Sarah Stricker Fünf Kopeken

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Inhaltsangabe zu „Fünf Kopeken“ von Sarah Stricker

Das Einzige, wozu meiner Mutter leider völlig das Talent fehlte, war die Liebe.§§Dass die Mutter der Erzählerin ein Wunderkind ist, das steht schon vor ihrer Geburt fest mehr Wunder als Kind, denn von der Kindheit hält der Großvater noch weniger als von der Schönheit. Beides steht ihm nur im Weg bei dem Plan, mit seiner Tochter und seinem Modegeschäft das zu schaffen, was ihm als Wehrmachtsoffizier nicht gelungen ist: die Welt zu erobern. Gefühle gewöhnt er ihr dabei vorsorglich ab. Hochintelligent, hochbegabt und nur heimlich hochgradig einsam, ist die Mutter auf dem besten Weg, genau das Leben zu führen, das ihr Vater sich für sie ausgedacht hat. Doch dann schlägt die Liebe mit einem Mal doch zu, und das mit einer solchen Wucht, dass die Mutter ein halbes Leben braucht, um sich davon zu erholen.§§

Durchgeknallt. Eine Leistungsgedrillte verheddert sich in einem fatalen Doppelleben. Auf dem Totenbett erzählt sie ihrer Tochter alles.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

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  • Wider der Vernunft

    Fünf Kopeken
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    Ein Mutter-Tochter-Roman der besonderen Art. Ein Buch über ein geheimgehaltenes Doppelleben. Über Intelligenz, Besessenheit, Angst. Und Leidenschaft, Unvernunft, niederste Triebe. Liebe? Eher weniger. Oder doch. Schwer zu sagen. Ich habe den Beginn des Buches verschlungen, ich konnte nicht genug kriegen von der Kindheit der Mutter, die ebenso von Hässlichkeit wie auch von Intelligenz gezeichnet ist. Ausgeliefert dem Wahn des Vaters, dem die Förderung der Tochter über alles geht, und einer überängstlichen Mutterglucke. Für den Vater zählt nur Leistung, Erfolg, Geld. Der traumatisierte Ex-Kriegsgefangene setzt sein Kind einem unglaublichen Leistungsdruck aus, in allem ist sie die Beste. Nur Freunde hat sie keine, bis auf eine. Braucht sie auch nicht, sie hat ihre Eltern, und das Familienunternehmen. Sie studiert Medizin, hilft im elterlichen Modehaus, und bekommt doch noch einen Mann ab, der sie auch noch abgöttisch liebt. Auch wenn sie nicht versteht, warum. Und weil sie diese Liebe nicht versteht, nicht verdient hat, setzt sie diese aufs Spiel. Sie setzt ihr sorgsam geplantes und durchstrukturiertes Leben aufs Spiel. Auf die erste Lüge folgen viele weitere. Sie, die Spröde, verliert sich in einer erst sehr kalten, lediglich auf Sex basierenden Affaire. Sein Desinteresse, seine ungepflegte Wildheit, stehen im krassen Gegensatz zum liebevollen Verlobten. Sie ist süchtig nach diesem ungehobelten Klotz, sie erniedrigt sich, läuft ihm nach, drängt sich in sein Leben. Sie vernachlässigt alles andere. Keiner ahnt die wahren Hintergründe. Der zweite Teil ist zu Anfang etwas schwerfällig. Nebulös. Er ließ mich etwas unwillig zurück, ich hatte leichte Probleme mit der Zuordnung, aus der Tochter wurde die Mutter, aus der Mutter die Großmutter und eine neue Tochter tauchte auf. Und eine erfundene Tochter auch noch. Es dauerte, bis klar wurde, mit wem sich die Mutter da eingelassen hatte. Dann fragte ich mich etliche Seiten lang, ob ich das glauben soll: Eine solch bescheuerte Affaire, plötzlich empfindet die kopfgesteuerte, pragmatische Frau Lust, bei schnellen Quickies, die alles andere als erotisch rüberkommen? Oder gerade deswegen? Und wie bei einer Sucht, kann sie nicht damit aufhören, wie ein Hündchen schleicht sie dem Kerl hinterher, dem egal ist, ob sie da ist oder nicht. Der sich lediglich an ihr bedient, ab und an ein Wort mit ihr wechselt. Und so langsam wurde ich wieder warm mit der Geschichte. Eine gewisse Faszination stellte sich ein: Was, wenn dies eine Form der Leistungsverweigerung, der Rebellion darstellt? Möglich! Warum nicht mal die Zügel schleifen lassen und das Leben dazu zwingen, Farbe zu bekennen? Diese Mutter ist durch und durch ungewöhnlich. Aber es ist herzerwärmend, wie sie an ihrem frühen Lebensende der Tochter schonungslos alles beichtet. Oder erzählt. Eher das. Abgefahren die Idee, wie das Lügengebilde eben nicht zusammenbricht. Sondern sich mit einer Leichtigkeit fügt. Zwei, drei Weichen neu gestellt, und weiter gehts. Wie gehabt. Wie eine kleine Bildstörung. Ordentlich an die Seite geklopft und das Bild ist wieder klar. Ja. Faszinierend. Sarah Stricker hat eine ganz eigene Sprache. Eigenwillig. Nichts für jeden. Ich mochte es, wenn die Wörter mal wieder wild durcheinanderpurzelten, ihre Assoziationen sind großartig. Ein ungewöhnliches Buch. Gut gemacht!

