Sascha Kersken Göttersommer

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Inhaltsangabe zu „Göttersommer“ von Sascha Kersken

Eine wirklich innovative Romanidee, deren Potential allerdings nicht 100 Prozent ausgeschöpft wurde. Schade.

— seschat
seschat

Amüsant und aktuell!

— Nyansha
Nyansha
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  • Die olympischen Götter kehren zurück

    Göttersommer
    seschat

    seschat

    15. May 2017 um 17:02

    INHALTIm Jahr 2015 hat Athen die Schuldenkrise mächtig im Griff. Wirtschaft und Gesellschaft sind gleichermaßen stark betroffen. Kurzum eine Lösung für Griechenland muss gefunden werden - doch welche? Die europäische Troika und die griechische Regierung führen hitzige Debatten. Weil man sich auf Menschenseite uneins ist, greifen bald auch die olympischen Götter ein, die ihre Heimat vor dem Ruin bewahren wollen. Doch ist Griechenland überhaupt noch zu retten?MEINUNGSascha Kerskens Roman "Göttersommer" ist eine interessante Mischung aus zeitgeschichtlichen Tatsachen und Fantasy. Ich fand diese Kombination vor der Lektüre mehr als reizvoll und war gespannt auf die Rolle der antiken Götter in Zeiten der weltlichen Krise. Doch leider hielt der vollmundige Klappentext nicht das, was er versprach. Denn Kerskens Erzählung verlief mir im Großen und Ganzen zu unaufgeregt und war durch zu häufige Szenen- wie Erzählperspektivenwechsel nicht einfach zu überblicken. Hatte man sich als Leser gerade an einen städtischen Schauplatz plus handelnder Figur/-en gewöhnt, begann an der spannendsten Stelle ein neuer Erzählstrang und kappte damit den Spannungsbogen. So innovativ Kerskens Idee der Rückkehr der Götter auch ist, die Gefahr sich in Details zu verlieren bzw. zu viel handelnde Figuren einzuführen ist groß. Hierbei hätten es gern weniger, aber dafür noch vielschichtiger ausgearbeitete Götter sein können. Athene und Hades stellen gelungene Beispiele dar. Betrachtet man darüber hinaus die politische wie zeitgeschichtliche Komponente, sprich die Wirtschafts- und Finanzkrise, so kann man dem Autor hier eine gute Rechercheleistung bescheinigen. Denn die gesellschaftlichen wie politischen Probleme, wie Arbeitslosigkeit oder Rechtsruck in der Politik, werden realistisch in die Story eingewoben. Auf diese Weise kann der Leser, vor allem der wenig Politik interessierte, noch einmal die Geschehnisse rund um 2015 Revue passieren lassen. Der Lerneffekt ist jedenfalls groß.Das offene Ende sowie der Göttershowdown im zweiten Drittel der Geschichte konnten mich nur mäßig mitreißen, weil eine einschneidende Veränderung ausblieb. Letzteres ist wohl auch damit zu erklären, dass Kerskens Roman der Auftakt zu einer Trilogie ist. Nun ja, ich hatte mir im Vorhinein eindeutig mehr vom Buch versprochen, dass m. E. mehr Witz und Emotionen verdient hätte. Kerskens nüchterner bis beschreibender Sprachstil langweilte mich mit der Zeit.FAZITEine wirklich innovative Romanidee, deren Potential allerdings nicht 100 Prozent ausgeschöpft wurde. Schade. 

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  • Leserunde zu "Göttersommer" von Sascha Kersken

