Sarah Waters Der Besucher

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Inhaltsangabe zu „Der Besucher“ von Sarah Waters

Hundreds Hall, ein majestätisches Anwesen im ländlichen England, Wohnsitz der Familie Ayres. Als der Landarzt Dr. Faraday wegen eines Notfalls herbeigerufen wird, ist er wie gebannt von der geheimnisvollen Atmosphäre des Hauses. Doch schon
bald erfährt er, dass in Hundreds Hall merkwürdige Dinge geschehen: Möbelstücke, die ein Eigenleben führen, bedrohliche Geräusche, die unerklärbar scheinen. Dr. Faraday begegnet der wachsenden Panik der Familie zunächst mit Ruhe. Doch das
Schicksal der Ayres nimmt unaufhaltsam seinen Lauf - und ist enger mit seinem eigenen verwoben, als er ahnt.

Sehr gut

— alanrick

Literarisch hochanspruchsvoller Gothic Grusel, kurz nach dem 2.Weltkrieg angesiedelt;mit faszinierendem Endtwist und kleinen Längen.

— Cridilla

Mystisch, gruselig und wunderbar erzählt. Ein Gesellschaftsroman mit einer Spur Spuk und Grusel.

— MsBookpassion

Schön zum Gruseln

— MissNorge

Könnte spannend sein, aber ganz schön langatmig geschrieben.

— Bellastella

ich weiß partout nicht, was an diesem Buch spannend sein soll...

— silbereule

Spannender Roman, den man so wegliest

— Synan

Ich habe das Buch auf Seite 200 abgebrochen. Für mich versprach der Klappentext eindeutig mehr als die Geschichte hielt.

— Blackfairy71

Ich bin so ziemlich am Ende dieses Buches angelangt. Muss so ca noch 40 Seiten. Tja schwierig dieses Buch zu rezensieren. Ich finde es sehr gut geschrieben und die Geschichte um Dr Faraday und der Fam Ayres kommt zwar langsam in Gang aber ich hatte viel Spaß mit dem Buch. Es war wie in einem Film. Die Gruselszenen kamen an Stellen vor, wo ich nicht mit gerechnet hatte und dann mußte ich wissen, wie es weitergeht. Bin sehr auf das Ende gespannt.

— Marita2403

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  • Der Besucher

    Der Besucher

    alanrick

    27. April 2017 um 11:50

    Viel Spannund und gut zu lesen

  • Ein Gesellschaftsroman - mystisch, gruselig und wunderbar erzählt.

