Reue

von Sascha Berst-Frediani 
3,7 Sterne bei22 Bewertungen
Reue
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Positiv (14):
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Ein Buch in dem Reue keinen Platz findet. Mit einem Ende, das einem die Haare zu Berge stehen lässt! Völlig unerwartet!

Kritisch (4):
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Lesezeit bereut – nicht mein Fall

Alle 22 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Reue"

Ein Dorf in Deutschland. Sie - jung, hübsch und beruflich erfolgreich, ihr Ehemann - derb und eher schlicht. Dass er nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Eigentlich wäre alles perfekt, wenn dieser Untermieter nicht wäre. Am Anfang spielt sie nur mit ihm. Aber die Versuchung ist zu groß. Und plötzlich ist es ernst. Doch als sie beschließt, die Karten auf den Tisch zu legen, ist einer tot und für die Wahrheit ist es zu spät. Ein eindringlicher Roman, aus unterschiedlichen Perspektiven anhand von Rückblenden erzählt. Hart, präzise und mit der nüchternen Sprache eines Tarantino!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839222492
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:247 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:07.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    verena_vosss avatar
    verena_vossvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch in dem Reue keinen Platz findet. Mit einem Ende, das einem die Haare zu Berge stehen lässt! Völlig unerwartet!
    Ein spannender Roman mit einem makaberen Ende! Lesenswert!

    In diesem Buch geht es um eine junge, attraktive Frau namens Sabine Holzer, die mit ihren Reizen gut und gerne spielt, um die Männer aus der Reserve zu locken. Für sie ist das nichts Ernstes. Sabine möchte sich bestätig fühlen und den Männern zeigen, das sie die Fäden in der Hand hat. Beruflich, wie auch privat. Ihrem Mann gegenüber ist sie aber kühl und reserviert.

     

    Als sie mit ihrem Ehemann in ein neues Haus zieht, trifft sie hin und wieder auf einen Untermieter, der nur so vor Jugend und Kraft strotzt. Sie läd ihn ab und zu auf eine Tasse Kaffee ein, wenn ihr Mann nicht zu Hause ist. Doch dieses eine Mal geht ihr Spiel zu weit. Sie begeht Ehebruch und verliebt sich in Thomas, den hübschen Motorradfahrer.

     

    Sabine fühlt sich aber nicht als Flittchen oder Schlampe. Das sind andere in ihrem Dorf, meint sie standhaft. Sie wird laufend von den Bäuerinnen angestachelt und aufgezogen, ob sie denn nicht doch schon etwas am Laufen hat, mit diesem Untermieter. Sie ist der Meinung, das man sie regelrecht in diese Situation gezwängt hat. Sie erkennt ihre Sucht nach Anerkennung nicht.

     

    Ihr Ehemann Holzer, Hauptfeldwebel, unterrichtet Gefreite in einer Kaserne. Er bekommt von all dem nichts mit. Er trinkt zu viel, hat sich dann nicht unter Kontrolle und schlägt ohne Vorwarnung zu. Dadurch und auch durch seine negative Einstellung Ausländern gegenüber, hat er einige Probleme mit Kollegen und seinem Vorgesetzten Schmidt. Das seine liebe und treue Frau fremd gehen könnte, kommt ihm nicht in den Sinn.  

     

    Eine Kollegin von Sabine, Frau Müller, beobachtet sie in der Arbeit ganz genau. Den Umgang den sie während der Arbeitszeit mit anderen Männern pflegt, ist ihr da ganz besonders wichtig. Auch fällt ihr auf, das dieser Thomas hin und wieder vor der Sparkassen Filiale lauert und durch die Scheiben späht.

    Sie, die verlassene Ehefrau, in den 50ern, mit ihrem Äußeren stets auf Kriegsfuß, hegt auf alles was jünger, hübscher und schlanker als sie ist, einen unermesslichen Groll. Deshalb lauert sie schon lange auf eine Chance, es Sabine heimzuzahlen, weil diese mit allem beim Chef durch kommt.

    Frau Müller erkennt die Zeichen sofort zwischen Thomas und ihrer Kollegin. Sie schmiedet Pläne.

     

    Als Thomas nach zu vielen Grübeleien auf dem Motorrad, ins Schleudern gerät und im Graben landet, findet ihn ein einsamer Bauer und versorgt ihn. Er hat Glück im Unglück. Das meiste hat seine Maschine abbekommen. Er bittet Sabine ihn abzuholen. Und da wird es ihr klar. Sie wird sich scheiden lassen um mit Thomas zusammen sein zu können. Denn diesmal ist es kein Spiel. Es ist Liebe.

     

    Die Müller steigert sich indes so in ihren Hass hinein, das sie beschließt, Sabines Ehemann zu kontaktieren. Dadurch bringt sie einen unaufhaltsamen Stein ins rollen. Das Holzer jähzornig und eiskalt sein kann, weiß sie nicht. Sie möchte der lieben Kollegin eins auswischen, eine Lektion erteilen. Sie erzählt Holzer von der Affäre.

