Sarah Rayne Das Haus der Schatten

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der Schatten“ von Sarah Rayne

Bei einer Ausstellung ziehen die düsteren Fotos der jungen Simone Anderson den Journalisten Harry Fitzglen magisch in Bann. Und auch die Künstlerin selbst ist von einem Geheimnis umgeben. Ihre siamesische Zwillingsschwester Sonia verschwand als Baby spurlos, aber trotzdem spürt Simone täglich auf unheimliche Weise ihre Gegenwart. Alle Spuren, die Harry von Sonia findet, laufen in einem alten walisischen Waisenhaus zusammen, in dem das Leiden aller Menschen lebendig zu werden scheint, die dort einmal leben mussten ?

Während die ständigen Wechsel der Perspektive anfangs verwirren, so sorgen sie im weiteren Verlauf dafür, dass die Spannung aufrecht bleibt.

— Tinut
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  • Rezension zu "Das Haus der Schatten" von Sarah Rayne

    Das Haus der Schatten
    Sonoris

    Sonoris

    14. January 2011 um 12:23

    Sarah Rayne ist ein Pseudonym der britischen Schriftstellerin Bridget Wood. Unter ihrem Geburtsnamen und anderen Pseudonymen veröffentlichte sie Grusel- und Fantasygeschichten mit romantischen Anteilen. Erst mit ihrem aktuellen Pseudonym schreibt sie hauptsächlich psychologische Thriller, wie den hier vorliegenden Roman. Bislang habe ich nichts von dieser Autorin gehört, noch eines ihrer Bücher gelesen, weswegen ich sehr auf diesen Roman mit dem vielversprechenden Klappentext gespannt war. Laut dem Klappentext geht es um einen Journalisten, der von Simone Mariott in ihrer Ausstellung magisch in den Bann gezogen wird. Die Künstlerin selbst hat eine siamesische Zwillingsschwester, die auf geheimnisvoller Weise verschwunden ist, aber dessen Gegenwart sie täglich spürt. Dieser Mystery-Thriller, wie der Roman vom Goldmann-Verlag genannt wird, handelt dabei von mehreren Familien in verschiedenen Zeiten, in denen neben siamesische Zwillinge ein Waisenhaus eine wichtige Rolle spielt. Mit diesem Roman ist es Sarah Rayne gelungen, mich in ihre Welt und in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie in die Gegenwart mitzunehmen und mich bei den Erlebnissen der Charaktere mitfühlen zu lassen. Sie hat mit drei Handlungssträngen eine komplexe und auf geniale Weise aufgebaute Geschichte erzählt, die hinsichtlich emotionaler Tiefe, komplexer Charaktere und unheimlicher und bedrückter Stimmung zu überzeugen weiß. An keiner Stelle hatte ich den Eindruck, dass sie die Handlungsstränge bzw. die Geschichten aus den Augen verliert und nicht weiß, wo sie mit dem Roman hin möchte. Alle drei Geschichten - wobei eine davon in Briefform erzählt wird - weisen komplexe und tief greifende Charaktere auf, und erzählen von Ereignissen, die mich auf unterschiedliche Art und Weise ergreifen konnten und mich gut einfühlen ließen, sodass ich die Ereignisse und Handlungsstränge recht gut voneinander zu unterscheiden vermochte. Sarah Rayne hat sich dabei hauptsächlich mit dem Thema Doppelfehlbildung auseinandergesetzt und anhand dessen gezeigt, was für ein Leben siamesische Zwillinge und andere Menschen mit Fehlbildungen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts teilweise zu erwarten hatten. Insgesamt ist Sarah Rayne mit "Das Haus der Schatten" ein psychologisch komplexer Roman gelungen, der zum einen auf die Missstände der Gesellschaft des langen 19. Jahrhunderts (bis ca. 1914 bzw. 1917) hinweist und zum anderen ein Familien- und Liebesdrama darstellt. Was an dem Roman allerdings mysteriös sein soll, kann ich mir nicht erklären. Gewiss beinhaltet er einige Komponente, die eine geheimnisvollere Stimmung erzeugen lassen, jedoch wird dieser geringfügige geheimnisvolle Aspekt spätestens zum Ende hin erklärt, sodass hier letztendlich ein Gesellschafts- und psychologischer Roman vorliegt, und aus meiner Sicht kein Mystery-Thriller, wie der Goldmann-Verlag ihn als solchen deklariert. Unter dem Pseudonym hat Bridget Wood bislang sieben Romane veröffentlicht, wovon in deutscher Sprache lediglich drei vorliegen (Quelle: www.krimi-couch.de). Wenn die anderen Werke "Fluch der Finsternis" und "Todeskammer" ebenso von hoher Qualität und Spannung zeugen, kann ich mich auf weitere gefühlvoll und subtil erzählte Werke von der Autorin freuen.

