Saroo Brierley Mein langer Weg nach Hause

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Inhaltsangabe zu „Mein langer Weg nach Hause“ von Saroo Brierley

Es ist ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt sucht er nach Münzen und Essensresten. Schließlich schläft er vor Erschöpfung in einem wartenden Zug ein. Der fährt den kleinen Jungen ans andere Ende von Indien, nach Kalkutta. Völlig alleine an einem der gefährlichsten Orte der Welt schlägt er sich wochenlang auf der Straße durch, landet im Waisenhaus und gelangt so zu den Brierleys, die Saroo ein neues Zuhause in Australien schenken. Fünfundzwanzig Jahre später macht sich Saroo mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Am Bildschirm fährt er Nacht für Nacht das Zugnetz von Indien ab. Das Unglaubliche passiert: Er findet ein Dorf, das dem Bild in seiner Erinnerung entspricht – und macht sich auf den Weg.

ein spannendes Buch über einen indischen Jungen, der von einem australischen Ehepaar adoptierrt wurde

— leserin
leserin

Dieses gut geschriebene Buch lässt den Leser miterleben wie es ist in Armut aufzuwachsen, und wie zerrissen sich ein Kind fühlen kann, das z

— strickleserl
strickleserl

Ein wirklich sehr gutes Buch über eine wahre Geschichte, das lebendig und ergreifend zugleich geschrieben und mich total begeistert hat!

— Suhani
Suhani

Gedanklich mitten in der Geschichte drin - habe das Buch verschlungen!

— pixi17
pixi17

Die Geschichte des 5jährigen Saroo hat mich sehr bewegt

— Nane72
Nane72

Ein sympathischer Mann, der seine spannende Lebensgeschichte erzählt ... sehr berührend und fesselnd. Kann ich nur empfehlen!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Berührende Geschichte eines Jungen, der verloren ging und wiedergefunden wurde

— Anchesenamun
Anchesenamun

Wirklich ein "modernes Märchen" das zeigt, dass Vieles möglich ist. Nur Mut!

— sabrinacremer
sabrinacremer

Eine unglaubliche, herzerwärmende Geschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann.

— Kerstin-Scheuer
Kerstin-Scheuer

Sehr schöne Lebensgeschichte mit Happy End :)

— butterflyinthesky
butterflyinthesky

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  • Unglaublich, aber wahr

    Mein langer Weg nach Hause
    strickleserl

    strickleserl

    06. June 2017 um 09:34

    Der kleine Saroo erzählt in diesem Buch von seiner frühsten Kindheit in Indien, wie er als 5-jähriger von seinem Bruder getrennt wird und nach ihm sucht, wie er dann auf sich allein gestellt ist und schließlich adoptiert wird, und wie er dann schließlich als Erwachsener sein frühes Zuhause wiederfindet.Diese wahre Lebensgeschichte ist sehr spannend erzählt, und ich konnte gut mitfühlen wie verlassen und hoffnungslos Saroo sich als kleiner Junge gefühlt hat. Die Gefahren für ein Straßenkind in einer großen Stadt werden anschaulich geschildert, ebenso wie das Eingewöhnen in der völlig fremden Welt und Kultur seiner Adoptivfamilie. Ich habe mitgefiebert bei seiner Suche nach der alten Heimat, und auch das Wiedersehen mit seiner Ursprungsfamilie war spannend mitzuverfolgen.Dieses gut geschriebene Buch lässt den Leser miterleben wie es ist in Armut aufzuwachsen, und wie zerrissen sich ein Kind fühlen kann, das zwar dankbar ist für eine liebevolle neue Familie, und doch wissen will woher es kommt.

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  • Kein glitzerndes Indien .....

