Sarah Kuttner 180 Grad Meer

(104)

Lovelybooks Bewertung

  • 99 Bibliotheken
  • 7 Follower
  • 7 Leser
  • 30 Rezensionen
(37)
(48)
(12)
(4)
(3)

Inhaltsangabe zu „180 Grad Meer“ von Sarah Kuttner

Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität. Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat.Sarah Kuttner blickt in ihrem neuen Roman aufrichtig und berührend, aber gewohnt humorvoll auf die Widersprüche des Lebens, die es in unserer Zeit auszuhalten gilt.

Gewohnt lockerer Ton und schöne Mischung aus Ernsthaftigkeit und Witz. Ich mag Kutterns Romane!

— katzenminze
katzenminze

Eigentlich genau wie die Shows von Sarah Kuttner. Unterhaltsam aber irgendwie wenig was bleibt.

— CWPunkt
CWPunkt

Abgebrochen auf Seite 62. Leider eine absolut nervige Protagonistin.

— LillianMcCarthy
LillianMcCarthy

Berührende Geschichte vom Versuchen und über Familienbande.

— PaulaAbigail
PaulaAbigail

Jule liebt das Meer. In England sucht sie nach sich selbst - Eine bewegende gedankliche Reise ans Meer!

— aufgeblaettert
aufgeblaettert

Stöbern in Romane

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Literaturbetrieb in der Karibik

Aliknecht

Vintage

Etwas Gitarrengeschichte mit einem Krimi gemischt

leniks

Und es schmilzt

Wirklich bewegend und erschütternd

Lilith79

Drei Tage und ein Leben

Ein beklemmendes Buch, stellenweise schwer zu verdauen. Negativ: unerträglicher Protagonist.

Lovely_Lila

Zeit der Schwalben

Eine spannende und berührende Familiengeschichte

SarahV

Die Schlange von Essex

Von der Handlung her hätte ich mir gern mehr Tiefe gewünscht, aber von der Versinnbildlichung bin ich mehr als begeistert.

herrzett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Typisch Kuttner

    180 Grad Meer
    katzenminze

    katzenminze

    20. August 2017 um 22:27

    Wer Kuttners Romane kennt weiß, dass es immer eine etwas sperrige weibliche Hauptcharakterin gibt, die vor einer Veränderung im Leben steht. Hier ist das Jule, die sich seit sie denken kann um ihre depressive Mutter kümmern musste, zu ihrem Vater kaum Kontakt hat und deren Beziehung durch ihre Wut, ihre Selbstvorwürfe und Unzufriedenheit kurz vor dem Aus steht. Gerade die Begegnung mit ihrem Vater fand ich sehr treffend Beschrieben. Die plötzliche eigene Unzulänglichkeit. Angst vor den Ansprüchen des andern. Die Sprachlosigkeit, die Wut und all das Unausgesprochene. Ich hätte mir allerdings einen größeren Fokus auf ihre Mutter gewünscht. Jules Probleme mit ihr werden nur am Rande berührt und ihre Mutter eher für die witzigen Momente „benutzt“. Auch wenn die Story zwischendurch ein bisschen Ereignisarm daherkommt, fand ich das Ende sehr (be)rührend und stimmig. Insgesamt darf man aber keine klassische Happy-Ever-After-Geschichte erwarten. Und natürlich keine glatte, nette, liebliche Hauptcharakterin. Ich finde die Berliener Schnauze und das Mürrische, das Jules hat aber gerade interessant. Die Mischung aus traurig und lustig ist bei 180° Meer insgesamt gut gelungen. Bei Jules Charakter genauso wie bei der Story an sich. Kuttners gewohnt hippe aber tatsächlich auch authentische Sprache mag ich gerne. Einige Sätze Jules haben mich herzlich zum lachen gebracht. Allerdings darf man keine Abneigung gegen Anglizismen haben. Wer Kuttners Vorgängerromane mochte, wird auch von diesem nicht enttäuscht werden. 180° Meer bietet eine gewohnt schöne Mischung aus Ernsthaftigkeit und Witz und einen lockeren Ton, der ganz fix durchs Buch trägt.

