Sarah Moss

 4.2 Sterne bei 96 Bewertungen
Autorin von Wo Licht ist, Zwischen den Meeren und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sarah Moss

Die literarische Romantik: Sarah Moss, geboren 1975 in Glasgow, ist eine britische Schriftstellerin. Sie wuchs in Manchester auf und studierte dort Literatur. 2001 promovierte sie dann am Linacre College. Sie war von 2004 bis 2009 Senior Lecturer für Englische Literatur an der University of Kent. Sie arbeitete für ein Jahr an der Universitöt Island und danach an der University of Exeter. . Moss forschte über die Rolle der Nahrung, des Kochens und des Essens in der Literatur. Ihr zeitlicher Schwerpunkt ist die literarische Romantik. Die Romane der Autoren wurden mehrfach für den Welcome Prize nominiert. Ihre Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Seit 2013 hat sie einen Lehrauftrag für Kreatives Schreiben an der University of Warwick und wohnt auch dort

Neue Bücher

Wo Licht ist

Erscheint am 15.07.2019 als Taschenbuch bei Unionsverlag.

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Wo Licht ist

Wo Licht ist

 (30)
Erschienen am 08.09.2015
Zwischen den Meeren

Zwischen den Meeren

 (28)
Erschienen am 23.08.2016
Schlaflos

Schlaflos

 (24)
Erschienen am 09.07.2013
Gezeitenwechsel

Gezeitenwechsel

 (6)
Erschienen am 12.02.2019
Sommerhelle Nächte

Sommerhelle Nächte

 (5)
Erschienen am 11.03.2014
Wo Licht ist

Wo Licht ist

 (0)
Erscheint am 15.07.2019
The Tidal Zone

The Tidal Zone

 (2)
Erschienen am 01.07.2016
Ghost Wall

Ghost Wall

 (1)
Erschienen am 20.09.2018

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Neue Rezensionen zu Sarah Moss

Neu

Rezension zu "Gezeitenwechsel" von Sarah Moss

Wenn das Undenkbare passiert
Barbara62vor 14 Tagen

Es ist der Alptraum aller Eltern, den Tod ihrer Kinder erleben. Ganz so schlimm kommt es in Sarah Moss‘ viertem Roman "Gezeitenwechsel" zwar nicht, doch führt sie eine Familie ganz nah an diesen Abgrund.

Die Goldschmidts sind eine durchschnittliche englische Mittelklassefamilie, wenn man von ihrem familieninternen Rollentausch absieht. Der Ich-Erzähler Adam ist Hausmann, kümmert sich hauptberuflich hingebungsvoll um den Haushalt, die fünfzehnjährige Miriam, die achtjährige Rose und seine Frau Emma, eine engagierte Allgemeinärztin. Seine Promotion in Kunstgeschichte liegt fünfzehn Jahre zurück, Aussicht auf eine akademische Karriere besteht längst nicht mehr und ein paar Honorarstunden für Erstsemester sind alles, was ihm bleibt.  Fünfzehn Jahre lang glaubten Adam und Emma, eine normale Familie mit gesunden Kindern zu sein, dann kam der Anruf aus der Schule: „Es ist etwas passiert.“ Atemstillstand, Herzstillstand, Reanimation – und schlagartig ist nichts ist mehr, wie es war. Zwar ist vordergründig alles gutgegangen und Miriam kann nach zwölf Tagen das Krankenhaus wieder verlassen, aber die Ursache für den Zusammenbruch bleibt im Dunkeln und die Diagnose Anaphylaxie, allergischer Schock, wird von nun ab wie ein Damoklesschwert über den Goldschmidts hängen: „Wir werden noch den Rest unseres Lebens mit der Geschichte leben müssen, die gerade beginnt“.

Nun könnte man meinen, ein 364-Seiten-Roman über einen Alptraum wäre eine durchgehend niederdrückende Lektüre, aber weit gefehlt, obwohl die Auswirkungen für alle schwerwiegend sind. Adam, der „nicht der Vater eines schwerkranken Kindes“ sein möchte, kann sich keine normale Zukunft mehr vorstellen und würde die Tochter am liebsten nicht mehr aus den Augen lassen. Miriam, die aufmüpfige „marxistische Ökokriegerin“, Mitglied bei Amnesty International, Greenpeace und den Grünen, gibt sich tagsüber cool, offenbart ihrem Vater aber nächtens Todesängste. Emma stürzt sich in noch mehr Arbeit, bemüht sich um eine professionelle Sicht und verliert dabei zunehmend an Körpergewicht, während Rose auf die Minderbeachtung mit Eifersucht reagiert. Gleichzeitig werden wir jedoch Zeugen einer allmählichen Neuordnung der Familienstruktur und einem vorsichtigen Neubeginn. „Du wirst noch verrückt, Adam, wenn du weiter auf die Stille lauschst, du musst darauf vertrauen, dass sie weiteratmet“, fordert Emma ihren Mann auf, und sein lebenskluger Vater rät ihm: “Adam, du hast die Risiken so gut eingegrenzt, wie du kannst, jetzt musst du sie wieder fünfzehn sein lassen.“

