Sarah Perry

 3,4 Sterne bei 343 Bewertungen
Autorin von Die Schlange von Essex, Melmoth und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sarah Perry (©Sarah Perry / Quelle: Bastei Lübbe)

Lebenslauf

Ihr sensationelles Debüt war erst der Anfang: Sarah Perry wurde 1979 in Chelmsford, Essex, geboren. In ihrer Kindheit hatte sie aufgrund ihrer Baptisten-Eltern keinen Zugang zu zeitgenössischer Kunst und Literatur, daher flüchtete sie sich in klassische Musik und Literatur, was ihren späteren Schreibstil beeinflusste. Perry studierte Creative Writing an der Royal Holloway University und schloss mit einem Doktortitel ab. Ihr Debütroman "The Essex Serpent" war ein großer Überraschungserfolg in Großbritannien und schoss an die Spitze der Bestsellerlisten. Der Roman gewann den Titel des britischen Buchpreises 2017 für den besten Roman und das beste Buch insgesamt und war für zahlreiche weitere Preise nominiert. Sarah Perry schreibt außerdem literarische Kritiken für den Guardian und die Financial Times.

Alle Bücher von Sarah Perry

Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)

Die Schlange von Essex

(170)
Erschienen am 29.09.2017
Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)

Melmoth

(121)
Erschienen am 30.09.2019
Cover des Buches Nach mir die Flut (ISBN: 9783847906513)

Nach mir die Flut

(28)
Erschienen am 28.09.2018
Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783442489183)

Die Schlange von Essex

(4)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783785780640)

Melmoth

(1)
Erschienen am 30.09.2019
Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783838787022)

Die Schlange von Essex

(1)
Erschienen am 05.10.2018
Cover des Buches Melmoth (ISBN: B07XQ98LW8)

Melmoth

(0)
Erschienen am 30.09.2019
Cover des Buches The Essex Serpent (ISBN: 9780062666376)

The Essex Serpent

(9)
Erschienen am 06.06.2017

Neue Rezensionen zu Sarah Perry

Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
MademoiselleMeows avatar

Rezension zu "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry

MademoiselleMeow
Nessi in Essex?

𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐚𝐧𝐠𝐞 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐬𝐬𝐞𝐱 ist ein Buch, das ich allein wegen seiner hübschen Optik in meiner Sammlung haben wollte. Und natürlich auch wegen des verlockenden Klappentextes um den Mythos eines Seeungeheuers, welches einen kleinen englischen Ort im 19. Jahrhundert heimsucht. Aber meine Bücherei hatte es da und weil Bücher nun mal teuer sind, durfte es nur als Leihexemplar bei mir einziehen.


Der Roman begleitet eine Vielzahl von Personen, wobei die junge Witwe Cora und der Pfarrer Will die Hauptfiguren bilden. Cora ist voller Wissensdurst, folgt den Thesen Darwins und als sie hört, im Küstenort Aldwinter habe man eine Seeschlange gesichtet, ist sie sofort Feuer und Flamme. Könnte es sich doch um ein prähistorisches Wesen handeln.
 Die Dorfgemeinde glaubt aber eher an ein mystisches Ungeheuer. Will Ransome glaubt an keines von beidem, ist aber zunehmend fasziniert von Cora, mit der er aber auch immer wieder aneinander gerät.


Ich hatte einige Probleme mit dem Roman.

Erst einmal gibt es zu viele Personen, von denen kaum eine sympathisch ist. Jede von ihnen hat seine eigene interessante Geschichte zu erzählen, die aber nicht genug Raum bekommt, weil eben zu viel los ist.


Das Paar Cora und Will hatte für mich null Chemie, zumal Will mit einer sehr lieben Frau verheiratet ist und mit Cora nichts gemeinsam hat. Cora ist anders und darin liegt der Reiz. Aber wie soll man mit eine Romanze mitfiebern, wenn die Verliebten nie einer Meinung sind und andere mit ihrem Verhalten verletzen?


Auch wenn es hier um ein mystisches Wesen geht, erwartet keine Fantasy. Die Schlange steht für vieles. Wissenschaft und Aberglaube, Medizin, Massenhysterie, soziale Ungerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu jener Zeit. Alles interessante Themen, über die ich gern gelesen habe. Man hätte es aber vielleicht besser auf drei verschiedene Romane aufgeteilt, damit jedes Thema für sich glänzen kann.


Von mir erhält der Roman trotz meiner Kritik eine positive Bewertung, denn er hat mich sehr gut unterhalten. Und auch das versöhnliche Ende hat mir gefallen.

Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)
Sophiasticateds avatar

Rezension zu "Melmoth" von Sarah Perry

Sophiasticated
Zwischen Gothic-Fiction, philosophischem Essay und psychologischem Drama

Nach dem Erfolg von Die Schlange von Essex legt Sarah Perry mit Melmoth einen weiteren Roman vor, der sich deutlich dunkleren Themen zuwendet. Inspiriert vom klassischen Gothic-Roman Melmoth the Wanderer von Charles Maturin, versucht Perry, alte Schauerliteratur mit modernen Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verdrängung zu verbinden. Das gelingt ihr streckenweise beeindruckend – aber nicht durchgängig.

