Sarra Manning Was sich küsst, das liebt sich

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Inhaltsangabe zu „Was sich küsst, das liebt sich“ von Sarra Manning

Verlieben war nicht abgemacht

Neve ist ziemlich klug. Allerdings ist sie auch schüchtern, pummelig und mit 25 nicht gerade erfahren in Liebesdingen. Daran sollte sie dringend mal etwas ändern, findet ihre Schwester Celia. Was Neve braucht, ist ein Versuchskaninchen. Wie zum Beispiel Max, Celias Kollege mit einschlägigem Ruf. Max ist cool, oberflächlich, sexy und lässt nichts anbrennen. Von ihm könnte Neve einiges lernen, und da er nicht ihr Typ ist, wird sie sich sicher nicht in ihn verlieben. Es geht ja nur darum, ein bisschen zu üben. Oder?

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  • Strumpfhosenproblem trifft Pfannkuchenbeziehung

    Was sich küsst, das liebt sich

    sabrinacremer

    24. July 2013 um 13:29

    “Nun, da sie wusste, dass selbst ein Mann, der seinen Lebensunterhalt mit Korrekturlesen verdiente, sie langweilig und unattraktiv fand, konnte sie eigentlich auch aufstehen und ungeniert ihre Strumpfhose samt Slip nach oben zurren. Gesagt, getan.” (Seite 13) Neve ist 25 Jahre alt und ein absoluter Bücherwurm. Sie arbeitet im Literaturarchiv als Archivarin. Sie ist gutmütig, und was Liebesdinge angeht sehr unbedarft. Sie hat Gefühle für William, mit dem sie in regem Briefverkehr steht. Doch da gibt es Probleme: 1. William ist zurzeit arbeitstechnisch noch für 6 Monate im Ausland. 2. Bis er wieder in London ist, möchte Neve noch unbedingt weiter abnehmen. Hat sie ihr Gewicht doch schon in den letzten 2,5 Jahren von 160 Kg auf etwas über 70 Kg reduzieren können. 3. Sie möchte gerne, dass es mit William perfekt wird. Also braucht sie einen Mann, an dem sie üben kann. Ist doch klar!  Auf der Firmen-Weihnachtsparty ihrer Schwester Celia, die beim Modemagazin “Skirt” arbeitet, lernt sie Max kennen. Und er ist genau das, was Neve verabscheut: ein forscher Womanizer, der alles anbaggert, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringt. Sie kommt mit ihm ins Gespräch. Und tatsächlich zeigt er Interesse an ihr. In welcher Hinsicht auch immer. Neve startet mit Hilfe von Celia eine Dating-Woche. Schließlich muss sie üben, offen auf Männer zu zugehen und zu flirten. Jeden Tag trifft sie sich mit einem anderen Mann. Aber leider entpuppen sich diese Herren nicht als das, was Neve erwartet hat. “Es war das Vorspiel zu einem Kuss, der nie geschehen sollte, denn kaum lag seine feuchtheiße Handfläche auf ihrem Gesicht, da schauderte Neve heftig. Es fühlte sich so an, als würde ihre Haut vor der Berührung zurückschrecken, und das, obwohl sie soeben eine rationale, durchdachte Entscheidung getroffen hatte die ihr Herz zumindest halbwegs unterstützte. Doch ihr Körper reagierte eindeutig absolut angewidert. Sie taten beide so, als hätten sie es nicht bemerkt.” (Seite 128) Max bietet an, dass Neve an und mit ihm eine “Beziehung” üben kann, Sex wird aber ausgeschlossen. Und so gehen die beiden eine “Pfannkuchenbeziehung” ein. Die beiden treffen sich regelmäßig, gehen auf Parties, telefonieren und smsen täglich und Neve kann üben, wie sich Pärchen-Sein anfühlt. Schließlich möchte sie perfekt sein, wenn ihr Traummann William wieder da ist. Ist doch alles ganz einfach, oder?  “Sie hätte ihm am liebsten gesagt, dass sie ihn nie mehr wiedersehen wollte, weil sie alles, was er von sich gab, so nervenaufreibend fand, als würde er sie mit einem riesigen Stahlwollknäuel bearbeiten, aber sie schaffte es nicht. Es war viel einfacher, ihm ihr Handy zu reichen, damit er seine Nummer eintippen konnte. Neve schwor sich, sie zu löschen, sobald sie zu Hause war.” (Seite 108) Meistens stehe ich diesem Genre eher skeptisch gegenüber. Doch in diesem Jahr konnte ich bereits einige gute Romane lesen, sodass ich wieder Gefallen daran gefunden habe. Und hier muss ich sagen: direkt auf der ersten Seite hatte Autorin Sarra Mannings mich! Das Strumpfhosenproblem! Woher kennt sie mich so gut? Ich habe mich in der Situation sofort erkannt. (Ob das jetzt so positiv für mich ist, sei mal dahingestellt.) Mit Protagonistin Neve wurde ich sofort warm. Sie ist ein herzensguter Mensch, der Bücher liebt (und auch gerne entsprechende Zitate im Alltag einbaut), intelligent und witzig ist. Aber leider auch voller Komplexe aufgrund ihrer Figur. Sie hat den unbändigen Willen, für William abzunehmen, bis sie in Kleidergröße 38 passt. Erst dann, so meint sie, ist sie seiner würdig. Sie zieht ihr Ernährungs- und Trainigsprogramm knallhart durch. So manches Mal habe ich mir gewünscht, dass sie mir einen Teil ihrer Willensstärke abgeben möge.  