Sascha Ehlert Jackie

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Inhaltsangabe zu „Jackie“ von Sascha Ehlert

Das Theater ist für Jacqueline die Welt, von der sie ihr ganzes Leben schon träumt. Sie will seit ihrer Kindheit ein Star auf der Bühne sein. Herbe Enttäuschungen treiben die junge Frau jedoch zum Äußersten. Psychische Abgründe, Gewalt und ihre Phantasie allmächtig zu sein treiben sie in den Wahn, ihre perfekte Welt zu erschaffen.

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  • Rezension zu "Jackie" von Sascha Ehlert

    Jackie
    Kerry

    Kerry

    12. May 2012 um 07:21

    Jacquelines Welt dreht sich um das Theater, schon als Kind spielte sie immer ihren Puppen vor und träumte davon, eines Tages auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten. Sicherlich hätte Sie es geschafft, ihren Traum zu verwirklichen, wenn an ihr nicht ein Besonderheit wäre. Jacqueline hat ein Feuermal im Gesicht, durch das sie immer ausgegrenzt wurde. Ihre Mutter kennt sie nicht, sodass sie die ersten Jahre bei Pflegefamilien und in Heimen aufwuchs. Auch hier hätte ihre Leben noch in mehr oder weniger normalen Bahnen verlaufen können, doch die anderen Kinder wahren grausam zu ihr. Immer wurde sie geschnitten und ausgegrenzt und immer auf Grund ihres Feuermals, sprich einen Grund, für den sie absolut nichts konnte. Als 6-jährige hält sie es nicht mehr aus und weiß was sie will: Rache. Sie freundet sich mit Basti an und verleitet ihn dazu, im Heim Feuer zu legen. Nicht alle Kinder schafften es, den Flammen zu entkommen. Als Basti die Tat nachgewiesen werden kann, hält er nicht dicht und verrät Jacqueline. Beide landen in Anstalten. Doch in der Anstalt geht auch nicht alles mit rechten Dingen zu. Ein Arzt lässt sie jede Nacht an ein Gitterbett fesseln und setzt sie unter Drogen. Was in den Stunden danach geschah, erfuhr Jacqueline nicht und wollte es auch nicht. Doch sie weiß, dass von diesem Mann Gefahr droht und es gelingt ihr tatsächlich, sich seiner zu erwehren und ihn zu töten. Über Jahre wird Jacqueline daraufhin mit Drogen ruhig gestellt, an Schuldbildung erhält sie nur das nötigste. 16-jährig ist es dann soweit, Jacqueline darf zum ersten Mal eine öffentliche Schule besuchen. Natürlich wird sie auch hier ausgegrenzt, diesmal jedoch eher auf Grund ihrer Vergangenheit, denn ihres Aussehens. Doch es gibt einen Jungen, der sieht hinter die Fassade, direkt in ihre Seele: Justus. Gegen alle Widerstände werden die beiden ein Paar, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Die Wandlung von Jacqueline zu Jackie hat jedoch bereits seit längerem begonnen ... Leg dich nicht mit Jackie an! Kaum zu glauben, was alles in dem kleinen Buch drinsteckt. Der Plot wurde sehr gut ausgearbeitet, der Leser verfolgt das Leben der kleinen Jacqueline, die nicht wirklich mit Glück bedacht wurde in ihrem Leben, bis ihre Wandlung in Jackie vollzogen ist. Jackie wurde ausgesprochen tiefgründig dargestellt, immer wieder war ich erstaunt, dass dieses Mädchen, dem so viel Unerfreuliches widerfahren ist, dennoch versucht, gut und gerecht zu allen zu sein und dennoch immer und immer wieder mit Füßen getreten wird, sodass ihr eigentlich gar keine Wahl bleibt, als Jackie zu werden. Der Schreibstil war sehr detailliert und tiefgründig, wobei mir besonders gut gefallen hat, dass es immer eine Rückblende gab, die Jackies jeweilige Taten begründen bzw. erklären, woher sie das Wissen hatte, solche Taten auszuführen.

