Weit weg ist anders

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Inhaltsangabe zu „Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt

Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt. »Frei sein heißt allein sein können«, ist die verwitwete Edith Scholz überzeugt, die in ihrer Berliner Mietwohnung mit einer Zigarette und hin und wieder einem Gläschen Schnaps ganz zufrieden ist. Doch ein Sturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung – Frau Scholz muss zur Reha nach Usedom. Was im Grunde recht erholsam sein könnte. Wäre da nicht Christel Jacobi, ihre viel zu freundliche und esoterische Zimmernachbarin: »Wir alten Weiber – wir müssen doch zusammenhalten«, meint die, überschüttet die knurrige Frau Scholz mit Freundlichkeiten und schafft es schließlich sogar, sie zu ihrer Verbündeten zu machen. Denn Christel Jacobi will sich nicht länger dem Willen ihrer Familie beugen, sondern endlich mal ein Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist ...

Perfekte Lesemischung- in der sich die ernsten Themen die Balance halten mit der Lockerheit der Geschichte

— Buchraettin
Buchraettin

Zu Beginn amüsant und witzig, dann leider sehr melancholisch und deprimierend

— katikatharinenhof
katikatharinenhof

Tolles Buch über skurille Alte

— sophia60
sophia60

Fazit: 5 Sterne***** die Lust auf das Leben, Abenteuer und Reisen nicht nur im Alter machen.

— vipfoto
vipfoto

Nette Strandlektüre

— Schwaetzchen
Schwaetzchen

Eine ruhiger, feinfühliger Roman über eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft.

— AnTheia
AnTheia

Eine Geschichte des Alltags, spannend erzählt, mit wundervollen Charakteren.

— Hagazussa
Hagazussa

Humorvoll und nachdenklich - eine Reise der etwas anderen Art

— biancaneve66
biancaneve66

Das Buch ist so toll und locker geschrieben, dass ich day Gefühl habe, die Autorin hat das tatsächlich alles selbst erlebt. Es handelt von

— ulliken
ulliken

Eine herzerwärmende Geschichte, wie sie das Leben schreibt.

— Sammyandme_
Sammyandme_

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  • Leserunde zu "Weit weg ist anders" von Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    Das Glück ist eine Reise! Edith Scholz und Christel Jacobi sind die beiden Protagonistinnen aus Sarah Schmidts neuem Roman Weit weg ist anders. Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben die beiden eigentlich nichts miteinander am Hut – und dennoch lassen sie sich auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt … Aber lasst Euch doch einfach von Leserinnen des Romans ein wenig mehr darüber erzählen:Na, neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe »Wir laden Euch gemeinsam mit Sarah Schmidt herzlich ein, die beiden 70-Jährigen auf ihrer Reise zu begleiten und verlosen 25 Bücher unter allen, die bis zum 15.03. über den blauen »Jetzt bewerben«-Button folgende Frage beantworten:Wohin wollt Ihr auf jeden Fall noch verreisen? Über die Autorin: Sarah Schmidt lebt in Berlin. Sie ist seit Mitte der 1990er Jahre freie Autorin und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Ihr letzter Roman Eine Tonne für Frau Scholz stand 2014 auf der »Hotlist« der unabhängigen Verlage und zählte damit zu den zehn besten Büchern des Jahres.PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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  • Weit weg ist anders

    Weit weg ist anders
    twentytwo

    twentytwo

    22. March 2017 um 16:21

    Edith Scholz und Christel Jacobi, die sich während eines Reha Aufenthalts kennengelernt haben, verstehen sich trotz ihrer gegensätzlichen Charaktere erstaunlich gut und so beschließen sie, auch nach dessen Ende in Kontakt zu bleiben. Edith, die dieses gegenseitige Versprechen eigentlich nur für eine Abschiedsfloskel gehalten hat und zurück in Berlin nur noch selten an ihre Kurbekanntschaft denkt, fällt aus allen Wolken als sie tatsächlich Post von Christel Jacobi bekommt. Ihr erster Impuls die darin enthaltene Einladung abzulehnen ist schnell verflogen. Die Neugierde herauszufinden was sich hinter dem Angebot, nach Usedom zu kommen wirklich verbirgt überwiegt und so sagt sie kurzentschlossen zu. Zu ihrem großen Erstaunen erhofft sich Christel Jacobi von Edith Unterstützung der allzu gut gemeinten Bevormundung durch deren Tochter zu entkommen. Nach einigem Zögern ist Edith dazu tatsächlich bereit und so machen sich die beiden alten Damen auf den Weg in eine andere Welt die so manche Überraschung für sie bereit hält.FazitDie Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die voller Dynamik steckt und auf humorvolle Weise einem ernsten Thema die Spitze nimmt.