Leider ist sie in anderen Lebensbereichen nicht so konsequent. In der ein oder anderen Szene denkt sie “nein”, sagt aber “ja”. Als Leserin erfährt man sehr viel über Neve, ihren Charakter und ihre Gefühle. Und immer geisterte William auch durch meinen Kopf. Schließlich ist er der passive Antrieb zu all ihrem Tun. “Sie konnte es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und Celia alles zu erzählen, denn inzwischen konnte sie nachvollziehen, was Chloes Mitbewohnerin gemeint hatte, als sie gesagt hatte die Nachbesprechung sei meist unterhaltsamer als das Date selbst.” (Seite 125) Die “Nebendarsteller” sind allesamt sehr liebevoll von der Autorin erschaffen. Es gibt den ominösen William, der Neves Herz erobert hat, aber aufgrund seiner Auslandstätigkeit erst zum Schluss in London auftaucht. Bis dahin schreiben die beiden sich Briefe. Und mein Gedanke war immer nur: was für ein langweiliger und hochgestochener Kerl. Max ist das Gegenteil dazu: er ist lebenslustig, forsch, draufgängerisch – aber er hat auch seine weichen und emotionalen Zeiten. Und er eignet sich perfekt für die “Pfannkuchenbeziehung” mit Neve. Schließlich will sie ihm keine Gefühle entgegen bringen, sondern nur üben. Celia ist die schlanke Schwester von Neve, die scheinbar keine Probleme hat, sich im Dschungel der Männer zurecht zu finden. Aber auch die anderen Personen, wie Arbeitskollegen und Freunde, passen perfekt zur Geschichte. Sie sind alle liebevoll gezeichnet und haben ihre Macken und Eigenheiten. “Die Socken sind schon weg, und die Wärmflasche und die Steppdecke auch. Wenn ich noch mehr weglasse, erfriere ich.” Das hatte doch alles keinen Sinn. Wer hätte gedacht, dass ihnen ausgerechnet ihre inkompatiblen Körpertemperaturen zum Verhängnis werden würden! Von Max’ Angewohnheit, sie im Schlaf zu begrapschen, mal ganz abgesehen.” (Seite 227) Der Schreibstil und die Sprache der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Ich fühlte mich mittendrin statt nur dabei und habe mit Eve mitgefiebert. Die Seiten flogen nur so durch meine Hände. Klar, der Ausgang der Geschichte war erwartet, aber vorher gab es immer wieder Wendungen und Geschehen, die es spannend gemacht haben. Außerdem war das Ende auch genau das, was ich mir für Neve gewünscht habe. Somit wurde meine Vorstellung von einer leichten und unterhaltsamen Chicklit Geschichte sehr gut umgesetzt. “Und jetzt tust du so, als wärst du mit Max zusammen? Bist du total übergeschnappt? Was ist mit den ganzen anderen Typen, die du kennengelernt hast? Der potenzielle Selbstmörder klang doch ganz nett.” (Seite 160) Eins muss ich allerdings anmerken: die Covergestaltung und die deutschen Titel… das finde ich nicht wirklich gut. Und hätte ich dieses Buch nicht als Tipp von einer anderen Bloggerin bekommen, hätte ich wohl nie zugegriffen. Der englische Titel ist “You don’t have to say, you love me”. Und hier die beiden Cover: Im März 2014 erscheint im Heyne Verlag die deutsche Ausgabe zu “Unsticky”: “Im Eifer des Gefühls”. Auch hier ein kleiner Coververgleich: Auf der Website des Heyne Verlages gibt es noch ein Interview mit der Autorin zu dem Thema der Geschichte. >>Klickt<< rein. Eine humorvolle und sehr unterhaltsame Geschichte mit einer komplex-behafteten – aber sehr liebenswürdigen – Protagonistin auf der Suche, nach Erfüllung in Kleidergröße 38 und der großen Liebe. Herrlich! Die perfekte Frauen-Sommerlektüre! Das nächste Buch wird ebenfalls bei mir einziehen! Und wer jetzt wissen möchte, was das “Strumpfhosenproblem” und eine “Pfannkuchenbeziehung” sind, der sollte zum Buch greifen, oder sich vertrauensvoll an mich wenden.  bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Was sich küsst, das liebt sich" von Sarra Manning