    Mehr
  • 180° Meer

    180 Grad Meer
    CWPunkt

    CWPunkt

    13. July 2017 um 21:39

    Inhalt:In „180°Meer“ wird die Geschichte von Jule erzählt. Jule ist eine Person, die viel Wut in sich trägt und ihr Leben nicht allzu bewusst lebt. Sie ist eine recht talentierte, wenn auch wenig ambitionierte Sängerin und verdient sich damit in Bars ihren Unterhalt. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist extrem schwierig, da dieses sehr ich bezogen ist. Schon als Kind musste Jule sich mehr um ihre Mutter kümmern, als dass diese fähig war, sich um ihre Kinder zu kümmern. Das Verhältnis von Jule zu ihrem Vater ist jedoch noch schwieriger. Es ist eigentlich nicht existent. Nur in der Achselhöhle ihres Freundes fühlt sich Jule richtig geboren. Da sie aber nie gelernt hat, wie Beziehungen funktionieren sollten, setzt sie auch dieses Beziehung aufs Spiel. Als das passiert, bleibt ihr nur noch eins – sich zu ihrem Bruder zurück zu ziehen. Dieser versucht sie dazu zu bringen, wieder eine Beziehung mit ihrem Vater aufzubauen. Rezension: Mich hat 180°Meer etwas verstört zurück gelassen. Die Protagonistin Jule trägt unglaublich viel Zorn in sich und versucht Menschen nicht wirklich an sich heran zu lassen und genau so geht es mir auch mit ihr. Ich konnte einfach keine Beziehung zu ihr aufbauen. Der Schreibstil ist sehr unterhaltsam, allerdings bewegt sich die Handlung nicht wirklich vorwärts. Gleichzeitig ist es allerdings ein sehr ehrliches Buch. Ich finde es sehr schön, dass Jule nicht so biegsam ist und es halt kein Happy End gibt. Insgesamt bin ich also recht zwiegespalten und wurde mit einer eigentümlich bedrückenden Stimmung zurück gelassen.Fazit:„180°Meer“ ist ein Buch wie ich es von Sarah Kuttner erwartet habe. Es ist genau wie eine ihrer Sendungen, sehr unterhaltsam, aber am Ende erschließt sich einem nicht immer der vollständige Sinn. Es liest sich locker und leicht, ist auf dem ersten Blick tiefsinnig, enthält letztendlich für mich aber nichts, was bleibt.

    Mehr
  • Ein wundervolles Buch über komplizierte Familienverhältnisse und Selbstzweifel

    180 Grad Meer
    Steffi0703

    Steffi0703

    23. May 2017 um 11:39

    Inhalt: Jule, eine junge Frau Anfang dreißig, die sich als Sängerin ihren Lebensunterhalt verdient, trägt wahnsinnig viel Hass in sich. Sie hatte eine schwierige Kindheit, denn nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist sie mit ihrem jüngeren Bruder Jakob bei ihrer selbstmordgefährdeten Mutter, zuerst in Stralsund und später dann in Berlin, aufgewachsen. Auf beide Elternteile ist sie nun als Erwachsene nicht sonderlich gut zu sprechen. Dementsprechend ist sie von den ständigen Anrufen ihrer Mutter nur genervt. Auch ihr Job befriedigt sie nicht und eigentlich ist sie durch und durch mit ihrem Leben unzufrieden. Als dann auch noch die Beziehung zu ihrem Freund Tim auf der Kippe steht, flieht sie zu ihrem Bruder Jakob nach London, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität. Doch auch ihr Vater lebt inzwischen in England und ist schwer erkrankt. Wird Jule den Mut aufbringen, sich dem Menschen zu nähern, von dem sie sich so im Stich gelassen gefühlt hat? Und wird sie vielleicht ein bisschen Frieden mit sich selbst schließen können?Meine Meinung: Für mich war es ein tolles Buch, das mich mit seiner Thematik, seiner Ehrlichkeit und dem ungewöhnlichen Schreibstil überzeugt hat.Es geht um das komplizierte Verhältnis zu den eigenen Eltern, um Selbstzweifel, Wut, aber auch um das "zu sich finden". Jeder kennt doch die Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, gerade zu den Eltern, und jeder kennt auch das Gefühl, mit sich selbst nicht zufrieden zu sein. Sarah Kuttner schafft es, die schwierigen Themen in dem Buch durch ihren lockeren, flapsigen und umgangssprachlichen Schreibstil humorvoll rüberzubringen. Trotzdem ist das Buch keineswegs oberflächlich, sondern geht sehr in die Tiefe. Und es ist an manchen Stellen erschreckend ehrlich. Die Protagonistin Jule spricht Dinge aus, die man sich vielleicht nicht mal trauen würde zu denken. Im ersten Moment scheint sie als Hauptfigur vielleicht nicht so sympathisch, da sie immer und überall das Schlechte sieht und sehr eigensinnig und trotzig ist. Trotzdem mochte ich sie irgendwie, weil ich sie in vielen Punkten verstehen konnte und ich mich an manchen Stellen auch selbst ein bisschen in ihr wiedererkannt habe. Die Entwicklung der Geschichte ist, zumindest für mein Empfinden, gerade was die Beziehung zwischen Jule und ihrem Vater angeht, sehr realistisch und das gefiel mir ausgesprochen gut. Man kann eben nicht einfach einen Schalter im Kopf umlegen und alles ist verziehen und gut. Menschen ändern sich nicht so schnell und auch im wahren Leben läuft nicht alles so glatt, wie man es sich wünscht.Ein Buch, das ich absolut weiterempfehlen kann!

