Sarah Lotz Die Drei

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Inhaltsangabe zu „Die Drei“ von Sarah Lotz

Der Tag, an dem es passiert, geht als »Schwarzer Donnerstag« in die Geschichte ein. Der Tag, an dem vier Flugzeuge abstürzen, innerhalb weniger Stunden, an vier unterschiedlichen Orten. Nur vier Passagiere überleben. Drei davon sind Kinder, die fast unverletzt aus den Flugzeugwracks steigen. Die vierte Überlebende ist Pamela May Donald: Sie ringt mit dem Tod, doch bevor sie stirbt, kann sie noch eine Nachricht auf ihrem Handy hinterlassen. Eine Nachricht, die die Welt verändern wird. Eine Nachricht, die eine Warnung ist …

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    Die Drei

    sinaslesewelt

    10. July 2017 um 12:15

    Die Drei“ von Sarah Lotz ist ein wahrlich spezielles Buch und ich kann mir durchaus gut vorstellen, dass einige Leser nichts damit anfangen können. Bei mir hat es zur richtigen Zeit den richtigen Nerv getroffen – ich finde es großartig! Doch fangen wir von vorne an: Allein der Aufbau überrascht. Nach einem intensiv geschriebenen Prolog folgt nämlich ein Buch. Jawohl, ein Buch. Die fiktive Autorin „Elspeth Martins“ hat ein ebenso fiktives Sachbuch mit dem Titel „Schwarzer Donnerstag – Vom Absturz zur Verschwörung. Die wahre Geschichte der Drei“ geschrieben. Wir haben hier also ein Buch im Buch. In diesem hat sie im Laufe einer langen Recherche die Hintergründe und vor allem Folgen der Flugzeugabstürze dargelegt. Verschiedene Personen kommen hier zu Wort: Ersthelfer schildern ihre Erlebnisse am Unfallort, Angehörige den Umgang mit den überlebenden Kindern; es gibt Chat-Protokolle, Zeitungsartikel, Interviews und vieles mehr. So setzt sich nach und nach die Geschichte zusammen. Das sich hinter „Die Drei“ ein fiktives Sachbuch verbirgt mag zwar etwas trocken klingen – ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Die kurzen Einblicke verschiedener Personen verleiten zum Weiterlesen ganz nach dem Motto „Ein Kapitel schaff‘ ich noch! (Und dann noch eins und dann noch eins„. Und zwischen den recht neutralen Informationen und Berichten wird es auch mal emotional, so schildern die Angehörigen, wie sie vom Flugzeugabsturz erfahren und Ersthelfer berichten von den Trümmern und der Suche nach Überlebenden. Insgesamt haben wir hier also eine gute Mischung aus Sachbuch und der nötigen Tiefe. Es kommen viele Personen zu Wort, die zu Beginn jedes Kapitels vorgestellt werden. Man sollte also schon ein wenig aufpassen, wobei man jedoch auch schnell merkt, dass man sich nicht jeden Namen merken muss. Speziell die Charaktere aus dem näheren Umfeld der Kinder bekommen mehr Aufmerksamkeit und sind somit unsere Protagonisten. Das dieses Buch als Thriller kategorisiert wurde, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Geschichte hat etwas von einem Mystery-Thriller, das Erzähltempo ist aber eher langsam und diese typische Spannung, die man bei einem Thriller erwartet, ist auch nicht gegeben. Ich würde es eher als Roman mit Horror/Mystery-Elementen bezeichnen, welches eine recht hohe Sogwirkung haben kann. Besonders interessant ist hierbei der Blick auf die menschlichen Reaktionen und deren Folgen. Die fiktive Autorin legt nicht nur die Tatsachen dar, sie durchleuchtet auch die wilden Spekulationen, die seit den Abstürzen kursieren. Fanatische Gruppen glauben an den Weltuntergang, andere an Aliens. Und was hier eventuell etwas verrückt klingen könnte, ist es im Grunde gar nicht, denn seien wir doch einmal ehrlich: Das ist keine Fiktion. Die Welt ist nun einmal verrückt. Und dann fallen ein paar Sätze, die einen selbst daran zweifeln lassen… Auch mit dem Ende wird vermutlich nicht jeder einverstanden sein – für mich hat es allerdings Sinn ergeben und fügt sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Fazit Eine spezielles Buch mit einem besonderen Aufbau. Man wird mit einem besonderen Leseerlebnis belohnt, wenn man sich darauf einlassen kann. Mich hat es von Anfang an fasziniert und nicht mehr losgelassen. Sarah Lotz werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und ihr zweites Buch „Tag Vier“ ist schon auf meiner Wunschliste

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  • Gänsehaut trotz zäher Stellen

    Die Drei

    NiWa

    10. June 2017 um 17:46

    Der Tag, an dem vier Flugzeuge abstürzen und drei Kinder überleben geht als „Schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte ein. Eigentlich waren es vier Überlebende, doch Pamela May Donald lebt nur gerade so lange, dass sie eine Nachricht hinterlassen kann, die die Welt aus den Angeln hebt.Dieses Buch ist ein Mystery-Thriller mit Schauer-Horror-Faktor, der nicht unbedingt leicht zu lesen ist. Es geht um mysteriöse Flugzeugabstürze, geheimnisvolle Überlebende und einen Hauch aus einer anderen Welt, der für permanente Gänsehaut sorgt.Vier Flugzeuge sind gleichzeitig abgestürzt und drei Kinder haben überlebt. Diese Kinder sind offensichtlich gut aus der Situation herausgekommen, passen sich den neuen Lebensumständen an und sind absolut unauffällig - außer, dass sie sich irgendwie verändert haben.Es ist kein typischer Roman, sondern wie ein Sachbuch aufgemacht. Transkripte, Interviews, Chats und Website-Einträge werden zu einem großen Ganzen vereint, was Licht auf die Ereignisse werfen soll. Allerdings habe ich es als sehr schwierig empfunden in die Story reinzukommen. Da es als Sachbuch getarnt ist, setzt die Geschichte Vorwissen voraus, was man natürlich nicht hat, weil diese Flugzeugabstürze und die begleitenden Ereignisse nie geschehen sind. Also musste ich mich erst einmal durch etliche Seiten wühlen, bis ich erfasst hatte, was geschehen war und warum die (fiktive) Autorin ein Buch darüber schreibt.Dieser Umstand hat der Geschichte meiner Meinung nach den Thrill genommen. Hätte man schon von Anfang an von Gerüchten, seltsamen Vorkommnissen und Begebenheiten gewusst, hätte mir das Lesen weitaus größeren Spaß gemacht. Ich habe es streckenweise als mühsam empfunden, mir die Zusammenhänge zu erarbeiten, dabei hat die Geschichte an sich sehr großes Potential.Es wird lange Zeit nur angedeutet, was im Argen liegen könnte. Genauso lange bleibt unklar, wie die interviewten und geschilderten Personen zusammenhängen und warum sie einen Platz in diesem Buch gefunden haben.Trotzdem wird ständig eine unterschwellige Faszination gehalten, die einen trotz der zähen Stellen oft Gänsehaut über den Rücken jagt. Sarah Lotz spielt mit sehr vielen Mystery-Elementen, die sie schon fast auf geniale Weise zu einem Gesamtbild zusammenfügt - wäre nicht durch meine Unwissenheit und manch überflüssiger Kapitel die Spannung auf der Strecke geblieben. Denn die Autorin schlägt manchmal Wege ein, die nirgends hinführen oder deren Ziel ich nicht erkennen konnte.Meiner Meinung hat Sarah Lotz einen großartigen Roman geschrieben, den ich aber leider nur bedingt weiterempfehlen kann. Ich denke, wer sich an einen ungewöhnlichen Mystery-Thriller als Sachbuch verpackt versuchen will, sollte sich unbedingt darauf einlassen, weil es trotz der genannten Kritikpunkte auf jeden Fall ein besonderes Buch ist, das eine Chance verdient hat.