    Der Besucher

    MsBookpassion

    17. February 2016 um 09:47

    Dr. Faraday ist praktizierender Arzt in Warwickshire. Er lebt allein und führt ein bescheidenes Leben. Als er eines Tages auf das alte Anwesen Hundreds Hall gerufen wird, um dort das junge Dienstmädchen Betty zu behandeln, ahnt er noch nicht welche Wendung sein Leben nehmen wird. Er kennt Hundreds Hall noch aus Kindertagen, doch seinen einstigen Glanz hat es gänzlich verloren. Das Anwesen ist heruntergekommen und die Familie Ayres, nur noch bestehend aus Mrs. Ayres und ihren beiden erwachsenen Kindern Caroline und Roderick, steht vor enormen finanziellen Schwierigkeiten. Fortan stattet Dr. Faraday der Familie auf Hundreds Hall immer häufiger einen Besuch ab und es entsteht eine Freundschaft zwischen ihnen. Doch schon bald scheint sich ein Schatten über das alte Anwesen zu legen. Mysteriöse Dinge geschehen und das Haus scheint ein Eigenleben zu entwickeln. Während Dr. Faraday alles rational zu erklären versucht, scheinen er und die Familie Ayres bereits dem Untergang geweiht. Mit "Der Besucher" ist Sarah Waters ein interessanter und lesenswerter Gesellschaftsroman gelungen, der durch Schauer-/Gruselelemente aufgepeppt wird. Mit ihrem detailreichen und ausschweifendem Schreibstil hat Sarah Waters mich gleich zu Beginn in die Geschichte gezogen und auch nicht mehr losgelassen. Als Leser begleiten wir Dr. Faraday durch seinen Alltag als Hausarzt auf dem Land. Als der die Familie Ayres auf Hundreds Hall kennenlernt, lernen auch wir Caroline - die Tochter - kennen. Eine junge Frau, die stets als klug, aber nicht besonders hübsch beschrieben wird. Und Roderick - der Sohn - der als Soldat im Zweiten Weltkrieg kämpfte und mit unzähligen körperlichen und seelischen Narben zurückkehrte. Und Mrs. Ayres - die Mutter - die an dem alten Glanz des Landadels festhalten will. Wir begleiten Dr. Faraday fortan bei seinen Besuchen auf Hundreds Hall, erfahren Geschichten aus der Vergangenheit und lernen die Familie Ayres immer besser kennen. Zwischendurch werden wir für einen Moment durch mysteriöse Ereignisse aus dem Alltag gerissen, doch der Schreck währt meist nur kurz. Ich mochte die Atmosphäre in der Geschichte sehr. Und obwohl nur wenig passiert, wollte ich stets wissen wie es weitergeht. Ich wartete auf den nächsten Schreckmoment und hoffte auf eine raschere Wiederholung der Gruselmomente. Doch diese waren nur rar gesät. Auch wenn der Grusel in seiner Intensität wirklich stark war und gegen Ende auch deutlich stärker wurde, so war es mir insgesamt - auf knapp 600 Seiten - einfach zu wenig. Dr. Faraday wurde mir zunehmend unsympathischer und sein Alltag fing an mich zu langweilen. Familie Ayres mochte ich hingegen sehr, die drei waren interessant und auch gut gezeichnet und ausgearbeitet. Alles in allem ein interessanter Gesellschaftsroman mit einer Familie des alten Landadels, die sich mit einem einfachen Arzt anfreundet und Hundreds Hall vor dem Verfall schützen will. Ein altes Anwesen, welches durch Schauermomente ein spannender und atmosphärischer Schauplatz wird. Doch auch wenn mich die wenigen Gruselmomente wirklich erschreckt haben, so waren sie mir einfach zu wenig. Ein schauriger Roman, der durchaus lesenswert ist und vor allem durch einen einnehmenden Schreibstil und eine lauernde, überzeugende Atmosphäre besticht. Lesens- und empfehlenswert, wenn auch mit kleinen Mängeln.

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  • kein Gruselroman, aber spannend geschrieben

    Der Besucher

    Sanni77

    18. May 2014 um 14:48

    Als ich den Klappentext zu „Der Besucher“ von Sarah Waters gelesen habe, war ich neugierig und gespannt auf diesen Schauerroman. Dr. Faraday, Landarzt wird zu einem Notfall auf Hundreds Hill gerufen, und  sofort werden Kindheitserinnerungen in ihm wach. Seit der Kindheit ist er von dem Herrenhaus fasziniert. Doch nun, Jahre später, ist das einstige prachtvolle Herrenhaus stark verfallen und die Besitzer kämpfen mit dem Untergang. Schon bei seinem ersten Besuch, eröffnet ihm das Dienstmädchen, das sie sich in dem Haus fürchtet und seltsame Dinge geschehen. Möbelstücke verrücken von selbst, unerklärliche Geräusche werden vernommen, und schon bald kommt es zu dem ersten Unglück. Die Geschichte braucht etwas Zeit um in  Fahrt zu kommen. Auf den ersten 100 Seiten passiert erst mal gar nichts. Die Charaktere werden ausführlich beschrieben aber wirklich sympathisch kommt für mich keiner der Charaktere rüber. Die Szenen im Haus schaffen durchaus  eine gruselige Atmosphäre, aber als ein „Gruselroman“, würde ich das Buch nicht beschreiben. Für mich ist es eher ein Gesellschaftsroman der spannend geschrieben ist und mich gut unterhalten hat.