     

    Holzer zögert nicht lange. Da seine erste Ehefrau ihn ebenfalls betrogen hat und die nächste Affäre im Raum steht, gehen bei ihm sämtliche Lichter aus. Er macht seiner Wut und seinem Hass untreuen Frauen gegenüber, endlich Luft. Er verschafft sich Alibis, nimmt das Auto seines "erkauften" Kumpels und fährt nach Hause zu dieser Schlampe, wie er sie nun nennt.

     

    Dann geht alles sehr schnell. Holzer trifft auf Thomas. Seine Frau ist zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

     

    Das Ende des Buches ist total unvorhersehbar, makaber und es verschlägt einem regelrecht die Sprache. Nicht allein wegen der Handlung von Holzer, sondern vordergründig vom Verhalten des Ehepaares.

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    Der Autor nimmt uns mit auf eine rasante und spannende Lesezeit. Die Kapitel sind kurzgehalten und enden meist, wenn es am interessantesten ist. Das hat zur Folge, das man dadurch ein recht schnelles Lesetempo an den Tag legt.

    Man verfolgt das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven, was aufgrund der wenigen Charaktere überschaubar und kein Problem darstellt.

     

    Das Buch ist super zum Lesen, für "zwischendurch". Frediani benutzt eine klare, schnörkellose und raue Sprache, was mir unheimlich gut gefällt. Er schmückt die Sätze nicht mit unnötigem aus, sondern beschränkt sich kurz und knapp auf das Wesentliche. Das Buch ist nie langweilig und entspricht absolut nicht der Norm. Danke dafür!

     

    Die Erzählweise wechselt von Vergangenem zum heutigen Geschehen. Dies kann man durch kursive Schrift gut auseinanderhalten.

     

    Alles in allem ist es eine klare Lese- und Kaufempfehlung!!

     

    Nicht mein letztes Buch von Sascha Berst- Frediani.

     

    Danke fürs Lesen meiner Empfehlung.

     

    Eure Verena

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    Annejas avatar
    Annejavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch in dem kein Platz für Reue ist
    Von Reue nicht die Spur

    Dieses Buch kam durch die Leipziger Buchmesse in mein Regal und wollte nun endlich gelesen werden. Schon bei der Regalentnahme fiel mir das Einband ins Auge. Dieser ist eine Art Hardcover aber mit offenen Kanten und absolut ungeeignet für Bücher. Die Kanten des Buches sind eingedrückt und auch das Cover selbst löste sich leicht vom Untergrund. Ich habe mich nicht getraut, das Buch in meine Tasche zu stecken, da der Transport von der Buchmesse zu mir nach Hause, dem Buch schon stark geschadet hat.

    Einmal im Buch konnte ich es nur schwer wieder weg legen, da die Geschichte einfach meine Neugier weckte. Man wollte einfach wissen wie die Handlungen der Protagonisten die Story weiter voran trieben, in der es darum ging eine betrügende Ehefrau zu entlarven, den Geliebten eins aus zu wischen und sich als Ehemann zu behaupten. 

    Leider hatte dies alles nicht wirklich viel mit Reue zutun, denn Reue spürte wohl keiner der Charaktere und das obwohl ein Mord begangen wurde. Tatsächlich war das Buch ein einziges Psychogram, in dem dargestellt wurde wie wir auf Situationen reagieren und welche Schlussfolgerungen wir daraus ziehen. Immer wieder wurde ich zum Nachdenken angeregt, da es Textstellen gab, die man erst einmal verdauen musste. 

    Auch wenn die Handlungen teilweise sehr heftig waren, konnte mich der Schreibstil des Buches überzeugen. Der Autor schaffte es Neugier zu wecken und dabei den Spannungsbogen gekonnt ein zu setzen. Man fieberte mit, ärgerte sich, ein paar Mal wurde ich sogar richtig sauer und saß sogar einmal verständnislos da. Das Stichwort ist "Emotionen", denn die liefert das Buch am laufenden Band und das wirklich gekonnt.

    Dabei half auch die Einteilung der Kapitel, welche in regelmäßigen Wechseln die Geschichte voran trieben. Jedes Kapitel erzählte einen Teil, aber stets aus der Sicht von einem der Protagonisten. So wurde nie zu viel erzählt, aber genug um langsam zu verstehen, was im Buch vor sich geht. 

    Besonders ärgerlich war für mich das Ende, da es mich förmlich schockte und mir nur eine Fragewort einfiel, "Warum". Warum wurde gelogen? Warum blieb sie bei ihm? Warum, warum, warum. Und die Antwort war jedes Mal "Keine Ahnung", denn ich hätte wohl nicht so reagiert, wie die Protagonisten es taten.

    Die Charaktere waren bei diesem Buch ein heikles Thema und noch immer habe ich sie nicht ganz verdaut. Tatsächlich kreisen sie mir noch im Kopf herum, da ich ihre Handlungen einfach nicht gut heißen konnte. 