Der Kontrast zwischen der ruhigen Erzählweise von Sarah Moss und der existenziellen Bedrohung hat die Dramatik des Geschehens für mich noch erhöht. Wohltuend war der immer wieder aufblitzende Humor des Ich-Erzählers, vor allem, wenn es um sein Hausmannsdasein ging, und die Diskrepanz zwischen innerem Monolog und äußerem Auftreten. Die beiden Nebenhandlungen, zum einen die Lebensgeschichte von Adams Vater, zum anderen Adams Recherchen über die Zerstörung der Kathedrale von Coventry durch Nazibomber 1940 und ihren Neubau, fielen für mich dagegen etwas ab, vor allem deshalb, weil mir bei letzterer eine stärkere Verbindung zur Haupthandlung fehlte.

"Gezeitenwechsel" ist ein lesenswerter, Hoffnung machender Roman über ein angstbehaftetes Thema und die Kraft einer Familie angesichts existenzbedrohender Gefahr.

http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/sarah-moss-gezeitenwechsel/


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Rezension zu "Gezeitenwechsel" von Sarah Moss

Es ist etwas passiert ...
buecherwurm_invor 2 Monaten

„Es ist etwas passiert.“ Mit diesem satzgeworden Albtraum aller Eltern, Angehörigen und Liebenden knallt eine Zäsur in Adam Goldschmidts Leben. Das Herz seiner Tochter hat aufgehört zu schlagen, einfach so, ohne Ankündigung. Aus seinem routinierten Alltag als Hausmann und Vollzeitvater gerissen, findet er sich an ihrem Krankenhausbett wieder, an dem er verzweifelt versucht, Normalität herzustellen, für Miriam und ihr Herz, für seine jüngere Tochter Rose und für seine Frau Emma, die an 60-Stunden-Job als Ärztin und krankem Kind zu zerbrechen droht. 


Wer einmal mit den Büchern von Sarah Moss, erschienen im mare Verlag, angefangen hat, wird nicht mehr damit aufhören können, sie zu verschlingen. Zwar ist „Gezeitenwechsel“ in seiner Erzählung nicht ganz so komplex wie beispielsweise ihr Debütroman „Schlaflos“, doch sind die Personen von selten gelesener, präzise gezeichneter Tiefe. Auch lässt Moss die Lesenden wieder an ihrem eigenen akademischen Hintergrund teilhaben – ein Charakteristikum, das sich durch ihre Bücher zieht und ihre Geschichten in einen größeren historischen Kontext setzt. Gerade im Angesicht des Todes reißt dieser die Protagonist*innen immer wieder aus den egozentrischen Perspektiven, auf die sich das menschliche Denken nun mal zumeist beschränkt. Hervorzuheben ist auch die große sprachliche Kunst, mit der Moss erzählt; all die Feinheiten, die dieses Buch so wunderschön und fesselnd machen, und die Übersetzerin Nicole Seifert exzellent ins Deutsche übertragen konnte. „Gezeitenwechsel“ macht traurig, man möchte Menschen sagen, wie sehr man sie liebt, es macht Angst vor dem Tod und gibt gleichzeitig Hoffnung und Lebensfreude. Ein wundervoller Roman darüber, wie schnell sich ein Leben ändern kann, warum wir mit dieser Ungewissheit leben müssen – und mit einem der schönsten Schlussabsätze, die ich je lesen durfte.

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Rezension zu "Gezeitenwechsel" von Sarah Moss

