Sarah J. Naughton Ich soll nicht lügen

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Inhaltsangabe zu „Ich soll nicht lügen“ von Sarah J. Naughton

Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer?

»Er war die Liebe meines Lebens.«
»Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?«

»Er war depressiv und wollte sich umbringen.«
»Mein Bruder hatte keine Depressionen.«

»Er ist einfach gesprungen.«
»Und wenn ihn jemand gestoßen hat?«

»Ich bin die Liebe seines Lebens.«
»Bist du seine Mörderin?«
Mags' Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum?
Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von "Girl on the Train" und "Die Witwe".

Ein toller Thriller, der alles zu bieten hat, was ein Thriller-Herz begehrt!

— gedankenbuecherei

Gut & angenehm zu lesen, am Ende alles sehr schlüssig und ein runder Abschluss. Die finale Phase wäre mit mehr Spannung noch besser!

— Vivo

Durchschaubar, sehr einfach geschrieben, aber unterhaltsam als Zwischenfutter ohne Hirnarbeit.

— lensch_devour

Psychothriller, bei dem es darum geht: Wer sagt die Wahrheit und wer lügt?

— vronika22

Zum Ende hin fügt sich alles ineinander und konnte mich daher überzeugen.

— MelE

Spannender Anfang, leider nicht ganz gelungenes Ende.

— KathiKika

Absolut spannender Thriller mit Suchtfaktor

— ShiYuu267

Ein etwas anderer Thriller, welcher einen in die Abgründe des menschlichen Denkens einführt!

— Gucci2104

Spannender, Gänsehaut erzeugender Thriller. Alle haben ein Geheimnis ....

— brenda_wolf

Grausam und Brutal ein würdiger Psychothriller, mit wirklich starken Charakteren und hochinteressanter Story.

— Brixia

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  • Wunderbarer Thriller!

    Ich soll nicht lügen

    gedankenbuecherei

    14. November 2017 um 18:13

    MEINE MEINUNG: Die Geschichte beginnt mit einer Sequenz vor dem eigentlichen Ereignis und mit einer Sequenz nach dem Ereignis. Darauf folgt eine kleine Geschichte aus der Vergangenheit, die man ebenfalls noch nicht einordnen kann. Das war anfangs sehr verwirrend, aber hat auch meine Neugier geweckt und zum Weiterlesen animiert. Erst dann beginnt die eigentliche Geschichte. Der Leser lernt Abe, Jody und Mags kennen. Abe liegt im Koma und die Polizei plädiert auf einen missglückten Selbstmordversuch. Jody, seine Verlobte, ist am Boden zerstört und hält daran fest, dass er bald wieder aufwachen wird. Mags ist Abes Schwester, Anwältin, sehr rational eingestellt und ein wenig kaltherzig. Sie hatte jahrelang keinen Kontakt zu ihrem Bruder, dennoch zweifelt sie an seinem angeblichen Selbstmord, da viel zu viele Fragen ihrer Meinung nach ungeklärt sind. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Mags war dabei meine Liebste, sie ist sehr tough und auch etwas abgekühlt, dennoch mochte ich sie, trotz ihrer schroffen Art. Jody war mir von Anfang an ein Rätsel. Die Liebe, die sie zu ihrem Verlobten beschreibt, wirkt sehr tief, aber auch gestört. Beispielsweise isst sie mit ihm zusammen zu Abend, obwohl er bereits im Koma liegt. Sie hat nicht wirklich akzeptiert, dass er nicht mehr da ist. Deswegen war das mit Jody auch ein Auf und Ab, mal mochte ich sie, mal nicht. Die Kunst, mich eine Person hassen und dann wieder mögen zu lassen, beherrscht die Autorin in diesem Fall sehr. Nach einer Weile wird auch aus Miras Sicht erzählt. Dadurch wird ein ganz neues Licht auf die Angelegenheit geworfen. Mira wohnt im selben Haus wie Jody und Abe und scheint etwas über Abe’s Sturz zu wissen. Auch dieser Charakter hat mir gut gefallen, eine stille Frau, die sich gerne raus halten würde, aber trotzdem Mut beweist, wenn es darauf ankommt. Aufgrund ihrer Zweifel stellt Mags eigene Forschungen an, da sie ihren Bruder liebte und ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, weil sie ihn im Stich gelassen hat. Zuerst ist sie sehr sparsam mit ihren Emotionen, aber im Laufe der Geschichte wird sie immer menschlicher. Nach und nach entwickelte sich auch bei mir ein Verdacht, der zum Weiterlesen antrieb. Schritt für Schritt kommt Mags hinter das Geheimnis, meine Ahnung bestätigte sich, aber die Spannung hat nicht abgenommen, zu viele Fragen blieben ungeklärt. Ein Punkt der mir auch positiv aufgefallen ist, ist dass die Polizei kaum eine Rolle spielt. Die komplette Ermittlung geht von Mags aus, die Polizei hält es nicht mal für nötig, sich einzumischen. Mein Highlight der Geschichte war tatsächlich die Entwicklung, die die beiden Protagonistinnen durchleben. Mags wird liebenswerter und menschlicher, lässt Emotionen zu und wird selbstloser. Auch Jody wandelt sich positiv. Schritt für Schritt kommt der Leser mit Mags zur Auflösung des Falls, die Lösung ist tatsächlich sehr naheliegend und schlüssig. Mein Anfangsverdacht hat sich bestätigt, aber die Details, die noch damit zusammenhängen, haben die Spannung aufrecht erhalten. Das Ende der Geschichte war etwas, das mich wirklich überrascht hat, da ich so etwas in dieser Form noch nicht gelesen habe. Trotzdem hätte ich mir einen anderen Ausgang erhofft. FAZIT: Trotz dessen, dass mich das Ende nicht ganz überzeugen konnte, war das ein toller Thriller, ein bisschen hat er mich vom Stil her an Girl on the train erinnert, und das habe ich auch mit der vollen Punktzahl bewertet. Dieser Thriller konnte mir alles bieten, was ich mir gewünscht habe. Die Charaktere sind toll, Mags ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, mit Fehlern, die sie aber selbst erkennt und an denen sie arbeitet. Die Emotionen kamen gut rüber und auch die Spannung war konstant vorhanden. Klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch!

