Sarah Jordan Unter Kirschbäumen

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Inhaltsangabe zu „Unter Kirschbäumen“ von Sarah Jordan

Maja und Ben sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde. Weil sie fast wie Geschwister aufgewachsen sind, fällt es den beiden sehr schwer sich loszulassen, als Ben sich dazu entscheidet für ganze drei Jahre nach Neuseeland zu gehen. Während dieser Zeit haben sich beide sehr verändert und Maja hat Gefühle für Ben entwickelt, die sich als mehr als nur freundschaftlich erweisen. Als Ben zurückkommt, beschließt Maja auf Tuchfühlung zu gehen und Ben für sich zu gewinnen. Doch Ben kommt nicht alleine zurück. Neben seinem Freund Sam hat er auch Chelsea dabei, eine hübsche, langbeinige Blondine, und zu Majas Bedauern, scheint er dieser gegenüber nicht abgeneigt zu sein. Als die Vier den geplanten Campingausflug antreten, passiert ein Unfall, der allen Anwesenden einiges abverlangt. Wer von ihnen wird bereit sein, über seinen Schatten zu springen? Und wessen Träume werden am Ende noch wahr, wenn alle längst zu zerbrechen drohen?

Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, dann würde ich es mit dem Wort "belanglos" tun.

— callunaful

Etwas normales mit dem sich bestimmt viele indentifizieren können. schnell zu lesen kurzweilig aber schön. :) gute drei sterne

— atih

Man könnte die Geschichte mehr ausbauen...jedoch eine schöne kleine Geschichte...<3

— annalola

gutes Buch und wirklich schöne Geschichte für zwischendurch :)

— LauriLuftballon

Eine leichte, oberflächige Sommergeschichte- Dennoch fand ich sie perfekt für einen Nachmittag am See!

— Sunnybooklove

Eine süße Geschichte für zwischendurch aus dem Alltagsleben. Leider bestückt mit flachen Charakteren und einigen Logikfehlern.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Potential vorhanden, aber keineswegs ausgeschöpft.

— Merely

Leider nicht so gut wie erwartet, aber Sarah hat das Zeug dazu. Das Buch hat Potenzial.

— thiefladyXmysteriousKatha

Die Geschichte hat Potential, aber mit der Protagonistin wurde ich nicht warm...

— MikkaG
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Schlechtes Debüt...

