Wachstumsschmerz

von Sarah Kuttner 
3,9 Sterne bei309 Bewertungen
Wachstumsschmerz
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (215):
DrunkenCherrys avatar

Sehr gefühlvoll und authentisch.

Kritisch (34):
CosimaThomass avatar

Unglaublich, bei Kuttner, aber: Ich fands grottenlangweilig und ziemlich quälend.

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Inhaltsangabe zu "Wachstumsschmerz"

Wann ist denn nur alles so kompliziert geworden?

Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so. Thirdlife Crisis: Darf man die zahllosen Möglichkeiten des Lebens einfach ignorieren und wie ungebetene Gäste vor der Tür stehen lassen? Wie kann man der Liebe vertrauen, wenn man nicht mal sich selbst vertraut? Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Und was fangen wir mit den nächsten zwei Dritteln des Lebens an?

So berührend wie lustig, ernsthaft und klug erzählt die Autorin des Bestsellers ›Mängelexemplar‹ von der heillosen Überforderung durch das längst überfällige Erwachsensein und von der Sehnsucht nach einem eigenen, richtigen Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596194179
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:25.04.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.11.2011 bei Argon erschienen.

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    DrunkenCherrys avatar
    DrunkenCherryvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Sehr gefühlvoll und authentisch.
    Sehr gefühlvoll und authentisch

    Nach "Mängelexemplar" war ich auf das zweite Werk von Sarah Kuttner gespannt und wurde nicht enttäuscht. Denn "Wachstumsschmerz" hat mir noch besser gefallen.
    Protagonistin Lu lässt einen so authentisch in ihr tiefstes Inneres blicken, dass man das Gefühl hat, autobiografische Aufzeichnungen vor sich zu haben und keine fiktiven.
    Lu beschäftigen viele Gedanken, die wohl viele von uns mit mitte zwanzig, Anfang dreißig hatten oder haben werden. Dabei kollidieren in dem Buch Erzählung und Tagebucheinträge und fügen sich zu einer sehr intim erzählten Geschichte zusammen.
    Der Hang zu Metaphern und Wortspielereien, die mir in "Mängelexemplar" sehr gefallen haben, finden sich hier nicht so stark ausgeprägt wieder, was aber zur Geschichte passt.
    Man kann der Autorin vorwerfen, eine sehr weinerliche Geschichte geschrieben zu haben, ich fand sie einfach nur realitätsnah und unglaublich schön, wenn auch etwas abrupt endend.

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    Steffi0703s avatar
    Steffi0703vor 9 Monaten
    Ein tolles, berührendes und sehr ehrliches Buch

    Inhalt (Klappentext): Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so.

    Meine Meinung: In dem Roman geht es um Luise, eine junge Frau Anfang dreißig, die viel an sich und ihrem Leben zweifelt und die sich immer noch nicht so richtig erwachsen fühlt. Zudem geht es um das Scheitern einer Beziehung an zuviel Nähe und um die ganzen Unsicherheiten des Lebens, die jede Entscheidung mit sich bringt.
    Ich finde, dass Sarah Kuttner die Sorgen und Ängste der Protagonistin sehr gut rübergebracht hat. Ich konnte die Gedanken von Luise sehr gut nachempfinden und auch, wenn sie oft egoistisch und launisch war, mochte ich sie dennoch für ihre Authentizität.
    Das Buch ist insgesamt recht schwermütig und bedrückend, aber dadurch nicht weniger gut. Ich mag Bücher, in denen man in die Gedankenwelt der Figuren abtauchen kann, auch wenn diese eher düster ist.
    Der Schreibstil von Sarah Kuttner ist umgangssprachlich, voll mit Metaphern und sehr nachdenklich. Mich hat er berührt und ich war wirklich beeindruckt, wie schön und treffend Kuttner bestimmte Gefühlszustände beschreiben kann. 

