Sarah Kirsch

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Lebenslauf von Sarah Kirsch

Sarah Kirsch, geb. Bernstein und mit richtigem Namen Ingrid Hella Irmelinde Kirsch, ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie wurde am 16. April 1935 in Limlingerode geboren und verbrachte ihre Kindheit ab 1937 in Halberstedt. Nach dem Abitur begann sie eine Forstarbeiterlehre, brach sie aber nach kurzer Zeit ab. Trotzdem war ihre Affinität zur Natur bereits damals sehr hoch, so studierte sie von 1954 bis 1958 Biologie in Halle (Saale) und erreichte den Titel einer Diplom-Biologin. Ab 1960 begann sie, lyrische Texte in Anthologien und Zeitschriften zu veröffentlichen und benutzte dafür bereits für Ihren Vornamen das Pseudonym Sarah. Später studierte sie zusammen mit ihrem damaligen Mann am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig und lebte danach zusammen mit ihm als freischaffende Schriftstellerin in Halle (Saale). Sie wurde Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR und veröffentlichte 1965 den Lyrikband "Gespräch mit dem Saurier", welchen sie zusammen mit ihrem Mann schrieb und welcher mit der Erich-Weinert-Medaille ausgezeichnet wurde. Ihr erster eigener Gedichtband, "Landaufenthalt", wurde 1967 veröffentlicht. 1986 schied sie sich von ihrem Mann und zog nach Ost-Berlin, wo sie 1969 einen Sohn gebar. Sie arbeitete fortan als Journalistin, im Hörfunk und als Übersetzerin. Es folgten weitere Veröffentlichungen und sie wurde Vorstandsmitglied des Schriftstellerverbandes der DDR. Später jedoch wurde sie von ihm, wie auch von der S-ED, ausgeschlossen, da sie als eine der ersten den die Protesterklärung zur Ausbürgerung Wolf Biermanns unterschrieb. 1977 zog sie mit ihrem Sohn nach West-Berlin. Sie war soäter zudem Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, Stipendiatin der Villa Massimo in Rom und übernahm die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel, wie auch Gastdozentin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Zwischenzeitlich lehnte sie eine Berufung an die Berliner Akademie der Künste ab und schrief mit Schriftstellern wie Günther Grass einen Brief an Bundeskanzler Helmut Schmidt, in dem sie zu einer kritischeren Haltung gegenüber der amerikanischen Außenpolitik aufrief. Später zog sie mit ihrem Sohn nach Bothel im Landkreis Rotenburg (Wümme) und wohnt seit 1983 in Tielenhemme in Schleswig Holstein. 2006 wurde ihr der Ehrentitel als Professorin vom Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein verliehen und sie ist seit 1992 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. In ihrem Heimatort hat sich 1998 ein Förderverein "Dichterstätte Sarah Kirsch e. V." gegründet, der in ihrem Geburtshaus eine "Dichterstätte" eröffnete, welche von Sarah Kirsch selbst mehrmals besucht wurde.

Bekannteste Bücher

Kuckuckslichtnelken

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  • Rezensionen
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  • Es begab sich aber zu der Zeit

    Reclams Weihnachtsbuch

    Igelmanu66

    24. December 2015 um 12:02 Rezension zu "Reclams Weihnachtsbuch" von Stephan Koranyi

    »Es war noch schrecklich lange hin bis Weihnachten – genau eine Woche. Draußen sah die Welt wie ein riesiger Geburtstagskuchen aus, mit Puderzuckerschnee, Kerzenbäumen und Kandishäusern bedeckt. Die Leute auf der Straße waren ganz vermummt, man sah nichts als ihre roten Backen, ihre glänzenden Augen und ihren Dampfatem. Drinnen war es mollig warm. Mama hatte die Zwillinge gebadet und gefüttert, das Haus geputzt, Mittag gekocht und den Weihnachtsbaum geschmückt, während Papa sich mit dem Aufhängen einer Papiergirlande beschäftigt ...

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  • Erinnerungsmomente aus eigener Hand

    Juninovember

    michael_lehmann-pape

    10. March 2014 um 10:49 Rezension zu "Juninovember" von Sarah Kirsch

    Erinnerungsmomente aus eigener Hand Im letzten Jahr ist Sarah Kirsch gestorben und nun erscheint, aus dem Nachlass der Lyrikerin, dieser Band mit kurzen, oft wie hingeworfen wirkenden Notizen, kleinen Tagebucheintragungen, die eher konkrete Assoziationen benennen, denn umfassend von Tagen oder wichtigen Momenten berichten. Auch wenn die ein oder andere Eintragung ein wenig mehr Länge vorweist, sind die Gedanken doch eher kurz. „Es ist wohl der letzte Tag, an dem ich wie Ein Kakadu auf der Veranda Sitze mich erinnern Wärmen kann“. ...