    Mehr
  • 180 Grad Meer - 180 Grad Gefühl

    180 Grad Meer
    aufgeblaettert

    aufgeblaettert

    26. April 2017 um 21:36

    Rezension zu 180 Grad Meer von Sarah KuttnerDas Meer ist für Jule Balsam für die Seele, vor allem, wenn es sich zu 180 Grad vor ihr erstreckt. Mit 180 Grad Meer ist eine gedankliche Reise ans Meer garantiert!InhaltJule ist Sängerin in einem Pub in Berlin. Ihr Leben funktioniert irgendwie, doch wirklich glücklich ist sie nicht. Zumindest scheint sie ihr Leben und sich selbst nicht so richtig zu mögen. Als ihr Freund Tim Abstand und eine Beziehungspause wünscht, flieht sie zu ihrem Bruder Jakob nach London. Dieser spürt bereits, dass sie wohl nicht nur ein paar Tage bleiben wird. Einerseits versucht Jule nicht nur vor Tim zu fliehen, sondern auch vor sich und ihrer Vergangenheit. Es beginnt für sie eine Suche nach sich selbst. Ihr Vater verließ die Familie, als sie noch ein Kind war. Von dem Punkt an lebte sie mit ihrer depressiven Mutter allein und fühlte sich für sie verantwortlich. Bei ihrem jüngeren Bruder übernahm sie die Mutter- und Vaterrolle. Jule befindet sich in England ganz in der Nähe vom aktuellen Wohnsitz ihres Vaters, der an Krebs erkrankt ist. Lange zögert sie, ob sie ihn besuchen möchte, da er ihr eigentlich fremd ist – bis sie den Schritt wagt.KritikSarah Kuttner beschreibt die Gedankenwelt der Protagonistin detailliert. Man kann die Gedankengänge der Jule differenziert nachempfinden. Der Zugang zu ihren Gefühlen scheint ihr fast vollständig zu fehlen. Man beginnt mitzufühlen und nachzuvollziehen, warum die Protagonistin so tickt, wie sie tickt und weshalb sie wenig mit ihren Eltern zu tun haben möchte. Doch scheint sie sich selbst am meisten zu hassen, dass man wie ihr Bruder und Freund am liebsten sagen möchte: Ach Jule. Als kleine Kritik ist anzumerken, dass das Buch eher abrupt. In dem Moment, in dem es eine Entwicklung in der Familienbeziehung zu geben scheint, bleiben viele Fragen offen, die man noch beantwortet haben wollte.FazitLetztendlich kann ich das Buch jedoch persönlich sehr empfehlen! Man muss sich zwar auf die ab und zu schwerfällige, traurige Atmosphäre der Geschichte sowie auf die melancholische Art der Hauptfigur einlassen können. Das Buch fängt jedoch viele Gefühle ein und nimmt einen auf eine emotionale Reise mit, auf eine Fahrt ans Meer.

    Mehr
  • Ein Buch, abseits der ganzen Happy Endings

    180 Grad Meer
    Literaturliebe

    Literaturliebe

    05. April 2017 um 20:10

    KURZ GESAGT Ich fühle mich diffus traurig und überfordert. Als würde ich von imaginären Massen bedrängt, und gleichzeitig fühle ich mich merkwürdig zurückgelassen. Ich habe außerdem ein permanentes Bedürfnis nach Meer. S. 145 Sarah Kuttner war mir bisher eher als Fernsehmoderation bekannt. „180 Grad Meer“ ist also mein erster Roman von ihr, mit dem die Berliner Großschnauze (ist nett gemeint, wir Berliner haben sie alle irgendwie ;) ) beweist, dass sie auch schreiben kann. Protagonistin Jule ist eine Figur, die einem von Sarah Kuttner gut nahe gebracht wird. Zwar konnte ich nicht immer ihr Verhalten, dafür aber eindeutig ihre Gefühle und Denkweisen nachvollziehen. Manchmal wirkt sie unsympathisch und anstrengend, weil in ihr so viel Wut ist, dass man das Gefühl bekommt, sie müsste jeden Moment explodieren. Aber man versteht sie.  „180 Grad Meer“ ist ein Roman, der sich abhebt. Ein Buch, das sich trotz nicht immer einfacher Sprache erstaunlich flüssig lesen lässt und durch absolut durchschnittliche Figuren besticht (was übrigens mal eine wahre Erfrischung ist!). Das Buch ist nicht rasant, eigentlich nicht wirklich spannend und auch nur wirklich sehr selten sowas wie witzig. Aber es ist interessant und berührt irgendwo einen Punkt in mir. Es ist ein Buch, über das man nachdenkt, das man reflektiert, das in einem nachhallt und das trotz der relativ geringen Seitenzahl überraschend tiefgründig ist. Ein bisschen schade fand ich nur, dass die Beziehung zu Jules Vater etwas oberflächlich und kurz abgehandelt wurde. Aber sonst: Alle Achtung, Frau Kuttner, für dieses Werk. ABSCHLUSSWORTE In „180 Grad Meer“ versucht Protagonistin Jule zu sich selbst zu finden, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und mit sich und vielleicht auch mit der Welt sowas wie ins Reine zu kommen. Manchmal gelingt es ihr, manchmal auch nicht. Dabei ist es als Leser sehr interessant Jule auf diesem Weg zu begleiten. „180 Grad Meer“ sticht zwischen den ganzen Happy Endings in der Literaturwelt eindeutig heraus. Und wenn der eine oder andere eventuelle Schwierigkeiten mit Jule als Person haben könnte, so ist dieses Buch durchaus eine Empfehlung wert.