    Mein langer Weg nach Hause
    Suhani

    Suhani

    06. August 2016 um 01:25

    Eine ergreifende Geschichte ist diese Buch wirklich und so lebendig geschrieben! Man kann sich sowohl in den kleinen Jungen Saroo, als auch in den erwachsenen Mann Saroo hineinversetzen.  Man kann nachfühlen, wie der Kleine sich fühlen musste, ganz allein in der großen Stadt, voller Menschen. Menschen die ihm nicht helfen, einfach übersehen, Menschen die ihm nichts gutes wollen, vor der er immer wieder fliehen muss. Das Kind, das nicht einmal richtig sprechen kann, geschweige denn Lesen oder Schreiben. Aber man kann auch mit dem erwachsenen Mann mitfühlen, der nie seine Herkunft vergessen hat und Fragen beantwortet haben will. Der Mann, der erst nur ideenlos Versuche unternimmt und immer wieder von ab kommt. Der Mann, der dann doch irgendwann Nacht für Nacht am PC sitzt und alle Bahnstrecken von Kalkutta aus praktisch aus dem All mit Google Earth abfährt, um irgendwo einen Anhaltspunkt zu finden, an dem er sich noch aus seiner Kindheit erinnern kann. Dann der Moment, an dem er tatsächlich den Ort aus seiner Kindheit erkennt und alles in die Wege leitet, um seinen Weg durch Indien noch einmal zu erleben und die Suche nach seiner Mutter, den zwei Brüdern und der Schwester. Das alles von dem erwachsenen Saroo selbst erzählt, aber so lebendig, als würde er neben einem sitzen und es einem persönlich erzählen. Dabei gibt es keine Mitleidsschiene, die ja gerne mal in solchen "armen indischen Kinder-Geschichten" eingebaut werden - nein, überhaupt nichts davon! Es ist einfach eine Geschichte von einem Mann, der mit sich und seinem Leben im Reinen ist, aber doch mehr über die Ereignisse seiner Kindheit erfahren will, die ihm sein jetziges Leben ermöglicht haben. Das ganze nicht als langweilige Biografie, sondern als lebendige Geschichte erzählt, mit seinen Erinnerungen und Gefühlen und ein Paar Bildern aus seinem Leben. Mehr will ich auch gar nicht verraten, obwohl ich das ganze Buch so nacherzählen könnte. Fazit: Ein wirklich sehr gutes Buch über eine wahre Geschichte, mit allen Höhen und Tiefen der Ereignisse im Leben eines kleinen Jungen, der sehr viel Glück hatte und zu einem Mann in guten Verhältnissen heranwachsen durfte, ohne seine Herkunft jemals aus den Augen verloren zu haben. Lebendig und ergreifend zugleich geschrieben und mich total begeistert hat!

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  • Eine wahre Geschichte von einem verlorengegangenen Kind

    Mein langer Weg nach Hause
    katze102

    katze102

    16. February 2016 um 10:01

    Als Kind lebt Saroo mit seiner Mutter, seinen beiden älteren Brüdern und seiner jüngeren Schwester in sehr armen Verhältnissen in Indien. Die Mutter arbeitet hart umihre Familie durchzubringen, die Kinder sind oft auf sich gestellt, suchen für die Familie oft in Bahnhofsnähe nach Essensresten oder versuchenein paar Münzen dazu zu verdienen. Eines Tages, als Saroo fünf Jahre alt ist, folgt er einem seiner Brüder zum Bahnhof, schläft dort auf der Bank ein und legt sich, als er wachwird, in einen abgestellten Zug. Die Müdigkeit überwältigt ihn und als er wieder aufwacht, fährt der Zug, alle Türen sind verschlossen und Saroo kann erst am Endbahnhof in Kalkutta aussteigen. Vergeblich versucht er, den Weg nach Hause zu finden, schlägt sich Wochen im Bahnhof, auf der Straße und am Flußufer durch, gerät manches Mal in Gefahr, bis er Hilfe erhält... Er wird adoptiert und lebt mit seiner neuen Familie in Australien. Immer wieder denkt er an seine Familie in Indien, versucht seinen Heimatort zu finden. Und schließlich nach 25 Jahren, mit Hilfe von Google Earth und einer Facebook-Gruppe findet er den Ort und macht sich auf den Weg... Saroos autobiografische Geschichte finde ich sehr beeindruckend; schon als Fünfjähriger, der genau wußte, was Armut und Hunger bedeuten hat er bei seiner Adoptivfamilie die Einsicht "Nach meiner Ankunft in meinem neuen zuhause war die Zukunft erst mal wichtiger als die Vergangenheit"... zumindest tagsüber... Dass seine Atoptiveltern ihn so sehr unterstützt haben, seine Wurzeln und Erinnerungen nicht zu vergessen und er seine Familie in Indien nach 25 Jahren wiederfindet, wurde authentisch und sehr bewegend beschrieben. Fazit: Ein wundervolles Buch, real und doch fast märchenhaft.

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  • Mein langer Weg nach Hause

    Mein langer Weg nach Hause
    Tamaru

    Tamaru

    Ein absolut berührendes Buch dessen Geschichte einen sofort in das Leben von Saroo eintauchen läßt. Als Fünfjähriger verlorengegangen in Indien, getrennt von seiner Familie und ganz auf sich alleine gestellt, muss er sich in Kalkutta einige Monate behaupten, bevor er in einem Waisenhaus landet. Aber zum Glück findet sich eine Familie die ihn adoptiert und so wächst er schließlich in Australien bei einer liebevollen Familie auf, die ihm hilft, seine Wurzeln nicht zu vergessen und ihn als Erwachsenen unterstützt seine Mutter wieder zu finden. Und das ist nicht einfach, denn er weiß nicht mehr als den ungefähren Ort wo er in den Zug gestiegen ist. Er startet eine monatelange Suche mit Google Earth um seinen Geburtsort zu finden, ist oft daran aufzugeben, aber die Sehnsucht nach seiner Mutter und seinen Geschwistern gibt ihm immer wieder neuen Mut. Und das vermeintlich unmögliche gelingt, er findet nach 25 Jahren seine leibliche Mutter wieder. Wenn man dieses Buch liest, kann man manchmal nicht glauben, was ein kleines Kind alles aushalten kann, auf sich alleine gestellt in einer Millionenstadt, in der sich mancher von uns nicht zurechtfinden würde. Man leidet mit Saroo und kann sich gut ihn in hineinversetzen, in seine Ängste nicht zu überleben. Und man freut sich mit ihm, dass er doch noch auf Menschen trifft, die ihm helfen von der Straße wegzukommen und ihm ein neues Leben ermöglichen. Das Buch ist toll geschrieben, enthält auch einige Fotos, so daß man sich selbst ein Bild von den Stationen seiner Reise machen kann und in eine für uns vollkommen unvorstellbare Geschichte eintauchen kann. Einfach nur toll. Unbedingte Leseempfehlung.

