Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher

von Sarah Ockler 
4,2 Sterne bei190 Bewertungen
Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher
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Positiv (156):
Lesezeichenfees avatar

So toll geschrieben. Ich hab schnell bemerkt, dass es ein Jugendbuch ist, wollte es dann aber trotz dem zu Ende lesen.

Kritisch (7):
Ayaneas avatar

Ich werde mit dieser Autorin einfach nicht warm. Langweiliges Buch mit künstlichen Liebesdrama. Einfach nicht meins

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Inhaltsangabe zu "Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher"

Wenn dein Glück den falschen Namen trägt! Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570309704
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:11.05.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesezeichenfees avatar
    Lesezeichenfeevor einem Monat
    Kurzmeinung: So toll geschrieben. Ich hab schnell bemerkt, dass es ein Jugendbuch ist, wollte es dann aber trotz dem zu Ende lesen.
    Ein tolles Jugendbuch, auch für Erwachsene

    Ich hab das Buch unter dem Titel: Verlieb dich nicht in einen Vargas kennen gelernt.

    Fee erzählt von der Geschichte

    Der Vater von Jude ist an Alzheimer erkrankt. Jude, die jüngste der 4 Schwestern, möchte das nicht akzeptieren. Als sie feststellt, dass ihr Vater noch mal mit der Harley Davidson fahren möchte, engagiert sie Emilio. Jude ist davon überzeugt, dass diese Aktion ihren Vater „heilt“. Emilio ist allerdings ein Vargas und ihre Schwestern haben mit seinen Brüdern negative Erfahrungen gemacht. Eine Schwester ist quasi „vor dem Traualtar“ stehen gelassen worden. Also haben alle 4 Schwestern einen Blutseid geschworen: Verlieb dich nie in einen Vargas.

    Fee meint zur Geschichte

    Irgendwie war ich so fasziniert von der Geschichte, dass ich den Roman weiterlesen musste, obwohl es ein Jugendroman war. Der Schreibstil war irgendwie fesselnd und die Geschichte faszinierend traurig mit einem Touch schöne Liebesgeschichte.

    Was ich anmerken möchte: Die Namen waren wirklich gewöhnungsbedürftig. Als Mädchennamen für die Hauptfigur Jude zu wählen, finde ich in Deutschland nicht gerade passend, zumal man nicht wirklich weiß, ob Jude männlich oder weiblich ist. Na ja, im Buch merkt man es schon, aber als Name fand ich das nicht so prickelnd. Das Buch ist aus der Sicht von Jude geschrieben. Der Leser darf sie begleiten.

    Es gab eigentlich 2 Stränge:

    Zum einen gab das Thema Alzheimer und dazu Liebe, die nicht sein darf.

    Die Autorin hat sehr einfühlsam über das Thema Alzheimer berichtet. Ich habe sehr schnell bemerkt, dass sich Jude etwas vormacht und ihr Vater auf dem Abstieg ist. Alzheimer ist nun mal nicht heilbar. Allerdings konnte ich gut verstehen, dass Jude ihm helfen wollte. Ich fand ihr Bemühungen unheimlich süß und hab mit ihr mitgelitten. Jude hat statt einem leichten, lockeren, letzten Sommer einen wirklich schwierigen Sommer auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Dabei bleiben ihre Freundinnen auf der Strecke.

    Auf der anderen Seite verliebt sie sich in Emilio, was sie eigentlich nicht dürfte, da seine Brüder 2 ihrer Schwestern wehgetan haben. Das ist natürlich auch ein schwieriges Thema. Sie wehrt sich auch dagegen, weil sie zu ihrer Familie hält.

    Ich fand das Buch unheimlich gut geschrieben. Es gab viele schöne Zitate und teilweise gab es auch lustige Szenen.

    Am liebsten hatte ich Pancake. Er sorgte mit seinen Häschengedanken für einen Running Gag.

    S. 327

    „Jude, hast du deinen bekloppten Mist nicht mal für fünf Minuten unter Kontrolle? Du hast die Aufmerksamkeitsspanne eines… sieh doch! Omeingott! HÄSCHEN!“

    S.359

    „Bitte lass was fallen, oh bitte, bitte, bitte. Ich liebe pasteles! Ich liebe alles! Das ist besser als Häschen! Augenblick, Häschen? HÄSCHEN!“

    Außerdem hatte ich laufend Hunger beim Lesen des Buches. Irgendwie gab es dort ständig faszinierende und leckere Gerichte.

    Fees Fazit

    Eigentlich ist das ein Jugendbuch und ich bin gar nicht die Zielgruppe. Aber die Autorin hat mich in ihre Buchwelt geholt und ich MUSSTE das Buch auslesen. Es war irgendwie toll. Manchmal traurig, manchmal lustig. Es gab Hoffnungsschimmer und es gefiel mir total. Eine 5 Sterne Empfehlung von mir der Lesezeichenfee.

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    Nachtschattenmaedchens avatar
    Nachtschattenmaedchenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Überraschung im positiven Sinne. Ein Buch mit einer perfekten Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe. Absolut verdiente 5 Sterne!
    Perfekte Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe

    Dieses Buch war einer der Bücher, die ich schon seit Ewigkeiten im Auge habe, aber immer zu einem anderen Buch gegriffen habe. Vor ein paar Tagen habe ich mir das Buch als Urlaubsbuch herausgesucht, mit dem Gedanken an eine locker, leichte Liebesgeschichte. Eben das perfekte Buch für den Urlaub.

    Und es war perfekt! Aber nicht so ganz wie ich es mir vorgestellt hatte. Dieses Buch hat mich in sehr positiven Sinne überrascht und mitgenommen. Es hatte die perfekte Mischung aus Leichtigkeit des Sommers und der Liebe und der Ernsthaftigkeit das das Leben manchmal bereit hält, wie die Krankheit des Vaters. Das Buch hatte eine Tiefe, die ich nicht erwartet hatte. Die Autorin schafft es ein ernsthaftes und trauriges Thema einzubinden und den Leser dabei zu berühren. Die Szenen und Charaktere sind authentisch und waren mir sofort sympathisch. Ich hab ihre Geschichte liebend gerne verfolgt und mit ihnen mitgefühlt. Ich konnte die Handlungen und Gefühle nachvollziehen und hab sowohl die neckischen Szenen, als auch die tiefgängigen geliebt.

    Das Buch hat mir eine sehr tolle Nachricht vermittelt, die mir auch jetzt nach dem Lesen nicht aus dem Kopf geht.