    Unter Kirschbäumen

    Lalapeja

    Sarah Jordan wird vielen durch ihre Youtube-Videos bekannt sein, in denen sie hauptsächlich über Bücher spricht. Ich habe sie vor 3 Jahren entdeckt und mochte sie anfangs sehr gern. Allerdings hat dies dann deutlich nachgelassen, warum ist aber auch uninteressant. Vor ein paar Wochen habe ich erfahren, dass sie im Mai ein Buch veröffentlich hat. Dass sie schreibt, wusste ich schon länger. Dass es nun schon ein Buch gibt, war mir doch neu und ich war überrascht, wie schnell das ging. Der Ebook-Download kostete nur 2,99 Euro und da ich von Natur aus sehr neugierig bin, habe ich es mir gekauft und sofort gelesen. Aber ich habe mich schwer getan mit diesem Buch. Sehr schwer… Zunächst einmal möchte ich etwas Positives sagen: Das Cover gefällt mir sehr gut und da bilde ich wohl eine Minderheit, denn den meisten gefällt es nicht. Sarah Jordan hat das Cover selbst gestaltet und ich finde, dass sich diese Arbeit wirklich sehen lassen kann. Die Schriftart ist sehr schön, die Farben passen gut zusammen und das Bild vermittelt einen Hauch asiatischen Flair, den ich sehr mag. Und es passt natürlich super zur Geschichte. Auch den Titel finde ich gut und treffend gewählt. Der Prolog ist relativ kurz, aber schön geschrieben. So verträumt. Beim Lesen dachte ich mir mehrmals “Wow, wie schön”. Das hörte dann allerdings sehr schnell auf. Die Geschichte an sich ist schnell erzählt: Maja und Ben sind seit Kindertagen beste Freunde und unzertrennlich. Ben verreist für 3 Jahre nach Neuseeland und beide vermissen sich in dieser Zeit sehr. Als er zurückkommt, liegt irgendwie eine seltsame Spannung in der Luft. Außerdem ist er nicht allein. Er bringt zwei Freunde mit, Sam und Chelsea. Vor allem mit Chelsea wird es Probleme geben und Maja ist sich ihrer Gefühle einfach nicht sicher. Soweit so gut und im Prinzip kann man aus diesem Plot einiges herausholen. Das hat Sarah Jordan jedoch leider nicht geschafft. Viel zu schnell bringt sie die Geschichte zum Ende, die Charaktere haben keine Möglichkeit sich zu entwickeln und das hätte allen gut getan. Maja ist super nervig und ihre Entscheidungen sind nicht nachvollziehbar. Genau so die von Ben. Über Sam und Chelsea erfährt man kaum etwas und auch nicht über die Zeit in Neuseeland, was wirklich schade ist. Die Autorin wollte das Buch unbedingt auf Biegen und Brechen veröffentlichen und das merkt man sehr. Es hat mehr Zeit gefehlt, um dem Buch Tiefe zu geben. So bleibt es leider blass und langweilig. Außerdem sind mir einige Logikfehler aufgefallen (SPOILERWARNUNG): Maja fürchtet sich seit Kindesbeinen an auf öffentliche Toiletten zu gehen. Das wird mehrmals erwähnt und später geht sie dann dennoch in einem Diner zur Toilette?! Das passt nicht. Als sie mit dem Trucker zur Tankstelle fährt, dauert die Fahrt 15 Minuten und später mit der Familie im Auto auch ca. 10-15 Minuten. Trotzdem heißt es dann, dass sie 2 Stunden weg war. Irgendwie passt das auch nicht zusammen, denn sie hat doch nicht 1,5 Stunden an der Tankstelle versucht Benzin zu bekommen? Die Rechtschreibfehler häuften sich vor allem gegen Ende und die kann man eigentlich auch ohne ein Lektorat ausbessern. Außerdem sind mir zwei Ausdrücke aufgefallen, die ich noch nie vorher gehört habe. Ist das Umgangssprache im Saarland? Irgendwo wird erwähnt, dass Maja Ben ein “Auge knipste” und später “in seine Haut petzte”. Was soll das denn bedeuten? Ich denke, dass Sarah Jordan durchaus in der Lage ist einen Roman zu schreiben. Aber bei “Unter Kirschbäumen” merkt man leider sehr, dass die Zeit fehlte, dass ein Lektorat fehlte und und und. Es ist kein gutes Debüt und ich kann dem Buch leider nur 1 von 5 Sternen geben.