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    • 3
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    02. August 2015 um 20:34
  • Tiefgründig und bewegend auf sehr groteske Art

    Fünf Kopeken
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2014 um 12:33

    „Fünf Kopeken“ ist der Debütroman der Journalisten Sarah Stricker. In ihm offenbart die im Sterbebett liegende Mutter der Ich-Erzählerin ihrer Tochter ihre Lebensgeschichte. Immer wieder erwähnt diese ihre Hässlichkeit und Intelligenz. Doch konnte man sie wirklich hässlich nennen, war sie wahrhaft unfehlbar? Natürlich nicht! Auch sie hat ihre Fehler und die größten machte sie in der Liebe. Das ehrgeizige, lerneifrige und tüchtige Mehrfachtalent, dass sie war, wollte sich der Liebe nicht erübrigen und war unfähig mit ihr umzugehen, als sie sie überkam. Als sie gerade eine einigermaßen beständige Beziehung zu ihrem Freund Arno pflegt, dessen Liebe sie nicht erwidern kann verliebt sie sich in einen zufällig getroffenen Ukrainer Alex. Von diesem Zeitpunkt an fängt sie an sich völlig irrational zu benehmen und riskiert dabei nicht nur Arno zu verlieren, sondern auch Alex, der für sie die große Liebe ist, seiner Seiten aber auf der Gefühlsebene abweisend bleibt. Die Konstruktion die Lebensgeschichte der , durch das Erzählen des auf dem Sterbebett liegenden Protagonisten an das Kind zu vermitteln wird häufig bei Romanen gewählt. Auch ist es üblich, dass die „tragische Liebesgeschichte“ dabei den größten Teil einnimmt. Somit ist der Aufbau und die Geschichte selbst nichts besonderes. Das Besondere ist erst die Sprache, denn sie lässt die Geschichte durch den von Stricker in der wörtlichen Rede stark verwendeten pfälzischen Dialekt, Umgangssprache, Russisch und Englisch, lebendig wirken. Auch scheut die Autorin nicht davor mit Empfindungslauten (wie Ähä, Äm, Mm ect.), Elipsen und langen, durch Kommas getrennten Sätzen zu schreiben. Dadurch wird einiges ganz deutlich, während anders schwer verständlich ist. Dieser besondere Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und erweckt eine zum Roman passende deprimierende Stimmung. Er ist wie gesagt einzigartig, aber von der vom Verlag angepriesene Fähigkeit Strickers Hässlichkeit schön zu schreiben ist keine Spur. Vielmehr passt sich der Schreibstil der Geschichte an und bringt dem Leser die Hässlichkeit, Hektik, Ausweglosigkeit und Sterilität nahe. Der Titel bleibt bis kurz vorm Ende ein spannendes Geheimnis. Wer zuerst vermutet, die fünf Kopeken , mit denen zur Zeit der Sowjetunion eine Metrofahrt bezahlt werden konnte, würden auf die U-Bahn Fahrt verweisen, auf der die Mutter Alex getroffen hat liegt falsch. Die Offenbarung ist in eine in dem Roman ausnahmsweise mal schöne Überraschung. Ich würde „Fünf Kopeken“ letztendlich als ein Kunstwerk an sich bezeichnen, nicht aber als ein wahres, schönes Kunstwerk, sondern als ein hässliches, abstraktes Kunstwerk. Als eines vor dem man sich hinstellt, weil es einen anlockt und versucht seine Tiefen zu ergründen. Doch um dies zu können muss man in die Achterbahn, als die man den Roman, wegen der Emotionalität bezeichnen könnte einsteigen. Und wenn die Fahrt vorbei ist wünscht man sich man hätte nicht so tief geschaut, denn das was dort ganz unten liegt ist Schmerz. Nimmt „Fünf Kopeken“ also nicht leichthin in die Hand; es ist mit sehr emotionalen und teilweise auch sehr weisen Stellen geschmückt. Es wird eure Gedanken anregen, ganz gleich wie sehr ihr euch über die trübe Stimmung ärgert, die Stricker vermittelt.