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  • Weit weg

    Weit weg ist anders
    Lindenblomster

    Lindenblomster

    21. March 2017 um 14:33

        Die Berlinerin Edith stürzt in ihrer Wohnung und wird zum Glück von ihrem Briefträger gefunden. Nach erfolgreicher OP fährt sie zur Kur nach Usedom. Dort trifft sie Christel aus Husum. Na eigentlich findet Christel sie. Ab da kreuzen sich ihre Wege öfter und sie unternehmen auch mal was zusammen. Als sie wieder zu Hause sind scheint die Begegnung vergessen. Bis Edith eine Einladung von Christel erhält, doch ein paar Tage nach Husum zu kommen. Zu Hause  nerven die Bauarbeiten über ihr und sie möchte noch einmal ans Meer. Warum also nicht. Christel ist in Panik, da ihre Tochter sie ins Altersheim schicken möchte. Da Edith eine energische Frau ist, erhofft sie sich Hilfe von ihr. Außerdem hat Christel noch ein paar Ziele, die sie noch einmal sehen möchte! Und so machen sich die zwei Frauen auf die Reise.Sarah Schmidt hat es eindrucksvoll und glaubwürdig geschafft, die zwei unterschiedlichen Frauen zu beschreiben. Im Buch dreht es sich nur um diese beiden. Nebenrollen haben der Briefträger und die Tochter. Ich konnte mir die Situationen lebendig vorstellen. Der Leser ist in die Gedanken und Gefühle einbezogen. Beide Frauen haben schon viel erlebt, aber sie wollen nicht nur zu Hause sitzen und auf den Tod warten. Die Bevormundung durch die Tochter war heftig, aber so ist es öfter. Den alten Menschen wird keine Eigenständigkeit mehr zugetraut. Aber auch sie wollen noch mal träumen, was erleben und vielleicht noch mal lieben. Nach dem kleinen Widerstand geht das Leben natürlich weiter, aber sie haben neue Erinnerungen. 

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  • Perfekte Lesemischung- Eine bunte Mischung, wie das Leben selbst.

    Weit weg ist anders
    Buchraettin

    Buchraettin

    21. March 2017 um 10:52

    Es ist eine perfekte Lesemischung, in der sich die ernsten Themen die Balance halten mit der Lockerheit der Geschichte. Edith ist eine selbstbewusste Frau, Berlinerin und lebt allein. Nachdem sie einen Unfall in ihrer Wohnung hatte und Knochenbrüche erlitt, fährt sie zur Kur. Hier lernt sie die etwas zaghafte, fast scheu wirkende Edith aus Husum kennen. Beide Frauen sind so um die 70 Jahre. Als Edith von ihrer Tochter in ein Pflegeheim eingewiesen werden soll, ersinnen die beiden einen Plan und begeben sich auf eine Reise quer durch Deutschland. Dieses Buch bietet einem Leser die perfekte Lesereise. Es beginnt eher humorvoll, mit fast ein wenig schwarzem Humor, Sarkasmus, aber im Laufe der Geschichte wechselt die Stimmung. Der Ton wird nachdenklich. Die Themen ernster, aber dennoch behält die Geschichte die Leichtigkeit. Ich habe es wirklich sehr gern gelesen. Gut gefallen haben mir die beiden Figuren. Die Frauen sind als Protagonisten perfekt ausgeformt. Sie wirken lebendig, lösen bei mir Emotionen aus und sie besitzen Tiefe in ihrer Figur. Was ich besonders fand im Stil der Erzählung ist, dass es eine Art inneren Monolog der Figuren gibt, der in die Erzählung verwoben ist und immer wieder mal auftaucht und mich als Leser so auch an den Gedanken und Gefühlen der Figuren teilhaben lässt. Die Geschichte um die beiden Frauen herum hat mir auch sehr gut gefallen. Das Alter, ab wann ist man alt? Ab 70, wie die Figuren? Gebrechen, Krankheiten, Alleinleben, Pflegebedürftigkeit, die Angehörigen. Auf der anderen Seite Unternehmungsgeist, Witz, Humor, ein wenig Eitelkeit.  Eine bunte Mischung, wie das Leben selbst. Ich hatte einige humorvolle, aber auch nachdenkliche Lesemomente und es hat mich in seinen Bann gezogen das Buch und mich sehr gut unterhalten und es wirkt nach dem Lesen nach. Es ist eine perfekte Lesemischung, in der sich die ernsten Themen die Balance halten mit der Lockerheit der Geschichte.