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    • 2

    Floh

    05. August 2014 um 11:46
  • Flache Kost für Zwischendurch.

    Unter Kirschbäumen

    Merely

    14. July 2014 um 14:09

    Sarah's Erstlingswerk - wo fang ich an? Am besten erst einmal beim Cover: Auf den ersten Blick fand ich es garnicht mal so fürchterlich, wie manche es behaupten - doch schon auf den Zweiten kann ich die derbe Kritik daran durchaus nachvollziehen. Für mich sieht das Cover aus, wie ein schlechter Manga-Comic aus den 90er Jahren [großes Sorry an alle Manga-Fans!] und spricht wohl kaum die gewünschte Zielgruppe an. Nichts desto trotz sollte man sich vom Cover ja nicht täuschen lassen, es geht ja schließlich um die Geschichte IM Buch und nicht AUF dem Buch! Doch schon nach den ersten Seiten wird klar, dass das Cover doch hält, was es verspricht. Die Charaktere sind sehr flach beschrieben, oberflächlich und es fehlt ihnen einfach an der nötigen Tiefe, um sie sich klar und deutlich vorstellen, aber hauptsächlich, um mit ihnen mitfiebern zu können. Maja, die Hauptfigur der Geschichte, war mir von vorn herein unsympathisch. Ihre Zickereien und ihr mehr als pampiges Gehabe gingen mir von Anfang an gegen den Strich. Sie benahm sich einfach ausnahmslos wie eine trotzige 10-Jährige, die ihren Willen nicht durchsetzen konnte. Ich kann mir schlecht - bis garnicht - vorstellen, dass man mit 18 [?! Wie alt ist sie als Ben zurück kehrt, wie alt war sie, als er ging? Das wurde an keiner Stelle des Buches erwähnt; doch da sie Auto fährt geh ich davon aus, dass sie bereits volljährig ist.] noch ein derart unreifes, kindisches und trotziges Verhalten an den Tag legt und so verlor sie immer mehr an Sympathie und Authensität. Es dauerte regelrecht ewig [wenn man von 'ewig' reden kann bei 130 Seiten] bis sie sich allmählich zusammenriss und zu ertragen war. Hätte sie diese Kurve nicht mehr gekriegt, hätte ich auch wirklich Mühe gehabt, das Buch überhaupt zu Ende zu lesen. Ab dem Zeitpunkt, in dem sie sich mit Chelsea 'versöhnte' fiel es mir dann leichter, mit ihr mitzuhoffen, mitzufiebern; wenngleich es mir auch bis zuletzt nicht gelang, sie ins Herz zu schließen. Dafür akzeptierte ich letzten Endes mitsamt ihrer zickigen, ekelhaften Art. Ben, Ben war anders. Kein normaler Kerl auf diesem Planeten würde das Getue seiner besten Freundin Maja so locker wegstecken, wie er es tut. Allein das zeugte für mich wieder davon, dass er ebenso unrealistisch beschrieben und dargestellt wurde, wie Maja - nur im anderen Extrem! Dennoch empfand ich ihn alles in allem doch sympathisch und ich hatte ihn gegen Ende des Buches hin dann auch ins Herz schließen können. Zu Chelsea, Sam und alles anderen Figuren brauch ich wohl kaum noch was zu sagen: es fehlten Informationen an allen Ecken und Enden und sich ein Bild von ihnen zu machen war beinah unmöglich. Obwohl ich sagen muss, dass Sam durchaus seinen Reiz hatte, wenngleich ich auch nicht beurteilen kann, was mich da genau so fasziniert hat. Weiter im Text geht es mit dem Schreibstil ! Ich ließ mich natürlich nicht lumpen und hab mir, vor dem Lesen, das Video von Sarah zu ihrem Buch angeschaut. Darin berichtet sie nicht nur von wundervollen Charakteren [wo denn? hab ich was verpasst?] sondern auch von einem philosophischen, poetischen Schreibstil und einer tiefgründigen Botschaft. Ich fand in diesem Buch NICHTS davon. Das Buch hat sich zwar allgemein ganz gut und flüssig lesen lassen, gleichzeitig strotzte es aber nur so von Tippfehler und fehlenden Worten. Nun gut, ganz so übertrieben war es dann doch nicht, aber der ein oder andere Fehler ist mir dann doch ins Auge gesprungen. Auf die Zeiten hab ich dieses Mal überhaupt nicht geachtet - man möge es mir verzeihen. Stattdessen hatte ich während den gesamten 130 Seiten das Gefühl, ich lese ein Buch, welches ein Grundschüler zu Papier gebracht hat. Der ganze Stil, die Sprache empfand ich als so simple, so einfach und öfters mal auftretende Wortwiederholungen sorgten für weitere Minuspunkte. Fakt ist jedenfalls, dass es sich zwar schnell und leicht hat weglesen lassen, die Qualität darunter aber massiv leiden musste. An dieser Stelle möchte ich auch noch anmerken, dass es in dem Buch 1-2 dezent erotische Szenen gab, die Sarah wirklich sehr schön beschrieben hat - ich hatte bei jeder noch so kleinen Berührung die pure Gänsehaut am ganzen Körper und möchte ihr hiermit sagen, dass sie sehr sehr sehr sehr gern in diese Richtung weiter schriftstellern darf. ; ) Und zu guter Letzt noch ein paar Worte zur Idee und der Spannung des Werkes: Ich muss sagen, diese Idee kam mir jetzt schon öfters unter, auch wenn ich bisher noch nie ein Buch mit dieser Thematik gelesen habe - trotzdem sie ist nicht unbekannt. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass es tatsächlich ein weiteres Buch mit dieser Idee gibt, die so mit Klischees vollgepumpt ist, wie dieses Buch hier. Alles ist irgendwie vorhersehbar und absehbar, es kommt während der gesamten 130 Seiten kaum Spannung auf. Dennoch muss ich gestehen, dass ich letztlich doch auf ein Happy-End gehofft habe. So blieb am Ende doch immer ein Fünkchen Spannung übrig, sodass ich mich bis zum letzten Wort durchgekämpft habe.