    „Ich sag dir jetzt was wirklich wichtiges. Gib dich nicht mit zu wenig zufrieden, okay? Egal, was es ist. Das meine ich ernst. Man bekommt nur diese eine Chance zu leben, soweit ich weiß. Ergreife sie.“ (Eines meiner Lieblingszitate)

    Ich könnte jetzt wahrscheinlich noch viel mehr über das Buch schwärmen und kann es jedem ans Herz legen. Es handelt sich um einen tollen, tiefgründigen Jugendroman, der auch noch nach dem Lesen Spuren hinterlässt. Er hat so viel mehr beinhaltet, als ich auf den ersten Blick dachte…

    Eine Sache noch: Das Buch ist definitiv zu Schade, um es nur im Auge zu behalten oder ungelesen im Schrank stehen zu lassen!



    Zum Inhalt an sich möchte ich eigentlich nicht viel sagen. Ich finde man sollte sich in die Geschichte fallen und sich von ihr bezaubern lassen. Außerdem wird der Klappentext meiner Meinung nach dem Buch nicht ganz gerecht und ich denke ich könnte es mit meinen eigenen Worten auch nicht. Für die, die doch noch ein bisschen mehr erfahren wollen können jetzt weiter lesen.

    „Wenn dein Glück den falschen Namen trägt! Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?“ (Klappentext)

    Bei der Krankheit des Vaters handelt es sich um Alzheimer. Ein für mein empfinden sehr schwieriges und bedrückendes Thema. Aber wie ich schon gesagt habe hat die Autorin es geschafft diese schwere Krankheit auf eine ganz tolle Weise in das Buch einzubinden. Die verschiedenen Facetten der Krankheit wurden dargestellt und auch wie die Umgebung damit umgeht. Ich hab absolut keinen Kritikpunkt an dieser Umsetzung und kann das Buch nur noch einmal empfehlen.

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    Ayaneas avatar
    Ayaneavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich werde mit dieser Autorin einfach nicht warm. Langweiliges Buch mit künstlichen Liebesdrama. Einfach nicht meins
    Leider so gar nicht meins...

    *Leider so gar nicht meins...*
     
    "Verlieb dich nie in einen Vargas" stand schon ewig in meinem Bücherregal. Nun hatte ich mal Lust nach einer leichten Liebesschmonzette und griff endlich mal nach diesen Roman. Das Cover (das andere hatte ich) und der Klappentext versprachen eigentlich einen locker flockig leichten Liebesroman. Ich hatte zwar schon von der Autorin etwas gelesen, was ich nicht toll fand, aber hier wollte ich ihr eine neue Chance geben. 
     
    Leider musste ich ab der Hälfte des Buches leider feststellen, dass ich mit Frau Ockler einfach nicht warm werde. Ich kann gar nicht genau sagen woran es nun liegt, aber ich finde ihre Romane einfach sterbenslangweilig.
     
    Es geht hier um Jude. Die jüngste von 4 Schwestern. Sie hat es diesen Sommer nicht leicht, so kümmert sie sich aufopfernd um ihren kranken Vater. Dieser hat verfrüht einsetzenden Alzheimer. Um ihm zu helfen/abzulenken beschließt sie dessen altes Motorrad reparieren zu lassen. Der Mechaniker der dies durchführen soll, ist leider Gottes Emilio Vargas. Und lautet das Mantra ihrer 3 Schwestern nicht: verlieb dich nie in einen Vargas?
     
    Tja, wo fange ich nun an...zu Beginn liest sich der Roman noch recht flüssig. Der Leser wird in die Geschichte katapultiert und muss schon in den ersten Abschnitten schmunzeln, so lustig war es geschrieben. Leider gibt es alsbald nichts mehr zu lachen, denn der Leser macht mehr und mehr Bekanntschaft mit der Gefühlswelt von Jude und ihre Sorge um ihren Vater. Um diesen Aspekt dreht sich eigentlich das gesamte Buch, denn so ist es doch eher eine Aufbereitung der Krankheit "Alzheimer" und was das für eine Familie bedeuten kann. 
    Die suggerierte Liebesgeschichte zwischen Jude und Emilio existiert zwar auch, nur ist sie eher nettes Bewerk.
     
    Versteht mich nicht falsch: die Gedankengänge von Jude rund um ihren Vater sind zuweilen schon tiefgründig, nur wollte ich das momentan einfach nicht lesen. Ich habe das Buch begonnen, weil ich eine leichte Liebesgeschichte lesen wollte und keinen Schicksalsroman über eine Krankheit. Es war eventuell einfach nicht der rechte Zeitpunkt für mich dieses Buch zu lesen. Aber auch die Liebesgeschichte an sich, ist eher schnöd. Der erzwungene Konflikt "nicht in einen Vargas Jungen verlieben" ist doch eher künstlich und an den Haaren herbei gezogen. Man sollte doch meinen die Schwestern wären nach etlichen Jahren über die damalige Liebelei hinweg. Zuviel künstliches Drama für meinen Geschmack.
     
    Auch das Ende empfand ich als sehr langweilig. Wie das gesamte Buch. Wenn ich mich recht entsinne dann war "langweilig" auch für mich das Schlagwort des anderen Oeckel Romanes den ich gelesen habe.
     
    Ich gebe es an dieser Stelle einfach auf: Bücher, die von dieser Autorin kommen, scheinen mich nicht die Bohne zu interessieren. Blasse Figuren, langweilige Klischees und und und. Dafür ist mir dann meine Zeit auch zu schade. Und im Buch heißt es noch so schön: bereue nichts...leider bereue ich dann doch meine Lesezeit die ich in dieses Buch investiert habe. Es ist einfach nicht meins.

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    wordworlds avatar
    wordworldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sommerlicher Liebesroman mit Tiefgang. Insgesamt sehr empfehlenswert, also nicht von Klapptext, Cover und Titel täuschen lassen!!!
    Ein sommerlicher Liebesroman mit Tiefgang

    Allgemeines:

    Titel: Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher
    Autor: Sarah Ockler
    Genre: Roman
    ISBN-10: 3570309703
    ISBN-13: 978-3570309704
    ASIN: B00D1S9BY4
    Originaltitel: "The Book Of Broken Hearts"
    Preis: 8,99€ (Kindle-Edition)
    9,99€ (Taschenbuch)
    12,99€ (gebundene Ausgabe)

     

    Inhalt:

    Wenn dein Glück den falschen Namen trägt:


    "Ich, Jude Hernandez, schwöre, mich niemals, nie, unter gar keinen Umständen, egal ob sie sich meiner Kontrolle entziehen oder nicht, selbst wenn das Schicksal der Menschheit davon abhängen sollte, selbst wenn mein eigenes Leben in Gefahr wäre, mit einem Vargas einzulassen."

    Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?



    Bewertung:


    Erster Satz: "Das Gesetz der Wahrscheinlichkeit sieht vor, dass ein Mädchen mit drei älteren Schwestern wenigstens ein Paar süße Shorts erben sollte, die ihm tatsächlich passen."


    "Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher", hatte ich mir irgendwann mal auf meinen E-Reader gezogen, wo es langsam vor sich hin gammelte, bis ich vor einiger Zeit wieder darauf gestoßen bin und mich erbarmt habe, es zu lesen. Zuerst habe ich genau das erhalten, was mir Cover und Klapptext versprochen haben: eine nette und unterhaltsame Teenie-Geschichte. Zwei verfeindete Familien à la "Romeo und Julia", ein junges Mädchen, das sich ausgerechnet in ein Mitglied dieser anderen Familie verliebt, doch dann ... dann hat es mich positiv überrascht. Denn nach einem mittelmäßigen Einstieg entpuppt sich das Buch als eine bittersüße Geschichte über Verluste und den Umgang damit, verpackt in einer liebenswerten Teenagergeschichte um die erste große Liebe und Allem, was dazu gehört.

    Das Cover ist furchtbar! Ich finde es im Prinzip gar nicht so schlecht, da es sehr schön sommerlich und fröhlich aussieht. Ein hübsches Pärchen, das mitten im Sommer auf einer grünen Wiese sitzt. Aber nur im Prinzip - denn zu dieser Geschichte passt es mit dieser 0815-Liebes-Manier absolut nicht! Genau wie der Klapptext, der auch nur die Oberfläche streift, hat es mich in gewisser Weise lange Zeit davon abgehalten, es zu lesen, da man einfach eine nette Sommerromanze erwartet. Das finde ich sehr schade, da das Buch doch viel mehr als das beinhaltet. Auch der Titel ist mir ein Dorn im Auge. Der Originaltitel "The Book of Broken Hearts" passt da meiner Meinung nach viel besser, da er auf das Buch anspielt, in das die Hernandez Schwestern ihren Liebeskummer aufschreiben und es dann immer an die jüngere Schwester weitergeben. Eben "das Buch der gebrochenen Herzen". Dieses Buch spielt noch eine Rolle in der Handlung und hat außerdem auch eine aussagekräftige, symbolische Wirkung, die an Jugend und Kindheit erinnert. Wer das Buch gelesen hat, versteht, was ich meine.

    "Papi hatte alle Monster unter meinem Bett verjagt, mich über jeden Schmerz hinweggetröstet, und jetzt schloss ich die Augen und gestattete mir, so zu tun - nur eine Minute lang -, als würde er wider zu seiner alten Stärke zurückfinden. Als wäre er da, um meine Tränen zu trocknen, Mond und Sterne wieder aufhängen, wenn sie vom Himmel gefallen waren. Als würde er stets der Kluge sein, derjenige mit den richtigen Worten und Versprechen.
    Als würden wir niemals die Plätze auf dieser Bank tauschen müssen." 


    Nun aber wirklich zum Inhalt:
    Jude ist die jüngste von vier Schwestern und die letzte, die noch zuhause bei ihren Eltern wohnt. Diesen Sommer verbringt sie weder mit ihren Freundinnen im Schwimmbad noch nimmt sie an der Aufführung der Theatergruppe teil: bei ihrem Vater wurde, mit gerade mal 52 Jahren, früheinsetzende Alzheimer festgestellt, und da ihre Schwestern weit von ihrem Elternhaus entfernt wohnen und die Mutter arbeiten geht, kümmert sich Jude um ihren Vater, den sie bloß liebevoll Papi nennt.
    Eines Tages entdeckt sie in der Garage ein altes Motorrad, das es schafft bei ihrem Vater die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wachzurufen, als er in Argentinien Mitglied einer Motorradgang war. Um ihrem Vater näher zu kommen und mit der Hoffnung, seine Krankheit durch die Erinnerungen an die Vergangenheit aufhalten zu können, sucht sie gemeinsam mit ihrem Vater nach einem Mechaniker, der die alte Harley ihres Vaters kostengünstig wieder in Stand setzen könnte.
    Dabei lernt sie Emilio kennen. Gutaussehend, nett, ein begabter und günstiger Mechaniker und das Beste: im Gegensatz zu ihren Freundinnen meidet er Judes Vater nicht, sondern akzeptiert ihn so wie er ist, -in seinen guten, aber auch in seinen hilflosen Momentan. Jude täte der zuverlässige Anker gut, nachdem die Last der Krankheit ihres Vaters alleine auf ihren Schultern liegt. Es gibt nur ein Problem: Emilio ist ein Vargas, und nachdem zwei seiner Brüder zwei ihrer Schwestern in der Vergangenheit das Herz gebrochen haben, haben die Hernandez-Schwestern einen Blutschwur auf das Buch der gebrochenen Herzen (The Book of Broken Hearts) geschworen, sich nie wieder mit einem Vargas einzulassen...

    "Der Knallertag, den ich bis dato gehabt hatte?
    Ging. In. Flammen. Auf.
    Der einzige Mensch in ganz Blackfeather, der uns helfen konnte – der Kerl, den wir gerade unbedingt hatten anheuern müssen –, war ausgerechnet der, den zu ignorieren ich den weiblichen Mitgliedern der Hernandez-Familie bei meinem Blut, bei meiner Ehre und unter Androhung des Verlustes sämtlicher Gliedmaßen geschworen hatte."