    Mehr
  • Bedrückende und clevere Geschichte der sog. Generation Y

    180 Grad Meer
    brokkolino

    brokkolino

    20. December 2016 um 10:09

    Wer in Rostock-Warnemünde schon mal am Strand gestanden hat, weiß was 180 Grad Meer bedeutet. Kennt dieses merkwürdige Gefühl allein zu sein, aber nicht einsam. Man ist zufrieden jetzt nicht reden zu müssen, sondern nur gucken. Irgendwo an der Horizontlinie tuckert n Frachter vorbei, da ist Leben um dich herum, aber du blendest alles aus, was (wortwörtlich) hinter dir liegt.Und Jule, die Protagonistin, sehnt sich danach. Sie sehnt sich nicht nach viel in ihrem Leben, sie will einfach nur klar kommen, unangenehmen Dingen aus dem Weg gehen, Bedürfnisse befriedigen und sie ist zufrieden, wenn es ihr nicht sonderlich schlecht - noch sonderlich gut geht. Dabei verletzt sie jedoch die ihr Nahestehenden und erreicht den Punkt, wo sie Stadt und Alltag hinter sich lässt und versucht, sich selbst zu verstehen. Ganz langsam und behutsam wird sie sich ihrer selbst bewusst. Es ist ein ganz wundervoller Prozess der Selbsterkenntnis und der Treue zu sich selbst. Denn anders, als manch andere Adoleszenz-Autoren, bringt uns Sarah Kuttner nicht die 180-Grad-"Ich mach jetzt alles besser"-Wende, sondern verdeutlicht den Wert des einander und sich selbst Verstehens.Ich möchte dieses Buch jedem*jeder empfehlen, der*die fröhlichen Life-Changing-Bücher nicht mehr sehen kann, und eine Geschichte lesen möchte, die einem bekannt vorkommt, weil man selbst schon so fühlte, weil man Freunde hat, die manchmal seltsam wirken, weil man Beziehungen irgendwann verloren hat und sich manchmal fragt, was wäre, wenn ich damals anders gewesen wäre... Ich verstehe leider nicht, warum manche Rezensionen bemängeln, Kuttner würde ihre Protagonistin nicht mögen... Vielleicht sind dies Kritiker*innen, die die beschriebene Art Mensch nicht kennen und/oder nicht verstehen. Ich persönlich befinde dieses Buch als mein Lieblingswerk 2016.

    Mehr
  • heißer Seelenscheiß...