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  • Unter Kirschbäumen

    Unter Kirschbäumen

    thiefladyXmysteriousKatha

    05. June 2014 um 22:09

    Unter Kirschbäumen Ich habe lange darauf gewartet endlich was von Sarah Jordan zu lesen. Ich kenne sie von Youtube und mag ihre Videos sehr. Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Inhalt Maja und Ben sind seit ihrer Kindheit die besten Freunde. Weil sie fast wie Geschwister aufgewachsen sind, fällt es den beiden sehr schwer sich loszulassen, als Ben sich dazu entscheidet für ganze drei Jahre nach Neuseeland zu gehen. Während dieser Zeit haben sich beide sehr verändert und Maja hat Gefühle für Ben entwickelt, die sich als mehr als nur freundschaftlich erweisen. Als Ben zurückkommt, beschließt Maja auf Tuchfühlung zu gehen und Ben für sich zu gewinnen. Doch Ben kommt nicht alleine zurück. Neben seinem Freund Sam hat er auch Chelsea dabei, eine hübsche, langbeinige Blondine, und zu Majas Bedauern, scheint er dieser gegenüber nicht abgeneigt zu sein. Als die Vier den geplanten Campingausflug antreten, passiert ein Unfall, der allen Anwesenden einiges abverlangt. Wer von ihnen wird bereit sein, über seinen Schatten zu springen? Und wessen Träume werden am Ende noch wahr, wenn alle längst zu zerbrechen drohen? Cover Soweit ich weiß hat Sarah dieses Cover selbst gezeichnet und das ist schon bemerkenswert. Ich finde es für eine selbstgemaltes Bild ist es wirklich schön, aber ein Foto von einem tollen Kirschbaum hätte mir besser gefallen. Meinung Es tut mir in der Seele weh, dass ich Sarah keine volle Sterneanzahl geben kann. Ich finde sie ist so eine symphatische Person. Aber man darf ein Buch nicht nach Symphatie zur Autorin bewerten. Im Grunde ist die Geschichte ganz nett und hat wirklich Potenzial, wären da nicht die  ganzen Klischees. Auch die Protagonistin Maya ging mir leider total auf die Nerven. Sie war ein Paradoxon in sich. Mal sagt sie sie sei ein ruhiger, sanfter Mnesch, dann rastet sie im nächsten Moment aus. Der Schreibstil von der Autorin ist sehr schön, würde sie nicht ab und an in einen bestimmten Slang verfallen, den ich nicht wirklich zuordnen kann. Das Buch hätte viel merh Facetten zeigen können, wenn es einfach 100-150 Seiten länger gewesen wäre. Die Autorin hat das Buch als tiefgründig angekündigt, leider kann ich an dem Buch ncihts tiefgründiges erkennen. Aber trotzdem ist es kein schlechtes Buch und hat die ganzen 1-Sterne-Bewertungen  nicht verdient. Man muss bedenken das Buch hatte kein Lektorat und Sarah musste alles alleine bewerkstelligen. Dafür hat sie meinen Respelt. Ich freue mich auf die beiden Bücher von ihr, die bald erscheinen werden (in einem richtigen Verlag) und wünsche ihr alles Gute für die Zukunft. Ich denke sie wird mit jeder weiteren Geschichte wachsen.

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  • Das Buch hat Potential, aber...

