Sarah Schmidt Weit weg ist anders

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Inhaltsangabe zu „Weit weg ist anders“ von Sarah Schmidt

Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt. »Frei sein heißt allein sein können«, ist die verwitwete Edith Scholz überzeugt, die in ihrer Berliner Mietwohnung mit einer Zigarette und hin und wieder einem Gläschen Schnaps ganz zufrieden ist. Doch ein Sturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung – Frau Scholz muss zur Reha nach Usedom. Was im Grunde recht erholsam sein könnte. Wäre da nicht Christel Jacobi, ihre viel zu freundliche und esoterische Zimmernachbarin: »Wir alten Weiber – wir müssen doch zusammenhalten«, meint die, überschüttet die knurrige Frau Scholz mit Freundlichkeiten und schafft es schließlich sogar, sie zu ihrer Verbündeten zu machen. Denn Christel Jacobi will sich nicht länger dem Willen ihrer Familie beugen, sondern endlich mal ein Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist ...

Wenn sich zwei zuerst nicht grün sind

— omami
omami

Eher langweilige Geschichte und wenig interessant im Stil.

— Joodie
Joodie

Heiter und nachdenklich

— Langeweile
Langeweile

Streckenweise unterhaltsam, für mich etwas zu melancholisch

— dani_eb
dani_eb

Humorvolle Geschichte über verschieden Charaktere und das älter werden.

— DieBerta
DieBerta

Okay, aber nicht so gut wie ich gehofft hatte ...

— JustineWynneGacy
JustineWynneGacy

Ein Buch über das Älter werden und eine ungewöhnliche Reise. Charaktere die nicht unterschiedlicher sein könnten, warten hier.

— xDropsyx
xDropsyx

Meine Vorstellung war ein wenig anders, bin unentschlossen in meiner abschließenden Meinung.

— IlonGerMon
IlonGerMon

Unterhaltsames Buch. Wobei ich eher dachte "Eddy wird bei Gisela einziehen". Leichte Kost ohne dabei flach zu sein

— sunbetty38
sunbetty38

Schmunzelndes und bewegendes Nachdenken über das Altsein und zugleich Mutmachbuch!

— simone_richter
simone_richter

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    Weit weg ist anders
    omami

    omami

    07. June 2017 um 13:37

              Das sind schon zwei äußerst unterschiedliche Charaktere, die Sarah Schmidt für ihren Roman "Weit weg ist anders" , herausgegeben im Insel-Verlag, geschaffen hat.Edith Scholz, Berlinerin der alten Schule, korrekt, gelegentlich scharfzüngig, aber immer mit Scharfblick, verwitwet, 1 Sohn. Sie lebt und entscheidet gerne alleine.Christel Jacobi, aus Husum, kreativ und offen, todkrank, geht unangenehmen Dingen gerne aus dem Weg, geschieden, 1 Tochter, nicht unvermögend, will auf keinen Fall ins Altersheim.Die beiden Damen könnten wohl nicht unterschiedlicher sein und auch denken, lernen einander in einer Reha-Klinik kennen, nähern sich jedoch einander auf einer gemeinsamen Reise, oder besser, einer Flucht Frau Jacobis, auf der sie von Frau Scholz mehr oder weniger freiwillig begleitet wird. Sie werden nicht gerade Freundinnen, aber sie bringen nach und nach Verständnis für einander auf.Auch zwei Männer, ebenfalls sehr gegensätzliche Charaktere, spielen nicht unwesentliche Nebenrollen in der Geschichte. Der Briefträger Oskar Mannstein, der Frau Scholz gleich zweimal aus misslichen Situationen rettet und der Betrüger Paul, der in Frau Jacobi ein williges Opfer findet, was jedoch die bodenständige Frau Scholz energisch  gerade rückt.Ein Roman, der sowohl Lächeln, Lachen , als auch Rührung aufkommen läßt.Viele Wahrheiten verstecken sich in diesem Buch, besonders die Beschreibung der alten Damen und deren Verhalten sind darin hervorragend beobachtet und wiedergegeben.Lesenswert, liebenswert.        