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    • 5
  • Hochspannend und ausgeklügelt

    Die Drei

    Caruschia

    19. May 2016 um 20:36

    Wenn man bei diesem Buch mal nicht sofort ins kalte Wasser geschmissen wird, dann weiß ich auch nicht... Der Anfang war schockierend, obwohl man durch den Klappentext schon einigermaßen darauf vorbereitet wurde. Als ich dann weiterlas, stockte ich kurz. Ein Buch im Buch? Ja! Tatsächlich hat Sarah Lotz ihren Roman so aufgebaut, dass sie ganz kurz am Anfang "selbst" von der tragischen Katastrophe berichtet und dann ein Sachbuch einer fiktiven Autorin einschiebt, das sich verschiedenen Zeugen und Experten widmete, rund um das Thema "Schwarzer Donnerstag". Auf den ersten Blick fand ich so eine Reihe von Berichten eher langweilig und bereitete mich schon mal auf einen trockenen Verlauf der Geschichte vor. Doch nach und nach war ich fasziniert von der ausgeklügelten Berichterstattung - wie sie alles in verschiedenster Weise zu einem Puzzle zusammensetzt: Augenzeugenberichte, Interviews, Tonbandaufnahmen von Familienangehörigen der Überlebenden bis hin zu Chat-Protokollen. Langeweile vorprogrammiert? Falsch gedacht! Durch die anfänglichen Berichte werden wichtige Informationen zum Ausmaß der Katastrophen geliefert, die dem Leser ein Bild davon geben, wie entsetzlich dieser Tag für alle Menschen sein muss. Man erfährt wirklich von allen etwas: von Sanitätern, Soldaten oder Familienangehörigen. Die abwechselnd neutrale, sachliche Berichterstattung und die emotionalen Beschreibungen der Zeugen geben ein seriöses Bild ab. Auch wenn es keine Protagonisten gibt, heben sich im Laufe des Buches vereinzelte Personen hervor, von deren Leben man vor und nach dem Unglück erfährt. Man erlebt mit, wie die Menschen unter der Last der Medien und der Verantwortung, die sie tragen, zusammenbrechen und trauern. Auch wenn es im Buch keinen wirklich spürbaren Spannungsaufbau gibt, macht die Geschichte süchtig und das Buch entwickelt sich zum Pageturner. Die ganze Katastrophe ist so komplex und mysteriös, dass man unbedingt wissen will, was dahinter steckt. Natürliche Ursachen oder doch göttliche? Durch die authentischen Berichte wirken paranormale Umstände fast real und lassen einem Schauer über den Rücken fahren. Interessant ist es auch zu lesen, in wie vielen verschiedenen Weisen die Menschheit auf das alles reagiert. Im Buch bildet sich besonders stark die christliche Auffassung der Apokalypse heraus, die Lotz ebenfalls wahnsinnig geschickt in die Story hat einfließen lassen. Zwischendurch kann es dann sogar einmal passieren, dass man sich fragt, ob in diesem ganzen Buch nicht vielleicht auch ein Fünkchen Wahrheit steckt. Man beginnt sich zu fragen, ob das ganze Geschehen wirklich so fiktiv ist und ob alles nicht irgendwann in der Realität auch einmal passieren kann. FAZITDurch die Berichte und Artikel des Buches im Buch entsteht ein authentisches Gesamtbild, das einen absolut begeistern kann. Da stört es einen auch nicht, wenn man dem Ende absolut keine Erklärung zuordnen kann. Lotz hat hier sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen gelassen, was hier an dieser Stelle nicht unbedingt unangebracht ist. Zwar war ich sofort nach dem Lesen etwas entsetzt und fühlte mich leer, so zurückgelassen zu werden - nach einigem Nachdenken aber hielt ich dieses Ende jedoch für das Bessere. Vielleicht greift der zweite Roman der Autorin ("Tag Vier") ja zur besseren Deutung nochmal auf die Ereignisse zurück. Trotzdem: klare Leseempfehlung!

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  • Die drei Unheilsbringer

    Die Drei

    Litis

    16. March 2016 um 17:10

    Das Cover:3 rote Striche, der vierte nur angedeutet - innerhalb der Striche 3 Kinder - 3 Kinder, die die Welt verändern - "Die Drei".Der Hintergrund ist dunkel und von schwarzen Wolken verhangen. Irgendwo darin fliegt einsam ein Flugzeug, das das Unheil bringt.Das Cover ist treffend gewählt, die Geschichte ist darin wiederzuerkennen. Doch eigentlich will man den Buchdeckel gar nicht zu lange betrachten, denn irgendwie ist er unheimlich.Die Story:Der Schwarze Donnerstag: 4 Flugzeuge stürzen gleichzeitig ab, 3 Kinder überleben und ab da an entbrennen hitzige Debatten, entstehen wilde Verschwörungstheorien und geschehen gewalttätige Übergriffe. Denn viele denken, dass die Kinder nicht "normal" sind. Dass sie Aliens, von Dämonen besessen oder die Reiter der Apokalypse sind. Für die Kirche und Verschwörungstheoretiker sind die Umstände der Abstürze und die merkwürdigen Dinge, die in Gegenwart der Kinder geschehen ein gefundenen Fressen. Doch was sind sie wirklich? Von einer höheren Macht geschickt oder einfach nur kleine Kinder, die einen Flugzeugabsturz überlebt, ihre Eltern verloren haben, vollkommen traumatisiert sind und unter all den Ereignissen leiden?Die Charaktere:Die für einen Roman typischen Hauptprotagonisten und Charaktere sind hier nicht vorhanden. Warum, könnt ihr unter dem Punkt "Schreibstil" lesen.Das Buch dreht sich um 3 Kinder, die einen Flugzeug-Crash überlebt haben. Man erfährt nicht viel über sie persönlich, sondern betrachtet sie lediglich aus dem Blickwinkel anderer Personen. Dass diese 3 Kinder gruselig sind, kann man nicht abstreiten. Vielleicht ist man aber auch selbst nur dem irren Glauben an unheimliche und höhere Mächte erlegen und lässt sich an der Nase herumführen. 100%ig sicher ist man sich aber auch am Ende des Buches nicht.Der Schreibstil:Hier muss ich nun etwas mehr ausholen, denn "Die Drei" ist in seinem Aufbau und seiner inhaltlichen Form etwas vollkommen anderes als herkömmliche Romane.Wir lesen hier das Buch im Buch. Die Autorin Elspeth Martins veröffentlicht ein Buch mit Tatsachenberichten und Interviews diverser Beteiligter zum Schwarzen Donnerstag. Der Titel lautet: "Schwarzer Donnerstag, Vom Absturz zur Verschwörung - Die wahre Geschichte der "Drei"". Frau Sarah Lotz schreibt also ein Buch über Frau Elspeth Martins Buch. Soweit verstanden? ;-)Jedenfalls habe ich so etwas in der Art noch nie zuvor gelesen. Es wurde gerade dadurch so interessant, da man eigentlich das Werk von Frau Martins las und sich fühlte als wäre der "Schwarze Donnerstag" wirklich geschehen und die 3 Kinder würden wahrhaftig existieren. Es fühlte sich alles sehr real an.Die Berichte haben stellenweise unterschiedliche Schriftgrößen und -arten, um auch deutlich zu machen, dass es eben unterschiedlichste Interviews, Auszüge, etc. sind.Einziger Nachteil dieses Erzählstils ist die Distanz, die man als Leser dadurch einnimmt. Man kann sich mit niemanden so wirklich identifizieren. Alles wird wie durch ein Fenster nach draußen betrachtet und wahrgenommen. Kein Charakter entwickelt sich, keine Sympathie für Protagonisten entsteht.Die paar Kapitel, die Frau Lotz aber aus "ihrer Feder" einfügt, sind unglaublich spannend und nervenaufreibend. Besonders die Anfangskapitel mit den Flugzeugabstürzen haben es in sich.Das Ende:Das Buch von Frau Martins endet irgendwann und es werden noch Kapitel mit Nachträgen zum Schwarzen Donnerstag und außerdem wieder ein eigener Roman-Teil der Autorin Sarah Lotz hinzugefügt. Letzterer rundet das Buch ab und lässt den Leser aus der Erzählung von Frau Martins hinaustreten und alles geordneter betrachten. Was nicht heißt, dass das Gelesene dadurch klarer wird. Im Gegenteil. Es endet mysteriös und unaufgeklärt.Fazit:Der Erzählstil ist ungewöhnlich und hat mich gerade deswegen in seinen Bann gezogen. Gegen ein unsicheres Gefühl kann man sich, von Anfang bis Ende, nicht wehren. Das Buch hinterlässt einen unangenehmen und mysteriösen Beigeschmack.4 von 5 Isis'