    Die Romeo-und-Julia-Thematik nimmt dabei auf angenehme Weise eine sehr moderate Rolle ein und lässt einem anderen Aspekt vortritt: Judes Umgang mit der Krankheit ihres Vaters. Sarah Ockler hat ein sehr trauriges aber realistisches Bild der Krankheit "Alzheimer" gezeichnet, welche in Jugendbüchern ja eher selten eine große Rolle spielt. Dabei kann man einiges lernen, besonders spannend ist es aber zu sehen, wie Jude den ständigen Spagat zwischen Fürsorge für ihren Vater und der Gestaltung ihres eigenen Lebens meistern muss.
    Statt unbeschwert das College beginnen zu können, wie andere in ihrem Alter, sich vielleicht fröhlich zu verlieben und ihre Zukunft zu gestalten, muss sie sich mit Krankheit, Sterben und Tod auseinander setzen, sich um den Haushalt kümmern, organisieren und vor allem stark sein. Für ihren Vater da sein. Erleben, wie seine Persönlichkeit vor ihren Augen verschwindet, während sie um letzte gemeinsame Erlebnisse mit ihm kämpft.

    Die 17 jährige Jude Hernandez ist ein sehr wechselhaftes Mädchen, was es einen manchmal schwer macht sie zu mögen. Zu Beginn erschien sie mir ein kleines bisschen zu Girly-mäßig, bis wir verstehen konnten, dass das alles bloß eine Fassade war und sie eigentlich leidet und überfordert ist. Sie ist wirklich ein unglaublich selbstloser Familienmensch, der alles dafür geben würde, ihren Papi wieder gesund zu sehen und kümmert sich rührend um ihn. Erst dachte ich, dass Jude deshalb total furchtlos und stark sein muss, so etwas durchzuziehen, aber das ist sie nicht. In dem ganzen Wirrwarr leidet sie aber sehr unter ihrem fehlenden Selbstbewusstsein und fühlt sich oft einsam und nicht beachtet, als vierte Tochter, die immer nur die Klamotten ihrer Schwestern trägt und viele Erinnerungen bloß erzählt bekommen hat. Da sie immer versucht es jeden recht zu machen, geschehen ihr immer wieder Fehler die so unnötig sind, dass es schon schmerzt. Ihre eigene Meinung wird sehr stark von ihren älteren Schwestern geprägt. Jedes Mal, wenn Jude drüber nachdenkt, ob der Junge vielleicht doch der Richtige ist, kommen doch schnell die Worte des Schwurs in ihren Kopf und sagt gleich „Nein das geht nicht, meine Schwestern würden es nicht wollen". Dadurch macht es umso mehr Spaß zu sehen, wie sie lernt, sich selbst zu finden und ihre entdeckte Meinung dann auch durchzusetzen. Als sie das dann schafft, habe ich sie immer mehr gemocht.


    "Es gab kein Zurück zu dem, was gewesen war, weil alles, was man bekam, stets das war, was ist.
    Ein Augenblick. Dann noch einer. Was man mit dem Augenblick anfing, lag ganz bei einem selbst.
    Bereue nichts."


    Emilio Vargas ist einfach klasse. Er hat zwei ältere Brüder und seine Eltern kommen auch aus Argentinien, wo sein Vater auch lebt. Seine beiden Brüder sind aus dem Haus und er ist damals von der Highschool abgegangen und arbeitet inzwischen als Mechaniker in einer Motorradwerkstatt. Er hat ein Faible für Oldtimermotorräder und sagt natürlich sofort zu, als er gefragt wird, ob er die Harley von Judes Vater reparieren soll.
    Auf den ersten Blick wirkt er, genau wie seine Brüder, wie ein Herzensbrecher, der nur mit den Frauen spielt, entpuppt sich aber als ehrlicher Kerl. Er ist charmant, lustig, verführerisch und gibt wunderbare Ratschläge, die einen wahren Kern haben. Er kann zwar manchmal ein ganz schön nerviger Angeber sein, aber man kann sich seinem Charme als Leserin trotzdem nicht entziehen und schließt ihn sofort ins Herz. ;-)


    "Emilio und seine Brüder waren zu Mittelstufenzeiten öfter Gegenstand von Jude-und-Zoe-Schmachtorgien gewesen als die Cullens, die Lightwoods oder irgendwelche anderen geheimnisvollen, wenngleich erfundenen bösen Jungs, für die wir damals geschwärmt hatten, und sie wäre ausgeflippt, wenn sie gewusst hätte, dass er wieder aufgetaucht war. Bei mir zu Hause. Und den ganzen Sommer bleiben würde."

    Dann gibt es da noch Zoe, eine von Judes Freundinnen. Zuerst lernen wir die beiden als Pech und Schwefel kennen, aber im laufe der Geschichte, zieht sich Zoe immer mehr zurück. Anders als Emilio kann sie nicht mit der Krankheit von Judes Vater umgehen, fühlt sich in seiner Gegenwart unwohl und versteht Judes Probleme nicht. Es ist sehr schade zu sehen, wie die beiden oft aneinander geraten und die Freundschaft immer mehr bröckelt.

    Judes Vater war aber mein Lieblingscharakter. Es tat mir wirklich unfassbar leid, dass er in seinem Alter schon mit dieser verdammten Krankheit zu kämpfen hat. Er kommt überhaupt nicht damit klar und rastet immer öfter aus, weil er etwas vergisst und ist nur wirklich klar, wenn er von seiner Zeit in Argentinien spricht, als er noch mit seiner Harley Valentina die Straßen unsicher gemacht hat. Eigentlich ist er ein wirklich lieber Vater, doch er kann den Kampf gegen den Schwund seines Gedächtnisses nicht gewinnen. Früher oder später muss es und seine Familie das akzeptieren. Als das Ende des Buches kam, brachten mich seine Worte fast zum Weinen, ich hätte ihm am liebsten in den Arm genommen.

    "Ich erinnere mich an alles, was mit diesem Motorrad zusammenhängt. Wir werden El Demonio schon zeigen, wer hier der Boss ist, he, Juju?" So nannte er es - den Dämon. Das teuflische Ding, das sich durch sein Gehirn fraß und seine Erinnerungen verschlang."


    Doch natürlich ist die Geschichte nicht nur traurig, sondern auch romantisch und schön. Das sie Geschichte in ihrem Zwiespalt an keiner Stelle kitschig wird, sondern immer authentisch und realistisch bleibt, fand ich wirklich bemerkenswert. Die Beziehung zwischen Emilio und Jude wirken so zerbrechlich und wackelig, was sehr gut zur Gesamtsituation passt.
    Erwähnenswert ist an dieser Stelle außerdem der Einwanderungs-Hintergrund der Charaktere, der der Geschichte noch ein bisschen Pepp verleiht: Judes Familie hat argentinische Wurzeln, Emilios Familie stammt aus Puerto Rico. Ein gewisses Feuer merkt man dem schwungvollen Stil durchaus an! Spanische Wörter, scharfe Essenskreationen und kulturelle Eigenheiten finden sich immer wieder.