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  • Psychothriller mit kleinen Schwächen, aber trotzdem empfehlenswert!

    Ich soll nicht lügen

    vronika22

    30. October 2017 um 09:09

    Inhalt: Mags wird informiert, dass ihr Bruder Abe, zu dem sie die vergangenen Jahre nicht wirklich Kontakt hatte, im Koma liegt. Sie fliegt zu ihm. Es wird vermutet, dass er Selbstmord begangen hat und sich mit Absicht die Treppe runtergestürzt hat. Genauso könne es aber auch ein Unfall gewesen sein, oder war es vielleicht sogar Mord? Steckt eventuell Abes Verlobte Jody dahinter? Fragen über Fragen, denen sich Mags nun stellen möchte Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Es wechselt immer die Sichtweise der Protagonisten. So sind viele Kapitel aus der Sicht von Mags geschrieben, ungefähr gleichviele auch aus der Sicht von Jody und gelegentlich auch noch von anderen Protagonisten. Zwischendurch gibt es in kursiver Schrift (und daher gut erkennbar) Rückblenden in die Vergangenheit. Besonders bei diesen Rückblenden haben sich einige menschliche Abgründe aufgetan, die ganz schön erschreckend und aufrüttelnd waren. So etwas wünscht man wirklich niemandem. Wer lügt und wer sagt die Wahrheit? Das ist der Kernpunkt dieses Psychothrillers. Als Leser weiß man an keiner Stelle, wem man denn nun trauen kann und wer lügt. Das ist sehr schön gelöst, und dadurch bleibt es auch spannend bis zum Ende. Besonders gut gefallen hat mir auf Seite 266: „Wenn einem niemand glaubt, wird aus Wahrheit Lüge.“ Teilweise war mir die Geschichte aber zu verworren und nicht so wirklich realistisch und glaubwürdig. Deswegen konnte mich der Psychothriller auch nicht so ganz in seinen Bann ziehen. Insgesamt würde ich das Buch aber auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man Psychothriller mag, die sehr stark psychisch ausgerichtet sind.

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  • Gute Thematik - skurril umgesetzt

    Ich soll nicht lügen

    Cora19

    27. October 2017 um 16:49

    Anwältin Mags möchte den Sturz ihres Bruders Abe aus der vierten Etage seines Wohnhauses aufklären. Welche Rolle spielt dabei Jody, die sich ihr als Abes Verlobte vorstellt? Die beiden Frauen sind sich einander gegenüber sehr misstrauisch. Der Plot wird abwechselnd aus Sicht von Mags und Jody erzählt, einige Kapitel handeln von Nachbarin Mira. Leider weckt lediglich der „Prolog“ Neugier und Interesse. Der Schreibstil der Autorin ist sehr eigenwillig und von daher ist das Buch teilweise schwierig zu lesen. Oft wird in der dritten Person in Gegenwart und Vergangenheit erzählt, so dass dem Leser oft erst am Ende des Kapitels klar wird, von welcher Protagonistin die Rede ist. Dies ist sehr ermüdend und ein Spannungsaufbau kommt hier nicht wirklich auf. Sämtliche Nachbarn des Hauses haben einen psychischen Schaden, was letztlich aber nur verwirrend und nicht relevant ist. Fazit: Meiner Meinung nach hat der Roman den Titel „Psychothriller“ nicht verdient. Mir fehlt hier gänzlich die Spannung und die für einen Psychothriller wichtigen Elemente wie Schockmomente und Wendungen. Auch die vielen „kaputten Seelen“ werten die Story nicht auf. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Vorablesen, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde kennenlernen durfte. 

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  • Psychologisch hochwertig - Thrill nicht vorhanden

    Ich soll nicht lügen

    MelE

    25. October 2017 um 09:16

    "Ich darf nicht lügen" ist ein sehr gelungener Roman, der viele spannende Facetten hat, aber mit einem Psychothriller leider wenig gemeinsam hat. Trotzdem konnte durch die Vergangenheitsbewältigung beider Protagonistinnen einiges an Spannung wahrnehmen, welches mich schockiert und auch dazu antrieb weiter in die Psyche beider Frauen einzutauchen. Lange bleibt im Dunkel verborgen, warum Abe in die Tiefe stürzt. Verdachtsmomente gibt es einige, aber die Wahrheit bleibt lange auf Lügen aufgebaut, da sich einfach zu viele Ungereimtheiten häufen. Mags lädt uns ein, ihren Bruder besser kennen zu lernen und es schockiert und fasziniert gleichermaßen. Die gemeinsame Vergangenheit ist ebenso grausam wie die von Jody. Anders, aber ebenfalls ein Zeichen von Traumata und Eltern, die es nicht wertschätzen Kinder zu haben. Es hat mich mitten ins Herz getroffen und der Ausdruck "Wolf" gleich zu Beginn ist mehr als zutreffend. Mags und auch Abe schaffen es, sich ein Leben fernab der Eltern aufzubauen und dennoch sind diese immer noch präsent. Jody flüchtet sich in Lügen, um ihr Leben zu ertragen. Wer kann es ihr verdenken? Dennoch empfand ich den Titel im Nachhinein wenig passend. Erzählt wird die Story in drei Perspektiven erzählt und dies verwirrt anfangs sehr, dennoch kann es dem Buch damit eine gewisse Spannung geben, denn die drei Frauen erleben unterschiedliches, was zum Ende hin, dann eine Einheit verleiht. Das gemeinsam Erlebte verleiht den drei Frauen eine gewisse Stärke, um erstens zu verarbeiten und zweitens herauszufinden, was wirklich geschah und letztendlich auch, um zu bestrafen. Der Weg dahin ist unglaublich und hat mich zutiefst erschüttert. Im Gesamtpaket lässt sich "Ich darf nicht lügen" sehr gut lesen und hat trotz kleiner Schwächen ein gewisses Potential, um seine Leserschar zu fesseln. Ich konnte zwar keinen Psychothriller wahrnehmen, empfand das Buch deshalb aber nicht schlechter. Zum Ende hin fügt sich alles ineinander und konnte mich daher überzeugen. Gerne eine Leseempfehlung!