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    • 2
  • Bemerkenswerte Geschichte als mittelmäßiges Buch

    Mein langer Weg nach Hause
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Saroo Brierleys Lebensgeschichte ist unglaublich. Er ist fünf Jahre alt, als er ganz alleine in Kalkutta landet, zunächst auf der Straße lebt, dann aber aufgegriffen und sogar an ein australisches Paar zur Adoption vermittelt wird. Das war in den 80er Jahren. 25 Jahre später gibt es das Internet und Google Earth. Saroo beginnt zu recherchieren. Lässt sich anhand seiner Kindheitserinnerungen sein ehemaliger Wohnort ermitteln und vielleicht sogar seine Familie finden? Tatsächlich! Selbst das verrät uns schon der Klappentext. Ja, hier wird ein sehr ungewöhnliches Schicksal geschildert. Ich habe großen Respekt vor Saroos Hartnäckigkeit, dem Mut seiner Adoptiveltern, der Hingabe der Leiterin eines indischen Waisenhauses und auch vor der Tapferkeit seiner indischen Mutter. Ganz sicher wäre dieses Buch ein überaus anrührender Film. Als Buch ist man schon nach den ersten Seiten enttäuscht, wenn man feststellt, dass das Ende der Geschichte vorweggenommen wird und bei näherer Betrachtung eigentlich der komplette Inhalt schon im Klappentext steht. Überraschungen erlebt man hier nicht. Man liest einen Bericht, der dramatische Begebenheiten nüchtern und sachlich vorträgt. Das langweilt nicht, weil die Geschichte interessant ist, ist aber auch kein großer literarischer Genuss, wegen des monotonen Erzählstils und einer sehr holprigen Dramaturgie. Vielleicht hätte Herr Brierley besser einen professionellen Autor beauftragt, seine Geschichte zu erzählen. Erzählenswert ist sie auf jeden Fall. So ist es eine bemerkenswerte Geschichte als mittelmäßiges Buch. Jammerschade.

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    • 4
  • Eine unglaubliche Geschichte

    Mein langer Weg nach Hause
    Nane72

    Nane72

    01. May 2015 um 11:32

    Auch wenn man schon einiges über Indien oder das Schicksal von armen Kindern in Indien gelesen hat, ist dieses Buch doch sehr bewegend und herausragend. Saroo verliert mit 5 Jahren alles, was er hat, nämlich seine Familie und seine Geborgenheit. Dann gewinnt er einen unglaublichen Überlebenskampf und darf durch viel Glück und die richtigen Leute ein neues Leben beginnen. Trotzdem vergisst er nie seine Herkunft und bewahrt die bruchstückhaften Erinnerungen an seine Familie immer in seinem Herzen. Als Erwachsener hilft ihm dies, zurück zu finden und es ist, als wäre man dabei, wenn er schließlich durch die Straßen seiner Kindheit läuft - man bangt, hofft und fühlt mit ihm.  Diese wahre Geschichte lässt einen wieder tief glauben, an Vorbestimmung, an die Kraft der Liebe in einer Familie, egal unter welch armen Bedingungen sie lebt.

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  • Sehr berührende Geschichte ...

    Mein langer Weg nach Hause
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    26. February 2015 um 21:19