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  • mal etwas anderes

    Weit weg ist anders
    Tara01092012

    Tara01092012

    27. May 2017 um 20:04

    Ein Buch das so gar nicht in mein Genre passt, aber mich trotzdem sehr gut unterhalten konnte. Das Rentnerduo auf nem Roadtrip fand ich sehr interessant. Stellenweise musste ich echt schmunzeln da es mich ein wenig an meinen Arbeitsplatz erinnert hat. Das Cover konnte mich leider gar nicht überzeugen, aber der Inhalt hat mich dann neugierig gemacht. Gut zu lesen...flüssig und flott... Eine tolle Urlaubslektüre für zwischendurch die wirklich Freude bereiten kann. Der Schreibtisch ist ein wenig eigenwillig und anders als erwartet... Die zwei eigensinnigen und etwas großschnäuzigen Rentnerinnen muss man einfach gern haben. Edith und Christel, die verschiedener nicht sein können und doch eins gemeinsam haben. Sie können sich nicht ausstehen!

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  • Gut ist anders

    Weit weg ist anders
    Joodie

    Joodie

    18. May 2017 um 20:47

    Zwei ältere Damen lernen sich in der Reha kennen, sind zwar beide sehr distanziert, aber dennoch kann die eine die andere überreden, ihr bei der Flucht vor ihrer Tochter (die sie ins Altersheim stecken will) zu helfen und mit ihr nach Baden-Baden zu fahren. Eine Geschichte, die zwar nicht besonders spannend, aber doch ganz nett zu lesen ist. Die die ersten dreißig Seiten hatten mich völlig vom Hocker gehauen, so dass ich nach der Leseprobe unbedingt auch das Buch lesen wollte. Doch danach ging es zunehmend bergab. Die Hauptfiguren sind irgendwie nicht ganz plastisch und relativ klischeehaft. Die ruppige Berlinerin mit Herz und Schnauze, die reiche und gebildete Dame von der Nordsee. Dann noch ein Schurke, der aber so unschurkig ist, dass er, sobald überführt, sofort klein beigibt und ziemlich jämmerlich wirkt... Am interessantesten ist der Briefträger! Aber gut, an sich ist ja an einer eher seichten Story noch nicht soo viel auszusetzen, wenn man gerne etwas hat, was sich einfach schön wegliest und einen nicht anstrengt. Probleme habe ich jedoch zunehmend auch mit dem Stil von Frau Schmidt gekriegt. Sie zieht keine einheitliche Schreibweise durch, sondern springt ständig von der 3. in die 1. Person und zurück. Viele Sätze sind unvollständig, was daher rührt, dass quasi die Gedanken der Person wie sie gerade kommen mitverfolgt werden. Aber manchmal ist es wirklich doch ein bisschen doll. Eine kleine Probe: "Aber sogleich ein Dämpfer. Denn so schön es sein wird, endlich wieder im vertrauten Terrain zu sein, Christel ist ja wohl mit von der Partie und wird bei ihr wohnen. Zum Glück ist Sommer. Sonst müsste ich Kohlen aus dem Keller und frühestens morgen Vormittag die dicke Jacke aus." (S. 232 vom Leseexemplar) Alles in allem doch eine eher schwaches Buch, was ich nicht weiterempfehlen kann.

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  • Edith und Christel

    Weit weg ist anders
    Langeweile

    Langeweile

    18. May 2017 um 20:46

    Während einer gemeinsamen Reha lernen sich Christel Jacobi aus Husum und Edith Scholz aus Berlin kennen. Beide sind 70 Jahre alt und grundverschieden. Edith ist eine typische Berlinerin, die ihr Herz stets auf der Zunge trägt, Christel eine impulsive und leicht esoterisch angehauchte Frau. Auf die ersten Kontaktversuche, die Christel unternimmt, reagiert Edith abweisend und kratzbürstig . Nach und nach nähern sich die beiden unterschiedlichen Frauen etwas an und erzählen sich gegenseitig verschiedene Sachen aus ihrem Leben. Während Edith nach der Kur wieder in ihr normales Leben zurückkann, soll Christel,da sie sehr krank ist, nach dem Willen ihrer Tochter in ein Seniorenheim ziehen. Da Christel das auf keinen Fall will, sondern stattdessen noch einmal eine Reise machen, überredet sie Edith, sie zu begleiten. Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Leicht und locker mit viel Humor gewürzt, erzählt sie die Geschichte der zwei älteren Damen. Was wie eine lustige Komödie beginnt, entwickelt sich mit fließenden Übergängen, in eine sehr ernste Richtung. Hierbei werden dem Leser gekonnt einige Lebensweisheiten vermittelt. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und spreche eine Leseempfehlung aus.