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  • Abwechslungsreich

    Ich soll nicht lügen

    KathiKika

    23. October 2017 um 13:09

    Mags wird informiert, dass ihr Bruder Abe, den sie seit Jahren nicht gesehen hat, nach einem Sturz im Koma liegt. Sie soll darüber entscheiden, ob die Geräte abgestellt werden. Kurzerhand fliegt sie von Amerika nach England, um sich selbst ein Bild von Abes Unfall zu machen. Im Krankenhaus trifft sie auf Jody, die behauptet, seine Verlobte zu sein. Irgendetwas hindert sie allerdings daran, an Jodys Unschuld zu glauben. Je mehr sie nachforscht, um so mehr Widersprüche deckt sie auf. Wird sie beweisen können, dass Abes Tod kein Unfall war? Das Buch ist aus der Sicht von Mags, Jody und Mira, einer Nachbarin von Abe geschrieben. Diese Perspektivwechsel gestalten das Buch sehr abwechslungsreich und machen es deshalb absolut lesenswert. Darüber hinaus folgt es weder der typischen Krimihandlung, noch einem Thriller, es werden mehr die Zusammenhänge mit der Zeit klar. Trotzdem geht es so, dass ich am meisten auf Mags Seite war, auch wenn Jody eine schlimme Vergangenheit hat. Interessant finde ich hierbei, wie leicht es doch ist, die Lesenden zu manipulieren. Das Ende kam mir etwas zu schnell und wirkte ein wenig konstruiert. Es war mir ein bisschen zu positiv geschrieben, obwohl ich mir gewünscht hätte,dass Mags und Daniel ein Paar werden. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch.

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  • Extrem Spannend

    Ich soll nicht lügen

    ShiYuu267

    18. October 2017 um 20:37

    Ich soll nicht lügen von Sarah J. Naughton ist einer meiner Neuzugänge in diesem Monat und gleichzeitig das Buch von diesen, das ich direkt als erstes gelesen, oder besser: verschlungen habe. In der Buchhandlung hat mich die knallige Farbe direkt angezogen. Ein kurzer Blick auf das Genre Psychothriller und schon hatte ich das Buch in der Hand um die Rückseite zu inspizieren. Spätestens der Klappentext hatte mich schließlich überzeugt: Das Buch musste ZWINGEND befreit und in ein schönes Zuhause gebracht werden. „Wenn an einem klaren Morgen die Sonne durch das Buntglas scheint, sieht es aus, als wäre derBetonboden blutüberstömt. Doch jetzt ist es nach acht Uhr abends und Licht kommt nur von den Wandlampen in jedem Flur. Ihr trüber Schein fällt auf eine Lache aus Teer oder pech, die sich langsam ausbreitet. Im Zwielicht sieht Blut nicht wie Blut aus.“ ~Seite 7 Schon zu Beginn kreiert Sarah J. Naughton eine sehr düstere Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Diese Stimmung und der konstant aufrecht gehaltene Spannungsbogen haben dafür gesorgt, dass ich Ich soll nicht lügen kaum aus der Hand legen konnte. Das erste Kapiutel startet aus Jodys Sicht, die an Abes Krankenbett sitzt und an ihre gemeinsame Zeit zurück denkt. Nach diesem ersten, kurzen Kapitel schwenkt die Sicht um und man erfährt, dass Mags gerade aus New York anreist und schließlich auf Jody trifft. Durch den stetigen Perspektivwechsel wird schnell deutlich, wie unterscheidlich die beiden sind. Während Jody sehr zurückhaltend und schüchtern wirkt ist Mags eher extrovertiert. Außerdem glaubt Mags Jadys Erzählungen immer weniger und setzt alles daran, die Wahrheit heraus zu finden. Egal mit welchen Mitteln. Die immer wiederkehrende Rückblicke in Jodys aber auch Mags Kindheit verleihen den Protagonistinnen eine enorme Chracktertiefe. Mir fiel es dadurch sehr leicht mich in beide hinein zu versetzen. Bis zu letzt konnte ich den Grund für Abes Koma nicht heraus finden. Wurden doch alle zwischendurch angestellten Überlegungen im Verlauf des Buchs immer wieder widerlegt. Auch nachdem der Grund aufgedeckt ist, bleibt das Buch trotzdem weiter spannend bis zur letzten Seite. Besonders hat mir gefallen, dass das letzte Kapitel aus Abes Sicht geschrieben wurde. Dies hat dem Ganzen für mich noch das emotionale I-Tüpfelchen aufgesetzt und mir regelrecht die Tränen in die Augen getrieben. Insgesamt ist Ich soll nicht lügen von Sarah J. Naughton eins meiner Jahreshighlights. Ein richtig tolles und extrem spannendes Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann.

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  • Wen nur die Lüge bleibt, was ist die Wahrheit dann ?

