Sarit Yishai-Levi

 4.5 Sterne bei 40 Bewertungen

Lebenslauf von Sarit Yishai-Levi

Sarit Yishai-Levi wurde 1947 in Jerusalem in eine seit Generationen dort ansässige sephardische Familie geboren. Sie studierte im Nissan Nativ Acting Studio und an der Tel Aviv Universität. Sie war als Schauspielerin, Journalistin, Korrespondentin und Moderatorin tätig. Nach vier Sachbüchern eroberte sie mit ihrem ersten Roman „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“ die israelischen Bestsellerlisten.

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Cover des Buches Die Schönheitskönigin von Jerusalem (ISBN: 9783351036317)

Die Schönheitskönigin von Jerusalem

 (40)
Erschienen am 14.03.2016

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Rezension zu "Die Schönheitskönigin von Jerusalem" von Sarit Yishai-Levi

Die Schönheitskönigin unseres Herzens
Ally_Kvor 22 Tagen

Schon von Anfang an fieberte ich mit! Alle Charaktere sind realistisch geschrieben. Rosa ist eine Mutter wie man es sich vorstelt: voller Hingabe, Fürsorge und Mitgefühl, die allerdings von ihrem Mann nicht geliebt wird. Doch statt diese Kluft der unerwiderten Liebe gefüllt wird, wird Rosa von Luna als einfältig beschumpfen. Am liebsten habe ich Rosa liebgewonnen! Für Luna Ermoza, eine widersprüchliche, hochmütige, selbstgefällige Charakterin, die ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Mutter pflegt, mag man in den ersten 400 Seiten Verachtung und Hass verspüren, doch ihre Liebe zu einem querschnittsgelähmten Kriegsveteranen lässt die Herzen manch Hartgesottener dahinschmelzen. Gabriela Ermoza, die Tochter von Luna, die zerrissen vom Tod ihrer Mutter, für die sie keine Liebe empfand, ist sensibel und sucht nach dem Sinn des Lebens. Ein Meisterwerk, das in jedem Regal stehen sollte!

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Rezension zu "Die Schönheitskönigin von Jerusalem" von Sarit Yishai-Levi

Familiengeschichte vom Feinsten
HEIDIZvor 2 Jahren


Wir lernen die schöne Luna Ermoza kennen. Sie ist verheiratet, aber in ihrer Ehe alles andere als glücklich. Alles ist nur aufgesetzt und ein reines Desaster. Sie hat eine Tochter namens Gabriela, sie kann sie nicht lieben. , Die Familie vertreibt Delikatessen, das Geschäft läuft gut, aber Luna kann nicht glücklich sein, sie meint, ein Fluch laste auf den Frauen der Familie. Warum kann sie nicht lieben?



Die Autorin erzählt vom Schicksal vierer Generationen einer sephardischen Familie vor dem historischen Hintergrund interessanter und vielseitiger Jahrzehnten israelischer Geschichte.

Dieses Buch ist eine Familiensaga vom Feinsten. Auf 618 Seiten schreibt Sarit Yishai-Levi eine Geschichte, die glaubwürdiger nicht aufs Papier gebracht hätte werden können. Spannend geschrieben, lebendig zu lesen und flüssig mit dichter Handlung, die mich rundherum überzeugt hat.



Leseprobe:
========



Sie kehrte ihm den Rücken und machte sich bettfertig. Er trat auf die Veranda und zündete sich eine Zigarette an. Seit der Hochzeit wohnten sie in einer kleinen Einzimmerwohnung in Mekor Baruch. Küche und Toilette waren auf der Veranda, die sie mit den Nachbarn teilten. ...



Die Autorin selbst stammt aus einer sephardischen Familie, in Jerusalem geboren und hat als Schauspielerin, Journalistin, Moderatorin und Korrespondentin gearbeitet.



Das Leid und die Not der Historie wird perfekt in die Handlung eingebunden, es wird gezeigt und spannend dargestellt, dass Leid noch Generationen anhält und fortwirkt. Israel und Palästina erstehen vor dem geistigen Auge und werden lebendig. Der Blickwinkel, aus dem die Autorin ihre Geschichte schildert ist der, als würde sie selbst aus ihrer Sicht erzählen, sehr eindringlich fesselnd.