    180 Grad Meer
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    19. October 2016 um 17:25

    Jule ist die Protagonistin dieses Buches und sie ist nicht sympathisch. Sie hat Ecken, sie hat Kanten, sie ist bockig, schwierig, anstrengend, verkopft und vorallem wütend. Eigentlich habe ich mit solchen Protagonisten immer meine Probleme, sie nerven mich sehr schnell. Bei Jule war das anders, Jules Wut und Aggression konnte ich verstehen, sie ging mir nahe, sie hatte Gründe, die meiner Wut sehr ähnlich sind. Jule war für mich Identifikationsfigur und Spiegel zugleich.Nun gut, ich habe noch nie einfach mal so meinen Partner, den ich zu liebe glaube, betrogen und mich dann nach England abgesetzt, um mir die Meeresbrise um die Nase pfeifen zu lassen, aber grundsätzlich fand ich Jules Erklärungsversuche für ihr Verhalten, sehr treffend und gut. Ein bißchen versagt sie mir zu sehr auf ganzer Linie und auf der anderen Seite ist Papas Geld dann doch wieder da, um diese Probleme zu lösen, das fand ich etwas glatt, etwas leicht, aber wenn Jule keine finanzielle Möglichkeit gehabt hätte einfach mal auszusteigen, hätte es keine Geschichte gegeben. Kein Treffen mit dem Hund, kein wütendes das Meer anbrüllen, keine Trennung von Tim, Jules Freund und keinen Besuch bei der eigentlich nicht so gemochten Verwandtschaft.Mir hat Jules Bockigkeit, die ich eben sonst so furchtbar bei Charakteren finde, sehr gefallen und das eben weil sie an mich erinnert. Ich will manchmal auch nicht reden, einfach nur sitzen. Ich will machmal auch einfach nur wütend sein. Dabei fand ich Jules Art sich mit ihrer depressiven und vereinnahmenden Mutter auseinander zu setzen und mit der Krebserkranung ihres eigentlich immer abwesenden Vaters umzugehen, sehr gelungen. Ihre Formulierungen paßten in mein Denken, in meine Wahrnehmung, nicht weil meine Kindheit jetzt gar so schrecklich gewesen wäre, sondern weil Eltern eben auch Menschen sind, die Fehler machen, Fehler haben und Fehler ertragen müssen und so erinnerte mich dieses Buch daran, dass jeder von uns so sein Päckchen Familienmüll mit sich herumschleppt, die einen mehr, die anderen weniger, aber ein bißchen Dreck gibt es in jeder Hütte. Den kann man akzeptieren, man kann ihn ignorieren, oder man kann sich, wenn es zu spät ist, darüber ärgern, dass man ihn nicht einfach mal weggeräumt hat.Gut gefallen hat mir auch die Geschichte rund um Jule und den Hund. Das war herrlich schrullig und ein bißchen was fürs Herz, ohne kitschig zu sein.Kuttner liefert hier ein deutlich reiferes, besseres und interessanteres Werk ab, als in Mängelexemplar, das mich damals nur auf halber Strecke überzeugen konnte.Für 180 Grad Meer gibt es eine volle und totale Leseempfehlung, für jeden, Eltern, Kinder, Töchter, Brüder, Hundebesitzer und Meeresliebhaber. Das war so richtig schöner Seelenscheiß.Lesen!

    Mehr
  • Leserunde zu "Game of Thrones - Der Winter naht" von George R.R. Martin

    Game of Thrones - Der Winter naht
    Pippo121

    Pippo121

    ** ACHTUNG: Dies ist KEINE Leserunde und es gibt keine Bücher zu gewinnen!  **                 "Game of Thrones" - Lesemarathon                                   (14.10-16.10)   Passend zur aktuellen Werwolf-Runde, startet nun auch ein GoT-LESEMARATHON! Also begrabt nun alle (zumindest) vorübergehend das Kriegsbeil und reist mit uns nach Westeros! Denn dieses Wochenende wollen wir ein weiteres Mal in die Welt von Game of Thrones reisen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der der grausame König Joffrey, der erste seines Namens, auf dem Thron sitzt und Freund und Feind durch seine sadistische Art erzittern lässt. Das Land ist gespalten, einige bleiben den Lannisters treu und kämpfen an ihrer Seite, während andere Joffrey nicht als rechtmäßigen Erbe der Krone anerkennen. Neu ernannte Könige scheinen wie Pilze aus der Erde zu sprießen. Kriege erschüttern das Land. In dieser Zeit begeben wir uns auf Wanderschaft. Wir werden anfangen in Essos, wo wir auf Daenerys Targaryen stoßen. Diese empfängt uns sehr gastfreundlich und schenkt uns am Ende eine Kiste mit kleinen Dracheneiern. Ob diese echt sind? Weiter führt uns unser Weg zur roten Priesterin, bei der wir nur kurz verweilen. Samstag treffen wir dann in Königsmund ein und haben eine Audienz beim König. Anschließend werden wir auch den übrigen Lannisters und ihren Gefolgsleuten vorgestellt. Am letzten Tag wandern wir in den kalten Norden, wo uns die Starks herzlich begrüßen und uns Winterfell zeigen. ♦ Das Wochenende wird unter verschiedenen Häusern aufgeteilt.♦ Jeden Tag werden wir passend zu den ausgewählten Häusern alle ein, zwei Stunden Zitate posten und dazu eine Frage an euch stellen♦ Dieses Mal sammeln wir Dracheneier. Ihr bekommt pro 100 gelesene Seiten ein Drachenei geschenkt. Beim Erreichen des gesetzten Ziels schlüpfen die Drachen. Mal schauen, wer am Ende die größte Drachenarmee besitzt ;)   Wichtig: Die gestellten Aufgaben werden so weit wie möglich einen Bezug zu GoT haben, dies muss für die gelesenen Bücher natürlich nicht der Fall sein! Also mach es dir auf dem Sofa bequem und schließ dich unserem Lesemarathon an! Vielleicht entdeckst du ja so auch dein neues Lieblingsbuch! :)   Natürlich sind in dieser Gruppe alle Leser willkommen, nicht nur die Werwölfe oder die Mitglieder der Gruppe "Challenge: Zukunft vs. Vergangenheit"! Wir freuen uns über jeden aktiven Leser und hoffen auf ein entspanntes, gemeinsames Lesen!   *************************************************************** Wann geht es los?   Der Lesemarathon startet am 14.10. gegen 15 Uhr und endet am 16.10. um 24 Uhr.   Sinn und Ziel eines Lesemarathons ist es, sich einfach mal wieder Zeit für ein fesselndes Buch zu nehmen und sich mit netten Leuten auszutauschen. Um die Gespräche anzuregen, werden im Verlauf des Lesemarathons immer wieder Fragen oder Aufgaben eingestreut, die du dann nach Belieben in deine Lesestunden mit einbauen kannst.   Wer möchte, kann sich gleich zu Beginn des Lesemarathons ein Ziel setzen (zum Beispiel gelesene Seiten, oder etwas Kreativeres). Dies ist allerdings kein Muss. Es erlaubt dir lediglich nach dem Lesemarathon dein ganz persönliches Fazit deines Wochenendes zu ziehen. :)   *************************************************************** Du hast eine Idee, eine Anregung oder eine Frage die wir in den Lesemarathon einbauen könnten? Dann schick diese per PN an: - Mitchel06 - Vucha - Knorke oder SchCh121!   Wir freuen uns auf euch! *************************************************************** Teilnehmer: Vucha Snorki Isabellepf Knorke Katha Lrvtcb Mitchel SchCh Stebec Annika, Sternchen