    Göttersommer
    Sascha_Kersken

    Sascha_Kersken

    Zum Roman "Göttersommer":Athen, Sommer 2015. Die Verhandlungen anlässlich der Wirtschaftskrise laufen wie immer: die Troika glaubt ebenso sehr, im Recht zu sein, wie die griechische Seite überzeugt ist, dass man ihnen gar nicht helfen will. Die Hitze ist ebenso bleiern wie die zähen Debatten.Dieser allgemeine Stillstand wird plötzlich von neuen Mitspielern durcheinander gewirbelt, mit denen niemand gerechnet hätte: die antiken Götter sind zurück!Aber was wollen sie überhaupt?Kann man ihnen trauen?Sind sie wirklich die selbstlosen Helfer, als die sie sich ausgeben?Arbeiten sie überhaupt alle zusammen, oder doch eher gegeneinander?Und was ist eigentlich mit dem freien Willen der Menschen?Aus den Erlebnissen von sieben Charakteren entfaltet sich das Panorama dieser Erzählung, die untersucht, wie das Eingreifen übermächtiger, undurchsichtiger Wesen die Welt verändert.Eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, Krieg und Frieden, Vertrauen und Verrat, Menschen und Götter, Politik und Wirtschaft.Gesucht werden LeserInnen, die sich für Fantasy, Mythologie und/oder aktuelles Zeitgeschehen interessieren. Ich stelle zehn gedruckte Exemplare zur Verfügung. Im Blog zum Buch könnt ihr euch auch vorab eine kostenlose Leseprobe (die ersten 3 von 30 Kapiteln) herunterladen.

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  • Die Götter steigen vom Olymp um Griechenland zu retten

    Göttersommer
    mesu

    mesu

    02. May 2017 um 14:50

    Die Idee des  Autors ist:  Die Götter mischen sich unter die Menschen und helfen Griechenland in der Krise.Eine interessante These wird  mit Augenzwinkern und vielen Protagonisten aus dem Reich der Götter und der Menschen umgesetzt.Aber so ganz konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Auch wenn die aktuellen Probleme und Thesen gut recherchiert waren und  einige interessante Götter wie z. b. Hades und Athene in diese amüsante Geschichte verwickelt waren.Es waren für mich zu viele Ereignisse auf verschiedenen Ebenen, die ich zu verwirrend fand und ich konnte einfach keinen richtigen Zugang zu dem Buch finden, leider..Aber trotz allem eine fantasievolle Geschichte um Götter und Menschen, die gewiss ihre begeisterten Leser findet.

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  • Die Götter geben sich die Ehre

    Göttersommer
    Ulrike55

    Ulrike55

    29. April 2017 um 23:58

    Was wäre, wenn der liebe Gott oder, wie in unserem Falle, die Götter des Olymp plötzlich beschließen würden, die armen, unwissenden, umherirrenden Menschen nicht weiter ihrem Schicksal zu überlassen sondern zu ihnen herabzusteigen und lenkend in das Weltgeschehen eingreifen würden?Sascha Kersken lässt genau das in seinem Roman geschehen, als in Athen auf der Höhe der Verhandlungen anlässlich der Wirtschaftskrise die Situation so verfahren ist, dass von göttlicher Seite eine Einmischung erforderlich erscheint, um den sich streitenden Verhandlungspartnern mit sanfter oder auch