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  • Der etwas andere Thriller

    Die Drei

    dieDoreen

    09. October 2015 um 20:52

    An dem sogennanten "Schwarzen Donnerstag" stürzen zeitgleich auf 4 Kontinenten vier Flugzeuge ab, bei denen nur 3 Kinder fast unverletzt überleben. Die Amerikanerin Pamela May Donald nimmt kurz vor ihrem Tod noch eine Nachricht auf, die als Warnung gedacht ist und die Welt verändern wird. Das Besondere an dem Buch ist, dass es eben nicht wie der typische Roman aufgebaut ist, sondern eine Zusammenfassung aus Interviews, Black Box Aufzeichnungen, Zeitungsberichten und Chatgeprächen ist. Die Journalistin und Autorin Elspeth Martins hat ein Buch über die Ereignisse des "Schwarzen Donnerstag" und den Geschehnissen danach geschrieben. Mit Hilfe der Interviews und Zeitungsberichte usw versucht sie die Wahrheit hinter den Flugzeugabstürzen aufzudecken.Anfangs war das ganz schön verwirrend, denn es prasseln eine Menge Namen und Perspektiven auf einen ein, auch war es schwer den roten Faden zu finden, da die Abstürze außer dem Überleben der Kinder nichts miteinander gemeinsam haben. Erst ab der Mitte führen die Ereignisse langsam zusammen und Parallelen werden sichtbar. Dann überschlagen sich plötzlich die Geschehnisse und das Buch hat mich nicht mehr losgelassen, hatte ich mich auch erst einmal an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnt waren die Namen auch kein Problem mehr. Stellenweiße holperte die Story jedoch etwas und zog sich leicht zäh in die Länge, aber am Ende schafft es das Buch mit einer unerwarteten Wendung den Leser noch eimal zu packen und mitzureisen. Scheinbar soll "Die Drei" auch der Auftakt zu einer Reihe sein, aber man kann das Buch auch abgeschlossen lesen.

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  • Verschwörungen vom Feinsten

    Die Drei

    Ninni89

    31. August 2015 um 17:36

    "Meinen Sie wirklich, irgendjemand würde mir glauben, wenn uch sage, ich hätte mit einem Androiden gerdet, in dem... die Seele oder was auch immer von einem der Drei steckt?" "Die Leute werden glauben, was sie glauben wollen." Vier Flugzeuge. Vier vollkommen unterschiedliche Orte auf der Welt. Vier Abstürze. Viele Tote und Drei Überlebende. Vier Passagiermaschinen vollkommen unterschiedlicher Airlines stürzen alle am gleichen Tag an unterschiedlichen Orten auf der Welt ab. Eine Maschine landet mitten in den Everglades. Das Flugzeug versinkt im Sumpf, wer noch lebt wird von den Alligatoren gefressen, doch wie durch ein Wunder überlebt der kleine Billy fast vollkommen unverletzt. Das zweite Flugzeug stürzt kurz vor der Küste von Portugal ab und landet im Meer. Vermutlich waren alle Insassen sofort tot, doch ein Mädchen, Jess, überlebt wie durch ein Wunder und kann gerettet werden. Ein weiteres Flugzeug stürzt in Japan über einem Wald ab, der angeblich von Geistern heimgesucht wird und vielen als Ort dient, um ihrem Leben ein Ende zu machen. Tatsächlich überleben den Absturz drei Menschen. Eine Stewardess stirbt im Krankenhaus an ihren Verletzungen, eine amerikanische Turistin stirbt noch an der Unfallstelle, nachdem sie noch eine letzte Nachricht aufzeichnen konnte, und ein kleiner Junge, Hiro, der unverletzt bleibt. Die letzte Maschine stürzt schließlich über einem Township in Südafrika ab. Das totale Chaos. Es erscheint unmöglich, dass jemand überlebt hat und doch gibt es Anzeichen dafür, dass auch hier ein Kind den Absturz überlebt hat. Die Medien zerreißen sich das Maul über das Ereignis und die Angehörigen der drei Kinder müssen mit der neuen Situation leben. Doch was ist, wenn die Kinder gar nicht die sind, für die alle sie halten. Was ist, wenn eine göttliche Macht sich geschickt hat oder sich sie vielleicht doch Außerirdische? Das Cover hat mich in der Bücherei sofort angesprochen und entsprechend habe ich mir den Klappentext durchgelesen und war direkt gepackt. Ich mag Verschwörungstheorien und ärger mich sehr gern über die Dummheit, die meist dahinter steckt und habe entsprechend zugegriffen und das Buch gelesen. Zuerst muss wohl verdeutlicht werden, dass "Die Drei" ein Buch im Buch ist. Das bedeutet, dass nur der Prolog erzählend und aus Sicht der einen Passagierin des japanischen Flugzeugs geschrieben ist. Danach wird das Ganze zu einer Zusammenstellung von Interviews, Transkripten, Chatnachrichten und Zeitungsartikeln, die alle als Buch einer Enthüllungsautorin zusammengestellt sind. Von dieser stammen auch einige weitere Notizen am Ende des Buches. Man hat also keinen zusammenhängenden Roman, sondern springt zwischen den kleinen Informationsschnipseln hin und her. Eine Aufmachung, die mir tatsächlich sehr gut gefallen hat, weil sie die Spannung dauerhaft aufrecht erhält und der Leser schnell weiter lesen möchte, um mehr zu erfahren. Oft sind die Kapitel nur kurze Artikel aus Zeitungen oder Abdrucke von Chatnachrichten und entsprechend erfährt der Leser immer nur ganz kleine Ausschnitte der Geschichte. Andeutungen weisen bereits auf das Ende hin und umso schneller will man genau dieses auch erreichen. Die Abläufe folgen keinem genauen Muster, so dass man nicht in regelmäßigen Abständen immer wieder bei dem gleichen Überlebenden landet. Es wird folglich mit vielen Cliffhangern gearbeitet. Durch den Prolog wird der Leser gleich ins Geschehen geworfen und erhält in den Interviews und Texten auch immer wieder bereits Ausblick auf die Zukunft. So werden immer mehr Fragen aufgeworfen, auf die es nur ganz langsam Antworten gibt. Zugleich bekommt der Leser so auch die Chance eigene Theorien aufzustellen und sich eigene Gedanken zu machen. Die Chance seine eigene Meinung zu vertreten bleibt sogar nach Ende des Buches bestehen, da es keine genaue Auflösung gibt. Lediglich Andeutung lenken den Leser in bestimmte Richtungen, bieten aber keine abschließende Erklärung. Auch dadurch wird die Spannung gefördert. Durch diese schnellen Abfolgen von unterschiedlichen Einblicken und doch recht viele Blickwinkel auf das Geschehen, wird es allerdings deutlich schwerer sich in die Charaktere hinein zufühlen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen zu können. Man fühlt sich ihnen nicht so nah, wie in anderen Romanen, doch das ist auch gar nicht das Ziel. Man soll nicht zwingend Mitleid, Angst oder Sorge der Personen teilen. Der Fokus der Geschichte liegt auf den mysteriösen Ereignissen und der Spannung, die aufrechterhalten werden soll. Die Autorin hat sich sehr gut mit den Ereignissen beschäftigt und eine realistische Erzählung der Abstürze und des danach auftretenden Chaos abgeliefert. Auch der Einblick in ein "Was wäre wenn" Szenario gelingt ihr auf erschreckende Art und Weise, indem sie den aufkeimenden Fanatismus aufgreift, der durch die Abstürze entsteht. Die knappen Kapitel und Unterteilungen innerhalb des Buches, sorgen dafür, dass das Buch auch gut nebenbei und zwischendurch gelesen werden kann, allerdings bleiben die Gedanken danach doch bei den Ereignissen und zumindest ich hatte das Bedürfnis unbedingt zu erfahren, wie es weiter geht. Das klingt insgesamt alles super toll. Was mir etwas fehlte war tatsächlich die Auflösung am Ende und dann habe ich das Grauen gesehen. Das Ganze ist als Trilogie geplant... Wieso? Ich frage mich wirklich wozu das gut sein soll. "Die Drei" wäre eine gute und spannende eigenständige Geschichte gewesen. Wieso braucht es weitere Teile? Dennoch werde ich sie wohl lesen, um zu sehen, ob die Auflösung des Ganzen nicht doch noch kommen wird. Für Fans der medialen Welt gibt es zu dem Buch übrigens eine passende Homepage, die mit den Verschwörungstheorien aufwartet. Ein wirklich toller Zusatz zum Buch, der unter TheThreeBook zu erreichen ist. Insgesamt ist "Die Drei" ein rasanter Mysterie-Thriller, der sicher Fans des Übernatürlichen und Freunde gepflegter Verschwörungstheorien fesseln wird. Es lässt sich schnell lesen und ist sicher was für jeden, der es gern spannend und auch mal etwas verwirrend mag. Eigenes Denken ist auf jeden Fall gefragt und sehr erwünscht. Aussehen: ♥♥♥♥  Charaktere: ♥♥  Spannung: ♥♥♥♥♥  Schlüssigkeit: ♥♥♥♥  Emotionale Tiefe: ♥♥♥  Schreibstil: ♥♥♥♥♥