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  • Sprachakrobatik

    Fünf Kopeken
    anushka

    anushka

    Die Mutter, optisch nicht gerade ansehnlich, wird vom Großvater auf Leistung getrimmt und darf nichts weniger als ein Wunderkind sein, während die Großmutter sie mit ihren Ängsten erdrückt. In alldem werden ihr zudem die Gefühle aberzogen, denn das Jammern eines Kindes wird nicht ertragen, wenn die Ursache nicht mindestens so schlimm ist wie die Kriegsgefangenschaft des Großvaters in einem russischen Lager. Und was passiert, wenn sich ausgerechnet so jemand verliebt? Die Erzählerin der Geschichte ist eigentlich eine Randfigur. Anna, die Tochter, erzählt die Lebensbeichte der Mutter, deren Vornamen der Leser nie erfährt (oder ich mir einfach nicht merken konnte?). Durch ihre, teils bissigen, Randkommentare erfährt man noch mehr über den Charakter der Mutter, aber wenig vom Leben der Tochter. Auch wenn zu Beginn sehr direkt und mitleidlos betont wird, dass die Mutter hässlich gewesen sei, ist das nie so richtig Thema, denn die Mutter hat durchaus ihre Jungs- und Männergeschichten ohne dass je explizite Zweifel an ihrer Optik deutlich werden. Leider empfand ich auch die Geschichte als etwas trivial: Frau verliebt sich, ist von ihren Gefühlen überwältigt und begeht einen Fehler nach dem anderen (allerdings ist  dieses Buch keineswegs Chick-Lit, auch wenn die Beschreibung jetzt etwas danach klingt). Gerade jemand, der derart intelligent sein soll, handelt derart irrational und erdrückend, dass ich mich teilweise fremdgeschämt habe und so sehr unangenehm durch das Buch berührt war. Zudem ist keiner der Charaktere (vielleicht mit Ausnahme der Tochter) auch nur annähernd sympathisch. Sie wirken alle wie Karrikaturen und vielleicht sollen sie ja genau das auch sein. Und auch die Liebe zu dem entsprechenden Mann wird nicht nachvollziehbar, da man sich bereits bei der Schilderung des Äußeren "abgeturnt" fühlt, was die etlichen, recht expliziten Sexszenen auch irgendwie unangenehm (und die Sehnsucht der Mutter wenig verständlich) machte. Ein Lichtblick war die Sprache der Autorin, die recht ungewöhnlich und künstlerisch daherkam. Leider fällt es jedoch schwer, so etwas 500 Seiten lang zu lesen. Die Sprache schlägt ein ums andere Mal Purzelbäume und die sprachliche "Show" überdeckte für mich immer wieder die Geschichte. Meine übliche Lesegeschwindigkeit war deutlich gebremst und ich musste mich des Öfteren richtiggehend aufraffen weiterzulesen. Als Urlaubslektüre ist dieses Buch ungeeignet. Man muss sich beim Lesen schon sehr konzentrieren, denn Satzteile werden weggelassen oder sollen gleich mehrere Teilsätze bedienen. In hektischen Situationen werden die Sätze nur noch bruchstückhaft; eigentlich eine gute Idee zur Verdeutlichung der Situation, aber nach einigen Malen einfach nur noch anstrengend zu lesen. Das Ende und der trockene Humor haben mich letztendlich noch etwas mit dem Buch versöhnt, aber aufgrund der vielen anfänglichen, euphorischen Leserstimmen hatte ich mir mehr erwartet und bin etwas enttäuscht von "Fünf Kopeken".

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    27. September 2014 um 01:01
  • Leider kein Meisterwerk

    Fünf Kopeken
    WildRose

    WildRose

    18. May 2014 um 09:05

    Der Beginn dieses Buches ist berührend, wortgewandt, verlockt zum Weiterlesen. Doch irgendwann nach halber Strecke verliert das Buch seine Magie. Erwartet man die ungewöhnliche Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, so wird man schließlich eher enttäuscht, denn tatsächlich geht es dann vor allem um eine unglückliche Affäre. Dass diese Liebe aussichtslos ist, weiß man als Leser bereits nach kürzester Zeit, doch dennoch beschreibt die Autorin auf ermüdende Art jedes noch so kleine Detail. Vom Schreibstil her ist dieses Buch tatsächlich ungewöhnlich, doch was dem einen gefällt, sagt dem anderen möglicherweise überhaupt nicht zu. Die ineinander verschlungenen Schachtelsätze wirken zunächst ja ganz unterhaltsam und "speziell", aber leider übertreibt die Autorin es etwas, sodass man schließlich das Gefühl hat, sie wolle damit eigentlich bloß die Handlung in die Länge ziehen. Leider hält dieser Roman nicht, was er verspricht.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Fünf Kopeken

