Sarah Singleton Das Haus der kalten Herzen

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der kalten Herzen“ von Sarah Singleton

Mitternacht im Haus aus Staub und Eis Das Haus »Century«, der Landsitz der Vergas, ist in ewigen Winter gehüllt. Die Familie, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, erwacht bei Sonnenuntergang und schläft während des Tages. Nie haben sich die Schwestern gefragt, warum sie so leben müssen. Bis zu dem Abend, an dem Mercy im Garten einem Fremden begegnet. Er schickt sie zu einem Ort jenseits der Dunkelheit, an dem der Fluch, der auf den Vergas lastet, seinen Anfang nahm. Doch kann Mercy das düstere Geheimnis ihrer Familie aufdecken, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat? • Eine düster-romantische Familiengeschichte in der Tradition der Gothic-Novel • Bildgewaltig, faszinierend und zeitlos wie »Dracula« oder »Frankenstein« • Ausgezeichnet mit dem »Booktrust Teenage Prize«

Leider nur mittelmäßig. Die Emotionen und Beschreibungen ließen mich kalt. Die Story wurde zu kurz abgehandelt und war zeitweise echt zäh.

— Tini_S
Tini_S

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  • Das Schicksal der Schwestern

    Das Haus der kalten Herzen
    Zwillingsmama2015

    Zwillingsmama2015

    26. April 2016 um 13:29

    Warum wollte ich das Buch lesen?Das Buch habe ich mir vor Ewigkeiten mal gekauft und habe es jetzt aus der SUB-Abbau Dose gezogen. Es ist schwierig Sarah Singletons "Das Haus der kalten Herzen" zu bewerten und zu besprechen - denn es ist auf eine Art und Weise, finde ich, sogar eine sehr innovative Geschichte. mal etwas anders auf dem Jugendbuchmarkt, ohne Hexen, Vampire und Werwölfe, wobei ich dergleichen sehr gerne mag. Nur wirkt es auf der anderen Seite etwas unausgegoren, blass - vielleicht hätten es ein paar Seiten mehr "gerettet". Nicht alles ist blass, aber ich kann mich zum Beispiel schon nicht mehr an den Namen des Vaters oder der Gouvernante erinnern - einzig Mercy, Charity und Claudius sind mir im Gedächtnis geblieben. Aber jeder liest anders, jeder mag anders - und wer eine schöne "Geistergeschichte" für zwischendurch sucht, ist hiermit sicher nicht schlecht bedient. Zumal es auch seine guten Seiten hat, so lässt sich der Schreibstil relativ zügig lesen und die Beschreibungen des Herrenhauses "Century" sind auch sehr atmosphärisch - somit vergebe ich gute drei Sternchen!

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  • Nett für Zwischendurch.. mehr aber auch nicht.

    Das Haus der kalten Herzen
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    07. March 2014 um 23:42

    Das Buch hat mich vor allem durch das Cover angesprochen, denn ich finde es total schön. Der Klappentext hat sein übrigens getan und prompt lag es bei mir auf dem SuB. Mercy und ihre Schwester Charity leben mit ihrem Vater und einigen Hausangestellten auf ihrem Landsitz "Century". Das Haus ist in ewigen Winter gehüllt, die Kinder kennen das Tageslicht gar nicht mehr und doch ist es für sie normal. Nie haben sich die beiden jungen Mädchen gefragt, warum das so ist, warum sie nachts durch das Haus und die Gegend laufen können - immer in Begleitung des Kindermädchens - und tagsüber schlafen. Eines Abends, als die Mädchen wieder mal mit ihrem Kindermädchen unterwegs sind, trifft Mercy auf den mysteriösen Claudius, welcher ihr bisherigen Leben vollkommen in Frage stellt. Von ihm an den Ort jeseits der Dunkelheit geschickt, deckt Mercy zusammen mit ihrer Schwester schon bald ein Familiengeheimnis auf, bei welchem sie sich nicht nur einmal die Frage stellt, ob sie damit nicht alles zerstört, was sie jemals geliebt und gebraucht hat. Der Schreibstil war anfangs zumindest für mich durchaus etwas holprig und ich fand es anfangs etwas verwirrend, in den jeweiligen Zeiten hin und her gesprungen zu sein. Am sympatischsten war mir wirklich Charity. Ohne es zu wollen oder richtig zu begreifen war sie für ihre Schwester da, hat sie unwissentlich oftmals unterstützt. Ich konnte die Handlungsweise des Vaters erst gar nicht nachvollziehen, habe wirklich erst zum Ende hin wirklich zumindest ein bisschen nachvollziehen können, warum er so gehandelt hat. Auf einer Seite schien er zu sehr in seiner Trauer gefangen, auf der anderen Seite hat er aber auch einfach nicht an das Leben seiner Töchter gedacht, daran, wie sie sich gefühlt haben oder was er ihnen überhaupt damit antut und bis zu einem gewissen Grad hin fand ich es sogar schon unverantwortlich. Mercy versucht alles, um das Familiengeheimnis zu lösen und obwohl es fast schon sowas wie ein Happy End gibt, war es bis dahin ein langer Weg und ebenso wie Mercy wusst ich teilweise nicht mal mehr, wo sie sich überhaupt gerade befindet. Für Kinder der passenden Altersgruppe mag es noch verwirrender zu sein, als für mich, auch wenn der Schreibstil einen wirklich gut vorran kommen lässt. Alles in allem ein Buch, was zwar zweitweilig überraschen konnte, mich aber nicht vom Hocker gehauen hat, zumal ich angesichts des Covers und des Klappentextes ein wenig etwas anderes erwartet hätte. 3/5 Schneeflöckchenbäume. 