    Ich soll nicht lügen

    Selest

    16. October 2017 um 22:04

    Zitat:"So etwas wie Wahrheit gibt es gar nicht. Nur die Geschichte, die wir erzählen, uns und den anderen."Unfall,Selbstmord oder Angriff diese Frage stellt sich Magst nach dem ihr Bruder 12 Meter stürzt und schwer verletzt im Krankenhaus liegt.Jahre hat sie ihn nicht gesehen und dann wird sie als machst Angehörige ins Krankenhaus gerufen. Sie versucht ihren Bruder neu kennenzulernen und gleichzeitig herauszufinden was passiert ist. Der erste Verdacht, die seltsame Verlobte die am Bett hockt. Aber ist da was dran ?Interessante Geschichte, wie viel Lüge verträgt die Wahrheit. Sehr schön hat die Autorin hier eine Geschichte erzählt, die alles beinhaltet und doch auch auf ganz wenig Raum auskommt. Wir gehen hier sehr tief in die Charaktere der handelnden Personen und natürlich tun sich Abgründe auf. Die Frage ist, ist alles so wie es aussieht oder trügt der Schein? Genau da wurde einiges in rennen geworfen, um es nicht so einfach zu machen. Zum Teil ist das gelungen, zum Teil zieht es sich etwas. Aber alles in allem hat mir das ganze Buch sehr gut gefallen und ich würde sagen es passt gut in die Abteilung Psychothriller.

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  • Hochspannung ist garantiert

    Ich soll nicht lügen

    katzi87

    13. October 2017 um 09:25

    Inhalt: Mags Bruder Abe ist 12 Meter in die Tiefe gestürzt und liegt seitdem im Koma. Alle gehen von Selbstmord aus, da es keine Zeugen gibt außer Abes Verlobte Jody. Mag und Abe hatten jahrelang keinen Kontakt mehr und auch eine schwierige Kindheit. Dennoch kann Mag nicht glaube das ihr Bruder Selbstmord begangen hat. Da Mag Anwältin ist hinterfragt sie jede Kleinigkeit und kommt so der Wahrheit immer näher.   Meine Meinung: Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkel beschrieben. Hauptsächlich wird aus Sicht von Mag, Jody und Mira geschrieben, die mehr oder weniger am Tag des Geschehens dabei waren. In den einzelnen Kapiteln hat man immer andere Schreibstile so findet man die Er/Sie/Es- Form und manchmal auch die Du Form. Dies fand ich sehr gut, da man so gleich in die Geschichte eintauchen kann und immer neue Details erfährt.   Der Schreibstil ist schonungslos so wie es sich für einen Psychothriller gehört. Es werden traumatische Erlebnisse gerade heraus geschildert und es wird nichts verschönert. Dies trägt dazu bei dass man die Handlung besser versteht und alles realistischer klingt.   Die Figuren sind sehr unterschiedlich und geraten dadurch aneinander. Mags ist die starke, unnahbare Frau die keine Gefühle zeigt. Sie ist schnell gereizt und hasst gefühlsduselige Personen. Jody ist dagegen eine sehr gefühlsvolle Person. Sie ist sehr zerbrechlich und erfindet ihre eigene Welt wo sie glücklich ist, da ihre Vergangenheit sehr schwierig war. Mira dagegen ist weder wahnsinnig gefühlsvoll und auch nicht sehr unnahbar. Sie ist eine emanzipierte schwangere Frau die von ihrem Mann geliebt werden will. Dieser ist jedoch leider nicht an ihr sondern an anderen Männer interessiert.   Das Buch ist eine Mischung aus Hochspannung und Nervenkitzel. Anfangs benötigt man etwas Zeit um in die Geschichte zu finden, wenn man jedoch hineingefunden hat möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen.   Fazit: Ein fantastischer Psychothriller, bei dem es sich auszahlt ihm zu lesen. Hochspannung ist garantiert.

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  • Nicht wirklich ein Thriller, aber die Geschichte haut einen um!

    Ich soll nicht lügen

    sassthxtic

    11. October 2017 um 15:56

    Klappentext:Die junge Anwältin Mags hat den Kontakt zu ihrem Bruder vor langer Zeit verloren, doch nun kehrt sie nach London zurück. Denn Abe liegt im Koma, seitdem er von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt ist. Seine verlobte Jody behauptet, es sei ein selbstmordversuch gewesen. Die Polizei glaubt ihr, doch Mags zweifelt an der Geschichte und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Schnell wird klar: Jody ist eine pathologische Lügnerin, die sich in die wahnhafte Idee einer Liebesbeziehung mit Abe hineingesteigert hat. Wollte sie ihn womöglich töten, weil er ihre Liebe nicht erwidert hat? Oder ist Jody selbst ein Opfer? Mags Suche nach der Wahrheit führt schließlich zurück in die Vergangenheit - in Jodys, aber auch in die eigene Kindheitsgeschichte.Meinung:Ich lese super gerne Thriller, und auch, wenn ich zu Beginn sagen muss, dass "Ich soll nicht lügen" kein "Psychothriller" ist, hat mich das Buch dennoch schnell überzeugt!Das Buch hat jedoch viel mit Psychologie gemein, denn im Buch tauchen fast nur "kaputte" und vom Leben gezeichnete Charaktere auf. Außerdem ist die Geschichte sehr dramatisch, die unerwarteten Wendungen in der Geschichte haben mich zum schnellen weiterlesen animiert.Ich wollte schon gar nicht mehr auhören, weil die Story echt süchtig machte und somit habe ich das Buch verschlungen!Die Kapitel sind in Tage unterteilt; innerhalb dieser Kapitel können wir aus verschiedenen Sichtweisen der Hauptcharaktere lesen; außerdem spielt die Vergangenheit der Personen auch eine große Rolle und gewähren tiefe und grausige Einblicke. In der Geschichte gibt es zudem noch einen kleinen Plottwist, den man am Ende bewusst wahrnimmt - und ich persönlich habe sowas in Büchern immer unheimlich gerne.Von mir gibts 5 von 5 Sternen, weil es ein echt spannendes Buch ist, ein 6. Sternchen gibts als Extra von mir noch oben drauf, weil das Cover ein echter Hingucker im Bücherregal ist!