    Mehr
    • 571
  • Buchverlosung zu "Realitätsgewitter" von Julia Zange

    Realitätsgewitter
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst. -> Jetzt reinlesen: http://bit.ly/leseprobe-realitaetsgewitterÜber Julia ZangeJulia Zange, geboren 1987, lebt und arbeitet seit 2006 in Berlin. 2005 gewann sie den Literaturwettbewerb Open-Mike, 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman mit dem Titel Die Anstalt der besseren Mädchen. Sie ist Teil der Web-Serie Translantics. Sie arbeitet als Redakteurin bei L’Officiel und schreibt regelmäßig für Zeit Online und Fräulein. In Philip Grönings Film Mein Bruder Robert, der 2017 Kino-Premiere feiert, hat sie als Hauptdarstellerin debütiert. Außerdem organisiert sie regelmäßig die Veranstaltungsreihe Dead Poets Society im Soho House Berlin.Jetzt bewerben!Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr folgende Frage beantwortet: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen und wie hat es euch gefallen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

    Mehr
    • 323
  • Wie ein Hund das Leben ändern kann

    180 Grad Meer
    X-tine

    X-tine

    20. September 2016 um 11:36

    Inhalt:Jule verbringt eine extreme Kindheit. Von ihrem Vater und ihrer Mutter empfängt sie keine Liebe. Daher lässt sie der Krebs ihres Vaters komplett kalt. Ihre Beziehung zu Tim hat sie durch eine Affäre gefährdet. Sie flieht aus Berlin zu ihrem Bruder Jakob nach Berlin. Dort versucht sie ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ihr totkranker Vater lebt dort in der Nähe. Ob sie sich vor seinem Tod mit ihm aussöhnt, welche Rolle dabei ein Hund spielt und vor allem welche Bedeutung das weite Meer für sie spielt bleibt interessant.Beurteilung:Sarah Kuttner ist ein sehr guter Roman gelungen. In ihren Aussagen stecken viele wahre, realistische Inhalte. Die Protagonisten sind absolut authentisch beschrieben. Detailliert schildert sie die Situation. Es gibt mehrere "Symbole" die sich durch das gesamte Buch ziehen, wie die Bedeutung des Meers oder die Geborgenheit von Achselhöhlen. Das Buch liest sich sehr gut und ist trotz trauriger Grundstimmung aufgrund von Krebs und Ungeliebtheit so geschrieben, dass es durchaus auch witzig zwischendurch ist. Die Entwicklung die Jule durchmacht ist sehr schön beschrieben. Das Buch ist absolut empfehlenswert, jedoch ist mir das Ende ein bisschen zu kurz geraten.