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  • Zu Beginn amüsant und witzig, dann leider sehr melancholisch und deprimierend

    Weit weg ist anders
    katikatharinenhof

    katikatharinenhof

    21. March 2017 um 04:54

    Weit weg ist anders erzählt die Geschichte der resoluten Berlinerin Edith Scholz und der leicht esotherisch angehauchten Husumerin Christel Jacobi, die sich während einer Reha kennen lernen.Es entsteht eine Art Freundschaft, doch beide machen der Abneigung zur jeweils anderen keine Hehl und irgendwie scheint es dann doch zu funktionieren.So ist es für Edith auch nicht weiter verwunderlich, dass Christel sie nach Husum einlädt, um mit ihr ein paar schöne Tage zu verbringen.Was Edith nicht weiß - sie ist Mittel zum Zweck. Christel ist nämlich schwer krank und möchte noch einmal auf eine letzte Reise unternehmen.Was zu Beginn des Buches mit viel Humor und Augenzwinkern auf die Gebrechen des Alters und seinen Folgen begann, wurde im Verlauf des Buches immer mehr ernster, melancholischer und deprimierender.Die Leichtigkeit des Seins ging komplett verloren.Auch ging mit Christel Jacobi im Verlauf des Buches immer mehr auf den Nerv, da ihr ewiges Gejammer, die Angst vor der eigenen Tochter und das Verweichlichte für meinen Geschmack überhand nahmen.Die Berliner Schnauze und die direkte Art von Edith haben es dann wieder rausgerissen.Das Ende der Geschichte ist ziemlich abrupt und in meinen Augen nicht ganz so gut gelungen - im Rückblick passt es aber zur ganzen Geschichte.Fazit: dieses Buch ist tatsächlich anders als erwartet- es fehlte mir an Spannung, die Leichtigkeit ging leider verloren und zurück bleib eine gedrückte , melancholische Stimmung.Dennoch hat das Buch durch Edith Scholz seinen ganz eigenen Charme und macht es zumindest ansatzweise lesenswert.

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  • ein Buch, das alle Erwartungen erfüllt

    Weit weg ist anders
    sophia60

    sophia60

    16. March 2017 um 11:20

    Das Buch "weit weg ist anders" der Autorin Sarah Schmidt hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die skurillen Alten werden so lebendig beschrieben, die Dialoge sind so überraschend anders, es ist ein Vergügen dem Lauf der Geschichte zu folgen! Die kratzbürstige Edith Scholz verschreckt zu Beginn des Buches mit ihrer schroffen Art, ihrer schon frechen Unhöflichkeit und Gefühllosigkeit gegenüber all ihren Mitmenschen; sei es gegenüber dem freundlichen Briefträger, der sie nach einem Sturz im Hausflur gerettet hat oder gegenüber ihrer Zimmernachbarin Frau Christel Jakobi, die sie mit ihrer ablehnenden Frechheit beleidigt, als diese bei einem gemeinsamen Kuraufenthalt ihre Bekanntschaft machen will. Im Laufe der weiteren Geschichte wird sie einfühlsamer, empatischer und somit auch sympatischer; die Leser können mehr und mehr ihre Grundsatzhaltung " allein sein, heißt frei sein " nachempfinden und verstehen, warum sie im Alter so schroff geworden ist. Die total gegensätzlich veranlagte Frau Jakobi ist "nah am Wasser gebaut"; sie kämpft mit esoterischen Mitteln und Jogaübungen gegen ihre Empfindlichkeit an. Manche mögen sie für naiv halten, aber sie ist klug genug ihr Verhalten zu reflektieren und sie erkennt zielsicher ( wenn auch mit Hilfe ihrer Tarotkarten), dass sie sich im Kampf mit ihren Verwandten eine starke Persönlichkeit zur Hilfe und Unterstützung suchen muss; und da kommt ihr die Bekanntschaft mit der zweifellos selbstbewußten Berlinerin Edith wie gerufen. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

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  • Reiselustig...