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  • Solide Spannung

    Ich soll nicht lügen

    DreamingBooks

    09. October 2017 um 09:06

    Inhalt : Die junge und erfolgreiche Anwältin Mags, hat den Kontakt zu ihrem Bruder vor langer Zeit schmerzlich eingestellt, doch als sie die schreckliche Nachricht erreicht, kehrt die junge Frau ohne zu überlegen in ihre Heimat, nach London zurück. Denn ihr Bruder Abe liegt im Koma ,er ist 12 Meter in die Tiefe gestürzt. Seine Verlobte Jody hat eine abstruse Geschichte zu erzählen, Abe soll einen Selbstmordversuch unternommen haben, doch Mags zweifelt stark am dieser Geschichte. Ein erbitterter Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit, zwischen den beiden Frauen entbrennt und eine Frage bleibt, welches Geheimnis hütet Jody und wenn sie nicht die Wahrheit sagt, warum ? Meinung : Dieses Buch, ist ein grundsolider Psychothriller, der zwar deutlich weniger psycho oder spannend ist, als ich es erwartet hätte, dennoch weiß er, auf seine eigene Art und Weise zu überzeugen. Die Autorin Sarah j. Naughton, hat teilweise einen sehr derben, nicht gerade für literarische Liebhaber von Sprache geeigneten Stil. Dennoch weiß sie mit Worten so umzugehen, dass sich zumindest teilweise Spannung zu entwickeln weiß. Die Charaktere sind gut und stets solide ausgearbeitet, auch der Plot, hat einen ansteigenden Spannungsbogen und hält den Leser definitiv am Ball. Für ein Thriller, der das Rad nicht neu erfindet, dem Leser allerdings trotzdem ein paar spannende Lesestunden bereitet, dennoch war mir die Sprache ab und an ein Dorn im Auge. 4 Sterne, für einen Thriller, den man lesen kann, aber sicherlich nicht muss.

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  • Spannende Story!

    Ich soll nicht lügen

    Gucci2104

    09. October 2017 um 07:37

    Fangen wir mal beim Cover an. Mir persönlich hat es nicht so zugesagt. Schon allein durch die düstere Story hätte ich eher dunkle Farben in lila oder schwarz mit blau gewählt. so richtig verstehe ich auch nicht, wieso ein Frauengesicht mit Bäumen im Hintergrund abgebildet ist. Der Zusammenhang erschließt sich für mich persönlich nicht so richtig aber gut.Dafür fand ich die Story super. Mags fliegt zu ihrem Bruder, welcher sich im Koma befindet weil er die Treppe hinuntergestürzt ist...doch war es tatsächlich Selbstmord? Oder hat seine Freundin Jody etwas damit zu tun? Anfangs lernt man die Charaktere nach und nach kennen. Zwar klingt es etwas langweilig, hält einen aber trotzdem bei Laune. Ich habe gestaunt, als ich schon bei der Hälfte war, eigentlich noch nichts so richtig passiert ist und ich es trotzdem nur so verschlungen habe. Man taucht bei den Protagonisten tief in ihre Denkmuster ein und erschrickt teilweise selbst vor den Abgründen. Bis zum Schluss hab ich nicht genau gewusst, wer war es nun und wer lügt? Ein etwas anderer Thriller, der definitiv lesenswert ist!!

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  • Die Wahrheit dahinter ....

    Ich soll nicht lügen

    brenda_wolf

    08. October 2017 um 00:47

    Abe liegt im Koma und wird daraus wahrscheinlich nicht mehr erwachen. Er ist im Treppenhaus zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Seine Verlobte Jody behauptet, er hätte Depressionen gehabt und sei gesprungen. Seine Schwester Mags, eine Staranwältin aus Amerika, die zu ihrem Bruder kaum Kontakt hatte, glaubt ihr nicht. Sie versucht Licht in Abes Leben zu bringen und zieht in Abes Wohnung. Sie befragt die Nachbarn, ob einer von ihnen was gesehen oder gehört hat, sie will die Hintergründe durchleuchten. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal lesen wir aus der Sicht von Jody, einmal von Mags, auch die Nachbarin Mira kommt zu Wort. Dadurch wird man als Leser in die Gedankenwelt der Protagonisten mitgenommen und ist den Akteuren einen Hauch voraus. Die einzelnen Kapitel sind nicht allzu lang. So bleibt die Spannung fast durchgehend erhalten. Die Charaktere sind gut beschrieben. Ich konnte mir ein deutliches Bild von ihnen machen. Mags, die toughe Anwältin, ich mochte sie anfangs überhaupt nicht, für mich war sie kalt wie Hundeschnauze. So fragte sie sich am Krankenbett von Abe, warum man überhaupt Zeit und Mühe aufwandte, um ihren Bruder im Zustand des Vegetierens zu halten, so könnte das Sterben Jahrzehnte dauern. Das fand ich schon sehr, sehr hart, auch wenn die Geschwister sich nie nahstanden. Allerdings konnte ich auch der armen traumatisierten Jody nicht viel abgewinnen. Sie leidet still vor sich hin. Und doch haben beide Frauen Geheimnisse, die der Leser erst nach und nach serviert bekommt. Abe hingegen habe ich uneingeschränkt gemocht. Um ihn hätte ich auch Tränen vergossen. Und dennoch birgt auch sein Leben Geheimnisse. Der Schreibstil erzeugte Spannung und war gut zu lesen. Der Spannungsbogen blieb bis zum Schluss erhalten. Teilweise ging der Thriller schon an die Nieren, nicht zuletzt wegen einiger Themen auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, ohne vom Inhalt zu verraten.  Wer ‚Girl on the train‘ mochte, wird auch diesen Thriller lieben. Die Auflösung am Ende überrascht. Fazit: Gänsehaut erzeugend und lesenswert.