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  • Rezension zu "Jackie" von Sascha Ehlert

    Jackie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. February 2012 um 18:35

    Jackie - faszinierend schrecklich ************* Schon als Kind war es Jacquelines größter Traum auf der Bühne zu stehen. Gewalt und Enttäuschungen haben sie ihr ganzes Leben begleitet und sie in den Wahn getrieben. Sie schafft sich ihre eigene perfekte Welt, aber zu welchem Preis? Ihr starker Wille ist die Quelle der Kraft die sie brauchte um zu flüchten. Jaqueline kroch auf allen Vieren durch den Wald. Eine junge Frau auf der Flucht vor Ihrem Peiniger und dem Ort, den sie einst so geliebt hat, das Theater. ************* Eingeteilt in zwei Handlungsstränge erzählt uns Jaqueline aus ihrer Sicht die Geschichte ihres Lebens als Kind, ein Kind das sich auf die Bretter der Welt träumt und als junge Frau, die in ihrem Wahn genau diese geschaffen hat wie sie sich diese vorstellt. Thrillerelemente vermischen sich mit Horrorelementen. Den Spannungsbogen hat der Autor direkt von der ersten Seite an gespannt, und hält diesen gekonnt bis zum Schluss aufrecht. Der Leser stolpert von einer Szene in die nächste und hat kaum eine Chance die vorangegangenen Szenen im Kopf zu ersetzen. Perfekt inszeniert spielt sich ein Drama vor den Augen des Lesers ab und lässt einen nicht so schnell wieder los. Selten hat ein Buch in meinem Kopf so lange nachgeklungen wie dieses. Der Showdown lässt sich erahnen, allerdings ist man als Leser versucht, diese so entstehende Bild von sich zu schieben. *********** Gewalt und Hohn sind die ständigen Begleiter der Jaqueline als Kind. Entstellt durch ein Feuermahl im Gesicht ist sie dem Spott der anderen Kinder ausgeliefert. Schnell begreift sie, dass es nur einen Weg gibt, dieser Grausamkeit zu begegnen. Liebe und Zärtlichkeit spielen in ihrem Leben keine Rolle, der Tod ist etwas ganz normales für Jaqueline. Die Figur der kindlichen Jaqueline ist in einer Weise dargestellt, das ich nicht weiß ob ich mich vor ihr fürchten, oder Mitleid haben sollte? Von Ärzten missbraucht, den Mitmenschen verachtet und verhöhnt, zieht sich Jaqueline in ihre eigene Welt zurück. Die Last auf den kleinen Schultern könnte nicht größer sein. Der mütterliche Instinkt sagt mir natürlich sofort, hier braucht jemand Hilfe und genau das sind die Empfindungen wenn ich die Geschichte der Jaqueline als Kind lese: beschützen – behüten. Das Gefühl eingreifen zu müssen ist stark. Während die Figuren aus der Kindheit der Jaqueline schnell verblassen, heben sich die erwachsenen Figuren hervor. Da ist die Theater Diva mit ihren Allüren, der nette Hauptdarsteller dem Jaqueline gerne ein Lächeln schenkt und wieder zurückbekommt, ein Theaterchef der nie mit Ihrer Arbeit zufrieden ist und sie nur schikaniert. Eine besondere Rolle ist dem Bühnenbildner zugedacht, von dem Jaqueline gedacht hat das wenigstens er sie nicht verachten würde. Aber es kommt alles ganz anderes als erwartet. Jaqueline ist erschrocken als sie seinen wahren Charakter erkennt, weiß dies aber sehr schnell für sich zu nutzen. Sie alle finden sich zum großen Showdown wieder zusammen, den Jackie – wie sich Jaqueline als junge Frau nennt – vorbereitet. Den Leser erwartet ein bühnenreifes Ende! Es gibt keine Figur in diesem Roman, mit der ich mich als Leser identifizieren oder ihr Wirken nachvollziehen konnte. Faszinierend und abstoßend zugleich hat mich die Geschichte in den Bann gezogen. ************** Der Roman ist als TB beim Titus Verlag erhältlich. Die 148 Seiten sind mit einigen gelungenen Illustrationen von Jose A. M. Vilchez vervollständigt. Der Verlag gibt eine Altersempfehlung von 18 Jahren an. ************** Fazit: Kurz gesagt: Gruselig faszinierende Geschichte um eine junge Frau. Zu empfehlen ist es nur Lesern mit starken Nerven.

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