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  • Ein langes Leben

    Das Haus der kalten Herzen
    carpe

    carpe

    01. March 2014 um 16:12

    Das Haus »Century«, der Landsitz der Vergas, ist in ewigen Winter gehüllt. Die Familie, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, erwacht bei Sonnenuntergang und schläft während des Tages. Seit einem Jahrhundert gleicht eine Nacht enau der anderen. Nie haben sich die Schwestern gefragt, warum sie so leben müssen. Bis zu dem Abend, an dem Mercy im Garten einem Fremden begegnet. Er schickt sie auf eine Reise zu einem Ort jenseits der Dunkelheit, an dem der Fluch, der auf den Vergas lastet, seinen Anfang nahm. Doch kann Mercy das düstere Geheimnis ihrer Familie aufdecken und Century von seiner Eisesstarre befreien, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat? Voller Erwartung bin ich an dieses Buch gegangen. Es gab ja schon einige Rezis dazu, die mich neugierig gemacht haben. Dieses Buch finde ich sehr einfach geschrieben, große Schrift und einfacher Schreibstil. Für mich ein typisches Jugendbuch. Dadurch kommt man auch gut voran, auch wenn am Anfang etwas die Spannung fehlt. Richtig spannend wurde es erst nachdem Mercy dauerhaft an jenem Ort ankommt. Mehr sage ich aber nicht dazu, es würde wohl sonst zuviel verraten. Fazit: Es ist ein gutes Buch für zwischendurch, auch wenn man an manchen Stellen doch etwas mehr denken muss, um der Handlung zu folgen.

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  • War leider nicht so ganz meins

    Das Haus der kalten Herzen
    joleta

    joleta

    25. February 2014 um 23:26

    Klappentext: Mitternacht im Haus aus Staub und Eis Das Haus Century, der Landsitz der Vergas, ist in ewigen Winter gehüllt. Die Familie, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, erwacht bei Sonnenuntergang und schläft während des Tages. Nie haben sich die Schwestern gefragt, warum sie so leben müssen. Bis zu dem Abend, an dem Mercy im Garten einem Fremden begegnet. Er schickt sie zu einem Ort jenseits der Dunkelheit, an dem der Fluch, der auf den Vergas lastet, seinen Anfang nahm. Doch kann Mercy das düstere Geheimnis ihrer Familie aufdecken, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat? Ich meine dazu: Ich habe mir nach einem solchen Klappentext mehr (zu viel?) versprochen. Einzig meine Hoffnung, daß es kein Vampirroman ist, wurde erfüllt. Der Schreibstil ist recht flüssig. Die Geschichte plätschert einfach nur so vor sich hin. Sie ist nicht uninteressant aber es fehlt ihr an Spannung. Ich hatte das Gefühl, daß die Idee zur Story eigentlich gut war, die Umsetzung aber dann zu schwierig. Schade.

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  • Düster,geheimnisvoll und endlich mal "was anderes" .

    Das Haus der kalten Herzen
    Enola

    Enola

    09. July 2013 um 18:48

    Inhalt: Ein seltsam düsteres Haus, welches von Kälte und ewigen Winter umgeben ist, dort leben die Schwestern Mercy und Charity, die zum Sonnenuntergang erwachen und bei Tagesanbruch schlafen. Ein Fluch und ein düsteres Geheimnis umgeben Haus und Familie, bis eines Tages Mercy den Geheimnissen auf den Grund gehen will und für sie eine Reise in die eigene dunkle Vergangenheit beginnt. Meinung: Ich habe dieses Buch vor einigen Wintern, während kalter, schneereicher Nächste gelesen, was die Geschichte noch unheimlicher und spannender gemacht hat. Nach der ganzen Vampir Literatur der letzten Jahre, war ich sehr angenehm überrascht über die Story, wo man anfangs kaum erahnen kann, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln wird, aber man vom Gefühl her schon erahnt, dass diese Story endlich mal "was anderes" ist. Ich war schnell gefesselt von dem Buch und hab ziemlich schnell eine Bindung zu Mercy empfunden,ein junges Mädchen, ihrem Alter voraus, welches eine enorme Beobachtungsgabe hat und Zusammenhänge blitzschnell versteht und sich nicht beirren lässt. Die Geschichte ist sehr detailliert und spannend geschrieben, die Charaktere teilweise so undurchsichtig, das man immer wieder über neue Offenbarungen überrascht ist und das Ende nochmal einen großen Bogen an Spannung bietet, da man wirklich nicht erahnen kann, worauf die große Wahrheit hinter dem Familienfluch hinausläuft. Ich war wirklich traurig, als ich das Buch dann ausgelesen hatte, ich hätte ewig weiterlesen können. Fazit: Ein düsteres Märchen, ideal für kalte Herbst und Winternächte.

