Sarah Stovell

 4.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autorenbild von Sarah Stovell (©privat/Quelle: Droemer Knaur)

Lebenslauf von Sarah Stovell

Psychothriller, die die Leser fesseln: Die englische Autorin Sarah Stovell wurde 1977 geboren. Sie bleibt lange in der Gegend, in der sie aufgewachsen ist und arbeitet auch dort, bevor sie schließlich für eine Tätigkeit in einem Jugendhostel in das entfernte North Yorkshire zieht und feststellt, dass es ihr dort eigentlich sehr gut gefällt.

Ihren Debütroman veröffentlicht Stovell 2008 mit »Mothernight«, der ihr bereits erste Berühmtheit verschafft. Ihren großen Durchbruch feiert die Autorin mit ihrem ersten Thriller, »Exquisite«, der 2017 in Großbritannien erscheint. Das Buch wird zum internationalen Erfolg und erscheint 2019 auch auf Deutsch unter dem Titel »Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.«

Heute lebt Sarah Stovell mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Northumberland, wo sie an der Lincoln University Unterricht in Kreativem Schreiben gibt.

Alle Bücher von Sarah Stovell

Cover des Buches Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. (ISBN:9783426226919)

Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.

 (11)
Erschienen am 03.06.2019

Neue Rezensionen zu Sarah Stovell

Neu

Rezension zu "Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht." von Sarah Stovell

Ein beunruhigendes Verwirrspiel
Kriminevor 6 Monaten

Die erfolgreiche Bestsellerautorin Bo Luxton lernt während eines Schreibkurses die junge Nachwuchsautorin Alice kennen, die ungemein talentiert und charismatisch ist. Mit dem Ziel, sie beim Aufbau ihrer Karriere zu unterstützen, bietet Bo der jungen Frau ihre Hilfe für zukünftige Romanprojekte an. Doch die lockere Freundschaft, die mit keinerlei Verpflichtungen verbunden ist, entwickelt sich nach einigen Treffen zur Obsession. Und plötzlich nimmt ein beunruhigendes Verwirrspiel seinen Lauf, bei dem nicht sicher ist, wer von den beiden Frauen die Wahrheit spricht und wer von ihnen gnadenlos lügt.

„Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.“ ist ein Psychodrama, das sich angenehm kurzweilig liest und mit einer schwelenden Ungewissheit den Leser zu fesseln versteht. Immer wieder treten Situationen auf, die merkwürdig erscheinen, geschehen Dinge, die nicht zu erklären sind oder handeln Figuren anders, als gedacht. So wird schnell klar, dass eine der beiden Frauen eine zutiefst gestörte Persönlichkeit besitzt und die andere mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln manipuliert. Dabei spielen vor allem starke Gefühle eine große Rolle und während Liebe, Verzweiflung und Sehnsucht ihr zerstörerisches Potenzial zu entfachen verstehen, steuert die ungleiche Beziehung unweigerlich auf eine Katastrophe zu.

Das anfänglich ruhige später immer mehr an Fahrt gewinnende und bis zum Schluss undurchsichtige Geschehen wird abwechselnd aus der Sicht von Bo und von Alice erzählt. Dadurch taucht der Leser Seite für Seite immer tief in ihr Leben ein, nimmt an ihren Gedanken und Gefühlen teil und ist nach einigen nicht zu erklärenden Zwischenfällen genauso verwirrt, wie sie selbst. Doch trotz der spürbaren Spannung und der gelungenen Idee, fehlt dem Thriller das gewisse Etwas, um auf der ganzen Linie überzeugend zu sein. Hier hätten weitere brenzlige Situationen, noch mehr überbordende Gefühle und zusätzliche Wendungen der Handlungen gutgetan, damit er zum Pageturner wird.

Fazit:
Mit „Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht.“ hat Sarah Stovell Powell ein Debüt verfasst, das gut zu unterhalten versteht und neugierig auf weitere Bücher der britischen Autorin werden lässt.

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht." von Sarah Stovell

Wenn eine Liebe zur Obsession wird...
papierfluegel_booksvor 7 Monaten

Über das Buch:

Autorin: Sarah Stovell
Titel: Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht. 
Originaltitel: „Exquisite“
Genre: Psychothriller
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 978-3-426-22691-9 
Preis: 14,99€

Inhalt:

Die beiden Autorinnen Bo (Bestsellerautorin) und Alice (steht noch am Anfang ihrer Karriere) bringt das Schicksal durch einen Schreibworkshop zusammen. Bo ist von Anfang an von Alice fasziniert und will sie bei ihrer Karriere unterstützen, doch dann entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, die alles zu zerstören droht…

Meine Meinung:

Das Buch ist in sechs Teile unterteilt. Jeder dieser Teile hat eine untergeordnete Überschrift bekommen, welche den „Beziehungsstatus“ von Alice und Bo dokumentiert. Vor einem neuen Teil gibt es für den Leser eine Seite, auf der Gedanken aus einem Frauengefängnis geschrieben stehen. Man weiß nicht, von wem diese Gedanken kommen: Sind das Aufzeichnungen aus der Vergangenheit oder der Zukunft, liegt die eigentliche Geschichte vor diesen Gedanken, spielt es sich währenddessen oder danach ab? Das sind die Fragen, die man sich als Leser stellt – man kann diese „Tagebucheinträge“ nicht einordnen, wodurch direkt zu Beginn Fragezeichen im Raum sind und Stoff zum Nachdenken gegeben wird.

