Sarah Waters

 4 Sterne bei 250 Bewertungen
Autorin von Der Besucher, Fingersmith und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sarah Waters

Sarah Waters wurde am 21. Juli 1966 in Neyland, Wales, Großbritannien geboren. Ihren Bachelor erwarb sie in englischer Literatur an der University of Kent und schloss anschließend mit einem Master an der Lancaster University ab. Ihre Disseratation mit dem Titel »Wolfskins and togas: lesbian and gay historical fictions« diente ihr auch als Inspiration für ihr erstes Buch. Ihr Debüt »Tipping the Velvet« (dt. »Die Muschelöffnerin«) veröffentlichte sie 1998 bereits mit großem Erfolg. Mit ihren weiteren Veröffentlichungen »Romane Affinity« (dt. »Selinas Geister«), »Fingersmith« (dt. »Soalnge du lügst«) und »The Night Watch« (dt. »Die Frauen von London«) konnte sie an den Erfolg ihres Debüts nahtlos anschließen. Zuletzt erschien 2009 von Waters »The Little Strangers« welcher 2011 in Deutschland unter dem Titel »Der Besucher« bei Bastei Lübbe veröffentlicht wird. Ihre Werke wurden wenige Zeit später von der BBC für das Fernsehen adaptiert. Sie wurde für ihre Bücher unter anderem mit dem »Betty Trask Award«, dem »Stonewall Book Award« und dem »Somerset Maugham Award« ausgezeichnet. Sie lebt in Kennington, London.

Alle Bücher von Sarah Waters

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Sarah WatersDer Besucher
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Der Besucher
Der Besucher
 (109)
Erschienen am 12.10.2012
Sarah WatersDie Muschelöffnerin
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Die Muschelöffnerin
Die Muschelöffnerin
 (26)
Erschienen am 14.09.2011
Sarah WatersDie Frauen von London
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Die Frauen von London
Die Frauen von London
 (18)
Erschienen am 20.01.2009
Sarah WatersSolange du lügst
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Solange du lügst
Solange du lügst
 (12)
Erschienen am 15.04.2013
Sarah WatersFremde Gäste
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Fremde Gäste
Fremde Gäste
 (9)
Erschienen am 26.10.2017
Sarah WatersClub-Premiere Die Frauen von London : Roman
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Club-Premiere Die Frauen von London : Roman
Club-Premiere Die Frauen von London : Roman
 (1)
Erschienen am 01.01.2006
Sarah WatersFremde Gäste
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Fremde Gäste
Fremde Gäste
 (0)
Erschienen am 21.07.2017
Sarah WatersFingersmith
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Fingersmith
Fingersmith
 (31)
Erschienen am 24.03.2005

Neue Rezensionen zu Sarah Waters

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JaHu_712s avatar

Rezension zu "Solange du lügst" von Sarah Waters

Spannend, voller Intrigen und unerwarteter Wendungen
JaHu_712vor 3 Stunden

Inhalt: England im 19. Jahrhundert: Susan Trinder wächst im Waisenhaus der zwielichtigen Mrs. Sucksby auf. Gemeinsam mit dem aalglatten Richard Rivers, genannt »Gentleman«, plant sie einen großen Coup: Als Zofe will sie sich in das Vertrauen der jungen Erbin Maud Lilly einschleichen, um alsbald die Weichen für deren Heirat mit Gentleman zu stellen. Kurz nach der Eheschließung soll Maud dann ins Irrenhaus abgeschoben werden, um an ihr Vermögen zu kommen. Zunächst verläuft alles nach Plan. Selbst die zärtlich-leidenschaftlichen Gefühle, die Susan schon bald für Maud entwickelt, können sie nicht beirren. Doch plötzlich nehmen die Ereignisse eine atemberaubende Wendung.