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  • Zwei Damen auf Entdeckungsreise... nach nebenan.

    Weit weg ist anders
    dani_eb

    dani_eb

    18. May 2017 um 10:06

    In Sarah Schmidts neuem Roman "Weit weg ist anders" geht es um zwei 70-jährige Damen, die sich in einer Reha-Klinik kennenlernen. Bereits die ersten Zusammentreffen zeigen, dass die Berlinerin Edith Scholz ein ganz anderes Kaliber ist als Christel Jacobi. Edit Scholz ist resolut und sie weiß was sie will... Wäre da nicht dieser Zwischenfall, der ihr diesen Reha-Aufenthalt aufzwingt. Doch die Neugier der beiden Damen, die sie gespannt macht, was denn hinter dem Verhalten der anderen steckt, lässt sie doch miteinander auskommen. Schließlich führen mehr oder wenige glückliche Umstände dazu, dass die beiden zusammen auf Reisen gehen. Aber auch vom "Wegfahren" haben Edith und Christel ganz unterschiedliche Auffassungen... Die beiden Damen mit vielen Ecken und Kanten manövrieren sich in viele unterhaltsame Situationen, wobei im Hintergrund ein doch eher tragisches Schicksal mitwirkt und dem Buch etwas mehr Ernst verleiht, als man auf den ersten Blick meinen würde.

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  • Humorvolle Gescichte über das Älterwerden

    Weit weg ist anders
    DieBerta

    DieBerta

    17. May 2017 um 20:25

    Weit weg ist anders von Sarah Schmidt- Broschiert: 261 Seiten - Verlag: Insel Verlag; Auflage: Originalausgabe (6. März 2017) - Sprache: Deutsch - ISBN-10: 3458362568 - ISBN-13: 978-3458362562 - Größe und/oder Gewicht: 13 x 2,1 x 21,2 cmKlappentext: Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt.»Frei sein heißt allein sein können«, ist die verwitwete Edith Scholz überzeugt, die in ihrer Berliner Mietwohnung mit einer Zigarette und hin und wieder einem Gläschen Schnaps ganz zufrieden ist. Doch ein Sturz macht ihr einen Strich durch die Rechnung – Frau Scholz muss zur Reha nach Usedom. Was im Grunde recht erholsam sein könnte. Wäre da nicht Christel Jacobi, ihre viel zu freundliche und esoterische Zimmernachbarin: »Wir alten Weiber – wir müssen doch zusammenhalten«, meint die, überschüttet die knurrige Frau Scholz mit Freundlichkeiten und schafft es schließlich sogar, sie zu ihrer Verbündeten zu machen. Denn Christel Jacobi will sich nicht länger dem Willen ihrer Familie beugen, sondern endlich mal ein Abenteuer erleben, bevor es zu spät ist ...Wie schon im Klappentext beschrieben sind die beiden älteren Damen, die sich in einer Reha-Einrichtung kennen lernen, sehr verschieden. Aber Gegensätze ziehen sich an, das scheint zumindest Christel zu denken und versucht auch Edith davon zu überzeugen. Wie und ob ihr das gelingt hat Sarah Schmidt sehr humorvoll und gut lesbar in dieser Geschichte erzählt. Bei ihrer teilweise auch unfreiwilligen, nicht nur bequemen Reise ergänzen sie sich und bleiben auch nicht ganz allein. Ich denke das Buch kann gut in jedem Alter und auch von Frauen und Männern gelesen werden. Es lässt sich sicherlich auch in Bus und Bahn oder im Strandkorb lesen, da die Kapitel eine angenehme Länge haben (11 auf 260 Seiten) und die Schreibweise leicht, locker, trotzdem mit Hintergrund und humorvoll ist.