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  • Übernatürliche Geschehnisse auf Hundreds Hall?

    Der Besucher

    Seehase1977

    08. May 2014 um 12:30

    Klappentext: Hundreds Hall, ein majestätisches Anwesen im ländlichen England, Wohnsitz der Familie Ayres. Als der Landarzt Dr. Faraday wegen eines Notfalls herbeigerufen wird, ist er wie gebannt von der geheimnisvollen Atmosphäre des Hauses. Doch schon bald erfährt er, dass in Hundreds Hall merkwürdige Dinge geschehen: Möbelstücke, die ein Eigenleben führen, bedrohliche Geräusche, die unerklärbar scheinen. Dr. Faraday begegnet der wachsenden Panik der Familie zunächst mit Ruhe. Doch das Schicksal der Ayres nimmt unaufhaltsam seinen Lauf - und ist enger mit seinem eigenen verwoben, als er ahnt ... Der ortsansässige Landarzt Dr. Faraday war schon als Kind von dem Landsitz Hundreds Hall fasziniert. Einmal war er in seiner Kindheit in dem beeindruckenden Herrenhaus u.a., weil seine Mutter dort als Kindermädchen arbeitete. Als er wegen einem Notfall nach Hundreds Hall gerufen wird ist er nach wie vor gebannt von dessen geheimnisvoller Atmosphäre aber auch erschrocken bezüglich des heruntergekommenen Zustandes. Faraday entwickelt sich nach und nach zum Freund und Berater der Familie als merkwürdige Dinge im Haus und mit den Bewohnern geschehen. Alles fängt damit an, dass der gutmütige Hund der Familie bei einer Abendveranstaltung das Kind eines Gästeehepaares beißt…ab diesem Moment beginnt eine unheimliche und tragische Kettenreaktion… Mit „Der Besucher“ ist Sarah Waters ein geheimnisvoll düsterer und atmosphärisch hochwertiger Roman gelungen. Sie beschreibt das England der Nachkriegszeit und dessen gesellschaftliche Veränderungen sehr bildhaft. Schon allein das Cover finde ich sehr gelungen und spiegelt wunderbar den Roman wider. Obwohl die Handlung auf den ersten ca. 200 Seiten ruhig dahinplätschert habe ich mich damit sehr wohl gefühlt und mich in keinster Weise gelangweilt. Der schnörkellose Schreibstil, Story und Charaktere haben mir gut gefallen. Sehr gut umgesetzt hat die Autorin, wie der Verfall von Hundreds Hall sich zunehmend auf die Psyche seiner Bewohner auswirkt. Ob schließlich wirklich irgendetwas Übernatürliches in den Mauern des alten Anwesens passiert oder gar tatsächlich ein jahrelanger Fluch auf der Familie liegt, wird komplett offen gelassen. Die Autorin bietet jedoch auch eine rationale Erklärung, die der aufmerksame Leser mehr zwischen den Zeilen lesen kann und man kann für sich entscheiden ob einem diese Erklärung als die Wahrscheinlichste erscheint. Ein Roman für den man Geduld braucht, auf den man sich einlassen muss und der nachwirkt. Einen Stern Abzug muss ich leider geben für den Gruselroman, der meines Erachtens nicht wirklich einer ist und eine gewisse Langatmigkeit die immer mal wieder auftritt.

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  • Wahn oder Wirklichkeit?