Meine Meinung: "Solange du lügst" ist ein hochspannendes, mitreißendes Buch, das mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Die beiden Protagonistinnen Susan und Maud sind jede auf ihre Art so liebenswert, dass sie einem sofort ans Herz wachsen. Und obwohl man von Susans bösen Absichten weiß, hofft man stets, dass sie sich eines Besseren besinnen und auf ihr Herz hören möge. Doch Susans Intrigen sind nicht die einzigen, die einen atemlos und mit Herzrasen zurücklassen. Mehr als einmal habe ich am Ende eines Kapitels das Buch mit weit aufgerissenen Augen und ungläubigem Staunen zugeschlagen und mir gedacht: Nein, das kann einfach nicht wahr sein!

Über viele Jahre hinweg war "Solange du lügst" mein unangefochtenes Lieblingsbuch und hätte Stephen King nicht "Mr. Mercedes" geschrieben, wäre es das auch heute noch. Klare Leseempfehlung!


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Daschas avatar

Rezension zu "Fingersmith" von Sarah Waters

Ganz anders als erwartet
Daschavor 8 Monaten

Als ich in die Geschichte reinging erwartete ich wirklich nicht viel, aber nun bin ich wirklich froh es doch noch gelesen zu haben! Der Plot ist total unvorhersehbar und immer wenn ich dachte zu wissen, was als nächstes geschieht wurde ich immer aufs neue überrascht ( und das passiert heutzutage wirklich nur noch selten). Die Charaktere sind alle anders als man am Anfang erwarten würde und man schließt viele von ihnen schnell ins Herz, obwohl sie alle doch schon ziemlich verdorbene Menschen sind. Auch der Schreibstil, der die Charaktere in viktorianischer Sprache reden lässt trägt zu einem angenehmen Leseerlebnis bei. Alles in allem ein echt gelungenes Buch, dass ich nur weiterempfehlen würde! 

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Solange du lügst" von Sarah Waters

Viktorianischer Krimi, lesbische Liebesgeschichte und ein Lieblingsbuch von David Bowie
MikkaGvor 10 Monaten