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  • Rezension "Das Haus der kalten Herzen"

    Das Haus der kalten Herzen
    Amenea

    Amenea

    29. June 2013 um 11:54

    Der erste Eindruck war düster. Klappentext und Cover haben mich in der Vermutung bestätigt und ich war mir unsicher, ob ich das Buch überhaupt lesen sollte. Ich bin froh, es getan zu haben. Dass Mercy und ihre Familie nachts wach sind, hat mich auf Vampire schließen lassen und ich habe angewidert das Gesicht verzogen. Zu Unrecht, wie sich herausstellte. Der Charakter Mercys ist sehr detailliert beschrieben, aus ihrer Gabe, dem Sehen von Geistern, hätte man mehr machen können. Dafür waren die Landschaften und Personen sehr detailliert beschrieben, was sich als Ausgleich darstellte. Am Anfang ist alles sehr lückenhaft, man weiß nicht so recht, was man mit der Geschichte anfangen soll. Nach etwas 1/4 des Buches beginnt sich ein roter Faden herauszukristallisieren und alles wird viel übersichtlicher. Auch die Entdeckung der Parallelwelt und ihre Beschreibung ist sehr geheimnisvoll, verworren wie die gesamte Geschichte. Allerdings beginnt man, die Protagonistin zu mögen, ob man will oder nicht, mit ihrer spielerischen Art und doch der gewissen Härte. Bis zum Ende bleibt das Buch spannend, meine Theorie der Vampire ist vollständig verloren gegangen. Binnen weniger Stunden war das Buch ausgelesen, fast schon wehmütig habe ich es zur Seite gelegt. Die letzte Seite verschafft endgültig Klarheit darüber, dass Mercy die Geschichte geschrieben hat, dass dieser Roman das Buch "Das Haus der kalten Herzen" ist, welches sie in der Bibliothek gefunden und geschrieben hat. Was mich am meisten überrascht hat: Es gab keinen Endkampf, keine blutige Schlacht. Im ganzen Buch war von Blut nie die Rede und das ist das besondere an dem Buch. Dass es anders ist, besonders.

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Cadiz

    Cadiz

    22. August 2011 um 15:33

    „Mercy schnappte nach Luft, obwohl sie genau wusste, dass sie es hier mit einem Geist zu tun hatte. Die anderen Geister hatte sie schon so oft gesehen. Sie waren ihr vertraut, sie bemerkte sie ebenso wenig wie die alten Gemälde an der Wand.“ (Seite 10) Inhalt: Mercy und ihre kleine Schwester Charity leben in dem herrschaftlichen Haus „Century“, das von einem ewig währenden Winter umgeben zu sein scheint. Mercy kann Geister sehen und entdeckt eines Tages eine Frau unter dem Eis eines Teiches. Mit dieser Entdeckung beginnt eine ganze Reihe abenteuerliche Ereignisse, denn schon bald ergründet Mercy das furchtbare Geheimnis hinter „Century“: die Mädchen sind gefangen in einem ganz bestimmten Tag, der sich immer wieder aufs neue wiederholt, und das schon seit über hundert Jahren… Zum Buch: Dieser Roman mag kurz sein, beinhaltet aber eine ganze Menge Story, was man auf den ersten Blick ins Buch gar nicht erwarten mag. Der Leser begegnet hier Themen wie Geister, Magie, Unsterblichkeit, Familienzwist und einer Hauptfigur, die sich irgendwie und ganz selbstverständlich in die Vergangenheit begeben kann. Wie das nun funktioniert, wird nicht ganz klar, die Hauptsache scheint zu sein, eine fantasievolle, scheinbar komplizierte und abenteuerreiche Geschichte zu stricken, die nicht immer ganz nachvollziehbar ist. Die Geschichte wird viel zu schnell zum heillosen Durcheinander. Sie braucht alle Aufmerksamkeit, die sie nur kriegen kann, damit der Leser dort halbwegs durchblickt, aber da kommt schon das nächste Problem: für mich waren viele Szenen langweilig und uninteressant. Die Mischung hat dem Buch gar nicht gut getan, denn im Nachhinein habe ich das Gefühl, nur wirklich wenig verstanden und überhaupt mitbekommen zu haben, obwohl die Idee dahinter sicher gar nicht mal so schwer zu verstehen ist. Aber vieles war einfach zu träge erzählt, dass ich zeitweise ein wenig teilnahmslos gelesen habe. Zu den Figuren habe ich auch kaum Zugang gefunden. Irgendwie waren sie mir alle schnurzegal. Mercy war ja ganz lieb und Charity irgendwie niedlich, aber sonst? Ich hatte das Gefühl, als hätte die Autorin vergessen, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Ja, da hat jemandem mehr an einer wirren Story gelegen, die im Nachhinein, wie bereits erwähnt, leider kein bisschen glänzen und schon gar nicht die faden Figuren wettmachen konnte. Ich will die Geschichte nicht ganz schlecht reden, denn einige Szenen haben mir durchaus gefallen und der Anfang ist auch recht lesenswert. Außerdem ist „Das Haus der kalten Herzen“ sehr schön geschrieben. Auch wenn die meisten Sätzen eher knapp ausfielen, konnte ich mich schnell mit den gegebenen Erklärungen und Ausführungen anfreunden. Einige Sätze waren wirklich schön. So… blumig und irgendwie auch poethisch. Ich hatte das Buch schon einmal begonnen und dann abgebrochen. Nun habe ich das Buch ganz gelesen und denke, dass es bei diesem einem Mal bleiben wird. Meiner Meinung nach mangelte es bei dem Buch auch deutlich an Spannung. Für den einen vielleicht ganz interessant und unterhaltsam, für mich trifft dies aber leider nicht zu.