    Was sich küsst, das liebt sich

    tatjanajo

    12. January 2013 um 20:02

    Neve war immer schon ziemlich dick. Seit ihrem Studium in Oxford ist Neve in William verliebt. William ist nach seinem Studium nach L.A. gegangen um sich dort weiter zu bilden. Nach einem Zwischenfall mit ihrem Vater, beschließt Neve abzunehmen. Um genau zu sein, will sie soviel abnehmen um in Kleidergröße 38 zu passen. Wenn William wieder zurück nach London kommt, soll ihm die Spucke weg bleiben. Sie hat sich im Fitnessstudio angemeldet, ihre Ernährung umgestellt ist ständig mit dem Fahrrad unterwegs und hat sich einen Personal-Trainer angeschafft. Doch ein Problem bleibt! Sie ist noch Jungfrau und braucht dringend Erfahrung im Umgang mit Männern am besten eine Vor-Beziehung um sich auf die richtige Beziehung mit William vorzubereiten. Ihre Schwester Celia hilft ihr bei der Männersuche, doch Celia sucht für Neve ständig Männer aus, die ihr überhaupt nicht in den Kram passen. Eines Abends, auf dem Nachhause Weg nach einer Party, versucht Max (ein Arbeitskollege von Celia) sich an Neve (die beschwippst ist), ran zu machen. Er schafft es sogar bis in ihr Bett, doch als es ernst wird macht sie einen Rückzieher und schmeißt ihn aus ihrer Wohnung. Uns direkt hat Neve, Max gegenüber ein schlechtes Gewissen, da beschließt sie Max einen Entschuldigungsbrief zu schreiben. Max sucht darauf hin Neve auf und verwickelt sie in ein Gespräch, er möchte gerne wissen, was in der Nacht vor einigen Tagen geschehen ist und Neve erzählt ihm alles. Er hatte schon bedenken sie in irgendeiner Art verletzt oder zu sehr gedrängt zu haben und wollte noch mal sicher gehen ob auch wirklich alles in Ordnung ist, denn Max ist ein Womanizer und hat bisher noch nie im Bett Probleme mit einer Frau gehabt. Sie erklärt ihm was sie genau sucht, nämlich einen Pfannkuchen Freund (1. Pfannkuchen wird immer weg geschmissen, zweiter wird gegessen). Max lässt sich auf eine "Pfannkuchen-Beziehung" mit ihr ein, in der es keinen Sex gibt und kein Händchen halten. Die Beziehung geht solange, bis William kein genaues Rückreise Datum genannt hat. Denn wenn William wieder in London ist, will Neve keine Zeit verschwenden, sondern direkt auf's ganze gehen. Leider funktioniert die Pfannkuchen-Beziehung nicht wie geplant, es geschehen Dinge zwischen Neve und Max, womit beide nicht gerechnet haben.... Fazit: Den Anfang von "Was sich küsst, das liebt sich" fand ich einfach nur schrecklich. Bis zu der Stelle wo Neve und Max sich kennen lernen, von da an ging es aufwärts und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Dies ist ein Roman der mir ziemlich nahe gegangen ist. Man konnte sich in Neve hinein versetzten und nach empfinden wie es ihr mit Kleidergröße 56 gegangen ist. Das selbe bei dem Dilemma, mit 25 Jahren noch nie eine Beziehung gehabt zu haben. Das Buch hat sich nach dem holprigen Anfang ziemlich flüssig lesen lassen, ich hab immer der nächsten Begegnung mit Max entgegen gefiebert und drauf gewartet, das Neve sich gehen lässt an seiner Seite und endlich einsieht wer der perfekte Mann an ihrer Seite ist. Trotz des schwierigen Anfangs muss ich diesem Buch eine Bewertung von 5 Punkten geben, weil es mir einfach sehr nahe gegangen ist!!!