    Der Besucher

    Igelmanu66

    28. February 2014 um 14:27

    Schon als Junge hat Dr. Faraday das alte Herrenhaus Hundreds Hall, in dem seine Mutter als Kindermädchen arbeitete, und die dort lebenden Herrschaften bewundert. Als er nun, als praktizierender Landarzt, dorthin zu einem medizinischen Notfall gerufen wird, ist er aufgeregt und stolz zugleich. Kindheitserinnerungen werden wach und zudem hegt er die Hoffnung, dass er es nun endlich schaffen wird, auch Patienten aus höheren Gesellschaftskreisen zu bekommen. Bei der Familie Ayres, die auf Hundreds Hall lebt, zeigt sich allerdings, dass das Leben auch dieser höheren Gesellschaft im Nachkriegsengland nicht mehr unbedingt einfach ist. Die Familie ist verarmt, die Instandhaltung des Herrenhauses verschlingt große Summen von Geld. Zudem ist der alte Colonel gestorben und seine Witwe bemüht sich jetzt zusammen mit ihren beiden Kindern, das Haus vor dem Verfall und sich selbst vor dem Verlust des gesellschaftlichen Ansehens zu bewahren. Erschwert wird die Situation noch dadurch, dass der Sohn im Krieg verletzt wurde und dabei scheinbar auch ein Trauma erlitten hat. Und die Tochter lässt aufgrund ihres vernachlässigten äußeren Erscheinungsbildes keine großen Hoffnungen zu, dass ein wohlhabender Mann von angemessenem Stand durch eine Hochzeit der Situation Entspannung bringen könnte. Dr. Faraday wird tatsächlich der Hausarzt der Ayres und erhält nach und nach umfangreiche Einblicke in die persönlichen, finanziellen und gesellschaftlichen Lebensumstände der Familie. Und nicht nur der Familie… Auf Hundreds Hall geschehen eigenartige Dinge. Unerklärliche Dinge. Es gibt nächtliche Geräusche, sich bewegende Gegenstände und seltsame Flecken an der Wand. „Da is was Böses in diesem Haus.“, sagt schon früh eine 14jährige Hausangestellte. Ist sie nur ein hysterisches junges Mädchen oder steckt vielleicht doch etwas Wahres in dieser Aussage? Die Vorfälle häufen sich, nehmen in ihrem Ausmaß ständig zu. Es gibt erste Unglücksfälle, die ersten Opfer. Die Protagonisten bemühen sich um Erklärungen und verlieren dabei, einer nach dem anderen, den Verstand. Haben wir es hier mit Geistererscheinungen oder mit Wahnvorstellungen zu tun? Selbst der Wissenschaftler Dr. Faraday ist sich am Ende nicht mehr sicher… Sehr gut gefallen hat mir die gruselige Atmosphäre des Buchs. Ich habe mich als Leser an mancher Stelle gefragt, ob diese spezielle Tat jetzt das Werk eines Poltergeistes gewesen ist oder aber von einem der mittlerweile arg psychisch beeinträchtigten Familienmitglieder begangen wurde. Und selbst zum Schluss konnte ich mir da nicht sicher sein. Daher ist dieses Buch für mich ein richtig schöner Schauerroman. Es ist aber auch ein Gesellschaftsroman und befasst sich in großem Umfang mit den Lebensumständen im Nachkriegsengland. Wer sich für so etwas interessiert, wird gut bedient. Nur sollte man keinen Horror erwarten: Auch wenn an der ein oder anderen Stelle etwas Blut fließt, ist dieses Buch kein Schocker. Für mich hat es funktioniert und ich vergebe nur Abzüge für die meiner Meinung nach zu langatmige Schilderung der Liebesgeschichte zwischen Dr. Faraday und der Tochter des Hauses.

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  • Sarah Waters Der Besucher