    Weit weg ist anders
    vipfoto

    vipfoto

    14. March 2017 um 22:26

    Das machen wir später, jeder hat diesen Satz schon einmal gesagt oder zu hören bekommen. Entweder weil der scheinbar richtige Zeitpunkt für das Vorhaben noch nicht gekommen war oder aber kein Geld vorhanden war. Auch die Kinder werden gerne vorgeschoben :-) ich weiss wovon ich spreche und ruckzuck zieht das Leben und die Gelegenheiten an einem vorbei. Wann ist später? Und wenn man nicht beherzt einschreitet kann es schnell zu spät sein. Der Roman "Weit weg ist anders" von Sarah Schmidt greift genau diese Thematik auf. Gefühl und sehr humorvoll lässt sie uns an dem Schicksal der Protagonistinnen Edith und Christel teilhaben. Verwundert reibt man sich die Augen und denkt über das eigene Leben nach... Versäumnisse und verpasste Gelegenheiten und möchte die beiden alten Damen ermuntern "jetzt endlich alles zu tun, was sie möchten"nämlich REISEN & LEBEN! Viel Zeit wird nicht mehr sein, denn beide sind über 70 Jahre und auch schon ein wenig gebrechlich.siehe auch:  https://booksofloveblog.wordpress.com/2017/03/14/reisefreudig/

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  • Nette Strandlektüre

    Weit weg ist anders
    Schwaetzchen

    Schwaetzchen

    13. March 2017 um 12:47

    „Weit weg ist anders“ heißt dieses Buch und ganz nah dran an einer gut erzählten Geschichte ist auch anders. Zwei 70jährige Frauen lernen sich während eines Reha-Aufenthaltes kennen. Frau Scholz ist als Berlinerin eine Frau der offenen Worte, so wie man das in jedem Reiseführer nachlesen kann. Frau Jacobi aus Husum ist feinfühliger und auch seelisch zarter. Sie traut sich nicht, sich gegen ihre Tochter durchzusetzen und entwickelt einen Plan, wie sie dem Seniorenheim-Dasein entkommen kann. Diese Ausgangslage wäre für ein munteres Roadmovie perfekt gewesen, doch was der Leser erlebt, ist gerade mal tauglich für eine Episode auf dem „ZDF-Traumschiff“, zwar noch recht unterhaltsam, aber weder spannend, noch humorvoll erzählt. Stellenweise plätschert die Geschichte träge vor sich hin. Die Figuren, die wir kennen lernen, werden nur oberflächlich betrachtet und beschrieben, dass sie mir so fremd bleiben wie die Menschen, mit denen ich zufällig in einem Wartezimmer ausharren muss, bis ich zum Arzt gerufen werde. Beide Frauen sind körperlich nicht fit und all die Aktivitäten, die sie absolvieren, passen ebenso wenig ins Bild wie die Sprache der beiden, die sie für die Dialoge und Erzählungen benutzen. Eine kluge und kunstinteressierte Frau spricht anders, als die Person im Buch, sowie eine als schroffe Berlinerin beschriebene Frau dann eben auch sprachlich bei ihrem Charakter bleiben würde und sollte. Hier und da störten mich noch kleine Ungenauigkeiten und dass vieles zu sehr konstruiert wurde, insgesamt aber kann man mit diesem Buch ein schönes Wochenende verbringen, oder es sich als Strandlektüre für den Sommer aufheben. Frau Scholz, die Berlinerin, würde jetzt sagen: Diese Rezension war nicht unfreundlich.    

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  • Man ist nie zu alt für seine Träume