    Fünf Kopeken
    Crazy

    Crazy

    05. January 2014 um 11:04

    Tja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Der Klappentext hatte mir sehr zugesagt, daher war ich der Meinung, dass ich dieses Buch lesen müsste. Ich habe mich drei Tage lang bis zur Seite 222 durchgehangelt, schließlich abgebrochen, weil ich vor Langeweile fast um gekommen bin. Im Grunde geht es um eine Frau, die zumindest bis fast zur Mitte namenlos bleibt. Ihre Mutter erzählt ihr ihre Lebensgeschichte am Totenbett. Normalerweise ist sowas spannend und interessant, zumindest in Büchern, aber hier nicht. Dabei hat mir die Sprache wirklich gut gefallen. Das Buch wurde zum größten Teil als Erzählung geschrieben und die wenigen Dialoge sind oft in Dialekt geschrieben. Die Kapitel sind sehr lang und Absätze sind selten. Viele Begebenheiten laufen ab wie in einer Sitcom, was daher kommt, dass der Großvater der Erzählerin ein sehr skurriler Charakter ist. Die Charaktere an sich waren für mich überhaupt nicht liebenswert und daher konnte ich mit den Personen einfach nichts anfangen. Ich lese gern Debutromane, weil ich gerne neues kennenlerne. Ob ich je noch einmal einen Roman von der Autorin anfassen werde, weiss ich noch nicht. Ich bin jedenfalls sehr enttäuscht von diesem Buch. 

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  • Rezension zu "Fünf Kopeken" von Sarah Stricker

    Fünf Kopeken
    awogfli

    awogfli

    03. January 2014 um 07:23

    Ich liebe ja Familiengschichtln voller Drama und beschriebene Erziehungsmethoden mit der Schuldkeule seitens der älteren Generation sehr, aber bei diesem Buch habe ich dann doch recht lange gebraucht. Mag sein, dass es ein bisserl an meiner momentanen Leseunlust liegt, weil mich der Roman nicht wirklich in seinen Bann ziehen konnte, ich glaube aber eher, dass es am äußerst kreativen Umgang der Autorin mit Satzbau und Grammatik lag. Das Buch stotzt nur so von komischen verschachtelten Gliedsätzen in Form von mysteriösen Rückbezügen und Konstruktionen gleich ohne Verb, sodass man oft erst 3 Zeilen später wirklich merkt, wer gemeint ist oder was hier wieder mal angedeutet wurde. Das ist sehr mühsam. Normalerweise stören mich solche Sachen nur beim Verbessern von Masterthesen. Wenn ich privat lese, bin ich gar nicht pingelig und lasse einfach mein Gehirn baumeln und die Sätze sinngemäß richtig zuende bringen. Hier störte es aber meinen Lesefluss und wenn mir sogar ein echter Artikelfehler negativ auffällt, dann ist schon einiges im Argen. Inhaltlich hat der Roman sehr viel Fantasie, grosse Erzählkraft und schildert zwar eine relativ kleine aber nicht unspannende Geschichte über die Wurzeln der Autorin. Fazit wenn man über den mühsamen Erzählstil hinwegkommt, ist das Buch gut. Ich hatte da leider ausnahmsweise so meine Schwierigkeiten :-)

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  • 'Aber in Wahrheit ist das Leben kitschig. Viel kitschiger, als man sich das ausdenken könnte.'