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  • Rezension zu "Ich soll nicht lügen"

    Ich soll nicht lügen

    Brixia

    07. October 2017 um 19:41

    Bisher konnte ich mich mit Büchern aus dem Bereich "Psychothriller" eher weniger anfreunden. Oft waren mir die Abläufe zu verwirrend und ich verlor bei Längen zwischen den Handlungssträngen schnell das Interesse um weiterzulesen. Bei "Ich soll nicht lügen" wollte ich erneut einen Versuch wagen, der Klappentext klang sehr interessant und auch das Cover war sehr ansprechend. Meine Erwartungen waren dementsprechend nicht sonderlich hoch. Am Ende konnte mich das Buch, trotz kleiner Schwächen und einen schwierigen Einstieg, dann doch noch von sich überzeugen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gelungen er ist flüssig zu lesen, spannend, packend und sehr detailliert. Die Autorin hat Ihren Figuren liebevoll Leben eingehaucht und sehr interessant gezeichnet. Dabei hat sie auch die Dialoge sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet, hier gibt es selten Wiederholungen. Mir persönlich hat sehr gut gefallen, das die Charaktere sehr lebendig wirkten durch ihre offensichtlichen Schwächen aber auch Stärken mit der die Autorin sie gezeichnet hat. Das Setting konnte sie mit diesen Rahmenbedingungen gut gestalten. Kurz und knapp, der Einstieg hat mir hier nicht sonderlich gut gefallen so das ich ein wenig Enttäuscht war. Das Problem waren am Anfang die vielen schnell wechselnden Szenen, bei der ich teilweise nicht wusste um wen geht es hier genau. Die Auflösung fand dabei wirklich erst am Ende des Buches statt und bis dahin schwebte die Szene die ganze Zeit in meinen Gedanken herum um sie richtig einzuordnen. Dabei ist der Inhalt kurz zusammengefasst. Abe liegt nach einem schweren Sturz aus dem zwölften Stock eines Treppenhauses im künstlichen Koma. Seine Schwester Mags die damals von Zuhause fortlief fliegt direkt aus Amerika ein. Dabei begegnet sie seiner Verlobten Judy, die felsenfest davon überzeugt ist das Abe an Depressionen erkrankt sei durch seine stressige Arbeit als Altenpfleger und sich das Leben genommen hat. Doch ist das die Wahrheit, den Mags wusste nichts von einer Verlobten und die Bilder die sie in der Wohnung ihres Bruders findet sprechen eine andere Sprache. Da die Polizei nichts tun will beschließt Mags selbst herauszufinden was an jenem Tag im Treppenhaus geschehen ist. Dabei kommt sie sich ihrer selbst, ihrem Bruder und Jody mit jedem Schritt näher und damit auch der Wahrheit. Die Geschichte ist in Kapitel gegliedert mit Zeit - und Namensangaben. Dabei erfährt der Leser die Geschichte immer aus der Sicht einer der Hauptcharaktere. Dazwischen sind Kapitel in kursiver Schrift verfasst die immer wieder in der Geschichte auftauchen und Rückblicke in die Vergangenheit darstellen sollen. Als ich die ersten Rückblicke las, war ich mir nicht sonderlich sicher um welche Figur es hier nun geht. Und ungefähr in der Mitte merkte ich, dass ich mit meiner Vermutung komplett falsch lag. Was mich auf eine Art wirklich überraschte. Durch unvorhergesehenere Wendungen und Szenen hat die Autorin zusätzliche Spannung in die Geschichte eingebracht. Und dazu muss ich ehrlich sagen dass die Autorin hier kein Blatt vor dem Mund nimmt und wirklich die ganze Grausamkeit und Brutalität der Geschehnisse beschreibt. Über Jodys schreckliche Vergangenheit war ich tief erschrocken. Am Anfang gab es ein paar Längen, die wie ich finde nicht hätten sein müssen. Dabei endet Abe´s Schwester Mags immer wieder im Alkohol und im Selbstmitleid und das nicht nur einmal. Auf eine Art sehr verständlich, aber auf Dauer wurden die ständig wiederkehrenden Situationen sehr langwierig hier wäre weniger besser gewesen. Fazit Als ich die letzten Seiten des Buches beendet hatte war ich wirklich froh es gelesen zu haben. "Ich soll nicht lügen" konnte sehr interessanten und realistischen Geschichte sowie starken Charakteren bei mir punkten. Damit kann ich es jedem empfehlen dem es nichts ausmacht, wenn man sich am Anfang ein wenig zurecht finden muss. 