    Die Geschichte: Der kleine Saroo wächst mit zwei Brüdern, einer kleinen Schwester und seiner Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen in Indien auf. Der Vater hat die Familie leider im Stich gelassen, so dass die älteren Kinder schon früh zum Lebensunterhalt beitragen müssen. Eines Abends begleitet Saroo einen seiner Brüder zu einem Bahnhof in der Nähe: sie wollen dort ein bisschen Geld verdienen. Die Brüder trennen sich und dann kommt es zu einer folgenschweren Entscheidung: Saroo steigt in einen Zug und schläft darin ein. Als er wieder erwacht, ist er in einer fremden Stadt: ausgerechnet im riesigen, gefährlichen Kalkutta. Völlig auf sich allein gestellt, schlägt sich der Fünfjährige durch – und sein Instinkt rettet ihn wohl mehrmals vor großen Gefahren. Schließlich landet er nach einigen Monaten im Waisenhaus und wird schnell von einem australischen Ehepaar adoptiert. Ein neues Leben beginnt – doch seine Vergangenheit kann und will Saroo niemals vergessen. Und nach 25 Jahren gelingt ihm das Unglaubliche: er findet seine leibliche Familie wieder. Meine Meinung: Diese Geschichte liest sich einfach toll, denn Saroo erzählt sehr lebendig und ausführlich. Zunächst beschreibt er sein früheres Leben in Indien, dann die große Irrfahrt nach Kalkutta, das gefährliche Leben auf der Straße und schließlich seinen Weg bis nach Australien. Später im Rückblick wird ihm zwar bewusst, dass seine Erinnerungen nicht immer ganz der Realität entsprachen, doch das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie jung Saroo damals noch war. Sympathische Menschen gibt es viele in diesem Buch, es hat wirklich viel Spaß gemacht, mit ihnen mitzufühlen. Und an Gefühlen mangelt es in dieser Geschichte absolut nicht – in jeglicher Form sind sie präsent: Verzweiflung, Angst, Hoffnung, Liebe, Freundschaft, Vertrauen und unbeschreibliche Freude. Sehr schön fand ich auch, dass immer wieder deutlich wird, wie das Schicksal unser Leben bestimmt. An Saroos Beispiel kann man sehen, dass alles Negative auch eine positive Seite hat – wir müssen nur lernen, diese zu erkennen. Manchmal gelingt uns das auch erst lange Zeit später, manchmal nie. Das Buch hat mich sehr gefesselt, ich wollte es nur ungern wieder aus der Hand legen. Ganz beeindruckend fand ich auch die Farbfotos, die Saroos Geschichte noch lebendiger werden lassen. Eine klare Leseempfehlung für Jung und Alt! Fazit: Eine sehr berührende Geschichte, die deutlich zeigt, über welch verschlungene Pfade uns das Schicksal so durchs Leben führt.

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  • Rezension: "Mein langer Weg nach Hause" (S. Brierley)

    Mein langer Weg nach Hause
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    08. December 2014 um 22:44

    Zum Inhalt Der kleine Saroo wächst mit seinen drei Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen in Indien auf. Während die alleinerziehende Mutter Schwerstarbeit auf dem Bau leistet, müssen sich die Kinder gegenseitig versorgen, täglich wird ums Überleben gekämpft. Dann geschieht das Unfassbare: Als Saroo seinen ältesten Bruder bei einer Betteltour begleitet, schläft er im Abteil eines Zuges ein und wacht erst wieder im weit entfernten Kalkutta auf! Unfähig sich auszudrücken und ohne zu wissen, wie sein Heimatort heißt, irrt der Fünfjährige umher, lebt von Abfall und schlägt sich – wie viele andere Kinder – mehrere Wochen durch die gefährliche Millionenmetropole, in der er niemandem trauen kann. Als er in ein Waisenhaus kommt, wird er vom Fleck weg von dem australischen Ehepaar Brierley adoptiert, bei dem er wohlbehütet aufwächst. Doch seine Vergangenheit und seine indischen Wurzeln kann und will er nicht vergessen. Und so setzt Saroo als Erwachsener alles daran, seinen Heimatort zu finden und seine leibliche Familie wiederzusehen. Meine Meinung Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Die Sprache ist sehr angenehm, die Geschichte liest sich flüssig. Der Autor erzählt von seinem Leben als Kind, wie er in Indien aufgewachsen ist, wie er verloren geht, was er in Kalkutta erlebt, von seiner Adoption und seinem neuen Leben in Australien. Der Leser erfährt von seiner langwierigen, Jahre andauernden Suche nach seinem Heimatort, an dessen Namen und grobe Lage er sich auch später nie richtig erinnern konnte. Er erzählt auch von seinen Familien, und man spürt sehr stark, wie dankbar er seinen Adoptiveltern ist. Saroo Brierley zeigt uns, dass man auch zu zwei eigentlich völlig unterschiedlichen Familien gehören kann, ohne zerrissen zu sein. Ich habe schon viele Autobiographien aus fremden Kulturen gelesen, die mich schockiert haben. Trotzdem musste ich bei Saroos Schilderungen oft den Kopf schütteln, da es für uns in Deutschland einfach unvorstellbar ist, was er durchmachen musste. Allein, dass ein fünfjähriges Kind einfach verloren geht, ist eigentlich unfassbar. Doch im riesigen, überbevölkerten Indien die Familie eines Jungen ausfindig zu machen, der nicht weiß, wo er herkommt und nicht richtig sprechen kann, ist die wortwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Auch hatte Saroos bitterarme Familie keinerlei Zugang zu Medien, um ihren Jungen weiträumig zu suchen oder die damals – allerdings nicht im ganzen Land – geschaltete Anzeige zu entdecken. Der zweite Schock war für mich, was Saroo als Fünfjähriger alles erleben musste in Kalkutta! Bereits in seiner Heimatstadt ist er es von klein auf gewöhnt, jeden Tag betteln zu gehen, essbaren Müll zu sammeln und sich um seine jüngere Schwester zu kümmern. Selbst Kleinkinder werden von den Eltern stundenlang unbeaufsichtigt gelassen, weil sie arbeiten müssen. Solche Zustände sind bei uns gar nicht vorstellbar, in Indien sind sie leider normaler Alltag. Jedenfalls schlägt sich Saroo wochenlang durch das dreckige und gefährliche Kalkutta, wo er mehr als einmal in Lebensgefahr gerät. In Indien ist es nicht weiter schlimm, wenn eines der vielen Straßenkinder getötet wird, denn niemand will sie, niemand beschützt sie. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ein Kind von fünf(!!!) Jahren bereits fähig ist, in solch einem Moloch zu überleben, zu wissen, wo man Essen findet und zu spüren, wann man besser die Beine in die Hand nehmen kann, selbst wenn die Aussicht auf ein warmes Bett und Essen extrem verlockend ist. Dies zeigt, in welch schlimmen Verhältnissen Saroo aufwachsen und wie schnell er erwachsen werden musste. Der Autor wird nie weinerlich oder versinkt im Selbstmitleid, dennoch überträgt dieses Buch starke Emotionen. Die Verzweiflung des kleinen Saroo, als er seine Familie und seine Heimat verliert; die Liebe der Brierleys zu ihrem Adoptivsohn und dessen Dankbarkeit für seine neuen Eltern; die Zerrissenheit des erwachsenen Saroo, die Verbissenheit, mit der er nach seiner indischen Familie sucht; und das emotionale Wiedersehen nach so vielen Jahren mit seiner leiblichen Mutter. Aufgewertet wird das Buch noch mit mehreren Farbaufnahmen von Saroo und seinen beiden Familien, was mir bei Biograhien immer sehr gut gefällt, da man so auch Gesichter zu den Namen hat. Bei dieser Biographie fährt man zusammen mit dem Autor eine lange und aufregende Achterbahn der Gefühle. Saroo Brierleys Geschichte ist so unglaublich, dass nur das Leben selbst sie schreiben konnte. Ich bin mir sicher, dass „Mein langer Weg nach Hause“ jedem Leser noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Ein Buch, das den Leser durch alle Emotionen führt!