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  • Im Endeffekt leider doch enttäuschend

    Die Drei

    Taya

    19. May 2015 um 08:26

    Das Cover hatte mich wirklich sofort angesprochen und als ich dann den Klappentext noch gelesen habe, dachte ich wirklich, dass es richtig interessant klingen könnte. In den drei roten Strichen sieht man jeweils ein Kind. Ich vermute einfach mal, dass es die drei Überlebenden sind. Der Rest ist einfach schwarz gehalten mit einem leichten Nebel mit dabei. Wirkt düster und ruft irgendwie auch Spannung in mir herauf. 4 Flugzeugabstürze über verschiedenen Kontinenten. Alle Passagiere sterben, nur drei Kinder überleben diese Abstürze. Ein  Unglück, dass natürlich viel Aufsehen hervorruft. Schnell wir das ganze als "schwarzer Donnerstag" betitelt und schon ist man im Geschehen drin. Aus vielen verschiedenen Blickwinkeln wird über diesen "schwarzen Donnerstag" berichtet. Ob nun Chat-Protokolle, Skype Gesprächsaufzeichnungen oder andere Möglichkeiten. Jeder dieser Menschen, die dort erzählen, haben etwas anderes und interessantes zu berichten. Doch genau das ist es, was mir das Buch teilweise wirklich madig gemacht hat. Diese ständigen wechsel, kein richtig runder Ablauf in der Geschichte. Anfangs dachte ich wirklich, dass es richtig interessant ist, dies so zu gestalten, aber je öfter diese Wechsel zwischen den Personen kamen, desto schwieriger wurde es für mich, eine Spannung aufzubauen. Einzig die Geschichte um den kleinen Hiro hat mich etwas packen können. Es fällt mir nicht leicht, dieses Buch zu rezensieren, weil mir zwischendurch einfach die Konzentration und die Verbindung zu den Charakteren gefehlt hat. Man hatte gar nicht die Möglichkeit, richtige Sympathien oder dergleichen für die Charaktere aufzubauen, weil man sie dafür einfach zu wenig kennenlernen konnte. Abschliessend kann ich wirklich nur sagen, dass ich dieses Buch nicht weiterempfehlen würde. So leid es mir auch tut, aber Die Drei hat von mir nur 2 Sterne verdient.

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  • Gute Ansätze, leider nicht gut umgesetzt