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  • Rezension zu "Was sich küsst, das liebt sich" von Sarra Manning

    Was sich küsst, das liebt sich

    AusZeit-Mag

    14. June 2012 um 21:05

    ⊱Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ღ Seelenfutter für Romantikerinnen ღ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ - Inhalt - Neve Slater hat es geschafft: Konfektionsgröße 38 ist nicht mehr nur Utopie, nein, sondern durchaus im Bereich des Möglichen. Na ja … fast. Doch die letzten Kilos müssen jetzt ganz flott purzeln, denn William – Neves große Liebe – kehrt nach jahrelanger Abwesenheit nach Hause zurück. - Somit müssen die wenigen Wochen vor seiner Rückkehr sinnvoll genutzt werden: Weiter gnadenlos Kalorien zählen und vor allem an ihren bisher nicht existenten Liebespraktiken feilen, denn Neves Erfahrungen in dieser so heiklen Sache gehen praktisch gleich null … - Rettung naht da aber in Gestalt von Max, Womanizer par exellence, und nicht abgeneigt, die ungeübte Neve ein bisschen anzuleiten – natürlich ohne den unnötigen Ballast einer festen Beziehung mit so ärgerlichen Gefühlen wie Zuneigung und Liebe … - Einschätzung - Uff, was für ein dicker Schmöker – so mein allererster Gedanke, als ich „Was sich küsst, das liebt sich“ in den Händen gehalten habe. Beim Aufschlagen des Buches kam die nächste unwillkommene Vorstellung dazu: Auch noch eine relativ kleine Schrift.seufz Ja, ich weiß … klingt ziemlich abtörnend, weil man da immer ein bisschen fürchten muss, dass die Story ein wenig langatmig und weitschweifig daherkommt und sich die Autorin in allzu vielen detaillierten Belanglosigkeiten verliert. - Ist hier aber mitnichten der Fall, geneigte Leserinnen! - Ganz im Gegenteil: Die Autorin füllt Seite für Seite mit dem prallen (soll jetzt KEIN Wortspiel und KEINE Anspielung auf die Figur unserer Hauptprotagonistin sein!) Leben der so liebenswerten Neve, die sich hier auf ihrem ganz persönlichen Kriegspfad gegen angefutterte Kilos befindet und im Eifer des Gefechts beinahe dem falschen Kerl ihr Herz schenkt. - Sarra Manning überzeugt hier nicht nur mit einer wirklich ausgefallenen Love Story zweier Protagonisten, die mal auf den ersten Blick so gar nicht füreinander bestimmt zu sein scheinen, sondern erzählt von den Nöten und Problemen einer jungen Frau, die sich selbst als hässliches Entlein wahrnimmt, aber ohne es zu merken, zum schönen Schwan mutiert ist. - Wir lernen mit Neve eine ganz besondere Persönlichkeit kennen, deren Selbstbewusstsein so tief im Keller angelangt ist, dass es schon Spinnweben angesetzt hat und ein Aufwärts fast unmöglich scheint. Aber ausgerechnet an der Seite von unserem Weiberhelden Max schwimmt sie sich so ganz langsam frei und erlebt an seiner Seite ein ganz neues Selbstwertgefühl, denn das „Gottes Geschenk an die Frauen“ weiß durchaus die optische Leckerbissen an Neves Kurven zu schätzen. - Ich denke ja, dass dieser Schmöker auch deshalb so wunderbar bei uns Leserinnen ankommt, weil man sich herrlich mit der guten Neve identifizieren kann – ob diverser Problemchen im Job, ungebetene Einmischung einiger Familienangehöriger ins eigene Liebesleben oder der Unsicherheiten wegen der Figur. (Ich meine, welches weibliche Wesen ist schon mit ihrem Aussehen rundum zufrieden?) - Ich habe ja da den leisen Verdacht, dass die Autorin hier auch ganz persönliche Erfahrungen miteinfließen hat lassen, denn diese plastische Darstellung von gnadenlosem Kalorien zählen samt anstrengendem Sportgramm wirkt so praxisnah und echt. schmunzel - Sarra Manning erzählt die Story mit unbekümmerter Leichtigkeit und einer Menge Humor, bei der aber eben auch die rührenden Momente nicht zu kurz kommen. Sämtlichen Romanfiguren hat sie flotte Sprüche und witzige Kabbeleien auf den Leib geschneidert – das Ganze gespickt mit einigen amüsanten Slapstick-Einlagen und ratz-fatz haben wir ein kunterbuntes Potpourri voller umtriebiger Darsteller. Die Autorin lässt hier auch durch die Bank weg Protagonisten auflaufen, die irgendeine Macke mit sich herumtragen und die dementsprechend unser Heldenpaar sowohl bei ihren Verbalattacken als auch bei ihren bizarren Aktivitäten tatkräftig unterstützen. - Fazit - „Was sich küsst, das liebt sich“ ist eine vergnügliche und feinfühlige Liebeskomödie mit viel Herz inszeniert und damit genau das richtige Seelenfutter für die Romantikerinnen unter uns! Zudem wurde die Story mit dem doch manchmal heiklen Thema Diät wunderbar in Szene gesetzt und präsentiert sich ganz nah am echten Leben! - Von mir gibt’s für die wirklich bezaubernde Neve und ihrem Casanova Max aber so was von die volle Punktzahl, sprich 5 Punkte und ein Amazing für den Highlightstatus! Mehr geht einfach nicht! (AK) -