Das Buch ist so aufgebaut, dass man abwechselnd aus der Sicht von Bo und Alice liest. Eine Menge Thriller sind so geschrieben, denn so erhält man einen guten Einblick in das Gefühlsleben und die Gedanken der einzelnen Charaktere. Hier ist es jedoch anders: Man ist sich nicht sicher, welche Sicht die Richtige ist, denn schnell wird klar, dass die beiden Frauen oft die gleiche Situation ganz anders beschreiben. Das könnte entweder daran liegen, dass Bo und Alice die Situationen unterschiedlich wahrnehmen und Reaktionen der jeweils anderen unterschiedlich interpretieren. Oder es liegt daran, dass eine der beiden Frauen ein verzerrtes Bild der Realität hat. Diese Art der Darstellung ist für mich als Leser sehr spannend gewesen, aber auch oft verwirrend. Man ist während des Lesens hin und her gerissen und weiß nicht, welche Art der Darstellung der tatsächlichen Wahrheit entspricht. Ein wenig „Realität“ bringt der Austausch von E-Mails, der zwischen den beiden oft stattfindet, wodurch man als Leser einen kleinen Eindruck davon bekommt, wie Alice und Bo miteinander umgehen und wie die Beziehung der beiden ist. Der Umgang der beiden ist von der Autorin durch ihre gewählte Art der Darstellung sehr gut konstruiert, die Figuren wirken nahbar (auch wenn man sich ihrer nie sicher sein kann) und man fühlt sich in die Geschichte involviert, da man zum Beispiel in so etwas privates wie einen E-Mail Verlauf uneingeschränkten Einblick bekommt.

Fazit:

Ich lese gerne Bücher, bei denen ich bis zum Ende nicht weiß, woran ich bin. Ich brauche beim Lesen eines Thrillers das Ungewisse und möchte immer mitfiebern und neu überrascht werden. Das war für mich durch den Schreibstil und den Aufbau des Buches definitiv der Fall. Die Geschichte war gut konstruiert, sehr spannend und ließ sich flüssig lesen. Insgesamt ein spannender Thriller, der mich mehr als einmal an der Wahrheit hat zweifeln lassen.  Einen Stern Abzug gibt es von mir nur aufgrund von gelegentlich aufkommender Verwirrung während des Lesens.


• Weitere Rezensionen auf meinem Blog: www.papierfluegel.blog •

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht." von Sarah Stovell

obsessives Spiel
Booklove91vor 8 Monaten

Meine Meinung und Inhalt

"Als ich hereinkam, blickte er nicht auf. Im Laufe der Jahre hatte es sich irgendwie so ergeben, dass wir kaum noch miteinander sprachen. Wir machten uns nicht mehr die Mühe, einander zu begrüßen oder zu erkundigen, wie es dem anderen ging. wir waren einander zu Möbelstücken geworden: für die Bequemlichkeit zwar unverzichtbar, doch ansonsten Teile der Umgebung,..." (ZITAT)


Bo Luxton ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kinder von Oxford in den Lake District gezogen.
Sie ist Bestseller Autorin und hat sich für die Abgeschiedenheit vor allem auch deswegen für den Umzug entschieden.
Ihre Kinder können die Natur genießen und ihr Mann Gus seine Rente.

In dem Buch wechseln die Kapitel zwischen Bo, Alice und Gegenwartsschilderungen. Dies gefällt mir wirklich sehr gut, ebenso wie der flüssige spannungsgeladene und abwechslungsreiche Schreibstil.

Alice möchte ihr Leben wieder in den Griff bekommen,
eine Schriftsteller-Laufbahn starten und an einem Schreibworkshop- teilnehmen. Dort trifft sie das erste mal auf Bo. Diese ist begeistert von Alice und nimmt diese sofort unter ihre Fittiche.

Aber da ist noch mehr zwischen den beiden, prickelnd, knisternd – oder doch nicht?

"...und dass das, was ich gerade tat, alles gefährdete, wofür ich so hart gekämpft hatte. Mein ganzes Leben lang hatte ich normal sein wollen. Und jetzt setzte ich alles, was ich erreicht hatte, aufs Spiel." (ZITAT)

Wird Bo tatsächlich ihre Ehe und das Glück ihrer geliebten kleinen Töchter riskieren? Würde Alice ohne guten Grund ihr Leben zerschlagen, nur um in Bos Nähe sein zu können?

"Sie liebt mich. Sie liebt mich nicht." ist meiner Meinung nach ein tolles Spannungs-Debüt von Sarah Stovell, das sich definitiv zu lesen lohnt.
Das Cover ist großartig und bekommt einen extra Pluspunkt!

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Sarah Stovell im Netz:

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks