Sarah Haywood

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Sarah HaywoodDer Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte
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Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte
Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte
 (19)
Erschienen am 19.03.2018

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Judikos avatar

Rezension zu "Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" von Sarah Haywood

Eine ganz schön stachelige Angelegenheit
Judikovor 4 Monaten



Kakteen küsst man nicht...


...denn durch ihre umgewandelten Blätter, in Form von Stacheln, kann dies ganz schön gefährlich sein. 


Susann Green liebt nicht nur Kakteen, sie benimmt sich auch so. Ihre Unnahbarkeit ist ihr persönlicher Schutz um nicht angreifbar zu sein. Kommt ihr jemand zu nah, kann sie schon mal piksen. 


Außerdem lebt sie allein, geht täglich ihrem Job nach und ist immer völlig durchstrukturiert. Soziale Kontakte sind ihr eher egal. Selbst zu ihrer Mutter und ihrem Bruder hält sie den wenig.  Bis eines Tages, als der Anruf kam, ihre Mutter sei verstorben. 


Ab nun muss sie sich mit ihrem chaotischen Bruder um das Erbe streiten. Das allein macht ihr aber nicht nur Sorgen, sondern auch der Umstand, dass ihr jeden Morgen übel ist. 

Ist sie etwa schwanger?  


Die Geschichte ist in der Ich-Formgeschrieben, somit bleiben uns Susans Gedanken auch nicht verborgen. Genau das gefiel mir anfänglich richtig gut, da diese Gedanken oft sehr lustig und skurril waren. Typisch britischer Humor eben. Schnell spürt man, Susan ist eine ganz besondere Person, hinter deren Fassade sich eben nicht nur Logik und Selbstsicherheit verbergen.


Mit Fortschreiten der Geschichte fand ich es dann aber immer mühsamer, da Susans Charakter eben nicht nur „besonders gut“, sondern auch „besonders anstrengend“ war.

Ebenso anstrengend fand ich den Mittelteil, der mir zu sehr um die Streitigkeiten des Erbes ging, auch wenn es, wie ich später herausfand, wichtig für diese Geschichte war. 


Dann gab es noch Susans zweiten Schicksalsschlag, den ich viel interessanter fand und der auch noch, in einem Kapitel, mit einem Cliffhanger endete. Somit fieberte dem Fortfahren dieses Geschehens entgegen, musste mich aber vorher durch die Streitigkeiten mit dem Bruder quälen.


Das Herbeigesehnte kam dann am Ende der Geschichte, dessen Auflösung mir dann noch mal richtig gut gefiel. 

Ich hatte trotz dessen, dass das Buch nur 394 Seiten hat, das Gefühl, wegen der kleinen Schrift und der Längen im Mittelteil, kaum richtig voranzukommen.


Ich kann abschließend all denen dieses Buch empfehlen, die britischen Humor mögen und Geschichten, wie z.B. Eleanor Oliphant, wo es um besondere Persönlichkeiten geht. 


…küsst ihr also einen Kaktus, rechnet stets damit, auch gestochen zu werden.


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Buchraettins avatar

Rezension zu "Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" von Sarah Haywood

Die Geschichte spielt in England, London, hat einen schönen Humor, eine originelle Frauenfigur
Buchraettinvor 5 Monaten

Sie ist ein Workaholic, sie lebt in ihrer eigenen Welt mit festen Regeln und Vorsätzen. Sie will keine Familie, Kinder und auch nicht zu viele soziale Kontakte- und ihr ist dauernd schlecht. Beruflich erfolgreich, sehr ehrgeizig und zielstrebig, erscheint die Protagonistin auf den ersten Seiten des Buches und macht mich als Leser dennoch gleich neugierig auf ihre Geschichte.
Sie spricht den Leser immer wieder auch direkt an. Es ist ein wenig ein distanzierter Stil, der sich in der Figur wiederspiegelt, aber dennoch mich als Leser fesselt.
Stück für Stück lässt mich die Figur ein wenig mehr an ihrem Leben teilhaben. Anfangs erfährt man nur Bruchteile, die aber schon einen bestimmten Verdacht bei mir als Leser auslösen.
Was mir am Stil des Buches sehr gefallen hat, ist die immer wieder auftauchende direkte Ansprache des Lesers.
Die Figur wirkt speziell. Sie hat besondere Kennzeichen, wie auch eine große Kakteensammlung. Ihre ganz eigene Persönlichkeit, die die Figur zum Leben erweckt. Eine Frau, Mitte 40, unabhängig in jeder Hinsicht- doch manchmal spielt das Leben dann noch ein Spiel mit einem.
Gelungen ist auch die Gestaltung des Buches. Es wird unterteilt in Kapitel, die jeweils Monate beschreiben, fortlaufend. Die Deckblätter der Kapitel sind mit Kakteenzeichnungen versehen. Auf mich passte dieses Hobby sehr zu ihr, sie wirkt manchmal etwas stachelig.
Die Geschichte spielt in England, London, hat einen schönen Humor, eine originelle Frauenfigur und ist sehr unterhaltsam zu lesen. Vollste Sommerleseempfehlung.

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los_lesens avatar

Rezension zu "Der Kaktus: Wie Miss Green zu küssen lernte" von Sarah Haywood

Alles muss planbar sein
los_lesenvor 5 Monaten

Die eigentlich noch gar nicht so alte Susan Green lebt alleine in London, arbeitet bei einer Versicherung und führt ein sehr strukturiertes Leben. Sie hat ihre Tage straff durchgeplant, hasst unvorhergesehene, spontane Ereignisse und meint alles unter Kontrolle zu haben.

Als ihre Mutter stirbt und sie gemeinsam mit ihrem Bruder die Beerdigung planen aber auch mit ihm gemeinsam durchstehen muss, erkennt sie, dass man manchmal einfach loslassen muss um die Kontrolle zu behalten.

Sarah Haywoods Protagonistin Susan Green ist keine echte Sympathieträgerin. Sie gibt sich unnahbar, überheblich und auch ein bisschen spießig. Ihr scheint nichts wirklich Freude zu bereiten, außer vielleicht ihre Kakteensammlung. Aber in Wirklichkeit versucht sie durch ihre Überheblichkeit nur ihre Unsicherheit und ihre Selbstzweifel zu verbergen. Sie hat eigentlich niemanden, dem sie sich wirklich anvertrauen kann oder mit dem sie wirklich befreundet ist. Auch dem Leser offenbart sie sich nicht. So bleibt man, wie die Personen die Susan Green in der Geschichte begegnen, außen vor. Dadurch fiel es mir sehr schwer in den Handlungsverlauf richtig einzusteigen. Der Leser „kratzt“ an der Oberfläche des Romans entlang, denn das Abtauchen in die Tiefe gelingt ihm nicht. Der Verlauf an sich ist recht vorhersehbar und lässt wenig Spannung bzw. Neugierde aufkommen. Das ist sehr schade, denn der Klappentext verspricht eine ansprechende Geschichte.

Was mich allerdings wirklich überzeugen konnte war das tolle Cover. Mit den Kakteen liegt es ja gerade voll im Trend.

Fazit:

Eine interessante Romanidee, deren Umsetzung etwas fehlschlug.

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