    Mein langer Weg nach Hause
    sabrinacremer

    sabrinacremer

    23. November 2014 um 11:30

    “Ich war in Kalkutta, einer ausufernden Metropole, bekannt für Überbevölkerung, Luftverschmutzung und bittere Armut, eine der gefährlichsten Städte der Welt.” (Seite 40) Als wir die eMail des Verlages über das Buch bekamen, überkam uns leichte Gänsehaut. Und als wir auf der Messe dann hierüber sprachen war klar, wir müssen das Buch lesen! Saroo wächst in Indien in seiner Familie mit Mutter, kleiner Schwester und zwei Brüdern in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Vater ist weit weg, denn dort hat er Arbeit. Jeden Tag passt er auf seine kleine Schwester auf und hilft den älteren Brüdern, Essen zu besorgen. Oft sieht das so aus, dass sie in Mülltonnen wühlen und dort die verwertbaren Reste raus ziehen. Als er mit seinem älteren Bruder am Bahnhof nach Geld und Essen bettelt, schläft Saroo im wartenden Zug ein. Und als er aufwacht, befindet er sich in der Metropole Kalkutta. Alleine, verängstigt, hilflos und allen Gefahren ausgesetzt. Als Leserin war ich richtig von Saroos Geschichte gefangen. In einfachen Worten, so wie du und ich diese Geschichte wohl schreiben würden, nimmt er uns mit auf seine unglaubliche Reise. Ich bin mit dem Jungen durch alle Emotionen gegangen. Zuerst hatte ich Mitleid, weil er in so ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Dann war ichschockiert über all das, was auf den Straßen Indiens und auch in den Waisenhäusern an der Tagesordnung ist. Ich hoffe wirklich, dass die schlimmsten Dinge ihm nicht widerfahren sind (und sie nicht nur für das Buch außen vor gelassen wurden) und er davon verschont geblieben ist. Er hat wirklich Glück gehabt, dass er überwiegend guten Menschen begegnet ist. Als er von Familie Brierly adoptiert wurde, freute ich mich mit ihm. Denn nun hatte er endlich das Leben, das jedes Kind verdient. Als er begann, über Google Earth nach seiner richtigen Familie zu suchen, bangte ich mit ihm. Und als er schließlich das Unglaubliche schaffte, und den Bahnhof fand, keimte gemeinsam mit ihm bei mir eine vorsichtige Hoffnung auf, dass diese Geschichte doch noch gut für ihn ausgehen könnte. Dass er den Bahnhof finden konnte und dafür diese hohe Ausdauer an den Tag gelegt hat, war für mich wirklich unglaublich. Diese Geschichte macht Mut und zeigt, dass man viel erreichen kann, wenn man möchte. Im Klappentext steht “ein modernes Märchen” – und so kann man es wirklich bezeichnen. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls gelungen. Es sind viele Bilder enthalten, die Saroo, seine Familie und seine Heimat zeigen. Die Filmrechte sind bereits verkauft worden. “Sie waren sehr arm, aber nicht bettelarm, denn sie hatten ein Dach über dem Kopf, einen Job und Geld für eine warme, wenn auch bescheidene Mahlzeit. Sie konnten mir nur wenig davon abgeben, aber ihre Bereitschaft, ein fremdes Kind bei sich aufzunehmen und zu ernähren, war nach allem, was ich erfahren hatte, ganz und gar nicht selbstverständlich.” (Seite 61) Eine Bewertung abgeben kann ich in dem Fall nicht. Ich könnte höchstens den Schreibstil bewerten, denn das Schicksal eine Bewertung in Form einer Note zu geben geht nicht. Doch der einfach gehaltene Schreibstil ist hier nebensächlich. (--> EDIT: Hier musste ich natürlich eine Bewertung abgeben) Das Buch berührt, schockiert und macht Hoffnung. Gerade zur Weihnachtszeit kann ich empfehlen, sich von diesem realen Märchen nach Indien entführen zu lassen. bookwives.de

