Wer freut sich über neue Nachbarn?

von Sarah McIntyre 
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Wer freut sich über neue Nachbarn?
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Eine amüsante , rasante, witzige, Geschichte über Vorurteile und Toleranz, großartig!

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Inhaltsangabe zu "Wer freut sich über neue Nachbarn?"

Die kleinen Hasen freuen sich: Neue Nachbarn sind eingezogen – Ratten! Hopsend, tapsend und polternd verbreiten sie die Neuigkeit in Windeseile im ganzen Haus. Doch was haben die anderen Bewohner nicht alles über Ratten gehört: Sie sind unordentlich, schmutzig, riechen streng und sollen sogar stehlen! Aber stimmt das wirklich?
Eine lustige, rasant erzählte Geschichte über Offenheit und Toleranz

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734820472
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Magellan
Erscheinungsdatum:17.07.2018

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine amüsante , rasante, witzige, Geschichte über Vorurteile und Toleranz, großartig!
    Eine amüsante , rasante, witzige, Geschichte über Vorurteile und Toleranz, großartig

    Eine amüsante Geschichte zum Thema Toleranz
    für Kinder ab 3 Jahren


    Ja, das ist schon so eine Sache mit den Vorurteilen, das wir in dieser wunderbaren Geschichte von Sarah McIntrye wieder einmal bewusst.
    Während Kinder noch unbefangen auf alles Neue  reagieren, neugierig sind, sind die älteren dann schon wesentlich Vorurteil behafteter.

    Neue Nachbarn ziehen ins Haus der Häschen und anderen Tiere, die wir nach und nach noch alle kennenlernen werden.
    Die Taube erzählt den kleinen niedlichen Langohren die Neuigkeit, die hüpfen aufgeregt und voller Freunde erst zu ihrer älteren Schwester. Die schon etwas skeptischer reagiert. Die kleinen hopsen vor Freunde auf dem Sessel, schlagen Purzelbäume und sind voller Vorfreude. Die neuen Nachbarn muss man doch sofort begrüßen. Sie laufen zum Schaf, vielleicht möchte der Schafsbock ja auch mitkommen. Doch der reagiert anders als erwartet. Ist noch skeptischer wie Schwester Möhrchen. Meint zu wissen, das Ratten nicht besonders ordentlich sind. Dennoch reiht sich auch er ein um die Neuen zu sehen. Nach und nach wird der Karawane, der unterschiedlichsten Hausbewohner, auf dem Weg hinunter zu den Ratten immer größer und jeder hat ein neues Vorurteil.
    Am Ende sind aus den unbekannten neuen Nachbarn
    RIESIGE, SCHMUTZIGE, STINKENDE, DIEBISCHE, GEFÄHRLICHE ................. Ratten geworden die soooofooort ausziehen sollen!
    Unten angekommen traut sich dann aber keine an der Tür der Ratten anzuklopfen. Nur die kleinen Häschen und Schwester Möhrchen trauen sich, wenn gleich auch sie von dem Geschwätz der anderen verängstigt wurden.
    Doch als sich dann die Tür öffnet bietet sich den Hausbewohnern ein ganz anders Bild.
    Adrett und ordentlich gekleidet machen ihnen Natascha und Bertram die Türe auf um sie gleich darauf auf ein Stück Kuchen hinein zu bitten.
    Was für ein Bild, da sitzen alle, die zuvor so voller Vorurteile waren einträchtig bei Familie Ratte und lassen es sich gut gehen.
    Und was glaubt ihr was sie sagen als Ratte Bertram erwähnt, das er schon gedacht hätte sie wären als Ratten im Haus nicht willkommen?
    Ich glaube ihr könnt es euch denken.
    *
    Ganz besonders gut hat unseren Lesekindern das Witzige Ende gefallen.
    Denn Max ist so begeistert von dem Kuchen das er....
    Ach, nein!
    Das verrate ich hier noch nicht.
    *
    Die Geschichte zeigt deutlich wie dumm und auch gewaltig Vorurteile werden können. Was immer neue Vorurteile für eine Lawine auslösen können, die dann kaum noch zu stoppen ist.
    Besonders beeindruckend ist aber nicht nur die Geschichte sondern die Bilder die das ganze erst so richtig visualisieren und erkennen lassen  welche Eigendynamik Vorurteile entwickeln können. Dieses Gefühl, dass eine Lawine ausgelöst wird ist genau richtig. Sarah Mc Intyre hat genau diese Botschaft vermitteln wollen und so finden wir dann auch im Laufe der Handlung genau dieses Bild. Die Eigendynamik überrollt sie. So sehen wir einen purzelnden Haufen der die letzten Treppenstufen hinab fällt und unsanft im Flur landet. Fast vor der Tür der Ratten.
    Gekonnt spiel die Bilderbuchmacherin mit ihren Zeichnungen und dem Text, den sie als Stil- und Ausdruckselement in die Illustrationen mit einbindet.
    So sehen wir z.B. nicht nur das Wort "HOPSEN"  sondern die Buchstaben hopsen auch im Schriftbild.
    *
    Die Dynamik der Geschichte wird aber nicht nur durch die rasante Aufeinanderfolge der Ereignisse deutlich. Sarah Intyre spielt auch mit konstanten Wiederholungen, die die Kinder schnell erkennen.
    Auch wenn jede Doppelseite in einem anderen Stockwerk, einer anderen Wohnung spielt sehen wir häufig an der rechten Bildseite das Treppenhaus, das nach und nach immer mehr Tiere hinunter laufen.
    Sie liefen aber nicht sondern "hopsten, trotteten, trippelten....."   . Diese sich immer wiederholenden Begriffe im Laufe des Weges hinunter werden auch mehr und vermitteln genau diese Dynamik die im Fall ( PURZELN) endet.
    Es macht nicht nur unglaublich viel Freude die Geschichte vorzulesen und zu sehen wie die Kinder in ihr mit gehen sondern sie bietet sehr viel Möglichkeiten, auch mit der Stimme zu spielen.
    *
    Inhaltlich, und da muss ich wohl gar nicht weiter drauf eingehen bietet die Geschichte reichlich Ansatzpunkte für Gespräche.
    Was mir  bei unseren Vorleserunden immer wieder aufgefallen ist, ist dass die Kinder sehr schnell hinein gerufen haben wie dumm doch die Tiere sind. Wie dumm es ist so etwas zu behaupten, ohne das man die Neuen kennt.
    Diese Beobachtung ist eigentlich genau das womit die Geschichte beginnt. Mit der Unbefangenheit der kleinen Häschen, die sich über die neuen Nachbarn freuen. Diese Freude wird zwar im Laufe der Geschichte getrübt aber letztendlich sind es sie, die immer noch nicht so recht an das glauben, was alle anderen sagen. Und so sind sie es, die sich trauen anzuklopfen.
    Darüber sollten einige Erwachsene, aber auch ältere Kinder, vielleicht einmal nachdenken.

    Unsere Lesekinder hat es mit Sicherheit in ihrer Haltung bestätigt.
    Offen, und neugierig auf andere zu zu gehen. Z.B. wenn ein neues Kind in den Kindergarten kommt.
    Denn so wie Ratte Bertram, der deutlich seine Angst zum Ausdruck gebracht hat, dass er glaubte als Ratte nicht willkommen zu sein, so wird es vielleicht auch einem neuen Kind in einer Gruppe gehen.

    Eine wundervolle Geschichte, witzig und mit tiefer Botschaft.
    Davon brauchen wir mehr!


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