    Der Besucher

    FabAusten

    Dr. Faraday führt ein ruhiges Leben als Arzt auf dem englischen Land. Eines Tages wird er nach Hundreds Hall gerufen, dem Landsitz der Familie Ayres, die eigentlich von seinem Kollegen behandelt wird. Nachdem er das erkrankte Hausmädchen behandelt hat, wird er sehr freundlich von den drei Mitgliedern der Familie Ayres aufgenommen und zur Teestunde eingeladen. Mrs. Ayres und ihre erwachsenen Kinder Caroline und Roderick leben zwar in dem herrschaftlichen Haus, doch das hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Es verfällt zusehends, aber die Einkünfte sind gering geworden und reichen nur für die dringendsten Renovierungsarbeiten. In der folgenden Zeit entsteht zwischen dem Landarzt und der adeligen Familie so etwas wie Freundschaft und Dr. Faraday hält sich immer öfter bei ihnen auf. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge auf Hundreds Hall. Gegenstände bewegen sich ohne menschliches Zutun, der friedliche Familienhund beißt um sich, schließlich bricht sogar ein Feuer aus. Immer mehr beängstigende Ereignisse geschehen hinter den Mauern von Hundreds Hall und Dr. Faraday kann sich dem Sog nicht entziehen. Sarah Waters macht es dem Leser nicht leicht. Einerseits schreibt sie sehr gefällig. Das Leben im ländlichen England wird ebenso großartig eingefangen wie die Charaktere oder die Atmosphäre von Hundreds Hall. All das wird wirklich vor dem geistigen Auge lebendig. Der sehr ausführliche Schreibstil lässt den Eindruck entstehen als würde der Leser auf einer Welle getragen. Manchmal plätschert sie sacht dahin, dann zieht ein Wind auf, das Meer wird unruhiger oder sogar von einem Sturm aufgepeitscht. Andererseits könnte der Stil ebenso gut von manchem Leser als langatmig empfunden werden. Es geschieht auf vielen Seiten sehr wenig. Erzählt wird alles aus Dr. Faradays Sicht. Leider fällt es schwer, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Zum einen liegt es an der Perspektive, denn so nimmt man alle Personen nur durch diesen Filter wahr. Allerdings bietet Dr. Faraday ebenso wenig eine Identifikationsfläche und weckt kaum Sympathien. Möglicherweise wurde das sogar bezweckt. Die Autorin zeichnet ein Gesellschaftsbild ebenso wie ein Psychogramm ihrer Figuren. Insgesamt ist der Roman in vielerlei Hinsicht wie ein literarischer Vexierspiegel. Mal sieht man das eine in ihm dann etwas anderes. Das betrifft den Plot genauso wie die Charaktere. An einen Schauerroman erinnert Der Besucher nur bedingt obwohl der Klappentext es suggeriert. Dies liegt neben der ruhigen Erzählweise besonders daran, dass die Gruselelemente erst sehr spät einsetzen und nie im Vordergrund zu stehen scheinen. Vielmehr wirkt es als ginge es in ersten Linie um das Schicksal der Ayres. Der Landarzt ist nur ein Beobachter, der immer mehr in ihren Bann gerät. Doch ist es wirklich so? Ist der Titel doch Der Besucher und nicht Die Ayres? Der Plot wirkt schlicht, doch ebenso wie in Hundreds Hall befindet sich etwas Ungreifbares unter der Oberfläche. Sarah Waters lässt Platz für Interpretation. Am Schluss wird eine Möglichkeit angeboten, die sich schon einige Seiten zuvor andeutet, aber es geschieht sehr subtil und es bleibt dem Leser überlassen, ob er sie annimmt. Selbst wenn er sie akzeptiert, bleiben Fragen. Dieses Vorgehen kann gefallen, muss es aber nicht. Im Verhältnis zum Gesamtumfang endet der Roman sehr abrupt und hinterlässt anfangs ein schales Gefühl. Doch wenn man den Schluss dann Revue passieren lässt, wird man noch einmal in den Plot hineingezogen. Man reflektiert und erwägt die Argumente, die für oder gegen die eigene Interpretation sprechen. Es ist auch sehr interessant, die Meinungen anderer Leser kennenzulernen und ihre Schlussfolgerungen zu erwägen. Eigentlich bewegt der Roman nach dem Lesen mehr als währenddessen. Ein zweites Lesen wäre definitiv interessant da man die Ereignisse sicher anders bewerten würde. Unabhängig davon,ob man nach dem Lesen positiv oder negativ gestimmt ist, muss der Verfasserin zugestanden werden, dass sie ihr Handwerk in jedem Fall versteht.

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    • 2
  • Abgebrochen...

