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Mare_Verlag

vor 2 Jahren

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Liebe Lovelybooks-Freunde,

ganz fix starten wir in die nächste Vorableserunde!
Am 8. September 2015 erscheint Sarah Moss’ bewegender Roman »Wo Licht ist« im mareverlag. Übrigens schon das dritte Buch, das die Autorin bei mare veröffentlicht.
Hier habt ihr die Möglichkeit, euch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin um eins von 20 exklusiven Vorableseexemplaren zu bewerben.

Zum Buch:

»Dieser Roman ist ein Spiegel der weiblichen Seele.« The Times

Manchester, Mitte des 19. Jahrhunderts: Ally ist die Tochter von Eltern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Vater, Alfred Moberley, ein bekannter Maler, warmherzig, sinnlich und mit einem unbestechlichen Blick für das Schöne; die Mutter, Elizabeth, eine unbeugsame Christin, die sich entschlossen für die Rechte von Armen und Außenseitern einsetzt – sich selbst jedoch kasteit und den beiden Töchtern vorlebt, dass religiöse und politische Prinzipien wichtiger sind als der eigene Hunger, Gefühle und die Sehnsucht nach Wärme. Während die jüngere Tochter May (bekannt aus Saraha Moss’ Roman Schlaflos) früh den Absprung schafft und auf eine schottische Insel zieht, verharrt Ally in einem aussichtslosen Kampf um die Liebe und Anerkennung ihrer Mutter. Doch selbst als sie ein Stipendium erhält und als eine der ersten weiblichen Studentinnen für ein Medizinstudium an der Universität London angenommen wird, zeigt Elizabeth sich kaum beeindruckt. Da begreift Ally, dass es auch für sie an der Zeit ist, die familiären Fesseln zu sprengen und ihren eigenen Weg zu gehen.
Farbintensiv, psychologisch glaubwürdig und mit großem Gespür für den Zeitgeist und die Zwänge des 19. Jahrhunderts schildert Sarah Moss das Aufeinanderprallen zweier viktorianischer Milieus – verkörpert durch die hart arbeitende, aber lieblose Mutter auf der einen und den Kunst liebenden Vater auf der anderen Seite – und erzählt die Geschichte einer klugen, sensiblen Frau, die sich auf der Suche nach Bildung und Liebe von beiden befreien muss.

Hier geht’s zur Leseprobe.


Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet uns dazu bis zum 25. August 2015 die folgende Frage:
Die Protagonistin Ally hat einen steinigen Weg vor sich: Sie erkennt nicht nur, dass sie die familiären Fesseln sprengen muss, sondern wird auch noch eine der ersten Medizinstudentinnen im London des 19. Jahrhunderts. Eine doppelte Emanzipation könnte man also sagen und eine große Herausforderung. Wie sieht es Eurer Meinung nach heute mit den Herausforderungen für Frauen aus? Was hat sich verändert im Vergleich zum Leben der Frauen im 19. Jahrhundert? Gibt es vielleicht neue Stolpersteine?

Wir sind sehr gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag


* Bedingung ist wie immer, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Autor: Sarah Moss
Buch: Wo Licht ist

Mrs. Dalloway

vor 2 Jahren

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Oh wie schön, wieder eine neue mare-Leserunde, bei der ich gerne dabei wäre und gleich mal mein Glück versuchen muss :)
Im Vergleich zu früher hat sich für Frauen einiges verändert. Wir sind emanzipiert und fast gleichgestellt mit den Männern ;)
Die größten Solpersteine heute, das sind wohl die Vereinbarung von Familie und Karriere. Ich habe noch keine Kinder, aber ich sehe es in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis. Die Männer nehmen sich da eher zurück und überlassen es der Frau, sich um solche Dinge zu kümmern...