    '"Bilder erzählen einem sowieso nicht die ganze Geschichte. Das war eine andere Sache an ihnen - sie waren stets ein sorgfältig ausgewählter flüchtiger Eindruck, eine Momentaufnahme, die man aus dem Zusammenhang gerissen hatte. Meine Bilder von Papi und Emilio und ihrer Arbeit am Motorrad fingen die Erfolge ein, die guten Tage, aber Papis Anfall in der Drogerie hatte ich nicht dokumentiert. Die Arzttermine. Die Sorgenfalten, die sich im Zuge der vielen schlechten Nachrichten in Moms Gesicht gruben."


    Nun noch ein paar Worte zum Schreibstil, den ich wirklich super gelungen finde! Die Geschichte wird aus Judes Perspektive erzählt und ist entsprechend jugendlich locker geschrieben. Dabei tritt immer mal wieder ihr sarkastischer Humor zu Tage, aber auch die ernsthaft beschriebenen Situationen mit ihrem Vater klingen authentisch. Dabei entwickelt sich der Stil eindeutig mit Jude mit - weniger luftig, immer ernster und auch tiefgründiger.
    Eine schöne Mischung, die gut zur Geschichte passt und sich gut lesen lässt. Die Kapitel sind außerdem nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz - haben also die perfekte Länge, was für mich als typische Kapitelleserin von Vorteil ist.


    "Ist das der Mechaniker?" Mari bildete die Worte stumm mit den Lippen. "Heiß!" Ich versuchte auf meinem Stuhl tiefer zu rutschen, aber es gab kein Entkommen, daher grinste ich bloß und hoffte, Pancake würde anfangen, Französisch zu sprechen, damit ich erstaunt tun und 'Oh Mein Gott, Leute! Der Hund hat Bonjour gesagt!' rufen konnte."


    Das Ende ist dann bittersüß. Zum einen traurig, zum anderen aber schön. Eigentlich genau, wie das restliche Buch auch: Jugendbuch mit einer bittersüßen Note.

    So... zum Abschluss noch mein Lieblingszitat:

    "So war das mit Bildern. Egal wie wunderschön sie waren, es gelang ihnen nicht, den Teil des Augenblicks einzufangen, der sich aus tief empfundenen Gefühlen speiste. Das Leben war durch eine Linse betrachtet ein anderes, die Farben leuchteten weniger, die Schönheit besaß weniger Glanz."


    Fazit:

    Ein sommerlicher Liebesroman mit Tiefgang. Insgesamt sehr empfehlenswert, also nicht von Klapptext, Cover und Titel täuschen lassen!!!

     

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    AsteriaDeVillierss avatar
    AsteriaDeVilliersvor 3 Jahren
    Verlieb dich nie in einen Vargas

    Allgemeine Daten

    Autorin: Sarah Ockler

    Verlag:cbt
    Seiten:416
    Genre:Jugendbuch
    Ausgabe: Gebunden/Taschenbuch / E-Book
    Preis: Gebunden: G~ 16,99/ T~9,99 unter einen anderen Namen / E~8,99
    Sprache:Deutsch

    Klappentext

    Wenn dein Glück den falschen Namen trägt Jude Hernandez hat eine Menge von ihren Schwestern gelernt, aber die wichtigste Regel lautet: Verlieb dich nie in einen Vargas! Sogar einen Blutseid hat sie darauf geschworen. Jetzt lebt Jude als einzige der Schwestern noch bei ihren Eltern, es ist der letzte Sommer vor dem College. Um ihren kranken Vater aufzuheitern, hat sie einen jungen Mechaniker angeheuert, der das Vintage-Motorrad ihres Vaters reparieren soll. Kann sie etwas dafür, wenn er gut aussieht? Und unerwartet süß ist? Und Emilio Vargas heißt? Schließlich handelt es sich um eine reine Geschäftsbeziehung und von einer Vargas-Flirtattacke lässt sie sich schon mal gar nicht durcheinander bringen. Aber Judes eiserne Abwehr erhält erste Risse. Wird zum dritten Mal ein Vargas das Herz einer Hernandez brechen?

    Cover

    Puhhhh das Cover ist eigentlich recht schön. Das Hellblaue, was den Himmel darstellt, die Wolken die eine andere Fülloberfläche hat sowie der Regenschirm.Die Farbe der Schrift wirklich wunderschön aber doch gibt es etwas, was ich so gar nicht schön finde und dieses ist, genau ihr habt es erraten die beiden Personen darauf. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn man durchs Cover die beiden Hauptcharakter vorgestellt bekommt. Aber liebe Leute man soll sich deswegen nicht abschrecken lassen, denn es ist ja nur das Cover und nicht das Innenleben.

    Meinung

    Schreibstil:Was für ein geschmeidiger Schreibstil der einen über das ganze Buch begleitet. Es ist Buch, was man auch im Müden zustand perfekt lesen kann. Doch war ich am Anfang ein wenig verwirrt, weil oft spanische Wörter vorkommen, die nicht erklärt werden.Dennoch wird einen irgendwann klar, was die Wörter bedeuten und ab da war es irgendwie mal was anderes.

    Charaktere

    Jude:Sie ist ein sehr wechselhaftes Mädchen, was es einen manchmal schwer macht sie zu mögen.Einerseits bewundere ich Jude , sie versucht so gut es ihr möglich ist sich um ihren kranken Vater zu kümmern, obwohl sein Gedächtnis jederzeit aussetzen kann. Das Zweite was ich unglaublich super fand ist, dass sie alles tut, um das Motorrad ihres Vaters wieder in Gang zu bekommen.Da sie immer versucht es jeden recht zu machen, geschehen ihr immer wieder Fehler die so unnötig sind, dass es schon schmerzt. Genau so ist ihr ständiges Positives, denken in Situationen, die nicht mehr positiv werden kann zum Haareraufen.Ihre eigene Meinung wird sehr sehr stark von ihren Schwestern geprägt. Jedes Mal, wenn Jude drüber nachdenkt, ob der Junge vielleicht doch der richtige ist, kommen doch schnell die Worte des Schwurs in ihren Kopf und sagt gleich „ nein das geht nicht, meine Schwestern würden es nicht wollen „, dieses wird in dem Buch ziemlich lästig, weil es immer und immer wieder so abläuft. Sie musste im ganzen Buch erst mal lernen , sich selbst zu finden und sich durchzusetzen. Deswegen, mag ich sie am ende, am liebsten.