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  • "Grace&Frankie" Effekt?

    Weit weg ist anders
    JustineWynneGacy

    JustineWynneGacy

    17. May 2017 um 10:58

    Manchmal wird man mit Büchern einfach nicht warm. So war es bei mir und diesem Buch. Der Einstieg wurde den Wechsel der Perspektiven noch erschwert. Edith und Christel kommen im Laufe der Geschichte in Kontakt. Die Reise der beiden Frauen war schon sehr interessant aber mir fehlte der "Grace&Frankie" Effekt. Der Humor kam meiner Meinung nach nicht so gut raus, wie gewünscht. Ohne zu spoilern kann ich verraten, dass die beiden Vollblutweiber in eine Situation geraten aus der sie alleine nicht heraus kommen ...Also, ein gutes Buch oder nicht?Gut ja, super nein. Das größte Problem hatte ich wohl mit Edith. Mit ihr konnte ich auch bis zum Ende herzlich wenig Anfangen und einige ihrer Entscheidungen kaum nachvollziehen. Durch den wirklich zähen Anfang, dürfte ich nicht mehr als drei Sterne geben. Obwohl das Buch natürlich auch seine Höhepunkte hatte. Lesenswert ist es, allerdings sollte man sich Zeit lassen und nicht unter Druck lesen müssen. 

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  • Leserunde zu "Weit weg ist anders" von Sarah Schmidt

    Weit weg ist anders
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    Das Glück ist eine Reise! Edith Scholz und Christel Jacobi sind die beiden Protagonistinnen aus Sarah Schmidts neuem Roman Weit weg ist anders. Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben die beiden eigentlich nichts miteinander am Hut – und dennoch lassen sie sich auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt … Aber lasst Euch doch einfach von Leserinnen des Romans ein wenig mehr darüber erzählen:Na, neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe »Wir laden Euch gemeinsam mit Sarah Schmidt herzlich ein, die beiden 70-Jährigen auf ihrer Reise zu begleiten und verlosen 25 Bücher unter allen, die bis zum 15.03. über den blauen »Jetzt bewerben«-Button folgende Frage beantworten:Wohin wollt Ihr auf jeden Fall noch verreisen? Über die Autorin: Sarah Schmidt lebt in Berlin. Sie ist seit Mitte der 1990er Jahre freie Autorin und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Ihr letzter Roman Eine Tonne für Frau Scholz stand 2014 auf der »Hotlist« der unabhängigen Verlage und zählte damit zu den zehn besten Büchern des Jahres.PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 449
  • Nicht nur in der Ferne kann man etwas erleben