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  • Rezension zu "Das Haus der Schatten" von Sarah Rayne

    Das Haus der Schatten
    shira

    shira

    29. August 2010 um 22:42

    "Das Haus der Schatten" ist ein Thriller, den ich mir nicht aus der Hand zu legen traute - schrecklich und spannend von der Ersten bis zur letzten Seite. Ein Mysterythriller, der, wie so lange kein anderes Buch mehr, eine beklemmende und unheimliche Szenerie heraufbeschwört, die den Leser geradezu fesselt. . Die Autorin verwebt die Geschichten zweier junger Mütter, die in verschiedenen Jahrhunderten, ein verwachsenes Zwillingstöchterpaar gebären. Charlotte Quinton, im Jahre 1900, wird kurz nach der Geburt von ihren siamesischen Zwillingen Viola und Sorrel getrennt und Melissa Anderson, um die heutige Zeit, verliert nach der chirurgischen Trennung eine ihrer Töchter (Sonia) unter mysteriösen Umständen und ist fortan mit der überlebenden Tochter namens Simone auf der Flucht. Unheimlicher Weise taucht das verlorene Kind immer wieder in den Gedanken seiner Schwester auf. Und auch wenn Simone manchmal nichts von der Stimme in ihren Gedanken wissen will, da sie sich vor ihr fürchtet, bedrängt Sonia sie geradezu und beschwört immer wieder Bilder eines gruseligen, verfallenen Waisenhauses aus früherer Zeit herauf, in dessen Gemäuer sich das Leid und die Schreie vieler Jahrhunderte hineingebrannt haben. . Beide Mütter haben mit ihren ungeliebten, teilnamslosen und egoistischen Männern zu kämpfen, ihrem unsympathischen schwierigen Umfeld, und damit, ihrer wahre Liebe nicht Nahe sein zu dürfen. Auf sich allein gestellt kämpft jede Frau für sich mit den Problemen, Intrigen und Lügen, die ihr Umfeld um sie spinnt. . In der Gegenwart lernt ein Reporter (sozusagen die Haupt-Hauptfigur Harry Fitzglen) die überlebende Tochter Simone kennen und versucht die verworrenen Stränge der Familien zu lösen und die wahre Geschichte aufzudecken. Neben Schreckensgeschichten und Geistern aus der Vergangenheit hat er außerdem mit einer schizophrenen Krankenschwester, seinem leeren Konto, dem Chef und sonstigen eigenen Problemen zu kämpfen. . Das klingt jetzt alles sehr verwirrend, und es ist schwer, eine so komplexe Geschichte in wenigen Worten zusammenzufassen. Doch beim Lesen des Buches werdet ihr merken, es ist sehr schön und flüssig Geschrieben. Als Leser leidet und fiebert man geradezu mit und hofft nur, dass sich all die mysteriösen Rätsel schnell lösen und man zum erlösenden und erklärenden, gut durchdachten Ende gelangt.

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  • Rezension zu "Das Haus der Schatten" von Sarah Rayne

    Das Haus der Schatten
    marion_gallus

    marion_gallus

    13. June 2010 um 23:23

    als Pseudonym von Bridget Wood. Der Mystery Roman erzählt von den Schicksalen zweier siamesischer Zwillingspärchen, die über Generationen miteinander verwoben sind. Die Handlung wird in mehreren Strängen erzählt, in unterschiedlichen Zeiten. Einmal um 1900 herum, in Form von Tagebucheinträgen der Mutter der siamesischen Zwillinge Viola und Sorrel. Zwei anderen Stränge spielen in der heutigen Zeit, schildern aber jeweils das Erlebte aus unterschiedlichen Sichtweisen. Ein Strang schildert die Zeit in den 80er Jahren, in der das zweite Zwillingspärchen geboren wurde und ein Strang spielt in der Zeit, als das Überlebende Mädchen der "Jetzt Zwillinge" 11 Jahre alt ist. Klingt etwas wirr, ist es aber überhaupt nicht. Die Geschichte ist sehr verständlich geschrieben und alles dreht sich um ein dunkles, grausames Waisen- und Armenhaus, mit dem die Schicksale beider Zwillingspaare direkt zusammenhängen. Eine gut geschriebene, spannende Geschichte um zwei Frauen die ihren Weg gehen um ihren missgebildeten Kindern ein normales Leben zu ermöglichen, was allerdings mehr als schwierig war. Mir hat es wirklich gut gefallen.

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