    Die Drei

    Linsenliebe

    18. May 2015 um 14:01

    Am "Schwarzen Donnerstag" geschieht etwas, womit keiner rechnet und was schnell hohe Wellen schlägt: 4 verschiedene Flugzeuge stürzen unabhängig voneinander über verschiedenen Kontinenten ab und nur 3 Kinder überleben, alle anderen Passagiere sterben bei diesem Unglück.  In "Die Drei" wird dieser Tag nun von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchtet, alles verpackt in einem Buch der fiktiven Autorin Elspeth Martins. Darin gibt es einige Interviews mit Hinterbliebenen und anderen Betroffenen, Chat-Protokolle, Augenzeugenberichte etc., alles zusammengefasst in einem Sachbuch über die Flugzeugabstürze.  Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsstränge unterschiedlicher betroffener Personen, die sich am Ende mehr oder weniger zu einem Gesamtbild zusammenfügen. "Die Drei" ist der erste Teil einer Thriller-Serie von Sarah Lotz und für mich alles andere als ein Thriller. Durch die nüchterne Darstellungsweise im Rahmen eines Buchs im Buch geht für mich jegliche Spannung verloren, die potentiell möglich gewesen wäre. Auch muss ich sagen, dass mir die Handlung rund um Pastor Len überhaupt nicht zugesagt hat. Er ist das Oberhaupt einer Glaubensgemeinschaft, zu der auch Pamela gehört. Pamela sitzt in einem der abgestürzten Flugzeuge und nimmt kurz vor ihrem Tot eine Botschaft auf, in der sie Pastor Len erwähnt und sagt er solle die Menschen vor etwas warnen.  Diese Botschaft nimmt Pastor Len zum Anlass, eine neue Glaubensbewegung zu begründen und das Gerücht zu streuen, die überlebenden Kinder seien die "Apokalyptischen Reiter". Von da an dreht sich ein großer Teil des Buchs nur noch um Religion und wie sehr sie die Menschen beeinflussen kann. Damit kann ich persönlich überhaupt nichts anfangen, was mich bei "Die Drei" tatsächlich dazu gebracht hat, teilweise Absätze zu überspringen weil ich nicht zum x-ten Male lesen wollte wie die Menschen sich "erretten" lassen und dass sie denken, die Welt ginge unter. Das war wirklich langatmig für mich und meiner Meinung nach hätte man bei diesem Thema locker 100 Seiten abkürzen können.  Alles rund um den Flugzeugabsturz im "Selbstmord-Wald" in Japan, bei dem der kleine Junge Hiro überlebt, finde ich jedoch sehr gut und interessant dargestellt. So gibt es zum Beispiel Chat-Protokolle zwischen Hiros Cousine und ihrer Internetbekanntschaft sowie einen Augenzeugenbericht des Mannes, der Hiro im Wald findet.  Bei diesem Erzählstrang kommt durchaus Spannung auf. Auch erinnert mich Hiros Cousine und ihre Erzählweise an Haruki Murakami, was mir ganz gut gefallen ist. Auch das Mädchen Jess, die nach dem Absturz bei dem homosexuellen Paul lebt, war für mich interessant. Rund um Jess geschehen sehr seltsame Dinge, die Paul mehr und mehr verzweifeln lassen.  Alles in allem muss ich aber sagen dass es mir einfach zu viele verschiedene Handlungsstränge sind. Ich hab den Überblick verloren und musste oft zwischendurch überlegen, um welche Person es sich im jeweiligen Kapitel handelt und wo der Bezug zum Flugzeugabsturz ist.  Der für mich größte Minuspunkt ist aber noch ein anderer: Die Mysterien rund um die Kinder werden einfach immer weiter an die Spitze getrieben, auch zum Ende des Buchs allerdings so gar nicht erklärt. Mir fehlt hier eindeutig die Auflösung des Ganzen und ich war wirklich extrem frustriert nachdem ich "Die Drei" zu Ende gelesen hatte. Das Ende wirkt erst so als würde es die Geschichte abrunden können, umso enttäuschter war ich dann aber als das überhaupt nicht geschieht. Was hat es denn nun mit den Kindern auf sich? Sind sie die "apokalyptischen Reiter", Aliens oder was auch immer? Ich weiß nun auch dass es sich bei "Die Drei" um den Auftakt einer Reihe handelt, habe aber gelesen dass der zweite Teil auch keine Auflösung beinhalten soll. Ich muss wirklich sagen, dass mir durch die fehlende Erklärung des ganzen absolut die Lust vergangen ist, diese Reihe noch weiter zu verfolgen.  Auch wenn es in "Die Drei" durchaus gute Ansätze gibt ist mir das Buch im Ganzen jedoch zu übernatürlich und die Auflösung bis jetzt völlig unklar. Ich kann hier leider nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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  • garnicht mein ding

    Die Drei

    sunshineladytestet

    10. May 2015 um 02:12

    Die Drei von Sarah Lotz ist ein sehr spaltendes Buch wie ich finde von den Lesern her. Ich denke,man muss einfach ein totaler Faktist sein um dieses Buch zu mögen. Denn in diesem Buch geht es leider schlichtweg um Fakten die zusammengefasst werden. Keine besonders tolle Story die man dahinter erkennen kann,also ich zumindest nicht. Fakten um verschiedene Flugzeugabstürze haben mich jetzt nicht sonderlich beeindruckt,weil mir da einfach so ein bisschen Geschichte die einen Mitnimmt fehlt. Einfach Lovestorys oder Hintergründe die einen total mitreissen,die ich bei diesem Buch leider nicht finden konnte. Es ist fliessend geschrieben,keine Frage, aber leider alles zu sehr faktenmässig belegt. Die Abstürze werden beschrieben,wie wieso spekuliert,aber alles nichts was mich jetzt als Leser mitreissen würde,weil mir da die Spannung fehlt,das drum herum. Schwer zu beschreiben,weil mich bis dato echt kein Buch so wenig berührt hat,was soll mich da auch berühren,sagen wir mal so,es rührt einen genauso wie die Fachzeitschrift Fokus zu lesen oder ähnliches,was wo passiert,liest man, man realisiert es und 2 Minuten später ist es vergessen. Denn es gibt nichts was uns daran interessierte. So geht es mir mit dem Buch,es gab keinen Moment wo ich dachte,wie reagiert,der oder der jetzt. Oder wo ich mich fragte,was passiert jetzt wohl. Also für mich ist diese Art der Geschichten leider überhaupt nichts, wieder um ein Fünkchen schlauer,muss ja auch nicht immer für jeden was sein. Wer sich total für Flugzeuge oder Flugzeugabstürze interessiert dürfte thematisch mit diesem Buch gut bedient sein,jedoch ist mir das Buch leider echt zu schwerfällig zu lesen. Die Autorin hat sich Mühe gegeben,auch ganz klar,aber leider fehlt mir Story,evt setzt sie es ja in einem anderen Werk mal anders um. Es mag sicher auch Leser geben,die diese Art Schreibstil umhaut,demnach für mich nein.Ganz klares Leider nein.Diese Kinder die überlebten,war zwar sehr interessant als Story,jedoch hätte man die eigentliche Geschichte um diese drei wesentlich kürzer fassen können und das ganze drum herum war unnötig. Leider daher für mich von soovielen Seiten,locker die Hälfte komplett uninteressant und nicht mitreissend. Das Cover hat Stil und die Charaktere der Story auch,und wenn ihr mich fragt,die Autorin auch,wenn diese drauf achtet nicht zusehr fachtechnisch zu schreiben und mehr auf Storys einzugehen,sodas der Leser mitfühlen will und miterleben will.Am Ende wird Spannung auf Teil 2 erzeugt. Soll es laut Verlag geben,naja wenn ich dafür wieder soviele Berichte lesen muss,Fakten,Berichte und Interviews dann lasse ich das lieber. Wenn mehr Augenmerk auf die Story ist,würde ich mir das ganze überlegen,doch noch zu lesen.

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  • Drei ganz normale Kinder?