Die Geschichte beginnt im Buch noch vor der Gründung Israels. Sie ist alles in allem sehr rührend und emotional zu lesen, dennoch aber nicht kitschig, sondern authentisch und glaubwürdig, als wäre sie genau so passiert. Tradition und Glaube bilden den Hintergrund der Familien- und Religionsgeschichte. Die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie der Autorin komplett abnimmt, auch die Szenen und überhaupt die gesamte Handlung sind dicht gestaltet, es passiert immer wieder etwas



Mich hat das Buch rundherum überzeugt.

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Rezension zu "Die Schönheitskönigin von Jerusalem" von Sarit Yishai-Levi

Familiengeschichte über viele Generationen
monerlvor 3 Jahren

Als Leser bekommt man in "Die Schönheitskönigin von Jerusalem" in mehrfacher Hinsicht eine sehr interessante Geschichte.

Ich kenne das Judentum als Religion. Im Buch wird man jedoch auf zwei verschiedene "Gruppen" aufmerksam. Zum einen sind es die Sefardim, zum anderen die Aschkenasim. Da ich keine von beiden kannte, habe ich detaillierter im Internet danach gesucht und wurde auch fündig. (Interessant finde ich auch die Seite: "Handbuch Jüdische Kulturgeschichte")
Die Internetseite Religion24 antwortet auf die Frage - "Was versteht man unter sephardischen Juden?" - folgendermaßen: 
"Sephardische Juden sind Juden spanisch-orientalischer Herkunft. Das Wort „sephardisch“ leitet sich von dem biblischen Ortsnamen „Sepharad“ ab, mit dem die Iberische Halbinsel schon im 2. Jahrhundert n. Chr. hebräisch benannt wurde." 


Dies erklärte mir sofort, warum im Buch so viele spanische Ausdrücke zu finden sind, die kursiv in den Dialogen hervorgehoben wurden. Hätte ich das im Vorfeld gewusst, hätte ich mich nicht so sehr darüber gewundert. Es hat eine kleine Weile gebraucht, bis mich die spanischen Namen und Ausdrücke nicht mehr so irritiert haben.

Des Weiteren erfährt der Leser etwas über die Kriege in Jerusalem, da die Autorin Sarit Yishai-Levi ihren Roman in zwei Zeitebenen eingebettet hat. Die Gegenwart handelt von Gabriela, der Tochter der Schönheitskönigin, die versucht ihr Leben in den Griff zu kriegen und den familiären Konflikt, den ihre Familiengeschichte hervorgebracht hat, aufzulösen und aus ihm auszubrechen. In Rückblicken wird die Familiengeschichte durch Erzählungen lebendig, die historisch eingebettet ist in die Zeit vor der Britischen Mandatszeit (vor 1917) über den Unabhängigkeitskrieg, Sechstagekrieg bis hin zur Gegenwart. Darin erfährt Gabriela, wie ihre Familie nach Jerusalem kam und was es mit diesem Familienfluch aufsich hat.

Dabei spielt jeder Familienangehörige eine bedeutende Rolle. Lückenlos erfährt der Leser, warum Großvater Gabriel (nach dem Gabriela ungewöhnlicherweise benannt wurde) sich Garbrielas geliebter Großmutter Rosa gegenüber so distanziert verhalten hat. Er hatte kein leichtes Schicksal zu tragen und es war sehr traurig zu sehen, welch tragische Auswirkungen das bis in die Gegenwart hatte. Denn er war schon die zweite Generation, die nicht aus Liebe, sondern aus Pflichtbewusstsein und Tradition gezeugt wurde.

Sarit Yishai-Levi hat ihre Hauptfiguren besonders tief charakterisiert. Selbst die mir außerordentlich unsympathische Luna war sehr gut ausgearbeitet. Auch wenn ich sie nicht besonders mochte, ja, genau deswegen, war sie so sehr gelungen. Sie hatte ihren eigenen Kopf, war selbstverliebt, oberflächlich und hatte dennoch eine eigene berührende Traurigkeit, die mich auch für sie einnehmen konnte. 