Thaliomee

vor 2 Jahren

Ich möchte auch dabei sein!
Emanzipation - politisch wie familiär - ist ein schwieriges Thema. Frauen sind (in Deutschland oder natürlich auch England) rechtlich gleichgestellt. Aber im Alltag ist es noch nicht immer angekommen. Mein Mann und ich haben z.B. unterschiedliche Nachnamen obwohl wir verheiratet sind. Ich bin es ehrlich gesagt leid, dass immer ich gefragt werde warum ich meinen Namen nicht ändere. Und ob ich denn gar nicht an (zukünftige) Kinder denke, das wäre schließlich schwierig... er wurde komischerweise noch nie gedrängt seinen Namen zu ändern.
Genauso sehen uns die Menschen vollkommen anders an, je nachdem ob er davon spricht, dass er hochschulpolitisch aktiv war oder ob ich davon erzähle. Bei mir wirkt das süß und bestimmt habe ich da etwas hineingeschnuppert. Er hat doch sicherlich tolle Ämter gehabt - tatsächlich war es umgekehrt. Obwohl es viele Frauen in der Politik gibt, haben diese es doch noch schwer.
Und die Familienplanung... theoretisch können Männer ja genauso die Erziehungszeit (heißt das so) nehmen, also ein ganzes Jahr vom Tag der Geburt an zu Hause bleiben. Praktisch kommt das wohl sehr selten vor.

Es ist also vieles rechtlich machbar, die Gesellschaft hat aber noch viel Nachholbedarf. Trotzdem bin ich ganz froh im hier und jetzt zu leben!

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Faidit

vor 2 Jahren

5. Leseabschnitt: S. 202 - S. 289
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Nusseis schreibt:
Auf die Rolle von Mr. Cavendish bin ich gespannt. Ally würde ein Freund gut tun.

Ja, da bin ich Deiner Meinung. Und die fröhlichen Jahre bei ihrer Tante Mary werden Ally sicherlich auch zu einer leichteren Lebensweise verholfen haben - trotzdem bin ich gespannt, wie sie die Prägung durch ihre Mutter abstreifen will...

Nusseis

vor 2 Jahren

5. Leseabschnitt: S. 202 - S. 289
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Faidit schreibt:
Auch dass man aus dem Verhalten Allys während des Studiums kaum ihre Trauer um die Schwester entnehmen kann - selbst wenn aus Spannungsgründen das schlimme Ereignis im Verlauf der Story nur angedeutet wird - wirkt auf mich sehr kalt und abgeklärt. Erst gegen Ende dieses Leseabschnitts, als der Tod schon Monate her ist, zeigt sich da etwas Gefühl bei Ally.

Da kann ich dir nur zustimmen. Mir kommt das auch sehr abgeklärt vor, das hätte man mehr in den Vordergrund rücken müssen. Schließlich war May auch eine Hauptrolle am Anfang des Buches.

Nusseis

vor 2 Jahren

6. Leseabschnitt: S. 290 - S. 334
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Ich freue mich sehr für Ally, dass sie ihren Weg gefunden hat und bei Tante Mary auch endlich ein angenehmes Leben genießen konnte.
Besonders mutig finde ich den Schritt, sich für die Nervenkrankheiten einzusetzen. Das ist eine große Herausforderung, vorallem zur damaligen Zeit. Ich wünsche Ally viel Erfolg dabei.
Sehr merkwürdig war für mich die plötzliche Feststellung, dass Ally nun Tom heiraten soll. Wenn man noch eine Heirat zum Schluss einschieben will, dann aber bitte nicht so emotionslos. Da man die Figur im Laufe des Buches gern gewinnt möchte man sich doch mitfreuen. Der Autorin ist der Schluss nicht ganz so geglückt, endweder macht man das mit der Heirat ein wenig persönlicher und erfreulicher oder man lässt es doch bleiben. Das ihre Eltern nicht erschienen sind ist einfach nur grausam, vorallem von ihrem Vater.
Zum Schluss ist man dann doch versöhnt mit dem Gedanken, dass Ally nicht allein sein muss und sich trotzdem voll und ganz auf ihre Berufung konzentrieren kann und sich als Frau nicht unterordnen muss (Weib --> Küche).