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  • Eine unglaubliche, herzerwärmende Geschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann

    Mein langer Weg nach Hause
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    09. November 2014 um 20:50

    Warum habe ich es gelesen? Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch bei Vorablesen.de. Es reizte mich gleich aus mehreren Gründen: Zum einen bin ich ein großer Indien-Fan, schon selbst dort gewesen und lese gerade Bücher, die in dem Land spielen. Zum anderen ist es eine wahre Geschichte, eine Art Autobiografie, wenn man so will. Auch für solche Bücher habe ich etwas übrig. Dass dieses Buch beides miteinander verbindet und dann auch noch eine so unglaubliche Geschichte erzählt, war für mich einfach unwiderstehlich. Ich bewarb mich um ein Rezensionsexemplar und hatte tatsächlich Glück! Wie war mein erster Eindruck? Wer Vorablesen.de kennt, weiß, dass dort noch vor der Veröffentlichung des Buches immer eine erste Leseprobe zu finden ist. Diese sagte mir sehr zu. Da es sich um eine Laienschriftsteller handelt, rechnet ich eigentlich nicht mit einer besonders hohen literarischen Qualität. Der Auszug ließ sich jedoch leicht und flüssig lesen und war sehr unterhaltsam. An einigen Stellen tritt die Handlung etwas auf der Stelle und es gibt für meinen Geschmack manchmal zu viele Wiederholungen, dies ist jedoch nur in den ersten Kapiteln der Fall. Wie fand ich das Buch insgesamt? Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich habe es förmlich aufgesogen. An nur einem Nachmittag habe ich es zu zu fast 2/3 durchgelesen, was mir sehr selten passiert. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Geschichte, wie sie wohl nur das Leben selbst schreiben kann. Die Schilderungen von Indien, insbesondere Kalkutta sind so lebendig, dass ich nicht nur ein sehr genaues Bild vor Augen hatte, sondern auch den Lärm zu hören und den Gestank zu riechen glaubte. Brierley schreibt mit viel Rücksicht auf die Gefühle seiner Familien. Mir war das phasenweise ein kleines bisschen zu viel. Dennoch fand ich es gut, dass er allen mit Respekt begegnet und viel Einfühlungsvermögen beweist. Der Handlungsverlauf ist gut und ohne Längen dargestellt. Er fasst an den richtigen Stellen zusammen und detaillert vor allem die wesentlichen Stationen von Saroo Brierleys Reise. Etwas kritisch empfand ich die Romanisierung des Elends in Indien im ersten Teil des Buches, wenn Saroo Brierley seine Kindheitserinnerungen schildert. Aber vermutlich ist das vollkommen normal bei Erinnerungen. Nur die wenigsten werden von sich behaupten, keine schöne Kindheit gehabt zu haben. Zudem wurden in der deutschen Übersetzungen wohl die Platzierung der Fotos verändert, der Text aber nicht angepasst. Die Bildverweise stimmen daher nicht immer, was mich jedoch nicht groß störte. Sehr gut gefallen hat mir vor allem das Ende des Buches, wo er seine neu gewonnene Perspektive als Mann, der zwischen den Kulturen lebt, beschreibt. Ich finde es immer spannend, wenn man den eigenen Lebensstil aus den Augen einer fremden Kultur erleben darf. Leider bleibt am Schluss jedoch eine Frage offen: Was ist mit Saroo Brierleys Vater, der sich von der Familie trennte, als Saroo Brierley noch ein kleiner Junge war? Immer wieder schreibt Brierley, er wolle auch ihn wiedersehen. Ob es zu einem Treffen kam, bleibt aber offen. Insgesamt ist “Mein langer Weg nach Hause” eine unglaubliche, herzerwärmende Geschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann. Ich hatte sehr großen Spaß am Lesen, vergebe wegen der kleineren Kritikpunkte, aber keine volle Punktzahl.