    Fünf Kopeken
    sabatayn76

    sabatayn76

    27. December 2013 um 07:35

    'Aber in Wahrheit ist das Leben kitschig. Viel kitschiger, als man sich das ausdenken könnte. Oder auch nicht.' Inhalt: Die Mutter der Ich-Erzählerin liegt im Sterben und erzählt ihrer einzigen Tochter von ihrem Leben, von ihrer überängstlichen Mutter und ihrem leistungsbezogenen Vater, von ihrer Kindheit ohne große Emotionalität, doch mit viel Lernen und Streben, von ihren zahlreichen Talenten und Begabungen, von Arno, der sie vom ersten Moment an liebte, den sie jedoch nicht zurück lieben konnte, und von Geheimnissen, von denen sie nie einem Menschen erzählt hat, die sie kurz vor ihrem Tod jedoch mit ihrer Tochter teilen möchte. Mein Eindruck: Manchmal weiß man schon auf der ersten Seite eines Romans, dass es sich um ein persönliches Lesehighlight handeln wird. So war es bei 'Fünf Kopeken', obwohl (oder gerade weil) es die Autorin nicht gerade einfach für den Leser macht. 'Fünf Kopeken' ist sprachlich anspruchsvoll, bisweilen wunderbar bissig und boshaft - vor allem der Sprachwitz und der schwarze Humor der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Ich bin für gewöhnlich eine sehr schnelle Leserin, doch an 'Fünf Kopeken' habe ich (trotz ausreichender Lesezeit) mehrere Tage gelesen. Die Schachtelsätze und das Schreiben in Dialekt bzw. gebrochenem Deutsch sorgten dafür, dass ich manche Sätze mehrmals lesen musste, dass sich das Buch nicht nebenbei lesen lässt. Doch das ist auch gut so, denn 'Fünf Kopeken' ist eines dieser Bücher, bei denen sich das langsame Lesen lohnt, damit man bloß nichts überliest, und damit man das Buch richtig genießen kann. Gelungen fand ich auch die Charakterisierung der Protagonisten: bereits auf Seite 50 hatte ich das Gefühl, als würde ich die Personen schon ewig kennen. Obgleich die Figuren bisweilen überzeichnet wurden, wirkten sie auf mich stets überzeugend und realistisch, ihre Sorgen, Nöte und Ängste nachvollziehbar, ihre Beschreibung sehr genau und sehr gut beobachtet. Den Mittelteil fand ich im Vergleich zum überwältigenden ersten Drittel und dem spannenden Ende etwas schwächer, weniger mitreißend und stellenweise zu ausufernd und weitschweifig. Mein Resümee: Großartige Sprache, bewegender und fesselnder Inhalt. Ich freue mich auf den nächsten Roman von Sarah Stricker!

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  • Ein widerliches Thema gut aufbereitet

    Fünf Kopeken
    gst

    gst

    12. December 2013 um 17:48

    Ein Fünf-Kopeken-Stück ist das Einzige, was ihr von der großen Liebe geblieben ist. Auf dem Sterbebett erzählt sie ihrer Tochter die ganze Geschichte – bis ins Detail. Angefangen von der Kindheit bei einer besonders fürsorglichen Mutter und einem Vater, der seine Tochter über alle Maßen förderte. Ihre Aufgabe war, besser zu sein als alle anderen. Und dieser Aufgabe kam sie nach, bis – ja, bis sie sich verliebte ... Dieses Buch lässt mich zweigeteilt zurück. Keine Frage, die Autorin kann sehr genau beobachten und beschreiben. Doch mit ihrer Recherche bin ich nicht ganz einverstanden. Ständig war ich am Rechnen, wann die einzelnen Episoden gewesen sein könnten. Da haben in den Sechziger Jahren Kindergärtnerinnen Federn als Ohrschmuck und nur wenig später Busse Knöpfe, mit denen die Fahrgäste dem Fahrer ihren Aussteigewunsch anzeigen können. Komisch, ich kann mich nicht erinnern, dass es so etwas in meiner Kindheit schon gab … Interessant ist die Zeit der Wende beschrieben: die Eltern siedeln nach Berlin um, um dort ein Bekleidungsgeschäft zu eröffnen. Hier spiegeln sich Vorurteile von West- und Ostdeutschen auf eine Art und Weise wider, die verständlich machen, woher der Ausdruck „Besserwessi“ kommt. In Berlin passiert es dann: die namenlose (?) Frau, die bisher nur funktionierte, läuft völlig aus dem Ruder – was in meinen Augen weniger mit Liebe, als viel mehr mit Besessenheit zu tun hat. Ich als Leserin fragte mich immer wieder, wie eine intelligente Frau sich so erniedrigen kann … Allerdings muss ich der Autorin zu Gute halten, dass sie es trotz des teilweise abstoßenden Themas versteht, mich als Leserin doch immer wieder einzufangen. Manchmal war ich zwar versucht, das Buch zuzuschlagen und nicht wieder zu öffnen, doch da es ein Rezensionsexemplar war, zwang ich mich zum Weiterlesen und war wieder mittendrin. Die Figuren sind so gut charakterisiert, dass sich Namen in Schall und Rauch auflösen. Von der Hauptperson ist nur noch „meine Mutter“ übriggeblieben. Ich denke, das ist Absicht: sie wird nicht nur als hässlich, sondern auch als gesichtslos und lebensuntüchtig dargestellt. Fazit: auch wenn mir das Thema nicht gefiel, hat die Autorin mit ihrem Debütroman vier Sterne verdient.