Nusseis

vor 2 Jahren

Fazit/Rezension

Danke für dieses besondere Buch!

Hier meine Rezensionen:

LB: http://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-Moss/Wo-Licht-ist-1188777776-w/rezension/1197973008/
Amazon: http://www.amazon.de/product-reviews/3866482337/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#RA59ROSHYBAEP

Faidit

vor 2 Jahren

Fazit/Rezension

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! Auch wenn ich dieses Mal keine fünf Sterne vergeben konnte, habe ich dieses Mare-Buch mit allen Sinnen genossen!
Hier steht meine Rezension:
http://www.lovelybooks.de/autor/Sarah-Moss/Wo-Licht-ist-1188777776-w/
https://www.xing.com/communities/posts/wo-licht-ist-von-sarah-moss-10103001804
https://www.amazon.de/review/R31AV88LFUO5DG/ref=pe_1604851_66412761_cm_rv_eml_rv0_rv
http://gabrielle-c-j-couillez.jimdo.com/link-und-andere-empfehlungen/

Faidit

vor 2 Jahren

6. Leseabschnitt: S. 290 - S. 334
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SteffiKa schreibt:
Ich wurde versöhnt :-)

So empfand ich das Ende des Romans auch!
Es tat richtig gut, dass die ansonsten düstere Story am Ende in das Licht der Liebe getaucht ist. Schmalzig ist dieses Happy End auf keinen Fall, denn dass Ally ihre Liebe nicht recht verbal kommuniziert und auch nicht über ihre sonstigen Gefühle zu ihrem zukünftigen Ehemann genau spricht, deutet schon die nächsten Komplikationen in ihrem Leben an - denn Liebe ist harte Arbeit!
Und Liebe bringt jeden an die Grenzen seines Selbst...

Faidit

vor 2 Jahren

Schreibstil/Aufbau des Romans
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Der Schreibstil der Autorin ist nüchtern, kühl und prägnant wie der Charakter von Elizabeth Moberley, der Protagonistin des Romans, die die Quelle der Handlung aller anderen Hauptfiguren ist. So hat der Roman nicht nur über die Story seine Färbung von einer Härte, die dem Leser vor Mitgefühl für die der Gefühlskälte Elizabeths ausgelieferten Kinder fast das Herz zerdrückt. Die klar abgegrenzten Szenen und Sätze, welche mit wenigen Konjunktionen auskommen, wirken wie die Erziehungsmethoden der Protagonistin, die ihrer kleinen Tochter noch nicht einmal erlaubt, ein Stück von ihrem eigenen Geburtstagskuchen zu essen, sondern aufgrund einseitig gelebter Menschlichkeit das Mädchen zwingt, jenen armen Kindern zu überlassen. Das Erleben des Lesers wird auch durch die gewählte Zeitform der Verben im Präsens schon beinahe dreidimensional, da alles gerade jetzt, quasi um den Leser herum, zu geschehen scheint.
Ich hätte mir dennoch einen weicheren Schreibstil mit kürzeren Zeitsprüngen von einer Szene zur nächsten gewünscht. Die Beschreibungen waren zum einen sehr schön und bildhaft, zum anderen jedoch wieder fehlten sie ganz, wie beispielsweise bei manchen Nebendarstellern, zu denen ich darum überhaupt keinen Bezug bekam. Manchmal ist das Verhalten von Ally auch unlogisch, der Charakter entsprechend der Handlung nicht richtig ausgearbeitet. Mitunter hat man das Gefühl, etwas nicht ganz mitbekommen zu haben, weil dem Leser zu wenig Information geliefert wird. Oder wurde der Roman an manchen Stellen gekürzt...?

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