    Emilio:Zu ihm braucht man nicht viel sagen,er ist einfach klasse. Von seinem Aussehen bis zu seinem Charakter finde ich einfach wunderbar. Er ist charmant, lustig, verführerisch und gibt einen so wunderbare Ratschläge, die auch einen wahren Kern haben. Dank ihm wurde mir Jude immer Sympathischer.

    Die Schwestern:Sie sind einfach typische Mädchen.Am meisten bekommt man von der Schwester Mari mit, sie ist die Einzige,die einen längeren Aufenthalt zuhause einlegt.Sie ist am Anfang eine ziemliche Zicke, obwohl sie eine der älteren Schwestern ist, benimmt sich Mari jedoch ziemlich kindisch. Die Sachen, die damals Geschehen immer wieder neu aufzurollen und den jüngsten Bruder so anzufahren ist ziemlich gemein. Jedoch werden auch die Schwestern zum Schluss besser.

    Vater: Der Vater war von allen Charakteren am besten, ich habe ihn sofort in meinen Herz geschlossen. Er tut mir es so unfassbar leid, dass er in seinem Alter diese verdammte Krankheit hat. Er ist so ein lieber Vater und man sieht richtig, wie er gegen den Schwund seines Gedächtnis kämpft aber doch verliert. Als das Ende des Buches kam, brachte mich seine Worte zum Weinen, ich hätte ihm am liebsten in den Arm genommen und gesagt das alles Wiederkommen wird.

    Zur Story

    Eigentlich kann man sagen es ist eine klassische Liebesgeschichte, zuerst können sie sich nicht leiden, dann werden sie freunden und zum Schluss verlieben sich ineinander. Was dieses Buch aus meiner Hinsicht besonders macht, ist die Geschichte ihres Vaters, wie Jude versucht das Motorrad wieder in Gang zu bringen, mit der Krankheit den Alttag zu bewältigen und wie man damit noch Spaß haben kann. Doch habt keine Angst, auch die Liebesgeschichte kommt voll auf ihre kosten und man wünscht sich selbst so einen sexy Mann , der jeden Tag im warmen Schuppen arbeitet, natürlich ohne Shirt.

    Fazit

    Für jede, die auf eine schöne Liebesgeschichte steht und gleichzeitig auf eine tragische Familien Situation Lust hat, ist bei diesem Buch genau richtig.



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    FAMI_Ankes avatar
    FAMI_Ankevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich hübscher Jugendroman mit netten Darstellern.
    Ein Schwur und die ganz große Liebe

    Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich ab und zu mal so ein richtig schönen Liebesroman brauche. Wo ich nicht viel drüber nachdenken muss, was sich schnell liest und was vor allem auch mal fürs Herz ist. Ein Roman, in dem es zwar Höhen und Tiefen gibt, aber die Protagonisten am Ende doch zueinander finden. Und schon alleine das Cover von Sarah Ockler ihrem Roman "Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher" machte mich neugierig und Lust auf mehr.

    Jude Hernandez wohnt als einzige von vier Schwestern noch bei ihren Eltern. Alle anderen gehen in verschiedenen Städten ihren Beruf nach. Es ist auch der letzte Sommer von Jude bevor sie mit dem Studium beginnt.  Doch dieser Sommer wird nicht einfach. Ihr Vater ist an Alzheimer erkrankt und hat öfter mal Ausätze, in denen er den Herd anlässt, morgens auf Arbeit will oder Jude mit einen ihrer Schwestern verwechselt. Jude hegt die Hoffnung, dass die Krankheit nicht gar so schnell fortschreitet, wenn sie das Motorrad ihres Vaters aus alten Tagen wieder flott bekommt. Dazu engagiert sie Emilio Vargas, den Nachbarsjungen. Doch leider hatten ihre Schwestern kein Glück mit den großen Brüdern von Emilio. Etliche Herzen wurden gebrochen bis sich die Schwestern schworen nie wieder etwas mit den Vargas-Brüdern anzufangen. Doch kann Jude diesen Schwur einhalten?

    Jude könnte so ein normales Teenager-Leben haben. Mit dem letzten Sommer als solchen, die erste Liebe, den Freundinnen und der Theater-AG. Leider macht die Krankheit des Vaters dem Mädel einen fetten Strich durch die Rechnung. Jude muss ständig auf ihren Vater aufpassen. Dadurch wächst sie auch über sich hinaus und muss zwangsläufig ganz schnell erwachsen werden. An manchen Stellen ist sie natürlich auch total verzweifelt und möchte am liebsten alles hinschmeißen. Aber ich persönlich bewundere sie für ihr Durchhaltevermögen. Denn mit einem Familienmitglied, dass Alzheimer hat, sind die Tage und Nächte nicht die einfachsten.
    Emilio ist allerdings natürlich wieder das beste Beispiel für ein Klischee. Er ist nett und höfflich, zuvorkommend und besorgt um Jude. Aber dennoch ist er ein junger Mann aus dem Motorradladen mit Tattoos, viel Schmiere auf der sonnengebräunten und von Gewichten gestählten Haut. Dunkle Locken, die ihm ins Gesicht hängen und nur mit einem Bandana zurückgehalten werden können. In dieser rauen Schale steckt mal wieder ein sehr weicher Kern.
    Die Schwestern sind alle genauso unterschiedlich wie ihre Namen. Eine ist der Draufgänger, die nächste die Verständnisvolle, die dritte Schwester ist die Liebe und Nette und Jude lernt der Leser ja selber kennen.

    Das Buch las sich sehr schnell. Immer mal wieder geht es auf und ab, aber ich konnte den roten Faden der Autorin immer gut verfolgen. Der Schreibstil der Autorin war jetzt nicht besonders spannend, aber gelangweilt habe ich mich auch nicht.  Die Kapitel sind nicht zu lang und mit jedem beendeten kann man ein klein bisschen mehr auf ein Happy End hoffen.
    Die zwei einzigen Kritikpunkte, die ich habe sind, dass Jude ständig "Papi" sagt. Ich weiß nicht, wie es in südamerikanischen Familien so normalerweise zugeht, aber das hat mich echt genervt. Wenn sie ihren Vater anspricht, dann kann sie ruhig "Papi" sagen, aber wenn sie mir erzählt, wie es ihm so geht, dann hätte ich mir ein "Papa" gewünscht. Ihr Vater hat eine wirklich furchtbare Krankheit und das Mädel ist 18. Da muss ich nicht mehr wie ein Kleinkind reden.
    Und blöd waren noch die "vielen" spanischen Worte. Ich weiß, dass in dem Land, aus dem die Eltern kommen, spanisch gesprochen wird und von mir aus, soll die Autorin sich das auch beibehalten für ihre Figuren. Nur leider kann ich kein Spanisch und hätte mich sehr über ein Glossar gefreut oder dass die Wörter dann im Laufe des Textes mit anderen Worten erklärt werden. Aber das hat so ein bisschen meinen Lesefluss gestört.

    Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen. Wer vom Wetter keine gute Laune bekommt, der bekommt sie bestimmt von dem Buch. Also lesen!

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    ConnyZ.vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr herzerweichend und süß ... aber es fehlte der gewisse Kick in Richtung "Super"
    herzerweichend und süß ...

    Bereits im Jahr 2013 erschien im cbt Verlag “Verlieb dich nie in einen Vargas”, aus der Feder von Sarah Ockler. Nun habe ich dieses 413 Seiten umfassende Buch aus meinem “Stapel ungelesener Bücher” befreit.

    Jude Hernandez würde alles für ihren Vater tun, damit er sich in seiner Umgebung wohlfühlt und wieder das Gefühl von Sicherheit bekommt. Judes Vater hat Alzheimer und die Hoffnung seiner jüngsten Tochter liegt auf dem alten Motorrad und die damit verbundenen Erinnerungen. Nur ausrechnet Emilio Vargas kann ihr helfen. Einer aus der Vargas Familie vor denen ihre großen Schwestern sie immer gewarnt haben …

    Sarah Ockler hat mir Judes Geschichte eine ganz berührende Handlung geschaffen, die von den Alltagsproblemen mit Alzheimerpatienten handelt. Das komplette Leben wird auf einmal auf den Kopf gestellt und jeder der Angehörigen muss sich auf unterschiedliche Verläufe der Krankheit einstellen.
    Judes Weg ist ganz fantastisch und uneigennützig, denn trotz ihrer schüchternen Art, setzt sie alles in Bewegung, dass die geliebte Maschine von ihrem Vater wieder läuft und er seine Ausflüge, wie früher, unternehmen kann.
    Sie ist die jüngste von fünf Schwestern und anscheinend liegen große Ereignisse mit diesen bereits hinter ihr.

    Immer wieder ist von einem Schwur die Rede, den sie als kleines Mädchen leisten musste. Erwähnt wird auch die Familie Vargas. Was genau dahinter steckt, erfährt der Leser erst nach und nach durch Judes Gedanken und Gefühle.
    Gefühle, die von Emilio ausgelöst werden. Er ist der Mechaniker, den sie für das Motorrad angeheuert haben. Ein witziger und anscheinend, ansprechender junger Mann, der immer wieder seinen Charme bei Jude einsetzt.
    Berührend empfand ich, dass Jude ihren kompletten letzten Sommer vor dem College aufopfert, um immer in der Nähe ihres geliebten Vaters zu sein.
    Da bleiben Auseinandersetzungen mit den Schwestern nicht aus, als doch Katastrophen passieren, die so ein junges Mädchen gar nicht mit sich selbst ausmachen kann. In diesen Szenen ist es dann Emilio, der zu Jude steht und auch wenn sie nicht richtig mit der Sprache herausrücken möchte, so versteht er sie und versucht ihr ein kleines Lächeln abzuringen.
    Man spürt förmlich die Zerrissenheit, welche sie überkommt, sollten die Gefühle zu Emilio doch einmal hochkochen.

    In manchen Handlungssträngen kam mir die Geschichte zu übererzählt herüber und ich hätte mir mehr Gefühl gewünscht, das auch an den Leser heranreicht. Aber ansonsten hat Sarah Ockler eine Liebesgeschichte niedergeschrieben die einen sehr berührt.
    Sie zeigt auf, dass man immer Hilfe findet, sollte man diese erbitten und das auch in schweren Zeiten, immer wieder etwas zurückkommt und ein Lächeln viel helfen kann.
    Auch die erste große Liebe, welche hier wirklich zärtlich angegangen wird und in einigen Auseinandersetzungen mit den Schwestern endet, wurde gut gelöst und bringt eine tolle Jugendbuchstimmung zustande.

    “Verlieb dich nie in einen Vargas” ist eine berührende und aufopfernde Geschichte, mit zarten Gefühlen.

    Rezension unter: www.dieSeitenfluesterer-unserBuchblog.blogspot.de

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    Loveline23vor 3 Jahren
    Verlieb dich nie in einen Herzensbrecher

    Das Buch beinhaltet mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es handelt auch von Alzheimer. Denn diese Krankheit hat Judes Vater, aus diesem Grund engagiert sie Emilio Vargas um das Motorrad ihres Vaters zu reparieren und hofft die Krankheit damit zu besiegen. Im Laufe des Buch allerdings empfindet sie mehr für Emilio und bricht den Schwur den sie einst ihren Schwestern gab. 
    Das Buch stellt die Krankheit nicht verharmlost dar, sondern mit all ihren Merkmalen und Auswirkungen. Zudem bekommt man auch einen Einblick auf die Freundschaften von Judes und wie diese sich entwickeln. Allerdings wurden manchen Stellen in dem Buch in die Länge gezogen, was unnötig war. Zudem wurden nicht alle Fragen am Ende dieses Buches beantwortet.
    Somit ist es ein Buch für zwischendurch, aber kein must-read.

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    K
    kxstxnxvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: An manchen Stellen nicht so einfach zu lesen und manchmal sehr langgezogen.
    Ein Buch für zwischndurch!

    Ich fand das Buch leider nicht so toll wie ich mir es erwünscht habe. An einigen Stellen war es mir zu langgezogen und sehr kompliziert. Was ich auch sehr schade fand ist, dass am Ende des Buches noch viele Fragen offen standen, die nicht geklärt wurden sind. Trotz allem, ist das Buch für zwischendurch geeignet.

