Sarah Lark Unter fernen Himmeln

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Inhaltsangabe zu „Unter fernen Himmeln“ von Sarah Lark

Hamburg, Gegenwart: Die deutsche Journalistin Stephanie ist in Neuseeland geboren und aufgewachsen. Doch an ihre ersten Lebensjahre dort und an ihren verstorbenen Vater hat sie jede Erinnerung verloren. Nun führt sie eine Recherchereise nach Neuseeland zurück - und bringt Vergangenes zurück: Als Kind wurde sie Zeugin eines Verbrechens. Auf der Suche nach der Wahrheit reist Stephanie durch ganz Neuseeland. Begleitet wird sie dabei von dem charismatischen Maori-Dozenten Weru, den nicht nur die Suche nach der Wahrheit antreibt ...

Neuseeland-Maori-Roman mit zwei Zeitebenen. Larks rein historische Neuseeland-Sagas haben mir besser gefallen.

— black_horse

Die Geschichte des Maori-Mädchens ist die Interessantere, drängt aber zu sehr die Hauptstory in den Hintergrund. Trotzdem unterhaltsam.

— Lunamonique

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  • Neuseeland, Maori, Geheimnisse, ein "leichtes" Rezept?

    Unter fernen Himmeln

    black_horse

    02. September 2016 um 22:50

    Ich habe schon sehr viele Neuseeland-Romane von Sarah Lark gelesen. Diese waren bisher meist rein historische Romane.In diesem Buch werden Gegenwart und Vergangenheit verknüpft. In der Gegenwart soll die junge Journalistin Stephanie, die in Neuseeland geboren wurde, aber seit langem in Deutschland lebt, in ihr Heimatland zurückkehren, um einem alten Geheimnis auf die Spur zu kommen. Gleichzeitig möchte sie sich an ihre Kindheit zurückerinnern, die sie nach einem Verbrechen verdrängt hat.Parallel wird über ein Tagebuch die Geschichte von Marama erzählt, einer Maori-Prinzessin, die als Kind ihre Familie verlor und bei den Pakeha aufwuchs.Wie immer führt Sarah Lark den Leser/Hörer mitten hinein in die Maori-Geschichte und zu besonderen Orten Neuseelands. Sie stellt den Konflikt zwischen Maori und Weißen anschaulich dar. Man merkt, wie wichtig ihr das Thema ist.Das Hörbuch ist angenehm zu hören. Es ist viel hineingepackt an Recherche-Jagd, Verführung, Geheimnissen, Historie etc. Allerdings konnte mich die Story nicht so begeistern, wie ihre rein historischen Romane. Vielleicht lag es an den sich abwechselnden Handlungssträngen, die die Geschichte "zerpflückt" haben?Insgesamt eine nette Unterhaltung, aber die Autorin kann es besser!

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  • Unter fernen Himmeln

    Unter fernen Himmeln

    Lunamonique

    17. July 2016 um 10:52

    „Sarah Lark“ ist das Pseudonym von Christiane Gohl. Vorn ihr stammen unter anderem die Neuseelandsaga I und II und die Kauri-Trilogie. In „Unter fernen Himmeln“ muss sich Stephanie einem Rätsel aus der Vergangenheit stellen. Die 33jährige Journalistin Stephanie schreibt Reportagen zu rätselhaften Kriminalfällen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Neuseeland. An ihre ersten 6 Lebensjahre kann sie sich nicht erinnern. Von ihrem Chef erhält sie den Auftrag den Hypnotiseur Rupert Hellbrich als Schwindler zu entlarven. Ihre Rückführung bringt ein anderes Ergebnis als gedacht. Um das Rätsel um das Maori-Mädchen, an die sie sich erinnert, aufzuklären und über einen alten Kriminalfall zu schreiben, reist sie nach Neuseeland. Die einleitende Musik wurde passend zur Neuseelandgeschichte gewählt. Die Story beginnt mit Stephanies Arbeit in Hamburg für ein Reportage- und Lifestyle-Magazin. Ein Zufall sorgt dafür, dass sie für den Artikel über den Hypnotiseur ausgewählt wird. Ihr Freund Richard ist wenig begeistert über das Experiment. Er kennt Stephanies Probleme mit Erinnerungen. Die Rückführung durch den Hypnotiseur leitet die Wende der Geschichte ein. Stephanies Reise nach Neuseeland kommt nicht nur für sie überraschend. In Handlungswechseln wird die Lebensgeschichte der Maori-Häuptlingstochter Marama und Stephanies Recherche erzählt.  Die Sprecherinnen Elena Wilms und Nana Spier teilen sich den Roman auf. Elena Wilms schlüpft in die Rolle von Stephanie Martens und Nana Spier in die Rolle von Marama Clavell. Maramas Leben und Nana Spiers Stimme fesselt mehr. Leider sind die Passagen der Häuptlingstochter bald zu ausgedehnt. Stephanies Recherche, und damit die Basis des Romans, rückt zu sehr in den Hintergrund. Es entsteht der Eindruck, dass „Unter fernen Himmeln“ nur dazu dient, das berührende Schicksal der Maori darzustellen. Willkür und Landenteignung durch die Briten und europäische Siedler sorgen für Empörung. Auf die leicht in Vergessenheit geratenen Neuseelandkriege in einem Roman aufmerksam zu machen ist ein kluger Schachzug, nur muss sich ein Gleichgewicht halten, wenn die Ausgangsgeschichte eine andere ist. Interessant ist die Suche nach dem Tagebuch von Marama, Stephanies verschollenem Vater Simon und seiner früheren Affäre Miri. Stephanie erhält mehr Hilfe als gedacht. Hat ihre Beziehung zu Richard eine Chance? Lange bleiben ein paar wenige Fragen offen. Spannung und Unterhaltungswert leiden unter dem langsamen Tempo. Nur bei Marama überstürzen sich die Ereignisse. Nicht das zeitweilige Aschenputtelflair, sondern das Schicksalhafte reißt mit. Am Schluss gibt es sowohl bei Marama als auch bei Stephanie überraschende Enthüllungen. Durch die leicht romantische Aufmachung hat das Cover Anziehungskraft. Die Erdfarben passen gut zur Geschichte. „Unter fernen Himmeln“ driftet zeitweise ins Kitschige ab. Dank Marama bleibt der Unterhaltungswert erhalten. Der Schluss ist besonders in ihrem Handlungsstrang gut gelungen.     

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