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    Gwennileins avatar
    Gwennileinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bedrückend ehrlich
    Bedrückend ehrlich

    Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, ein sehr ehrlicher und offener Querschnitt durch den Leistungsdruck der auf jungen Erwachsenen lastet, jedoch nicht durch wirklichen Druck, sondern eher durch die Freiheiten, die einem alles erlauben. Aber würden gewisse Schranken nicht helfen und eine geborgene Sicherheit bieten? Man begleitet die Protagonistin in ihrem Job und ihrer Beziehung mit genau dieser Hilflosigkeit, zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Irgendwie traurig, trist und bedrückend, aber dennoch mit sehr guten Denkansätzen über die heutige Gesellschaft.

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    Amilynvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Traumhaft geschriebener Roman über das Scheitern einer Beziehung und das Erwachsenseinmüssen
    Liebe vs Erwachsensein

    Luise und Flo, ein Berliner Pärchen um die 30, beschließen, sich eine gemeinsame Wohnung zu suchen. So richtig wollen tun sie nicht, und nach jeder gescheiterten Besichtigung sind beide erleichtert, dass wieder nicht die passende Wohnung dabei war, aber nach drei gemeinsamen Jahren sollte es mit dem Zusammenziehen doch endlich mal so weit sein. Als sie dann doch noch die perfekte Wohnung finden, ist zunächst auch alles ganz toll. Doch trotz großer Liebe scheitert das Paar an dem Anspruch, erwachsen sein zu müssen.


    Dass die Beziehung von Luise und Flo die gemeinsame Wohnung nicht überlebt, weiß man als Leser von Anfang an. Nicht weniger schmerzt es, wenn diese Liebe letztendlich tatsächlich scheitert. Wo andere sich im Bemühen um die allergrößte Liebe auf Deutsch gesagt einen abgekrampft haben und ich diese epischen Gefühle trotz allem Tamtam nicht gespürt habe, schafft es Sarah Kuttner, mit einer erstaunlichen Leichtigkeit, mich in ein Berliner Hipsterpärchen verliebt zu machen. Einfach so.


    Ich hatte im letzten Jahr schon mit Mängelexemplar einen leichten "Schock" erlitten, weil ich so überrascht war, dass die Moderatorin so phantastisch schreiben kann, mit Wachstumsschmerz setzt sie sogar noch einen drauf. 


    So tragisch und trotzdem witzig, und trotzdem tiefgründig, und trotzdem leicht, und trotzdem traurig, und trotzdem liebenswert, und trotzdem alltäglich, und trotzdem besonders.


    Fazit: Manchmal kann man einfach nicht viel mehr zu einem Buch sagen, außer: es ist großartig! Auch ohne Elfen und Feen und Zwerge, ohne Atomkrieg und korrupter Regierung und unfairer Lebensbedingungen. Ohne Action, Mord und raushängender Gedärme. Einfach nur so. Wenn eine Balkonbepflanzungsszene mehr Gefühl enthält als so mancher kompletter Liebesroman, heißt es bei mir: 5*****!

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    k-aleidoskopvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wenn zwei junge Menschen an einem gemeinsamen Traum scheitern
    Warum wir das Erwachsen werden lieber meiden sollten

    Mit ihrem Freund endlich zusammenzuziehen, hat sich Luise irgendwie anders vorgestellt. Plötzlich tanzen die beiden nämlich nicht mehr zu Manfred Krug oder haben Sex auf dem Küchentisch, sondern bekriegen einander.
    Wird ihre vierjährige Beziehung auch weiterhin bestehen bleiben oder sind sie von einer gemeinsamen Zukunft noch zu weit entfernt?

    Woran sollen wir denn wachsen?
    Luise und Flo sind seit nun mehr als vier Jahren zusammen. Mit Ende zwanzig beschließt das Paar, gemeinsam einen großen Schritt in Richtung Zukunft zu wachsen und bezieht eine Wohnung. Das Leben der beiden gestaltet sich aber doch etwas schwieriger, als sie es sich vorgestellt hatten. Luise braucht immer mehr Zeit für sich selbst, während Flo immer mehr "Wir-Zeit" haben möchte. Die Differenzen werden vor allem für die junge Frau zu einem Drahtseilakt der Nerven. Statt weiterhin ausgiebig zu Manfred Krug zu tanzen oder auf dem Küchentisch Sex zu haben, zieht sich Luise zurück. Erstmals wird ihr bewusst, wie unzufrieden sie mit ihrem persönlichen Werdegang zu sein scheint. Ist der Job in der Schneiderei wirklich das, was sie wollte? Kann sie sich vorstellen, Flo zu heiraten, mit ihm Kinder zu bekommen?
    Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, die Last der letzten Monate scheint ihr vor die Füße zu fallen und erstmals teilt sie ihre Gedanken mit ihrem Partner. Doch wird Flo sie verstehen können oder wird einer von beiden ausziehen müssen?