nicht so sanfter Gewalt einen Weg aus der Misere zu weisen.Und damit beginnt eine höchst amüsante Erzählung, die mich bis zum Ende aufs Beste unterhalten hat!Eine Handvoll Götter erscheint und bemächtigt sich einiger Schlüsselfiguren der Verhandlungen, denen sie zu einer neuen, ihnen genehmeren Sichtweise nicht nur in ihrer Haltung gegenüber dem bankrotten Griechenland, sondern auch auf das Leben im allgemeinen und ihr eigenes im besonderen verhilft.Doch Uneinigkeit herrscht nicht nur unter den Sterblichen!Auch die Götter untereinander sind sich nicht grün; und der Leser erfährt, dass sie sich keineswegs einmütig für eine Intervention in den Lauf der Dinge entschieden haben!Insbesondere sind es Artemis, Poseidon und Pan, die die gegnerische Fraktion anführen und bald ebenfalls in Athen auftauchen, um die hilfreichen Absichten von Hades, Athene, Aphrodite, Ares, Eris und Hermes zu vereiteln. Und das versuchen sie mit allen Mitteln, die ihnen in imponierendem Ausmaß zur Verfügung stehen, wobei ihnen weder an Fairness gelegen ist noch sie sich an irgendwelche getroffenen Abmachungen gebunden fühlen.Beide Fraktionen versichern sich der Unterstützung einer stetig wachsenden Anzahl von Menschen; Radio, Fernsehen, Internet, Zeitungen sind voll von ihrem sensationellen Erscheinen und ihren spektakulären Aktionen auf der Erde. Keiner zweifelt bald mehr an ihrer göttlichen Identität.Ganz Athen spricht kaum mehr von etwas anderem, als es gebannt mitverfolgt, was sich da an Unglaublichem, Skurrilen, Niedagewesenen abspielt, das schließlich in einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen beiden Göttergruppen und ihren menschlichen Gefolgsleuten auf einer rasch dafür hergerichteten Insel gipfelt....Was für eine - göttliche - Komödie, die Sascha Kersken da vor den Augen des Lesers inszeniert!Er kennt seine Götter gut! Und gemäß den Eigenschaften, die ihnen in der Mythologie zugeschrieben werden, lässt er sie agieren, - zur hellen Freude des diesbezüglich ein wenig bewanderten Lesers!Man mag versucht sein, die Methoden zu kritisieren, mit denen die Götter ihre erwählten Sterblichen gefügig machen und auf ihre Zwecke konditionieren, denn nicht immer haben die Menschen eine Wahl, oft tun sie etwas gegen ihren Willen, können dem aber keinen Widerstand entgegen setzen.Dann gilt es, sich bewusst zu machen, dass wir es hier mit nichts anderem als einem Märchen zu tun haben, mit "Fantasy", um es modern und zeitgemäß auszudrücken, das den Leser mit urkomischen Szenen, die gelegentlich an Slapstick erinnern vor allem unterhalten, das aber - wie es in den meisten Märchen der Fall ist - durchaus auch nachdenklich machen möchte.Und das gelingt, so meine ich, dem Autor in seiner speziellen Art des Erzählens vorzüglich!Denn - am Ende erkennen die Menschen, und der Leser mit ihnen,  dass auch der vermeintlichen Allmacht der Götter Grenzen gesetzt sind, und dass Probleme nicht einfach über Nacht - und mit nur einem Buch - aus der Welt geschafft werden können.Auf eine Fortsetzung darf gehofft werden...