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  • Sehr erschütternd

    Ich soll nicht lügen

    SillyT

    07. October 2017 um 18:32

    Als Mags von Amerika aus zurück in ihre Heimat kehren muss, weil ihr Bruder einen Unfall hatte, beginnt sie diese Reise noch mit sehr gemischten Gefühlen. Schon lange hat sie sich von ihrer Familie abgewandt und sie weiß so gut wie nichts, über ihren Bruder. Doch Abe hat sie zu seinem gesetzlichen Vertreter ernannt, wenn ihm einmal irgendetwas geschehen sollte. Im Krankenhaus lernt Mags Jodie, Abes Verlobte, kennen. Doch das, was sie Mags erzählt, klingt zum großen Teil unglaubwürdig. Abe solle Depressionen gehabt haben und gesprungen sein, doch Mags kann das nicht glauben. Sie beginnt, auf eigene Faust dem Geheimnis rund um Abes Sturz auf den Grund zu gehen und das, was sie zu Tage fördert, ist wirklich unglaublich.Meine Meinung: Der Klappentext dieses Buches klang sehr ungewöhnlich und da ich immer wieder auf der Suche nach Büchern bin, die etwas anders oder besonders sind, war ich gleich Feuer und Flamme. Allerdings war der Einstieg in diese Geschichte zunächst doch sehr verwirrend und ich sah keine wirklichen Zusammenhänge, doch hier hat Naughton eigentlich nur einen Kreis zu einem großen Gesamtbild geöffnet, welches sie mit einem Ende mit Knalleffekt wieder schließt. Der Schreibstil ist allein durch die Zeitform, der Gegenwart, schon ein wenig anders, lässt sich aber trotz allem vom reinen Inhalt her gut verstehen. Zusammenhänge werden erst nach und nach klarer und doch zieht die Geschichte den Leser immer weiter und tiefer in das Geschehen. Durch diesen Schreibstil fühlt man sich nicht nur wie ein Beobachter der Geschichte, sondern auch teilweise als könnte man durch die Augen der Charaktere mit- und nachverfolgen. Man ist hier durchaus sehr nah am Geschehen und muss einiges an Eindrücken und Ungereimtheiten verarbeite. Durch den zusammenhanglos wirkenden Beginn ist man als Leser doch sehr neugierig, womit man es hier zu tun hat und auf der Suche nach Antworten wird man durch die Seiten getrieben. Spannend bleibt es in dem Sinne, dass man sich gemeinsam mit Mags auf die Suche nach Antworten macht und dabei genau wie sie immer wieder aufs Neue völlig überrascht wird. Hat man in einem Moment noch das Gefühl, dass man weiß, worauf es hinausläuft, merkt man schnell, man ist auf dem Holzweg.*Da dies nirgendwo auf dem Klappentext steht, sag ich mal - Achtung der folgende Abschnitt könnte auf den ein oder anderen wie ein Spoiler wirken. Es war mir aber sehr wichtig, dies zu erwähnen.*"Gerade das Thema, auf dass das Schrecken hier basiert, ist ein wirklich grausames, denn Naughton beschreibt hier durch Rückblicke zwar nicht detailliert, aber doch durch kleine Bemerkungen sehr lebhaft, was Kinder durchmachen, die missbraucht, misshandelt und "verkauft" werden. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet und war teilweise doch sehr schockiert, denn verschönigt wird hier nichts, zumal es bei diesem Thema auch nichts zu verschönigen gibt. Die daraus resultierende psychischen Probleme klangen für mich sehr plausibel und grausam."Durch wechselnde Perspektiven zwischen Mags, Abes Schwester und Jodie, Abes Verlobten, erlebt man die Geschichte. Zwischendurch erlebt man die zuvor genannten Rückblicke einer Person, bei der man zwar ahnt, um wen es sich handelt, es aber nicht explizit erwähnt wird. Gerade durch die Ich-Perspektive, die die beiden Protagonistinnen bieten, sollte man glauben, dass man sie näher kennenlernt. Doch auch das muss man sich nach und nach erarbeiten, denn hier ist eigentlich nichts richtig klar. Zwischendurch bekommt man dann auch noch kleinere Momente die eine Nachbarin von Abe und Jodie erzählt und diese sorgen noch einmal mehr für Wendungen und Drehungen.Die Charaktere bleiben hier recht überschaubar. Zum einen gibt es hier Mags, die mir gerade am Anfang durch ihre kalte, distanzierte und fast schon rücksichtslos wirkende Art alles andere als sympathisch war. Zum anderen gibt es Jodie, die aber allein in ihren Gedanken, die man kennenlernt, schon sehr merkwürdig erscheint. Dank des Titels stellt man sich hier immer wieder die Frage, wer der- oder diejenige ist, der/die hier nicht lügen soll. Doch ich muss sagen, dass mir die Entwicklung der Beiden gut gefallen hat und plausibel erscheint. Wenige Nebencharaktere sorgen dafür, dass man immer wieder auf falsche Spuren gerät, bleiben aber neben Mags und auch Jodie blass und nebensächlich. Letzten Endes dienen sie nur zur Weiterentwicklung der Geschichte.Mein Fazit:Alles in allem ein sehr hartes Buch, bei dem ich noch ein bisschen mit dem Genre Psycho"thriller" hadere. Wobei es hier auch eindeutig ganz viel um die Psyche der Charaktere geht, ob das allerdings dann gleich ein Thriller ist, sie mal dahingestellt. Trotzdem hat mir das Buch so spannende Lesestunden beschert, dass ich es an nur einem Abend gelesen habe. Die Autorin fängt auf jeden Fall mit ihrem Schreibstil sehr gut die Stimmung des Buches ein und konnte mich fesseln. Wer sich nicht sicher ist, ob diese Geschichte etwas für ihn ist, sollte einfach mal in eine Leseprobe schnuppern.

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  • Hochspannung und Gänsehautfeeling. Erschütternd und berührend.