    Auch mir hat das Lesen ein wenig geschmerzt
    Wachstumsschmerz ist ein unglaubliches schönes Buch. Man merkt, wie sehr Flo und Luise einander lieben, doch dem Leser wird auch schnell bewusst, dass Luise erst ihr eigenes Leben in die richtigen Bahnen lenken muss, bevor sie für so einen großen Schritt wie das Zusammenziehen wahrhaftig bereit ist. Ich habe viel mit Luise gelitten und oftmals wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen und sie trösten. Die junge Frau ist ein sehr offener und direkter Mensch, sie kann nicht anders, als die Wahrheit auszusprechen, selbst wenn sie damit ihren Mitmenschen mehr oder weniger seelischen Schaden zufügt. Das hat mich selbst sehr zum Denken angeregt, da ich mich in ihr mehr oder weniger wiederfinden konnte (nicht zuletzt auch konnte ich ihre Beziehung mit Florian auf meine eigene projezieren). Dieses Buch lädt zum Nachdenken an. Sarah Kuttner hat einen wunderschönen, frechen Schreibstil. Nach knapp zwei Tagen hatte ich den Roman schon wieder durchgelesen. Auch, wenn das Ende mehr oder weniger offen war und ich gerne noch ein wenig länger an Luises Leben teil genommen hätte, würde ich es immer und immer wieder lesen (werde ich bestimmt auch noch einmal). Klare Empfehlung!

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    neenchens avatar
    neenchenvor 2 Jahren
    “Wachstumsschmerz” von Sarah Kuttner (2011)

    Der zweite Roman – “Wachstumsschmerz” (2011) – der deutschen Fernsehmoderatorin und Kolumnistin Sarah Kuttner (*1979) beschäftigt sich wieder sehr intensiv mit dem Innenleben ihrer Protagonistin. Während es sich bei “Mängelexemplar” (2009) um das spezielle Thema Depression drehte, geht es in ihrem zweiten Roman um den Prozess des vollständigen Erwachsenwerdens mit all seinen Hürden in Beruf und Privatem.

    Luise, welche Schneiderin von Herrenanzügen und Teilzeitmodell ist, ist seit vier Jahren mit ihrem Freund Flo zusammen. So beschließen die Beiden den nächsten Schritt zu wagen und zusammenzuziehen. Dabei ist nicht nur die Wohnungssuche schwierig, sondern auch das schlussendliche Zusammenleben stellt sie vor viele Herausforderungen. Hinzu kommt, dass Luise das Gefühl hat nicht richtig zu wissen, was sie will und das führt zu noch mehr Spannungen mit dem konfliktscheuen Flo. Von Tag zu Tag werden ihre Probleme größer und es scheint nur noch einen Ausweg zu geben.

    Sarah Kuttner trifft mit “Wachstumsschmerz” mitten ins Schwarze. Es fängt die Probleme und Sorgen einer Generation ein, die zu viele Möglichkeiten hat, um sich schnell festzulegen. Wenn man heutzutage in den 30ern ist, sieht man um sich herum die Menschen, die schon alles geplant und aufgebaut haben und diejenigen, die sich seit ihrem Studium kaum verändert haben. Luise, die alles Potential hat ein solides Leben zu führen, ist unsicher, ob dieser gewählte Weg der richtige und vor allem der finale Weg ist. Dieses Gefühl des Festgelegt-werdens fängt Kuttner brilliant ein. Oft reagiert Luise über, sodass man sich als Leser schämt, aber trotzdem erscheint einem dieses Gefühl vertraut. Hinzu kommt eine schöne, zärtliche Liebesgeschichte, die berühren kann. Gerade die Alltagsmomente der beiden sind herzerfrischend. Geschrieben ist das Ganze frech von der Leber weg mit einem leichten und lockeren Schreibstil, der aber sehr angenehm zu lesen ist. Durchsetzt ist alles mit gutem Humor und vortrefflichen Beschreibungen. Kuttner bleibt sich ihrem Stil und ihrer Sprache treu, so dass man auf ihren 2016 erschienen Roman “180° Meer” gespannt sein darf.