    Der Besucher

    Blackfairy71

    08. June 2013 um 19:42

    ....daher ist das auch keine richtige Rezension. Ich habe dem Buch bis Seite 200 eine Chance gegeben, es dann aber abgebrochen. Es fehlte mir die richtige Spannung, die Geschichte zog sich dahin wie Gummi. Die Hauptperson, Dr. Faraday, erzählt in der Ich-Form, aber man erfährt nie seinen Vornamen. Und ich muss sagen nach der Geschichte mit dem armen Gyp hatte er einige Sympathiepunkte verloren. Das hat mich richtig wütend gemacht. Der Klappentext verspricht eindeutig mehr, als das Buch hält. Ich hatte etwas anderes erwartet und bin ziemlich enttäuscht. Zwei Sterne gibts aber dennoch für den detaillierten und anschaulichen Schreibstil der Autorin.

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  • Sarah Waters - Der Besucher

    Der Besucher

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2013 um 23:31

    Inhalt: Als Dr. Faraday zu einem Krankheitsfall auf Hundreds Hall gerufen wird, ist er sofort wie gebannt von dem Anwesen. Mit der Zeit freundet er sich mit den Bewohnern des Hauses, der Familie Ayres, an. Zudem entsteht eine zaghafte Beziehung zu der Tochter des Hauses. Als plötzlich mysteriöse Dinge geschehen, steigt in der Familie langsam die Angst, die Faraday jedoch zuerst nicht ernst nimmt. Meine Meinung: Wer nach einem Gruselschocker sucht, ist sicherlich mit der Geschichte um Hundreds Hall nicht zufrieden zu stellen, da das Unheimliche eher schleichend und sehr spät auftaucht. Sie ist weniger Gruselgeschichte als eine Familiensaga, die das Leben in dem alten Haus der Familie Ayres mit ihren Problemen und Sorgen aufzeigt und eine kleine Liebesgeschichte. Die Charaktere sind dabei gut beschrieben, der Schreibstil sehr gut und nachvollziehbar. Ich konnte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut in das Buch einfinden, habe mit der Familie und Dr. Faraday gelitten und mich teilweise sogar ein wenig gegruselt, was mir persönlich auch ausgereicht hat, da ich mich von Natur aus schnell ängstige. Jedoch hat mich das Ende eher enttäuscht, da nicht alle Fragen, die im Laufe des Lesens auftreten, beantwortet werden.

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  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. December 2012 um 16:49

    Dieser Schauerroman aus dem viktorianischen England hat mich nicht vom Hocker gerissen.
    Meine Einschätzung könnt ihr hier nachlesen: http://sunsys-blog.blogspot.de/2012/12/kurzrezi-der-besucher-s-waters.html

  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    Zitronenfalter

    16. November 2012 um 19:20

    Die Geschichte ist ausergewöhnlich und spannend! Sie hat mich in ihren Bann gezogen! Absolut empfehlenswert! Sie hat mich etwas an die Geistergeschichten erinnert aus der Jungschar-Zeit!

  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    Saralonde

    Warwickshire kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges. Der Landarzt Dr. Faraday wird nach Hundreds Hall, dem Stammsitz der Familie Ayres gerufen. Das Haus kennt er seit seiner Kindheit und hat es immer bewundert. Doch leider ist es völlig heruntergekommen und die drei Bewohner, Mrs. Ayres und ihre erwachsenen Kinder Rod und Caroline, kämpfen darum, das Anwesen halten zu können. Eine Reihe von verstörenden Ereignissen beginnt, das Leben der Familie zusätzlich zu erschweren. Dr. Faraday wird mit der Zeit zum Hausarzt und Vertrauten der Familie. Auf Hundreds Hall scheinen unheimliche Dinge vor sich zu gehen. Steckt mehr dahinter als das pure Schicksal? Ich hatte zunächst vor, diesem Buch nur 4 von 5 möglichen Sternen zu geben, habe jedoch über Nacht hinterfragt, wieso. Ich hatte einige negative Rezensionen gelesen, die das Ende des Buches stark kritisierten. Deshalb habe ich wohl stellenweise angefangen zu zweifeln und hatte die Befürchtung, das Ende könnte tatsächlich schlecht sein. Tatsächlich aber fand ich gerade das Ende am Genialsten in diesem Buch. Mein Eindruck ist, dass einige Leser das Ende nicht (richtig) interpretiert haben. Der allerletzte Satz ist absolut bedeutungsschwanger, den muss man ganz genau lesen. Ich bin mir mittlerweile sicher, ihn richtig interpretiert zu haben, zumal ich auf den letzten Seiten des Öfteren gedacht habe, es wäre doch genial wenn das Ende soundso wäre, was sich schließlich bewahrheitet hat. Und diese Ende ist ja dermaßen gruselig! Es hätte gar nicht besser sein können. Das ganze Buch ist gruselig, vor allem die Szenen in den Kinderzimmern mit Mrs. Ayres. Und zwar richtig klassisch gruselig, so wie ich es am liebsten mag. Aber das Ende setzt dem Ganzen die Krone auf. Für mich eines der besten Enden, die ich je gelesen habe. Deshalb also die Bestbewertung für dieses Meisterwerk! Ich empfehle das Buch allen Freunden des subtilen Grusels.