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    LaLecturevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: So viel mehr als nur eine einfache Liebesgeschichte. Der Titel lässt nicht erkennen wie tiefgründig und berührend dieses Buch ist
    Viel mehr als nur eine Liebesgeschichte

    Inhalt

    Statt den Sommer wie üblich mit ihren besten Freundinnen am Theater zu verbringen, muss sich Jude dieses Jahr um ihren Vater kümmern, der an früh einsetzendem Alzheimer leidet und immer öfter Aussetzer hat, bei denen er sich beispielsweise nicht mehr erinnert wie er irgendwo hingekommen ist, was er gerade tun wollte oder wie man bestimmte Tätigkeiten ausführt.
    Doch an eine Sache erinnert sich ihr Vater immer: sein altes Motorrad, das er Valentina getauft hat und mit dem er vor Jahren durch Südamerika gereist ist. In der Hoffnung, die Krankheit ihres Vaters so etwas aufzuhalten, hilft Jude ihm dabei, einen Mechaniker zu engagieren, der Valentina wieder fahrtauglich machen soll. Blöd nur, dass dieser Mechaniker ausgerechnet der unverschämt gutaussehende Emilio Vargas ist und Jude ihren Schwestern, denen von Emilios Brüdern das Herz gebrochen wurde, hoch und heilig versprechen musste, sich nie mit einem Vargas einzulassen. Schon Emilio bei sich arbeiten zu lassen, bedeutet für Jude Verrat an ihren Schwestern.

    Mein Herz flatterte.
    Mein Herz schmerzt.
    Begierig, es zu fühlen.
    Begierig, es zu leugnen.
    Das Leben.
    Den Tod.
    Möglichkeiten.
    Enden.

    - S. 365


    Meinung

    "Verlieb dich nie in einen Vargas" ist eines dieses Bücher, die man auf keinen Fall nach ihrem leider ziemlich unpassenden Titel und Cover beurteilen sollte, denn hinter einer Aufmachung, die nach einer vorhersehbaren und belanglosen Liebesgeschichte klingt, steckt so viel mehr als das.

    Zunächst einmal ist "Verlieb dich nie in einen Vargas" hauptsächlich gar keine Liebesgeschichte sondern eher ein Familienroman, denn das alles bestimmende Thema ist die Alzheimer-Erkrankung von Judes Vater, was ich ehrlich gesagt auch passend finde, denn diese Krankheit bestimmt nunmal auch Judes Leben und so voller Sorge, wie sie ist, ist sie gar nicht in der Lage sich ausschließlich auf mögliche Gefühle für Emilio zu konzentrieren. Die fortschreitende Erkrankung von Judes Vater und der Umgang der Familie damit sowie auch die Hilflosigkeit des Erkrankten und seiner Mitmenschen; die Scham, die Jude teilweise für ihn empfindet und der Selbsthass wegen dieser Empfindungen; die schwache Hoffnung, dass alles besser werden könnte, an die sie sich klammert; die Isolation von ihren früheren Freunden, die sich nicht in ihre Situation hineinversetzen können - all das sind Themen des Romans und diese Darstellung eines Lebens mit einem Alzheimerpatienten ist gleichermaßen interessant wie berührend und geht einem unter die Haut.

    Judes Vater wächst einem dabei als Figur, die abwechselnd der liebevolle Vater und ein hilfloses Häufchen Elend ist, sehr ans Herz, auch wenn ich nicht beurteilen kann, ob er als Alzheimerpatient authentisch wirkt. Jude war mir als Protagonistin sehr sympathisch, denn sie hat von Natur aus eigentlich ein starkes Selbstbewusstsein und einen tollen Sinn für Humor, wird jedoch gerade durch die vielen Probleme mit der Krankheit ihres Vaters sehr verletzlich, was ich sehr gut nachvollziehen konnte und was sie authentisch wirken ließ. Lediglich an ihre anfangs etwas aufgedreht wirkende Art die Geschichte zu erzählen musste man sich erstmal gewöhnen.
    Auch viele Nebenfiguren wie Judes Mutter, ihre Schwester Mari, ihre beste Freundin Zoe und sogar Emilios Mutter sind interessante, teilweise liebenswerte Figuren, doch der heimliche Star des Buches, der die traurigen Szenen mit Judes Vater stets durch Momente wieder aufwog, in denen er mich zum Schmunzeln brachte, ist mit Sicherheit Emilio. Am Anfang wirkt er wie ein ziemlich von sich selbst überzeugter Bad Boy und obwohl man ihn genau wie Jude es versucht eigentlich gar nicht leiden können will, erliegt man irgendwie seinem Charme und natürlich steckt auch bei ihm hinter der Fassade ein weicher, liebenswerter Kern.

    Daher ist die Liebesgeschichte zwischen ihm und Jude auch extrem süß, aber auch angenehm anders, weil sie nicht den Hauptteil des Buches ausmacht und gerade dadurch auch viel authentischer wirkt, weil sie nunmal nicht der Mittelpunkt von Judes Leben ist. An ihr sieht man, wie leicht verlieben sein kann, wie schwer es aber sein kann, seine Gefühle auszuleben, wenn eine andere Sache, die einem noch wichtiger ist, ganz und gar das eigene Leben bestimmt - und das ganz ohne ein künstlich dadurch aufgebautes Drama, das dadurch entsteht, dass einer von beiden ein dunkles Geheimnis hat.
    Dieser Aufbau des Buches hat mir sehr gefallen, ebenso der meist lockere Schreibstil, der besonders dann unterhaltsam ist, wenn Jude sich vorstellt, wie ihr Hund Pancake wohl reden würde, aber auch sehr berührend sein kann und Judes Gefühle wunderbar rüberbringt.
    Das Ende ist meiner Meinung nach die perfekte Abrundung der Geschichte und berücksichtigt einerseits den Wunsch der meisten Leser nach einem Happy End, andererseits aber auch die Tatsache, dass das Leben nunmal weitergeht und nichts je wirklich abgeschlossen ist.


    Fazit


    Entgegen dem, was man von Cover, Titel und Klappentext her denken könnte, ist "Verlieb dich nie in einen Vargas" mehr als nur eine seichte Liebesgeschichte, denn in Wahrheit geht es um das Leben mit einem Alzheimer-Patienten, den Umgang der Familie damit, aber natürlich auch um Liebe und die Schwierigkeiten, die sich einer Beziehung bieten, wenn man gerade von einem anderen Problem ganz und gar eingenommen ist. Die Figuren wirken so authentisch und sympathisch und ihre Emotionen werden so wunderbar rübergebracht, dass das Lesen einfach nur Spaß macht, auch wenn es einen gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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