    Fazit: Der Roman “Wachstumsscherz” kann, wie ihr Debüt, mit einer trefflichen Gesellschaftsdarstellung und zutiefst menschlichen Charakteren überzeugen. Dabei schafft es das Buch, den Leser zum Lachen und vielleicht auch zum Weinen zu bringen. Der Roman ist empfehlenswerte und leicht zugängliche Unterhaltungskost.

    Doreen Matthei - testkammer.com

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    Buchstabenliebhaberins avatar
    Buchstabenliebhaberinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wie eine tolle junge Liebe am Zusammenwohnen scheitert, einfach am Alltag, am Beieinander sein. Tragisch, weil so typisch für unsere Zeit.
    Erwachsen sein ist nichts für Unentschlossene

    Liebe ist keine Garantie für ein gelingendes Miteinander. Ohne den doppelten Boden der Freiwilligkeit und der Möglichkeit eines eigenen Rückzugsortes wird das Zusammensein von Luise und Flo plötzlich zur einengenden Qual,  das harmonische Wesen Flos zur nervigen und beliebigen Jasagerei, Luises schlechte Laune zum Schwert, das tiefe Wunden hinterlässt. Und so schleicht sich die Liebe auf leisen Sohlen von dannen, versteckt sich erst noch unschlüssig in den Ecken und hinter der Tür, doch die Entfremdung schreitet voran, schiebt die Liebe zur Tür hinaus.

    Luise und Flo sind ein Traumpaar, sie kennen sich so gut, dass der eine die Sätze des anderen zu Ende sprechen kann. Und nach vier gemeinsamen Jahren, mit Anfang 30, ist Zusammenziehen auch nicht mehr wirklich ein wildes Abenteuer. Außer, man ist noch Berufsjugendlicher, und die Hochzeiten gleichaltriger Freunde das Absurdeste der Welt. Liebe für immer, wie soll das gehen?

    Flo kann das besser als Luise, er steht mitten im Leben, er ist ausgeglichen und ruht in sich. Luise ist eine typische Sarah Kuttner-Protaginistin: unzufrieden, zickig, unglücklich mit Hang zur Depression, leicht aggro. Sie ist zufrieden mit ihrem Job, lässt sich aber von allen einreden, dass "da doch noch mehr gehen müsste". So ekelt sie Flo raus, um ihm dann hinterher zu heulen. Ja wie jetzt?

    Für mich bis jetzt Kuttners schwächstes Buch, es kommt nicht an "Mängelexemplar" und "180° Meer" heran. Dennoch eine wunderbare Geschichte über die heutigen Thirty-somethings, die vor lauter Möglichkeiten in Schockstarre verharren und ihre Band-T-shirts niemals ausziehen wollen. Festlegen, gefährlich. Nicht festlegen, frustrierend. Leicht haben die es auch nicht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sarah Kuttners Worte treffen genau ins Herz.
    Ein Buch, das berührt.

    Luise und Flo wollen es wagen und in eine gemeinsame Wohnung ziehen. Als sie endlich eine passende Wohnung gefunden und das alte Sofa verschenkt haben, scheint alles gut. Doch bereits kurz nach dem Einzug schleichen sich „Wachstumsschmerzen“ ein. Ab wann ist man eigentlich erwachsen?  Kann man andere lieben, wenn man sich selbst nicht mag?Was tut man, wenn man für nichts mehr „brennt“?

    Es tut fast schon weh, mit welcher Treffsicherheit Sarah Kuttner Gefühle und Probleme  benennt. Mit ihrem einzigartigen, leichten und ehrlichen Sprachstil spricht Kuttner einem direkt aus dem Herzen. Ein Buch, das berührt.