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  • Götter greifen ein

    Göttersommer
    Nyansha

    Nyansha

    17. April 2017 um 14:39

    „Göttersommer“ von Sascha Kersken wurde im August 2016 in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Roman umfasst insgesamt 272 Seiten und 30 Kapitel. Worum geht es? Athen, Sommer 2015. Die Verhandlungen anlässlich der Wirtschaftskrise laufen wie immer: die Troika glaubt ebenso sehr, im Recht zu sein, wie die griechische Seite überzeugt ist, dass man ihnen gar nicht helfen will. Die Hitze ist ebenso bleiern wie die zähen Debatten. Dieser allgemeine Stillstand wird plötzlich von neuen Mitspielern durcheinander gewirbelt, mit denen niemand gerechnet hätte: die antiken Götter sind zurück! Aber was wollen sie überhaupt? Kann man ihnen trauen? Sind sie wirklich die selbstlosen Helfer, als die sie sich ausgeben? Arbeiten sie überhaupt alle zusammen, oder doch eher gegeneinander? Und was ist eigentlich mit dem freien Willen der Menschen? Aus den Erlebnissen von sieben Charakteren entfaltet sich das Panorama dieser Erzählung, die untersucht, wie das Eingreifen übermächtiger, undurchsichtiger Wesen die Welt verändert. Eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, Krieg und Frieden, Vertrauen und Verrat, Menschen und Götter, Politik und Wirtschaft. Bewertung Die Geschichte rund um ausgewählte, griechische Götter und sieben Protagonisten wird in einem Rahmen von vier Tagen (Donnerstag – Sonntag) erzählt. Bei den Menschen, die die Götter für ihre Zwecke auserwählen, handelt es sich hauptsächlich um politisch engagierte Personen, die den Verhandlungen um Griechenlands Zukunft beiwohnen, oder sonstige Personen mit einer gewissen Reichweite. Die Fülle an Charakteren ist relativ groß, bei mir kam es häufiger zu Verwechslungen und viele der Charaktere sind für mich auch eher blass geblieben. Jeder war individuell, dennoch sprang der Funke für mich nur bei ein paar von ihnen über. Bei den Göttern sah es da anders aus, auch, wenn sie mich ebenfalls nicht hundertprozentig überzeugt haben, kamen doch individuelle Züge und eine gewisse Lebendigkeit hervor. Mit Athene, Ares, Aphrodite und Artemis sind auch einige der „bekannteren“ Götter zu Hauptcharakteren gewählt worden, wohingegen Poseidon, Hermes, Eris und Pan relativ blass blieben. Von Hades hatte ich persönlich bisher immer eine ganz andere Vorstellung, doch hier erschien er mir fast schon der freundlichste Gott von allen zu sein. Ich hatte gehofft, dass auch der Göttervater selbst einen Auftritt bekommt, oder die Streitigkeiten der Götter untereinander noch stärker in den Vordergrund treten. Dies war jedoch nur in Bezug auf Athene und Artemis der Fall. Zwar gibt es seitens Pan auch einige Spitzen gegen seinen Vater, doch ansonsten bleibt dieser Aspekt ebenfalls blass. Es stellt sich nun allerdings für mich nach wie vor die Frage, worum es in diesem Roman eigentlich ging. Betrachte ich ihn als Ganzes, sehe ich ein Kennenlernen der Götter mit ausgewählten Menschen und eine mediale Präsenz übernatürlicher Wesen. Diese wird von den meisten Menschen mit Interesse aufgenommen. Es wird von Anfang an von einem Ziel gesprochen, das jedoch auch nicht wirklich ausgesprochen wird. Im Raum steht, Griechenland aus der Krise helfen zu wollen, das warum wird dabei ansatzweise erörtert. Der Sinn dieses Unterfangens wird jedoch von den Göttern selbst diskutiert und so steht schließlich ein Kampf im Vordergrund, der soweit gar nichts mit dem eigentlichen Ziel zu tun hat, von dem noch am Anfang des Buches gesprochen wurde. Denn erst einmal müssen die Götter sich gegen Widerstand aus den eigenen Reihen wehren – vor der Ausführung ihres Plans. Somit kommt es gar nicht zu der Hilfe, die offenbar auf dem Olymp  beschlossen wurde zu geben. Für mich bleiben gerade die Fragen, die der Klappentext selbst stellt, weitestgehend unbeantwortet. Bezüglich der Fakten und politischen sowie wirtschaftlichen Aspekte war ich sehr zufrieden mit der Recherche, die der Autor augenscheinlich hinter sich hat. Es gab viele Überschneidungen zu tatsächlichen Punkten der Krise, die logischer erklärt waren, als es in den Medien der Fall war. Der Schreibstil ist locker und informativ, der Inhalt an vielen Stellen amüsant und informativ. Dennoch habe ich mir beim Lesen häufiger gewünscht, dass das Ganze „auf den Punkt kommt“. An einigen Stellen zog die Geschichte sich sehr und ich habe auf spannendere und auch tiefgründigere Kapitel gehofft. Gerade der Zusatz im Klappentext „Eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, Krieg und Frieden, Vertrauen und Verrat, Menschen und Götter, Politik und Wirtschaft“ hat mich sehr neugierig gemacht, im Grunde würde ich den Roman aber als Austausch und Kennenlernen zwischen Göttern und ausgewählten Menschen beschreiben. Die politischen und wirtschaftlichen Aspekte werden immer wieder angesprochen, aber letztendlich passiert bezüglich des eigentlichen Ziels einfach sehr wenig. Fazit Mir kommt der Roman wie der Beginn einer Reihe vor, die Götter versuchen, einen Weg zu finden, um ihren Plan umzusetzen und sammeln Verbündete. Dann gibt es Widerstand gegen den eigentlichen Plan und damit ist auch schon Schluss. Gäbe es einen Folgeroman, in dem der Aspekt der Wirtschaftskrise wirklich im Vordergrund stehen würde, wäre ich definitiv zufrieden mit „Göttersommer“. Ich habe dem Buch insgesamt 4/5 Sternen gegeben, unter der Ahnung, dass es wirklich der Beginn einer Reihe ist.

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