    Mehr
  • 180 Grad Meer

    180 Grad Meer
    miah

    miah

    06. September 2016 um 15:21

    Inhalt: Jule arbeitet als Sängerin in einer Bar und eigentlich findet sie ihr Leben furchtbar. Sie hasst ihren Job. Ihre Mutter geht ihr ständig auf die Nerven. Als dann die Beziehung zu ihrem Freund zu scheitern droht, flieht Jule zu ihrem Bruder nach England. Sie sucht Ruhe und Anonymität. Auch ihr Vater, der die Familie früh verlassen hatte, wohnt in England, aber er ist todkrank.Meine Meinung: Die Handlung ist schwierig, denn eigentlich passiert nichts.Jule ist mit ihrem Leben unzufrieden. Ihre Mutter ist bereits in Jules Kindheit depressiv und selbstmordgefährdet. Der Vater hat die Familie früh verlassen und auch eine kurzzeitige Versöhnung, bei der Jules Bruder entstand, konnte daran nichts ändern.Jule meidet den Kontakt zu ihrer Mutter, da sie ihr nur auf die Nerven geht. Jule selbst arbeitet als Sängerin in einer Bar. Sie hasst ihren Job und ich habe mich eigentlich ständig gefragt, warum sie sich dann nicht etwas anderes sucht. Finanziell wäre sie nicht darauf angewiesen. Aber Jule ist antriebslos. Ich hatte den Eindruck, es gefiel ihr sogar, weil sie so etwas hatte, über das sie herziehen und motzen konnte. Mit dem Inhaber der Bar hat sie eine Affäre. Warum? Einfach so. Ihr Job hängt nicht davon ab. Sie liebt ihn nicht und Spaß macht es ihr auch nicht.Als ihr Freund davon erfährt, schmeißt er sie raus. Jule flüchtet zu ihrem Bruder. Weil sie nicht so richtig weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, sucht sie sich dort einen Job, entscheidet sich aber dann in ein Hotel in der Nähe vom Wohnort ihres Vaters in England zu ziehen. Ihr Vater ist todkrank und sie besucht ihn aus Pflichtbewusstsein.Hauptsächlich werden Jules Emotionen beschrieben. Für mich sind diese aber wenig nachvollziehbar. Der Rest ist belanglos, langatmig und langweilig. Tiefgehende Probleme blieben angedeutet, Jule beschäftigt sich lieber mit oberflächlichen Dingen. Man wird zu Beginn in die Handlung reingeworfen und fällt irgendwann wieder raus. Ein richtigen Anfang und ein richtiges Ende gibt es nicht. Jule ändert sich nicht wirklich. Es gibt keine Überraschungen. Alles scheint vorhersehbar.Der Schreibstil ist wie auch in den anderen Romane gewöhnungsbedürftig. Sehr direkt, trotzig, umgangssprachlich. Aber zumindest daran gewöhnt man sich.

    Mehr
  • Liest sich einfach so durch

    180 Grad Meer
    Gwennilein

    Gwennilein

    03. August 2016 um 12:30

    Wieder ein klasse Buch von Sarah Kuttner, die es versteht uns in Gefühlswelten Einblicken zu lassen, von denen wir erstmal (zum Glück?) nichts verstehen. Nachdem man aber gelesen hat, kann man Gedankengänge nachvollziehen, Verständnis aufbringen und ein bisschen anders auf andere, scheinbar "andersartige" Menschen zugehen. Dazu schreibt sie noch in einem ganz wunderbaren Stil, der sich einfach so "weglesen" lässt.

    Mehr
  • Sowohl vom Roman, als auch vom Hörbuch enttäuscht.