    Fangen wir mit Thomas an, welcher wohl der harmloseste Charakter im Buch war und der nur den Fehler beging, sich in eine verheiratete Frau zu verlieben. Er wird stets als sehr hübsch bezeichnet, da es aber kaum Beschreibungen zu den Personen gab, war eine Vorstellung von ihm nicht möglich. Er war somit einfach immer der hübsche Thomas. 

    Sabine, war eine Person, die ich nicht wirklich einsortieren konnte. Ihre Denkweisen, waren zu verquer, als das man einen wirklichen Durchblick bekommen hätte. Dies zeigt auch das Ende, wo ihre Entscheidung mehr als überraschend war. Auch sie gilt als hübsch, was aber nur dadurch bestätigt wurde, das ihre Kollegin bei der Arbeit neidisch auf sie war. 

    Dieter, Sabines Ehemann, war mir dagegen durchweg unsympathisch. Seine schroffe Art und Weise, sein Hang zum Alkohol und sein Verschleiß an Prostituierten, würde ihn nicht unbedingt den Titel "Ehemann des Jahres" einbringen. Gerade deshalb verstand ich nicht wie er auf die Tat seiner Frau mit so viel Zorn reagieren konnte. 

    "Die Müller" wie sie gerne beschrieben wird, ist die Arbeitskollegin von Sabine und durch und durch ein Biest. Ihre Geschichte wird neben der von Sabine, Thomas und Dieter erzählt und zeigt eine verbitterte Frau, die anderen ihr Glück nicht gönnt. Sie gibt die Schuld gerne anderen, besonders ihren Ex-Mann der ihr wohl alles genommen hat. Allerdings erfährt man schnell wie es wirklich ablief. 

    Natürlich gibt es noch weitere kleine Rollen, wie einen Bauer, der seines Lebens nicht mehr froh wird, seit sein Sohn und seine Frau starben. Auch Thomas bester Kumpel wird hin und wieder erwähnt. 

    Der Mix der Figuren war spannend und zu gleich sehr realistisch. Leider fehlten manchmal die Beschreibungen, weshalb man des Öfteren nur verschwommene Figuren vor sich sieht, die einfach kein Gesicht annehmen wollen. 

    Schlicht, trifft es bei diesem Buch sehr gut, denn die vorrangige Farbe ist weiß. Danach folgt dann nur noch die schwarze Schrift für den Buchteil und den Namen des Autoren.

    Hinter dem Buchtitel erkennt man schließlich noch einen Baseball-Schläger, welcher auch eine Rolle im Buch hat. 

    Nicht immer muss ein Buch bunt und voller Muster sein, auch ein dezentes Buch kann sehr auffällig sein. 

    In diesem Buch, setzt man sich nicht nur mit der Geschichte auseinander, sondern auch mit sich selbst, da man oft an den Punkt stößt, wo man sich selbst fragt, ob man so handeln würde. Leider passen Buchtitel und Geschichte nicht zusammen, da von Reue keine Spur zu lesen ist.

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    Buecherspiegelvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: oh wie böse kann Dein Nachbar sein, wie einsam Neider und Verlassene. Der Titel aber enttäuscht nach dem Lesen und mag so gar nicht passen.
    Neid, Missgunst, oder wenn böses über Münder offene Ohren treffen

    Gerade beendet: „Reue“ von Sascha Berst-Frediani. Bei diesem Namen hatte ich wirklich bedenken, ich verschreibe mich ständig. „Reue“ ist der zweite Krimi von Berst-Frediani, der beim Gmeiner-Verlag erschienen ist. Er hat bereits mehrere Preise bekommen, also habe ich mir „Die Geschichte eines Mordes“ mal genauer angeschaut.
    Im Prinzip ist von Anfang an klar wer ermordet wurde, wer der Täter ist und auch warum. Doch wie es tatsächlich dazu gekommen ist, wie die Personen ticken, das ist der wahre Inhalt dieses Romans. Reue, damit verbindet man, dass jemand sein/ihr handeln oder die Auswirkungen, die daraus folgern leid tun. Am ehesten spürt man das bei zwei Personen, einer eher nebensächlichen Figur, einem einsamen Bauern, der vor Jahren erst seinen Sohn, dann seine Frau verloren hat, und beim Freund des Opfers. Eigentlich wäre der bessere Titel „Neid, Missgunst und wie daraus ein Mord werden kann“.
    Aber ich bin zu schnell. Die Geschichte spielt sich in einem Dorf im Schwarzwald ab, es könnte allerdings so in jedem anderen Dorf, Vorort oder kleinen Straße, wo sich viele kennen, passiert sein. Eine Wochenendehe, ein Haus, eine vermietete Einliegerwohnung, alle Beteiligten noch jung. Die Ehefrau, Sabine, will in einer Bank Karriere machen, der Ehemann, Dieter, bei der Bundeswehr. Der junge Mann aus der Einliegerwohnung, Thomas, voller Selbstzweifel. Der Autor lässt uns an den Gedankengängen der Drei teilhaben, aber auch an denen einer Kollegin von Sabine, einem Freund von Thomas und an denen des bereits oben erwähnten alten Bauern. Was geht in diesen Menschen vor? Vor was haben sie Angst? Was nehmen sie in Kauf, nur um im Beruf zu bestehen? Welche Vorurteile haben sie? Was bringen sie aus ihrer Jugend, ihren Erfahrungen, mit? Die Eifersüchteleien, Sticheleien, die der Autor beschreibt, haben bittere Folgen für alle, das Nicht-Miteinander-Reden, das Vermeintliche-Tatsachen-Hinnehmen, es endet tödlich. Zumindest für eine Person.
    Dabei mutet es befremdlich an, dass ein Ehemann aufgrund eines anonymen Anrufes es sofort für bare Münze nimmt, dass seine Ehefrau fremd geht. Da ist kein Hinterfragen, er handelt. Das ist ein Punkt, das ich dem Autor so nicht abnehme. Dieter, der dem Alkohol schon sehr verfallen ist, der soll so exakt und überlegt die Tat begehen?
    Die Kollegin von Sabine, von Selbstmitleid zerfressen, die anderen Menschen außerhalb ihrer strikten Regeln nichts gönnen kann, vor allem nicht Sabine, ist ein Paradebeispiel zum Thema Neid. Allerdings verliert die Figur am Ende den Anschluss an die Ursprungsgeschichte, der Faden geht verloren. Dabei ist sie von immenser Bedeutung!
    Überhaupt Regeln, Sitte und Anstand, herrlich, wie der Autor diese seinen Protagonisten in den Mund legt, in ihren Gedankengängen. Was man zu tun und zu lassen hat, wie sie sich aber gerade in diesen verlieren und daran zerbrechen. Sich selbst schaden, ohne dass es ihnen bewusst wird.
    Ein Roman, der durchaus lesenswert ist, mit einigen Schwächen und einem Ende, mit dem so keiner rechnet.