    Weit weg ist anders
    xDropsyx

    xDropsyx

    16. May 2017 um 19:36

    Die Autorin: Sarah Schmidt lebt in Berlin und arbeitet als freie Autorin. Neben Artikeln in Zeitschriften, Auftritten bei der Berliner Lesebühne und einem Theater Stück ist sie für einige Bücher bekannt. Unter Anderem hat die Autorin Bücher wie „Dann machen wir´s uns eben selbst“ und „Bad Dates“ geschrieben. Das Cover: Die Farben Rot und Orange Dominieren das Cover und kommen durch weiße Akzente besonders zur Geltung. Zu sehe sind, verschiedene Landschaften, eine Skyline und ein Bus. Das Cover ist nicht alltäglich und hebt sich so von der Masse ab. Für mich auf jeden Fall ein Grund, dass Buch näher zu betrachten. Zum Inhalt: Zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen zwangsläufig in einer Kur aufeinander. Edith kommt aus Berlin und möchte einfach nur ihre Ruhe, was sie jedem sehr deutlich zeigt. Christel hingegen, sucht den Kontakt zu anderen und ist eine herzliche aber doch sensible Person aus Husum. Aus der Not heraus schließen die beiden Frauen sich zusammen und gehen auf eine besondere Reise. Die Charaktere: Wir treffen hier auf einige Protagonisten die nicht unterschiedlicher sein können und doch finden sie zueinander. Edith: Eine typische Berlinerin mit einer rauen Schale und großer Klappe. Edith möchte für sich alleine sein und blockt jeden Kontakt ab, oder weiß sie einfach nicht wie gut Freundschaft sein kann? Christel: Sie ist auf den ersten Blick eine süße alte Dame, die durch ihre sensible Art, vergisst dass zu tun, was sie wirklich möchte. Ihre Krankheit und ihre Tochter stehen bei ihren Plänen im Weg. Christel scheint sehr einsam und hilflos zu sein. Kim und Hagen: Kim ist Christels Tochter und Hagen ihr Schwiegersohn, die beiden glauben zu wissen was das Beste für Christel ist und scheinen dabei alles andere zu übersehen. Oskar Mannstein: Er ist Briefträger, ein sehr netter und doch unscheinbarer Mann der gerne für andere da ist und sich selber etwas hängen lässt. Paul Meininger: Scheinbar ein gutaussehender, gebildeter Mann im mittleren Alter, der genau weiß was Frauen wollen.Meine Meinung: Der Einstig in das Buch ist für mich durch den Perspektivwechsel nicht so leicht, wobei mir die Gedanken von Edith in der Situation nach dem Unfall gut gefallen. Gut gelungen finde ich den Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, es ist spannend eine Situation von beiden Seiten erzählt zu bekommen. Da die Eindrücke doch so verschieden sind. Der Abschnitt über den Kuraufenthalt hat mir sehr gut gefallen, hier gab es für mich einiges zum Schmunzeln und mir gefiel es, wie Edith und Christel in Kontakt kamen. Die Zweckgemeinschaft löste sich nach der Kur wieder auf und jede fuhr nach Hause, bis Christel eine ungewöhnliche Reise plante. Die Reise der beiden Frauen war schon sehr interessant und es wurde deutlich, dass im Alter nicht mehr alles so einfach ist, doch keine der beiden will es zugeben. Sie genießen ihre Freiheit und haben Spaß bis die Gesundheit und Paul ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Ediths Reaktion auf diese Situation fand ich einfach toll, sie weiß was zu tun ist und bleibt sachlich und klar. Es gibt viele Stellen in dem Buch die mir sehr gut gefallen und einige die mir nicht so zusagen. So bin ich mir auch nicht sicher ob ich Edith oder Christel lieber mag, auch wenn ich mit Edith nicht so ganz warm geworden bin. Am Ende muss ich sagen, das beide Frauen als Gespann mir sehr gut gefallen, weil sie einfach so unterschiedlich sind, dass es ein Wunder ist, dass sie dennoch so gut miteinander klar kommen. Wer nicht zu viel lesen möchte sollte hier stoppen, denn um meine Meinung ganz zu erklären muss ich etwas über das Ende schreiben….Edith und Christel geraten in eine missliche Lage aus der für sie ohne Hilfe kein Entkommen möglich ist. Also kommt der Postbote wieder ins Spiel, was toll ist, da er als Charakter gut in das Buch passt. Für mich ist es aber etwas zu weit hergeholt, das er wirklich los fährt und den Frauen zu helfen. An der Stelle fehlt mir etwas, auch wenn seine Worte bei der Autofahrt mir nicht aus dem Kopf gehen. Nach der Ankunft in Berlin geht alles ganz schnell und Christels Tochter holt sie ab, um sie nun in ein Heim zu bringen. Auch wenn es gegen ihren Willen ist, fügt sie sich und stirbt kurz darauf. Edith lebt ihr Leben wie gehabt weiter, was ich schade finde. Ich hatte gehofft, dass Edith am Ende zu Christel zieht und die beiden Frauen die letzten Wochen genießen und Edith etwas aus sich raus kommt. Es muss natürlich nicht immer ein Happy End geben, doch hat mir hier etwas gefehlt. Fazit: Ich bin nicht ganz so warm geworden mit Edith, obwohl sie ein toller Charakter ist. Der Anfang war etwas zäh und das Ende anders als gedacht. Vielleicht deswegen nicht ganz mein Fall, aber trotzdem ein gutes Buch. Jeder der gerne ein Buch mit Berliner Schnauze und etwas übers altern lesen möchten, trifft mit diesem Buch auf jeden Fall eine gute Wahl. 