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  • Fünf Kopeken

    Fünf Kopeken
    AgnesM

    AgnesM

    22. November 2013 um 12:27

    „Fünf Kopeken“ von Sarah Stricker ist ein besonderes Buch. Es ist in meinen Augen ein abstraktes Kunstwerk, welches man entweder lieben oder hassen kann. Frau Stricker hat es mir persönlich nicht einfach gemacht einen Zugang zu diesem literarischen Werk zu erhalten. Die ersten knapp 150 Seiten habe ich regelrecht verschlungen, jedoch wurde es in den darauffolgenden Kapiteln schwieriger für mich, mich mit der Geschichte der „Mutter“ auseinanderzusetzen. Meiner Ansicht nach erfordert das Buch ein sehr hohes Maß an Konzentration, denn Frau Stricker spielt zeitweise so intensiv mit der Sprache, dass einige Stellen ggf. mehrmals gelesen werden müssen. Die Sprache ist umfangreich, stellenweise brutal, die Sätze verschachtelt und intensiv. Das Buch hat mich überrascht, zum einen positiv und zum andern negativ. Positiv, weil die Familiengeschichte interessant und dieses dramatische Leben der „Mutter“, ihre Jugend, ihr Liebesleiden und die Auswirkung ihrer Krankheit fesselnd sind. Negativ, da mir die Sprache hier und da Probleme bereitet hat, einige Kapitel im Buch mühsam und wiederum manche Passagen zu sehr in die Länge gezogen waren. Die Geschichte der „Mutter“ wird von ihrer Tochter erzählt, die am Sterbebett der „Mutter“ alle Details aus deren Leben erfährt und somit die Rolle der Chronistin einnimmt. Das Verhältnis zwischen den beiden ist zwar alles andere als herzlich, dennoch öffnet sich die „Mutter“ der Tochter gegenüber, so dass diese von allen Kleinigkeiten und Feinheiten des mütterlichen „Doppellebens“ in Kenntnis gesetzt wird. Das Buch ist pures Drama. Es beginnt im Kindesalter der „Mutter“, dass der Großvater seine einzige Tochter nach seinen Wünschen rigoros und hartherzig erzieht. Er ist erbarmungslos. Ein „Nein“ gibt es nicht, ein Versagen ist unmöglich, wird nicht geduldet und wird bestraft. Die „Mutter“ muss hören, soll gehorchen und ihre Talente fördern und gezielt einsetzen. Wenigstens hat sie Talent, denn für alles andere ist sie einfach zu hässlich. Die strenge Erziehung und der Verlust der Kindheit, die die „Mutter“ nie richtig ausleben konnte, haben im Jugend- und Erwachsenenalter gravierenden Einfluss auf sie. Ihr Gemüt, ihre Empfindungen und ihr Seelenleben verändern sich nach und nach existenziell. Der Roman von Frau Stricker ist bewegend und aufrüttelnd, aber auch harte Kost. Das Buch ist nicht einfach und wirkt auch noch einige Zeit nach, nachdem die letzte Seite gelesen worden ist.

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    • 2
  • Vielversprechendes Romandebut!

    Fünf Kopeken
    Petris

    Petris

    20. November 2013 um 10:27

    Im Mittelpunkt dieses Romans steht eine Frau, deren Name nie erwähnt wird. Nachdem ihre Geschichte von ihrer Tochter Anna erzählt wird, heißt es immer nur „Meine Mutter“. Sie wurde als Tochter eines pfälzischen Kaufmanns und Generals mit ehrgeizigen Plänen geboren. Hässlich war sie, aber in sehr vielen Bereichen hochbegabt. Der Großvater nahm ihre Erziehung in die Hand, die hauptsächlich darin bestand, sie zu fördern, zu fordern, aber alles mit wenig Liebe und Anerkennung. Hilflos stand die Großmutter daneben und jammerte und litt. Die Mutter funktionierte und ihr kurzer Versuch, sich auf eigene Beine zu stellen, als ihre Eltern nach Berlin gingen, misslang. Bald folgte sie ihnen nach Berlin, brillierte im Studium und wurde die wichtigste Kraft im Kleiderhaus ihres Vaters. Selbst ihr Freund und zukünftiger Schwiegersohn, Arno, fügte sich hervorragend in das System ein. Den Rahmen der Handlung bildet die Krebserkrankung der Mutter. Während es ihr immer schlechter und schlechter geht und sie von ihrer Tochter Anna gepflegt wird, legt sie eine Art Lebensbeichte ab und erzählt zum ersten Mal von einer Zeit, in der sie auszubrechen versuchte und eine ganz andere war. Sie verliebte sich auf den ersten Blick in den russischen Kellner Alex, der im selben Haus wohnte und verstrickte sich in ein Netz aus gewalttätigem Sex, Lügen und dem Gefühl, endlich die Liebe gefunden zu haben. „Fünf Kopeken“ von Sarah Stricker ist ein großartiger Roman. Wie die Autorin Sprache verwendet ist einfach faszinierend und schön. Ganz im Gegensatz dazu steht die ziemlich harte, oft nicht nachvollziehbare Geschichte, die sie auf diese Weise erzählt. Manchmal wird es richtig abstoßend! Und dennoch kann man sich der Faszination des Buches nicht entziehen. Meiner Meinung nach ein völlig zu Recht gelobtes und ausgezeichnetes Debut. Die Autorin werde ich im Auge behalten!