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Luna_Silvermoon

    Luna_Silvermoon

    12. June 2011 um 20:17

    Ich fand das Buch Das Haus der kalten Herz echt gut. Ich fand die Geschichte mitreisend und traurig. Mich haben die ganzen Wendungen sehr überacht und mich hat die Geschichte echt mitgenommen. Ich könnte das Buch immer und immer wieder lesen und müsste immer wieder weinen weil ich dieses Buch so traurig finde. Ich kann diese Buch jedem empfehlen der Traurige Bücher mit vielen Geheimnisen mag.

  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    11. April 2011 um 01:14

    "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton aus der cbt-Jugendbuchreihe ist ein ganz aussergewöhnliches Buch! Spannend von der ersten Silbe, einfallsreich, flüssig geschrieben, leicht zu lesen, aber berührend und gefangennehmend. Zum Inhalt: Die Familie Varga ist anders. Sie leben nicht rund 46 Jahre, was laut Bibel das zu erreichende Alter eines Menschen ist, sondern mehrere hundert Jahre. Sie stammen aus Italien, eine kleine Familie zog vor etwa 100 Jahren nach England auf den Landsitz Century. 2 Töchter wurden geboren, von denen Mercy eine spezielle Gabe hat: Sie kann Geister sehen. Mit ihrer 2 Jahre jüngeren Schwester lebt sie mit Vater, Gouvernante und Haushälterin in dem dunklen kalten Haus. Es ist immer dunkel, immer Winter, keine Veränderung seit unzähligen Jahren. Durch eine überraschende Begegnung beim Ausgang in den vereisten Garten, fängt Mercy an Fragen zu stellen: Wie alt bin ich, wo ist meine Mutter, wie lange ist es schon Winter, wann hatte ich zuletzt Geburtstag? Je mehr sie nachforscht, desto mehr Fragen und Geheimisse zeigen sich, aber desto heftiger wird sie auch von der Gouvernante bekämpft. Was verbirgt der Vater, welcher Fluch hängt über der Familie? Ein unglaublich spannendes Buch! Interessante, gut durchdachte, in sich schlüssige Geschichte. Die Autorin zeigt eine wirklich tolle Fantasie, fernab aller Vampire und anderen Anderswesen. Nicht sehr umfangreich, daher auch mal eben etwas für zwischendurch. Eigentlich wollte ich auch nur mal neugierig reinlesen, bin aber spontan hängengeblieben und hab es fast in einem Rutsch durchgelesen. Schön geschrieben, ich hoffe, ich kann von dieser Autorin noch mehr zu lesen bekommen. Das geliehen Buch wandert auf alle Fälle auf meine Wunschliste!