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  • Wie Feuer und Wasser ...

    Weit weg ist anders
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    06. May 2017 um 07:28

    Edith aus Berlin, Christel aus Husum, beide siebzigjährig, lernen sich während einer Reha auf Usedom kennen. Christel möchte doch einfach nur nett sein, doch die etwas kratzbürstige Edith will eigentlich nur in Ruhe gelassen werden. Mehr oder minder zwangsläufig raufen sich die beiden dann doch zusammen. Edith weiß, dass sie zurück in ihre Wohnung und nach der Reha ihr selbstbestimmtes Leben wieder aufnehmen kann. Bei Christel ist das so selbstverständlich nicht, ist sie doch schwer krank und zumindest nach Meinung ihrer gluckenhaften Tochter dazu nicht mehr im Stande. Aber – sie möchte auch noch ihre eigenen Entscheidungen treffen und sich nicht in ihr Leben hineinreden lassen. Christel hat Edith nach Husum eingeladen und weil in der Berliner Wohnung gerade eine Handwerker-Attacke stattfindet, tritt Edith die Flucht an und reist in den Norden. Dort reift der Plan der beiden, gemeinsam auf eine Reise zu gehen, auch wenn dies mit vielen Vorbehalten geschieht. Immerhin gibt es da auch noch das liebe Geld, mit dem Christel großzügig versorgt ist, Edith dagegen muss sich ihre Finanzen einteilen. Auch wenn klar ist, dass Christel für die wesentlichen Kosten der reise aufkommen wird, schließlich braucht sie die Begleitung und manchmal Hilfestellung einer anderen Person. So gibt es über die finanzielle Situation, aber auch viele andere Themen immer wieder Gelegenheiten für  heftige Meinungsverschiedenheiten. Als Leser/in erleben wir in diesem Buch das Altsein mit sehr vielen und unterschiedlichen Facetten. Vor allem aber zeigt es auch, dass ältere und nicht mehr so selbstständige Menschen nicht bevormundet werden wollen. Auch wenn die körperliche Kraft langsam schwindet, ist doch das eigene Denken nicht am Ende und die  Menschen sind durchaus zu eigenen Entscheidungen fähig. Dieser Roman ist eine wohl komponierte Mischung aus Humor und Tiefgang. Sarah Schmidt erzählt die Geschichte von Edith und Christel mit sehr viel Situationskomik, beispielsweise wenn die beiden eine Spielbank besuchen. Doch sie findet auch für eine ausgiebige Reflektion dieses Lebensabschnittes die richtigen Worte. Vielleicht hatte ich zu sehr „Heiterkeit“ erwartet und brauchte deshalb ein wenig längeres Nachdenken über den Roman. Mittlerweile glaube ich, dass sich die Geschichte so oder ähnlich täglich in unserer Nachbarschaft abspielen könnte und wir gut daran tun, manchesmal ein wenig genauer zu schauen. Wie beispielsweise der Briefträger in Berlin, der für mich neben den beiden Protagonistinnen eine bemerkenswerte Figur ist. Sehr gelungen und zur Lektüre empfohlen, auch wenn man sich an den Personen reiben kann.