    Über den Autor findet sich auf folgenden Seiten interessantes:

    https://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/830-sascha-berst-frediani.html

    https://www.anwalt.de/sascha-berst-frediani

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor 6 Monaten
    Reue Die Geschichte eines Mordes

    Sascha Berst-Frediani
    Reue
    Gmeiner

    Autor: Sascha Berst-Frediani genoss seine Schulbildung in Deutschland sowie Italien. In Freiburg und Paris studierte er Germanistik und Rechtswissenschaften. Inzwischen ist der promovierte Jurist in Freiburg als Rechtsanwalt niedergelassen. Im Jahr 2013 gewann der Autor den Freiburger Krimipreis und im Mai 2015 die »Herzogenrather Handschelle«, den Krimipreis der Stadt Herzogenrath. »Reue« ist nach »Fehlurteil« sein zweiter Krimi im Gmeiner-Verlag. (Quelle: Gmeiner)

    Sabine ist jung und recht erfolgreich in Ihrem Job bei der Bank. Ihre Schönheit setzt die junge Frau auch recht gut und häufig für Ihre Vorteile ein. Verheiratet ist Sabine mit Ihrem Mann Holzer, welcher bei der Bundeswehr arbeitet und nur am Wochenende nach Hause kommt. Neben Ihrer Ehe führt Sabine jedoch auch eine Affäre mit Thomas, welcher Mieter in Ihrem Haus ist. Als die beiden vorhaben die Affäre ernst anzugehen, scheint Thomas kalte Füße zu bekommen und verschwindet von heute auf morgen. Das Verschwinden von Thomas bleibt jedoch nicht unbemerkt und ruft sogar die Polizei auf den Plan.

    Das Buch hat insgesamt 74 Kapitel, welche immer mit einer römischen Zahl beginnen. Dies scheinen recht viele Kapitel für ein recht kurzes Buch zu sein, jedoch lässt es sich dadurch auch gut zwischendurch (z. B. in der Bahn) lesen, ohne mitten im Kapitel aufzuhören. Außerdem tragen diese kurzen Kapitel, zu einem recht schnellen Lesetempo bei. Mit jedem neuen Kapitel wird die Geschichte dabei aus der Perspektive einer anderen Person erzählt, wodurch der Leser sich grad zu Anfang, recht viele Storys merken muss. Dabei versteht der Autor sein Handwerk, denn er hört mit einem Kapitel stets da auf, wo die Spannung weiterzulesen am größten ist. Die Grundspannung baut der Autor dabei mit seinem ersten Kapitel auf, welches direkt in der Handlung anfängt (die Festnahme einer bis dato unbekannten Person) ohne das der Leser überhaupt weiß, wieso das beschriebene gerade überhaupt passiert. Dieses, wieso wird, dem Leser dann im Laufe der gesamten Story erzählt, bis sich die Handlungsstränge kurz vor Ende des Buches treffen. Damit der Leser immer wieder weiß, in welcher Handlungszeit er sich gerade befindet, sind die Kapitel, welche die Vergangenheit erzählen normal gedruckt und jene, die die Gegenwart erzählen kursiv gedruckt. Einen kleinen negativen Punkt gibt es hier jedoch und das ist der Punkt, wo beide Stränge aufeinandertreffen. Der Leser bekommt nicht sofort mit, dass er gerade an dem Punkt angekommen ist, wo die Szene vom ersten Kapitel weitererzählt wird. Dies fällt nur durch die Schrift auf, welche eigentlich kursiv sein sollte. Das Ende des Buches überrascht den Leser dann vollkommen. Leider wirkt das Ende auch recht an der Realität vorbei, denn ich könnte mir vorstellen, dass dies eigentlich anders ausgehen würde. Neben der eigentlichen Story, gibt es in dem Buch noch kleine Nebenstorys, welche sich um die Auftauchenden Nebencharaktere ( Sabines Arbeitskollegin, der Bauer) dreht. Diese tragen dazu bei, dass man die Handlungen der jeweiligen Personen besser verstehen kann.