    Weit weg ist anders
    AnTheia

    AnTheia

    13. March 2017 um 09:20

    Man nehme eine kratzbürstige, eigenwillige Berlinerin, namens Edith Scholz, die in bescheidenen Verhältnissen lebt, nicht auf den Mund gefallen und mit einer guten Portion gesundem Menschenverstand ausgestattet ist. Und die aus Husum stammende Christel Jakobi, die wohlhabend ist, sich für Yoga, Esoterik und Handarbeiten begeistert, und auch sonst eher leichtgläubig naiv durchs Leben geht. Heraus kommt ein eher ungewöhnliches Rentnerinnengespann, das den Mittelpunkt des Romans von Sarah Schmidt bildet. Eher unfreiwillig begegnen sich die beiden während eines Kuraufenthaltes in Usedom, bei dem sich Edith von einer Hüft-OP erholen soll. Da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, entsteht bald eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft. Keiner der beiden ahnt zu dem Zeitpunkt, welches Abenteuer beide erleben werden. Denn Christel ist unheilbar krank und macht Edith zu ihrer unfreiwilligen Komplizin, um sich einen letzten Lebenswunsch zu erfüllen und die Orte zu besuchen, die Christel unbedingt nochmal sehen will. So reisen beide, ohne das Wissen von Christels Familie, nach Baden-Baden. Was anfangs wie ein Roadtrip zweier alter Rentnerinnen wirkt, wird bald eine Reise, bei der beide erkennen, was wirklich im Leben zählt. Ich muss zugeben, dass ich nach der Leseprobe auf vorablesen.de durchaus etwas anderes von der Geschichte erwartet hatte: z. B. ein verrücktes Roadmovie, diesmal mit zwei alten Frauen in den Hauptrollen. Ich wurde positiv überrascht, denn im Zentrum dieser tragisch-komischen Geschichte stehen zwei sehr unterschiedliche Frauen, die mir beide trotz ihrer zahlreichen Ecken und Kanten auf Anhieb sympathisch waren. Dabei geht es in ihrer Beziehung durchaus nicht immer reibungslos zu und selbst am Ende bleiben sie beim gegenseitigen „Sie“. Jede der beiden Frauen blieb durch die Geschichte hindurch facettenreich, ihre Handlungen nachvollziehbar. Sogar Edith bekommt im Verlauf der Geschichte etwas tragisches, was beweist, das auch sie nur eine harte Schale, aber einen weichen Kern hat. Ich hätte mir beide sehr gut als meine Großmutter vorstellen können, obwohl mir Edith in ihrer kratzbürstigen Art so deutlich lieber wäre. Sarah Schmidts Roman kommt daher aufgrund der beiden Hauptcharaktere ohne viel Aufregung, ohne viele Charaktere und ohne vielschichtige Handlung aus. Obwohl die Geschichte dadurch an manchen Stellen zu Längen neigt und für meinen Geschmack zeitweise an Tempo verliert. Das Ende war für mich sogar etwas zu abrupt. Dennoch gelingt es der Autorin durch die liebevoll gezeichneten Figuren eine sehr nachdenkliche Geschichte zu liefern, in der es im Kern um den Wert von Freundschaft geht und dass es nie zu spät sein sollte, seine Träume zu verwirklichen. Fazit: Eine ruhig, feinfühlig erzählte Geschichte über eine ungewöhnliche Frauenfreundschaft.

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  • Sehr amüsant

    Weit weg ist anders
    92libero

    92libero

    12. March 2017 um 20:08

    Cover:Bei diesem Buchcover hätte ich nicht an diesen Inhalt / diese Geschichte gedacht - nachdem ich nun die Geschichte kenne, finde ich es einigermaßen passend.Aufjedenfall schön auffällig!Inhalt und eigene Meinung:„Weit weg ist anders“ geschrieben von der Autorin Sarah Schmidt ist ein sehr unterhaltsamer Roman.Es handelt von den beiden älteren Damen Christel und Edit, die sehr unterschiedlich sind und eigentlich abgeneigt zueinander sind und doch eine Gemeinsamkeit haben: An ihrem Lebensabend noch etwas tolles, aufregendes und freudiges zu erleben.Die beiden auf ihrer Reise durch Deutschland zu begleiten hat Spaß gemacht.Es war sehr angenehm zu lesen - der Sprach- und Erzählstil hat mich schon bei der Leseprobe sehr angesprochen und gut gefallen. Diese Art zu schreiben, einfach toll!Zudem hat das Buch eine angenehme Länge.Es ist sehr amüsant, regt aber auch zum Nachdenken an. Insgesamt ein tolles Buch, das ich sehr empfehlen kann!