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  • Rezension zu "Was sich küsst, das liebt sich" von Sarra Manning

    Was sich küsst, das liebt sich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2012 um 14:40

    Ja dieses Buch ist nicht das was es auf den ersten Blick scheint. Hinter einer süßen Story mit viel Humor verbirgt sich eine recht tragische Geschichte einer jungen Frau die mit viel Willen und Geduld einen neuen Lebensabschnitt betreten möchte. Neve war mal richtig dick. Sie hat eine lange Zeit eine sehr strenge Diät vollzogen und ist nun auf dem besten Weg eine wirklich tolle Figur zu bekommen. Aber durch die vielen fiesen Blicke und die Hänselleien in ihrer Schulzeit, ist Neves Selbstbewusstsein gegen null gesunken und so kann sie es einfach nicht glauben, wenn ihr ein Mann Komplimente macht oder man ihr sagt das sie schön ist. Neve sieht nur das was sie sehen möchte und das ist immer noch eine unattraktive und unförmige Frau. Doch Neve ist verliebt. Neve möchte mit ihrem besten Freund William zusammen kommen, den sie seit ihrer Studienzeit in Oxford kennt. Doch William ist weg, weit weg und weiß nichts von Neves Abnehmplan. Doch bald wird William wieder zurückkehren, nach England und Neve möchte ihn nicht nur mit ihrer neuen Figur, sondern auch mit ihrer Erfahrung in punkto Männer überraschen. Nur hat sie diese leider nicht. Und gerade da kommt Max um die Ecke. Anfangs noch total abgeneigt von Max, zeigt sich dieser wirklich hartnäckig und schafft es dadurch auch in Neves Wohnung. Doch was dann dort geschieht hätte keiner von beiden gedacht. Ein reines Chaos der Gefühle – Max rennt davon als würde man ihm eine brennende Fackel an den Hintern halten und Neves Selbstbewusstsein ist von null auf mikronull gesunken. Aber durch einen wundervollen Brief, Max hartnäckige Art und Neve die endlich lernt über ihren Schatten zu springen, beginnen beide eine ganz tolle „Pfannkuchen“ Beziehung. Was das ist? Das müsst ihr selbst herausfinden – einfach zu süß. Gerade in dieser Zeit mit Max gewinnt Neve geradezu an Selbstbewusstsein und durch Max vergisst sie ihr Gewicht und ihr Aussehen und erlebt eine wundervolle Zeit ohne Kritik und Selbstvorwürfe. Neve lernt durch Max ihren Körper besser kennen, vergisst alle Diäten und gibt sich einfach der Liebe und dem Genuss hin. Zwischen den beiden wird es auch öfter mal richtig heiß und beide kommen tagelang nicht aus ihrem Bett. Doch neben all dem Spaß den Neve mit Max hat, erkennt sie nicht dass Max sie liebt und dass er am Boden zerstört ist