    Cover: Die Hauptfarbe des Hardcovers ist weiß (weiß als reine Farbe, bietet hier einen großen Gegensatz, zu den Handlungen der Charaktere, welche keinesfalls rein und unbefleckt sind) und wirkt auf den ersten Blick recht schlicht. Auf diesem weißen Hintergrund heben sich die Dinge wie Titel und Autor (beides in Schwarz) sehr gut ab. Der Titel passt dabei perfekt zu den Charakteren, die in diesem Buch vorkommen (zumindest zu einigen). Leider fehlt auf dem Buchcovér der Untertitel (welchen man im Internet findet), denn dieser beschreibt den Inhalt noch viel zutreffender. Hinter dem Titel sehen wir einen Baseballschläger liegen, welcher in dem Buch ebenfalls auftauchen wird. Auf der Rückseite finden wir dann einige Wörter, welche grün gedruckt sind. Dieses Grün finden wir dann ebenfalls in den Innenseiten des Buches. Diese bilden damit einen recht großen Kontrast zu dem weißen Cover. Leider ist das Cover bei genauerer Betrachtung nicht sonderlich gut verarbeitet, denn man sieht an den Außenkanten die graue Pappe. Dies fällt zwar kaum auf, jedoch hätte ich mir hier gewünscht, dass dies ebenfalls noch in der weißen Farbe gewesen wäre.

    Fazit: Ein Krimi, welcher das gesamte Repertoire der Gefühle (Liebe, Hass, Neid, Trauer, …) umfasst und zeigen kann, wie weit Liebe gehen kann (wenn man im Buch überhaupt von einer solchen reden kann). Der Autor schafft es die Spannung bis zum Ende hin aufrechtzuerhalten, wenn auch eben dieses Ende nicht 100% überzeugen konnte. Einen negativen Beigeschmack bekommt das Buch bei dem Blick auf den Preis, denn dieser ist für ein recht kurzes Buch, schon recht hoch angesetzt. Ich kann jedoch sagen, dass dieses Buch sein Geld wert ist. Von mir bekommt es 5/5 Sterne.

    Klappentext: Ein Dorf in Deutschland. Sie – jung, hübsch und beruflich erfolgreich, ihr Ehemann – derb und eher schlicht. Dass er nur am Wochenende zu Hause ist, stört sie nicht. Eigentlich wäre alles perfekt, wenn dieser Untermieter nicht wäre. Am Anfang spielt sie nur mit ihm. Aber die Versuchung ist zu groß. Und plötzlich ist es ernst. Doch als sie beschließt, die Karten auf den Tisch zu legen, ist einer tot und für die Wahrheit ist es zu spät. Ein eindringlicher Roman, aus unterschiedlichen Perspektiven anhand von Rückblenden erzählt. Hart, präzise und mit der nüchternen Sprache eines Tarantino! (Quelle: Gmeiner)

    Autor: Sascha Berst-Frediani
    Titel: Reue
    Verlag: Gmeiner
    Genre: Roman
    Seiten: 247
    Preis: 18,00
    ISBN: 978-3-8392-2249

    https://filme-buecher-mehr.de/

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    DeniseWolfs avatar
    DeniseWolfvor 7 Monaten
    Guter Krimi mit vielen Klischees

    Design:

    Das Cover ist sehr schlicht. Es ist komplett weiß. Am oberen Rand steht in einer schlichten, linearen Schrift der Name des Autors. Ein Stückchen darunter sieht man den Titel des Romans. Hinter dem Wort "Reue" kann man einen Baseball-Schläger erkennen. In der Mitte der unteren Hälfte ist in einer kursiven Schrift das Wort "Roman" zu lesen. Links am Rand schmückt das Verlagslogo das Buch.

    Das äußerst nüchterne Design des Buches passt auf merkwürdige Weise zu der Geschichte und zum Genre. Es gefällt mir in seiner Schlichtheit. Man weiß, was einen erwartet. Allerdings hab ich erst nach mehrmaligem Hinsehen den Baseball-Schläger erkannt. Hier hätte ich das wohl ein wenig anders platziert.