    Die Drei

    Aglaya

    07. May 2015 um 19:05

    Am gleichen Tag stürzen über den Erdball verteilt vier Flugzeuge ab. Es gibt keine Überlebenden – ausser drei (oder doch vier?) Kindern, die Drei genannt. Schon bald wird klar, dass die Kinder nicht mehr die selben sind wie vor dem Absturz…   Der Roman ist wie ein Sachbuch aufgebaut, als Sammlung von Augenzeugenberichten, Zeitungsausschnitten und Schilderungen von Angehörigen, Ermittlern etc., zusammengefasst von der fiktiven Journalistin Elspeth Martins. Die Autorin Sarah Lotz schafft es so, die Geschehnisse als Tatsachen darzustellen, anstelle einer erfundenen Geschichte. Durch die rückblickende Perspektive werden viele Punkte erst nur kurz angedeutet, um dann später (teilweise viel später) ausdrücklich ausgeführt zu werden. Wenn es ein wirkliches Sachbuch wäre, würde es sich an Leser richten, die bereits grob wissen, was damals geschehen war. Ohne dieses Wissen hat sich bei der Lektüre mehrfach ein „Hä?“ an ein „Aha!“ gereiht.   Über lange Zeit passiert in „Die Drei“ nichts Erschreckendes (wenn man vom Absturz von vier Flugzeugen am gleichen Tag absieht, und den religiösen Fanatikern), trotzdem zehrt der Thriller an den Nerven. Schon bald wird klar, dass mit den überlebenden Kindern etwas nicht stimmt, doch niemand kann genau erklären, was es ist, und dieses ungute Gefühl überträgt sich auf den Leser. Den Lesefluss etwas erschwert hat die grosse Anzahl der erzählenden Personen, die meist nur bei der ersten Erwähnung „vorgestellt“ werden (im Sinne von „beste Freundin von XY“ oder ähnlich). So musste ich oftmals kurz innehalten und nachdenken, wer das nun schon wieder war, der jetzt hier erzählt. Auch dass manche Berichte als Transskripte von Telefongesprächen oder Diktaphon-Aufnahmen dargestellt werden (mit den dazugehörigen Anmerkungen wie „schluchzt“, „lacht“, etc.) macht diese Abschnitte etwas schwierig zu lesen. Sehr schön fand ich allerdings, dass die im Buch angegebenen Quellenangaben aus dem Internet tatsächlich abrufbar sind, sie führen auf die offizielle Homepage zum Buch.   „Die Drei“ hat mich gut unterhalten, ich habe das Buch schneller durchgelesen, als ich erwartet hatte. Der Stil ist jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, da kann sich wohl nicht jeder damit anfreunden. Ich bin mir nicht sicher, ob man das Buch wirklich als Thriller bezeichnen sollte, diese Bezeichnung könnte irreführend sein. Im Filmbusiness nennt man diesen Stil wohl „Mockumentary“ (als Dokumentarfilm aufgebauter Spielfilm mit fiktiver Handlung, wie beispielsweise „Blair Witch Project“). Ob es diesen Begriff auch in der Literatur gibt, ist mit nicht bekannt, hier wäre er jedenfalls passend. Ich empfehle daher jedem Interessierten, zuerst die Leseprobe anzuschauen.   „Die Drei“ soll der Auftakt einer dreiteiligen Reihe bilden, doch bis diese komplett auf Deutsch erscheint, wird es noch eine Weile dauern. Der zweite Band „Day Four“ erscheint nämlich erst am 21. Mai – auf Englisch. Einen Veröffentlichungstermin für die deutsche Übersetzung konnte ich nicht ausfindig machen.

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  • ~+~ Die Drei ~*~

    Die Drei

    mydanni

    08. April 2015 um 15:42

    Inhalt Der Tag, an dem es passiert, geht als „Schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte ein. Der Tag, an dem vier Passagierflugzeuge abstürzen, innerhalb weniger Stunden, an vier unterschiedlichen Orten. Es gibt nur vier Überlebende. Drei davon sind Kinder, die fast unverletzt aus den Flugzeugwracks steigen. Die vierte ist Pamela May Donald, die gerade noch so lange lebt, dass sie eine Nachricht auf ihrem Handy hinterlassen kann. Eine Nachricht, die die Welt verändern wird. Eine Nachricht, die eine Warnung ist … Quelle: Goldmann Verlag Bewertung Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal der Verlaggruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an Euch. Der Klappentext hatte mich total angesprochen und mein Lieblingsgenre nach wie vor ist Thriller, daher kam dieses Buch wie gerufen und als ich es endlich zu Hause hatte musste ich auch gleich die Nase rein halten. Im Normalfall hat ein Buch einen roten Faden, wie man so schön sagt. Wie kennt man Bücher? Mord und Totschlag, die Ermittlung und im besten Fall haben am Ende des Buches die Ermittler den Täter, doch dieses Buch ist anders. Einfach anders, anders kann ich es nicht in Worte fassen. Vier Flugzeugabstürze kurz hintereinander auf verschiedenen Kontinenten. Erst gehen alle von einem Terroranschlag aus, wäre ich in dem Fall wahrscheinlich auch, doch dem scheint nicht so zu sein. Doch warum kommen an einem Tag gleich vier Flugzeuge vom Himmel? Diese Tragödien beweisen aber, dass es wunder gibt. Denn wie durch ein Wunder haben drei Kinder diese Abstürze überlebt. Doch irgendwas passt nicht an dieser Geschichte, denn diese Kinder sind nicht mehr die Kinder die sie vor dem Absturz waren. Was ist hier passiert? Diese Struktur hat das Buch nicht. Sarah Lotz hat das Buch anders aufgebaut. Es gibt eine Schreiberin die diesen Fall unter die Lupe nimmt, sie nennt sich Elspeth und spricht mit Angehörigen und Menschen die in irgend einer Weise mit den Abstürzen was zu tun haben. Sei es Verwandte der Opfer, sie es der Vormund der überlebenden Kinder oder sei es nur entfernte Freund von Angehörigen. Die Story wird als Interview geschrieben, wobei ich es eher als eine Befragung sehe und die Befragten Antworten in einer Geschichte. Ich finde diese Aufmachung sehr interessant, denn das unterscheidet sich sehr von anderen Büchern. Der Schreibstil ist klasse, er fesselt von Anfang an und man findet sehr leicht in die Geschichte rein. Was mich jedoch stört, dass sich teilweise an einigen Passagen viel zu lange aufgehalten wird bzw. die Geschichte in die Länge gezogen wird. Kann auch sein, dass er mir nur so vor kam, aber ich hatte das Gefühl, es müssen Seiten gefüllt werden. Um die eigentliche Geschichte wird dadurch arg in die Länge gezogen, was man meiner Meinung nach auch etwas kürzer halten könnte. Detailliert ist gut, aber extrem ausführlich kann so ein Buch auch langweilig machen und das Gefühl hatte ich immer wieder mal an einigen Stellen. Der Grundgedanke und die Umsetzung ist eine super Idee, denn solche Bücher gibt es nicht so oft, doch das richtige Maß wurde hier nicht gefunden. Potential war auf jeden Fall da. Fazit Da ich teilweise wirklich das Gefühl hatte, es müssen hier Lücken gefüllt werden bzw. es müssen unbedingt über 500 Seiten sein, kamen mir viele Passagen zu sehr in die Länge gezogen vor, was es etwas langweilig machte, daher ist hier meine kritische Bewertung bei 3 Sternen. Die Story hat absolut Potential und der Schreibstil ist auch super, sonst hätte ich es wohl auch nicht zu Ende gelesen. Schaut euch das Buch am besten selber an und entscheidet selber, ob ich vielleicht zu kritisch bin.

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  • Ein atemberaubender Thriller