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    • 8

    Saralonde

    05. July 2012 um 18:53
  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    callunaful

    23. June 2012 um 12:28

    Inhaltlich lässt sich dieser dicke Schinkenroman recht schnell zusammenfassen: Dr. Faraday wird auf das Anwesen der Familie Ayres gerufen, da sich ihre Hausdienerin über starke Bauchschmerzen beschwert. Doch Dr. Faraday durchschaut sehr schnell die Lage und hält dem Mädchen vor, dass sie nur simuliert. Der Grund für die Simulation: Das 15-jährige Mädchen möchte wieder nach Hause zu ihren Eltern, da mit diesem Haus etwas nicht stimmt. "Da ist etwas Böses im Haus." Allein dieser Satz lässt auf eine spannende und schaurige Geschichte hoffen. Dr. Faraday nimmt allerdings solche Aussagen nicht ernst. Er sieht in diesem Haus ganz und gar nichts Böses, immerhin verknüpft er mit dem Anwesen einige wenige Erinnerungen. Auch erinnert ihn die Umgebung an seine verstorbene Mutter, die dort als Kindermädchen eingestellt war... Mit der Zeit freundet sich Faraday immer mehr mit den Hausbesitzern, der Familie Ayres an. Doch als er selbst einige mysteriöse Umstände mitbekommt und selbst der Hausherr von diesem "bösen Etwas im Haus" erzählt, bleibt der Protagonist skeptisch. Sein rationaler Verstand lässt es einfach nicht zu eine nicht-wissenschaftliche Erklärung anzunehmen. So bleibt man als Leser immer im Zwiespalt: Gibt es für all das eine wissenschaftliche Erklärung oder ist da wirklich etwas "Böses" im Haus? An sich hat die Autorin das geschickt eingefädelt und die Hintergründe wirken gut durchdacht. Leider nimmt es den Schauereffekt des Romans. Wer also eine schöne Schauergeschichte erwartet wird eventuell enttäuscht werden und das auch zurecht, immerhin wird dieser Roman als solches beworben! Doch meiner Meinung nach trifft die Bezeichnung Schauerroman nicht wirklich auf dieses Buch zu. Es geht da um viel mehr. Zum Teil erinnerte es mich auch an einen historischen Roman, da einem ein paar Einblicke auf die Gesellschaft während der Nachkriegszeit in England gewährt werden: Die schlechten Lebensverhältnisse und Gesundheitsbedingungen der einfachen Leute auf dem Land und der Niedergang des Adels und deren gesellschaftlichen Strukturumwandlungen. Zudem versuchte Sarah Waters eine Verbindung zwischen Paranormalem und der Wissenschaft herzustellen. In der Hinsicht ist die eigentlich Grundidee gar nicht mal so dumm, im Gegenteil! Was mich aber einfach ärgert ist die Aufmachung des Buches. Ohne das Buch zu kennen, hat man den Eindruck einen schönen, klassischen und vielleicht auch einen etwas altmodischen Schauerroman vor sich zu haben. Man geht einfach mit einer ganz anderen Erwartungshaltung an den Roman ran und das finde ich schade. Positiv anzumerken ist übrigens der Schreibstil von Sarah Waters. Die Autorin schafft es die Geschichte und Umgebung unglaublich atmosphärisch und lebendig zu beschreiben. Man kann sich beim Lesen wunderbar in das Jahr und in die Umgebung hineinversetzen. Die Charaktere wirken ebenfalls authentisch, vor allem weil man nicht hundertprozentig mit ihnen sympathisiert. Die Spannung geht dabei allerdings an einigen Stellen flöten. Der Roman schafft es nicht einen komplett in den Bann zu ziehen, auch wenn ich die Beschreibungen noch so schön fand. An manchen Stellen fand ich die Geschichte ziemlich lahm und schleppend. Allerdings fand für mich immer ein Ausgleich zwischen Spannung und Stil statt. Aber was mich dann doch am meisten ärgerte war das Ende. Nachdem ich das Buch zugeklappt hatte, fühlte ich mich irgendwie unbefriedigt. Der Schluss wirkte für mich etwas zu abrupt und für mich passte es einfach nicht! Ein Buch, dass einen etwas zwiegespalten zurücklässt: Steht man nun auf der Seite des Paranormalen oder der Wissenschaft? Fand ich das Buch gut oder nicht besonders? Aus diesem Grund entschied ich mich das Buch mit drei von fünf Punkten zu bewerten.