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  • Edith Scholz und ihre schroffe Art

    Weit weg ist anders
    maria61

    maria61

    10. March 2017 um 08:52

    Es scheint eine alte Dame, Edith Scholz, 70 Jahre alt, hängt ihren Gedanken nach und überlegt ob sie nun stirbt. Die Autorin, Sarah Schmidt, hat einen leichten, interessanten, und humorvollen Schreibstil. Eigentlich ist es ein erstes Thema und in der heutigen Zeit, leider ein öfters Vorkommen in der Gesellschaft. Ältere Menschen allein in der eigenen Wohnung, bis etwas passiert und dann?? Auf eine skurrile Art und Weise beschreibt Sarah Schmidt, das Leben von Frau Scholz. Was passiert kann, wenn alleinstehenden Menschen in der vertrauten Umgebung etwas passiert, und nach einiger Zeit doch einer merk etwas stimmt da nicht. Edith Scholz ganz Berliner Art, sagt was sie denkt, schroff und im Umgang mit anderen nicht gerade schonungslos. Christel Jacobi aus einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, möchte das sie alle mögen und mit keinem anecken will, wie eine zarte Blüte. Die Protagonisten sind sehr gut recherchiert, man kann sie mögen oder auch nicht. Edith steht mit beiden Beinen auf der Erde, im Gegensatz zu Christel sie verkriecht sich gerne hinter ihrer Handarbeit was für Edith nur langweilig ist. Viel Gemeinsamkeit haben diese beiden Damen nicht und müssen sich erst einmal aneinander gewöhnen. Darum wird sich ausgedacht wie man, den doch so tristen Alltag, mal entfliehen kann und plant einen Kurzurlaub. Trotz dem ernsthaftem Thema , kommt der Humor nicht zu kurz. Dieser hält sich über das gesamte Buch und spiegelt das wirkliche Leben prima nach. Der Autorin, Sarah Schmidt, ist ein gutes Buch über Mehrgenerationen des Verstehens, Überlegens und Vertrauen in den anderen gelungen. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen für alle Generationen. In eine solche Situation kommt früher oder später jeder.

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  • Ganz tolle Charaktere

    Weit weg ist anders
    Schnapsi

    Schnapsi

    09. March 2017 um 07:45

    Dieses Buch hat es einfach total in sich. Zwei Damen mit den unteschiedlichsten Charakteren treffen ungewollt aufeinander. Was soll denn da passieren? Frau Scholz ist eine eigenbrötlerische Berlinerin. Ihr Auftreten besticht durch unglaubliche Direktheit und sie nimmt niemals ein Blatt vor den Mund. Im Gegensatz zu ihr steht die immer freundliche und sanfte Christel Jakobi, die jeden Konflikt auch wenn er noch so klein ist scheut. Leider helfen ihr die Nettigkeit nicht bei ihrem fehlenden Selbstbewusstsein. Auch Ihre Naivität kann sie mit ihrer Sanftheit nicht ausgleichen. Aber so wie der Zufall will. Treffen zwei verschiedene Welten aufeinander. Zu Beginn sieht es nicht so aus, als wäre da irgendetwas zu holen. Aber dies wäre ja kein Buch wenn es nicht anderst käme. Christel und Edith tun sich zusammen! Naja ganz freiwillig, ich bin mir nicht sicher! Aber dass lässt sich herausfinden, wenn man dieses wunderbare Buch liest!

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  • Wundervolle Charaktere

    Weit weg ist anders
    Hagazussa

    Hagazussa

    08. March 2017 um 20:34

    Ein sehr interessantes Buch, das mal nicht vom Älterwerden sondern vom Ältersein berichtet. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Die resolute Frau Scholz, die sich so sehr in ihrer einsamen kleinen Welt gemütlich eingerichtet hat, dass sie anfangs sogar Probleme hat, sich bei ihrem Lebensretter zu bedanken. Die sich bei zu viel Kontakt mit anderen nach der Stille ihrer Einsamkeit zurück sehnt. Ehrlich und direkt bis in den letzten Knochen und damit sehr sympathisch auch wenn viele von der resoluten Art sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Im Gegensatz dazu die ängstliche Frau Jacobi. Ein Leben lang bevormundet, erst vom Mann und später von der Tochter, ist sie es nicht gewohnt, ihre eigene Meinung zu vertreten. Eine Geschichte des Alltags spannend erzählt mit wundervollen Charakteren. Sehr lesenswert! 

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  • Ansprechende Geschichte mit viel Wortwitz!

