Sarah Kirsch Juninovember

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Inhaltsangabe zu „Juninovember“ von Sarah Kirsch

Aus dem Nachlass von Sarah Kirsch Schon zu Lebzeiten galt Sarah Kirsch als Klassikerin, und sie hinterlässt ein umfangreiches, vielfach ausgezeichnetes Werk. In ihrer Lyrik schildert sie Seelenzustände voller hintergründiger Finesse und politischer Anspielungen. Trotz ihrer vordergründigen Einfachheit sind die Gedichte wie auch die Tagebuchaufzeichnungen alles andere als naiv. Aus dem Nachlass der großen Dichterin vernehmen wir in "Juninovember" diese unverkennbare Stimme in eigenwilligem Duktus und voll poetischer Kraft. In den Notaten aus den Jahren 2002/2003 blitzt die archaische Kraft der Natur auf, der Raureif und der dichte Nebel des Nordens, die Unterhaltungen der Rotkehlchen an der Futterstelle und 'herrlich flimmerndes, flammerndes Abendrot'. Immer wieder werden auch gesellschaftliche und politische Fragen wie die Geiselnahme in Tschetschenien oder das Vorgehen der Amerikaner im Irakkrieg kommentiert. Das unmittelbare Erleben und ihr eigenständiges Urteil hat sich die Dichterin bis zuletzt bewahrt. Editorische Notiz: Dieser Band wurde noch von der Autorin selbst zur Veröffentlichung vorbereitet. Diese Ausgabe wurde in Zusammenarbeit mit ihrem Sohn Moritz Kirsch fertiggestellt, der auch ihren Nachlass verwaltet.

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    Juninovember
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. March 2014 um 10:49

    Erinnerungsmomente aus eigener Hand Im letzten Jahr ist Sarah Kirsch gestorben und nun erscheint, aus dem Nachlass der Lyrikerin, dieser Band mit kurzen, oft wie hingeworfen wirkenden Notizen, kleinen Tagebucheintragungen, die eher konkrete Assoziationen benennen, denn umfassend von Tagen oder wichtigen Momenten berichten. Auch wenn die ein oder andere Eintragung ein wenig mehr Länge vorweist, sind die Gedanken doch eher kurz. „Es ist wohl der letzte Tag, an dem ich wie Ein Kakadu auf der Veranda Sitze mich erinnern Wärmen kann“. Oder: „Das Christkind backt – nun wird es aber Zeit, der Himmelsbackofen glüht. Keen Schnee in Tee so weit ich seh …. Habe noch allerletzte Weihnachtskarte verfasst….. Wir müssen die Mülltonnen herausstellen. Wegen der Feiertage wird einen Tag eher abgeholt“. Wie bei Kirch gewohnt (eines ihrer an sich wichtigen Themen), lassen sich auch kurze, prägnante Naturbeobachtungen lesen, alles so, wie „ihr der Schnabel gewachsen ist“. Mit ein wenig sprachlicher Verballhornung, Umgangssprache, aber auch kleine Poesien: „Abends hat der geschwärzte Himmel Einen Fuchspelzsaum“. Zudem erfährt der Leser, dass Sarah Kirsch dem Fernseher sehr zugewandt war, online hier und da Bücher bestellt hat und, häufig, wie denn genau das Wetter an bestimmten Tagen so war. Das ist über lange Strecken nicht sonderlich interessant oder unterhaltsam, auch wenn sich genau jene kurzen Gedankengänge einprägen und das Lesen lohnen, die allgemein Menschliches, genau Beobachtetes an und in der Natur oder hier und da auch eine Bewertung zur „allgemeinen Lage“ oder zu prominenten Menschen in sich tragen. Melancholie ist herauszuhören an so manchen Stellen, eine Nähe zur „dunklen, trüben“ Jahreszeit. Alles in allem eher ein kleiner Band für Kirsch-Verehrer, die sich in den oft hingeworfenen Notizen und kleinen auch Boshaftigkeiten ein Bild des Alltages der Autorin machen möchten, in dem nicht unbedingt viel an Äußerem geschieht.

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