    Meine Meinung:

    Das Buch beginnt mit dem einfachen Kennenlernen der Figuren. Dieter Holzer und seine Frau Sabine haben sich ein Haus in einem Dorf gekauft. Da es aber so groß ist, holen sie sich noch einen Untermieter. Sabine ist fünf Tage in der Woche alleine, da ihr Mann in der Kaserne tätig ist. Thomas ist der Untermieter und laut den Frauen im Dorf ein richtiger Leckerbissen. Zunächst sind es nur Gerüchte, aber irgendwann macht Sabine ihm dann doch schöne Augen und es kommt, wie es kommt. Es bahnt sich eine Affäre an, die schnell ernster wird. Doch bevor Sabine die Karten auf den Tisch legen kann, ist es schon zu spät und einer der beiden Männer ist tot.

    Die Spannung des Romans wird ziemlich langsam aufgebaut und findet dann in der Mitte den ersten Höhepunkt, als es zum Mord kommt. Danach ebbt es nochmals kurz ab und steigt dann bis zum Ende weiter an. Das Ende hat mich dann wirklich überrascht und auch ein kleines bisschen enttäuscht.

    Die Kapitel sind recht kurz gehalten und manche sind wirklich spannend, andere haben sich aber auch ein wenig gezogen. Dabei wechselt die Perspektive zwischen den einzelnen Charakteren, allerdings jeweils in der dritten Person. Man lernt die Denkweise jedes Charakters kennen und versteht ein wenig die Beweggründe hinter einzelnen Taten. Im Großen und Ganzen bleiben die Charaktere zwar eher zweidimensional und sind ohne wirkliche Tiefe, aber trotzdem entwickeln sich zu manchen Personen Sympathien und zu anderen Antipathien. Der Autor nutzt viele Klischees, die meiner Meinung nach ein wenig zu klassisch sind und die Zweidimensionalität der Charaktere nochmal betont.

    So ist besonders Dieter eher unsympathisch. Er ist ein sehr einfacher Mann: Er säuft gern, ist jähzornig, geht gern ins Bordell und lässt Sabine die Hausarbeit machen. Sabine dagegen ist eine typische, junge, erfolgreiche Frau, die auch nicht davor scheut, ihre weiblichen Reize für ihren eigenen Vorteil und ihre Karriere zu nutzen. Da ist es kein Wunder, dass ihr manche Kollegin nicht freundlich gesinnt ist. Thomas dagegen wirkt wirklich noch sehr jung. Er ist eifersüchtig, besitzergreifend, denkt oft erst hinterher nach und wirkt ansonsten ziemlich unscheinbar. In Sabine sieht er seine große Liebe, die er am liebsten gar nicht verheimlichen möchte.

    Mir hat ein wenig der Nervenkitzel gefehlt. Es war zwar sehr interessant zu erfahren, ob der Mord aufgeklärt wird oder nicht, aber mir kam es ein wenig zu flach rüber. Schade, denn die Geschichte an sich war wirklich interessant und hatte mich neugierig gemacht.

    Fazit:

    Das Buch hat durchaus gute Stellen und ist als Zwischendurchlektüre auf jeden Fall zu empfehlen. Leider hat mir ein wenig Tiefe und Nervenkitzel gefehlt, aber ansonsten hat der Autor durchaus einen guten Job gemacht. Weniger Klischees hätten es zwar auch getan, dennoch wirkten die Figuren in sich und in ihren Beziehungen stimmig. Ich gebe dem Buch daher 3 von 5 Sterne.

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    kn-quietscheentchens avatar
    kn-quietscheentchenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Joa, liest sich in einem Rutsch weg - Story interessant, angenehmer Schreibstil, aber man darf nichts Tiefgründiges erwarten
    Eifersucht kann töten ...

    - INHALT - 

    Ein kleines Dorf im Süden Deutschlands. Jeder kennt jeden - getratscht wird hinter jeder Straßenecke. So auch hier. Hat die junge, hübsche Sabine, die in der dörflichen Bank erfolgreich arbeitet, etwa ein Verhältnis mit dem ebenso gutaussehenden Thomas? Schließlich wohnt er zur Untermiete bei Sabine und ihrem Ehemann Dieter, der nur am Wochenende nach Hause kommt, da er in der Woche als Oberfeldwebel in der Kaserne arbeitet und lebt. Was am Anfang als harmloser Flirt beginnt, entwickelt sich schon bald als Affäre zwischen den beiden. Sabine ist sich ihrer Gefühle nicht sicher - möchte sie eine Zukunft mit Thomas, zusammen mit ihm Kinder kriegen, oder bleibt sie bei ihrem jähzornigen und herben Ehemann? Nach einem anonymen Hinweis über die angebliche Affäre, beschließt Dieter, seine Frau auch mal unter der Woche einen Besuch abzustatten. Doch dieser endet anders, als erwartet - nach diesem Besuch gibt es eine Leiche ... Nur wer ist es? 