Dieses Buch habe ich im Jahr 2004 gelesen, weil David Bowie es damals begeistert seinen Fans empfahl. Ich weiß nicht, ob es da noch keine deutsche Übersetzung gab, jedenfalls las ich es auf Englisch und war erstaunt und begeistert.
Erstaunt, weil ich noch nie ein Buch wie dieses gelesen hatte: 
Sarah Waters erzählt eine gut konstruierte Gaunergeschichte mit perfiden Wendungen, ein psychologisches Drama, ein Porträt des harten, schmutzigen Alltags in den Armenvierteln der Zeit – und zugleich die Geschichte von zarten Gefühlen zwischen zwei Frauen in einer Ära, als lesbische Liebe als Perversion oder als Wahnsinn gesehen wurde. Eine ungewöhnliche Kombination, die funktioniert, weil die Autorin nichts beschönigt, dem Leser jedoch mit viel Gespür für zwischenmenschliche Nuancen die Charaktere so vorstellt, dass man sie zwar nicht immer lieben, aber zumindest verstehen kann.
Spannend fand ich schon wenigen Seiten, dass die Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel erzählt wird, als man es als Leserin gewohnt ist: in einem Roman von Charles Dickens wäre Susan wahrscheinlich eher die Antagonistin gewesen als die Protagonistin.
Interessanterweise sieht Susan am Anfang des Buches als kleines Mädchen eine Theateraufführung von "Oliver Twist" und hat eine Epiphanie:
"Und ich weiß noch, dass mir das erste Mal aufging, wie es zuging auf der Welt: dass es böse Menschen wie Bill Sykes gab und gute wie Mr. Ibbs und solche wie Nancy, die sich in diese oder jene Richtung wenden konnten."Auch sie selber wird sich im Laufe des Buches in verschiedene Richtungen wenden.
Susan ist aufgewachsen unter Dieben und Hehlern. Das Einzige, was sie von ihrer leiblichen Mutter weiß, ist, dass diese als Mörderin gehenkt wurde – in den Kreisen, in denen sich Susan bewegt,  keineswegs eine Schande, sondern fast eine Auszeichnung. Sie hat kaum Gefühl für Recht und Unrecht; anfangs lässt sie sich ohne große Skrupel darauf ein, mitzuwirken an einem Komplott, das eine unschuldige junge Frau um ihr Vermögen betrügen und ins Irrenhaus bringen soll, ersonnen von einem Schurken adliger Abstammung, den die Gauner nur "Gentleman" nennen.
Dennoch war ich bereit, Susan weiter zuzuhören, denn sie erschien mir nicht vollends verloren.
Dann trifft sie auf Maud: die stille, sanftmütige, naive Maud, bei der Susan sich als Zofe einschleichen soll, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Und das erscheint so einfach... Nur dass Susan erstens schon schnell das Gewissen plagt, und sie zweitens Gefühle für Maud entwickelt, die sie nicht recht einordnen kann, weil es nicht die Gefühle sind, die in ihrer Sicht der Welt eine Frau für eine andere entwickeln darf. Dabei soll sie Maud doch dazu bringen, Gentleman zu heiraten...
An dieser Stelle hätte das Buch so stereotyp wie verfrüht enden können, Sarah Waters hingegen macht es sich keineswegs so einfach. Stattdessen wirft man als Leserin einen Blick auf die Seitenzahl und stellt fest, dass man noch nicht mal die Hälfte der Geschichte erreicht hat.
Und ab dieser Stelle werde ich nichts weiter über die Handlung verraten – es juckt mir in den Fingern, mehr zu schreiben, aber dies ist ein Buch, bei dem man beim ersten Lesen auf gar keinen Fall vorher zu viel wissen darf. Man muss ungebremst hineinstürzen in das Kaninchenloch. 
Lasst. Euch. Nicht. Spoilern.Seid vorsichtig mit Rezensionen, ich habe ein paar gesehen, die definitiv zu viel verraten. Daher nur noch kurz:
Die Charaktere sind brillant geschrieben, gerade weil die Autorin nicht davor zurückschreckt, ihre Schwächen und charakterlichen Abgründe auszuloten.
Susans Gefühle für Maud sind mehr als ein Gimmick, mehr als nur ein Lippenbekenntnis zur Diversität.Und sie sind auch nicht das Wundermittel, dass Susan über Nacht zu einem guten Menschen macht. Sie ist eine zwiespältige Frau mit zwiespältigen Gefühlen.
Um über den Schreibstil zu schreiben, muss ich die Übersetzung erwähnen. Diese ist keineswegs schlecht, aber es geht zwangsläufig etwas verloren von der einzigartigen Sprachmelodie des Originals. Auch die Gaunersprache der Zeit lässt sich nur schwer eins zu eins ins Deutsche übertragen – im Original hat der Schreibstil einfach mehr Atmosphäre.
Großartig fand ich, wie Teile des Buches, die von verschiedenen Charakteren erzählt werden, auch vom Schreibstil her deutlich variieren.
Fazit:Im 19. Jahrhundert lässt sich die junge Diebin Susan auf ein mieses Geschäft ein: sie soll dem Schurken "Gentleman" helfen, eine reiche Erbin zu bezirzen und sie nach der Heirat im Irrenhaus zu entsorgen. Als sie die naive, unschuldige Maud kennenlernt, plagt sie schon bald das Gewissen... Und verwirrende Gefühle, die es ihr noch schwerer machen, ihre Rolle zu spielen.
Ich lese nur selten ein Buch mehrmals. 
"Fingersmith" habe ich 2004 im englischen Original gelesen und war beeindruckt. Nun habe ich das Buch noch mal in der deutschen Übersetzung gelesen – "Solange du lügst" – und war wieder beeindruckt, auch wenn in der Übersetzung ein wenig des Flairs und der Atmosphäre verloren geht. Man sollte sich vom Klappentext nicht täuschen lassen: die Handlung ist wesentlich komplexer, als es erst den Anschein hat! Es ist weder ein typischer historischer Roman, noch eine typische Liebesgeschichte, noch ein typischer Krimi... Obwohl es alles das ist.
Ein Hinweis: das Buch hat ein paar dezent explizite Szenen (gehört aber meines Erachtens nicht ins Genre Erotik) und ist sicher nichts für Leser, die Homosexualität ablehnen.

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Sarah Waters wurde am 20. Juli 1966 in Neyland, Wales (Großbritannien) geboren.

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