    180 Grad Meer
    jahfaby

    jahfaby

    29. June 2016 um 00:02

    Ich denke: Cool, ein neuer Roman von Sarah Kuttner. Muss ich nicht wissen worum es geht, ich habe ihren ersten gelesen und die Verfilmung gesehen und den zweiten als Hörbuch gehört. Sie ist nicht die perfekte Vorleserin, aber ähnlich wie Thees Uhlmann kann sie ihre Protagonisten mit Leben füllen. Und sie schafft es, dass ich immer wieder denke, ja! Genauso ist es. Sie ist Meisterin der Identifikation, der Findung von passenden Worte für Situationen, die ich, die wir alle kennen. Zumindest war das so.Noch keine fünf Minuten im Hörbuch und ich ahne, dass es diesmal anders ist. 6 Stunden später bin ich mir sicher. Ich mag Sarah Kuttner. Ich mag ihre Sendung Kuttner plus Zwei. Ich will dieses Buch mögen und gut finden. Kann ich aber nicht.Klar, da sind immer noch viele kleine Identifikationsmöglichkeiten, viele schöne Metaphern, viele schöne Worte. Aber die große Story einer mittelmäßigen Sängerin, deren Leben zusammenbricht und sie einfach so für Monate nach London zu ihrem Bruder zieht und ihren todkranken Vater nicht besuchen und auch sein Geld nicht haben will, weil er die Familie damals verlassen hat, funktioniert für mich überhaupt nicht.Die anderen Bücher waren Geschichten von Menschen, die wie du und ich sind. Oder wie Freunde von uns. Das funktioniert diesmal nicht. Diese Story kann ich einfach nicht glauben. Dazu kommt noch ein komischer Sprachgebrauch, der früher entweder nicht da war oder mir nicht aufgefallen ist, eine Art von Derbheit, bei der ich an Charlotte Roche denken musste, die hier aber gewollt klingt.Dann das Hörbuch. Was beim letzten wirklich gut funktioniert hat, geht hier vollkommen schief. Das liegt erstens an ihrer Stimme. Ich weiß nicht genau, was kaputt ist, aber irgendwas ist kaputt. Ich meine mich erinnern zu können, auch schonmal gehört zu haben, dass wegen irgendwas ihre Stimme sehr kratzig und schwach ist. Was in der Sendung für ein paar Anekdoten und Fragen noch reicht, funktioniert auf Dauer überhaupt nicht. Mir fällt es schwer, Kuttners Stimme über lange Zeit zuzuhören.Zweitens fallen mir falsch ausgesprochene Worte mittlerweile viel zu sehr ins Gewicht. Es heißt nicht ebend. Es heißt eben. Sobald mir das einmal aufgefallen ist, werde bei jedem weiteren ebend nur noch verrückter. Und das bleibt ja nicht das einzige Wort.Drittens und am Schlimmsten: Kuttner liest nicht konsequent. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Hörbuch zu lesen. Entweder bin ich der Erzähler und erzähle die Geschichte aus der Haltung des Erzählers. Dann gucke ich von außen auf die Handlung und kann sie auch kommentierend lesen. Oder ich bin der Protagonist. Dann bin ich traurig, wenn der Protagonist traurig ist. So hat Kuttner das letzte Buch gelesen. Bei diesem wechselt sie zwischen diesen Positionen. Manchmal hat sie die Emotion und Haltung der Protagonistin, gibt Jule also ihre Stimme, manchmal ist sie aber Sarah Kuttner, die diese Geschichte liest und eben auch kommentiert. Dann höre ich ein Lächeln an Stellen, an der ich als Zuhörer lächeln kann, Jule aber auf keinen Fall lächeln wird. Spätestens diese Inkonsequenz macht mir das Hörerlebnis vollends kaputt. Ich kann sie leider nicht ernst nehmen.180° Meer ist weder die auf dem Klappentext versprochene Roadnovel, noch das Buch oder Hörerlebnis, das ich mir von Sarah Kuttner erhofft habe. Ich kann ihn nicht empfehlen, weder das Hörbuch, noch den Roman. Ich hoffe auf den nächsten. Solange sehe ich mir ihre Sendungen an.

    Mehr
  • Frau Kuttner ist und bleibt großartig

    180 Grad Meer
    mj303

    mj303

    12. May 2016 um 11:06

    Ich gebe zu Sarah Kuttner hat einfach einen Bonus bei mir, da ich sie einfach klasse finde. Ich habe alle ihre Romane als Hörbuch gehört und auch mehrere Lesungen von ihr besucht. Ich denke sie könnte mir alles vorlesen - ich mag es einfach ihr zuzuhören. Ihr neuer Roman handelt von Jule und Jule ist irgendwie kaputt. Sie kämpft mit der Wut auf die Welt, auf sich selbst und auf so vieles was sie gar nicht genau fassen kann. Nachdem ihr Freund Tim sie gebeten hat für eine gewisse Zeit zu verschwinden tut sie das und macht sich auf den Weg nach England. Dort warten ein eher unerwarteter Leihhund, ein ungeliebter aber sehr kranker Vater und ein kleiner Bruder der einfach klasse ist. Ein toller Roman, eine Geschichte die dazu anregt auch mal über sich selbst und das eigene Leben nachzudenken und eine Sarah Kuttner in Höchstform.

    Mehr
  • Einfache Handlung, komplizierte Protagonistin, außergewöhnlicher Sprach- und Erzählstil

    180 Grad Meer
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    11. May 2016 um 12:35

    Die Geschichte hat einen außergewöhnlichen Sprach- und Erzählstil, der mir sehr zusagte und mich nun sogar noch nach weiteren Büchern der Autorin suchen lässt. Es gibt viele intelligente Sätze, die fast schon psychologisch-analytisch durchdacht sind, aus einer Sichtweise, die ich so noch nicht gesehen habe. Irgendwie auch spröde, aber dennoch sehr wirkungsvoll. Eine ausführliche Meinung findet ihr in meinem Bühcherfüllhorn-Blog. Die Handlung ist einfach, aber das Innenleben der Protagonisten kompliziert und mit einen feinen subtilen Spannungsbogen detailliert beschrieben, der mich immer weiter lesen lassen wollte.

    Mehr
  • weitere