeln zurück!

Fazit:

Susan hat schon was. Sie ist sehr speziell und ihre Geschichte konnte mich an einigen Stellen überzeugen. Es handelt sich aber meines Erachtens eher um eine Familiengeschichte und die Suche nach dem eigenen Glück als um eine Liebesgeschichte. Diese ist eher nebensächlich. Auch die Kakteen kommen zwar immer mal wieder – jedoch nur am Rande vor.

 (3 / 5)

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Rezension zu "Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" von Sarah Haywood

Eine ganz schön stachelige Angelegenheit
Judikovor 7 Monaten



Kakteen küsst man nicht...


...denn durch ihre umgewandelten Blätter, in Form von Stacheln, kann dies ganz schön gefährlich sein. 


Susann Green liebt nicht nur Kakteen, sie benimmt sich auch so. Ihre Unnahbarkeit ist ihr persönlicher Schutz um nicht angreifbar zu sein. Kommt ihr jemand zu nah, kann sie schon mal piksen. 


Außerdem lebt sie allein, geht täglich ihrem Job nach und ist immer völlig durchstrukturiert. Soziale Kontakte sind ihr eher egal. Selbst zu ihrer Mutter und ihrem Bruder hält sie den wenig.  Bis eines Tages, als der Anruf kam, ihre Mutter sei verstorben. 


Ab nun muss sie sich mit ihrem chaotischen Bruder um das Erbe streiten. Das allein macht ihr aber nicht nur Sorgen, sondern auch der Umstand, dass ihr jeden Morgen übel ist. 

Ist sie etwa schwanger?  


Die Geschichte ist in der Ich-Formgeschrieben, somit bleiben uns Susans Gedanken auch nicht verborgen. Genau das gefiel mir anfänglich richtig gut, da diese Gedanken oft sehr lustig und skurril waren. Typisch britischer Humor eben. Schnell spürt man, Susan ist eine ganz besondere Person, hinter deren Fassade sich eben nicht nur Logik und Selbstsicherheit verbergen.


Mit Fortschreiten der Geschichte fand ich es dann aber immer mühsamer, da Susans Charakter eben nicht nur „besonders gut“, sondern auch „besonders anstrengend“ war.

Ebenso anstrengend fand ich den Mittelteil, der mir zu sehr um die Streitigkeiten des Erbes ging, auch wenn es, wie ich später herausfand, wichtig für diese Geschichte war. 


Dann gab es noch Susans zweiten Schicksalsschlag, den ich viel interessanter fand und der auch noch, in einem Kapitel, mit einem Cliffhanger endete. Somit fieberte dem Fortfahren dieses Geschehens entgegen, musste mich aber vorher durch die Streitigkeiten mit dem Bruder quälen.


Das Herbeigesehnte kam dann am Ende der Geschichte, dessen Auflösung mir dann noch mal richtig gut gefiel. 

Ich hatte trotz dessen, dass das Buch nur 394 Seiten hat, das Gefühl, wegen der kleinen Schrift und der Längen im Mittelteil, kaum richtig voranzukommen.


Ich kann abschließend all denen dieses Buch empfehlen, die britischen Humor mögen und Geschichten, wie z.B. Eleanor Oliphant, wo es um besondere Persönlichkeiten geht. 


…küsst ihr also einen Kaktus, rechnet stets damit, auch gestochen zu werden.


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Rezension zu "Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" von Sarah Haywood

Die Geschichte spielt in England, London, hat einen schönen Humor, eine originelle Frauenfigur
Buchraettinvor 8 Monaten

Sie ist ein Workaholic, sie lebt in ihrer eigenen Welt mit festen Regeln und Vorsätzen. Sie will keine Familie, Kinder und auch nicht zu viele soziale Kontakte- und ihr ist dauernd schlecht. Beruflich erfolgreich, sehr ehrgeizig und zielstrebig, erscheint die Protagonistin auf den ersten Seiten des Buches und macht mich als Leser dennoch gleich neugierig auf ihre Geschichte.
Sie spricht den Leser immer wieder auch direkt an. Es ist ein wenig ein distanzierter Stil, der sich in der Figur wiederspiegelt, aber dennoch mich als Leser fesselt.
Stück für Stück lässt mich die Figur ein wenig mehr an ihrem Leben teilhaben. Anfangs erfährt man nur Bruchteile, die aber schon einen bestimmten Verdacht bei mir als Leser auslösen.
Was mir am Stil des Buches sehr gefallen hat, ist die immer wieder auftauchende direkte Ansprache des Lesers.
Die Figur wirkt speziell. Sie hat besondere Kennzeichen, wie auch eine große Kakteensammlung. Ihre ganz eigene Persönlichkeit, die die Figur zum Leben erweckt. Eine Frau, Mitte 40, unabhängig in jeder Hinsicht- doch manchmal spielt das Leben dann noch ein Spiel mit einem.
Gelungen ist auch die Gestaltung des Buches. Es wird unterteilt in Kapitel, die jeweils Monate beschreiben, fortlaufend. Die Deckblätter der Kapitel sind mit Kakteenzeichnungen versehen. Auf mich passte dieses Hobby sehr zu ihr, sie wirkt manchmal etwas stachelig.
Die Geschichte spielt in England, London, hat einen schönen Humor, eine originelle Frauenfigur und ist sehr unterhaltsam zu lesen. Vollste Sommerleseempfehlung.

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