Sarah Monette Melusine

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  • Rezension zu "Melusine" von Sarah Monette

    Melusine
    Sahiko

    Sahiko

    13. November 2009 um 21:18

    Der erste Band zu Sarah Monettes Reihe "Doctrine of Labyrinths". Es geht um Felix Harrowgate, der ein Magier am Hofe von Lord Steven Teverius ist und dort als äußerst begabt gilt, und seinen Halbbruder Mildmay, der als Auftragsmörder und Dieb arbeitet. Beide kennen sich nicht, wuchsen aber unter ähnlichen Umständen auf den Straßen Mélusines auf, Felix gezwungenermaßen als Stricher, bis er von Malkar, seinem Meister, gekauft wird. Malkar unterwirft den Jungen, macht ihn nach und nach zu einer Puppe, bis er ihn schließlich mit einem mächtigen Ritual bricht. Mit diesem Ritual zerbricht er den Virtu, einen rießigen Kristall, der die magischen Kräfte der mélusischen Zauberer kanalisiert und auf welchen sie ihre Eide schwören. Der geistig verwirrte Felix wird dieses Verbrechens für schuldig erklärt und herumgereicht, in der Hoffnung, dass irgendwer eine Lösung für seinen zerütteten Geisteszustand findet und Felix den Virtu reparieren kann. Schließlich treffen Mildmay und Felix aufeinander, wobei Mildmay sofort das Bedürfnis verspürt Felix zu helfen, da der von allen seinen sogenannten Freunden verlassen wurde und nun noch mehr leidet. Auf eine prophetische Eingebung Felix hin beginnt eine Odysee der beiden Halbbrüder quer über den Kontinent um ihn an den einzigen Ort zu bringen an dem Felix geholfen werden kann, die Heimat ihrer verstorbenen Mutter. Ich war überrascht zu hören, dass The Mirador das Erstlingswerk der Autorin ist, da ihr Schreibstil und ihre Charaktere bereits sehr ausgereift sind. Beide Hauptcharaktere geben keine typischen Helden ab, Felix ist arrogant, hochmütig und selbstverliebt, während Mildmay aus der Gosse kommt, ein Pesimist wie er im Buche steht, ungebildet und mit schlechten Manieren, dessen Natur aber aufrechter und ehrenhafter ist als die von Felix. Das Buch wird aus den zwei verschiedenen Ich-Perspektiven von Felix und Mildmay geschildert und durch deren krasse Unterschiede kommt eine unglaublich packende Erzählweise zustande. Die emotionale Spannung und Atmosphäre sind mitreißend auch wenn das Buch eine Anlaufphase braucht. Handlungsstränge laufen erst spät zusammen bzw. erst im zweiten Band "The Virtu", daher kommt das Ende in Melusine etwas abrupt und lässt viele Fragen offen. Also am besten den zweiten Band in Reichweite halten und direkt im Anschluß lesen. Einzig wirklich großes Manko betrifft nicht die Geschichte sondern die Buchbindung selbst. Es handelt sich bei der Taschenbuchversion um eine wirklich billige Bindung. Falten und Knicke im Buchrücken sind garantiert, die Verkleisterung bricht schnell auf und die Seiten fallen aus. Wenn man irgendwie die gebundene Version (leider nicht mehr im Druck) in die Hände bekommt sollte man sich dafür entscheiden.

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