    Ich soll nicht lügen

    Stinsome

    06. October 2017 um 17:54

    Von dem Klappentext bitte fernhalten – der verrät zu viel! Wow. Was habe ich da gerade gelesen? „Ich soll nicht lügen“ ist ein Psychothriller, der gemächlich und gewöhnungsbedürftig startet, und schließlich schockiert, überrascht, erschüttert und berührt. Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich ein so spannender und mitreißender Plot erwartet – trotz der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches, die für mich sehr vielversprechend klang. Die Ausgangssituation des Thrillers ist folgende: Mags‘ Bruder Abe ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt und liegt nun im Koma. Alle gehen von einem Selbstmordversuch aus, da es außer Abes Verlobten Jody keine Zeugen gab und diese felsenfest behauptet, er hätte sich absichtlich hinuntergestürzt. Mags und Abe hatten schon jahrelang keinen Kontakt mehr, aber zu diesem unglücklichen Anlass verschlägt es sie nun doch wieder in seine Nähe, wo sie auf die ihr völlig unbekannte Verlobte Abes trifft. Es dauert nicht lange, bis Mags Zweifel an Jodys Aussage hegt und andere Bewohner des Hauses zu der Nacht befragt, von denen die meisten jedoch behaupten, nichts gesehen oder gehört zu haben. Nach einigen Nächten, in denen sie in Abes Wohnung geschlafen hat, wird ihr aber klar, dass das unmöglich sein kann, da die Wände dünn und hellhörig sind. Wer belügt sie – und warum? Sarah J. Naughtons Schreibstil ist schonungslos ehrlich und nichts für Zartbesaitete. Es wird kein Blatt vor den Mund genommen, vulgäre Ausdrücke werden verwendet und auch traumatische Erlebnisse werden beschrieben, ohne um den heißen Brei herumzureden. Es gibt Sex, der aber nicht von der Atmosphäre eines Erotikromans, sondern eines Psychothrillers begleitet wird. Je nachdem, aus welcher Perspektive das jeweilige Kapitel geschrieben ist, findet man die Er/Sie/Es-Form oder die eher ungewöhnliche Du-Form vor, mit der eine andere Figur in dem Monolog direkt angesprochen wird. Dies ist von der Autorin nicht willkürlich gewählt, sondern verfolgt einen bestimmten Zweck, den man mit der Zeit zu begreifen lernt. Das Geschehen ist vor allem aus der Sicht von Mags, Jody und Mira (die ebenfalls auf Abes und Jodys Etage wohnt) geschrieben, später kommen auch noch andere Figuren hinzu. Sämtliche Charaktere sind unglaublich vielschichtig. Nichts ist schwarz oder weiß. Meine Meinung über sie hat sich ständig geändert und mittlerweile bin ich so weit, dass ich gar kein klares Urteil mehr über sie fällen kann, weil es eben ganz viele Graustufen gibt – niemand ist nur gut oder nur böse. Sie haben ihre positiven, aber auch ihre negativen Eigenschaften, was ich bei Buchcharakteren noch nie so deutlich empfunden habe wie hier. Vor allem Mags war anfangs wirklich grenzwertig. Sie ist ein unerwartet gefühlskalter, berechnender und fast schon fieser Mensch, der lediglich an sich selbst denkt und nicht einmal besonders bedrückt wirkt, als sie von dem Sturz ihres Bruders erfährt. Sie wirkt, als würde sie zu einem lästigen Meeting fahren, und nicht zu ihrem sterbenden Bruder. Die jahrelange Kontaktlosigkeit zwischen Abe und Mags würde übertriebene Trauer zwar unrealistisch machen, jedoch wirkt sie so gleichgültig, dass sie mir auf Anhieb unsympathisch wurde. Aber genau an dieser Stelle besteht das Potential zur Charakterentwicklung, die schließlich auch stattfindet. Ihre Entwicklung vollzieht sich glaubwürdig und nachvollziehbar und hat bewirkt, dass ich Mags immer sympathischer fand, stellenweise sogar ehrlich gerührt war, obwohl der Leser auch immer wieder auf ihre Schattenseiten gestoßen wird. Jody ist mindestens genauso schwer einzuschätzen wie Mags, da auch sie zwischen der Opfer- und der Täterrolle ständig hin- und herzuspringen scheint. Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint, jede Figur ist für Überraschungen gut. Der einzige Charakter, von dem ich wirklich felsenfest behaupten kann, dass er ein herzensguter, anständiger Mensch ist, ist Abe und das macht die Geschichte umso tragischer. Ist es anfangs noch sehr gewöhnungsbedürftig und verwirrend, da sich Kapitel aneinanderreihen, die keinerlei Zusammenhang erkennen lassen, so werden diese im Laufe des Buches immer mehr zusammengefügt, bis sie ein stimmiges Bild ergeben. Es gibt einige Abstecher in die Vergangenheit der Figuren, bei denen jedoch offenbleibt, aus wessen Sicht man liest. Hier ist durchgehendes Rätselraten angesagt. Ich bin von dem genialen Plot immer noch total überwältigt. Ständig tauchen neue Handlungsaspekte auf, mit denen man nicht rechnet und die sämtliche bis dahin gezogenen Schlüsse ins Chaos stürzen. Die Plot Twists habe ich zwar schon einige Seiten vor Auflösung kommen sehen, jedoch waren diese so genial, dass ich darüber gut und gerne hinwegsehen kann. Selbst bei den wenig überraschenden Twists musste ich das Buch kurz zur Seite lesen und erst einmal verarbeiten, was ich gerade gelesen hatte. Die Autorin verstrickt sich in einer so durchdachten und mitreißenden Storyline, dass der Leser auf jeder Seite unter Hochspannung mitfiebert. Vor allem in den letzten Kapiteln gab es sogar stellenweise Gänsehautmomente, in denen ich öfters Tränen vergießen musste. Fazit Ich bin von diesem Buch absolut begeistert und kann es jedem Genre-Liebhaber ans Herz legen – aber auch all denjenigen, die sich mit dem Genre eher schwertun, denn es gibt genügend Twists um den Leser bei Laune zu halten. Hochspannung und Gänsehautfeeling vorprogrammiert – wahnsinn! Ich vergebe 4,5 Sterne – danke für diese emotionale Achterbahnfahrt, Sarah J. Naughton!

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