Es ist etwas passiert
Buecherschmausvor 4 Monaten

Die 1975 in Glasgow geborene Autorin Sarah Moss ist hier in Deutschland, auch wenn fast alle ihrer Romane in Übersetzungen von Nicole Seifert vorliegen, nahezu unbekannt und selbst The Times spricht von ihr als wohl eine der am meisten unterschätzten zeitgenössischen Autor*innen Großbritanniens. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich thematisch nicht leicht einordnen lässt. Frauen stehen im Mittelpunkt ihrer Romane, oft mit historischem Hintergrund. Für ihre Promotion beschäftigte Moss sich mit Literatur der englischen Romantik, auch das schlägt sich nieder, und es geht oft um Alltägliches. Mich hat „Gezeitenwechsel“, der jüngst auf Deutsch erschienene Roman, sehr neugierig gemacht auf ihre anderen Werke. In Großbritannien ist bereits ein neues Buch, „Ghost Wall“ erschienen, das sehr positive Kritiken erhielt.
Aber zunächst zu „Gezeitenwechsel“. Hier erzählt Sarah Moss von der Familie Goldsschmidt. Genauer, sie lässt Vater Adam erzählen. Er hat seine akademische Karriere als Spezialist für die englische „Arts and Crafts“ Bewegung für die Familie aufgegeben und kümmert sich um die acht und fünfzehn Jahre alten Töchter und den Haushalt. Hin und wieder ein Lehrauftrag an der Universität und eine wissenschaftliche Arbeit über die Kathedrale von Coventry – für mehr bleibt keine Zeit. Mutter Emma ist eine permanent überarbeitete Ärztin und Adam nimmt seine Aufgaben in Erziehung und Haushalt sehr ernst. Gesundes, biologisches Essen, penible Sauberkeit, Kuchen für den Schulbasar und Kindergeburtstage – hätte Moss hier keinen Mann als Protagonisten gewählt, würde die Leserin vielleicht den Aufwand, der hier betrieben wird, unbedachter hinnehmen, denn ist es nicht das, was gemeinhin von einer „guten Hausfrau und Mutter“ erwartet wird? Aber ganz ehrlich, schießt Adam nicht ein wenig übers Ziel hinaus? Ertappt! Genau diesen Mechanismus will Sarah Moss wahrscheinlich in Gang setzen, indem sie einen Mann als „Familienbeauftragten“ wählt. Und Adam plagen genau die Dinge, über die man in seiner Situation klagen kann: die eintönige, oft stumpfsinnige Arbeit im Haushalt, wenig Anerkennung innerhalb und außerhalb der Familie, eigene Komplexe, denn man selbst würdigt diese Aufgaben schließlich auch viel zu wenig, während der Partner das Geld herbeibringt, Konkurrenzdenken gegenüber dem Partnern um die Gunst der Kinder, denn man selbst tut ja am meisten für sie und und und. Es sind die gleichen Mechanismen wie bei allen nicht gleichberechtigten Partnerschaften. Und welche Partnerschaft ist schon wirklich gleichberechtigt?
In diesen Alltag trifft nun eine der schlimmsten Nachrichten, die sich Eltern vorstellen können. Die Schule ruft an: „Mit Ihrer Tochter ist etwas passiert.“ Die 15jährige Mimi bricht auf dem Pausengelände zusammen und erleidet einen Herz- und Atemstillstand. Ein Lehrer vor Ort kann sie zwar zum Glück wiederbeleben und sie erholt sich auch recht schnell, aber es bleibt die Ungewissheit, was die Ursache dieses Vorfalls war. „Idiopathische, vielleicht belastungsinduzierte Anaphylaxie“ heißt die vorläufige Diagnose. Also ein allergischer Schock, der keinen benennbaren Auslöser hatte. Kann das jederzeit wieder passieren? Ist es genetisch bedingt? Auch die achtjährige Rose erleidet eine leichte Atemnot im Schwimmbad. Und Adams Mutter, eine ausgezeichnete Schwimmerin, ist in seiner Kindheit unerklärlicherweise im Meer ertrunken. Nach Wochen im Krankenhaus beherrscht eine große Angst die Eltern, vor allem Adam. Zwar sind reichlich Vorsorgemaßnahmen getroffen – Notfallarmband, lebensrettender Epi-Pen in der Tasche -, aber Adam überwacht fortan das Leben seiner Töchter geradezu obsessiv. Ein Verhalten, das besonders bei der pubertierenden, aufsässigen und altklugen Mimi gar nicht gut ankommt und auch die Ehe und den häuslichen Frieden auf die Probe stellt.
In die Schilderungen, wie die Familie langsam wieder in ein „normales“ Leben zurückfindet, sind Adams Studien über die Kathedrale von Coventry eingeflochten. Die im November 1940 durch einen deutschen Bombenangriff im „Blitz“ völlig zerstörte Kathedrale wurde unter Beibehaltung der Ruinen als „Garten der Erinnerung“ von Basil Spence neu geplant, errichtet und 1962 eingeweiht.
Ein weiterer Erzählstrang beschäftigt sich mit der Jugendzeit von Adams amerikanischem Vater, die dieser in einigen Hippiekommunen verbrachte. Adams Mutter lernte er dort kennen, bevor er mit ihr, auch um der Rekrutierung für den Vietnamkrieg zu entgehen, nach England ging. Nach ihrem Tod kehrte er für lange Zeit in die USA zurück, lebt nun aber in Cornwall und ist zur Unterstützung der Eltern nagereist.
Die beiden Erzählseitenstränge sind sehr organisch und geschickt in die Haupthandlung eingebaut, die Themen wie Sterblichkeit, Elternliebe, Rollen in der Familie und Geschlechterbeziehungen umkreist. Sarah Moss ist dabei eine äußerst genaue Beobachterin und lässt in Mimis rebellischen Statements, Adams Betrachtungen und Emmas Bemerkungen zum „National Health Service“ auch so manchen kritischen Ton über die Zustände in Großbritannien verlauten.
Für mich ist Sarah Moss eine interessante Entdeckung, der ich viele Leser*innen auch hierzulande wünsche.