    Unter Kirschbäumen

    MikkaG

    30. May 2014 um 19:47

    Das Titelbild hat die Autorin selbst gestaltet und gemalt. Einerseits ist das auf charmante Weise originell, und das Buch ist dadurch ein rundum eigenverantwortlich gestaltetes Gesamtpaket - andererseits muss ich leider, leider zugeben, dass das Bild mich überhaupt nicht anspricht und auf mich eher unprofessionell wirkt. Wer Sarahs bezaubernden Kanal auf Youtube verfolgt (wo fast 7.000 Abonnenten zuschauen und -hören, wenn sie über Bücher und vieles mehr redet!), wird sich wahrscheinlich so oder so für den Roman dieser sympathischen jungen Frau interessieren, aber ich habe Bedenken, was Leser betrifft, für die sie nur eine unter vielen Debütautoren und Selbstveröffentlichern ist... Aber worauf kommt es bei einem Buch an? Vielleicht 1% auf das Cover und 99% auf den Inhalt, und dazu komme ich jetzt. Die Geschichte behandelt vieles, was junge Leser zweifelsohne bewegt: die (erste) große Liebe, der schwere Weg der Selbstfindung, Eifersüchteleien und Unsicherheiten... Die Art und Weise, wie diese Themen hier umgesetzt werden, bietet leider nur wenig Neues, aber ich denke schon, dass sie für Teens und Tweens dennoch ansprechend sind. Ein Buch steht und fällt mit seinen Charakteren, und "Unter Kirschbäumen" konzentriert sich vor allem auf Maja, ihren Kindheitsfreund und zugleich ihre große Liebe Ben, seine Freundin-mit-Vorzügen Chelsea und deren charmanten Cousin Sam. Maja erzählt uns die Geschichte aus ihrer Sicht, unverblümt und ungeschönt. Und leider hatte ich große Probleme, mich wirklich mit ihr anzufreunden. Mal wirkt sie fast ein bisschen selbstverliebt (sie bezeichnet sich z.B. selber als "wunderschön"), dann ist sie wieder unsicher und extremst bedürftig. Aber vor allem ist sie oft zickig und biestig, anstrengend und bestimmend, egoistisch und anscheinend überhaupt nicht zur Selbstreflektion fähig. Sie bezeichnet sich selber als mild, sanftmütig, ausgeglichen und still, unkompliziert und herzlich, aber ihr Verhalten ist meist das genaue Gegenteil. Zwar konnte ich durchaus verstehen, dass sie verunsichert ist, weil sie doch bis über beide Ohren in Ben verknallt ist und Angst hat, ihn für immer an eine andere Frau zu verlieren. Ist es realistisch, dass eine junge Frau im Herzschmerz der ersten großen Liebe zur Furie wird? Oh ja, das denke ich schon. Aber dennoch war mir ihr Verhalten oft einfach zu viel, und sie wälzt die Verantwortung dafür gerne auf andere ab. Sie neigt dazu, aus allem ein Drama zu machen, und schreckt auch vor emotionaler Erpressung nicht zurück. Zitat: "Soviel bedeute ich dir also nach all den Jahren!", als sie einmal ihren Kopf nicht durchsetzen kann. Sogar von Ben fühlt sie sich oft bis zur Weißglut provoziert, über jedes Maß hinaus, und so explodieren viele Situationen in hefte Streitgefechte, in denen Maja Ben durchaus auch mal ein "Lass bloss deine Finger von mir, du Arsch!" oder ein "Verpiss dich!" an den Kopf schmeisst. Erst gegen Schluss deutet sich bei Maja sachte ein emotionales Wachstum an, aber das hätte ich mir noch deutlich ausgeprägter und ausführlicher gewünscht. Überhaupt hätten vor allem die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander sehr von zusätzlichen 100 Seiten profitiert! Chelsea war ein Charakter, der mir vor allem leidgetan hat. Sie war in Ben verliebt, der hat das über Jahre hinweg ausgenutzt, um Sex von ihr zu bekommen, und jetzt soll sie klaglos zurücktreten und Maja wieder das Feld überlassen. Wenn hier jemand Grund hat, enttäuscht und wütend und eifersüchtig zu sein, dann ist sie es! Die Sache mit Chelsea war auch ein Grund, warum Ben bei mir viele Sympathiepunkte eingebüßt hat. Später entschuldigt Chelsea sein Verhalten zwar damit, dass Männer eben Bedürfnisse haben, aber da konnte ich nur den Kopf schütteln. Sam war ein sympathischer Charakter, der allerdings meist eher am Rande der Geschichte steht und das obligatorische Liebesdreieck vervollständigt. Für mich war von Anfang an klar, wie das Buch enden würde. Insofern hätte hier der Weg das Ziel sein müssen, aber leider kam für mich nur selten Spannung auf. Der im Klappentext angekündigte Unfall ist wenig mehr als eine aufgebauschte Bagatelle, und danach gibt es noch ein paar Irrungen und Wirrungen, die für mich wenig zur Handlung beitrugen. Vieles war inhaltlich für mich nicht logisch oder einfach unglaubwürdig. Z.B. erzählt eine völlig Freme Maja innerhalb von fünf Minuten in etwa: Mein Mann ist taubstumm, der arme Kerl, und unsere Tochter ist übrigens gar nicht von ihm. Warum sollte sie das tun? Und inwiefern hat diese Szene das Buch bereichert? Der Schreibstil ist an sich gut und flüssig zu lesen, nur manchmal wirkt er etwas gestelzt und steif, und er krankt etwas an Grammatik-, Zeichensetzungs- und Tempusfehlern - da merkt man leider, dass die Autorin nicht von einem Lektorat profitieren konnte, aber ich würde für die nächsten Projekte zumindest zwei, drei motivierte Testleser empfehlen! Aber der Schreibstil hat Potential, und manchmal entwickelt sich gar eine zarte, poetische Qualität, vor allem in den romantischen oder dezent erotischen Szenen. Überhaupt: das Buch hat ebenfalls Potential, aber für mich liest es sich nicht wie ein fertiges Produkt sondern eher wie eine Rohfassung, die noch geschliffen und poliert werden muss. 100 bis 150 Seiten mehr, ein paar Szenen gestrafft, ein paar rausgeschmissen... Und vor allem ein paar hinzugefügt! Gerade aus Bens und Majas gemeinsamer Kindheit wird uns viel (knapp) erzählt, aber wenig gezeigt. Fazit: Ich denke, die Zielgruppe für diese Liebesgeschichte sind vor allem Teens und junge Tweens. Mir war die Protagonistin leider oft zu anstrengend, und weder Handlung noch Spannungsaufbau haben mich überzeugt. Hier steckt viel Potential drin, sowohl im Schreibstil als auch in den Charakteren; ich denke nur, das Buch hätte eine weitere, gründliche Überabeitung gebraucht, vielleicht mit Hilfe von Testlesern, die konstruktive Kritik austeilen können.