    - MEINUNG - 
    Ein kurzweiliger Krimi ... Interessante Story, sehr angenehmer Schreibstil ... Die Kapitel huschen nur so an einem vorbei. In jedem Kapitel herrscht ein Wechsel - die Geschichte von Sabine, Thomas und Dieter wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Und nicht nur aus der Sicht der Hauptfiguren - auch Nebenfiguren, wie Sabines Kollegin aus der Bank, oder Thomas Kumpel kommen "zu Wort". Auch die Nebengeschichten sind spannend, tragen aber nicht groß zur Auflösung des Falles, wer gemordet hat, bei. Trotzdem ist es interessant zu lesen, wie der Mörder versucht, seine Tat zu vertuschen - was er dafür alles tut, um nicht erkannt zu werden und letztendlich doch einen Fehler macht ... Nette Lektüre für zwischendurch, die mir aber mit Sicherheit nicht lange im Kopf bleiben wird.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor 7 Monaten
    Reue von Sascha Berst-Frediani

    Die junge Sabine hat alles. Sie sieht gut aus und hat Erfolg in ihrem Job in der Bank. Sie ist mit Dieter verheiratet und wohnt mit ihm in einem großen Eigenheim in einem kleinen Dorf. Da das Haus zu groß ist, suchen sie nach einem Untermieter, und bald schon zieht der Schönling Thomas ein. Dieter ist während der ganzen Woche beruflich in seiner Kaserne, und Sabine hat alle Freiheiten. Der Dorftratsch nimmt dabei seinen Lauf, Thomas und Sabine haben etwas miteinander. Und wenn sie schon tratschen, warum also nicht. Man sollte sich bloß nicht ineinander verlieben. Was weiß die Dorfgemeinde schon. Am Ende ist einer tot.
    Nur wer ist tot? Das erfahren wir so schnell nicht. Ehemann oder Liebhaber? Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Der Mord wird blutig beschrieben und sehr genau, wie es dazu kommt, vom ersten Gedanken an, was dann geschieht. Wie schnell es überhaupt dazu kommen kann. Die Figuren sind allesamt unsympathisch und bleiben sehr reserviert. Sabine kommt wie ein billiges oberflächliches Flittchen rüber, Dieter ist der plumpe dümmliche Ehemann, der nur gut versorgt sein will, und Thomas hat vor Verliebtheit die rosarote Brille auf. Man liest eine Geschichte, nimmt sie wahr, will wissen, wie es verläuft und ausgeht, aber ohne für jemanden Partei zu ergreifen oder mitzufiebern. Dementsprechend ist auch der Sprachstil. Sachlich und eher derb. Das Ende kommt dann sehr schnell.

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    angeltearzs avatar
    angeltearzvor 7 Monaten
    Die Reue

    “Schnell, einfach, hart” Ich glaube, dass diese drei Wörter das Buch sehr gut beschreiben. Warum sollte man sich mit Kleinkram auseinander setzen, wenn man schnell und knackig die Geschichte erzählen kann.Ich muss ehrlich zugeben, dass es mal ganz erfrischend war nicht so viel drum herum zu lesen, sondern einfach die harten Fakten. Wie es dazu kam, was passiert ist und wie es endet. Punkt. Gefällt mir tatsächlich mal wirklich gut! Ich bin sonst eher der Fan davon, dass eine Geschichte weiter in die Tiefe geht. Trotzdem muss das in diesen Buch wirklich nicht sein.Die Geschichte ist eine, wie sie vorkommen kann. Wer weiß! Der Autor scheint sie aus dem Leben gegriffen zu haben. Er schreibt, sie sei erfunden… Aber wer weiß.
    Wie auch die Geschichte, sind die Charaktere oberflächlich gehalten. Wieso auch hier Kleinkram, wenn die so oder so für die Geschichte zweitrangig wären. Und das wären sie tatsächlich.Dennoch sind die einzelnen Charaktere durchdacht und jede hat ihre Eigenarten, die sie glaubwürdig erscheinen lassen. Ich kaufe jeden einzelnen Charakter ab.Eine Kleinigkeit, die mich persönlich stört, sind geschriebene Dialekte. Die stören mich im Lesefluss wirklich sehr.
    Die Kapitel sind teilweise sehr kurz gehalten (manchmal nur zwei Seiten) und die Sichtweisen wechseln ensprechend oft. Könnte etwas verwirrend werden, aber mich hat es nicht gestört. Der Vorteil ist hier natürlich, dass man immer gut nach einem Kapitel das Buch zur Seite legen kann.Das Setting ist sehr gut gewählt. Ein kleines Dorf, in dem jeder über jeden redet. Man hat keine Chance etwas zu tun, was die Anderen nicht sofort erfahren. Da werden Erinnerungen bei mir wach!
    Der Schreibstil des Autors ist genauso wie der Rest. Sehr einfach gehalten. Er lässt während man liest keine Fragen offen und schreibt einfach nieder, was gerade passiert.Allerdings übertreibt er es bei einem Charakter ein wenig. Ist schon sehr brutal, was da passiert. Da wäre, meiner Meinung nach, weniger mehr gewesen.
    Alles in allem hat mir der Psychokrimi wirklich gut gefallen. Diese Art von Buch habe ich bisher wirklich selten gelesen, aber es konnte mich begeistern. Ich habe das Buch innerhalb sehr kurzer Zeit durchgelesen, was schon viel heißt.Deswegen gibt es von mir auch eine Leseempfehlung.
    Das Cover: Es ist schlicht und es ist einfach. Diese Art vom gebundenen Buch habe ich vorher noch nie gesehen. Finde ich auch ehrlich gesagt nicht so schön.
    Fazit: Dieses Buch ist schnell durchgelesen, einfach gehalten und trifft mit voller Härte. Ich fand es wirklich richtig gut.