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Gespräche aus der Community

Neu

Liebe Lovelybooks-Leser,

auch der August bringt schöne neue Bücher aus dem mareverlag: Am 23. August erscheint der neue Roman »Zwischen den Meeren« von der wunderbaren Sarah Moss. Wir haben für euch ein paar Exemplare reserviert, damit Ihr das Buch ganz exklusiv bereits vor dem offiziellen Erscheinungstermin lesen könnt.

Zum Buch:

Cornwall im späten 19. Jahrhundert:

Nur wenige Wochen nach der Hochzeit muss ein junges Paar sich wieder trennen – für ein ganzes halbes Jahr. Tom Cavendish fährt nach Japan, um Leuchttürme zu bauen; Ally, seine Frau, bleibt in Cornwall, wo sie ihren lang gehegten Traum erfüllt und ihre erste Stelle als Ärztin antritt. Der neue Status beschert ihr ungekannte Freiheit, doch während sie sich immer tiefer in die Arbeit stürzt und Tom versucht, sich an die fremde Kultur Japans zu gewöhnen, wird die Entfernung zwischen beiden immer größer und das Fundament ihrer jungen Ehe brüchig.

Mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus psychologischer Einfühlung und intellektueller Tiefe spannt Sarah Moss einen Bogen von Cornwall bis Japan und zeigt zwei Menschen voller beruflicher Entschlossenheit und innerer Einsamkeit, verbunden durch dieselbe Sehnsucht, die Sehnsucht nach dem jeweils anderen.

Hier geht’s zur Leseprobe.

Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt euch und beantwortet bis zum 14. August 2016 die folgende Frage:

Das frisch verheiratete Paar wird für einige Monate getrennt, als Tom aus beruflichen Gründen nach Japan geht und seine Frau Ally in Cornwall zurücklässt – ihre einzige Kontaktmöglichkeit sind Briefe. Unter welchen Umständen könntet ihr euch vorstellen, eine Beziehung über eine große Distanz zu führen.

Wir sind gespannt auf Eure Antworten und freuen uns über zahlreiche Bewerbungen!

Euer mareverlag

* Bedingung ist, dass Ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Zur Leserunde
Liebe Lovelybooks-Freunde,

ganz fix starten wir in die nächste Vorableserunde!
Am 8. September 2015 erscheint Sarah Moss’ bewegender Roman »Wo Licht ist« im mareverlag. Übrigens schon das dritte Buch, das die Autorin bei mare veröffentlicht.
Hier habt ihr die Möglichkeit, euch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin um eins von 20 exklusiven Vorableseexemplaren zu bewerben.

Zum Buch:

»Dieser Roman ist ein Spiegel der weiblichen Seele.« The Times

Manchester, Mitte des 19. Jahrhunderts: Ally ist die Tochter von Eltern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Vater, Alfred Moberley, ein bekannter Maler, warmherzig, sinnlich und mit einem unbestechlichen Blick für das Schöne; die Mutter, Elizabeth, eine unbeugsame Christin, die sich entschlossen für die Rechte von Armen und Außenseitern einsetzt – sich selbst jedoch kasteit und den beiden Töchtern vorlebt, dass religiöse und politische Prinzipien wichtiger sind als der eigene Hunger, Gefühle und die Sehnsucht nach Wärme. Während die jüngere Tochter May (bekannt aus Saraha Moss’ Roman Schlaflos) früh den Absprung schafft und auf eine schottische Insel zieht, verharrt Ally in einem aussichtslosen Kampf um die Liebe und Anerkennung ihrer Mutter. Doch selbst als sie ein Stipendium erhält und als eine der ersten weiblichen Studentinnen für ein Medizinstudium an der Universität London angenommen wird, zeigt Elizabeth sich kaum beeindruckt. Da begreift Ally, dass es auch für sie an der Zeit ist, die familiären Fesseln zu sprengen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Farbintensiv, psychologisch glaubwürdig und mit großem Gespür für den Zeitgeist und die Zwänge des 19. Jahrhunderts schildert Sarah Moss das Aufeinanderprallen zweier viktorianischer Milieus – verkörpert durch die hart arbeitende, aber lieblose Mutter auf der einen und den Kunst liebenden Vater auf der anderen Seite – und erzählt die Geschichte einer klugen, sensiblen Frau, die sich auf der Suche nach Bildung und Liebe von beiden befreien muss.

