Sarah J. Naughton

 3.8 Sterne bei 95 Bewertungen
Autorin von Ich soll nicht lügen, Tattletale und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sarah J. Naughton

Sarah J. Naughton hat zehn Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet, bevor ihr Debütroman 2013 veröffentlicht wurde. Im Englischen hat sie bereits zwei Thriller für Jugendliche veröffentlicht: "The Hanged Man Rises" war auf der Shortlist für die Costa Book Awards und "The Blood List" erschien 2014. Ihr erster Thriller für Erwachsene, "Ich soll nicht lügen", erschien im September 2017. Die Autorin lebt in London mit ihrem Ehemann und zwei Söhnen.

Alle Bücher von Sarah J. Naughton

Ich soll nicht lügen

Ich soll nicht lügen

 (94)
Erschienen am 08.09.2017
The Other Couple - Böses Erwachen

The Other Couple - Böses Erwachen

 (0)
Erschienen am 31.05.2019
Tattletale

Tattletale

 (1)
Erschienen am 23.03.2017

Neue Rezensionen zu Sarah J. Naughton

Neu

Rezension zu "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton

Mitreißend und spannend
Danielakruegervor einem Monat

Rezension zu "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton
erschien im September 2017 im Ullstein Verlag, 380 Seiten

Mags hat seit 14 Jahren mit Ihrer Familie abgeschlossen, abgesehen von einer Weihnachtskarte einmal jährlich, hört sie auch von Ihrem Bruder Abe nichts.

Bis sie einen Anruf bekommt, dass Abe von einer 12 Meter hohen Treppe gefallen ist und nun im Koma liegt.
Mags, die mittlerweile als renommierte und eiskalte Firmenanwältin eher den Luxus gewöhnt ist, zieht vorübergehend in die Sozial Wohnung ihres Bruders.
Mags kann einfach nicht glauben, dass ihr Bruder Selbstmord begangen haben und gesprungen sein soll. Die Polizei ermittelt jedoch nicht in diese Richtung, und auch Abes Verlobte Jody ist überzeugt, dass er schlimme Depressionen hatte und keinen Ausweg mehr sah.
Mags ist überzeugt, dass Jody lügt, kann sich aber auch nicht vorstellen, dass diese was mit dem Tod zu tun hat.
Sie macht sich daran die Wahrheit herauszufinden und stößt schon bald auf Ungereimtheiten.

"Unsere Englischlehrerin sagte immer, die Höhlenmenschen hätten Geschichten erfunden, um einer grausamen, chaotischen Welt einen Sinn zu geben." 
Zitat S. 153

Das Buch wird aus mehreren Sichtweisen geschrieben. Mags, sowohl Jody, als auch andere Charaktere, die während der Geschichte im Buch auftauchen und eine Bedeutung haben, erzählen hier Ihre Gedanken.
Parallel wird immer wieder die Geschichte eines Mädchens erzählt. Diese Geschichte muss jedoch älter sein. Als Leser begreift man aber erst später, wessen Geschichte da erzählt wird.
Die Kapitel sind recht kurz und die Sprache gut zu lesen. Die Spannung hält sich bis zum Schluß, da es die Autorin schafft, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken.
Als man denkt, das Buch müsse jetzt zu Ende sein, stehen einem jedoch noch ca. 100 Seiten bevor, und man fragt sich, was jetzt noch kommt.

Die "Schlussgeschichte" ist vielleicht etwas unrealistisch, nichtsdestotrotz habe  ich als Leser tiefe Genugtuung dabei empfunden.

Viele Male stiegen mir Tränen in die Augen, viele Male war ich auch wütend. Sarah J. Naughton hat viele Gefühle absolut authentisch rüber gebracht und bei mir als Leser geweckt.

Ich fand das Buch sehr gut und gebe eine klare Leseempfehlung für alle, die gern über die Psyche eines Menschen lesen.

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E

Rezension zu "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton

Emotional ergreifend, tiefgehend bewegend
Eva_Endejanvor 2 Monaten

Rezension
Sarah L. Naughton "Ich soll nicht lügen"

Inhalt: Mags Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum?