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  • Rührende Geschichte

    Weit weg ist anders
    Jolly_sun

    Jolly_sun

    01. May 2017 um 14:57

    Weit weg ist anders von Sarah Schmidt ist ein Buch über Freundschaft im Alter. Es geht um zwei sehr unterschiedliche Frauen, die in der Reha Klinik in Usedom aufeinander treffen. Zum einen ist da die Berlinerin Edith Scholz. Sie ist ein sehr direkter Mensch, denn sie sagt immer was sie denkt und lässt sich nicht gerne von anderen in ihr Leben herein reden. Sie bleibt lieber für sich allein. Zum anderen gibt es Christel Jacobi die eine eher ruhige und sehr bedachte Persönlichkeit ist, sie möchte jedoch auch ihre eigenen Entscheidungen treffen, und weiß sehr genau was sie will. Christel ist krank und würde gerne auf eine letzte Reise gehen um ihrer Krankheit zu entfliehen. Edith stimmt zu, da sie sich momentan in ihrem zu Hause nicht sehr wohl fühlt. In diesem Buch treffen zwei sehr starke Persönlichkeiten, die sehr unterschiedlich sind aufeinander. Aber nicht umsonst heißt es, Gegensätze ziehen sich an. Es macht wirklich Freude die Reise der beiden zu verfolgen. Aus einer anfänglichen Abneigung wird eine starke Gemeinschaft und schließlich sogar eine zarte Freundschaft. Jede der Frauen hat ihre eigenen Probleme und ihre Freundschaft wird sehr bald auf die Probe gestellt. Für mich eine sehr emotionale Geschichte, die einen sowohl zum lachen als auch zum weinen bringen kann. Sie zeigt beeindruckend das man auch in etwas höherem Alter noch so einiges schaffen kann, wenn man nur daran glaubt. Ein zu empfehlendes Buch, dass man lesen sollte. Die Geschichte ist einfach wunderbar aus dem Leben gegriffen und macht Freude, regt aber auch zum nachdenken über das älter werden an. 

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  • Mini-Challenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    querleserin_102

    querleserin_102

    Hier könnt ihr euch für die Jahreschallenge anmelden. Die Anmeldebeiträge bitte folgendermaßen gestalten:            Ich nehme mit 12 Büchern Teil. 1/12 beendet: Buchtitel, Autor 2/12 beendet: Buchtitel, Autor 3/12 beendet: Buchtitel, Autor 4/12 beendet: Buchtitel, Autor … Danke und viel Spaß! Teilnehmer: ChattysBuecherblog (50/200)xxlxsa (6/50)Hortensia13 (34/100)YaBiaLina (25/75)FrauSchafski (15/50)Yolande (276/70)misery3103 (33/200)annlu (101/250)Tina2803 (0/90)Ayda (23/100)Buchgespenst (98/200)Kuhni77 (38/100)samea (15/50)YvetteH (428/100)Meine_Magische_Buchwelt (72/70) LadySamira091062 (56/180)QueenSize (28/80)Kodabaer (237/30)Iris_Fox (12/24)Amy_de_la_Soleil (63/35)tigerbea (51/150)Lucinda4 (6/25)Bellis-Perennis (64/360)Leseratte2007 (61/100)pamN (5/104)leucoryx (33/11)KruemelGizmo (20/95) Seelensplitter (77/150) Shanlira (14/30) Argentumverde (55/200) dreamily1 (9/30) Mali133 (28/50) aufgehuebschtes (25/40) MrsCorina (0/17) MelE (17/200) dia78 (86/180) BeaSurbeck (54/100) MissTalchen (12/43) DieBerta (19/50) walli007 (438/168) paschsolo (33/80) Ascardia (1/30)  Dominic32 (0/20)  book_lover_6 (1/40) kathi_liebt_buecher (3/90) kleine_welle (13/70) Mausimau (14/40) fantafee (6/25) loralee (0/40) steinchen80 (29/60) Sxndy_03 (10/50) janaka (19/144) haTikva (9/12)  MaLaPe (5/55) kalestra (11/30) _monida (5/36) angiiMi (6/35)                  

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  • gelungen

    Weit weg ist anders
    SLovesBooks

    SLovesBooks

    29. April 2017 um 14:55

    Meine Meinung: Der Einstieg in dieses Buch fiel mir schwer. Es begann recht schleppend. Aber nach und nach hat es mir besser gefallen. Der Humor kam auch immer mehr durch, sodass es sehr unterhaltend war. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Frau Scholz und Frau Jakobi könnten unterschiedlicher nicht sein. Frau Scholz ist großmäulig und hat immer eine feste Meinung. Sie hat Probleme eine Bindung zu Menschen aufzubauen. Frau Jakobi ist stets freundlich und spirituell. Und beide zusammen sind ein cooles Paar. Sie erleben eine tolle gemeinsame Zeit. Vor allem der Spaßfaktor kommt hier nicht zu kurz. Der Wortwitz der beiden hat mir gut gefallen. Nach dem etwas schwierigen Start, wurde die Geschichte zunehmend besser. Mich hat es gut unterhalten. Ein schönes Buch für zwischendurch. 