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Tialda

    Tialda

    24. March 2011 um 12:47

    x Autor: Sarah Singleton x Titel: Das Haus der kalten Herzen x Originaltitel: Century x Genre: Jugendbuch x Erscheinungsdatum: 04. Januar 2010 x 288 Seiten x cbt Verlag x ISBN: 9783570306475 x Erste Sätze: Das Buch war in einer hölzernen Truhe versteckt gewesen, oben im Westflügel. Nachdem das Haus über Jahrhunderte leer gestanden hatte, wurde es nun renoviert. Einige verrottete Möbelstücke waren zurück geblieben, die Bewohner jedoch waren schon lange fort. Klappentext (und worum es geht): Mitternacht im Haus aus Staub und Eis Das Haus Century, der Landsitz der Vergas, ist in ewigen Winter gehüllt. Die Familie, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, erwacht bei Sonnenuntergang und schläft während des Tages. Seit einem Jahrhundert gleicht eine Nacht genau der anderen. Nie haben sich die Schwestern gefragt, warum sie so leben müssen. Bis zu dem Abend, an dem Mercy im Garten einem Fremden begegnet. Er schickt sie auf deine Reise zu einem Ort jenseits der Dunkelheit, an dem der Fluch, der auf den Vergas lastet, seinen Anfang nahm. Doch kann Mercy das düstere Geheimnis ihrer Familie aufdecken und Century von seiner Eisesstarre befreien, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat? Rezension: Ich ließ mich hauptsächlich wegen des wunderschönen Covers auf das Buch ein und hatte eigentlich etwas mehr erwartet, als das Werk dann letztendlich hergab. Man kann ganz klar sagen, dass die Geschichte richtig düster ist – eine schöne Gothic Novel. Während des Lesens spürt man richtig den schwarzen, kalten Schleier, der das Ganze umgibt. Aber irgendetwas fehlt.. Vielleicht ist es die Spannung, die zu kurz kommt oder es liegt daran, dass die Charaktere nicht richtig ausgearbeitet sind. Wohl eher eine Mischung aus beidem. Der Schreibstil der Autorin ist durchschnittlich. Nicht sonderlich mitreißend, aber auch nicht vollkommen langweilig. Das Buch ist in zehn Kapitel unterteilt, ich finde aber, die Geschichte wäre besser lesbar gewesen, wenn sie in mehr Kapitel unterteilt gewesen wäre. Denn so wirkte die Story etwas unübersichtlich. An sich fand ich die Geschichte, die aus dem Klappentext nicht direkt hervorgeht, aber dann gar nicht mal so übel. Mercy muss nämlich quasi in der Vergangenheit zurückreisen um die Geheimnisse des Hauses und die Unklarheit darüber, was aus ihrer Mutter wurde, aufzudecken. Einen Spielfilm könnte ich mir dazu gut vorstellen. Fazit: Eine ungewöhnliche Geschichte aus der Vergangenheit, deren düstere Atmosphäre einen frösteln lässt. Allerdings hätte sie besser umgesetzt werden können.

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. January 2011 um 20:12

    Bereits mit dem ersten Kapitel gelingt es der Autorin eine sehr düstere und triste Atmosphäre aufzubauen. Dieses Dunkle ist sehr stark greifbar und packend. Die Beschreibung des Staubs, welcher das ganze Haus bedeckt und des Schimmels war sehr eindringlich. Teilweise hat dies, besonders der Schimmel an den Wänden, an den Vorhängen, an den Kleidern etc. bei mir Gefühle des Ekels hervorgerufen und ich musste mich schütteln. Auch jetzt, wo ich daran denke, ist der Ekel wieder präsent. Gleichzeitig hat dies jedoch auch zum denken animiert, und mir ging immer die Frage im Kopf herum was da wohl los ist, und warum leben die bloß so? Was ist da passiert? Dadurch entwickelte sich Neugierde. Ich war sehr an der Auflösung des Ganzen interessiert und wollte wissen, wie es weiter geht. Während des ganzen Buchs gelingt es der Autorin ausgezeichnet, Stimmungen zu erzeugen und diese auch an den Leser zu übermitteln. Den Charakteren stehe ich zwiespältig gegenüber. Von allen bekam ich recht schnell ein gutes Bild und konnte mir vorstellen wie sie sind und wie sie ticken und dies hat geholfen, ihr Handeln zu verstehen. Die beiden Hauptcharaktere, die Schwestern Mercy und Charity blieben mir jedoch fremd. Ich bekam einfach keinen Bezug zu ihnen, da die Autorin kein klares Bild von ihnen gezeichnet hat. Die beiden waren unscheinbar und recht gleich, ich habe sie trotz unterschiedlicher Namen auch dauernd verwechselt. Dass die beiden Mädchen so blass und unscheinbar geblieben sind hat mich beim Lesen sehr gestört, und ich konnte nicht verstehen, warum Sarah Singleton sie so gezeichnet hat. Erst gegen Ende des Buchs konnte ich dann besser verstehen, dass dieses unscheinbare und nicht greifbare auch die Art zu Leben der Mädchen darstellt. In ihrem Leben ist alles gleich, trist und trostlos. Mir hat es nicht gefallen, aber die Idee der Autorin die Mädchen im Zusammenhang mit der Geschichte so blass zu zeichnen ist wirklich gut. Den Schreibstil der Autorin fand ich interessant. Die meisten Passagen waren sehr flüssig geschrieben. Die gewählten Worte der Autorin waren klar und einfach, es gab keine Fremdwörter und keine komplizierten Wörter oder Satzstellungen. Hier lässt sich dann auch gut erkennen, dass das Buch für junge Menschen geschrieben wurde. Einige Passagen waren jedoch sehr langatmig und ich war immer in Versuchung, einfach ein paar Seiten vorzublättern. Diese Mischung aus „gähn“ und „wie geht es bloß weiter?“ führt bei mir normalerweise dazu, dass das „gähn“ Überhand nimmt und ich das Buch abbreche. Hier war dies nicht so, und die „wie geht es bloß weiter?“-Seite hat mich dazu motiviert, weiterzulesen. Die Geschichte an sich fand ich von der Grundidee her gut. Die Umsetzung hat mir oftmals jedoch nicht so gut gefallen. Ich fand einige Dinge unlogisch. Durch dieses Unlogische war der Verlauf der Geschichte nicht absehbar. Ich denke ein Grund für diese Unlogik und Verwirrtheit ist, dass das Buch quasi rückwärts erzählt wird, denn je mehr man liest, umso mehr erfährt man und so setzt sich das Bild dann Stück für Stück zusammen, und führte dann auch zu einem aus meiner Sicht unlogischen Ende. Am meisten gestört hat mich jedoch, dass das Ende zu viele Fragen offen lässt. Ich würde sogar fast schon sagen, dass es gar kein Ende ist, sondern dass das Buch einfach aufhört. Das Taschenbuch hat einen Umfang von 288 Seiten. Die Schrift sowie der Zeilenabstand sind recht groß, so dass insgesamt weniger Text zusammenkommt, als 288 Seiten vermuten lassen. Ich denke, diesem Buch hätten einige Seiten mehr nicht geschadet, dann hätte man vieles anders angehen und beschreiben können und das Buch wäre schlüssiger und abgeschlossener geworden. Mein Fazit: Ich bin mir unschlüssig, was ich von diesem Buch halten soll. Was ich gelesen habe, war teilweise einfach morbid und abschreckend, andererseits war die Beschreibung sehr märchenhaft. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin gut Gefühle erzeugen konnte (auch wenn mir die Gefühle selbst – Ekel – dann nicht gefallen haben). Auch den Plot fand ich gut und die Umsetzung einiger Dinge hat mir auch gefallen. Aber ein ganz großer Minuspunkt sind die stellenweise langatmigen Passagen, die Unlogik die das Werk durchzieht, sowie das merkwürdige Ende. Wirklich zufrieden bin ich mit der Lektüre nicht. Ich denke wenn man einen Hang zu morbiden und melancholischen Geschichten hat, welche nachdenklich machen, dann ist dieses Buch genau das Richtige. Allen anderen würde ich das Buch nur bedingt empfehlen. Von mir gibt es 3 Sternchen für dieses Buch.