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  • Sehr berührend

    Mein langer Weg nach Hause
    Booksmypassion

    Booksmypassion

    04. November 2014 um 08:30

    Eigentlich ist es fast unmöglich, passende Worte für dieses Buch zu finden! Ein 5 jähriger Junge, der auf einem Bahnhof in Indien verloren geht, einige Zeit auf der Straße lebt und schließlich, durch Glück, an eine Adoptionsstelle gelangt, die ihm ein wundervolles Zuhause ermöglicht. Doch auch Jahrzente später läßt ihn seine Herkunft nicht los. Er macht sich, per Google Earth, auf die Suche nach seiner Heimatstadt.... Dieses Buch gehört zu denen, die einen nicht mehr los lassen, nachdenklich stimmen und zu Tränen rühren. Ein Buch, welches uns zeigt, wie verdammt gut es uns doch in Deutschland geht! Ein Buch welches uns lehrt, dass Familie auch Zusammenhalt sein kann und das man gemeinsam alles schafft.  Ich habe die Geschichte um Saroo förmlich in mich aufgesogen. Ich konnte gar nicht so schnell blättern, wie ich lesen wollte. Saroo erzählt die Geschichte aus seinen Erinnerungen. Wie muss es einem 5 jährigen Jungen gehen, der seine Familie verliert und auf den Straßen von Kalkutta versucht zu überleben? Welche Ängste muss er gehabt haben? Fragen, über die ich mich gar nicht traue, nachzudenken. Doch der Glaube an sich und seine Familie, hat ihn stark gemacht. Er hat überlebt und ist heute ein glücklicher, junger Mann.  Der Schreibstil ist sehr flüßig und sobald man anfängt zu lesen, ist man in seiner Geschichte gefangen. Es geht gar nicht anders, man muss wissen, wie das Schicksal um Saroo und seine Familie weitergeht. Ein Mann, der mit den Jahren gereift ist und sein Herz am rechten Fleck hat. Eine Familie, die ohne Wenn und Aber zusammenhält. Mich hat diese Geschichte sehr beeindruckt und ich glaube jetzt auch ganz fest an das folgende Sprichwort: Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, dann ist es der Glaube an die eigene Kraft! Lieber Saroo, vielen Dank, dass wir an deiner Geschichte teilhaben durften!!!!

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  • Mein langer Weg nach Hause

    Mein langer Weg nach Hause
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    01. November 2014 um 09:08

    ein tolles buch! kann ich absolut weiterempfehlen. schön geschrieben und leicht zu lesen. liest sich wie ein Roman. interessante geschichte über einen kleinen jungen der verloren ging und sehr viele jahre später als erwachsener endlich die suche erfolgreich abschliessen konnte und seine ursprungsheimat wieder gefunden hat. das leben, das er lebt  wird beschrieben und man kann genau erkennen und wahrnehmen was ihn bewegt und wie alles sich zusammen fügt. sein glück und seine zweifel sind bewegend dargestellt.

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  • Mein langer Weg nach Hause

    Mein langer Weg nach Hause
    butterflyinthesky

    butterflyinthesky

    29. October 2014 um 10:45

    Klappentext: Es ist ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt sucht er nach Münzen und Essensresten. Schließlich schläft er vor Erschöpfung in einem wartenden Zug ein. Der fährt den kleinen Jungen ans andere Ende von Indien, nach Kalkutta. Völlig alleine an einem der gefährlichsten Orte der Welt schlägt er sich wochenlang auf der Straße durch, landet im Waisenhaus und gelangt so zu den Brierleys, die Saroo ein neues Zuhause in Australien schenken. Fünfundzwanzig Jahre später macht sich Saroo mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Am Bildschirm fährt er Nacht für Nacht das Zugnetz von Indien ab. Das Unglaubliche passiert: Er findet ein Dorf, das dem Bild in seiner Erinnerung entspricht – und macht sich auf den Weg ... Meine Meinung: Ich persönlich finde es immer schwierig eine Biografie zu beurteilen. Ich fand das Buch aber sehr gut ge- und vor allem beschrieben. Die Sprache war toll und ich konnte mich richtig in Saroo hineinversetzen :) Das Buch ist empfehlenswert für jeden der auf Happy Ends, Biografien und Indien steht. Für mich war es etwas komplett Neues mal etwas über Indien zu erfahren und habe mich mit dem Buch richtig darüber gefreut :)

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  • Bollywood mal anders!