    Die Drei

    Unzertrennlich

    18. March 2015 um 09:42

    Charaktere Gleich zu Beginn meiner Rezension muss ich sagen, dass "Die Drei" von Sarah Lotz kein normales Buch ist. Es ist sozusagen ein Buch im Buch, eine Erzählung bestehend aus Zeitungsartikeln, Interviews, den Sichtweisen verschiedener Personen, Chats, Emails und so weiter. Aus diesem Grund kann ich hier keine Charaktere genau beschreiben, denn das Buch hat im Grunde keine Protagonisten.  Alles dreht sich um den sogenannten "schwarzen Donnerstag", einem Tag an dem urplötzlich 4 Flugzeuge abstürzen. Das Buch im Buch beschreibt die gesamten Geschehnisse nach diesen Abstürzen und die Entwicklungen der Menschen aus dem nahen Umfeld, denn es haben 3 Kinder auf seltsame Art und Weise überlebt. Es erzählt die Geschichten der Hinterbliebenden der drei Kinder, aber auch die Geschichte eines Staates, der plötzlich darauf zusteuert ein Gottesstaat zu werden und an die nahende Apokalypse zu glauben. Interessant fand ich die Vielzahl der Personen, die in "Die Drei" zu Wort kommen. Es gibt viele Blickwinkel und trotzdem bleibt die Geschichte durchwegs geheimnisvoll. Die drei Kinder haben etwas Sonderbares an sich. Der japanische Junge spricht beispielsweise über einen Roboter, während das Mädchen sich ihrem Onkel gegenüber seltsam verhält. Beim Lesen wird man zum eigenem Interpretieren angeregt und das ist wirklich bemerkenswert an diesem Buch. Es gibt Antworten, ohne zu viel zu verraten.  Meine Meinung Stephen King sagt über dieses Buch, dass "man nicht mehr aufhören kann zu lesen". Genauso erging es mir auch. Schon allein der Anfang, wo man eine Frau namens Pamela kennenlernt, die kurz darauf mit dem Flugzeug abstürzt, hat bei mir eine Gänsehaut verursacht. Ich habe eh schon tierische Angst vor Flugzeugen und jetzt, nach dem Lesen dieses Buches, ist sie noch größer geworden. Das Leben ist oftmals unberechenbar und man weiß nie, was als nächstes passiert. Die Idee, ein Buch im Buch zu schreiben und dafür eine fiktive Autorin zu erschaffen, hat mir unendlich gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass der "schwarze Donnerstag" tatsächlich existent ist und die Beschreibungen der Hinterbliebenden und der anderen Personen haben mir sehr gut gefallen. "Die Drei" ist ein Buch, das beschreibt, wie die Menschen ihrem Untergang zusteuern. Gleichzeitig ist es ein Buch, dass dazu auffordert, selbst nachzudenken und einzuschätzen, was richtig und was falsch ist.  "Menschen glauben, was sie glauben wollen." Dieser Satz sagt im Grunde aus, um was es bei der Geschichte der "Drei" geht. In dem Buch gibt es verschiedene Gruppierungen. Zum einen wäre da ein Pater, der plötzlich von den vier apokalyptischen Reitern spricht, während andere von der Übernahme von Aliens überzeugt sind. Warum haben diese Kinder überlebt? Und wieso sind die plötzlich total verändert? Diese Fragen begleiten den Leser das gesamte Buch. Ich war am Anfang etwas erstaunt über den Stil der Autorin, da ich ein solches Buch noch nie zuvor gelesen habe und ich war skeptisch, ob man auf diese Weise einen Thriller spannend und unterhaltsam gestalten kann. Nach dem Lesen kann ich diese Frage mit einem deutlichen "Ja" beantworten. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Die ganze Geschichte der Drei hat sich für mich so real und echt angefühlt. Sarah Lotz hat mit "Die Drei" einen atemberaubenden Thriller geschafft, der bis zum Ende keinerlei Spannung verliert und einem selbst auf der letzten Seite noch einen Schauer über den Rücken laufen lässt.

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  • Flugzeugabstürze verbunden mit ein wenig Mystery...

    Die Drei

    SofiaMa

    02. November 2014 um 12:07

    Buchgestaltung: Das Cover ist dunkel gehalten, lediglich die drei Striche, in denen jeweils ein Kind zu erkennen ist, sind rot. Daneben ist ein weiterer grauer Strich, der vermutlich für Pamela May Donald steht, aber grau ist, weil sie kurz nach der Nachricht stirbt Spoiler der Strich kann aber auch für das vermutete vierte Kind stehen und ist deshalb grau, weil man eben nicht weiß, ob es ein Viertes gibt oder nicht. . Die Striche stehen also für die einzigen Überlebenden.  Über den drei roten Strichen sieht man ein Flugzeug. Ich finde, das Cover passt ganz gut zum Inhalt, das Schwarz des Hintergrundes verdeutlicht die Tragödie der Unfälle und auch den Terror, den die Unfälle mit sich ziehen. Außerdem sind alle Unfälle am "Schwarzen Donnerstag" passiert.  Der Titel passt auch ganz gut, da sich das Buch um die drei überlebenden Kinder dreht. Meine Meinung: Der Anfang hat mir nicht ganz so gut gefallen. Es ist der Flugzeugabsturz, erzählt aus Pams Sicht, und zwar so, dass sie einem schon nach zwei Seiten gehörig auf die Nerven geht. Jedenfalls mir. Dennoch muss ich sagen, dass die Autorin den Schock und die Hektik gut transportiert. Deshalb ist es klug gewählt, dass Pam so eine schreckhafte und ängstliche Figur ist, das macht die Situation in gewisser Weise spannender. Auch wenn es nichts daran ändert, dass Pam mich ziemlich genervt hat, aber das ist ja nicht sooo schlimm, da sie ja sowieso stirbt...  Was mir hingegen ganz gut gefallen hat, ist die Idee, die ganze Geschichte in Form einer Reportage zu schreiben.  So erfährt man aus verschiedenen Blickwinkeln, was passiert ist. Dabei hat die Autorin es so gemacht, dass Stück für Stück mehr über den Absturz ans Licht kam, jedoch die ganz großen Fragen, bspw. "Was hat es jetzt genau mit den Kindern auf sich?" oder "Sind die jetzt verrückt geworden oder ist das wirklich so?", bleiben offen. Besonders mit Letzterer hat Lotz extrem gespielt: Die ganze Zeit weiß der Leser nicht so recht, was jetzt eigentlich wirklich Realität oder was auf den Schock der Hinterbliebenen des Absturzes zurückzuführen ist, was auch der Grund ist, weshalb die "Reportage" das perfekte Format für diese Geschichte ist; der Leser erfährt genug, um ans Buch gefesselt zu werden, jedoch nicht so viel, dass er zum einen vorhersagen kann, was als nächstes passieren wird, und zum anderen, dass er durchblickt und weiß, was und wieso das alles jetzt passiert. Das wäre der Autorin wahrscheinlich mit einer normalen Erzählung nicht so gut gelungen; die Verwirrung fesselt den Leser ans Buch. Zu Anfang dachte ich allerdings auch, dass die Reportage verhindern würde, eine Verbindung (oder auch Abneigung) mit den Figuren eingehen zu können, aber das ist hier nicht der Fall. Die "Reporterin" Elspeth Martins ist lediglich am Anfang eines Kapitels präsent, wenn geschildert wird, um wen es in dem Kapitel geht oder woher Martins die Informationen hat, ansonsten ist immer nur die Person, um die es geht, im Fokus. Dabei ist es meistens so, dass sie in der Ich-Form reden und teilweise auch Elspeth direkt ansprechen. So schlüpft man also quasi in die Rolle von Elspeth und lernt die Angehörigen der Opfer des Flugzeugsabsturzes, und wie sie damit umgehen, kennen. Über Martins hingegen erfährt man nicht besonders viel, erst zum Ende hin. Hier spielt aber vor Allem die Entwicklung der einzelnen Figuren eine große Rolle, besonders die der Angehörigen der überlebenden Kinder, daher kann ich auch nicht wirklich was über die Personen sagen, da das sonst doch einen großen Teil der Spannung vorwegnehmen würde... ;) Da aber man als Leser aber immer mehr erfährt, wird es auch immer seltsamer und man bekommt bei einigen Figuren richtig Gänsehaut... Zum Schluss ist da noch ein wahnsinniges Ende, das man erst einmal verstehen muss, um wirklich mit dem Buch abschließen zu können! :D Was aber eigentlich auch nicht geht, weil da ein wirklich fieser - und ich meine wirklich fies - Cliffhanger ist... :D Fazit: Obwohl Die Drei einen etwas nervigen Start hat, lohnt es sich auf jeden Fall, das Buch durchzulesen. Je mehr man erfährt, desto weniger weiß man wirklich (haha, Paradoxon, ich verwirre euch!! xD) und die ganze Zeit über lässt einen die Frage, was mit den Kindern los ist, nicht in Ruhe. Wer allerdings nicht so auf Cliffhanger steht, sollte sich vielleicht zwei Mal überlegen, ob er das Buch jetzt liest oder nicht, weil der Cliffhanger wirklich fies ist. :D Und ich hab noch nicht herausbekommen, wann der 2. Teil erscheint... o.o 4/5 Sterne.