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  • Fünf Kopeken/ Sarah Stricker

    Fünf Kopeken
    Bibliophil

    Bibliophil

    17. November 2013 um 09:29

    Sie ist hässlich. Sie ist sehr intelligent und gebildet und hat viele Talente. Für die Bildung und die Förderung der Talente sorgte unermüdlich ihr Vater. Freizeit, Spiel und Spass hielt er für Zeitverschwendung. In der Schule galt sie als ein Streber, und das, zusammen mit ihrem reizlosen Aussehen, garniert mit einer dickglasigen Brille machte sie zur Aussenseiterin. So verbrachte sie ihre Zeit in der Kindheit vor allem mit Lernen und Lesen. Geschwister gab es keine und der Kontakt und Umgang mit anderen Kindern blieb auf der Strecke. Und die Ehe ihrer Eltern  konnte ihr kein Vorbild  einer freundschaftlichen und liebevollen zwischenmenschlichen Beziehung sein. So hat sie in der emotionalen Welt den IQ einer Maus. Wenn überhaupt. Und als sie eines Tages auf Alex trifft und ihm mit Haut und Haaren samt Verstand verfällt, kann das nicht gutgehen. Da es der Autorin so gut gelingt, ihre Figuren dem Leser nahezubringen, erleben wir diese fatale Affäre hautnah mit. Da gibt es einige sehr peinliche Momente, in denen ich mich buchstäblich innerlich krümmte. Mitleid mit ihr hatte ich keines, manchmal, ich gestehe, blitzte bei mir regelrecht Schadenfreude auf. Warum, kann ich nicht genau sagen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass mir die Hauptprotagonistin nie ans Herz gewachsen ist. Ihre Tochter, die in diesem Roman als Erzählerin figuriert hingegen schon. Und da es die Tochter mit ihrer Mutter nicht einfach hat, hat sie meine ganze Sympathie. Ein aussergewöhnliches Buch, für das man meiner Meinung nach ein Faible für schwarzen Humor mitbringen muss. Sollte man für diese Art von Humor gar nichts übrig haben, sollte man die Finger von diesem Roman lassen. Für alle anderen kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen. Fünf Sterne kann ich dem Debütroman der Autorin dennoch nicht geben. Da gibt es ein paar wenige Längen im Buch die mich verwirrten und die ich trotz mehrmaligem Lesen nicht richtig verstand. Ob das an meiner Intelligenz liegt oder ob ich einfach den Gedanken der Autorin nicht folgen konnte, sei dahingestellt. Auch manche Vergleich fand ich etwas abstrakt und sehr gesucht. Aber alles in allem war dieser Roman für mich ein grosses Leseabenteuer, das mich begeistert und gefesselt hat.

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  • Dieses Buch zu lesen tut weh

    Fünf Kopeken
    bookgirl

    bookgirl

    Inhalt Annas Mutter liegt auf dem Sterbebett und berichtet von ihrer Kindheit, ihrem Leben und einer Liebesbeziehung zu einem Mann, dem sie sich unterwirft. Eine schonungslose Beichte, die nicht nur für Anna, sondern auch den Leser schmerzhaft zu verfolgen ist. Meine Meinung Das Debüt von Sarah Stricker ist wortgewaltig, aber auch so bildhaft geschrieben, dass es beim Lesen teilweise weh getan hat. Über weite Strecken fiel es mir schwer die Liebesbeziehung der Mutter zu Alex zu verstehen. So wie sie sich ihm hingibt und alles mit sich machen lässt - nein, das war wahrlich kein Genuss und hat mich an meine Grenzen gebracht. Manches Mal musste ich das Buch zur Seite legen, weil es schrecklich war diesen Prozess mitzuerleben. Die Geschichte an sich ist nicht außergewöhnlich, aber die Art und Weise wie die Autorin sie erzählt umso mehr. Schonungslos, hart, mit einer deutlichen Sprache, die das Lesen durch viele verschachtelte Sätze erschwert. Ich glaube nicht, dass ich in den letzten Jahren ein ähnliches Buch gelesen habe. Es ist keine Geschichte, bei der man sich entspannen kann. Auch eine gewisse Konzentration ist unabdingbar. Fazit "Fünf Kopeken" ist ein durchaus beachtliches Debüt, wenngleich es mir an vielen Stellen zu schmerzhaft war, um es als Lesegenuss einordnen zu können. Daher kann ich auch leider nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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    • 3
    bookgirl

    bookgirl

    05. November 2013 um 09:31
    StefanSchwinghammer schreibt Wie schade, dass du den Roman nicht so richtig genießen konntest. Ich fand das Schmerzhafte, Schonungslose gerade das, was die Geschichte so wunderbar gemacht hat. Der Sinn von Literatur ist es ...