    Weit weg ist anders
    biancaneve66

    biancaneve66

    08. March 2017 um 19:06

    Weit weg ist anders erzählt von der – letzten – Reise von zwei älteren Damen, unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Mimose Christel Jacobi ist in sich gekehrt, ängstlich und auf Äußerlichkeiten bedacht; sie legt Wert auf die Meinung anderer, verkriecht sich hinter ihrer Handarbeit. Ihre Reisebegleitung, die Berlinerin Edith Scholz ist schroff, kantig, und im Umgang mit anderen Menschen schonungslos wie die Axt im Wald. Sie steht mit beiden Beinen fest im Leben. Wie die beiden Damen sind auch alle anderen Charaktere in diesem Buch sehr glaubwürdig und sympathisch beschrieben. Sehr gelungen ist die Wiedergabe der Gedanken der verschiedenen Protagonisten. Diese recht persönlichen Ansichten regen auch den Leser zum Nachdenken an – über Freundschaft und Familie, über das Älterwerden und Prioritäten setzen. Dennoch überwiegt in diesem Roman die humorvolle Seite. Man sollte sich das Kennenlernen der beiden Damen auf gar keinen Fall entgehen lassen! So viel unterhaltenden Wortwitz und Schlagabtausch findet man nicht oft!

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  • *Ein Wellenbad der Gefühle*

    Weit weg ist anders
    Lesezeichenfee

    Lesezeichenfee

    08. March 2017 um 08:46

    Fee zum Inhalt Edith Scholz aus Berlin stürzt in ihrer Wohnung. Sie denkt, sie müsste jetzt sterben, doch ihr Briefträger bemerkt, dass etwas nicht stimmt und wird zu ihrem Retter. Bei der Reha lernt sie Christel Jacobi aus Husum kennen. Danach reisen sie quer durch Deutschland. Fees Meinung Erst mal finde ich Schreibstil so toll, dass ich das Buch in 1,5 Tagen ausgelesen habe. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut gezeichnet. Man kann sich die 2 Haupt- und die 2 Nebenpersonen, den Briefträger (Oskar) und den Witwenbetrüger (Paul) sehr gut vorstellen. Auch alle anderen Charaktere, die vorkommen. Christel Jacobi ist sehr nett und warmherzig. Edith Scholz ist eher verschroben und sie möchte auch keine Freundschaft. Sie reisen nur zusammen, weil in Ediths Haus renoviert wird und sie Christel helfen möchte. Es ist nicht wirklich eine Freundschaft, eher ein zusammenraufen, etwas Respekt und akzeptieren. Vieles ist nicht überraschend und auch das mit dem Ende ist etwas schade. Ich, als Leserin wurde etwas ratlos und traurig zurückgelassen. Es werden einige Themen wie Krankheit, Altenheim, Krankenhaus, Entmündigung bzw. Kontosperrung behandelt, was sehr ernst ist. Das Buch ist trotzdem etwas sarkastisch-witzig und teilweise lustig geschrieben. Ich fühlte mich in einem Wellenbad der Gefühle.Es gab nicht wirklich eine Liebesgeschichte, obwohl ich es beiden Frauen gegönnt hätte. Vor allem Paul tat mir am Schluss leid. Kann sich – in diesem Alter - nicht noch jemand ändern? Mit den Personen hätte ich wärmer werden können bzw. wollen, wäre das Buch länger gewesen. Am Liebsten mochte ich Christel Jakobi, weil sie nett, warmherzig und fürsorglich ist. Ich hätte ihr einen größeren Lernerfolg in Punkto Durchsetzung und den Mut zum ehrlichen Gespräch mit ihrer Tochter gegönnt. Ich konnte allerdings beide Seiten verstehen. Der Charakter von Edith ist so, wie man sich klischeehaft eine ältere, alleinstehende Berlinerin vorstellt.Das Cover ist wunderschön, passt aber nicht wirklich zu dem Buch, dafür ist die Rückseite sehr lieblos gemacht. Fees Fazit Ich bin der Meinung man hätte viel mehr draus machen können. (Ein Zweiteiler, bei dem Schreibstil wär da drin gewesen ;-) ) Die Reha/die Reise wurde meiner Meinung nach zu kurz abgehandelt. Und das Ende fand ich auch nicht wirklich so gut gelungen. Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr darauf eingehen. Einige Zitate fand ich toll (Twain/Churchill) und ich lernte eine neue Sehenswürdigkeit kennen, die ich noch nicht kannte. Ich könnte mir vorstellen und würde mir wünschen, dass das Buch ein Bestseller wird (nur weil ich 4 Sterne gebe, heißt das gar nix).

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