Zukunftsmenü

von Sarah Wiener 
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Zukunftsmenü
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Inhaltsangabe zu "Zukunftsmenü"

Das Plädoyer für einen neuen Umgang mit unseren Nahrungsmitteln.
Sarah Wiener hat eine Leidenschaft für gutes Essen, das frisch und mit regionalen Zutaten, ehrlich und kernig zubereitet wird. In ihrem Elternhaus war es, schon aus wirtschaftlichen Gründen, üblich, dass mittags und abends immer frisch gekocht wurde. Die geschmackliche und kulturelle Prägung, aus dem eigenen Garten und mit einfachen Mitteln gesundes und gutes Essen zu gewinnen, ist bis heute ihre Spezialität. So wird verständlich, dass sie sich, als sie eine prominente Spitzenköchin wurde, ganz öffentlich über den Zusammenhang von Nahrungsmittelproduktion, Handel und Qualität unseres Essens Gedanken machte.
Immer mehr Menschen ernähren sich von industriell vorgefertigten Speisen. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Geschmackserlebnisse immer uniformer und flacher, die sinnlichen Erfahrungen mit dem Essen immer dürftiger werden.Immer weniger Menschen haben noch eine Vorstellung davon, wie aus Roggen, Weizen oder Dinkel unser täglich Brot wird, wie Lauch, Pastinaken oder Rote Bete im Garten wachsen oder wo das Fleisch für ihre tägliche Nahrung herkommt. Mit dem Verlust von Ursprünglichkeit und Vielfalt gehen auch gesundheitliche Ernährungsschäden einher, nicht zuletzt die Zivilisationskrankheit der Fettleibigkeit. Hier ist Sarah Wieners Engagement für eine bodenständige Nahrungsproduktion und für Achtsamkeit und Genuss beim Essen nicht nur vernünftig, sondern auch trendy. Mit ihrem alten Wissen und traditionellen Werten hat sie ein Knowhow zu bieten, das uns Kochkultur und Genuss wiederentdecken lässt und nebenbei der Ausweg aus unserer einseitig auf Effizienz ausgerichteten, Umwelt und Gesundheit zerstörenden Industrienahrung ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570501504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Riemann
Erscheinungsdatum:15.04.2013

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    Gospelsingervor 5 Jahren
    Nachhaltiger Genuss

    Dieses Zukunftsmenü sollte zum Gegenwartsmenü werden, dann ginge es uns allen besser. Denn bei den meisten Lebensmitteln, mit denen wir uns (teilweise zwangsläufig) ernähren, kann von Genuss nicht mehr die Rede sein. Und sie machen auch noch krank.
    Sarah Wieners (einleuchtendes und kluges) Gegenkonzept: Politisch essen, achtsam, nachhaltig, gesund und genussvoll essen.

    Sarah Wiener setzt sich zunächst mit der verfehlten Agrarpolitik auseinander und erklärt, warum Hamburger nicht schimmeln und die Grüne Revolution etwas Negatives ist. Der Hunger auf der Welt ist kein Problem der Produktion, sondern der Verteilung.
    Sie berichtet, welchen weitreichenden Folgen das massenhafte Bienensterben hat und gibt Tipps für den achtsamen Umgang mit der Schöpfung. Denn uns fehlt die Wertschätzung der Nahrung.

    Die Erzeugung von Lebensmitteln ist deren Produktion gewichen, Handelsketten bestimmen mit ihren Produkten unseren Geschmack. Nie zuvor gab es ein derartiges Ausmaß an Tierquälerei wie in der heutigen Fleischproduktion, die auch für die Antibiotikaresistenzen verantwortlich ist, an denen jährlich 15 000 Menschen sterben.
    Die Wegwerfmentalität sorgt für eine viel zu hohe Nahrungsmittelproduktion. Gegenstrategien sind achtsames Einkaufen und Initiativen wie www.foodsharing.de

    Sarah Wiener erklärt, warum nachhaltiges Essen auch bedeutet, Plastik zu vermeiden, nicht beim Discounter zu kaufen und saisonal zu essen.

    Gesundes Essen hat bei vielen Menschen ein negatives Image als karg, geschmacklos und langweilig. Sarah Wiener beschreibt, warum genau das Gegenteil richtig ist, erklärt, warum der Magen-Darm-Trakt so wichtig ist und setzt sich mit Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten auseinander.
    Auch die Gründe für den Zuwachs von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zeigt sie auf, besonders am Beispiel der Milch.
    Zum Schluss zeigt sie Wege zum genussvollen Essen und zur Geschmacksbildung bei Kindern auf.

    Ergänzt sind die Kapitel durch Tischgespräche mit Experten, und meine Überraschung war groß, als ich am Ende des Buches ein bekanntes Gesicht entdeckte: Lojze Wieser, von dem hier auch noch zu lesen sein wird, hatte einen sehr lesenswerten Briefwechsel mit Sarah Wiener.

    Dieses intelligente und gut lesbare Buch bringt sehr gut auf den Punkt, woran unser Umgang mit Lebensmitteln und Tieren krankt und zeigt einfach umsetzbare Gegenstrategien auf.
    Und ich freue mich jetzt, in Berlin zu wohnen, wo ich das im Buch beschriebene traditionell hergestellte Brot kaufen kann.

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    Nespavanjevor 3 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
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    Hinckvor 4 Jahren
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    PriJudicevor 4 Jahren

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