wenn Neve immer wieder auf William zu sprechen kommt. Sie versucht sich für einen Mann zu ändern den sie sehr lange nicht mehr gesehen hat, registriert aber nicht, dass vor ihr ein Mann steht der sie so nimmt wie sie ist, ganz ohne Vorwürfe und einfach nur weil er ihre Seele und ihr inneres Ich liebt und kennen gelernt hat. Max schaut nicht auf ihre Äußerlichkeit, er gibt ihr das Gefühl wertvoll zu sein und das macht ihn unglaublich sympathisch. Dabei ist Max eigentlich ein Casanova durch und durch. Er hat einen sehr hohen Frauenverschleiß und das lässt Neve ihn auch immer wieder wissen. Aber in Max schlummert etwas, etwas sehr weiches und gefühlvolles, dass nur allein Neve kennen lernt und das lässt auch das Herz der Leser einfach höher schlagen. In diesem Buch geht es im Großen und Ganzen eigentlich nur um Neve. Neve die lernen muss sich endlich selbst zu lieben, ihre Selbstzweifel über Bord zu werden und zu erkennen dass es sich nicht lohnt für einen Mann alles zu ändern der 1000ende km entfernt lebt und den man eigentlich nur durch Briefe kennt. Das Einzige was mich an diesem Buch wirklich nervte, waren die ständigen „Ich bin zu dick, zu schwabbelig, nein sieh mich nicht an, ich muss abnehmen, ich muss trainieren, ich bin hässlich“ Tiraden von Neve. Aber einerseits war dies auch wieder gut denn die gingen Max nämlich auch tierisch auf den Wecker. Er will nicht das Neve ständig ans Abnehmen denkt, er findet sie schön und wird richtig sauer als Neves Abnehmplan zur regelrechten Sucht ausartet. Neben Neve und Max haben auch noch Neves Schwester, Bruder, dessen Frau und Neves Eltern ihren Auftritt. Allesamt sehr eigenwillig und doch unglaublich sympathisch. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder ist sehr speziell und selbst Neves Schwägerin, die anfangs mehr als unsympathisch daher kommt, schafft es doch noch am Ende Mitleid und Sympathiepunkte zu ergattern. Einfach eine schrecklich, nette Familie. Fazit: Wer jetzt denkt, ich hätte alles verraten …. Nein das habe ich nicht. Ich hätte noch 1000 Wörter schreiben können und hätte immer noch nicht alles verraten. Dieses Buch steckt nur so voll Überraschungen und Drehungen. Immer dann wenn man denkt, dass alles gut läuft, gerät alles wieder ins Wanken und eine ganz neue Perspektive eröffnet sich. Dieses Buch ist eine wahre Überraschung mit einer großen Portion Dramatik, Humor und der Gewissheit, dass es für jeden Menschen auf der Welt eine Person gibt, die einen so liebt wie man ist.

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