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  • Das Buch hat Potential, aber...

    Unter Kirschbäumen

    MikkaG

    30. May 2014 um 19:46

    Das Titelbild hat die Autorin selbst gestaltet und gemalt. Einerseits ist das auf charmante Weise originell, und das Buch ist dadurch ein rundum eigenverantwortlich gestaltetes Gesamtpaket - andererseits muss ich leider, leider zugeben, dass das Bild mich überhaupt nicht anspricht und auf mich eher unprofessionell wirkt. Wer Sarahs bezaubernden Kanal auf Youtube verfolgt (wo fast 7.000 Abonnenten zuschauen und -hören, wenn sie über Bücher und vieles mehr redet!), wird sich wahrscheinlich so oder so für den Roman dieser sympathischen jungen Frau interessieren, aber ich habe Bedenken, was Leser betrifft, für die sie nur eine unter vielen Debütautoren und Selbstveröffentlichern ist... Aber worauf kommt es bei einem Buch an? Vielleicht 1% auf das Cover und 99% auf den Inhalt, und dazu komme ich jetzt. Die Geschichte behandelt vieles, was junge Leser zweifelsohne bewegt: die (erste) große Liebe, der schwere Weg der Selbstfindung, Eifersüchteleien und Unsicherheiten... Die Art und Weise, wie diese Themen hier umgesetzt werden, bietet leider nur wenig Neues, aber ich denke schon, dass sie für Teens und Tweens dennoch ansprechend sind. Ein Buch steht und fällt mit seinen Charakteren, und "Unter Kirschbäumen" konzentriert sich vor allem auf Maja, ihren Kindheitsfreund und zugleich ihre große Liebe Ben, seine Freundin-mit-Vorzügen Chelsea und deren charmanten Cousin Sam. Maja erzählt uns die Geschichte aus ihrer Sicht, unverblümt und ungeschönt. Und leider hatte ich große Probleme, mich wirklich mit ihr anzufreunden. Mal wirkt sie fast ein bisschen selbstverliebt (sie bezeichnet sich z.B. selber als "wunderschön"), dann ist sie wieder unsicher und extremst bedürftig. Aber vor allem ist sie oft zickig und biestig, anstrengend und bestimmend, egoistisch und anscheinend überhaupt nicht zur Selbstreflektion fähig. Sie bezeichnet sich selber als mild, sanftmütig, ausgeglichen und still, unkompliziert und herzlich, aber ihr Verhalten ist meist das genaue Gegenteil. Zwar konnte ich durchaus verstehen, dass sie verunsichert ist, weil sie doch bis über beide Ohren in Ben verknallt ist und Angst hat, ihn für immer an eine andere Frau zu verlieren. Ist es realistisch, dass eine junge Frau im Herzschmerz der ersten großen Liebe zur Furie wird? Oh ja, das denke ich schon. Aber dennoch war mir ihr Verhalten oft einfach zu viel, und sie wälzt die Verantwortung dafür gerne auf andere ab. Sie neigt dazu, aus allem ein Drama zu machen, und schreckt auch vor emotionaler Erpressung nicht zurück. Zitat: "Soviel bedeute ich dir also nach all den Jahren!", als sie einmal ihren Kopf nicht durchsetzen kann. Sogar von Ben fühlt sie sich oft bis zur Weißglut provoziert, über jedes Maß hinaus, und so explodieren viele Situationen in hefte Streitgefechte, in denen Maja Ben durchaus auch mal ein "Lass bloss deine Finger von mir, du Arsch!" oder ein "Verpiss dich!" an den Kopf schmeisst. Erst