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  • Rezension zu "Sämtliche Gedichte" von Sarah Kirsch

    Sämtliche Gedichte

    ChaosQueen13

    Rezension zu "Sämtliche Gedichte" von Sarah Kirsch

    Das Buch, eine Schatztruhe, gefüllt mit feinster Lyrik. Gedichte die einem vollständig begeistern. Ein künstlerischer Genuss, rund und perfekt. Wer sich für erlesene Lyrik interessiert, dem wird bei diesem Werk das Herz höher schlagen. "Sämtliche Gedichte" von Sarah Kirsch eingebunden in einem wunderschönen, farbenfrohen Cover. Sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Märzveilchen" von Sarah Kirsch

    Märzveilchen

    michael_lehmann-pape

    03. April 2012 um 13:26 Rezension zu "Märzveilchen" von Sarah Kirsch

    Ein literarisch gefärbtes Tagebuch Εs ist schon eine besondere Form der Literatur, auf die der Leser sich bei Sarah Kirsch in diesem Werk einlassen muss. Gedankenfetzen, Assoziationen, Verbindungen, wie sie gerade in den Sinn kommen, stellt Sarah Kirsch in kurzen, knappen Tagebuchtexten her. „Neuerliche Schneeüberschüttungen“ in der Gegend von Karlsruhe werden hier in Verbindung gebracht mit einem Hahn und sechs Hennen im Garten (mit Vogelfutter gespeist durch die Autorin) und genauso, im gleichen Atemzug, geht der Blick auf die ...

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  • Rezension zu "Krähengeschwätz" von Sarah Kirsch

    Krähengeschwätz

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. February 2010 um 14:42 Rezension zu "Krähengeschwätz" von Sarah Kirsch

    Immer ist es auch die Natur, die in den Texten Sarah Kirschs auftaucht "Immer scheinen die Sinne aufs Höchste geschärft, und so, eins mit der Natur, strahlt die Prosa mit einer elementar erdhaften Kraft." Das sagt die Innenumschlagsbeschreibung von "Krähengeschwätz", in dem Tagebucheinträge Sarah Kirschs zu lesen sind, oftmals recht kurze Einträge, die wie das Protokoll der Jahre 1985 bis 1987 wirken. Doch schon ein kleiner, ein näherer Blick auf die einzelnen Notizen zeigt, dass diese Sprache, die oftmals ganz einfache ...

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  • Rezension zu "La Pagerie" von Sarah Kirsch

    La Pagerie

    Monsignore

    14. February 2010 um 21:16 Rezension zu "La Pagerie" von Sarah Kirsch

    Kleine Prosa-Skizzen, stark mit Naturlyrik verwandt, entstanden aus einem Sommer in der Provence und einem Winter am Berliner Lietzensee. "Der Droste jüngere Schwester" nannte Reich-Ranicki sie und wie immer hat er recht. Diese kleinen Texte kann man nicht einfach konsumieren, man braucht Zeit und Ruhe, viel Zeit und viel Ruhe, um die große Schönheit, um die Verehrung der Natur, um ihre Verwobenheit mit Zeit und Geschichte zu vergegenwärtigen.

  • Rezension zu "Katzenleben" von Sarah Kirsch

    Katzenleben

    Monsignore

    14. February 2010 um 21:06 Rezension zu "Katzenleben" von Sarah Kirsch

    Die Gedichttitel lauten "Moorland", "Waldstück", "Zugeflogene Rose", "Gärtners Weltbild", "Die Dämmerung" etc. ... - Zugrunde liegt das Begreifen aller Welt als Naturmanifestation. Es handelt sich um eine Lyrik, die sich zutiefst in Naturbetrachtung und Naturbegreifen einfühlt, sich in abgerundeten Versen zum Staunen und Betrachten niederschlägt. Kaum beschreibbar, daher haben die Lyrikbände von Sarah Kirsch selten irgendeinen Klappentext. Man muss sich einfach viel Zeit lassen, sich zurückziehen und langsam, sehr langsam lesen ...

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  • Rezension zu "Erdreich" von Sarah Kirsch

    Erdreich

    Monsignore

    14. February 2010 um 20:55 Rezension zu "Erdreich" von Sarah Kirsch

    Betroffen-kritischer Gesichtsausdruck und die halbaufgerauchte Kippe in der Hand - so präsentierte sich der Lyriker / die Lyrikerin anfang der 1980er Jahre. So zu sehen auf dem Cover. Damals unterzeichnete man Petitionen, Aufrufe, Memoranden, offene Briefe und schrieb dann ein Gedicht darüber. Letzteres tat Sarah Kirsch nicht. Sie schrieb über die Natur. In jedem Gedicht pure Natur. "Diese Sucht zwischen den Regen / In der geschichteten Erde zu graben". Doch dann gibt es so überraschende Einsprengsel: "Das Kind geht zur Schule ...

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