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2011 um 00:29

    Die Schwestern Mercy und Charity leben in einem alten Haus, das Century genannt wird. Sie schlafen bei Tag und sind nachts wach. Ein Tag gleicht dem anderen, niemand hinterfrägt es. Bis Mercy, die Geister sehen kann, dem Geheimnis ihrer Familie und dem Geheimnis ihres seltsamen Lebens auf die Spur kommt. Die Wahrheit ist düsterer als Mercy es erwartet hat und sie benötigt all ihren Mund, um das Leben wieder so herzustellen, wie es eigentlich einmal war... Sarah Singletons Roman ist ein Schauerroman mit Fantasy-Elementen. Er erinnert mich sehr an Erzählungen von Edgar Allan Poe. Die Autorin schafft es durchaus manche Szenen so zu beschreiben, dass sie dem Leser eine Gänsehaut verschaffen. Für mich ist dies allerdings nicht das ganze Buch über der Fall gewesen. Auch die Spannung hat ab der Hälfte des Buches ein wenig gelitten. Es ist einfach und leicht verständlich geschrieben. Die Geschichte hat gute Anklänge, denn der Leser möchte erfahren, was es mit der sonderbaren Familie und ihrem Haus auf sich hat. Automatisch denkt man ab und an auch an Romane wie "Dracula" und "Frankenstein", doch an diese großen Schauerromane reicht "Das Haus der kalten Herzen" bei weitem nicht heran. Die Charaktere sind zwei Schwestern, 12 und 10 Jahre alt. Allerdings ist es Mercy, die Ältere, die Geister sehen kann und praktisch dazu erwählt ist, um das Geheimnis zu lösen, das ihre Familie an das Haus bindet. Charity ist ihr dabei Hilfe, so gut sie es kann. Ich denke, für Leser dieser Altersklasse ist das Buch durchaus schauerhaft und mitreißend. Mir hat es etwas an Spannung gefehlt und auch die Aufdeckung des Geheimnis ist am Ende keine große Überraschung mehr gewesen, denn ich habe mir so etwas schon gedacht. Für zwischendurch war das Buch allerdings eine angenehme, leichte Lektüre, die mir ein-zwei Mal auch wirklich eine Gänsehaut über die Arme gejagt hat. Aber ich bleibe dann doch lieber bei den klassischen Schauerromanen, wenn ich wieder Lust auf das Genre bekomme. ;)