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    SchreibZens avatar
    SchreibZenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lesezeit bereut – nicht mein Fall
    Lesezeit bereut – nicht mein Fall

    Mir wurde ein Rezensionsexemplar von »Reue« angeboten. Das schlichte Design des Covers und die kurze Inhaltsausgabe machten mich auf das Buch neugierig. Also entschied ich mich dazu, das Rezensionsexemplar anzufordern.
    Nach kurzer Zeit hielt ich das Buch in meinen Händen. Was mir als erstes auffiel, war die ungewöhnliche Haptik des Buches. Irgendwie liegt das Buch »kantig« in der Hand. Das aber nur am Rande erwähnt.
    Was braucht ein Buch um mich zu fesseln? Interessante Charaktere! Bei diesem Buch treffe ich aber fast ausschließlich auf klischeebehaftete und dazu in Übermaßen unsympathische Charaktere. Das alleine ist schon genug, um das Ende des Buches herbeizusehnen. Da das Buch aber nur einen Umfang von 244 Seiten hat, war dieses zum Glück schnell erreicht.
    Fazit: Mich hat das Buch nicht überzeugt, auch wenn es durchaus spannend angefangen hat. Die Luft war dann aber relativ schnell raus. Daher kann ich auch nur 2 Sterne vergeben.
    Danke an den Literaturtest für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hatte keine Auswirkungen auf meine Bewertung.

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    jenny_wens avatar
    jenny_wenvor 7 Monaten
    Potenzial nicht ausgeschöpft

    Eigentlich habe ich nichts gegen erfolgreiche Charaktere in Büchern. Ich habe auch nichts dagegen, dass sie immerzu super gut aussehen. Allerdings muss ich sagen, dass mir in dieser Lektüre fast sämtliche Charaktere einfach nur mega unsympatisch waren. Da ist zum einen Sabine. Sie ist bei den Kunden der Bank sehr angesehen und sie verschafft ihnen immer einen Kredit, egal wie. Das führt natürlich zu Differenzen mit ihrem Vorgesetzten und auch ihre Kollegin, die Frau Müller ist nicht gerade ein Traum von einem Charakter. Sie ist missgünstig, hasst sich selber und somit auch jeden anderen Menschen in ihrer Umgebung, der auch nur ein Fünkchen besser aussieht als sie selber, was meiner Meinung nach nicht weiter schwer ist. Dann ist da Sabines Ehemann. Er ist immer nur am Wochenende zu Hause. Er arbeitet bei der Bundeswehr, ist dort ein höheres "Tier" und hat definitiv ein Problem mit Alkohol.
    Ich möchte eigentlich gar nicht weiter auf die Charaktere eingehen, ich kann nur für mich sagen, dass eigentlich fast alle Charaktere mir überhaupt nicht gefallen haben. Auch wenn der Autor versucht hat, ihnen Leben einzuhauchen, und diese Charaktere sicherlich auch in der "freien Wildbahn" so zu finden sind, musste ich immerzu nur mit dem Kopf schütteln. Es wurden auch diverse Klischees bedient. Unter anderem, dass ein Mann scheinbar alles tun und lassen kann, aber wehe die Frau leistet sich einen "Aussetzer", dann ist die Hölle los. 
    Eigentlich hatte das Buch ja schon sehr vielversprechend angefangen, denn es begann mit einer Verhaftung. Es war noch ungeklärt, wer verhaftet wurde. Ich fand es total spannend, doch nach einigen Seiten verebbte diese Spannung, was ich total schade fand, denn eigentlich bietet der Plot der Geschichte soviel Möglichkeiten, um diese noch weiter auszuschmücken.
    Die Sprache war ziemlich derb, was mich anfangs abgestoßen hatte. Nach einer gewissen Zeit gewöhnte man sich daran. Trotzdem konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen, denn mir fehlte die Tiefe der Charaktere, die allesamt einfach nur oberflächlich und arrogant waren, bis auf der Bauer. 
    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Das lässt es gleich wieder sehr interessant wirken. Erst auf dem zweiten oder dritten Blick fällt einem ein Baseballschläger auf.

    Mein Fazit:

    Schade, dass der Autor es nicht geschafft hat, mich als Leser zu überzeugen, denn die Geschichte hat sehr viel Potenzial geboten, welches in meinen Augen nicht ausgenutzt wurde. Sehr schade. 2 Sterne für "Reue" von Sascha Berst-Frediani.
    Ich danke dem Literaturtest für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meine Bewertung.

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