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    TinchenFinchens avatar
    TinchenFinchenvor 3 Jahren
    Trennung mit Hindernissen?

    Zu allererst möchte ich anmerken, dass ich nicht das Buch gelesen habe, sondern in den Genuss, der ungekürzten Fassung, gelesen von Sarah Kuttner selbst, als Hörbuch gekommen bin. Ich persönlich mag es gerne, wenn der Autor selbst liest.

    Auf eine Kurzzusammenfassung des Buches verzichte ich. Den Schreibstil von Sarah Kuttner höre und lese ich gerne, es fühlt sich oft so an, als würde sie einfach von der Leber weg erzählen und damit fesselt sie mich, auch an die Protagonistin von Wachstumsschmerz. Wer kennt dieses Gefühl, der eigenen Unzufriedenheit, des "Erwachsen" spielens nicht? Und wer kennt es nicht, dass Beziehungen darunter leiden können, obwohl man sich eigentlich noch sehr mag....

    Den Schluss fand ich ein wenig abprupt, deswegen ein Sternchen Abzug. Ansonsten konnte ich der Geschichte gut folgen und mit den Figuren fühlen.

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    DieTina2012s avatar
    DieTina2012vor 4 Jahren
    Das Märchen von einer, die auszog, um erwachsen zu werden

    Luise und Flo sind seit 3,5 Jahren ein Paar. Gemeinsam beschließen sie, dass sie nun lange genug zusammen und auch erwachsen genug sind, um sich eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Gar nicht so einfach eine zu finden, die beiden Ansprüchen gerecht wird. Als sie es nach einem halben Jahr endlich geschafft haben, denken sie, dass nun nichts mehr schief gehen kann....

    Wären da nicht die ganzen Fragen, die man sich stellen kann: Sollte ich noch mehr aus meinem Leben machen? Ist der Job der Richtige? Ist der Partner der Richtige? Bin ich zu langweilig? Warum mögen alle außer mir Sport?

    Luise fühlt sich mit ihrem ganzen Leben unzufrieden und diagnostiziert sich  eine "third life crisis". Aber ist es in Ordnung, mit allem unzufrieden zu sein, wenn es gar kein echtes Problem gibt? Haben andere nicht schlimmere Sorgen?

    Luise beschließt sich ihren Problemen zu stellen und verordnet sich und Flo eine Auszeit von vier Wochen....

    Ein Buch über den Alltag als Paar, den Anforderungen, die sowohl von außen, als auch aus einem selbst heraus an einen gestellt werden, über die Liebe und auch das Scheitern... Man kann sich selbst darin finden, schmunzeln und mit Luise traurig sein, auch wenn man manchmal denkt: Warum macht sie das bloß? Was ist los mit ihr? Aber das denkt man über sich selbst ja auch manchmal. :)

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    Nach ihrem Debütroman ›Mängelexemplar‹ verhandelt Sarah Kuttner ebenso charmant holprig den Problemfall Erwachsensein.

    Kuttners Sprache ist fantasievoll und originell, sie erzählt mit viel Sensibilität und feiner Beobachtungsgabe von den Sorgen ihrer Hauptfiguren.

    Sie hat spürbar Interesse an Luises Geschichte, und diese Empathie ist eine schöne Eigenschaft dieses Buchs.

    eine lustige, traurige und sensible Geschichte. […] so treffend und atmosphärisch dicht, dass man irgendwann das Gefühl hat, mit […] am Küchentisch zu sitzen.

    Kuttner schafft es tatsächlich, dass ihre Leser sich aufgehoben fühlen und sich nicht fremdschämen müssen.

    Ein Roman, der das Gefühl einer Generation beschreibt und genau für diese auch geschrieben ist.

    Kuttner liefert […] keine Lösungen auf die Probleme einer Generation, die eigentlich keine Sorgen haben müsste. Exakt in diese Phantom-Wunde legt ›Wachstumsschmerz‹ aber den Finger

    Dieser poetisch lässige Liebes-und Gesellschaftsroman macht Mut, Entscheidungen zu fällen – sie müssen ja nicht für ewig sein.

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