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    whisper

    whisper

    17. August 2010 um 15:39

    Mercy Verga lebt mit ihrer Schwester Charity, ihrem Vater Trajan, der Haushälterin Aurelia und i´hrer Lehrerin Galatea in ihrem Haus Century. Alle Bewohner Centurys sind miteinander verwandt. Sie schlafen bei Tag und erwachen in der Abenddämmerung, aber sie sind keine Vampire. Jeder tag gleicht dem anderen, bis Mercy eines Tages ein Schneeglöckchen auf ihrem Kopfkissen findet. Doch nirgendwo in den Wiesen um Century blühen diese Blumen. Mercy hat eine Gabe, sie kann Geister sehen. Unter dem Eis eines Sees sieht sie die Leiche eines wunderschönen Geistes. Als sie eines Nachts im garten einem Femden begegnet, Claudius Verga, verspricht er ihr, ihre tote Mutter wiederzusehen und dass sie Tageslicht sehen und darin leben darf. Mercy hat keinerlei Erinnerungen an ihre Mutter und an ihr frühres Leben, sie weiß nichteinmal welches Jahr sie schreiben, oder wie alt sie ist. Mithilfe von Claudius reist sie durch die Vergangenheit und erfährt, dass sie schon über 100 Jahre lebt. Ihr Vater und die verhasste Lehrerin versuchen alles, um Mercy davon abzuhalten, doch sie haben kein Erfolg. Doch was hat ihr Vater und seine Gabe und ein von ihm geschriebenes Buch mit der ewigen Winternacht um Century zu tun? Und wie kann sie Century aus seiner Starre befreien, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat? Mercys Reise auf der Suche nach Wahrheit, ihrer Mutter und ihr selbest beginnt...

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Stephie2309

    Stephie2309

    13. August 2010 um 21:44

    Seit knapp einem Jahrhundert durchlebt die Familie Verga, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, den gleichen Tag bzw. die gleiche Nacht, denn sie erwachen bei Sonnenuntergang und gehen kurz vor Sonnenaufgang wieder ins Bett. Der Ablauf ist dabei immer derselbe: Nach dem Aufstehen frühstücken die beiden Schwestern zusammen, haben Unterricht bei ihrer Gouvernante Galatea und helfen nach dem Mittagessen in der Küche. Danach macht Mercy zunächst einen Spaziergang im Garten, dann liest sie mit ihrer Schwester vor dem Kamin und nach dem Abendessen mit Galatea und der Haushälterin Aurelia gehen sie wieder schlafen. Ihren Vater Trajan sehen die Schwestern so gut wie nie, ihre Mutter ist schon vor langer Zeit verstorben. Dieses Leben führen Mercy und ihre Familie nun schon seit 100 Jahren, unbemerkt von der Außenwelt. Und so sollte es auch bleiben. Doch plötzlich geschehen unerwartete Dinge und alles beginnt sich zu verändern. Trajan bittet seine Töchter auf der Hut zu sein und sorgt für ihre ständige Bewachung. Mercy darf nicht einmal mehr allein spazieren gehen und wird daher von Galatea und Charity begleitet. Als sie jedoch für einen kurzen Moment allein in der Familienkapelle ist, trifft sie dort auf einen Mann namens Claudius. Er erzählt ihr, dass er ebenfalls ein Verga sei und gekommen ist, um ihr zu helfen. Er sagt ihr außerdem, dass sie nicht glauben soll, was Trajan und Galatea ihr erzählen und dass sie sogar ihre Mutter wieder sehen könne. Mercy ist verwirrt und weiß nicht mehr was und wem sie glauben soll. Trotzdem spürt auch sie die Veränderungen, die im Haus vor sich gehen. Sie fühlt sich, als würde sie aus einem langen Schlaf erwachen und bemerkt plötzlich Dinge, die ihr vorher nie aufgefallen sind, z.B. wie fleckig ihr Kleid ist oder wie staubig ihr Zimmer. Sie beginnt Fragen zu stellen und wundert sich, warum sie sich kaum noch an ihre Mutter erinnern kann. Charity geht es ähnlich. Trajan ist davon überhaupt nicht begeistert und will Mercy daran hindern ihr Leben weiter in Frage zu stellen, indem er ihr weiß macht, dass Claudius böse ist und die ganze Familie in große Gefahr gerät, wenn Mercy nicht damit aufhört. Mercy will ihrem Vater zwar gehorchen und ihre Schwester schützen, ihr Drang nach der Wahrheit und ihren Erinnerungen ist jedoch größer und so nimmt sie erneut Kontakt zu Claudius auf. Dieser erklärt ihr, warum sie immer und immer wieder die gleiche Nacht durchlebt und wie sie das beenden kann. Es liegt also allein in Mercy's Hand. Nachdem ein unbekannter Ich-Erzähler im Prolog einen Roman mit dem Titel Das Haus der kalten Herzen, geschrieben von Mercy Galliena Verga im Jahre 1890, entdeckt, wird dem Leser der Eindruck vermittelt, er würde eben diesen Roman nun lesen. Im Mittelpunkt dieses Romans steht Mercy, die Autorin des Romans, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird. Besonders detailliert geht Sarah Singleton dabei auf die Gedanken und Gefühle ihrer Hauptfigur ein. Mercy ist eine sehr echte und interessante Figur. Als Leser erlebt man hautnah, wie Mercy nach und nach aus ihrem Schlaf erwacht und ihre Umwelt wieder wahrnimmt und