Durch sie habe ich viel über das damalige Leben in Jerusalem gelernt und was Tel Aviv von Jerusalem unterscheidet, welche Traditionen eine sephardische Familie zu befolgen hatte. Auch hat die Autorin den Mutter-Tochter-Konflikt, der sich durch das ganze Buch zieht, nachvollziehbar beschrieben.

Dabei störte mich leider die wechselnde Erzählperspektive. Insbesondere die von Gabriela verwirrte mich immer wieder. Es war mir nicht immer sofort klar, wer denn nun erzählt. Wenn ich Noten für die Protagonisten vergeben müsste, würde Gabriela am schlechtesten abschneiden. Ihr Teil, gerade der, der in der Gegenwart zum Ende hin spielt, empfand ich übertrieben. Ich konnte nicht genau nachvollziehen, warum sie sich, um sich abzugrenzen, zu so einer drastischen Lebensweise entschied. Ihr Lebensweg war nicht ganz homogen und passte nicht so richtig in die vorherige flüssige Erzählstruktur.

Auch hätte ich mir gewünscht, dass der historische Hintergrund deutlicher ausgearbeitet wird. Einige Zusammenhänge wurden mir erst klar, als ich über die Geschichte Jerusalems selbst recherchiert und nachgelesen habe. 

Fazit:
Im Großen und Ganzen ist dies dennoch ein wunderbarer Roman, der trotz meiner kleinen Kritikpunkte sehr empfehlenswert ist. Es ist ein Roman von der Suche nach Liebe, geprägt von einem religiösen Umfeld und den Traditionen, die die Protagonisten nicht frei handeln lassen. Ein Roman, indem sehr gut gezeigt wird, dass niemand nur gut oder nur böse ist, auch wenn es Charaktere gibt, die von einer großen positiven Aura umgeben sind, so wie Rachelika, die mir sehr ans Herz gewachsen war. Wer sich zusätzlich auch für Jerusalem und seine Konflikte interessiert, ist mit diesem Roman sehr gut aufgehoben. 
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https://monerls-bunte-welt.blogspot.de/2017/10/buchvorstellung-die-schonheitskonigin.html


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Cover des Buches Die Schönheitskönigin von Jerusalem
Strahlend, lebenslustig und wunderschön ist Luna Ermoza mit den grünen Augen. Doch ihre Ehe ist ein Desaster hinter perfekter Fassade, und für ihre Tochter Gabriela kann sie keinerlei Zärtlichkeit empfinden – wie einst ihre Mutter Rosa für sie. Denn während das Delikatessengeschäft Rafael Ermoza & Söhne im Jerusalemer Machane-Jehuda-Markt floriert, scheint auf den Frauen der Familie ein Fluch zu lasten, der ihnen das Glück in der Liebe verwehrt und sie verbittern lässt. Meisterlich verwebt Sarit Yishai-Levi das Schicksal vierer Generationen der sephardischen Familie mit den bewegtesten Jahrzehnten israelischer Geschichte.

„Wunderschön und umwerfend! Ein bezauberndes, bewegendes Buch, dessen Figuren mich weiter begleitet haben, als lebten sie noch heute in Jerusalem.“ Haaretz 

Zur Leseprobe

Mehr Informationen zum Buch unter http://www.aufbau-verlag.de/die-schonheitskonigin-von-jerusalem.html

Über die Autorin
Sarit Yishai-Levi, geboren 1947 in Jerusalem in eine seit Generationen dort ansässige sephardische Familie, war als Schauspielerin, Journalistin, Korrespondentin und Moderatorin tätig. Nach vier Sachbüchern eroberte sie mit ihrem ersten Roman „Die Schönheitskönigin von Jerusalem“ die israelischen Bestsellerlisten.

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Sarit Yishai-Levi wurde am 01. Januar 1947 in Jerusalem (Israel) geboren.

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