Im Zentrum steht Helen Franklin, eine zurückgezogen lebende Übersetzerin in Prag, deren nüchternes Dasein durch die Entdeckung eines mysteriösen Manuskripts aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses erzählt von Melmoth, einer einsamen, geisterhaften Gestalt, die seit Jahrhunderten durch die Welt wandert und Menschen heimsucht, die Schuld auf sich geladen haben. Die Idee ist faszinierend – Melmoth als personifizierte Erinnerung, als Mahnung, die niemandem erlaubt zu vergessen oder sich reinzuwaschen.

Perry verwebt mehrere historische und persönliche Erzählungen miteinander, die Einblicke in Grausamkeiten und moralisches Versagen geben – von den Gräueltaten des 20. Jahrhunderts bis zu intimen Momenten menschlicher Schwäche. Diese Geschichten sind oft eindrucksvoll, teils erschütternd – doch der rote Faden dazwischen wirkt nicht immer straff genug gespannt.

Perrys Sprache ist elegant und atmosphärisch dicht, mit einem spürbaren Hang zum Literarischen. Die düstere, leicht entrückte Stimmung, die Prag als Schauplatz perfekt unterstützt, ist eine der großen Stärken des Romans. Auch die Idee, Schuld nicht als juristisches, sondern als existenzielles Phänomen zu betrachten, hebt Melmoth von bloßer Gruselliteratur ab.

Doch genau hier liegt auch ein Problem: Der Roman will viel – vielleicht zu viel. Zwischen Gothic-Fiction, philosophischem Essay und psychologischem Drama bleibt die emotionale Wucht manchmal auf der Strecke. Die Figuren – allen voran Helen – wirken oft seltsam distanziert. Ihre inneren Kämpfe bleiben abstrakt, statt wirklich unter die Haut zu gehen. Wer eine packende Geschichte erwartet, wird stellenweise eher mit einer intellektuellen Meditation konfrontiert.

Melmoth ist ein ambitionierter, atmosphärisch starker Roman mit einem interessanten Konzept. Sarah Perry beweist literarisches Können und wagt sich an große Themen. Doch nicht alles fügt sich zu einem runden Ganzen. Die emotionale Distanz, die Überfrachtung mit Motiven und das langsame Erzähltempo können das Leseerlebnis mitunter dämpfen. Ein gutes, nachdenkliches Buch – aber nicht unbedingt ein unvergessliches.

Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)
misspiders avatar

Rezension zu "Melmoth" von Sarah Perry

misspider
Das war leider nicht mein Buch

Da habe ich etwas völlig anderes erwartet. Das Buch zieht sich sehr in die Länge und beinhaltet viele kleine Geschichten, die mir jede für sich genommen durchaus gefallen haben. Die Rahmenhandlung aber war anstrengend langatmig und ich konnte den Hauptpersonen nur wenig abgewinnen. Das Gesamtbild konnte mich nicht überzeugen, dafür war die Entwicklung und die Auflösung zu wirr und verlor sich in Kleinigkeiten, die. Ich nicht interessierten. Fazit: Konnte mich leider nicht fesseln.

Gespräche aus der Community

Ein aufregender Roman über Liebe, Glauben, Wissenschaft und Enigmen im Viktorianischen Zeitalter

Die 90er Jahre des 19. Jahrhunderts: Die Welt ist verrückt nach neuen wissenschaftlichen Entdeckungen, Erfindungen und Phänomenen. Das viktorianische England investiert Unmengen an Geld in Wissen, Technik und Forschungsreisen. Frauen interessieren sich zunehmend für Naturwissenschaften und kämpfen dafür, ernst genommen zu werden. Cora, die kluge Heldin von "Die Schlange von Essex", dem preisgekrönten Roman von der englischen Autorin Sarah Perry, ist eine von diesen Frauen. Mit ihrem Willen und ihrer Geradlinigkeit wird sie eine ganze Gemeinde im idyllischen Essex in Aufruhr versetzen.
Möchtet ihr dabei sein, wenn Cora das Geheimnis um die sagenumwobene Schlange von Essex lüftet?

Zum Inhalt
London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.

Lust auf eine Leseprobe?

Zur Autorin
Sarah Perry wurde 1979 in Essex geboren und lebt heute in Norwich. Ihr Roman "Die Schlange von Essex" war einer der größten Überraschungserfolge der letzten Jahre in Großbritannien. Ausgezeichnet als Buch des Jahres 2016 der Buchhandelskette Waterstones, Gewinner des britischen Buchpreises 2017 für den besten Roman sowie für das beste Buch insgesamt. Der Roman war nominiert für den Costa Novel Award, den Dylan Thomas Prize, den Walter Scott, den Baileys und den Wellcome Book Prize.

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Evolution oder Schöpfung?
Denkt ihr, dass eine Beziehung zwischen den beiden eine Zukunft hat? Oder stehen ihre grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten immer im Wege?

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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Zusätzliche Informationen

Sarah Perry wurde am 01. Januar 1979 in Chelmsford (Großbritannien) geboren.

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