neu entdeckt. Auch ihre innere Zerrissenheit wird sehr gut dargestellt. Sie ist verwirrt und weiß oftmals nicht mehr, was sie glauben soll. Einerseits möchte sie eine gute Tochter sein und ihrem Vater gehorchen. Andererseits will sie aber auch die Wahrheit erfahren und endlich anfangen zu leben. Dabei hinterfragt sie häufig ihre eigenen Handlungen und ist sich nicht sicher, ob sie das richtige tut, weil sie vor allem auch ihre Schwester Charity nicht in Gefahr bringen möchte. Dies macht Mercy zu einem mitfühlenden und realistischen Charakter, in den man sich sehr gut hineinversetzen kann. Auch Charity ist eine sehr realistische Figur. Etwas jünger als Mercy ist auch sie hin und her gerissen zwischen den Fronten und weiß nicht so recht, wem sie glauben soll. Da sie jedoch die gleichen Ängste und Fragen hat wie ihre Schwester, vertraut sie ihr und will ihr helfen das Geheimnis zu lüften, auch wenn sie vieles noch nicht versteht. Mercy und Charity sind aber nicht die einzigen Geschwister. Trajan und Claudius sind Brüder, die sich in der Vergangenheit zerstritten haben. Über diese beiden Figuren erfährt der Leser erst nach und nach mehr Einzelheiten, als Mercy dabei ist die Vergangenheit aufzudecken. Dabei macht sie wirklich interessante und vor allem unerwartete Entdeckungen, die sich erst später zu einem Gesamtbild zusammenfügen und vieles verständlicher machen. Beide Brüder trafen aus Liebe falsche Entscheidungen, die ihr Leben für immer veränderte. Trotzdem kann man ihre Taten nachvollziehen. Mercy's Reise durch die Vergangenheit von Century fängt zuerst langsam an und wird dann immer spannender. Während sie ihre Vergangenheit als Zuschauerin durchläuft, kehren allmählich auch ihre eigenen Erinnerungen zurück und das Puzzle fügt sich mehr und mehr zusammen. Sie kann Trajans Bann jedoch nur brechen, wenn sie die gesamte Vergangenheit aufdeckt, was Trajan um jeden Preis verhindern will. Dafür ist ihm nahezu jedes Mittel recht, dass Mercy aufhält. Diese will jedoch auf keinen Fall aufgeben. Zum Ende hin gelingt der Autorin eine so unerwartete Wendung, dass der Leser schockiert nahezu alle bisherigen Überlegungen wieder verwirft, bis sie sie kurz darauf auflöst. Die Handlung ist daher bis zum Schluss spannend und man möchte zusammen mit Mercy endlich herausfinden, was damals geschah, wie ihre Mutter gestorben ist, warum ein solcher Bann auf Century liegt und wie Mercy diesen brechen kann. Sarah Singleton ist mit Das Haus der kalten Herzen ein Jugendbuch gelungen, das sich in vielerlei Hinsicht von anderen Büchern des Genres unterscheidet. Sie verzichtet völlig auf die übliche, mehr oder weniger stark ausgeprägte, Liebesgeschichte der Hauptfigur und beschränkt sich nur auf die kleine Liebesgeschichte zwischen Claudius und seiner Frau in der Vergangenheit sowie die Liebe zwischen Mercy's Eltern, die besonders an Trajans Trauer deutlich wird. Außerdem handelt es sich bei der Familie Verga trotz ihrer Unsterblichkeit nicht um Vampire, was den Roman ebenfalls von anderen Jugendbüchern unterscheidet. Etwas schöner wäre es allerdings gewesen, wenn die Autorin mehr ausgeführt oder erklärt hätte, warum die Familie Verga unsterblich ist oder wie es dazu kam. Dass sie keine normalen Menschen sind, ist ja offensichtlich. Dafür beschreibt sie sehr schön die dramatische Geschichte einer Familie, die nach einem traurigen Verlust wieder lernen muss zu leben. Das Haus der kalten Herzen ein gelungenes Jugendbuch-Debüt, dass auch ohne viel Romantik überzeugt und dessen Handlung den Leser zu fesseln vermag, bis er mit Mercy die Vergangenheit durchlaufen und das Geheimnis um Century endlich gelüftet hat.

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  • Rezension zu "Das Haus der kalten Herzen" von Sarah Singleton

    Das Haus der kalten Herzen
    Rhiannon83

    Rhiannon83

    13. August 2010 um 19:21

    "Ewiger Winter" Alles was ich euch sagen kann ist, dass es für mich ein sehr eigenartiges Buch war bei dem ich gar nicht genau sagen kann ob es gut oder schlecht ist. Sicher, die Idee, die hinter dem ganzen steckt ist wirklich nicht schlecht, aber irgendwie hat mich die Umsetzung enttäuscht. Schon gleich zu Beginn, wenn man mit dem Lesen beginnt stellt man fest das es sich definitiv um ein Jugendbuch handelt. Stellenweise wirkte das Buch sehr zerstreut auf mich (wie die Teenies ab und an mal sind) und alles ging wahnsinnig schnell. Die Sprache ist sehr einfach, aber auch flüssig zu lesen. Die Charaktere waren nicht schlecht, doch zu unausgereift um sagen zu können: Charity oder Mercy mag ich (ebenso bei den anderen Charakteren). Meine Empfehlung: Ein Buch, das man lesen kann aber nicht muss. Definitiv nichts für anspruchsvolle Erwachsene.

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