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  • Ein amüsanter und bewegender Alters-Roadtrip

    Weit weg ist anders
    simone_richter

    simone_richter

    28. April 2017 um 12:04

    Klappentext: Kratzbürstige Berlinerin die eine, norddeutsche Kleinstädterin mit einer Vorliebe für Yoga und Handarbeiten die andere: Außer einer gegenseitigen tiefen Abneigung haben Edith Scholz und Christel Jacobi nichts miteinander am Hut – dennoch lassen sich die beiden 70-Jährigen auf ein Abenteuer ein, das sie quer durch Deutschland führt. In diesem Buch wird das Altsein gezeigt mit all seinen Fassetten. Dabei stecken aber die 2 alten Damen den Kopf nicht in den Sand, sondern wollen selbstbestimmt ihr Leben weiterleben. Das ist spritzig und sehr amüsant geschrieben, hat aber auch seine bewegenden Seiten. Sarah Schmidt hat einen authentischen Roman verfasst, der wirklich aus dem Leben gegriffen scheint. Denn es kommt nicht zu kurz, dass jeder seine Eigenheiten hat und dass man auch im Alter vor der ein oder anderen Dummheit nicht gefeit ist. Außerdem ist es eben manchmal auch nicht leicht mit seinen erwachsenen Kindern, die im fortschreitenden Alter wieder die Seiten wechseln, um eigentlich nur das Beste für ihre alten Eltern wollen. Das trifft den Nerv der Zeit sehr gut, wie ich finde und zeigt, dass man auch im hohen Alter noch verrückt mit vielen Ideen sein, aber auch wie schwierig sich das Eltern/Kinder-Verhältnis in dieser Zeit gestalten kann. Die einen wollen noch selbstbestimmt leben, die anderen wollen es der Mutter leicht machen, aber wissen eigentlich nicht, was das Beste für sie ist. Das ist spannend erzählt mit ausgereiften Charakteren, die einem wirklich im Alltag begegnen könnten. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und  einem vor Augen führt, dass man im Alter vielleicht immer noch über sein Leben entscheiden und etwas wagen sollte mit dem richtigen Gleichgewicht aus Schmunzeln und Rührung.

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  • Ein sehr herzlicher Roman mit zwei 70-jährigen als Protagonisten

    Weit weg ist anders
    Ekcnew

    Ekcnew

    23. April 2017 um 14:57

    In diesem Buch geht es um die beiden 70-jährigen Edith Scholz und Christel Jacobi. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie lernen sich während einer Reha auf Usedom kennen. Edith Scholz ist in ihrer Berliner Wohnung gestürzt. Nach der Hüft-OP sammelt sie in der Reha neue Kräfte, damit sie ihren Alltag weiterhin alleine meistern kann. Christel Jacobi kommt aus der Kleinstadt Husum, sie weiß, dass sie schwer krank ist. Edith Scholz kommt sehr gut alleine klar, Christel Jacobi hingegen sucht den Kontakt zu Edith Scholz. Edith Scholz geht nicht sehr nett mit Christel Jacobi um, dennoch wird sie nach der Reha von Christel Jacobi nach Husum eingeladen. Die beiden begeben sich auf eine gemeinsame Reise. Es ist eine sehr rührende Geschichte mit diesen doch recht speziellen Protagonisten, die wissen, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens gelebt haben. Sie stecken den Kopf aber nicht in den Sand, sondern ganz im Gegenteil, sie begeben sich auf völlig neue Wege. Sie wissen, dass sie etwas für eine Veränderung in ihrem Leben tun müssen. Mich hat dieses Buch überzeugt durch die Schreibweise, die mich zum Schmunzeln gebracht hat aber auch durch dieses schwere Thema, dass die Autorin mit einer herzlichen Leichtigkeit gefüllt hat.

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