Meine Meinung: Das rote Cover und auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht.
Die Geschichte wird abwechselnd von Mags, Jody und in einzelnen Kapiteln Mira erzählt. Diese Perspektivwechsel wirken ausgewogen, wobei wir Mags als Hauptprotagonistin am besten kennenlernen dürfen.
Mags reist zu ihrem Bruder, mit dem sie seit Jahren bis auf Weihnachtskarten nichts mehr zu tun hat. Nun ist Abe aber im Krankenhaus und liegt im Koma. Mags trifft dort auf Jody, die vorgibt, die Verlobte von Abe zu sein, und zweifelt von Anfang an am Jodys Aussagen.
Was ist mit ihrem Bruder wirklich passiert? Was weiss Jody, was weiss die Nachbarin Mira? Egal, in welche Richtung Mags recherchiert, nichts scheint die komplette Wahrheit zu sein.

Im Buch geht es hauptsächlich um Emotionen, ich würde es somit eher als psychologischen Spannungsroman als als Thriller bezeichnen.
Der Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen und durch die Perspektivwechsel auch permanent spannend, sodass ich schnell gelesen habe, weil ich natürlich wissen wollte, wer lügt und was wirklich an dem Abend passiert ist, an dem Abe in die Tiefe gestürzt ist.
Einige Cliffhanger sorgen immer wieder für kleine Wendungen und Überraschungen, was mit ausgesprochen gut gefallen hat.
Die Gefühle von Mags, die nach aussen sehr kühl wirkt, fühlten sich für mich im Leseverlauf immer näher und vertrauter an. Auch Jody konnte ich im Verlauf besser verstehen. War sie mir am Anfang sehr unsympathisch, konnte ich im Verlauf aber auch Empathie für sie empfinden. Allerdings waren mir die eingefügten Rückblenden in Jodys Vergangenheit teilweise einen Tick zu krass beschrieben. Dies half zwar, Jody besser zu verstehen, ich bin aber kein Freud von detailliert geschilderten unschönen Situationen.
Der Schluss bringt noch einmal so einiges am Wendung mit sich und hat mir gut gefallen.

Mein Fazit: Ein spannender Roman mit vielen Überraschungen und Wendungen und einer unheimlichen Tiefe an Emotionen, mit denen wir mitfühlen können und dürfen. Ich würde das Buch allen empfehlen, die Bücher wie "Girl on the train", "Gone Girl" oder "Breakdown" mögen, in denen im Fokus Emotionen stehen und kein großes Blutvergießen stattfindet, jedoch sollte jeder Leser einiges an psychischer Gewalt lesen können.

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S

Rezension zu "Ich soll nicht lügen" von Sarah J. Naughton

Wie weit geht man für die Liebe?
Susann_Knadevor 4 Monaten

Die aus Vegas kommende Anwältin Mags fliegt in ihrer alten Heimat um ihren Bruder Abe zu besuchen. Es ist kein gewöhnlicher Besuch, sondern ein Krankenhausbesuch. Abe stürzte 12m von einer Treppe in die Tiefe und fügte sich schwerste Verletzungen zu, sodass sich dieser im Koma auf der Intensivstation befindet. Die einzige Zeugin dieses Unfalls ist die Verlobte Jody, welche behauptet das es sich um einen versuchten Selbstmord handelte, da Abe schon seit längerem an Depressionen gelitten habe. Abe und Mags haben eine zerrüttete Kindheit gehabt, weswegen die Schwester England verlassen und eine neues Leben in den Staaten begonnen hatte. Aber sie zweifelt an den angeblichen Selbstmord ihres Bruders und recherchiert auf eigener Faust. Sie beginnt Befragungen in dem Haus, einer Kirche, welche zu einen Wohnkomplex für Sozialwohnungen ausgebaut wurde, Anfragen bei den anderen Mietern. Doch keiner ist in der Lage Auskunft darüber zugeben. Mags befürchtet, dass sich Jody in Lügen verstrickt und Besessenheit von ihren Bruder Besitz ergreift. Das Buch ist aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben. Die 2 Hauptantagonisten Mags und Jody schreiben jeweils aus ihrer Perspektive. Mags erscheint mir am Anfang sehr arrogant und unnahbar. Im Laufe der Geschehnisse punktet sie aber mit Sympathie. Auch der muslimischen Hausbewohnerin gehören ein paar kleinere Kapiteln. Zu der gegenwärtigen Handlung werden noch vergangene Erinnerungen eingespielt, welche zum Schluss sauber mit der Handlung aufgeklärt werden. Der Schreibstil ist ungewöhnlich, aber schnell einseh- und einlösbar. Zwischenzeitlich flammt die Spannung in Langatmigkeit ab, welche aber schnell wieder aufgebaut hat und zum weiterlesen anregt. Im ganzen ein sehr gut gelungenes Buch.

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