    Mein langer Weg nach Hause
    sommerlese

    sommerlese

    "*Saroo Brierley*" beschreibt mit seinem Roman "*Mein langer Weg nach Hause*" seinen eigenen Werdegang und die Suche nach seiner leiblichen Familie in Indien. Der "*Ullstein Verlag*" hat 2014 die deutsche Übersetzung herausgegeben. Es ist ein Tag wie jeder andere im Leben des fünfjährigen Saroo: Auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt sucht er nach Münzen und Essensresten. Schließlich schläft er vor Erschöpfung in einem wartenden Zug ein. Der fährt den kleinen Jungen ans andere Ende von Indien, nach Kalkutta. Saroo kann weder lesen noch schreiben, er kennt den Namen seiner Heimatstadt nicht, nicht einmal seinen eigenen Nachnamen. Ganz allein überlebt er wochenlang auf der Straße, bevor er in einem Waisenhaus landet und so schließlich zu den Brierley gelangte, die Saroo ein neues Zuhause in Australien schenken. Fünfundzwanzig Jahre später macht sich Saroo mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Am Bildschirm fährt er Nacht für Nacht das Zugnetz von Indien ab und findet wie durch ein Wunder die Nadel im Heuhaufen, die einmal sein Zuhause war. Mein langer Weg nach Hause ist die wahre und ergreifende Geschichte eines Jungen, der allen Widrigkeiten zum Trotz überlebte und als erwachsener Mann wieder nach Hause fand. "*Das überreiche Beschenktwerden mit zwei Familien erfüllt Saroo mit tiefer Demut.*" Zitat Seite 253. Diese Geschichte ist unglaublich, aber dennoch wahr, denn so sind die wahren Geschichten, die das Leben schreibt. Saroo erzählt in einfacher Erzählsprache von seinem "Verlorengehen" und seinem Überleben in der Millionenstadt Kalkutta auf offener Straße. Diese indische Welt mit all seiner Armut, wo jeder mit seinem eigenen Überlebenskampf beschäftigt ist, wird uns hier anschaulich vor Augen geführt. Bei über 4 Millionen Einwohnern sind einzelne Schicksale den Menschen fast gleichgültig und Kindern wird häufig Gewalt angetan. Saroo ist in absoluter Armut aufgewachsen, die Familie wurde von seinem Vater früh verlassen, aber seine Mutter arbeitet schwer, um ihn und seine drei Geschwister über Wasser zu halten. Dazu ist sie häufig mehrere Tage unterwegs und die Kinder sind sich selbst überlassen. Schulbildung ist teuer und den Kindern fremd, hier müssen die Kinder ihr tägliches Essen selbst erarbeiten und aufeinander aufpassen. Dieser enge Familienzusammenhalt und die geschwisterliche Zuneigung haben ihn früh geprägt und ihm trotz der ärmlichen Verhältnisse eine glückliche Kindheit beschert, die er nie vergisst. Obwohl er in einer wunderbaren Familie aufgenommen wird und sich dort auch angekommen fühlt, überkommt ihn Jahre später voller Wehmut die Sehnsucht nach seiner leiblichen Familie und er beginnt in seinen Erinnerungen zu suchen und nachzuforschen. Die Bilder aus seiner Kindheit sind in seinem Kopf tief eingebrannt und damit beginnt die intensive Suche nach der berühmten Nadel im Heu, in diesem Fall nach einem unbekannten Ort in Indien. Fasziniert liest man Saroos Geschichte und begleitet ihn auf Schritt und Tritt, bis er dann endlich seine Mutter und Geschwister in die Arme schließen kann. Er ist an seinem Schicksal nicht verzweifelt, sondern hat mit seinem Wunsch nach Aufklärung eine zweite Familie dazu gewonnen. Ein paar Fotos geben Einblick und veranschaulichen noch einmal dieses Personenschicksal. Hier werden dem Leser deutlich die ärmlichen Bedingungen in Indien vor Augen geführt, ohne in eine Mitleidsschiene abzudriften. Das macht aufmerksam auf das Leid in unserer Welt und zeigt durch die Adoption einen bedeutsamen, in der Menge jedoch kleinen Schritt zur Besserung an. Die Familiengeschichte der Brierleys wird ebenfalls ausführlich erklärt und auch in ihrer Vergangenheit waren Armut und Überlebenskampf zu finden, die später dann Motive für die Adoptionen waren. Sehr informativ ist die Vorstellung des Adoptionshilfswerks ISSA, hier erfährt man ebenfalls einiges Hintergrundwissen. Diese reale Familiengeschichte hat mir gut gefallen und sie ist mir sehr nahe gegangen. Hier wird ein Zeichen gesetzt für die Hoffnung und ein besseres Miteinander auf der Welt.

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    Sabine17

    Sabine17

    25. October 2014 um 22:14
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