Hier geht’s zur Leseprobe.


Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet uns dazu bis zum 25. August 2015 die folgende Frage:
Die Protagonistin Ally hat einen steinigen Weg vor sich: Sie erkennt nicht nur, dass sie die familiären Fesseln sprengen muss, sondern wird auch noch eine der ersten Medizinstudentinnen im London des 19. Jahrhunderts. Eine doppelte Emanzipation könnte man also sagen und eine große Herausforderung. Wie sieht es Eurer Meinung nach heute mit den Herausforderungen für Frauen aus? Was hat sich verändert im Vergleich zum Leben der Frauen im 19. Jahrhundert? Gibt es vielleicht neue Stolpersteine?

Wir sind sehr gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag


* Bedingung ist wie immer, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.
Letzter Beitrag von  Faiditvor 4 Jahren
Zur Leserunde
Wir möchten eine mare-Leserunde zu Sarah Moss’ Roman Schlaflos starten – und freuen uns auf Eure Teilnahme!

Zum Roman:

Eine karge Insel im Westen Schottlands, ständige Stromausfälle und eine unsichere Telefonverbindung. Ein Zweijähriger, der die Nächte zum Tag macht, und ein Siebenjähriger, der die Tage damit verbringt, sich die originellsten Versionen des Weltuntergangs auszumalen. Dazu ein Ehemann, der einer in den Klippen heimischen Papageientaucherkolonie mehr Zeit widmet als seiner Familie: Unter diesen nicht gerade idealen Bedingungen versucht die Historikerin Anna Bennett, eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Kindheit im 18. Jahrhundert zu schreiben. Aber wie soll sie auch nur eine Zeile zu Papier bringen, wenn sie allein und völlig übernächtigt zwei unternehmungslustige Kleinkinder in einer felsigen Einöde beschäftigen muss?
Als zwei rätselhafte Funde im Garten und auf dem Dachboden des sich seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Wohnhauses zu allem Überfluss Einblicke in die düstere Vergangenheit der Insel gewähren, sieht Anna endgültig ihre Felle davonschwimmen. Doch dann verbindet sich ihr chaotischer Alltag auf unerwartete Weise mit ihrem Forschungsgegenstand und der Inselhistorie . . .


Gleichzeitig gute Mutter und Wissenschaftlerin zu sein, noch dazu auf einer abgelegenen, windigen Nordseeinsel – keine leichte Aufgabe. Sarah Moss schildert das Dilemma ihrer Heldin mit so viel Selbstironie, Komik und Intelligenz und das Geheimnis der Insel mit so großer Spannung, dass eines sicher ist:
Schlaflos hält wach.

Zur Leseprobe

Wenn Ihr ein Exemplar von Schlaflos gewinnen möchtet*, dann beantwortet bis zum 28. Juli einfach folgende Frage:

Die Bennetts lassen für den Umzug auf die Insel Colsay die Vorzüge eines Lebens in der Stadt weit hinter sich. Um den nächsten Supermarkt oder die öffentliche Bibliothek zu erreichen, müssen sie von nun an eine Bootsfahrt in Kauf nehmen, welche natürlich nur bei guter Wetterlage möglich ist, und auch das Internet funktioniert nicht so reibungslos wie vorher. Wenn Ihr mit Eurer Familie auf eine einsame Insel ziehen würdet: Worauf könntet Ihr auf keinen Fall verzichten?


Wir freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag


* Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.
Letzter Beitrag von  Zuckervogelvor 6 Jahren
Danke für die liebe Leserunde und das Leseexemplar. Ich fand das Buch in Ordnung, aber mehr leider nicht. http://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-Moss/Schlaflos-1052058320-w/rezension/1055815667/ Ich hab immer so ein schlechtes Gewissen, wenn ich nicht mehr als 3 Sterne vergebe, aber ich denke, wenn ich Lügen würde, würde es ja auch nicht weiter bringen :(
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Zusätzliche Informationen

Sarah Moss im Netz:

Community-Statistik

in 151 Bibliotheken

auf 43 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

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