    Ich habe ja auch nie behauptet, dass die Autorin nicht schreiben kann. Dann wäre meine Sternevergabe anders ausgefallen. Und natürlich hat es mich berührt. So sehr, dass es beim Lesen weh getan ...

  • ... ein Meisterwerk

    Fünf Kopeken
    Laudixxx

    Laudixxx

    04. November 2013 um 16:12

    „Fünf Kopeken“, ist das beeindruckende Romandebüt von Sarah Stricker. Es ist nicht nur eine Mutter-Tochter-Geschichte sondern auch eine Familiensaga. Literarisch ist es absolut überzeugend und mitreißend vom ersten Satz an. Die Autorin wählte eine freche, frische, heitere und oftmals sehr ironische Sprache - volle Konzentration war gefragt um bei den verblüffenden Satzkonstruktionen nicht den Faden zu verlieren und jedes Wort genießen zu können. Zitat aus dem Buch:„Meine Mutter war sehr hässlich. Alles andere hätte mein Großvater ihr nie erlaubt.“ Erzählt wird die Lebensbeichte der Mutter an deren Sterbebett. In dieser schweren Stunde offenbart sie sich ihrer Tochter und spricht sich alles von der Seele: sie erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Jugend und, vor allem, von ihrer ganz großen Liebe. Der Vater der Mutter ist ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier und ein Leistungsfanatiker, der seine einzige Tochter auf Erfolg trimmt. Schön muss sie nicht sein, aber klug. Gefühle gewöhnt er ihr vorsorglich ab. Hochbegabt, hochintelligent, hochtalentiert und sehr einsam - so verbringt die Mutter ihre Kindheit und Jugend.. Die Liebesbeziehung, an die sich die Mutter im Krankenhaus in allen Details erinnert und die sie nun unbedingt mit ihrer Tochter teilen möchte steht im Zentrum des Buchs. Die Liebe schlägt erst spät zu, dafür aber umso heftiger. So braucht die Mutter fast ihr ganzes Leben um sich davon zu erholen... Wahrlich ein Kunstwerk, mal ganz anders und sehr empfehlenswert!

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  • ein häßliches kunstwerk

    Fünf Kopeken
    mariong

    mariong

    03. November 2013 um 03:39

     ein häßliches kunstwerk die mutter, die bis zum schluß keinen namen bekommt, ist erst 49, hat krebs und weiß, daß sie bald sterben wird. und so fängt sie an, ihrer tochter, deren namen man auch erst ganz spät erfährt, ihr leben zu erzählen. sie war ein spätes einzelkind, häßlich und hochbegabt. ihr vater, ein liebloser, großkotziger geschäftsmann hat sie gefordert und gefördert, ihre mutter stand hysterisch leidend daneben. eine normale kindheit sieht anders aus. dann beginnt die mutter zu studieren, lernt arno kennen, der sie abgöttisch liebt, den sie aber nicht lieben kann, denn liebe ist in ihrem leben noch nicht vorgekommen. sie zieht mit ihm zusammmen und entwickelt einige schrulligkeiten, z.b. lügt sie wie gedruckt. dann sieht sie in der bahn einen ungepflegten ukrainer, dem sie hinterher rennt, schließlich bis in seine versiffte wohnung, mit dem sie ungehemmten sex hat, der nichts von ihr wissen will, von dem sie aber nicht lassen kann. soweit die geschichte. harter tobak, den sich die tochter anhören muß. und im verlauf der geschichte muß sie sich dann auch noch fragen, ob ihr vater denn eigentlich wirklich ihr vater ist. was dieses buch so anders macht, ist die sprache. dieser schreibstil springt zwischen schnellen aufzählungen, einzelnen worten, zitaten, halben sätzen, schachtelsätzen, pfälzer dialekt, russischen brocken, englischen worten, tatsächlcih passiertem, fiktivem.... derart schnell hin und her, daß man oft nochmal zurückblättern muß, um zu verstehen, was da eigentlich gemeint war. meine ehrliche meinung: ein häßliches kunstwerk, das einige faszinierte liebhaber finden wird, für viele aber einfach nur ein häßliches kunstwerk bleiben wird.

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