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  • Flugzeugabsturz oder doch Geisterangriff

    Die Drei

    N9erz

    15. October 2014 um 10:37

    Das Cover - eine Empehlung vom Meister Stephen King - und der Klappentext. Ein perfektes Zusammenspiel um auf diesen Thriller aufmerksam zu werden und ihn lesen zu müssen! ----- Er geht als "Schwarzer Donnerstag" in die Geschichte ein - der Tag an dem beinahe zeitgleich vier Flugzeuge über die Welt verstreut abstürzen. Die Abstürze gelten als nicht überlebbar, doch wie durch ein Wunder überleben 3 Kinder in je unterschiedlichen Flugzeugen. Eigentlich gibt es sogar vier Überlebende, doch Pamela May verstirbt kurz nach dem Absturz, nachdem sie eine letzte Nachricht über ihr Handy abgeben konnte. Doch die Nachrichtig ist unvollständig und enthält eine Warnung. Doch eine vor wem oder was? ----- Im ersten Moment wenn man das Buch beginnt zu lesen, ist man ein bisschen verwirrt. Ein Vorwort nach dem Prolog, von einer anderen Autorin, das stinkt irgendwie. Doch wenn man sich ein bisschen Mühe gibt, dann erkennt man, dass man es hier mit einem Buch im Buch zu tun hat. Denn eigentlich ist "Die Drei" das Buch einer Journalistin, die eine Buchveröffentlichung zu dem tragischen Unglück am "Schwarzen Donnerstag" schreibt. Somit ein Tatsachenbericht, zusammengewürfelt aus Interviews, Biographien, Chatverläufen und ähnlichem. Alles zusammengetragen und "veröffentlicht" um Licht hinter den "Schwarzen Donnerstag" zu bringen. Doch jetzt mag man sich kurzerhand fragen, warum das überhaupt notwendig ist, zu einem tragischen Unglück Backgroundstories zu bringen? Ganz einfach, weil nach den Abstürzen ein wahrhaftiger Mythos um die drei überlebenden Kinder entstanden ist, der schnell in die diversesten Veschwörungstheorien umgeschlagen ist. Zu Beginn ist da Buch wirklich unschlagbar gut. Fesselnd, realistisch, emotionsnah und vor allem leicht mysteriös angehaucht. Der ein oder andere Gänsehautmoment kommt schon auf und man sollte sich gut überlegen das Buch in der Nacht zu lesen. Ich musste es kurzerhand einmal weglegen weil ich Angst um meinen ruhigen Schlaf hatte. Doch zur Hälfte hin bricht die Geschichte ein bisschen ein. Die Verschwörungstheorien werden immer verworrener, die Berichte konfuser und manchmal auch sehr wiederholend. Immer wieder tauchen dazwischen wirklich gute Passagen auf, aber irgendwie hat es doch den Thrill verloren. Man will und muss zwar weiterlesen, weil man endlich erfahren möchte was wirklich dahinter steckt. Aber so richtig kommt der Spuk und Trug nicht mehr zum Leser herüber (zumindest nicht zu mir). Was das ganze im Prinzip interessant macht ist, dass scheinbar ab einem gewissen Zeitpunkt einige der Charaktere völlig am Rad zu drehen scheinen. Jeder bekommt einen Schub Wahnsinn und Verrücktheit und so wird versucht die Geschichte am Leben zu erhalten. Doch dahingehend ist das Ende dann fast ein wenig zu offen, wenn auch sehr mysteriös. Was auffällig ist, dass wenn man ein bisschen hinter die Überschriften der einzelnen Berichte lesen kann, man stellenweise schon sehr früh herauskristalisieren kann, welche Geschehnisse in den den nächsten Berichten bevorstehen - wo man dann natürlich wissen möchte wie und warum es zu diesen kam. Denn oftmals greifen die Überschriften und Erläuterungen zu den Berichten schon vor in der Geschichte, was man allerdings wirklich nur merkt, wenn man diese auch aufmerksam liest. "Die Drei" hatte für mich einen wirklich perfekten Start und danach leider ein wenig an Gas verloren. Ich hätte mir mir nach diesem Beginn mehr erwartet, mehr Gänsehaut und wahrscheinlich auch mehr Mysterieelemente. Trotzdem muss man fertig lesen und steht am Ende erst Recht wieder vor offenen Fragen die einem dann doch wieder ein wenig zum Schauern bringen. Vor allem aber auch der eigenen Fantasie einen weiten Spielraum lassen.

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  • Eine außergewöhnliche Idee

    Die Drei

    lenar

    24. September 2014 um 19:59

    Cover: Mir gefällt das Cover richtig gut. Es passt wie die Faust aufs Auge zum Buch. Die drei roten Striche stehen für die drei Kinder, die die Abstürze überlebt haben. Der graue Streifen ist für das Kind, bei welchem es ungewiss ist, ob es überlebt habt. Im Hintergrund erkennt man dann noch beim genauen Hinsehen ein Flugzeug. Ein Cover, welches vor allem so richtig auf dem zweiten Blick überzeugen konnte. Meine Meinung: Dies ist auf Grund seiner Idee, ein sehr außergewöhnlicher Thriller. Bücher über Flugzeugabstürze gibt es viele. Aber dieses Buch ist besonders auf gemacht. Das Buch wurde von der fiktiven Autorin Elspeth Martin geschrieben. Es ist also ein Buch im Buch. Es ist eine Sammlung von Interviews von Familienmitgliedern der Opfer oder eine Sammlung von Verschwörungstheorien. Dadurch wirkte das Buch sehr realistisch und ich bekam an der einen oder anderen Stelle wirklich eine Gänsehaut.  Dadurch dass das Buch in der Art geschrieben wurde, gab es sehr viele Charaktere aus verschiedenen Ländern. Ich bin oft durcheinander gekommen und musste immer wieder überlegen, wer welcher war und vor allem zu wem er gehörte. Das machte das ganze schwierig und so gab es keine tiefgründigen Charaktere oder ähnliches. Ein großer Kritikpunkt an dem Buch war mich die Spannung. Anfangs war ich noch super begeistert von dem Buch, aber irgendwann zog es sich doch sehr. Es gab einige wirklich langatmige Stellen, die wirklich kürzen sein könnten. Die Autorin schaffte es leider nicht die Spannung aufrecht zu erhalten. Das Buch ist sehr unterschiedlich erzählt, es gibt mal Dialoge, mal Erzählungen von einzelnen Personen zu dem Geschehnis oder ähnliches oder auch die Aufstellung von Theorien, daher verändert sich der Schreibstil. Im Großen und Ganzen mochte ich ihn aber ganz gerne. Er lies gut und schnell lesen. Fazit: „Die Drei“ ist ein Thriller mit einer sehr ungewöhnlichen Idee. Für mich mangelte es aber leider an der Umsetzung, da mir häufig die Spannung fehlte. Wer aber mal einen anderen, realistischen Thriller lesen möchte, ist hier genau richtig. 3/5 Sternen

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