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  • Buchverlosung zu "Ashby House" von V. K. Ludewig

    Ashby House

    VKL

    "Ashby House", mein Roman, der im März im dtv erschienen ist, ist eine Art literarische Soap Opera, angesiedelt in einem britischen Spukhaus. Mit "Ashby House" habe ich mir einen Traum erfüllt, da ich eine langjährige Faszination für verwunschene Häuser hege - so schrieb ich mir mein eigenes. Hier findet ihr eine kurze Inhaltsbeschreibung: An einem frostigen Januartag erwartet Ashby House friedlich seine neue Besitzerin, die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott. Lucille reist in Begleitung ihrer Schwester Laura an, mit der sie in abgrundtiefem Hass verbunden ist. Kaum angekommen, ist Lucille plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Laura, von Lucilles Verschwinden unangenehm berührt, macht sich mit Butler Steerpike auf die Suche nach ihr. Als sie in den verbotenen zweiten Stock mit dem legendären Turmzimmer vordringen, erwacht Ashby House schlagartig zu eigenem Leben und geht zum Gegenangriff über ... Und zum ersten Reinlesen eine Leseprobe: http://book2look.com/vBook.aspx?id=URNBNdy77T 3 unter euch, die die nachfolgende Frage bis einschließlich des 30.04. beantworten, werden je ein Exemplar von "Ashby House" gewinnen und können schon bald selbst erleben, was es mit meinem ganz persönlichen verwunschenen Haus auf sich hat! Welches sind Eure liebsten Spukhäuser in Literatur, Kino oder Fernsehen?

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    • 147
  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    maroma

    16. April 2012 um 18:23

    Hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da es am Anfang sehr langatmig war, habe mir nach der Beschreibung eigentlich mehr erwartet.

  • Rezension zu "Der Besucher" von Sarah Waters

    Der Besucher

    Melaka

    17. March 2012 um 15:20

    Ein wirklich spannendes Buch, was einem schön viel Gänsehaut bereitet. Der Doktor des Dorfes freundet sich immer mehr mit den Bewohnern des Landgutes "Hundreds Halls" an und je öfter er dort ist, umso mehr merkwürdige Dinge geschehen. Möbelstüke sind verrückt, Brandflecken an der Wand, Vogelgeräusche in den Leitungen, bis hin zu Verletzungen der alten Lady. Aber bilden sich die Bewohner nur alles ein, oder steckt mehr dahinter??? Ein richtig geglückter Gruselschmöcker!

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