gegen Schluss deutet sich bei Maja sachte ein emotionales Wachstum an, aber das hätte ich mir noch deutlich ausgeprägter und ausführlicher gewünscht. Überhaupt hätten vor allem die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander sehr von zusätzlichen 100 Seiten profitiert! Chelsea war ein Charakter, der mir vor allem leidgetan hat. Sie war in Ben verliebt, der hat das über Jahre hinweg ausgenutzt, um Sex von ihr zu bekommen, und jetzt soll sie klaglos zurücktreten und Maja wieder das Feld überlassen. Wenn hier jemand Grund hat, enttäuscht und wütend und eifersüchtig zu sein, dann ist sie es! Die Sache mit Chelsea war auch ein Grund, warum Ben bei mir viele Sympathiepunkte eingebüßt hat. Später entschuldigt Chelsea sein Verhalten zwar damit, dass Männer eben Bedürfnisse haben, aber da konnte ich nur den Kopf schütteln. Sam war ein sympathischer Charakter, der allerdings meist eher am Rande der Geschichte steht und das obligatorische Liebesdreieck vervollständigt. Für mich war von Anfang an klar, wie das Buch enden würde. Insofern hätte hier der Weg das Ziel sein müssen, aber leider kam für mich nur selten Spannung auf. Der im Klappentext angekündigte Unfall ist wenig mehr als eine aufgebauschte Bagatelle, und danach gibt es noch ein paar Irrungen und Wirrungen, die für mich wenig zur Handlung beitrugen. Vieles war inhaltlich für mich nicht logisch oder einfach unglaubwürdig. Z.B. erzählt eine völlig Freme Maja innerhalb von fünf Minuten in etwa: Mein Mann ist taubstumm, der arme Kerl, und unsere Tochter ist übrigens gar nicht von ihm. Warum sollte sie das tun? Und inwiefern hat diese Szene das Buch bereichert? Der Schreibstil ist an sich gut und flüssig zu lesen, nur manchmal wirkt er etwas gestelzt und steif, und er krankt etwas an Grammatik-, Zeichensetzungs- und Tempusfehlern - da merkt man leider, dass die Autorin nicht von einem Lektorat profitieren konnte, aber ich würde für die nächsten Projekte zumindest zwei, drei motivierte Testleser empfehlen! Aber der Schreibstil hat Potential, und manchmal entwickelt sich gar eine zarte, poetische Qualität, vor allem in den romantischen oder dezent erotischen Szenen. Überhaupt: das Buch hat ebenfalls Potential, aber für mich liest es sich nicht wie ein fertiges Produkt sondern eher wie eine Rohfassung, die noch geschliffen und poliert werden muss. 100 bis 150 Seiten mehr, ein paar Szenen gestrafft, ein paar rausgeschmissen... Und vor allem ein paar hinzugefügt! Gerade aus Bens und Majas gemeinsamer Kindheit wird uns viel (knapp) erzählt, aber wenig gezeigt. Fazit: Ich denke, die Zielgruppe für diese Liebesgeschichte sind vor allem Teens und junge Tweens. Mir war die Protagonistin leider oft zu anstrengend, und weder Handlung noch Spannungsaufbau haben mich überzeugt. Hier steckt viel Potential drin, sowohl im Schreibstil als auch in den Charakteren; ich denke nur, das Buch hätte eine weitere, gründliche Überabeitung gebraucht, vielleicht mit Hilfe von Testlesern, die konstruktive Kritik austeilen können.

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